Corona-Virus in China - Coronavirus erreicht Europa

  • WHO-Rückzieher

    Doch keine Warnung vor Ibuprofen bei Covid-19-Verdacht

    Zwei Tage ist es her, dass die Weltgesundheitsorganisation bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon abgeraten hat, ohne ärztlichen Rat Ibuprofen einzunehmen. Nun nimmt sie die Warnung zurück.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Warnung vor der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus zurückgenommen. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.


    Keine negativen Konsequenzen für Corona-Patienten

    Die WHO-Experten hatten Studien und Ärzte konsultiert und seien zu dem Schluss gekommen, dass es über die bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen hinaus keine Hinweise auf negative Ibuprofen-Konsequenzen bei Covid-19-Patienten gebe. "Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab", teilte die WHO mit. Das hatte sie am Dienstag noch getan, und statt Ibuprofen Paracetamol empfohlen.

    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Ausgangsbeschränkungen in Bayern und dem Saarland

    Bayern setzte als erstes Bundesland eine Ausgangssperre nach dem Beispiel des Nachbarlands Österreich um. Weitere Bundesländer sind dem Beispiel gefolgt - allerdings in geringerem Umfang. Was ab Samstag um Mitternacht noch erlaubt und was verboten ist.


    Einmal mehr machte Bayern den Anfang: Als erstes Bundesland erließ der Freistaat aufgrund der Corona-Krise ein weitgehendes Ausgangsverbot für seine Bewohner.

    Es tritt am Samstag um Mitternacht in Kraft und bestehe zunächst für die kommenden beiden Wochen. Passierscheine würden, anders als beispielsweise in Frankreich, nicht eingeführt.

    Die "grundlegenden Ausgangsbeschränkungen", so Ministerpräsident Markus Söder, orientierten sich an denen, die bereits im Nachbarland Österreich gelten.

    Aufenthalte im Freien sind nur noch erlaubt, um

    *zur Arbeit und wieder nach Hause zu fahren
    *Termine beim Arzt wahrzunehmen
    *Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen
    *den Hund auszuführen
    *spazieren zu gehen
    *Sport zu treiben, jedoch nur allein oder mit der Familie

    Geöffnet bleiben

    *Supermärkte
    *Apotheken
    *Arztpraxen
    *Krankenhäuser

    Geschlossen werden

    *Restaurants und Gaststätten, ausgenommen To-Gos und Drive-Ins
    *Friseure
    *Bau- und Gartenmärkte
    *für Besucher: Alten- und Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen
    *für Besucher: Krankenhäuser (Ausnahmen: Angehörige, die Todesfälle zu beklagen haben, Eltern, die ein Kind auf einer Kinderstation liegen haben und Gebärende und deren Angehörigen)

    Zudem dürften Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten von Patienten nur noch in Notfällen besucht werden.

    Bayern meldet rasanten Anstieg an Infektionen mit dem Coronavirus

    Söder begründete das Vorangehen Bayerns bezüglich der Ausgangssperre mit einem sprunghaften Anstieg der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Bayern um 35 Prozent binnen eines Tages: "Es drohen Millionen Infizierter. Für Bayern sage ich: Es entwickelt sich nicht gut. Wir dürfen nicht zögern." Die anderen Bundesländer aber, ließ Söder wissen, würden dem Beispiel Bayerns folgen.

    Das Saarland kündigte später einen ähnlichen Schritt an. Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Hamburg beschränken sich vorerst auf ein Verbot öffentlicher Versammlungen in bestimmter Personenstärke und auf das Schließen von gastronomischen Betrieben.

    In Bremen darf lediglich nicht mehr in Gaststätten gespeist werden.


    *Das Saarland kündigte eine Allgemeinverfügung für eine Ausgangsbeschränkung an, die sofort wirken sollte.
    *Baden-Württemberg verbietet Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen, erlaubt Ausnahmen aber für Familien und Paare.

    *Niedersachsen schließt ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés.
    *Rheinland-Pfalz schließt ebenfalls alle Gaststätten und untersagt Versammlungen von mehr als fünf Personen.
    *Hessen schließt alle Restaurants und Gaststätten ab Samstagmittag. Ab Samstagmorgen um Mitternacht dürfen sich nur noch maximal fünf statt bisher höchstens hundert Menschen an öffentlichen Orten versammeln. Bei Zuwiderhandlung drohten laut Ministerpräsident Volker Bouffier Bußgelder zwischen 100 und 300 Euro.
    *Hamburg schließt ab Samstag alle Restaurants und verbietet Ansammlungen von mehr als sechs Personen. Ausnahmen gelten nur für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.
    *Bremen erlaubt seinen Bürgern ab Samstag lediglich nicht mehr, Speisen in Gaststätten einzunehmen. Geschlossen würden Restaurants und Cafés deswegen aber nicht.

