Corona-Virus in China - Coronavirus erreicht Europa

  • Erste Fälle der neuen Lungenkrankheit in Europa

    In China sind bereits 26 Menschen an dem Coronavirus gestorben.

    Nun hat die gefährliche Lungenkrankheit auch Europa erreicht. In Frankreich wurden zwei Fälle bestätigt.


    Das in China aufgetretene neue Coronavirus hat Europa erreicht. In Frankreich wurden zwei Fälle der dadurch verursachten Lungenkrankheit bestätigt, wie die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitagabend mitteilte. Demnach traten die beiden Erkrankungen in Bordeaux und in Paris auf.

    Die Regierung werde alles unternehmen, um eine Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sagte Buzyn.

    Die ersten Fälle der Erkrankung waren Anfang des Jahres in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetreten.

    In China liegt die Zahl nachgewiesener Infektionen im Land den Behörden zufolge derzeit bei rund 900. Mehr als 25 der Patienten sind gestorben, zumeist ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Nachweise wurden auch aus anderen asiatischen Ländern wie Thailand, Singapur und Taiwan gemeldet.

    Hubei : Nah- und Fernverkehr gestoppt

    In den USA waren bis Freitag zwei Fälle bestätigt worden - einer in Seattle und einer in Chicago. Die USA kündigten am Freitag an, das Personal ihres Generalkonsulats und deren Familien aus Wuhan abzuziehen. Die Anordnung erfolge wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus, der logistischen Probleme durch das beschränkte Transportwesen und der "überwältigten Krankenhäuser" der Stadt, sagte ein Botschaftssprecher.

    In China war am Freitag bereits in mehr als zehn Städten der schwer betroffenen Provinz Hubei mit insgesamt mehr als 40 Millionen Einwohnern die Bewegungsfreiheit der Menschen stark eingeschränkt.

    Nah- und Fernverkehr wurden gestoppt, Ausfallstraßen gesperrt. Zudem sollen in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden. (br/dpa)




    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/faelle-lungenkrankheit-europa

  • Frankreich bestätigt drei Infektionen

    In China steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, weiter.
    Die chinesischen Behörden melden mittlerweile mehr als 40 Tote und etwa 1300 Infizierte.
    Frankreich hat als erstes europäisches Land drei Infektionen bestätigt - auch in Australien gibt es den ersten Fall.


    Frankreich hat drei Fälle einer Infektion mit dem neuen Coronavirus aus China bestätigt. Es sind die ersten bekannten Fälle in Europa. Das teilte das französische Gesundheitsministerium am Freitagabend mit. Es sei wahrscheinlich, dass es noch weitere Erkrankte gebe. Ein Fall trat demnach in Bordeaux auf, die anderen beiden Lungenerkrankungen wurden in Paris diagnostiziert. Die Regierung werde alles unternehmen, um eine Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sagte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn.

    Völlig neu ist Chinas Schritt nach Angaben der Behörde nicht: In geringerem Umfang und an kleineren Orten als Wuhan habe China in der Vergangenheit ähnliche Ansätze verfolgt, um beispielsweise einen Pestausbruch einzudämmen. Die auf einen neuartigen Coronavirus zurückgehende Infektionswelle überschattet das chinesische Neujahrsfest (Frühlingsfest), das in der Nacht zum Samstag gefeiert wird. Allerdings steht das öffentliche Leben zu dem wichtigsten chinesischen Familienfest ohnehin weitgehend still. In Fabriken und Büros wird nicht gearbeitet. Die meisten Geschäfte haben geschlossen. Studenten und Schüler haben frei.

    Zu dem zweiwöchigen Fest sind Hunderte Millionen Chinesen in ihre Heimatorte gereist - was die Sorge vor einer Ausbreitung des Virus noch verstärkte. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, Mundschutz zu tragen und andere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Aus Angst vor dem Virus schloss auch Disneyland in Shanghai vorübergehend.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah bisher keinen Grund, eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite auszurufen. Sie empfiehlt auch keine Reise- oder Handelsbeschränkungen. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Donnerstagabend, der Ausbruch werde aber extrem ernst genommen. "Es ist noch keine Notlage von internationaler Tragweite, aber das kann es noch werden."

    Das Auswärtige Amt in Berlin riet dazu, nicht notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete zu verschieben.

    Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan werde als "moderat" eingeschätzt.

    Quelle:
    sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-china-wuhan

  • Zahl der Virus-Toten steigt - China verschärft Maßnahmen deutlich


    Mehr als 50 infizierte Menschen haben bereits ihr Leben verloren. Als Reaktion darauf hat China seine Maßnahmen gegen das neue Coronavirus deutlich verschärft. Einige Länder wollen ihre Bürger aus der Region Wuhan holen. Ein Experte rechnet mit einem langen Kampf gegen das Virus.

    Angesichts der starken Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit hat China seine Maßnahmen am Wochenende deutlich verschärft. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg bis Sonntag auf 56, wie die Nationale Gesundheitsbehörde mitteilte.

    Demnach haben sich fast 2.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, das die Krankheit auslöst. Weltweit kommen 38 Fälle hinzu - darunter mit drei Patienten in Frankreich die ersten Erkrankungen in Europa.

    Einige Länder bereiteten sich darauf vor, ihre Staatsbürger aus der Region Wuhan auszufliegen. Experten rechnen damit, dass sich der Kampf gegen das Virus noch lange hinziehen wird.

    Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping berief am Samstag in Peking ein Krisentreffen ein. Alle Ebenen von Partei und Regierung müssten dem Kampf gegen das Coronavirus höchste Priorität einräumen, sagte er laut der Nachrichtenagentur Xinhua. Eine eigens gebildete Arbeitsgruppe sollte in die Provinz Hubei entsandt werden, um die Arbeit vor Ort zu steuern.

    Zahl der Infektionen in Wuhan könnte noch um Tausend steigen

    Die Hauptstadt von Hubei, die Millionenmetropole Wuhan, ist besonders stark vom Coronavirus betroffen: Dort war der Erreger Ende Dezember auf Menschen übergesprungen - vermutlich auf einem Tiermarkt. Bürgermeister Zhou Xianwang sagte am Sonntag, die Zahl der Infektionen in Wuhan könnte noch um Tausend steigen. Derzeit gebe es noch 2.700 Verdachts- und Fieberfälle, die getestet würden.

    Die Krankenhäuser der Stadt waren am Wochenende offenbar völlig überfordert. Nach offiziell unbestätigten Berichten wurden Patienten zurückgewiesen, weil es nicht genug Personal und Betten gab. Medien berichteten am Sonntag, 24 Krankenhäuser sollten zusätzliche Betten bereitstellen.

    Wuhan hat bereits im Eiltempo den Bau von zwei neuen Krankenhäusern begonnen, mit einer Kapazität von insgesamt 2.300 Betten. Das erste Hospital soll in etwa einer Woche Patienten aufnehmen, das zweite kurz danach.

    Ausnahmezustand in Wuhan wegen Coronavirus

    Aus anderen Teilen Chinas wurden rund 1.700 Ärzte und Pfleger nach Wuhan entsandt. Dort wurden der öffentliche Nah- und Fernverkehr, Zug- und Flugverbindungen gestoppt, Ausfallstraßen gesperrt. Ab Sonntag sollte auch der normale Autoverkehr in den großen Stadtbezirken aufhören.

    Damit waren mehr als 40 Millionen Menschen in gut einem Dutzend Städten im Herzen Chinas weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Wie das Staatsfernsehen berichtete, verkündeten am Sonntag weitere Regionen Einschränkungen des Busverkehrs, darunter die Provinz Shandong im Osten und die zentralchinesische Metropole Xi'an. Am Samstag hatte die Hauptstadt Peking ähnliche Beschränkungen verhängt.

    In der Provinz Guangdong im Süden des Landes müssen die Bewohner an öffentlichen Orten eine Gesichtsmaske tragen. Die Pflicht zum Mundschutz gilt etwa in Einkaufszentren, Hotels, Restaurants, Parks, religiösen Stätten, Museen, Bibliotheken und Wartehallen des öffentlichen Verkehrs, wie die Behörden anordneten.

    Zudem ordnete die chinesische Gesundheitskommission an, Reisende aus Wuhan sollten sich bei den Behörden melden und sich für zwei Wochen zu Hause isolieren, um zu sehen, ob sie infiziert sind.

    Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch der Erkrankung kann bis zu zwei Wochen dauern.

    So geht es den Patienten in Frankreich

    Die drei in Frankreich infizierten Patienten sind offenbar nicht schwer erkrankt. Dem Paar, das im Pariser Krankenhaus Bichat behandelt werde, gehe es gut, erklärten Ärzte am Samstag. Einer von ihnen habe noch etwas Fieber. Der 31-Jährige und seine 30 Jahre alte Frau kamen nach einem Aufenthalt in Wuhan nach Frankreich zurück.

    Auch dem dritten Patienten in Frankreich, der in einer Klinik in Bordeaux behandelt wird, gehe es soweit gut, sagte der Bürgermeister der Stadt, Nicolas Florian, am Samstag. Insgesamt 38 Infektionen wurden bislang aus den USA, Australien, Japan, Südkorea, Thailand, Vietnam, Singapur, Nepal und Taiwan gemeldet.

    Die französische Automobilgruppe PSA kündigte an, ihre Mitarbeiter und deren Familien aus Wuhan zurückzuholen. Die Initiative werde in Abstimmung mit den chinesischen Behörden und dem französischen Generalkonsulat durchgeführt, zitierte die Nachrichtenagentur AFP aus einer Mitteilung des Autobauers.

    Das Pariser Außenministerium prüfte nach eigenen Angaben mit den chinesischen Behörden, welche Möglichkeiten es für französische Staatsbürger gebe, Wuhan zu verlassen. Dort leben viele Franzosen, weil PSA und Renault-Nissan mit dem chinesischen Autobauer Dongfeng Joint Ventures betreiben. Das britische Außenministerium forderte Briten auf, die Provinz Hubei zu verlassen. Auch Japan bereitete eine Rückführung von Staatsbürgern aus Wuhan vor. Die USA wollten Angehörige des Konsulats in Wuhan am Dienstag ausfliegen.

    Coronavirus: Experte macht düstere Prognose - und rechnet mit langem Kampf

    Papst Franziskus sagte am Sonntag in Rom, er bete für die Kranken und die Angehörigen der Gestorbenen. Der Herr möge "den großen Einsatz der chinesischen Gemeinschaft im Kampf gegen die Epidemie" unterstützen.

    Das Coronavirus überträgt sich einer Studie zufolge relativ rasch zwischen Menschen. Experten des Imperial College London berechneten, dass ein Infizierter bis zum 18. Januar durchschnittlich 2,6 weitere Personen angesteckt haben könnte.

    Chris Whitty, der die Regierung in Gesundheitsfragen berät, sieht noch kein Licht am Ende des Tunnels. Im Gegenteil - er gehe vielmehr von einem langen Kampf gegen das Virus aus: "Wir sollten das als Marathon betrachten und nicht als Sprint." (dpa/mbo)





    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/

  • Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt: 33-jähriger Mann aus Bayern

    Das Coronavirus hat sich bisher vor allem in China ausgebreitet. Dort gibt es schon jetzt Dutzende Todesopfer und Tausende Infizierte. Auch in Europa sind bereits bestätigte Erkrankungen bekannt - nun gibt es einen ersten nachgewiesenen Fall in Deutschland.


    Erstmals ist in Deutschland eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein 33-jähriger Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech in Bayern hat sich mit dem Erreger infiziert, wie der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, auf einer Pressekonferenz mitteilte.

    Der Mann hat sich demnach bei einem Gast seiner Firma angesteckt. Die Chinesin sei wegen einer Fortbildung bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg in Oberbayern gewesen, der Mitarbeiter habe an derselben Schulung teilgenommen.

    Zapf zufolge kommt die Chinesin nicht aus Wuhan, sondern aus Shanghai, hatte aber wenige Tage vor ihrer Reise nach Deutschland Besuch von ihren Eltern, die aus der Region Wuhan stammen. Dort war das Virus ausgebrochen.

    Die Chinesin war am 23. Januar wieder nach China zurückgeflogen und hatte sich auf dem Heimflug krank gefühlt, wie Zapf weiter mitteilte. Ein Test bestätigte eine Infektion mit dem Coronavirus.

