Umwelt ---- Infos !!!!!!!

  • Bestände schon halbiert ------

    Dramatischer Schwund: Feldvögel werden immer weniger

    Feldvögel in Scharen über Feldern mit Kornblumen – dieses Bild wird immer seltener. Rund die Hälfte der Bestände fehlt bereits, sagt eine Studie. Sie nennt auch den Grund.


    Der Bestand an Feldvögeln in Europa ist einer Studie zufolge in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Von 1980 bis 2016 sind in der EU rund 56 Prozent aller Feldvögel wie Feldlerchen, Kiebitze, Feldsperlinge oder Stare verschwunden, wie aus einem europaweiten Vogelmonitoring hervorgeht.

    Bestände sinken auch in Deutschland

    Die Daten veröffentlichte der Vogelzählrat (European Bird Census Council), ein Zusammenschluss europäischer Vogelexperten mit Sitz im niederländischen Nijmegen. Sie decken sich in etwa mit Beobachtungen des Umweltbundesamts (UBA) für Deutschland, das den Bestand repräsentativer Vogelarten in der Landschaft ebenfalls sinken sieht.


    Das sind die Ursachen des Schwunds

    Die wichtigsten Ursachen für weniger Feldvögel sind laut UBA die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Flächen ohne Rückzugsräume für Tiere, die Zerschneidung und Zersiedelung von Landschaft sowie die Versiegelung von Flächen. Zu den Feldvögeln zählen auch der Große Brachvogel, der Wiesenpieper oder die Uferschnepfe. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) geht für Deutschland von einem Schwund von mehr als 40 Prozent der Feldvögel seit 1980 aus.

    Wiesen und Felder veröden

    "Diese Zahlen sind alarmierend", urteilte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Vögel zeigten zuverlässig an, wie gesund eine Landschaft sei. Ein Rückgang der Bestände sei ein Zeichen dafür, dass Wiesen und Felder verödeten. Viele Vögel fänden kaum mehr Brut- und Lebensräume. Es fehle auch an Nahrung wie Insekten und Wildkräutern. Seit 2012 verharrten die Feldvogelbestände in Europa auf einem äußerst niedrigen Niveau – Besserung sei nicht in Sicht.



    Rückgang in Osteuropa noch größer

    In jüngeren EU-Mitgliedstaaten wie Bulgarien, Polen oder Lettland gingen die Bestände sogar weiter zurück. Der Nabu sieht einen Hauptgrund in EU-Agrarsubventionen, die eine umweltschädliche Landwirtschaft förderten. Ende Januar verhandeln die EU-Agrarminister in Brüssel Umweltmaßnahmen für eine gemeinsame Agrarpolitik von 2021 bis 2028. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) müsse sich endlich für eine naturverträglichere Agrarpolitik einsetzen, forderte Miller.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Experten zweifeln Grenzwerte an ------

    Ist Feinstaub doch keine Gefahr für die Gesundheit?


    Feinstaub und Stickoxide in der Luft sind laut Weltgesundheitsorganisation der Grund für viele Erkrankungen und Todesfälle. Mehr als 100 Lungenärzte zweifeln diese These – und damit den Nutzen der aktuellen Grenzwerte – jetzt an.

    Wie gesundheitsgefährdend sind Feinstaub und Stickstoffverbindungen (NOx) in deutschen Städten? Über 100 Wissenschaftler fordern, dass diese Frage von unabhängigen Forschern neu bewertet wird. Denn sie bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und NOx.


    Das geht aus einem der "Welt" vorliegenden Papier hervor, das unter anderem Dieter Köhler, Lungenmediziner und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) und Thomas Koch, der zehn Jahre in der Daimler-Motorenentwicklung gearbeitet hat und Leiter des Karlsruher Instituts für Kolbenmaschinen ist, verfasst haben.

    Studien seien zu einseitig

    Bis zu 13.000 Sterbefälle durch Stickstoffverbindungen und bis zu 80.000 Tote durch Feinstaub in der Luft gebe es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr. Fast genau so viele Todesfälle wie Lungenkrebs oder die Lungenerkrankung (COPD) verursache.