    Es fällt auf, wie unterschiedlich die einzelnen Bundesländer vor allem die Anzahl der Menschen interpretieren, die sich noch treffen dürfen.

    Tatsächliche Ausgangssperren hält beispielsweise Bouffier für "eine der letzten Maßnahmen" die man setzen könne.

    Quelle:
    web.de/magazine/news/coronavirus

  • Zwei Menschen maximal - Neue Regeln und Rettungspläne in der Krise

    Leere Boulevards und geschlossene Cafés schaffen eine unwirkliche Atmosphäre.

    Jetzt ordnet der Staat an, das soziale Leben bundesweit noch weiter herunterzufahren.

    Die Folgen der Corona-Krise will der Bund mit aller Kraft abfedern.


    Die Straßen sind leer. Die Menschen sind besorgt. Und die Infektionszahlen steigen - am Sonntag auf mindestens 24.100 in Deutschland. Gerade deshalb gelten für alle Bürgerinnen und Bürger jetzt noch drastischere Einschränkungen der sozialen Kontakte.

    Was die weitreichenden Beschlüsse von Bund und Ländern vom Sonntag bedeuten - und was die Politik gegen die Krise für Mieter, Beschäftigte und Wirtschaft tun will:

    Gilt eine Ausgangssperre in Deutschland?

    Nein. Aber: Mehr als zwei Menschen dürfen sich nicht zusammen draußen aufhalten - es sei denn es sind Angehörige aus dem gemeinsamen Haushalt. Also mit einem Freund, einer Freundin spazieren gehen ja - zu dritt nicht. Zu allen anderen soll man, wo immer möglich, einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

    Was gilt für die eigene Wohnung?

    Generell sollen alle Kontakte zu anderen außer den Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Ausdrücklich genannt ist die Zwei-Kopf-Regel für drinnen in dem Beschluss von Bund und Ländern aber nicht. Auch hier darf es aber etwa keine Gruppen feiernder Menschen geben. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

    Wie hoch sind die Strafen?

    Bis zu 25.000 Euro etwa in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Bundesweite Vorgaben gibt es nicht. "Von Strafhöhen oder Ordnungsgeldern ist heute nicht gesprochen worden", so Merkel. Aber: Es handele sich nicht um Empfehlungen, sondern Regeln - mit Folgen bei Nichteinhaltung.

    Was ist draußen noch erlaubt?

    Joggingrunden, Toben mit den eigenen Kindern oder Gassi-Gänge zum Beispiel. Also Sport und Bewegung an der frischen Luft - aber eben individuell. Der Weg zur Arbeit oder zur Notbetreuung der Kinder bleibt erlaubt, Einkäufe, Arztbesuche, zu nötigen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere.

    Was muss bundesweit geschlossen werden?

    Restaurants und Cafés - Essen darf man sich nur nach Hause liefern lassen oder es abholen und zu Hause essen. Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios müssen geschlossen bleiben.

    Werden Homeoffice oder Produktionseinschränkungen vorgeschrieben?

    Nein, dazu gibt es keine bundesweite Regelung. In Betrieben sollen aber Hygienevorschriften eingehalten werden - mit Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher.

    Dürfen Länder und Kreise darüber hinaus gehen?

    Ja, vielfach gelten auch schon schärfere Regeln. In Bayern darf in der Regel weiterhin nur gemeinsam an die frische Luft, wer zu einem Hausstand gehört - also etwa Familien aus einer Wohnung. Ansonsten darf man hier nur alleine hinaus - es sei denn, wenn etwa Betreuer mit Menschen mit Behinderung oder Senioren einen Spaziergang machen. Dann ist im Freistaat etwa auch ein Gang zu dritt erlaubt.

    Wie funktionieren die bisherigen Beschränkungen für draußen?