    Am Montag erreichte die Information Webasto. Die Firma informierte alle Mitarbeiter, die mit der Chinesin Kontakt hatten. Der nun positiv getestete 33-Jährige erklärte, er habe sich am Wochenende "grippig" gefühlt. Die Symptome waren aber am Montag soweit abgeklungen, dass er wieder zur Arbeit erschien. Er begab sich unmittelbar in medizinische Behandlung.

    Die Firma hat die Infektion eines deutschen Mitarbeiters inzwischen bestätigt. Der Belegschaft wurde freigestellt, diese Woche von zuhause aus zu arbeiten. Sämtliche Dienstreisen nach China sind für die nächsten zwei Wochen abgesagt. Der Autozulieferer stellt hauptsächlich Autodächer und Standheizungen her. In China unterhält Webasto mehr als zehn Standorte.

    Das Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

    Coronavirus-Patient: Behörden überprüfen Kontaktpersonen

    Der Patient liegt im Münchner Klinikum Schwabing. Der Patient befindet sich nach Angaben der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand. "Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert." Zapf sagte, dem Mann gehe es gut, sein Zustand habe sich seit Montag nicht verschlechtert.

    Die Behörden überprüfen nun 40 Kontaktpersonen des Patienten in der Firma und der Familie, wie der Leiter der Taskforce Infektiologie, Martin Hoch, auf der Pressekonferenz mitteilte. Die Zahl der Infizierten könne noch steigen.
    Die Behörden überprüfen nach eigenen Angaben auch einen Kindergarten, in dem der Infizierte Kinder habe.

    Nach Ansicht der bayerischen Gesundheitsbehörden liefert der Fall neue Erkenntnisse über die Ansteckungswege der Lungenkrankheit. Die Ansteckung habe "in einem Intervall, in dem die Chinesin noch symptomfrei war" stattgefunden, sagte der LGL-Präsident Zapf. "Das ist neu", sagte der Leiter der Taskforce Infektiologie, Martin Hoch. Die Behörden müssten aber noch mit der Chinesin sprechen, um das zu bestätigen.
    (mgb/ank/dpa/afp)





    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/coronavirus

  • Krankheit breitet sich rasant aus - WHO ruft Notstand aus
    Berlin warnt vor Reisen nach China


    Die Zahl der Infektionen und Toten durch das neue Coronavirus steigt immer schneller. Die Weltgesundheitsorganisation erklärt den Notstand, um ihre Maßnahmen zu koordinieren. Wie ernst ist die Lage?

    Wegen der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit rät das Auswärtige Amt von Reisen nach China ab. Die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Die Zahl der Patienten mit dem neuartigen Coronavirus kletterte um 1.981 auf 9.692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete.
    Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Donnerstagabend die Ausbreitung des Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite". Die 190 Mitgliedsländer werden damit von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

    Reisewarnungen für China - die Welt kappt die Verbindungen

    Bundesbürger sollten von Reisen nach China absehen. "Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China", heißt es in neuen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Vor einem Besuch in der schwer betroffenen Provinz Hubei wird ausdrücklich gewarnt.

    Noch deutlicher rief die US-Regierung ihre Staatsbürger dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. Auch sollten Amerikaner in China die Ausreise erwägen. Der US-Reisehinweis für China wurde auf die höchste von vier Warnstufen hochgesetzt: "Nicht reisen." Viele Airlines wie auch die Lufthansa haben ihre Flüge nach China bereits ausgesetzt. Aus diesem Grund kündigte Peking eine Rückholaktion für im Ausland gestrandete Landsleute an, die aus Wuhan stammen.

    Außerhalb der Volksrepublik sind schon mehr als 120 Infektionen in rund 20 Ländern festgestellt worden. In Deutschland bestätigte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend einen fünften Fall. Der Patient ist ein Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die vier zuvor bekannten Infizierten beschäftigt sind. Die Ansteckung ging von einer Kollegin aus China aus, wo jetzt jede Provinz und Region betroffen ist.

    Coronavirus zählt schon jetzt mehr Infektionen als Sars

    Mit fast 10.000 Fällen weltweit zählt der Ausbruch der "akuten Atemwegserkrankung", wie sie offiziell genannt wird, schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die ebenfalls von China ausgegangene Sars-Pandemie mit - laut WHO - 8.096 Infektionen. Durch das "Schwere Akute Atemwegssyndrom" (Sars) 2002/2003 starben 774 Menschen. Der neue "2019-nCoV"-Erreger ist eine Variante des damaligen Sars-Virus. Vermutlich stammt er auch von Wildtieren.

    Noch sei die Zahl der Infektionen außerhalb Chinas relativ gering, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus nach der Sitzung eines Expertenausschusses in Genf, auf der die Notlage ausgerufen wurde. Aber man wisse nicht, welchen Schaden das Virus in einem Land mit einem schwachen Gesundheitssystem anrichten würde. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Tedros. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. "Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst."

    China zuversichtlich: Werden Kampf gegen Epidemie gewinnen

    In einer Reaktion zeigte sich Chinas Außenministerium zuversichtlich, die Ausbreitung der Lungenkrankheit in den Griff kriegen zu können. "Wir sind absolut zuversichtlich und in der Lage, den Kampf gegen diese Epidemie zu gewinnen", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying in Peking. China werde auf "transparente und verantwortungsvolle Weise" die betroffenen Parteien stets umgehend informieren.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, das Ausrufen einer Notlage durch die WHO werde dazu führen, dass sich alle Länder noch besser abstimmten. Dies sei auch ein Signal an Länder in der Nachbarschaft Chinas oder in Afrika, die Aufmerksamkeit zu erhöhen, sagte der CDU-Politiker in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Mit Blick auf Deutschland sagte Spahn, die Behörden gingen sehr wachsam, aber angemessen mit der momentanen Situation um. Wichtig sei, schnell Infektionsketten zu unterbrechen. "Ein Gesundheitswesen wie unseres kann das", sagte Spahn auch zu der fünften Infektion in Bayern.

    Er stritt mit dem Fernsehmediziner Johannes Wimmer, der die Lage bedrohlicher einstufte. Ein Viertel aller, die wegen des Coronavirus im Krankenhaus seien, müssten letztlich auf die Intensivstation, sagte Wimmer. "Momentan haben wir einfach wirklich das Glück auf unserer Seite - das kann ganz schnell kippen." Spahn versuchte zu beruhigen: "Ich verstehe die ganze Hektik und Herangehensweise nicht, die Herr Doktor Wimmer hier macht." Deutschland sei vorbereitet und könne auch mit einer größeren Zahl an Patienten umgehen.

    Deutsche sollen zurückgeholt werden - auch andere Länder wollen Bürger ausfliegen

    Für einen geplanten Rückholflug von 90 bis 100 Deutschen aus der Metropole Wuhan bemüht sich das Auswärtige Amt, die Voraussetzungen mit den Behörden zu klären. Auch die USA, Japan und andere Länder haben Staatsbürger aus Wuhan geholt oder planen Rückholaktionen. Konsularbeamte informierten Deutsche in Wuhan, dass das Flugzeug voraussichtlich am Samstag nach Frankfurt fliegen soll. Die Rückkehrer sollen 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne, wie zuerst die Zeitungen des Medienhauses VRM berichteten.

    Die Elf-Millionen-Stadt Wuhan und die umliegende Provinz Hubei sind besonders schwer von der Epidemie betroffen. Rund 45 Millionen Menschen sind dort praktisch von der Außenwelt abgeschottet, indem Verkehrsverbindungen gekappt wurden. Südkorea holte am Freitag eine erste Gruppe von Landsleuten aus Wuhan heim. In Seoul landete ein Charter-Flugzeug mit mehr als 350 Südkoreanern, die unter Quarantäne gestellt werden. Weitere 350 Südkoreaner warten noch darauf, auch ausgeflogen zu werden. Auch Japan flog weitere 149 Staatsbürger aus.

    Die Zahl der nachweislich Erkrankten steigt in China jetzt jeden Tag um mehr als Tausend. Vor gut zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Reisende aus China haben das Virus ins Ausland getragen, wo es jetzt wie in Deutschland auch zu Ansteckungen kommt. Betroffen sind auch Thailand, Japan, Singapur, Australien, Hongkong, Malaysia, die USA, Finnland, aber auch Indien und die Philippinen. Das Virus ist tückisch, weil Infizierte schon ansteckend sind, selbst wenn sie keine Symptome zeigen und nicht wissen, dass sie erkrankt sind. (mgb/dpa)

  • Experte über Coronavirus: "Befinden uns an der Grenze zur Pandemie"

    Immer mehr Menschen infizieren sich weltweit mit dem neuartigen Coronavirus, welches tödliche Lungenkrankheiten auslösen kann. Die WHO hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen, die deutsche Regierung lässt Staatsbürger aus China zurückholen. Der Virologe Ulf Dittmer spricht im Interview über Besonderheiten des neuen Virus, mögliche Gegenmaßnahmen und medikamentöse Therapien.
    Das am 7. Januar identifizierte Coronavirus "2019-nCov", an welchem bislang über 17.000 Menschen erkrankten und mehr als 360 verstarben, breitet sich immer schneller aus. Die Infekte der Atemwege zeigen sich durch Symptome wie Fieber, Husten und Atemnot. Was ist das Besondere am Coronavirus?


    Dittmer: Das Besondere ist, dass wir Corona-Viren zwar bereits kennen, das jetzige Virus aber völlig neu ist und bisher noch nie als Erreger bei Menschen auftrat. Corona-Viren sind eine Viren-Familie, die vor allem bei Säugetieren Erkrankungen unterschiedlicher Schwere auslösen können – von einem einfachen grippalen Infekt bis hin zur Lungenentzündung.
    Es gibt sie schon lange auch in Deutschland, sie verursachen grippale Infekte und sind an sich nichts Ungewöhnliches. Relevante Ausbrüche gefährlicher Coronaviren gab es Anfang der 2000er Jahre mit dem SARS- und 2012 dem MERS-Coronavirus.

    Worin unterscheidet sich 2019-nCov vom damaligen SARS-Virus?

    Der Aufbau der Viren ist identisch, deshalb gehören sie auch zu einer Familie. Auch Teile der genetischen Information sind übereinstimmend, das neuartige Coronavirus nutzt in der Lunge den gleichen Rezeptor wir SARS. Aber in der genetischen Information gibt es eben auch Unterschiede.

    Betrachten wir die Letalitätsrate, also die Rate der verstorbenen Patienten, dann war das SARS-Virus, mit welchem sich Menschen in den Jahren 2002 und 2003 gehäuft infizierten, nach aktueller Wissenslage deutlich schlimmer. Die Letalitätsrate war im Vergleich zum jetzigen Coronavirus zehnfach höher.

    Offensichtlich kann das neue Coronavirus schon während der Inkubationszeit (zwei bis zehn 10 Tage, Anm.d.Red.) übertragen werden – also bereits dann, wenn Patienten noch gar keine Symptome zeigen.

    Als ursprüngliche Infektionsquelle gilt ein Fisch- und Geflügelmarkt in Wuhan. Dort soll das Virus von Tieren auf Menschen übergesprungen sein. Wie häufig ist die Überwindung einer solchen Artenbarriere?

    Ein Spezieswechsel ist für ein Virus eigentlich sehr schwierig und eine Übertragung von einem Tier auf einen Menschen führt normalerweise nicht zur weiteren Ausbreitung eines Virus. Die Übertragung von Viren durch unterschiedliche Tiere auf den Menschen passiert zwar vermutlich sehr häufig, ist dann aber ein sogenanntes Dead End.

    Wir bemerken es überhaupt nicht. Einzelne Fälle, in denen sich die Viren anschließend weiterverbreiten, gibt es aber immer wieder. Bei HIV, welches Aids verursacht, war es dasselbe: Es wurde von Affen auf den Menschen übertragen und dann weiter von Mensch-zu-Mensch.

    Wieso verbreitet sich das neue Virus so schnell?

    Es handelt sich um eine typische Tröpfchen- und Schmierinfektion – so, wie es auch bei der normalen Grippe der Fall ist. Diese Infektionen können sich beim Menschen sehr effizient verbreiten, denn als Symptome müssen Erkrankte oft niesen und husten. Dabei produzieren sie wiederum Tröpfchen mit Viren, die an ihren Händen haften und weitergegeben werden.
    Die Personen im Umfeld der Infizierten fassen sich dann beispielsweise mit ihren Händen an Nase und Mund und das Virus dringt über die Schleimhaut ein. Dann sucht es sich eine Wirtszelle, denn Viren sind keine Lebewesen - sie brauchen Wirtszellen, sonst können sie sich nicht vermehren. Vom oberen Nasen- und Rachentrakt wandern die Corona-Viren weiter nach unten und infizieren die Lunge. Weil das Virus sehr tief in den Atemorgangen sitzt, sehen wir bei einigen Patienten die Symptome einer klassischen Lungenentzündung.