    "Lungenärzte sehen in ihren Praxen und Kliniken diese Todesfälle an COPD und Lungenkrebs täglich; jedoch Tote durch Feinstaub und NOx, auch bei sorgfältiger Anamnese, nie. Bei der hohen Mortalität müsste das Phänomen zumindest als assoziativer Faktor bei den Lungenerkrankungen irgendwo auffallen", sagt Köhler laut "Welt".

    Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid – der Jahresmittelwert darf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Außenluft nicht überschreiten – gelten in der EU seit 2010. Sie beruhen auf einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

    Wichtige Faktoren, die zu den hohen Todeszahlen durch Feinstaub und Stickoxidbelastungen in der Luft geführt hätten, seien einseitig und unter der Maßgabe analysiert worden, dass Feinstaub und NOx auf jeden Fall schädlich seien.


    Andere Aspekte wie Lebensstil, Rauchen, Alkoholkonsum oder Bewegung hätten weitaus stärkere Auswirkungen auf Krankheitshäufigkeit und Lebenserwartung. Deshalb gebe es "derzeit keine wissenschaftliche Begründung für die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und NOx“, heißt es in dem Papier der Lungenärzte weiter.

    DUH: "Stickoxide bleiben problematisch"

    Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) argumentiert im Rahmen ihrer Fahrverbotsklagen auch mit den gesundheitlichen Belastungen durch NOx. Das Papier der Lungenexperten werde an ihrer Haltung nichts ändern, sagt Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung bei der DUH t-online.de. "Wir stützen uns auf Studien, auf die sich unter anderem das Umweltbundesamt, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und auch die Europäische Umweltbehörde (EEA) berufen. Von Herrn Köhler hingegen ist mir keine einzige Studie bekannt."

    Bereits vor 20 Jahren seien die bestehenden Grenzwerte auf Basis dieser Studien festgelegt worden – und 2008 mit der novellierten Richtlinie in Kraft getreten. "Der Grenzwert für NO2 ist seit 2010 verbindlich einzuhalten. Man hat diese Diskussion also schon früher geführt und den Wert bestätigt. Trotzdem verweigern wir uns nicht grundsätzlich der Diskussion. Aber sie sollte auf Studien beruhen, die zum Beispiel auch die WHO anerkennt", so die DHU.

    Die Position der DUH zu den Auswirkungen der NOx-Belastung werde sich zudem aus einem bestimmten Grund nicht ändern: "Stickoxide bleiben schon deshalb problematisch, weil sie ein sicherer Indikator für andere Schadstoffe in der Luft sind. Neben Feinstaub sind das unter anderem nochmals viel kleinere und unbestritten schädliche Ultrafeinpartikel. Diese dringen in die Blutbahn vor und sind bereits im Gehirn nachgewiesen worden. Es gilt: Wo Stickoxide ausgestoßen werden, da ist die Luft auch durch Ultrafeinpartikel belastet. Und ich kenne keine Studie von Professor Köhler oder jemand anderem, die das Gegenteil beweist."


    Kritische Überprüfung der Grenzwerte

    Die Lungenärtze stellen sich mit ihrem Papier auch gegen ein Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), das Ende 2018 veröffentlicht worden war. Darin hieß es: "Studien zeigen, dass die Feinstaub-Belastung durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr gesundheitsschädlich ist."


    Nun heißt es vonseiten der DGP, die aktuelle Stellungnahme werde "als Anstoß für notwendige Forschungsaktivitäten und eine kritische Überprüfung der Auswirkungen von Stickoxiden und Feinstaub" betrachtet.

    Debatte: "Überfällig" oder "Ablenkungsmanöver"?

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nannte die von Lungenärzten geäußerten Zweifel an der Gesundheitsgefahr durch Feinstaub und Stickoxiden einen "wichtigen und überfälligen Schritt". Dies helfe mit, "Sachlichkeit und Fakten in die Dieseldebatte zu bringen", sagt Scheuer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.