    Überwiegend gut, wie die Behörden berichteten. Ob in Frankfurt, Essen, Hamburg oder an der Spree im Berliner Regierungsviertel: Auch am Sonntag waren meist nur einzelne Menschen, Paare oder Familien mit Kindern zusammen unterwegs. Es gab aber auch immer wieder Verstöße. In Neuruppin zum Beispiel löste die Polizei am Wochenende gleich sechs größere Feiern und Sporttreffen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. In Bayern gab es bis Sonntagnachmittag bei 25.000 Polizeikontrollen 500 Beanstandungen.

    Was tut nun die Regierung zur Abfederung der Folgen?

    In der neuen Woche sollen große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte, Soloselbstständige und Kliniken aufgespannt werden. Umfangreiche Rechtsänderungen soll es geben. Das Ganze soll im Schnellverfahren beschlossen werden: Am Montag im Kabinett, am Mittwoch im Bundestag und am Freitag im Bundesrat.

    Wie teuer sollen die Schritte werden?

    Das kann noch niemand sagen: Die Bundesregierung plant einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020. Allein ein Rettungsschirm für Firmen - der "Wirtschaftsstabilisierungsfonds" - soll mit 600 Milliarden Euro ausgestattet werden. Kleinunternehmen und Selbstständige sollen bis zu 15.000 Euro direkt bekommen.


    Was ist für Mieter geplant?

    Mietschulden infolge von Einkommensausfällen sollen nicht zur Kündigung führen. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete soll zwar im Grundsatz bestehen bleiben. Aber die Vermieter sind auf den Barrikaden: Der Präsident ihres Verbands Haus & Grund, Kai Warnecke, sagt: "Die Bundesregierung will Menschen im Stich lassen, die ihren Lebensunterhalt, Unterhaltspflichten und sonstige Zahlungsverpflichtungen aus Mietzahlungen bestreiten." Der Deutsche Mieterbund begrüßte dagegen den Gesetzentwurf.

    Was ist für Beschäftigte geplant?

    Vor allem mit Kurzarbeit sollen Unternehmen Beschäftigte leichter halten können - statt sie in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Fällt die Arbeit weg, bekommen Beschäftigte dann 60 Prozent des Lohns, mit Kindern 67 Prozent. Einen leichteren Zugang zum Kinderzuschlag soll es geben - und den Wegfall von Prüfungen für Hartz-IV-Anträge, damit die Menschen im Notfall nicht ins Bodenlose fallen. Auch Entschädigungen sind geplant, wenn der Verdienst ausfällt, weil die Kinder daheim betreut werden müssen.

    Was will die Regierung noch tun?

    Sie will Deutschlands Krankenhäusern mit mehr drei Milliarden Euro helfen. Daneben will der Bund zum Seuchenschutz umfassender selbst durchgreifen können. Lockerungen soll es beim Insolvenzrecht geben, so dass Firmen nicht so schnell vor dem Aus stehen. (best/dpa)



    Quelle:
    web.de/magazine/news/coronavirus

  • Covid-19 und Schwangerschaft

    Was Schwangere über das Coronavirus wissen sollten

    Auch in Deutschland breitet sich das Coronavirus SARS-CoV-2 weiter aus. Viele Schwangere und Eltern von Säuglingen sind besorgt. Wir erklären, was Sie dazu wissen sollten.

    Die Unsicherheit von Schwangeren sowie Müttern von Säuglingen im Umgang mit dem neuen Coronavirus ist derzeit groß. Schwangere Frauen, die verunsichert sind, sollten sich bei ihrem Frauenarzt und der Geburtsklinik informieren. dabei ist stets zu beachten: Beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus sollten Sie dies zuerst telefonisch tun und dem Mediziner ihre Symptome schildern.


    Worauf muss ich achten, wenn ich schwanger bin?

    Ob Schwangere das SARS-CoV-2-Virus an ihr ungeborenes Kind weitergeben können, ist zwar zurzeit noch nicht abschließend geklärt, da die Datenlage noch zu dünn ist. Laut dem britischen Royal College of Obstetricians & Gynaicologists gibt es jedoch bislang "keine Anzeichen, die auf ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko hindeuten". Es gebe demnach auch "keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übergehen kann". Es werde daher als unwahrscheinlich angesehen, dass das Virus beim Baby zu Fehlbildungen führt.

    In China war vor einigen Wochen ein Fall bekannt geworden, bei dem 36 Stunden nach der Geburt das neuartige Coronavirus bei einem Neugeborenen nachgewiesen wurde, dessen Mutter erkrankt war. Auch in den folgenden Wochen wurde aus China von einigen weiteren solcher Fälle berichtet.