    In Deutschland sind bislang acht Fälle bekannt, erstmals Erkrankte auch ein Kind in Bayern. Sprechen wir bereits von einer Pandemie?

    Eine Pandemie ist ein weltweites Ereignis, das sehe ich noch nicht. Wir befinden uns aber an der Grenze dazu. Erst wenn noch mehr Länder betroffen wären und sich das Virus in diesen Ländern ausbreitet, würden wir von einer Pandemie sprechen. Damit ist vermutlich zu rechnen, weil das Virus sich so effizient überträgt.

    Die Tatsache, dass es sich sogar in der Inkubationszeit überträgt, macht das Eindämmen des Virus schwieriger, weil man die Menschen nicht isolieren kann. Der Ausbruch geschah außerdem zu einem ungünstigen Zeitpunkt: nämlich zum chinesischen Frühlings- und Neujahrsfest. Chinesen, die im Ausland arbeiten oder studieren, halten sich dann traditionell zu Hause in China bei ihren Familien auf.

    Wenn die Ferien vorbei sind, wird es eine große Reisetätigkeit von Chinesen geben. Allein an der Universität Duisburg-Essen haben wir 1.500 chinesische Studierende, an den amerikanischen Universitäten sind das noch deutlich mehr. Deshalb wird es schwierig, das Virus aufzuhalten – es sei denn, man streicht konsequent alle Flüge aus China.

    Was können die Bürger in Deutschland tun, um sich zu schützen?

    Aktuell gibt es noch keinen Anlass mit einem Mundschutz herumzulaufen. Ein chirurgischer Mundschutz, wie er meist verwendet wird, bietet ohnehin keine 100-prozentige Sicherheit gegen die Infektion. Angebracht sind Hygienemaßnahmen, wie man sie eigentlich immer treffen sollte - insbesondere in den Wintermonaten.

    Das heißt: Häufiges und richtiges Händewaschen, bei Husten und Schnupfen nicht in die Handfläche, sondern in den Ellbogen niesen. Man sollte außerdem darauf achten, sich nicht ständig mit den Händen ins Gesicht zu fassen und sich von Menschen mit offensichtlichen Atemwegsinfekten fernhalten.

    Wer aktuell Urlaub nach China gebucht hat, sollte umbuchen oder zu Hause bleiben?

    Ja, es gibt eine offizielle Teilreisewarnung für China seitens des Auswärtigen Amtes. Städte, die unter Quarantäne stehen, können ohnehin nicht betreten werden. Am Uniklinikum in Essen haben wir die Reisen von sieben Medizinstudierende, die nun eigentlich nach Wuhan und Shanghai gehen wollten, abgesagt.

    Das Krankenhaus genehmigt auch keine Dienstreisen nach China mehr. Was nun nämlich passieren wird: In Wuhan werden die Infektionszahlen zeitnah zurückgehen, da das öffentliche Leben zum Erliegen gebracht wurde. Infektionsketten, wie etwa im öffentlichen Nahverkehr oder bei großen Menschenansammlungen, wurden unterbrochen. In anderen Großstädten existieren sie aber noch - deshalb werden die Zahlen in anderen chinesischen Städten bald ansteigen.

    Eine spezifische Therapie oder Impfung existiert bislang noch nicht. Wie lange kann es dauern, ein wirksames Medikament zu entwickeln und wie läuft das ab?

    Für ein Medikament könnte das relativ schnell gehen. Zum Ende des SARS-Ausbruch gab es bereits vielversprechende Forschungsansätze zu Therapiemöglichkeiten gegen Corona-Viren. Der deutsche Wissenschaftler Prof. Hilgenfeld aus Lübeck befindet sich aktuell in China und testet vor Ort seinen entwickelten Stoff.

    Anti-viral-wirksame Medikamente könnten wir daher schnell sehen. Wie schnell die Medikamente dann aber in großer Menge produziert werden können, ist eine andere Frage. Es wird auch immer wieder über einen Impfstoff gesprochen, aber ich bin mir sicher, dass wir bei diesem Ausbruch keinen Impfstoff mehr einsetzen werden.

    Bei der Suche nach einem Impfstoff spielt die Tübinger Biotechfirma "CureVac" eine führende Rolle. Wieso glauben Sie nicht, dass ein Impfstoff zum Einsatz kommt?

    Der Ausbruch wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer beendet sein. Corona-Viren mögen höhere Temperaturen und starke UV-Einstrahlung nicht. Bis zum Sommer kann so schnell aber kein Impfstoff entwickelt werden.



    Verwendete Quellen:
    web.de/magazine/gesundheit
    Gespräch mit Prof. Dr. rer.nat. Ulf Dittmer. Er ist Virologe und leitet die Abteilung der Virologie am Universitätsklinikum in Essen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf persistierenden viralen Infektionen, Grundlagen zellulärer und molekularer Immunabwehrmechanismen sowie der Entwicklung von Impfstoffen gegen Retroviren.

  • Coronavirus: Zahl der Toten in China steigt auf über 1.000

    Während die Zahl der Opfer so schnell wächst wie nie, nehmen die neuen Erkrankungen leicht ab. Chinas Präsident Xi Jinping spricht von einer "sehr ernsten" Situation. Die Weltgesundheitsorganisation richtet einen Expertengipfel aus.


    Das neuartige Coronavirus hat in China schon mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden fielen der Lungenkrankheit weitere 108 Menschen zum Opfer, womit bislang insgesamt 1.016 Menschen in China an der Lungenkrankheit gestorben sind.

    Das teilte die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mit. Allein 103 neue Opfer wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei gemeldet.

    Zahl der Neuinfektionen geht zurück

    Während die Zahl der Toten so schnell stieg wie noch nie seit Ausbruch der Krankheit, ging die Zahl neuer Infektionen am Dienstag im Vergleich zum Vortag zurück. Landesweit wurden 2.478 weitere Erkrankungen gemeldet, somit stieg die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen auf dem chinesischen Festland auf 42.638.

    Unterdessen sprach Chinas Präsident Xi Jinping am Montag von einer weiterhin "sehr ernsten" Situation, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. China werde aber im Kampf gegen die Epidemie "mit Sicherheit einen vollen Sieg erringen".

    Xi Jinping machte die Bemerkungen bei einem seiner ersten öffentlichen Auftritte seit Ausbruch der Krankheit. Staatsmedien zeigte den Präsidenten beim Besuch einer Wohnanlage und eines Krankenhauses in Peking, beim dem er einen weißen Kittel und Mundschutz trug.

    Der Parteichef forderte laut Xinhua, die Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft zu minimieren. Massenentlassungen sollten vermieden werden. Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Wirtschaft seien "nur von kurzer Dauer".

    Chinesische Städte kehren langsam zum Alltag zurück

    Nach der Zwangsverlängerung der Ferien um das chinesische Neujahrsfest begannen viele Städte nur langsam damit, die Arbeit wieder aufzunehmen.

    In Peking und Shanghai blieben U-Bahnen und andere öffentliche Verkehrsmittel in der Hauptverkehrszeit zu Beginn der Woche ungewöhnlich leer, was darauf hindeutete, dass viele Unternehmen noch immer geschlossen blieben oder ihre Mitarbeiter baten, von zu Hause zu arbeiten.

    Betroffen sind auch viele deutsche Firmen. Volkswagen teilte am Montag mit, die Produktionsaufnahme seiner Fabriken in China wegen der anhaltenden Epidemie noch einmal verschoben zu haben.

    Man stünde vor Herausforderungen wegen Verzögerungen in der Wiederaufnahme der landesweiten Lieferketten und auch wegen begrenzter Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter. Den Erwartungen nach könne die Produktion spätestens Anfang nächster Woche in allen Fabriken wieder aufgenommen werden.

    WHO richtet Konferenz zu Impfstoff gegen Coronavirus aus

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) richtet am Dienstag und Mittwoch einen Expertengipfel zum Coronavirus aus. Die WHO erhofft sich so einen schnellen und fundierten Austausch der bisherigen Erkenntnisse zu der mysteriösen Lungenkrankheit. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, dass bei der Konferenz die Wissenschaft im Fokus stehen soll.

    Eine Politisierung der Veranstaltung lehnte er ab. "Lassen Sie uns auf diesen allgemeinen Feind der Menschheit konzentrieren", sagte Tedros am Montag in Genf.

    Die weltweit führenden Fachleute wollen sich in den zwei Tagen unter anderem mit Therapien, der möglichen Quelle des Virus und seiner Übertragbarkeit befassen. Auch mögliche Impfungen sollen thematisiert werden.

    Die WHO betonte in ihren täglichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt, dass rund 80 Prozent der Fälle einen milden Verlauf nähmen. Dennoch sei es gerade jetzt wichtig, das Virus energisch zu bekämpfen.

    "Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart daran arbeiten, dieses Feuer zu bekämpfen, bevor es außer Kontrolle gerät", sagte Tedros.

    Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 Infektionen nachgewiesen worden, davon 14 in Deutschland. (jwo/dpa) © dpa






    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/coronavirus

  • Ärzte in China gegen Coronavirus schlecht geschützt und selbst erkrankt

    In China spitzt sich die Notlage wegen des Coronavirus zu: Die Zahl der Neuinfektionen ist immer noch hoch.

    Auch für Ärztinnen und Helfer bedeutet das ein großes Risiko.

    Mehr als 1.700 von ihnen haben sich bisher angesteckt - sechs sind laut offiziellen Angaben bislang gestorben.


    Täglich zahllose neue Patienten, lange Arbeitstage und schlechte Schutzausrüstung - das neuartige Coronavirus trifft zunehmend auch Ärzte und Pfleger in China.

    "Sie sind erschöpft und stehen unter enormem Druck", sagte eine Ärztin über ihre Kollegen aus einem großen Krankenhaus in Wuhan, das nur schwere Fälle aufnimmt. In der Millionenstadt tauchte das Virus im Dezember erstmals auf.

    Selbst die Regierung gestand am Freitag ein, dass das medizinische Personal angesichts der Engpässe bei Schutzanzügen und Atemschutzmasken einem besonderen Risiko ausgesetzt ist. Es gebe in den Reihen von Ärzten und Pflegekräften bereits mehr als 1.700 Infektionsfälle, sagte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission, Zeng Yixin. "Von ihnen sind leider sechs Menschen gestorben."

    Insgesamt sind in China aktuell rund 64.000 Menschen mit Covid-19 infiziert. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus liegt bei knapp 1.400. Allerdings gehen Experten von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

    Coronavirus: Kaum Zeit, um auf die Toilette zu gehen

    In den Krankenhäusern von Wuhan herrscht seit Wochen Ausnahmezustand. "Meine Kollegen haben keine Zeit zum Essen oder Trinken, sie schaffen es nicht einmal, auf die Toilette zu gehen", schildert die Ärztin. Ihren Namen will sie aus Angst vor Repressalien nicht nennen.

    Ein Arzt in einer kleineren Stadtteil-Klinik von Wuhan erklärte, er und mindestens 16 Kollegen zeigten die typischen Symptome des Coronavirus wie Husten und Lungeninfektionen. "Als Ärzte wollen wir natürlich nicht arbeiten, während wir vielleicht ansteckend sind", sagte er. "Doch es gibt im Moment einfach niemanden, der uns ersetzen könnte." Nach seinen Angaben wurden alle Ärzte, die kein Fieber haben, angewiesen, weiter zu arbeiten.

    Jeden Tag fehlen zigtausende Masken und Schutzanzüge gegen Covid-19

    Vergangene Woche starb der Arzt Li Wenliang, der als einer der ersten vor Corona warnte. Er steckte sich selbst bei einem Patienten an. Lis Tod verdeutlichte die Gefahren, denen die Ärzte in der Stadt ausgesetzt sind.

    Am selben Tag gab Wuhans stellvertretender Bürgermeister Hu Yabo zu, dass jeden Tag 56.000 Atemschutzmasken und 41.000 Schutzanzüge fehlten.