    Die Grünen sprachen hingegen von einem "Ablenkungsmanöver". Die Debatte "chaotisiert die ohnehin schon unübersichtliche Lage bei den Fahrverboten", erklärt Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer. In der Forschung gebe es einen breiten Konsens, dass Stickoxide auch schon im geringen Ausmaß schädlich seien und der Grenzwert eigentlich verschärft werden sollte.


    Auch die Grünen-Sprecherin für Umweltpolitik, Bettina Hoffmann, warnt davor, Grenzwerte zu verwässern. Grenzwerte seien dazu da, insbesondere auch empfindliche Menschen wie Kranke, Kinder und Schwangere zu schützen.


    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


    Verwendete Quellen:

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  • Alles nur heiße Luft? ---
    Was hinter der Luftschadstoff-Debatte steckt

    Wie schädlich ist Stickstoffdioxid? Über diese Frage diskutieren gerade deutsche Ärzte. Einige von ihnen sagen: Die Gesetze zur Luftqualität basieren auf falschen Studien.

    Deutschlands Lungenfachärzte streiten. Sie sind sich uneins über die Frage, wie gesundheitsschädlich Stickstoffdioxid und Feinstaub tatsächlich sind. Wer hinter der Diskussion steckt und auf welchen Studien die aktuelle Gesetzgebung tatsächlich beruht.

    Ein ehemaliger Präsident will diskutieren

    Dr. Dieter Köhler ist Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie (Lungenfachkunde) und der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP). Anfang Januar verschickte der Arzt einen Rundbrief an die Mitglieder des DGP. Darin schreibt er unter anderem von "systematischen Fehlern" in Studien. Die hohen Todeszahlen auf Grund von Feinstaub- und Stickstoffioxidbelastung würden deshalb nicht stimmen. Dr. Köhler und seine Unterstützer fordern deshalb eine Neubewertung der Studien durch unabhängige Forscher.

    Die Stellungnahme schließt zwar ab mit dem Hinweis, dass das Ziel von Koch und seinen Mitstreitern "natürlich" sei, Maßnahmen zur Schadstoffvermeidung zu fördern. Jedoch folgt darauf auch die Aufforderung, dass die Kritikpunkte an den Studien so gravierend seien, dass "Rechtsvorschriften für die aktuellen Grenzwerte ausgesetzt werden sollen". Mehr als 100 Ärzte und medizinische Experten haben sich der Stellungnahme angeschlossen.

    Studien zeigen "konsistente statistische Zusammenhänge"

    Eines der Institute, das den Einfluss von Feinstaub- und Stickoxiden auf die Gesundheit von Menschen in Deutschland untersucht hat, war das Helmholtz-Institut in München. Für das Umweltbundesamt (UBA) hat eine Gruppe von Forschern 2008 mehrere bereits publizierte Untersuchungen nach "verlässlichen statistischen Zusammenhängen" zwischen Gesundheitsfolgen und Stickstoffdioxidbelastung durchsucht. Das Ergebnis: Stickstoffoxid führt zu erheblichen Gesundheitsbelastungen.


    Die Studienautoren stellten damals aber selbst klar: Ursächliche Beziehungen könnten epidemiologische Studie nicht aufzeigen. Ihre Ergebnisse zeigten aber "konsistente statistische Zusammenhänge" zwischen Stickstoffdioxidbelastungen und gesundheitlichen Folgen.

    Das Umweltbundesamt argumentiert, dass die gesundheitschädigende Wirkung von Schadstoffen aus dem Straßenverkehr fest steht. Ungeachtet dessen, ob Stickstoffdioxid dabei allein oder in Kombination mit anderen Stoffen gefährlich sei: Stickstoffdioxid habe eine Indikatorwirkung und die Einhaltung der Grenzwerte würde deshalb zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge beitragen.

    Worauf die Luftqualitätsrichtlinie der EU basiert

    Die von Dr. Köhler kritisierten gesetzlichen Bestimmungen zu Feinstaub und Stickstoffoxiden sind von der EU erlassen worden. Die Richtlinie 2008/50/EG über Luftqualität und saubere Luft für Europa enthält feste Grenzwerte für Luftschadstoffe. Die Vorgabe gilt für den gesamten EU-Raum und deshalb auch für Deutschland.