    Forscher kamen in einer kurz nach dem ersten bekannten Fall durchgeführten und im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Analyse aber zu dem Ergebnis, dass SARS-CoV-2 offenbar nicht im Fruchtwasser, im Nabelschnurblut oder der Muttermilch zu finden ist oder übertragen werden kann. Die Studienautoren betonen jedoch, dass bislang nicht klar sei, wie sich das neue Coronavirus im frühen Stadium einer Schwangerschaft auswirke.

    Sind Schwangere durch das SARS-CoV-2 gefährdeter als andere Frauen?

    Es gibt bislang auch keine Daten dazu, dass mit SARS-CoV-2 infizierte Schwangere schwerer von der Erkrankung betroffen sind als Nicht-Schwangere. Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) bieten im German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) eine Übersicht für schwangere Frauen zu den Risiken einer COVID-19-Virusinfektion.

    Unter anderem heißt es dort: "Es wird erwartet, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise Grippe aufweist. Wenn eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Herz- oder Lungenerkrankung vorliegt, könnten eher Komplikationen bei Atemwegsinfektion wie bei der Coronavirusinfektion eintreten."

    Was gilt es zu beachten, wenn die Geburt kurz bevorsteht?

    Alle Geburtskliniken in Deutschland stellen sich zurzeit auf mögliche Entbindungen von positiv auf Covid-19 getesteten oder erkrankten Schwangeren ein. Viele Geburtskliniken verzichten inzwischen auf persönliche ambulante Vorstellungen zur Geburtsanmeldung und ermöglichen stattdessen die Anmeldung auf telefonischem Wege und über einen Selbstauskunftsbogen.

    Mithilfe dieser Informationen entscheiden die zuständigen Hebammen und Ärzte, ob eine persönliche Vorstellung notwendig ist. Ist dies nicht der Fall und die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen, sollten sie die Schwangeren erst mit Beginn der Wehen, Fruchtwasserabgang oder anderen Besonderheiten im Kreißsaal vorstellen.

    Darf der werdende Vater noch mit in den Kreißsaal?

    Die Vorgaben dazu unterscheiden sich je nach Klinik. Meist ist die Geburtsbegleitung durch den werdenden Vater oder die Lebenspartnerin weiterhin möglich – wenn die Person gesund und frei von Symptomen ist.

    In manchen Kliniken dürfen Verwandte oder eine Freundin derzeit nicht mit in den Kreißsaal. Nach der Geburt können teilweise die Besuchszeiten zeitlich begrenzt und auf die Person beschränkt sein, die mit im Kreißsaal war. Der Verein Mother Hood e.V. hat Informationen für werdende Eltern zusammengetragen und berät auch über die Rechte.

    Wie verhalte ich mich als Schwangere bei Covid-19-Symptomen?

    Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollten betroffene Frauen schnell einen telefonisch ihren Arzt oder die Klinik kontaktieren, aber keinesfalls ohne vorherige Rücksprache dorthin gehen. Der Arzt entscheidet, ob und welche weiteren Maßnahmen nötig sind. Keinesfalls sollten Schwangere ohne Rücksprache mit dem Arzt eigenständig zu Medikamenten greifen.


    Experten empfehlen eine systematische Untersuchung jedes Verdachts auf eine Ansteckung während der Schwangerschaft. Wird eine Infektion mit dem neuen Coronavirus während der Schwangerschaft bestätigt, sollten Mütter und ihre Föten engmaschiger versorgt werden.

    Wie verringere ich das Ansteckungsrisiko während der Schwangerschaft?

    Die WHO empfiehlt Schwangeren, das Ansteckungsrisiko durch die gängigen, auch vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Vorsichtsmaßnahmen so gering wie möglich zu halten. Schwangere sollten sich zudem, wie andere Risikogruppen auch, gegen die Grippe (Influenza) impfen lassen, um nicht gleichzeitig an beiden Infektionen zu erkranken.


    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

    Verwendete Quellen:

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  • Italien: Letzter Ausweg Triage - Dramatische Entscheidung zwischen Leben und Tod

    Italienische Ärzte müssen aufgrund der hohen Anzahl an Corona-Infizierten darüber entscheiden, welche Patienten behandelt werden und welche nicht - und damit über Leben und Tod. Die Entscheidung erfolgt nach dem sogenannten Triage-Prinzip. Das steckt dahinter.