    Jiao Yahui von der chinesischen Gesundheitskommission teilte mit, dass viele Ärzte unter ihren Schutzanzügen Windeln trügen und damit den Gang auf die Toilette vermieden, um einen Wechsel der raren Anzüge hinauszuzögern.

    Viele Mediziner und Pfleger auf den Isolierstationen tragen demnach bis zu neun Stunden lang ihre Schutzkleidung, obwohl sie eigentlich alle vier Stunden gewechselt werden müsste. "Natürlich heißen wir diese Methode nicht gut, aber sie haben keine andere Wahl", sagte Jiao.

    Helfer basteln sich selbst Schutzanzüge

    Zwar wurden Produktion und Import von Masken und Schutzanzügen inzwischen deutlich erhöht, doch helfe das nur wenig, sagte die Ärztin der Großklinik in Wuhan. "Selbst wenn wir mehr Masken bekommen - die Zahl der Patienten steigt noch schneller."

    Einige Ärztinnen und Helfer bastelten sich inzwischen selbst Schutzanzüge, die aber keinen wirklichen Schutz gegen das Virus böten, sagt Xu Yuan. Die 34-Jährige lebt in den USA, steht aber in ständigem Kontakt mit ehemaligen Klassenkameraden, die in den Krankenhäusern von Wuhan arbeiten. Sie spendete ihnen für 5.000 Dollar Schutzausrüstung.

    Einer ihrer Freunde habe fünf Tage lang denselben Behelfs-Schutzanzug getragen, erzählt Xu. "Jeden Tag desinfiziert er ihn nach dem Tragen. Er sagt, das sei wahrscheinlich sinnlos, aber immer noch besser als nichts." (ank/AFP/Eva Xiao und Ludovic Ehret)

  • Coronavirus: Italienische Regierung will Städte abriegeln

    Italien hat mehr Infektionen mit dem Coronavirus registriert als jedes andere europäische Land. Nun möchte die Regierung mit drastischen Maßnahmen die Verbreitung eindämmen. Die am stärksten betroffenen Städte sollen abgeriegelt werden. Damit werden praktisch zehntausende Menschen eingesperrt.


    Italien hat den Kampf gegen den schlimmsten Ausbruch des neuen Coronavirus in Europa mit drastischen Maßnahmen aufgenommen. Um eine weitere Ausbreitung im Norden des Landes zu unterbinden, sollen nun die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt werden.

    Das teilte die italienische Regierung am Samstagabend mit. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' im benachbarten Venetien mit rund 3.000 Bewohnern.
    In Italien waren bis zum Abend 76 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, zwei Menschen sollen daran gestorben sein. Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf, darunter ein Todesfall.

    Giuseppe Conte setzt auf das Verständnis der Bevölkerung

    Ministerpräsident Conte kündigte die Notfallmaßnahme nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes an. "Das Ziel ist es, die Gesundheit der italienischen Bevölkerung zu schützen", sagt Conte.

    Zunächst sollten die Sicherheitskräfte die betroffenen Regionen abriegeln. "Wenn nötig, werden es auch die Streitkräfte sein", fügte Conte hinzu. Wer versuche, die Absperrungen zu umgehen, dem drohe "strafrechtliche Verfolgung". Er setze dennoch auf Verständnis der Bevölkerung.

    Ein Aussetzen der innereuropäischen Reisefreiheit im Rahmen der Schengen-Zone sei vorerst nicht vorgesehen, sagte Conte.

    Auch in Südtirol bereiteten sich die Behörden auf einen Notfall vor. Unter anderem empfahlen die Gesundheitsbehörden am Samstagabend dem Südtiroler Landeshauptmann Thomas Widmann vor, die Universität Bozem sowie Kitas und Kinderhorte für die kommende Woche zu schließen. Zudem sei ein medizinischer Notfallplan erstellt worden, berichtete die Website des Rundfunksenders Südtirol.

    Großveranstaltungen wurden verboten

    In Italien verteilten sich die Infizierten auf die Lombardei, Venetien und die Region Piemont. Nachgewiesen wurde der Erreger demnach unter anderem bei der Frau und einer Tochter des Mannes, der mutmaßlich Italiens erstes gemeldetes Covid-19-Todesopfer ist. Der italienische Zivilschutz sprach von einem zweiten Opfer, dessen Tod wohl auf die von Sars-CoV-2 verursachte Lungenerkrankung Covid-19 zurückzuführen sei.

    Beim ersten gemeldeten Toten handelt es sich um einen 78-Jährigen in Venetien, beim zweiten um eine Frau in der Lombardei. Der Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-Jährigen zurück, der seit Mittwoch schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet wurde.

    In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Großteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50.000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Großveranstaltungen wie Gottesdienste, Karnevalsfeste und Sportevents wurden verboten. Auch in Venetien wurden Maßnahmen beschlossen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen.

    Eine Modenschau vor leeren Rängen

    In der Lombardei und in Venetien wurden für Sonntag alle Sportveranstaltungen abgesagt. Davon betroffen sind auch drei Serie-A-Spiele zwischen Inter Mailand und Sampdoria Genua sowie zwischen Hellas Verona und Cagliari Calcio. Auch die Partie Atalanta Bergamo gegen Sassuolo wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Nachmittag war bereits das Zweitliga-Spiel zwischen Ascoli Calcio und US Cremonese abgesagt worden.

    In Mailand kündigte Modezar Giorgio Armani im Gespräch mit der Agentur Ansa an, dass seine für Sonntag geplante Modenschau vor leeren Rängen abgehalten werde. Die Show als Teil der Modewoche werde lediglich als Livestream zu sehen sein, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus zu minimieren.

    Am Samstagmorgen war in Rom ein Armeeflugzeug mit 19 Italienern angekommen, die an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" in Japan für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden waren. Sie werden nun in einem Militärkomplex in Rom unter Quarantäne gestellt. Unter den Passagieren der "Diamond Princess" hatte es hunderte Infizierte gegeben, zwei Japaner starben.

    Frankreich bereitet sich auf eine Ausbreitung vor

    Angesichts der Lage in Italien bereitet sich Frankreich auf eine Ausbreitung des Coronavirus vor. Die Lage im Nachbarland werde "aufmerksam verfolgt", sagte Gesundheitsminister Olivier Véran im Gespräch mit dem "Le Parisien" (Sonntag). "Eine Epidemie? Wir bereiten uns darauf vor", wurde der Minister zitiert.

    Auch auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich die Lage zu: Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit haben die Gesundheitsbehörden des Landes zwei weitere Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gemeldet. Zudem sei die Zahl der Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, über die Nacht zum Sonntag um 123 auf 556 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit.

    Der Großteil der neuen Fälle konzentriert sich erneut auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und deren Umgebung. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf vier.

    In China sind erneut fast 100 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Sonntag 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch Krankheit in China auf 2.442 gestiegen ist. Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76.936. (ff/dpa)




    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/coronavirus

  • Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten
    Die Angst vor dem Virus hat zeitweise auch den Zugverkehr lahm gelegt. Am Sonntagabend mussten zwei Züge aus Italien am Brenner halten. Erst nach Stunden ging es weiter.


    Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen sind zwei Züge auf der zentralen Brenner-Route zwischen Italien und Österreich am Sonntagabend gestoppt worden. Rund 500 Passagiere mussten stundenlang warten, bevor die Behörden in Österreich kurz vor Mitternacht grünes Licht für die Weiterfahrt gaben. Zu diesem Zeitpunkt waren laut Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bereits alle Passagiere des Eurocitys (EC) 86 von Venedig nach München in den nachfolgenden EC 1228 ebenfalls mit dem Ziel München umgestiegen.

    Zwei fiebernde Frauen an Bord

    Die österreichischen Behörden hatten darauf bestanden, dass zwei Ärzte an Bord gehen. Ausgelöst wurde der Zwangsstopp durch zwei fiebernde Frauen an Bord, die aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet wurden. Die Bahnpassagiere waren während der Wartezeit von den ÖBB verpflegt worden.

    Die italienische staatliche Eisenbahngesellschaft hatte die ÖBB zuvor über die möglichen Fälle informiert. Bereits zu diesem Zeitpunkt war ein Teil des Zuges isoliert worden. Von der zeitweisen Sperre des Zugverkehrs über den Brenner war auch ein Fernzug von Nizza nach Moskau betroffen. Er wurde laut ÖBB über eine andere Route umgeleitet. Ein Regionalexpress aus Österreich in Richtung Italien kehrte am Abend um. Der Brenner ist die wichtigste Bahnstrecke von Italien nach Deutschland.

    Städte in Norditalien abgeriegelt

    Italien hatte zuvor angekündigt, mit drastischen Maßnahmen wie Sperrzonen die rasante Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu stoppen. Mehrere Gemeinden in Norditalien wurden abgeriegelt. Rund 50.000 Einwohner wurden angewiesen, nicht mehr nach draußen zu gehen, damit das Virus nicht auf die Wirtschaftsmetropole Mailand, das Touristenzentrum Venedig und andere Regionen übergreift.

    Der Karneval in Venedig wurde genauso wie alle Sportveranstaltungen abgesagt, Museen und Schulen sollen in der gesamten Region Venetien bis zum 1. März geschlossen bleiben, kündigte Regionalpräsident Luca Zaia an. Der Karneval hätte eigentlich noch bis Dienstag laufen sollen. Mittlerweile starben drei infizierte Menschen in Italien - dem Land mit der höchsten Zahl an bestätigten Erkrankten in Europa. (best/dpa)

    Quelle:
    web.de/magazine/panorama/coronavirus

  • Coronavirus: Österreich meldet erste Fälle in Tirol
    In Österreich gibt es die ersten beiden bestätigten Coronavirus-Infektionen.

    In Italien wird ein Fall aus dem Süden gemeldet und in Teneriffa wurde ein Hotel gesperrt.


    Das neuartige Coronavirus breitet sich in Italien weiter aus. Nachdem am Montag die Zahl der bestätigten Fälle in dem Land auf über 220 geklettert war, meldete am Montagabend auch Südtirol den ersten Fall. Der 31-jährige Infizierte hatte sich nach einer Reise in die schwer betroffene Lombardei von sich aus aus bei den Behörden gemeldet, und war zunächst negativ getestet worden, wie das Land Südtirol auf Twitter mitteilte. Erst ein zweiter Test brachte demnach den postiven Befund.

    Wie die Tageszeitung in Südtriol berichtete, werden derzeit die Kontaktpersonen des Mannes untersucht. Zudem sei die Probe bereits nach Rom transportiert worden, wo ein dritter Test stattfinden soll. Die Regierung in Südtirol richtete eine Telefonnummer (800751751) ein, unter der sich die Bürger von 8 bis 20 Uhr über die Lage informieren können. So soll garantiert werden, dass die Notrufnummer 112 nur für Notfälle wie hohes Fieber oder schwere Atembeschwerden genutzt wird.


    Erste Virus-Fälle in Kroation, Österreich und der Schweiz

    Österreich meldete am Dienstagmittag die ersten Coronavirus-Fälle. Zwei Menschen im Bundesland Tirol seien infiziert, sagte eine Sprecherin der Landessanitätsbehörde. Auch ein zweiter Test sei positiv ausgefallen. Medienberichten zufolge handelt es sich um zwei 24-jährige Italiener aus der Lombardei, die in Innsbruck leben. Die Betroffenen hätten sich bei der Leitstelle selbst gemeldet, nachdem sie bei sich Krankheitssymptome festgestellt hätten.

    Auch im Kanton Tessin in der Schweiz ist am Dienstag erstmals eine Infektion bestätigt worden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Am Montag hatte Innenminister Alain Berset gesagt, das Land sei gut vorbereitet. Maßnahmen wie Reisebeschränkungen wurden nicht ergriffen. Der Kanton Tessin ragt in die italienische Lombardei hinein, wo mehrere Fälle aufgetreten sind.

    In Kroatien ist ein junger Mann positiv auf das Virus getestet worden. Er halte sich mit leichten Symptomen in einem Krankenhaus in Zagreb auf, teilte Ministerpräsident Andrej Plenković am Dienstag mit. Der junge Mann war vom 19. bis 21. Februar in Italien gewesen, sagte Gesundheitsminister Vili Beroš. Es werde nun festgestellt, mit wem er Kontakt hatte. Über den betroffenen Personenkreis werde Quarantäne verhängt.