    Bei der Formulierung von Luftqualitätszielen berücksichtigt die EU die Normen, Leitlinien und Programme der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Publikation "Air Quality Guidelines for Europe" legt die WHO die genauen Grenzwerte fest.


    Das sind die Grenzwerte der WHO

    In ihren wissenschaftlichen Bewertungen greift die WHO auf epidemiologische Studien zurück, die sich auf die Kurzzeitbelastung mit Stickstoffdioxid fokussiert haben. Sie stützt sich bei der Festlegung des 1-Stunden-Mittelwertes (200 µg/m3) auf klinische Studien zur Wirkung von Stickstoffdioxid bei Menschen mit asthmatischen Erkrankungen.



    Der Langzeitrichtwert wurde durch frühere Abschätzungen festgelegt (40 µg/m3). Außerdem führte die WHO selbst Projekte zu den Langzeitfolgen von Schadstoffen durch, in denen sie Bevölkerungsstudien untersuchte.

    Umweltbundesamt: Stickstoffdioxid ist Indikator

    Die DGP, deren Ex-Direktor die gesetzlichen Bestimmungen und die jahrelange Foschungsarbeit im Hintergrund in Frage stellt, sagt, dass sie Köhlers Stellungnahme und die Unterschriftenliste seiner Unterstützer als "Anstoß für notwendige Forschungsaktivitäten" in der Zukunft sehen.

    Fraglich bleibt, ob die Diskussion gesetzliche Folgen für Deutschland haben wird. Denn die jetzigen Luftreinhalte- und Aktionspläne in vielen Städten sind eine Folge der EU-Gesetzgebung und wurden in deutsches Recht übernommen.


    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.



    Verwendete Quellen:

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  • Eingeschleppte Arten ----

    Gefährliche Mückenarten breiten sich in Deutschland aus

    Trotz des trockenen Wetters: Die ersten Mücken schwärmen aus. Einige Insektenarten in Deutschland sind aber nicht nur lästig. Sie können schwere Krankheiten übertragen.

    Das aktuelle milde Wetter hat bereits die ein oder andere Mücke ins Freie gelockt. Sie haben in Kellern oder auf Dachböden überwintert und schwärmen aus, sobald die Temperaturen steigen. Explosionsartig werden die für den Menschen lästigen Insekten in absehbarer Zeit allerdings nicht auftreten. Dafür ist es derzeit zu trocken.

    Eingewanderte Mücken überstehen trockenes Wetter

    "Egal, wie viele oder wenige den Winter überleben – entscheidend sind die Witterungsverhältnisse im Frühling", sagt Mücken-Expertin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg (Brandenburg). Die blutsaugenden Insekten bräuchten feuchte Brutplätze, um ihre Eier ablegen zu können. Insofern gilt: Nasser Frühling, guter Start für die Mücken. Ist es hingegen eher trocken, verschiebt sich die Entwicklung in das spätere Jahr.

    Die monatelange Trockenheit des vergangenen Sommers habe vor allem Mückenarten in ihrer Vermehrung ausgebremst, die ihre Eier auf Überflutungsflächen etwa entlang von Flüssen ablegen, sagt die Expertin. Allerdings: "Die abgelegten Eier können dort auch Jahre überdauern – bis zum nächsten Hochwasser. Dann schlüpfen die Larven", erklärt Walther. Den Hausmücken habe die Trockenheit nichts ausgemacht. "Sie brauchen Regentonnen im heimischen Garten oder auch Blumenvasen." Die sogenannten invasiven, also nach Deutschland eingewanderten oder eingeschleppten Arten sind mit der Trockenheit des vergangenen Jahres laut der Mückenexpertin ebenfalls gut klar gekommen.

    Diese Krankheiten können die Mücken übertragen

    Während einheimische Arten tiefe Wasserflächen für die Eiablage brauchen, reichen Exoten kleine Gefäße mit äußerst geringem Wasserstand. Sie sind deshalb so gefährlich, weil sie prinzipiell Viren schwerer Tropenkrankheiten wie West-Nil-, Chikungunya-, Dengue- oder auch Zika-Fieber auf den Menschen übertragen können.