    Die hohe Anzahl an Corona-Infizierten und schwer erkrankten Patienten in Italien zwingt das dortige Gesundheitssystem in die Knie. Die Kapazitäten an Betten in den Intensivstationen sowie die Anzahl an Beatmungsgeräten reichen bei Weitem nicht aus, alle Patienten intensiv-medizinisch zu versorgen.

    Nun müssen italienische Ärzte darüber entscheiden, welche Patienten behandelt werden und welche nicht. Die Entscheidung erfolgt nach dem sogenannten Triage-Prinzip, das als Synonym für "Einstufung" steht. Sollten die Krankheitsfälle auch in Deutschland weiterhin rasant steigen, könnte Triage auch an deutschen Kliniken tägliche Praxis werden.

    Triage - Priorisierung medizinischer Hilfeleistung

    Der Begriff Triage stammt aus dem Französischen, "trier" bedeutet übersetzt "sortieren" oder "aussuchen", "Triage" ist also ein Synonym für "Einstufung". Davon abgeleitet bezeichnet Triage ein Verfahren zur "Priorisierung medizinischer Hilfeleistung" in Fällen von hohem Patientenaufkommen und unzureichend medizinischem Personal oder medizinischer Geräte.

    Im Falle von Corona bedeutet dies: Hat man zwei Patienten, aber nur einen freien Platz auf der Intensivstation oder nur ein Beatmungsgerät, wird ein ansonsten gesunder jüngerer Patient einem älteren Patienten mit Vorerkrankung vorgezogen, da dieser langfristig die bessere Prognose hat.

    Was aber, wenn die Abgrenzung nicht so eindeutig ist und zum Beispiel der jüngere Patient Vorerkrankungen hat und der ältere Patient ansonsten gesund war? Wo genau sind die Grenzen zu ziehen?

    Historische Entwicklung von Triage

    Der Begriff stammt ursprünglich aus der Militärmedizin. Im Krieg gab es häufig die Situation, dass es eine Vielzahl an Verletzten gab, die medizinischen Kapazitäten in Form von Ärzten, Medikamenten, chirurgischen Möglichkeiten oder Transportmöglichkeiten jedoch nicht ausreichten. Deshalb versuchten die Ärzte einzuschätzen, wie hoch die Überlebenschance eines Verletzten war und behandelten zunächst diejenigen, deren Überlebenschance am größten war.

    In der Militärmedizin gibt es Triage bereits seit über 200 Jahren. Die Übertragung in den zivilen Bereich erfolgte erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vor Corona fand Triage vor allem in Notaufnahmen, bei Massenunfällen, Naturkatastrophen oder Terroranschlägen Anwendung.

    In einer Notaufnahme ist das Patientenaufkommen nur schwer planbar; da aber immer häufiger auch leicht erkrankte Patienten die Notaufnahmen der Krankenhäuser stürmen, hat sich das Triage-System als sinnvoll erwiesen, um die medizinische Betreuung von Schwerstkranken oder -verletzten sicherzustellen. "Fünfstufige Triage-Instrumente gelten in der klinischen Notfallmedizin weltweit als Goldstandard", so das Ärzteblatt zum Thema Triage in der Notfallmedizin.

    Triage in Corona-Zeiten

    Traurige Realität ist die Triage mittlerweile in Italien, wo Ärzte die schwer erkrankten Corona-Patienten "sortieren" müssen, da es hier eine extrem hohe Anzahl an Viruserkrankten gibt, aber keine ausreichenden Plätze auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, ganz zu schweigen von entsprechenden Beatmungsgeräten. So sind die Ärzte gezwungen, darüber zu entscheiden, wer eine intensiv-medizinische Behandlung erhält und wer nicht.

    Während in einer Notaufnahme oder bei Massenunfällen nach Schwere der Verletzung entschieden wird und leichter verletzte Patienten gute Chancen haben, zu überleben, selbst wenn sie erst später versorgt werden, so kann es bei nicht behandelten Corona-Patienten den Tod bedeuten.

    Entscheidungskriterien für eine Behandlung

    Allerdings gibt es keine einheitlichen Richtlinien mit weltweiter Gültigkeit, sondern verschiedene Systeme. In der deutschen Notfallaufnahme ist das Manchester Triage System (MTS) Standard: Die Behandlungsreihenfolge wird mit Farben festgelegt: Rot für absolute Lebensgefahr, Orange für dringenden Arztbedarf und Gelb bzw. Grün bis Blau für nicht dringenden Arztkontakt.