    Auch in Spanien gibt es einen weiteren Coronavirus-Fall. Ein Mann, der aus der Lombardei auf die Kanareninsel Teneriffa gereist war, wurde dort positiv getestet. Die Pressestelle der Stadt Adeje erklärte, das Hotel, in dem der Mann gewohnt habe, stehe unter Quarantäne. Spanischen Medien zufolge dürfen die etwa 1000 Touristen in dem Komplex die Anlage nicht verlassen.

    Das Virus ist zudem auch auf dem spanischen Festland angekommen. In Barcelona wurde eine Frau nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Sie soll ihren Wohnsitz in Barcelona haben und kürzlich von einer Reise nach Norditalien zurückgekehrt sein, berichtete die Zeitung La Vanguardia. Es handelt sich um den vierten bestätigten Coronavirus-Fall in Spanien.

    In Italien ist auch ein Flüchtlingsrettungsschiff unter zwei Wochen lange Quarantäne gestellt worden. Die 32-köpfige Besatzung der Ocean Viking dürfe als Vorsichtsmaßnahme nicht von Bord, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Barbara Hohl. Das Schiff ist seit Sonntag isoliert und liegt vor dem Hafen in Pozzallo auf Sizilien. Die mehr als 270 geretteten Migranten seien an Land in Quarantäne gekommen, sagte Hohl. Warum die Crew nicht auch an Land isoliert wurde, sei ihnen unklar.

    Spahn zu Gesundheitsminister-Treffen in Rom

    Angesichts der raschen Ausbreitung des Virus will die italienische Regierung an diesem Dienstag mit den Nachbarländern und Deutschland die Lage beraten. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reist dazu nach Rom. An dem Treffen am Nachmittag sollen neben dem Gastgeber zudem seine Kollegen aus Slowenien, Frankreich, der Schweiz und Österreich teilnehmen.

    In Italien sind nach Behördenangaben bis zum frühen Montagabend mindestens sieben Infizierte gestorben - alle hatten demnach Vorerkrankungen. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei 229. Mehr als 25 Menschen seien auf der Intensivstation. Am Vorabend waren es noch rund 150 gemeldete Infizierte. Italien ist aktuell mit Abstand das Land mit den meisten erfassten Fällen in Europa.

    In der besonders schwer betroffenen Lombardei wurden zehn Gemeinden in der Provinz Lodi zu Sperrzonen erklärt. Dort kontrollieren Sicherheitskräfte, wer rein und raus darf.

    Gesundheitsminister Spahn sagte am Montag, ein Virus mache an Landesgrenzen nicht halt. Zur Frage, ob auch in Deutschland ganze Städte abgeriegelt werden könnten, meinte er, theoretisch sei Vieles denkbar. Notwendig sei so ein Schritt nicht. "Von der Absage von Großveranstaltungen (...) bis zum kompletten Abriegeln ganzer Städte gibt es ja auch noch viele Zwischenstufen."

    Erwartet wird, dass die Minister bei ihrem Treffen in Rom Reaktionen auf die Ausbreitung des Virus beraten. Der italienische Zivilschutz und die Regierung in Rom hatten sich bereits gegen Grenzschließungen ausgesprochen. Dies sei rechtlich zwar machbar, bringe aber keinen praktischen Nutzen, so der Zivilschutz.

    Sinkende Fallzahlen in China

    WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Montag in Genf, es sei ermutigend, dass die Fallzahlen in China zurückgingen. Von dort wurden rund 500 neue Fälle gemeldet, 71 Menschen starben dort an Covid-19. Die Zahlen aus Italien, dem Iran und Südkorea seien gleichwohl sehr beunruhigend, sagte Ghebreyesus. Nach WHO-Einschätzung handele es sich bislang nicht um eine Pandemie, sondern Epidemien in einzelnen Ländern.

    Angesichts der Lage haben mehrere Unternehmen ihre Umsatzprognosen korrigiert, darunter das US-Flugunternehmen United Airlines und Mastercard. US-Präsident Trump bat am Montag den US-Kongress um insgesamt 2,5 Milliarden Dollar, um Maßnahmen zu finanzieren, die die USA vor einer weiteren Verbreitung des Virus schützen sollen.



    Quelle:
    sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus

  • Coronavirus in Deutschland: Kindergärtnerin infiziert


    In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind erstmals Patienten nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Der Zustand eines Mannes aus Erkelenz in Nordrhein-Westfalen ist nach Behördenangaben kritisch, aber habe sich über Nacht nicht verschlechtert, so der zuständige Klinikdirektor Professor Dieter Häussinger. Auch seine Ehefrau wurde positiv auf das Virus getestet. Sie sei Kindergärtnerin, sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Nun werde versucht, mögliche Infektionsketten zu unterbechen.

    Wie der Kreis Heinsberg mitteilte, war der Mann am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen worden. Er ist nach WDR-Informationen 47 Jahre alt und leidet an einer Vorerkrankung. Die Behörden wissen bislang nicht, wo sich das Ehepaar ursprünglich infiziert hat. Ein Geschäftspartner des Mannes, der nach einer angeblichen China-Reise zunächst als mutmaßliche Quelle galt, sei es nicht gewesen, sagte Landrat Stephan Pusch am Donnerstag.

    Patient hatte viele Kontakte mit Menschen: Sowohl auf einer Karnevalssitzung als auch vergangene Woche im Krankenhaus

    Zuletzt hatte sich herausgestellt, dass der Patient noch an einer Karnevalssitzung in seinem Heimatort Gangelt teilgenommen hatte. Die Teilnehmer der Sitzung sollten auf Symptome achten, sagte Pusch. Außerdem war der Mann noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.

    Dort sind nun zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten als Kontaktpersonen ermittelt worden. Eine Mitarbeiterin der Uniklinik Köln zeigt Krankheitssymptome. Das Ergebnis des Coronavirus-Tests stehe bei ihr aber noch aus, sagte am Mittwoch der Direktor der Virologie der Uniklinik Köln, Florian Klein.

    Die Kinder, die in den betreffenden Kindergarten gehen, sollen untersucht werden

    Nach der Infektion einer Kindergärtnerin sollen auch alle Kinder der betroffenen Einrichtung auf das Virus untersucht werden, so Laumann. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien gebeten worden, zu Hause zu bleiben. Die infizierte Frau hat der Deutschen Presse-Agentur zufolge noch bis vergangenen Freitag in dem Kindergarten gearbeitet. Anfang der Woche wurde er für zwei Wochen geschlossen. Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen alle Kinder der Einrichtung auf das Virus untersucht werden. Im gesamten Kreis Heinsberg seien am Mittwoch alle Schulen, Kitas und die Kreisverwaltung geschlossen, sagte ein Sprecher des Landkreises.

    Ein Krisenstab wurde im Landkreis eingerichtet. Man sei in engem Kontakt mit dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf. Landrat Pusch hat die Bevölkerung derweil zur Ruhe aufgerufen. "Ich denke, diese Situation erfordert von uns allen etwas Disziplin. Aber wir sollten auch nicht in Panik verfallen", sagte der CDU-Politiker am Mittwochmorgen in einem auf Facebook veröffentlichten Video. "Wir werden Sie über alle weiteren Maßnahmen unterrichten", kündigte er an. "Bitte verbreiten Sie keine Falschnachrichten."

    Drei Fälle in Baden-Württemberg

    In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen am Mittwoch mit. Es handelt sich nach Angaben des Sozialministeriums um die Reisebegleiterin des schon früher erkrankten Mannes in Göppingen und deren Vater. Die beiden seien "in gutem Zustand und fühlen sich wohl", sagte Nisar Malek, Ärztlicher Direktor der Klinik. Der ältere Patient habe "so gut wie keine Symptome", seine Tochter verspüre lediglich leichte Halsschmerzen. Sämtliche Kontaktpersonen der beiden Patienten aus den vergangenen Tagen seien bekannt und informiert. Insgesamt liegt die Gesamtanzahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland damit bei 21.

    Bei dem dritten, bereits bekannten Infizierten in Baden-Württemberg handele es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit. Der 25-Jährige sei am Freitag, den 21. Februar, zusammen mit seiner Freundin von einem Mailand-Aufenthalt zurückgekehrt, habe am Sonntagmittag Husten bekommen und am Dienstagmorgen Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen, sagte Stefan Brockmann, der Leiter des Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt (LGA), am Mittwoch in Stuttgart.

    Nun warnt das Gesundheitsamt Personen, die am Samstagabend in Neu-Ulm im Kino waren. Wie das Landratsamt in Neu-Ulm am Mittwoch berichtete, hatte sich der 25-Jährige an dem Abend den Krimi-Thriller "Bad Boys for Life" angeschaut. In dem Saal des Kinos seien 138 Besucher gewesen. "Die Möglichkeit einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus besteht für Personen, die mindestens 15 Minuten in Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt mit dem Erkrankten waren", heißt es in einer Mitteilung der Kreisbehörde. Auf welche Besucher dies möglicherweise zutreffe, könne im Nachhinein nicht näher bestimmt werden.

    Bundesregierung bereitet sich auf mehr Coronavirus-Fälle vor

    Mit der Ausbreitung des Coronavirus in Italien und den neuen Fällen in Deutschland ist auch nach Einschätzung der Bundesregierung eine "neue Situation" entstanden. Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Bisher sei es gelungen, einzelne Infizierte zu isolieren und zu behandeln und somit eine Ausbreitung zu verhindern. Die Regierung bereite sich aber auf eine mögliche Zunahme der Fallzahl vor. Eine Expertengruppe mehrerer Bundesministerien wollte dazu am Mittwoch erneut im Kanzleramt zusammenkommen, wie Seibert mitteilte.

    Mit den Gesundheitsbehörden vor Ort werde geprüft, welche Maßnahmen nötig seien, um die Viruszirkulation einzudämmen. So würden etwa Risikogruppen identifiziert, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Das Robert-Koch-Institut (RKI) werde fortan alle zwei Tage die Öffentlichkeit per Pressebriefing unterrichten. Die in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wegen der dortigen Fälle eingerichteten Krisenstäbe würden vom Gesundheitsressort und dem RKI unterstützt. Derweil sagte Gesundheitsminister Spahn aufgrund der aktuellen Entwicklungen kurzfristig eine Veranstaltung anlässlich des Aschermittwochs ab.

    Das Areal der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn wurde derweil wieder freigegeben. Es war wegen eines Soldaten, der Kontakt zu dem Infizierten in Nordrhein-Westfalen hatte, kurzzeitig abgeriegelt worden. Der Bundeswehrsoldat liegt im Krankenhaus und wird getestet. Bisher zeigt er keine Symptome. Kollegen, die Kontakt zu ihm hatten, sind für den Moment in ihren Büros isoliert worden.

    Immer mehr Länder in Europa melden Infektionen

    Gesundheitsminister Lucha appellierte an Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu folgen: Wer aus Gebieten zurückkehre, in denen Covid-19-Fälle vorkommen und innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickle, solle unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, beim Husten und Niesen Abstand zu anderen Menschen halten, regelmäßig und gründlich Hände mit Wasser und Seife waschen und nach telefonischer Anmeldung unter Hinweis auf die Reiseregion einen Arzt aufsuchen.

    Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien melden immer mehr europäische Staaten Nachweise des Erregers. Österreich, Kroatien, das spanische Festland und die Schweiz berichteten am Dienstag von Covid-19-Fällen. Auf der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa wurde nach einer bestätigten Erkrankung ein großes Hotel mit etwa 1000 Touristen praktisch unter Quarantäne gestellt. Das Auswärtige Amt spricht von einer "niedrigen dreistelligen" Zahl von Deutschen, die sich in dem Hotel befinde. "Um zwei Uhr morgens klopfte es plötzlich an unserer Tür, dann wurde Fieber gemessen", sagte ein Hotelgast der Deutschen Presse-Agentur. Menschen "in einer Art OP-Kleidung" seien von Tür zu Tür gegangen und hätten die Gäste geweckt.

    Die Situation im Hotel sei aber ruhig, viele Gäste stünden auf ihren Balkonen: "Sie harren der Dinge, die da kommen".



    Quelle:
    sueddeutsche.de/panorama/coronavirus-deutschland-nrw-1.4820613

  • "Tödlicher als Grippe" - Coronavirus breitet sich aus

    Hunderte in Quarantäne in Nordrhein-Westfalen und 21 neue Infektionen in Deutschland am Donnerstag: Experten halten das neue Coronavirus für tödlicher als die Grippe. Die WHO sieht "pandemisches Potenzial".