    "Drei dieser Arten haben sich bereits in Deutschland etabliert." Dazu gehöre die Asiatische Tigermücke, von der es in Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und auch in Hessen Populationen gebe. Die Japanische Buschmücke habe bis auf Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und die nördlichen Bundesländer Deutschland bereits erobert. Hinzu kommt laut Walther die Art Aedes koreicus, für die es noch keine deutsche Bezeichnung gibt. Zunächst war sie im bayrischen Augsburg entdeckt worden, eine Population gibt es inzwischen in Wiesbaden (Hessen).

    Expertin bemängelt Präventionsmaßnahmen

    Ihre Erkenntnisse zieht Walther aus dem Mückenatlas, in dem seit 2012 die Verbreitung von Mücken erfasst und kartiert wird. Grundlage dafür sind Einsendungen von Bürgern. Sie fangen, was bei ihnen zu Hause herumschwirrt und schicken es an das ZALF, wo die Art bestimmt und in den virtuellen Atlas eingetragen wird. Im vergangenen Jahr waren das knapp 3.000 Einsendungen mit insgesamt fast 11.000 Mücken, darunter allein 34 Exemplare der Asiatischen Tigermücke, doppelt so viele wie noch 2017.

    Bisher sei deutschlandweit noch kein Fall bekannt, bei dem eine schwere, lebensgefährliche Erkrankung auf einen Mückenstich zurückzuführen war, erklärt die Wissenschaftlerin. "Es hat noch nicht geknallt, aber die Wahrscheinlichkeit steigt. Je wärmer es in Deutschland wird, umso besser sind die Bedingungen dafür, dass sich die Viren in den Mücken vervielfältigen." Sie bemängelt die mangelnden Präventivmaßnahmen gegen die gefährlichen Mückenarten.

    Wie Tigermücke bekämpft werden kann

    In Südwest-Deutschland untersucht die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) seit mehr als 20 Jahren unter anderem das Auftreten der Asiatischen Tigermücke und hilft bei deren Bekämpfung mit. Als wirksam erwiesen haben sich Eiweiße des Bakteriums Bacillus thuringiensis israelensis (BTI). Sie töten Mückenlarven ab.


    "Die BTI-Eiweiße werden in Wasser angerührt, mit Handspritzen ausgebracht oder als Sprudeltabletten aufgelöst und verteilt. Sie sind bis zu einen Monat wirksam", erklärt Norbert Becker, wissenschaftlicher KABS-Direktor. Die Mittel würden von den Kommunen finanziert und in Kooperation mit Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden an die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten verteilt.

    Mücken sind ausgehungert

    "In ganz Deutschland kann allerdings nicht auf diese Weise prophylaktisch vorgegangen werden. Durch aktives Monitoring muss das Auftreten von Tigermücken erfasst und dann die Population gezielt bekämpft werden", sagt Becker.



    In diesem Jahr seien die Mücken früh dran, sagt die Biologin Walther. Als Startmonate gelten in der Regel März und April. Was jetzt herumschwirrt, kann auch schon stechen. "Die ausgehungerten Weibchen gehen auf die Jagd, um noch mal Blut nachzutanken." Das Blut bräuchten sie für die Eiablage. Ein Mückenweibchen könne immerhin 300 Eier auf einen Schlag ablegen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Unterschiede zu Einweg ---

    So erkennen Sie Mehrwegflaschen


    Wenn auf eine Flasche Pfand erhoben wird, bedeutet das nicht automatisch, dass diese mehrfach verwendet wird. Wir erklären, wie Sie Mehrweg- von Einwegflaschen unterscheiden können.

    Fast jeder zweite Deutsche kann Einweg- und Mehrwegflaschen nicht voneinander unterscheiden. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag des Arbeitskreises Mehrweg von 2017 hervor. Viele denken, dass es sich bei Flaschen, auf die Pfand erhoben wird, immer um Mehrwegflaschen handelt. Das stimmt so aber nicht. Unser Überblick zeigt ihnen, wie Sie die beiden Flaschenarten voneinander unterscheiden können.