    Das ist in den bisher gängigen Situationen wie Notfallaufnahme, Massenunfall, Naturkatastrophe oder Terroranschlag praktikabel und sinnvoll. Nicht geregelt ist jedoch die Situation, die nunmehr droht: Welchem Patient stellt ein Arzt ein Beatmungsgerät zur Verfügung, wenn nicht ausreichend Geräte für alle Patienten vorhanden sind?

    Die Situation in Italien

    Die ohnehin physisch und psychisch überlasteten Ärzte in Italien müssen nun bewerten, wessen Überlebenschance größer ist; nur dieser Patient bekommt einen Platz auf der Intensivstation. Man mag sich nicht vorstellen, vor welchen ethischen Problemen die Ärzte stehen. Angetreten, um Menschen zu helfen uns sie zu retten, werden sie in der momentanen Situation zu Herr über Leben und Tod.

    Um die Ärzte in dieser Situation etwas zu entlasten und ihnen ein Hilfsmittel an die Hand zu geben, legte die "Italienische Gesellschaft für Anästhesie, Schmerzlinderung, Reanimation und Intensivtherapie" (kurz: SIAARTI) am 7. März 2020 fest, dass bei der Verteilung der Plätze auf den Intensivstationen diejenigen Patienten, die eine höhere Lebenserwartung haben, zu bevorzugen seien.

    Das ethische Dilemma

    Nach welchen Faktoren werden Entscheidungen getroffen? Schwere der Erkrankung, Begleiterkrankungen, Alter des Patienten, Anzahl von möglicherweise geretteten Lebensjahren?

    Damit stellt sich die Frage nach der Wertigkeit des Lebens: Ist ein längeres Leben wertvoller als ein kürzeres? Haben jüngere Menschen einen größeren Anspruch auf Hilfe als ältere Menschen? Haben ansonsten gesunde Menschen ein höheres Recht auf maximale medizinische Betreuung als kranke und geschwächte Menschen?

    Gibt es Altersgrenzen, und wenn ja: Wird ein 79-Jähriger noch behandelt, während dem 80-Jährigen der Zugang zur intensivmedizinischen Versorgung versperrt wird? Wird ein älterer Patient ohne gesundheitliche Beeinträchtigung einer jungen Mutter mit Vorerkrankung vorgezogen?

    Was ist mit der Gleichheit und der Gleichberechtigung der Menschen? Und was macht es mit Ärzten, die solche Entscheidungen treffen müssen?

    In Deutschland gibt es - anders als in Italien - bislang keine entsprechende Richtlinie, wie Triage im Falle von Corona anzuwenden ist. Wenn aber tatsächlich auch das deutsche Versorgungssystem zu kollabieren droht, sollte schnellstens gehandelt werden.




    Verwendete Quellen:

    Arzteblatt.de: Triage in der Notaufnahme

    Westdeutsche Zeitung: Triage - das Dilemma der Ärzte im äußersten Notfall

    Der Tagesspiegel: Der Moment, wenn Corona-Ärzteüber den Tod entscheiden

    Focus: Wie im Krieg: Nur Viruskranke mit guten Chancen dürfen auf die Intensivstation

  • Bericht aus dem Elsass: Patienten über 80 werden nicht mehr beatmet
    Die Lage im Elsass ist schlimm, es gilt als Corona-Epizentrum in Frankreich. Alte Corona-Kranke werden dort nun nicht länger beatmet.


    Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände im Elsass. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg auch dann weiter mit Corona-Patienten, wenn sie selbst infiziert sind.

    Zudem würden über 80-jährige Patienten nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln", schreiben Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehrere Medien haben darüber berichtet.

    Patienten über 80 Jahren werden nicht mehr beatmet

    Das Elsass gilt als Frankreichs Epizentrum der Krise. Die deutschen Katastrophenmediziner besuchten die Universitätsklinik in Straßburg am Montag - und schlagen angesichts der Zustände Alarm. Sie berichten in dem Papier von einer "greifbaren Gefahr" durch das Virus.

    Unter der Annahme, dass sich die Entwicklung im Elsass bald in Deutschland einstellen werde, sei eine optimale Vorbereitung von "allerhöchster Dringlichkeit". Die Gefahr durch das Coronavirus mache "weitere konsequente Maßnahmen der Landesregierungen, der Krankenhäuser und der Rettungsdienste in Deutschland" unabdingbar.