    Das neuartige Coronavirus verbreitet sich in Deutschland rapide. Am Donnerstag wurden in Deutschland 21 weitere Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, darunter neue Fälle in Hamburg und Hessen. Damit stieg die Zahl der aktuellen Infektionen in Deutschland auf 32.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hält den Erreger Sars-CoV-2 für tödlicher als die Grippe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, er habe "pandemisches Potenzial" und könnte ohne die richtigen Maßnahmen "außer Kontrolle geraten". Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat inzwischen in mindestens 15 europäischen Ländern Fälle registriert.

    Der Kreis Heinsberg und das NRW-Gesundheitsministerium teilten mit, dass 14 weitere Personen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert sind. Damit stieg die Gesamtzahl in dem Bundesland auf 20. Einer von ihnen - ein Bundeswehr-Soldat, dessen Infektion am Mittwoch bekannt wurde - wird in Rheinland-Pfalz behandelt. Alle 14 positiv Getesteten seien in häusliche Quarantäne entlassen worden, weil eine stationäre Behandlung nicht notwendig sei, hieß es. Die Betroffenen wohnten vorwiegend in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg.

    Kreis Heinsberg: Etwa 1000 Menschen in Quarantäne

    Zuvor waren in NRW bereits ein Ehepaar aus Gangelt, das an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird, und vier Kontaktpersonen als infiziert gemeldet worden. In der Region stehen schätzungsweise 1000 Menschen vorsorglich unter häuslicher Quarantäne. Nach Angaben eines Sprechers des Kreises Heinsberg könnte es bei einer Karnevalssitzung etwa 400 Kontaktpersonen gegeben haben - aber auch deren Partner und Kinder stehen zuhause unter Quarantäne. Der "Patient Null", der den Ausbruch in NRW verursacht hat, ist nach Behördenangaben weiter unbekannt.

    In Baden-Württemberg wurden vier weitere Infektionen bekannt, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte. Damit stieg die Zahl der bestätigten Fälle in dem Bundesland auf acht. Unter den neuen Fällen sind zwei Frauen und ein Mann. Sie hatten an einem Geschäftstreffen in München teilgenommen und gehören laut Robert Koch-Institut zu 13 Kontaktpersonen eines italienischen Teilnehmers, der in Italien positiv getestet worden war. Die drei Patienten sind in einer Klinik. Eine weitere bestätigte Infektion wurde aus dem Landkreis Böblingen gemeldet, sie hängt direkt mit einem bereits zuvor bekannten Fall aus dem Landkreis Göppingen zusammen.

    Rheinland-Pfalz meldete am Donnerstag einen Fall in Kaiserslautern - der Infizierte sei bis vor kurzem im Iran gewesen und habe dort Kontakt mit einer "symptomatisch auffälligen Person" gehabt. In Bayern teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums die Infektion eines Mannes aus Mittelfranken mit, der Kontakt mit einem infizierten Italiener gehabt hatte.

    Außer den 32 aktuellen Fällen waren in Deutschland vor mehr als zwei Wochen 16 weitere Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet worden. Diese Menschen gelten inzwischen alle als virusfrei.

    Sterbewahrscheinlichkeit zehnmal höher als bei Grippe

    RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, die Wahrscheinlichkeit, an einer Grippe zu sterben, liege bei 0,1 bis 0,2 Prozent. Nach den bisher bekannten Zahlen liegt die Rate bei Sars-CoV-2 fast zehnmal so hoch - bei ein bis zwei Prozent. 80 Prozent der Infizierten hätten nur milde Symptome, doch 15 Prozent erkrankten schwer an der Lungenerkrankung Covid-19.

    Ein Krisenstab der Bundesregierung entschied, wegen der Verbreitung des Virus in weiten Teilen der Welt nicht mehr nur die Kontaktdaten von Fluggästen aus dem Ursprungsland China zu erfassen, sondern auch von Passagieren von Flügen aus Südkorea, Japan, dem Iran und Italien. So soll man sie schnell erreichen können, falls ein Fluggast infiziert war.

    Solche "Aussteigekarten" sollen auch auf Schiffen sowie im grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr ausgefüllt werden, sagten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin. Die Busbranche sagte ihre Mitwirkung zu. "Wir stehen dafür im engen Austausch mit dem Bundesverkehrsministerium und bringen die Einführung der Aussteigekarte voran", erklärte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer. Die Deutsche Bahn will Daten dann erheben, wenn die Behörden in einem Zug einen Coronavirus-Verdacht haben. Dann werde der Bereich gesperrt und nach der Fahrt gereinigt und desinfiziert.

    Seehofer kündigte an, Asylbewerber im Zuge der standardmäßigen Gesundheitsuntersuchungen auch auf das neue Coronavirus zu testen. Viele kämen über "vorbelastete" Länder wie Iran, Irak oder Afghanistan nach Deutschland.

    Krisenstab berät am Freitag über Großveranstaltungen

    An diesem Freitag will sich der Krisenstab mit dem Umgang mit Großveranstaltungen befassen. Auf dem Prüfstand steht etwa die ITB in Berlin, die weltgrößte Tourismusmesse (4. bis 8. März). Im Sport tobt eine Debatte über eine mögliche Absage der Olympischen Spiele in Tokio im Sommer. Generelle Einschränkungen bei Sportveranstaltungen wie Spielen der Fußball-Bundesliga hält die Bundesregierung noch nicht für nötig.

    Behörden vieler Länder versuchen das Virus zum Teil mit drastischen Maßnahmen einzudämmen. Die Folgen, die ein Übergreifen von Sars-CoV-2 auf große Teile der Bevölkerung hätte, sind schwer abzuschätzen. Zudem gibt es anders als bei der Grippe weder einen Impfstoff noch speziell zugeschnittene Medikamente.

    Zahl der Toten in Italien steigt auf 17

    In Italien gibt es mit etwa 650 Infizierten und 17 Toten den größten Ausbruch Europas. Außenminister Luigi Di Maio warnte davor, die Gefahren zu übertreiben. Der Tourismus leide bereits erheblich unter der Angst vor Ansteckung.

    Nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC sagte Präsident Donald Trump, das Risiko für Amerikaner sei "sehr gering". Saudi-Arabien schloss aus Sorge vor einer Verbreitung seine Grenzen für Pilgerreisen von Ausländern in die Städte Mekka und Medina.

    In Südkorea verschieben die Streitkräfte des asiatischen Landes und der USA ihr Frühjahrsmanöver auf unbestimmte Zeit. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten am Donnerstag 505 neue Fälle. Japan will im Kampf gegen das neuartige Virus alle Schulen schließen. Die Maßnahme trete Montag in Kraft, sagte Premierminister Shinzo Abe.

    In China, dem Ursprungsland des Virus, stieg die Zahl erfasster Infektionen auf rund 78 500, die Zahl der Toten lag in der offiziellen Statistik für Festlandchina bei 2744. Experten gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

    Die meisten Infizierten haben nur leichte Erkältungssymptome wie Frösteln und Halsweh oder gar keine Symptome. Manche Infizierte erkranken aber schwer und entwickeln etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Das Virus verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion etwa beim Sprechen und Husten. Regelmäßig gründliches Händewaschen gilt als der beste Schutz.

    Deutsche Supermärkte: Verstärkte Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln

    Bei deutschen Supermärkten führt das Virus mittlerweile zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln und Hygieneprodukten, wie Aldi-Süd und Lidl auf dpa-Anfrage mitteilten.


    Die britische Wellcome-Stiftung rief internationale Finanzinstitutionen zur Bereitstellung von Milliarden für die Bekämpfung der Epidemie auf. Diese stelle eine "noch nie dagewesene, weltweite Herausforderung dar", erklärte Wellcome-Direktor Jeremy Farrar in einer Mitteilung. Die Situation könne ein Ausmaß annehmen, das vergleichbar sei mit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008.

    Farrar fordert eine sofortige Bereitstellung von 10 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro) durch die Weltbank, um die Eindämmung des Virus in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen zu unterstützen. Begleitet werden solle dies von "erheblichen Investitionen in Diagnostik, Therapie und Impfstoffe". (ash/dpa)

    Quelle:
    web.de/magazine/panorama

  • Leere Regale wegen Coronavirus Virologe: Hamsterkäufe sind "völlig fehl am Platze"

    Mehl, Nudeln, Konserven, Toilettenpapier: Wer aktuell einkaufen geht, steht vielerorts vor leeren Regalen. Selbst dort, wo es noch keine Fälle des neuen Coronavirus gibt, decken sich die Menschen ein.

    Seit sich das neuartige Coronavirus auch in Deutschland ausbreitet, entstehen Ängste. Obwohl die Bundesregierung grundsätzlich zu Vorräten für Notsituationen wie Hochwasser oder Stromausfall rät, scheinen die Menschen eine Isolierung in der eigenen Wohnung erst jetzt als eine reelle Gefahr zu sehen. Die Aufnahmen aus Deutschlands Supermärkten sehen Sie oben im Video oder hier.

    Hamsterkäufe für den Quarantäne-Fall

    "Seit Mittwoch geht das so", sagt eine Berliner Rewe-Verkäuferin mit Blick auf leere Regale. "Das ist doch verrückt!" Seit die Medien auf Tipps zur Vorratshaltung der Bundesregierung hinweisen, kaufen die Menschen alles, was sich gut lagern lasse, erklärt die Mitarbeiterin. Dabei gibt es in Berlin bisher keinen Coronavirus-Fall.


    Nicht nur Nudeln und Konserven, auch Trockenfleisch, Milch und Mehl sind in vielen Märkten nahezu ausverkauft. Auch bei den Getränken werden die Regale leerer.

    Absperrung von Städten weiterhin unwahrscheinlich

    Doch: Hamsterkäufe sind nicht notwendig, auch die Angst, dass es zu Sperrbezirken kommt, ist zunächst einmal unbegründet: "Hamsterkäufe sind natürlich völlig fehl am Platze. Wir müssen dafür sorgen, dass die Infrastruktur gut funktioniert", erklärt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR), "dass wir weiterhin die Kranken versorgen können, dass Ärzte in die Krankenhäuser kommen." Deshalb sei nicht damit zu rechnen, dass Städte abgeriegelt werden.


    Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärte, die Absperrung von Regionen oder Städten sei zwar nicht völlig auszuschließen. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel", so der CSU-Politiker.

    Kritik und Häme in den sozialen Netzwerken

    In den sozialen Netzwerken machen sich viele Menschen über die leeren Regale lustig oder kritisieren die Panik, die dadurch verbreitet werde. "Wenn man Angst vor Corona hat, dann sollte man vielleicht Menschenmassen meiden", schreibt eine Twitter-Nutzerin – beim Einkaufen hätte man schließlich Kontakt mit vielen anderen Menschen.

    Nun ja, die Hamsterkäufe haben angefangen 🤭#coronavirusdeutschland pic.twitter.com/HiIprdY31Q
    — EHA News - Deutsch (@eha_deutsch) February 26, 2020

    "Dass hier jetzt jeder ein Bild postet von irgendeiner leeren Ware und das auf Hamsterkäufe schiebt, ist auch lächerlich", schreibt ein anderer Nutzer, sowas habe es auch schon vor Corona gegeben. Andere witzeln, wer gehamstert habe, müsse sich nun sehr lange von Fertiggerichten aus Dosen ernähren.

    Desinfektionsmittel sind kaum noch erhältlich

    Noch leerer sind allerdings die Regale in den Drogeriemärkten: Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, selbst Hygienespüler sind vielerorts ausverkauft. Auch Apotheken haben kaum noch Mundschutz oder Desinfektionsmittel vorrätig.

    Coronavirus: Aus Angst haben sich viele Menschen bereits mit Desinfektionsmitteln aller Art eingedeckt.  (Quelle: imago images/Rene Traut)

    Coronavirus: Aus Angst haben sich viele Menschen bereits mit Desinfektionsmitteln aller Art eingedeckt. (Quelle: Rene Traut/imago images)


    Und natürlich ist die Händedesinfektion eine wichtige Maßnahme, um die Verbreitung von Krankheitserregern einzudämmen. Doch nicht jedes Mittel wirkt gegen jeden Erreger. "Viruzid" wirksame Desinfektionsmittel können beispielsweise den größten Teil der Viren unschädlich machen – etwa bei Norovirus-Infektionen.