    Flaschenetiketten im Vergleich: Links eine Mehrwegflasche mit entsprechendem Siegel, rechts eine Einwegflasche mit Pfandzeichen. (Quelle: Claudia Hamburger, t-online.de)


    Flaschenetiketten im Vergleich: Links eine Mehrwegflasche mit entsprechendem Siegel, rechts eine Einwegflasche mit Pfandzeichen. (Quelle: Claudia Hamburger, t-online.de)


    Mehrwegflaschen

    • Mehrwegflaschen gibt es aus Glas, aber auch aus Plastik.
    • Auf manche Mehrwegflaschen ist einer der Begriffe "Mehrweg", "Pfandflasche", "Mehrweg-Pfandflasche" oder "Leihflasche" auf die Flasche oder das Etikett gedruckt. Die Begriffe "Pfandflasche" oder "Pfand zurück" hingegen werden sowohl auf Mehrweg als auch auf Einwegflaschen verwendet.
    • Manche Mehrwegflaschen (aber längst nicht alle) sind mit bestimmten Labels gekennzeichnet: mit "Mehrweg – Für die Umwelt" oder dem "Der Blaue Engel – Umweltzeichen".
    • Auf Mehrwegflaschen wird immer ein Pfand erhoben. In der Regel liegt es bei 8 oder 15 Cent. Eine Ausnahme bilden einige Saft- und Weinflaschen, auf die ein Pfand von 25 Cent erhoben wird. Diese Flaschen sind aber durch ein entsprechendes Label als Mehrwegflasche erkennbar.

    Mehrweg-Symbol: Das Label weist eine Flasche als Mehrwegflasche aus. (Quelle: imago/STPP)


    Mehrweg-Symbol: Das Label weist eine Flasche als Mehrwegflasche aus. (Quelle: STPP/imago)


    Einwegflaschen

    • Einwegflaschen gibt es sowohl aus Glas als auch aus Plastik.
    • Seit 2003 wird auch auf Einwegflaschen Pfand erhoben. Dieses liegt bei 25 Cent. Auf die Flaschen ist das Zeichen der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) aufgedruckt, auf dem eine Dose und eine Flasche mit einem Pfeil dargestellt sind. Zusätzlich findet sich ein EAN-Code (Strichcode). Die Flaschen werden nicht wiederbefüllt.
    • Meist sind auch Hinweise wie "Einwegpfand 0,25 Euro" oder "PET-CYCLE" angebracht.

    Pfandzeichen auf einer PET-Flasche: Dieses Zeichen heißt auch, dass es sich bei der Flasche um eine Einwegflasche handelt. (Quelle: Getty Images/EdnaM)


    Pfandzeichen auf einer PET-Flasche: Dieses Zeichen heißt auch, dass es sich bei der Flasche um eine Einwegflasche handelt. (Quelle: EdnaM/Getty Images)


    Mehrweg oder Einweg: Was ist besser für die Umwelt?

    Mehrwegflaschen sind grundsätzlich besser für die Umwelt als Einwegflaschen: Glasflaschen können laut dem Umweltbundesamt (UBA) bis zu 50 Mal neu befüllt werden, PET-Mehrwegflaschen bis zu 20 Mal. "Je häufiger die Mehrwegflaschen wiederverwendet werden, je kürzer die Transportwege und je effizienter die Reinigungsprozesse sind, desto umweltfreundlicher sind die Flaschen", schreibt das UBA auf seiner Internetpräsenz. Das bedeutet auch, dass der ökologische Vorteil von Mehrwegflaschen kleiner wird, wenn diese weit transportiert werden müssen. Laut dem NABU besteht die kritische Grenze hier je nach Flaschenart und Logistik zwischen 750 und 1.500 Kilometern.

    Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Dann müssen Händler durch Hinweisschilder deutlich machen, wo Mehrwegflaschen stehen. Dadurch soll für den Verbraucher mehr Klarheit geschaffen und letztendlich der Anteil an Mehrweggetränkeverpackungen erhöht werden.