    Nadelöhr seien die zu beatmenden Patienten, heißt es in dem Papier. Seit dem Wochenende würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, an der Straßburger Klinik nicht mehr beatmet.

    So werde auch verfahren mit Patienten in Pflegeheimen in dem Alter, die beatmet werden müssten. Sie sollen durch den Rettungsdienst eine "schnelle Sterbebegleitung" erhalten. Die Ethikkommission gebe diese Vorgehensweise vor.

    Nur noch eine lebenswichtige Bypass-Operation pro Tag

    Die Klinik nahm am Montag dem Bericht zufolge stündlich einen Patienten auf, der beatmet werden muss. 90 Beatmungsbetten standen zu dem Zeitpunkt zur Verfügung. Die Klinik baut ihre Kapazitäten derzeit aus. Patienten zwischen 19 und 80 Jahren werden dort beatmet, wobei nur 3 der 90 Patienten jünger als 50 waren und keine Vorerkrankungen hatten.

    Am Universitätsklinikum wird pro Tag nur noch eine lebenswichtige Bypass-Operation durchgeführt, es gibt keine Tumor-Chirurgie mehr und keine ambulanten Operationen. Alle Patienten, die gehen können und bei denen es gesundheitlich vertretbar ist, wurden entlassen.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen bereits vor rund zwei Wochen als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft. Auch die Region Champagne-Ardenne, die eine Grenze mit Belgien teilt, gilt als Risikogebiet.

    Die drei Gebiete bilden zusammen die Region Grand Est. Sie grenzt an Baden-Württemberg, an das Saarland und an Rheinland-Pfalz. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte bei einem Besuch einer neuen mobilen Armeeklinik am Mittwochabend im elsässischen Mülhausen (Mulhouse) eine Militäroperation zur Unterstützung der Bevölkerung an.

    Mehr als 500 Todesfälle

    Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde der Region Grand Est waren bis Mittwoch 3.068 Menschen mit einer Sars-CoV-2-Infektion in Krankenhäusern untergebracht. Fast 651 davon sind Patienten auf Intensivstationen.

    Seit Beginn der Pandemie wurden in der gesamten Region mehr als 500 Todesfälle verzeichnet. Ein Sonderzug mit 20 Corona-Patienten an Bord verließ am Donnerstag Straßburg Richtung Westfrankreich, um die Intensivstationen in der betroffenen Region zu entlasten. (ff/dpa)




    Quelle:
    web.de/magazine/news/coronavirus

  • Kanzleramtschef: Keine Lockerung der Maßnahmen bis 20. April


    Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen."

    Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. "Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt", so Braun.

    Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für zu früh, um über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Das hatte sie am Donnerstag klargemacht. Wie Merkel sieht auch Braun als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. "Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht."

    Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. "Und deshalb bin ich überzeugt, dass wir in einigen Tagen ihren Erfolg sehen werden", betonte Braun.

    Braun will sich nach eigenen Angaben an einem wie in Südkorea praktizierten Mix aus Maßnahmen orientieren. "Die haben zum einen genau solche Kontaktbeschränkungen gemacht, wie wir das jetzt in Deutschland praktizieren. Sie haben darüber hinaus ein digitales Tracking verwendet, über das man quasi vollautomatisiert erfährt, falls man Kontakt zu Infizierten hatte." Daneben habe das Land einen sehr breiten Ansatz beim Testen.

    Mit Blick auf das bessere Ausfindigmachen von Kontaktpersonen, zum Beispiel über eine spezielle Daten-App, betonte Braun, dass es sich mit dem Datenschutz vereinbaren lassen müsse. "Bei uns sähe sowas sicherlich ganz anders aus, als die Kontaktnachverfolgungs-App in China."




    Quelle:
    web.de/magazine/news/coronavirus

  • Coronakrise: Warum deutsche Kliniken Corona-Patienten aus dem Ausland aufnehmen


    Deutschland unterstützt seine EU-Partner Italien und Frankreich bei der Behandlung schwerkranker Corona-Patienten. Kliniken in mehreren Bundesländern haben bereits ausländische Notfallpatienten aufgenommen oder ihre Unterstützung angekündigt. Nach aktuellem Stand nimmt Deutschland 47 Patienten aus Italien auf, wie das Auswärtige Amt auf Twitter ankündigte.