    Die "begrenzt viruziden" Produkte hingegen wirken nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur gegen sogenannte behüllte Viren. Dazu zählen auch Coronaviren. Viele der Desinfektionsmittel aus der Drogerie wirken allerdings nur gegen Bakterien oder Pilze, nicht aber gegen Viren.

    Handelsverband: "Sind auf Hamsterkäufe vorbereitet"

    Dem deutschen Einzelhandel hingegen bereiten erste Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland bislang keine Sorgen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet, sagt der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk.

    Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel seien bislang nicht festzustellen, sagt Falk weiter. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.

    Verwendete Quellen:

    • Eigene Recherche
    • Nachrichtenagentur dpa
    • WDR Aktuelle Stunde
    • Robert Koch-Institut: Hygienemaßnahmen

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Klare Richtlinien

    Was passiert, wenn ein Coronavirus-Verdachtsfall auftritt?

    Der Hals kratzt, Sie haben Husten und Fieber – und vor allem die Sorge, dass es das neuartige Coronavirus sein könnte. Wie bei einem Verdachtsfall vorgegangen wird, dafür gibt es klare Richtlinien.

    Wenn Sie aufgrund bestimmter Krankheitssymptome befürchten, am Coronavirus erkrankt zu sein, hat das Robert Koch-Institut einen klaren Leitfaden für Ärzte geschaffen. Er gibt vor, wie ein Verdacht abgeklärt werden kann.


    Grundsätzlich sollten Sie bei einem Verdacht zunächst bei Ihrem Hausarzt anrufen. So vermeiden Sie das Risiko, andere Menschen anzustecken. Wenn bei Ihnen auch aus Sicht des Arztes der Verdacht einer Coronavirus-Infektion besteht, folgen einige Maßnahmen, die Sie auch in einer Grafik des Robert Koch-Instituts nachlesen können.


    1. Schritt: Aufnahme beim Arzt

    In der Arztpraxis erhalten Sie zunächst einen Mund-Nasen-Schutz. Bei Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot und wenn Sie sich zusätzlich in einer Risikoregion aufgehalten haben oder Kontakt zu einem Infizierten hatten, werden Sie zudem umgehend von anderen Menschen isoliert, um andere Patienten nicht zu gefährden.

    2. Schritt: Prüfung klinisch-epidemiologischer Kriterien

    Anschließend prüft der Arzt vier mögliche Kriterien, die bekannte Atemwegserkrankungen von einem Coronavirus-Verdachtsfall unterscheiden sollten.

    1. Unspezifische Allgemeinsymptome oder akute Symptome einer Atemwegserkrankung UND der Kontakt zu einem bestätigtem Coronavirus-Fall.
    2. Akute Symptome einer Atemwegserkrankung mit oder ohne Fieber UND der Aufenthalt in einem Risikogebiet.
    3. Akute Symptome einer Atemwegserkrankung UND Aufenthalt in einer Region mit bestätigten COVID-19-Fällen.
    4. Klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie ohne erfassbares Expositionsrisiko.

    Erfüllen Sie die Kriterien 1 und 2, oder nur eines der beiden Kriterien, gelten Sie als "begründeter Verdachtsfall". Bei den Kriterien 3 oder 4 besteht ein "Fall unter differentialdiagnostischer Abklärung".

    3. Schritt: Meldung und Untersuchung

    Der begründete Verdachtsfall wird an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Zusätzlich werden Sie mit Hygieneschutzmaßnahmen versorgt: Sie kommen in einen separaten Raum, der Arzt betreut Sie in Schutzkleidung und mindestens mit einer Feinpartikelmaske der Stufe 2 (FFP-2-Maske).

    Je nachdem, wie schwer Sie erkrankt sind, wird weiter entschieden: Folgt eine stationäre Einweisung ins Krankenhaus oder eine ambulante Diagnostik?

    Gelten Sie als Fall unter "differentialdiagnostischer Abklärung", werden Sie zunächst nicht als Verdacht gemeldet, aber mit entsprechenden Hygieneschutzmaßnahmen ausgestattet und behandelt. (Mund-Nasen-Schutz, Schutzkleidung etc.). Je nach Schwere der Erkrankung folgt die stationäre Einweisung oder eine ambulante Diagnostik.

    4. Schritt: Stationäre Einweisung oder ambulante Diagnostik

    Haben Sie schwere Krankheitssymptome, werden Sie mit einem Rettungswagen mit Infektionsschutzset in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Dort werden bei Ihnen Abstriche genommen, um Sie auf das Coronavirus zu testen. Bestätigt sich der Verdacht, erfolgt eine zweite Meldung an das Gesundheitsamt und Sie werden stationär behandelt.

    Leiden Sie nur unter leichten Symptomen, kann die Diagnostik ambulant erfolgen. Dabei werden Sie unter anderem auf Influenza oder andere Atemwegserkrankungen untersucht. Schließlich wird auch bei der ambulanten Diagnostik ein Test auf Coronaviren bei Ihnen durchgeführt. Bis der Befund eingeht, werden ihre Kontakte mit anderen Menschen im häuslichen Umfeld reduziert. Bestätigt sich der Coronavirus-Verdacht, wird der Fall an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet und Sie werden nach Möglichkeit stationär eingewiesen.

    5. Schritt: Stationäre Versorgung

    Hat sich der Coronavirus-Verdacht bei Ihnen bestätigt, folgt die stationäre Versorgung. Je nach Schwere Ihrer Symptome werden Sie medikamentös versorgt. Sie werden in einem Isolierzimmer untergebracht und so wenig wie möglich transportiert. Sie tragen einen Mund-Nasen-Schutz, Ärzte behandeln sie mit Schutzkleidung und einer Atemmaske. Frühestens zehn Tage nach Beginn Ihrer Symptome werden Sie entlassen.

    Zusätzlich werden die Menschen, mit denen Sie Kontakt hatten über 14 Tage lang beobachtet und namentlich registriert. Gegebenenfalls werden auch bei Ihren Kontaktpersonen Tests durchgeführt.

    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

    Verwendete Quellen:

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  • Deutschland beschafft Schutzausrüstung zentral und verhängt Exportverbot


    Im Kampf gegen das neue Coronavirus zieht der Bund in Deutschland den Nachschub dringend benötigter medizinischer Schutzkleidung an sich und unterbindet Ausfuhren in andere Länder. Das deutsche Bundesgesundheitsministerium beschafft solche Ausrüstung nun zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundesbehörden, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung am Mittwoch in Berlin mitgeteilt wurde.


    Auf Anordnung des Wirtschaftsministeriums wird zudem der Export medizinischer Schutzausrüstung wie Atemmasken, Handschuhen und Schutzanzügen ins Ausland verboten. Ausnahmen sollen nur noch unter engen Voraussetzungen möglich sein, unter anderem im Rahmen internationaler Hilfsaktionen.


    Angesichts der Ausbreitung des Virus ist Schutzausrüstung auf der ganzen Welt knapp. Unter anderem die Kassenärzte hatten gewarnt, der Grundbestand der Praxen werde bundesweit nicht reichen, wenn die Zahl der Verdachtsfälle weiter steige.

  • Sechs positive Nachrichten zum Coronavirus:


    *Im Ursprungsland China geht die Zahl der Neu-Infektionen im Vergleich zum Rest der Welt prozentual zurück. Die Maßnahmen der chinesischen Regierung scheinen zu greifen.


    *Der Ausbruch des Coronavirus verbessert in China als mittelbare Folge auch die Qualität der Luft. Satellitenbilder der US-amerikanischen Weltraum-Behörde NASA zeigen über China einen signifikanten Rückgang der Konzentration an Stickstoffdioxid. Diese ist zurückzuführen auf die Quarantäne-Maßnahmen, die die chinesische Regierung zum Schutz der Bevölkerung vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ergriff. Die industrielle Produktion ging aufgrund Personalmangels massiv zurück.

    *Zur Verbesserung der Luftqualität tragen auch Maßnahmen wie jene der Lufthansa bei, bis zur Hälfte ihrer 770 Flugzeuge am Boden zu lassen. Von den Streichungen sind Kurz-, Mittel- und Langstrecken betroffen.

    *Mehr als 55.000 infizierte Menschen haben das Virus weltweit überstanden, während der Erkrankung Covid-19 etwas mehr als 3.000 zum Opfer gefallen sind.

    *Nach derzeitigem Stand übertragen Haustiere wie Hunde das Virus nicht auf den Menschen. Das sagt die Weltorganisation für Tiergesundheit.

    *Der weitaus größte Teil der Weltbevölkerung hat sich bislang nicht mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Infizierten liegt nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore global bei fast 99.000 Menschen - bei einer Gesamt-Bevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen.


    In Zahlen nicht nachzuweisen, aber anzunehmen ist, dass die meisten Menschen aus Angst vor einer Ansteckung verstärkt auf ihre Hygiene, vor allem jene der Hände, achten.




    Quelle:

    web.de/magazine/panorama

  • Coronavirus: Österreich stoppt Einreise aus Italien
    Wer von Italien nach Österreich einreisen möchte, kann dies in den meisten Fällen nur noch mit einem Attest vom Arzt machen.


    Aktuell mehr Gesundete als Erkrankte
    Die Zahl derer, die aktuell an COVID-19 erkrankt sind, ist seit Mitte Februar zurückgegangen. Zwar steigt die Zahl seit vergangener Woche wieder etwas an, trotzdem überwiegt die Gesamtzahl der wieder gesund gewordenen Menschen.

    Österreich stoppt Einreisen aus Italien weitgehend
    Im Kampf gegen das Coronavirus will Österreich die Grenzen zu Italien weitgehend dicht machen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien an.

    "Österreicher, die in Italien sind, werden zurückgeholt, sie müssen aber zwei Wochen in häusliche Isolation", sagte Kurz. Die Maßnahme sei mit Italien abgesprochen.

    Die österreichische Regierung untersagt zudem bis Anfang April Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern. Outdoor-Veranstaltungen würden ab einer Teilnehmerzahl von mehr als 500 untersagt, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne).

    Außerdem finden ab Montag keine Lehrveranstaltungen an Unis und Fachhochschulen mehr statt, sondern nur noch online. Kurz appellierte an die Unternehmen, Home Office zu ermöglichen. Der Bevölkerung riet er, soziale Kontakte zu reduzieren. Das sei aber ein Appell an die Eigenverantwortung.


    Quelle:

    web.de/magazine/panorama

  • Wegen Coronavirus - In diese Länder dürfen Deutsche nicht mehr einreisen

    Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus gelten auch für Deutsche verschärfte Bedingungen beim Reisen. Ein Überblick zeigt: In einigen Ländern herrscht mittlerweile Einreiseverbot. Womit Reisende rechnen müssen.

    Überblick

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gibt es an vielen Landesgrenzen verstärkt Einreisekontrollen – inklusive Messungen der Körpertemperatur, Quarantänemaßnahmen bei Verdachtsfällen und einzelnen Einreisesperren. Für Reisende aus Deutschland gelten unter anderem in diesen Ländern weiter reichende Beschränkungen:

    Italien: Ein- und Ausreise von Deutschen möglich

    In der gesamten Lombardei sowie verschiedenen weiteren Provinzen in Norditalien gilt schon seit Sonntag, dem 8. März eine stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit, zunächst bis zum 3. April. Die Ausreise nach Deutschland ist allerdings weiterhin auch von dort möglich. Im gesamten Land sollen die rund 60 Millionen Einwohner nun seit Dienstag möglichst zu Hause bleiben. In ganz Italien sind Fahrten in andere Orte nur eingeschränkt erlaubt.



    Deutsche können aber weiter ein- und ausreisen. Deutsche Fluggäste erhalten zum Beispiel in Rom bei der Abreise "Aussteigkarten", wo sie Adresse, Telefonnummer und Flugdaten eintragen müssen, um im Notfall später besser auffindbar zu sein – etwa wenn im Flieger ein Mensch saß, der positiv getestet wird.

    Israel: Touristen dürfen nicht mehr einreisen

    Von Donnerstagabend (12. März) an dürfen keine Touristen mehr in das Land einreisen, außer wenn sie glaubhaft beweisen können, dass sie sich für 14 Tage in Quarantänebedingungen begeben können. Dies gilt zunächst zwei Wochen. Das ohnehin schon für Deutsche und einige andere Ausländer geltende Verfahren betrifft nun alle Reisende.