    Verwendete Quellen:

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  • Schädliche Neonikotinoide -----

    Verbotene Insektizide weiter im Umlauf


    Die deutschen Bauern sind sauer, Umweltschützer ebenfalls. Grund für diese seltene Einigkeit sind Insektizide, die schon 2018 verboten wurden. Das ruft auch die EU wieder auf den Plan.



    Kleine bunte Kügelchen – sie sehen ungefährlich aus, und doch sorgen sie bei Umweltschützen wie bei Bauern für Unmut. Die Kügelchen enthalten mit Insektiziden gebeiztes Saatgut. In Deutschland gelten sie als Sondermüll, in anderen EU-Ländern gelangen sie hingegen weiter aufs Feld.

    EU-Länder handeln unterschiedlich

    Es geht um drei sogenannte Neonikotinoide (kurz Neoniks genannt), die im Mai 2018 mit viel öffentlicher Aufmerksamkeit von der EU verboten worden sind. Seither dürfen sie im Freiland nicht mehr benutzt werden. Die Neoniks gelten als schädlich für Bienen. Einige Länder der EU umgehen das Verbot: Sie haben sogenannte Notfallzulassungen erlassen. Mit ihnen können die Bauern das behandelte Saatgut weiter verwenden, was Umweltschützer auf den Plan ruft. In Deutschland gibt es keine Notfallzulassung. Und die Bauern klagen.

    Schaden in Millionenhöhe

    Kürnach bei Würzburg an einem Morgen im März: Die Zuckerrübenbauern der Umgebung haben sich versammelt, um neues Saatgut zu erhalten – und altes zu entsorgen. Das Saatgut in Form der bunten Kügelchen ist übrig vom vergangenen Jahr. Jetzt landet es in einer großen Box – um abtransportiert und entsorgt zu werden. Ähnlich wie in Kürnach soll es in ganz Deutschland geschehen.

    "Für die 15.000 Anbauer in Süddeutschland entsteht ein Schaden von 3,5 Millionen Euro", sagt Fred Zeller, Geschäftsführer beim Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer. Bundesweit schätzt er den Schaden auf 6,5 Millionen Euro. Hinzu kämen Folgekosten, weil jetzt andere Pflanzenschutzmittel nötig seien und Ertragseinbußen drohten.

    Nicht nur deswegen sind die Bauern wütend. Auch ihre Produkte sehen sie im Fokus öffentlicher Kritik: Zucker gleich Gift, Fleisch gilt als unethisch.


    Das Verbot für die Neonikotinoide halten die Landwirte für ungerechtfertigt. Zuckerrüben blühten nicht und würden daher nicht von Bienen angeflogen, argumentieren sie. Auch die Folgekulturen – meist Getreide – nicht.


    Ein Risiko in Folgekulturen sei nicht ausgeschlossen, meint hingegen unter anderem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Ministerin Julia Klöckner (CDU) befürwortet das Verbot. Auf einer Rede am 19. Februar in Hannover bezeichnete sie die Notfallzulassungen in anderen Staaten als "nicht akzeptabel". Das BMEL habe die EU-Kommission aufgefordert, die Zulassungen kritisch zu prüfen und ungerechtfertigt erteilte Genehmigungen zu sanktionieren.

    Oftmals keine Rechtfertigung für Notfallzulassungen

    Die Möglichkeit für die Ausnahmen sieht eine EU-Verordnung von 2009 vor. Demnach dürfen Staaten ein verbotenes Pflanzenschutzmittel für maximal 120 Tage zulassen, wenn es sich "angesichts einer anders nicht abzuwehrenden Gefahr als notwendig erweist". Für die drei Neoniks haben das dem Süddeutschen Zuckerübenverband zufolge 13 Länder getan; Quellen der Europäischen Kommission bestätigen fünf Länder (Belgien, Polen, Slowakei, Rumänien und Ungarn). Die Mitgliedsstaaten sind eigentlich verpflichtet, die Zulassungen zu melden.