    Die Welt kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus - auch über Landesgrenzen hinweg: Viele deutsche Kliniken haben sich bereit erklärt, schwer erkrankte Patienten aus Italien und Frankreich hierzulande zu behandeln, denn ohne Solidarität geht es im Kampf gegen diese weltweite Pandemie nicht. Was in vielen Krankenhäusern Italiens und Frankreichs fehlt, sind Betten mit Beatmungsgeräten, Behandlungsmaterial, Schutzbekleidung sowie Personal.

    In einer Sondersitzung des NRW-Landtags sagte Ministerpräsident Armin Laschet in dieser Woche, dass Nordrhein-Westfalen zehn Corona-Patienten aus dem besonders betroffenen Norditalien aufzunehmen gedenke. "Das ist ein kleiner Tropfen. Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein", so Laschet.

    Jedes Leben, das man retten könne, sei es wert. Viele andere Bundesländer erklärten sich ebenfalls bereit, Patienten aufzunehmen - darunter unter anderem Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Berlin, Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen.

    Viele Krankenhäuser an der Belastungsgrenze

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bedankte sich via Twitter für die grenzübergreifende Unterstützung. "Vielen Dank an unsere europäischen Nachbarn. Europäische Solidarität rettet Leben", twitterte er am Montag und nahm dabei direkt Bezug auf die Aufnahme französischer Notfallpatienten in Krankenhäusern in Baden-Württemberg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz sowie in der Schweiz und Luxemburg.

    Im Saarland werden seit dieser Woche fünf französische Patienten behandelt, um das Gebiet Grand Est zu entlasten. Aufgrund der hohen COVID-19-Fallzahlen sind die Gesundheitseinrichtungen in der französischen Nachbarregion bereits an ihrer Belastungsgrenze angekommen.

    Das Auswärtige Amt twitterte am Donnerstagabend außerdem, dass Deutschland 47 italienische Intensivpatienten aufnehmen würde, um sie in Deutschland zu behandeln. "Wir stehen an der Seite unserer italienischen Freundinnen und Freunde", erklärte Bundeaußenminister Heiko Maas.

    Im Interview mit der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera sagte er: "Sich gegenseitig in Europa zu helfen, sollte eine Selbstverständlichkeit für uns alle sein. [...] Diese Pandemie ist eine weltweite Herausforderung. Wir werden sie nicht im Modus‚ jeder für sich bewältigen. Es muss jetzt heißen: 'einer für alle, alle für einen.'"

    Deutschland hat die Kapazitäten frei

    Stellt sich die Frage, wie es Deutschland trotz steigender Infektionszahlen im eigenen Land überhaupt möglich ist, Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen? Von der Pressestelle des Universitätsklinikums Freiburg wird erklärt: "Das Universitätsklinikum Freiburg befindet sich momentan noch in der Situation, aufgrund der frühzeitig begonnenen Vorbereitungen und dem großen Einsatz der Mitarbeiter, zwei Beatmungsplätze für französische Patienten anbieten zu können."

    Die Intensivbetten sind also derzeit frei und es wird immer weiter aufgestockt, um vorbereitet zu sein, wenn der Bedarf in Deutschland ansteigt. Und bis dahin können die aktuell unbelegten Intensivbetten für Patienten anderer europäischer Länder verwendet werden. Denn weiter wird davon ausgegangen, dass die ausländischen Patienten wieder genesen sind, wenn die Kapazitäten für Patienten aus Deutschland benötigt werden.

    Auch in der Uniklinik Leipzig befinden sich zwei eingeflogene Coronavirus-Patienten aus Italien, so Klinikumssprecher Markus Bien. Ansonsten gebe es derzeit keine weiteren Coronavirus-Patienten dort, aber eben freie Intensivbetten. "Stationär zu behandelnde Infizierte im Gebiet der Stadt Leipzig werden derzeit alle im Städtischen Klinikum St. Georg und seiner Sonderisolierstation versorgt", erklärt Bien.



    Verwendete Quellen:

    Gespräch mit Christian Schütz, Pressesprecher der Uniklinik Saarland
    Gespräch mit Markus Bien, Pressesprecher der Uniklinik Leipzig
    Auswärtiges Amt: "Die Solidarität, gerade in schwierigen Zeiten, gehört zum Fundament der Europäischen Union.
    "Universitätsklinikums Freiburg: "Übernahme von Covid-Patienten aus Frankreich"
    Twitteraccount von Emmanuel Macron
    Twitteraccount von Heiko Maasdpa

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