    China: Isolation kann jeden treffen

    Für Reisende aus Deutschland gibt es bisher keine grundsätzliche Quarantänepflicht. Das Auswärtige Amt schreibt jedoch, dass nach der Einreise nach China damit gerechnet werden müsse. Die Entscheidung über Isolationsmaßnahmen wird von unterschiedlichen Behörden auf verschiedenen Ebenen getroffen und kann sich auch innerhalb einer Stadt unterscheiden. In der Sonderverwaltungszone Macao etwa müssen sich Reisende, die sich in den letzten 14 Tagen in Deutschland aufgehalten haben, zwei Wochen lang medizinisch überwachen lassen.

    Russland: Selbstständige Quarantäne wird erwartet

    Wer aus Deutschland nach Moskau einreist, muss selbstständig eine zweiwöchige Quarantäne durchführen. Nach der Ankunft in der russischen Hauptstadt sollen Reisende sich bei einer Hotline melden. Die Bestimmungen gelten bislang nur für Moskau.

    Kasachstan: Einreise aus einigen Ländern verboten

    Von Donnerstag (12. März) an ist für Ausländer aus Deutschland, Spanien und Frankreich die Einreise in die Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien verboten. Kasachische Bürger, die aus diesen Ländern einreisen, müssen in eine zweiwöchige Quarantäne.

    Bhutan: Erster Fall hat Folgen

    Das Königreich im östlichen Himalaya hat allen ausländischen Touristen vorerst die Einreise untersagt, nachdem ein US-Amerikaner positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Es war der erste bestätigte Fall in Bhutan.

    Nepal: Keine Vergabe von Visa an Deutsche

    Das asiatische Land vergibt ab Dienstag keine Visa mehr für Deutsche direkt bei der Ankunft. Vor ihrer Abreise müssen Sie sich bei der nepalesischen Botschaft um ein Visum bewerben und der Bewerbung einen negativen Covid-19-Test beilegen.

    El Salvador: Deutsche dürfen nicht einreisen

    Alle Reisenden, die sich in den 30 Tagen vor Ankunft in Deutschland aufgehalten haben, dürfen derzeit nicht in das Land in Zentralamerika einreisen. Das gilt auch für Transit-Passagiere.

    Malediven: Verdachtsfälle legen Insel lahm

    Zwei Resort-Inseln sowie eine von Einheimischen bewohnte Insel dürfen wegen einiger Verdachtsfälle vorübergehend weder betreten noch verlassen werden.

    Uganda: Selbst-Quarantäne

    Reisende aus Deutschland müssen sich im ostafrikanischen Land zwei Wochen in Selbst-Quarantäne begeben. Wer sich nicht daran hält, wird zwangsweise in eine institutionelle Quarantäne eingewiesen.

    Liberia: Quarantäne für Einreisende

    Für Einreisende aus Deutschland ist eine 14-tägige Quarantäne in einem staatlichen Beobachtungszentrum des westafrikanischen Landes vorgesehen.

    Kiribati, Marshallinseln und Samoa: Verbot für deutsche Touristen

    Die pazifischen Inselstaaten haben ein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland verhängt.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Neue Ausgangssperren drohen - Milliardenhilfen für die Wirtschaft

    Wie lange kann das noch gutgehen? Trotz Coronakrise treffen sich in Deutschland noch immer Gruppen in Parks und Cafés. Die Länder schließen Ausgangsverbote nicht aus.


    Trotz des eindringlichen Appells von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu mehr Disziplin drohen in der Coronakrise größere Ausgangssperren in mehreren Bundesländern. Am kommenden Sonntag will Merkel dem Vernehmen nach mit den Ministerpräsidenten in einer Telefonschalte darüber beraten. Seit Donnerstag dürfen die Menschen im bayerischen Mitterteich und zwei weiteren Orten bereits nur noch in Ausnahmefällen auf die Straßen. Auch die Wirtschaft wird für harte Zeiten gerüstet - mit Milliardenprogrammen für Unternehmen. Selbst große Konzerne kämpfen bereits um ihre Existenz.

    In Deutschland sind bislang rund 15.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt, am Mittwoch waren es noch etwas mehr als 10.000. 44 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Bessere Nachrichten gibt es aus China, dem Ursprungsland der Pandemie: Die Infektionszahlen gehen zurück.

    Ausgangssperren

    Im chinesischen Wuhan, in Italien, Frankreich und Spanien sind solche Verbote schon längst in Kraft - während in Deutschland noch immer Menschen in Grüppchen in Parks sitzen. Mehrere Ministerpräsidenten betonten, so könne es nicht weitergehen. Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU) drohte mit einer Ausgangssperre für das ganze Bundesland: "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium, um darauf zu reagieren." Für drei Orte in Bayern gelten bereits entsprechende Verbote.

    Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stellte ebenfalls schärfere Vorgaben in Aussicht. Wenn die Bürger ihr Verhalten nicht grundlegend umstellten, werde ein Ausgangsverbot wohl kommen. Auch der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) hält eine "schnelle und harte Ausgangssperre" sogar in ganz Deutschland für möglicherweise unvermeidlich. "Wir müssen Strenge zeigen zum Schutz der gesamten Bevölkerung, insbesondere zum Schutz unserer Alten und Kranken", sagte er der Funke-Mediengruppe. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) machte deutlich, dass über ein solches Verbot schnell entschieden werden könnte.

    Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre

    Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie eine eingeschränkte Ausgangssperre. Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte, das vom 21. März bis 3. April gelten soll. Mit dieser einschneidenden Maßnahme solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört.

    Optimismus aus China

    Erstmals seit Ausbruch des Virus im Januar meldete China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr. Es wurden zwar 34 neue Corona-Fälle registriert, die Infizierten kamen aber aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik. Für sie gelten nun strenge Quarantäne-Richtlinien. Die importierten Fälle schüren zugleich die Angst vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle. Trotz der verhältnismäßig geringen Zahl der Neuinfektionen beklagt China täglich weiter neue Todesfälle. Am Donnerstag stieg die Zahl der Todesopfer um acht auf 3245. Insgesamt wurden auf den chinesischen Festland 80.928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66.000 wieder erholt haben.

    Die internationalen Grenzen

    Immer mehr Staaten machen ihre Grenzen dicht, nur Warenverkehr ist noch erlaubt. Am Donnerstag ordneten die Niederlande ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger an. Australien und Neuseeland schlossen die Grenzen. Österreich schottete das stark betroffene Bundesland Tirol komplett ab. Für alle 279 Gemeinden gelten seit Mitternacht Quarantäneverordnungen: Man darf die Orte nur zum Einkaufen, für Arztbesuche oder zur Arbeit verlassen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden", erklärte Tirols Landeschef Günther Platter.

    Milliardenprogramme für die Wirtschaft

    Die Bundesregierung und die Notenbanken stemmen sich mit aller Macht gegen eine drohende Pleitewelle und Verwerfungen an den Finanzmärkten. Solo-Selbstständige und Kleinstfirmen sollen mit 40 Milliarden Euro unterstützt werden - über direkte Zuschüsse und Darlehen. Es geht etwa um Musiker, Fotografen, Künstler, Heilpraktiker, Dolmetscher oder Pfleger, deren Geschäfte schließen mussten, Messen, Veranstaltungen und Konzerte abgesagt wurden.

    Europas Währungshüter legten ebenfalls nach: Die Europäische Zentralbank (EZB) kündigte ein Notkaufprogramm für Anleihen an. 750 Milliarden Euro will die Notenbank in Staats- und Unternehmenspapiere stecken. Das hilft Staaten wie Unternehmen, weil sie als Anbieter von Wertpapieren nicht so hohe Zinsen bieten müssen, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt. Der Dax, bei dem sich zuvor eine erneute Talfahrt andeutete, stabilisierte sich nach der Ankündigung der EZB, drehte danach aber wieder ins Minus.

    Sorge vor einer Staatsschuldenkrise

    Führende Ökonomen rechnen mit einer möglicherweise sehr schweren Rezession. Vier bekannte Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten nun eine schrumpfende Wirtschaftsleistung. Die Corona-Krise könnte die deutschen Unternehmen demnach härter treffen als die Finanzkrise 2009. Ein Hoffnungsschimmer: Die Forscher erwarten mehrheitlich einen schnellen Aufschwung nach dem Ende der Krise.

    Reise-Anbieter im Existenzkampf

    Die Lufthansa und den Reisekonzern Tui kämpfen um ihre Existenz. Beide Unternehmen setzen auf einen strikten Sparkurs und Kurzarbeit für viele tausend Mitarbeiter. Die Lufthansa legte nahezu die gesamte Flotte still und warb angesichts komplett weggebrochener Buchungen und ungewisser Dauer der Pandemie um milliardenschwere Staatshilfen. Bei Tui Deutschland sollen die Beschäftigten für ein halbes Jahr in Kurzarbeit gehen. Nach Hochrechnungen der Branche summiert sich der Ausfall bei den deutschen Veranstaltern und Reisebüros allein bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro.

    "Luftbrücke" für Touristen

    Im beliebten Urlaubsregionen läuft weiter die größte Rückholaktion für Touristen in der Geschichte der Bundesrepublik. Nachdem am Mittwoch 1500 Urlauber aus Tunesien, Ägypten, Marokko und Aserbaidschan mit Sondermaschinen nach Deutschland geflogen wurden, starteten zusätzlich von den Philippinen und der Dominikanischen Republik Maschinen mit deutschen Touristen. Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Virus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt.

    Nachschub an Schutzmasken

    Der staatlich organisierte Nachschub an Schutzausrüstung für Praxen und Krankenhäuser kommt in Gang. Das Gesundheitsministerium gab zehn Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken zur weiteren Verteilung an die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Bundesländer. Daneben gingen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland an den besonders stark von der Corona-Epidemie betroffenen EU-Partner Italien. Masken, aber auch Schutzanzüge für medizinisches Personal sind derzeit weltweit knapp. Die neuen Lieferungen an Schutzmasken sollen unter anderem an Praxen, Bereitschaftsdienste und Stellen für Testabstriche verteilt werden. Noch sei die Lage bei der Ausrüstung teils kritisch.

    Erleichterungen für Pfelgeheime

    Damit Pflegerinnen und Pfleger mehr Zeit für die Betreuung haben, müssen sie in den kommenen Monaten weniger am Schreibtisch sitzen. Bürokratischer Anforderungen wie der sogenannte Pflege-TÜV zur Qualitätsüberprüfung werden bis zum Herbst ausgesetzt. Vorerst entfallen auch Personalvorgaben, damit Heime den Betrieb aufrechterhalten können, wenn weniger Fachkräfte als vorgesehen kommen können. Hintergrund ist, dass ältere und chronisch kranke Menschen bei einer Ansteckung als besonders gefährdet gelten.

    Kitas länger geschlossen

    Einige Eltern müssen sich darauf einstellen, ihre Kinder womöglich länger zu Hause zu betreuen als ursprünglich angekündigt. Hamburg weitete die Schließzeit der Kitas am Donnerstag bis zum 19. April aus. In vielen anderen Bundesländern waren von vornherein Schließungen bis nach den Osterferien, meist bis Mitte April geplant, in Hamburg zunächst nur bis zum 29. März.

    Prominente Corona-Patienten

    Am Donnerstag machten gleich mehrere Prominente ihre Infektion mit dem Coronavirus öffentlich. Fürst Albert II. von Monaco wurde positiv getestet. Um den Gesundheitszustand des 62-Jährigen muss man sich laut Palast aber keine Sorgen machen. Auch der Brexit-Unterhändler der EU, Michel Barnier, berichtete von einem positiven Test, genauso der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir. Beide betonten, es gehe ihnen gut. Genauso Amira Pocher, die Ehefrau von TV-Komiker Oliver Pocher. Man halte sich nun strikt an die Quarantäne-Regeln, betonte das Paar.

    Bundesregierung und Länderkammer

    Die Länder erwägen eine Sondersitzung des Bundesrats in der kommenden Woche, um Gesetze zur Eindämmung der Corona-Krise schnell auf den Weg zu bringen. Das könnten zum Beispiel milliardenschwere Hilfen sein, die das Kabinett am Montag beschließen will. Für Sonntag ist auch eine Schaltkonferenz Merkels mit den Ministerpräsidenten der Länder geplant. (mss/dpa)




    Quelle:
    web.de/magazine/news/coronavirus

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