    "Die Notfallzulassungen werden überstrapaziert und ausgenutzt", sagt Christine Vogt, Referentin für Landwirtschaft am Umweltinstitut München. Viele Länder erteilten sie immer wieder. Oft auch schon vor der Saison. Die Beschwerden bei der EU mehren sich. Ende Februar hätte eine Nichtregierungsorganisation an die Europäische Kommission geschrieben, bestätigt eine EU-Sprecherin. Auch die europäischen Grünen haben sich an die Kommission gewandt.

    Sanktionierung kaum möglich

    Erst im Juli hatte die Kommission vier Staaten (Bulgarien, Ungarn, Litauen, Rumänien) gerügt, weil deren Notfallzulassungen nach einer Untersuchung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) nicht gerechtfertigt waren. Die drei Neoniks (Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid) sind schon seit 2013 für blühende Pflanzen verboten, seit 2018 für alle Pflanzen im Freien.

    Bisher lassen sich die Verstöße aber kaum sanktionieren. Aus dem Umfeld der Kommission heißt es, zwei der Staaten wollten die Mittel trotz Rüge in diesem Jahr erneut genehmigen. "Die Kommission bereitet einen Entscheidungsentwurf vor, der Mitgliedschaften davon abhalten würde, nichtgerechtfertigte Notfallzulassungen zu wiederholen", sagt die EU-Sprecherin. Generell habe die Kommission vor, die Aufsicht über Notfallzulassungen zu verstärken.

    Biolandbau arbeitet ohne Neonikotinoide

    Die Bauern in Kürnach erfreut die Aussicht wenig. Ihr Saatgut ist bereits im Sondermüll, das der Nachbarländer – so vermuten sie – schon auf dem Acker, wenn die Maßnahmen der EU greifen. Als untragbar und absurd bezeichnet Udo Hemmerling, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, diese Situation. "Die wirtschaftliche Verzerrung liegt vor allem darin, dass erhebliche Kosten für zusätzliche Pflanzenschutzmittel und Ertragsminderungen entstehen."



    Im Biolandbau geht es auch ohne Neonikotinoide. Das funktioniert nach Darstellung von Biobauern vor allem, weil sie die Früchte häufiger wechseln und nur alle vier oder fünf Jahre Zuckerrüben anbauen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa





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  • UN-Bericht ---

    Millionen sterben jährlich durch Umweltverschmutzung


    Probleme in der Umwelt führen vermehrt zu vorzeitigen Todesfälle. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der UN. Was diese darüber hinaus ergeben hat, lesen Sie hier.

    Luft- und Wasserverschmutzung sowie die kontinuierliche Zerstörung von Ökosystemen bedrohen und beeinträchtigen die Lebensräume von Milliarden von Menschen. Ein Viertel der Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle weltweit werden einem UN-Bericht zufolge durch Umweltverschmutzung und -zerstörung verursacht. Die Weltwirtschaft wird massiv geschädigt, heißt es in dem veröffentlichten Papier. Der Glaube an stetes Wirtschaftswachstum ergebe angesichts von künftigen Todesraten, Arbeitsausfällen und Gesundheitskosten keinen Sinn.

    Todesfälle sind auf Umweltschäden zurückzuführen

    An dem Global Environment Outlook (GEO) zum Zustand der Erde arbeiteten rund 250 Wissenschaftler aus 70 Ländern sechs Jahre lang. Für die GEO-Studie wurde anhand von Datenmaterial die Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die Entwicklung von mehr als hundert Krankheiten weltweit ausgewertet. Das Ergebnis: Die zunehmende Umweltverschmutzung leiste einer weltweiten Epidemie Vorschub. Immer größere wirtschaftliche Schäden würden verursacht. So seien neun Millionen Todesfälle allein im Jahr 2015 auf Umweltverschmutzung zurückzuführen, heißt es in dem Bericht.

    Zugleich öffne sich die Schere zwischen Armen und Reichen immer weiter, warnen die Experten. Übermäßiger Konsum, Lebensmittelverschwendung und Verschmutzung in den Industrieländern führe in ärmeren Ländern zu Hunger, sich verschärfender Armut und Krankheiten.

    Fatale Folgen durch Antibiotika

    Bakterienkulturen: Super-Erreger könnten zur Hauptursache für vorzeitige Todesfälle werden. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)

    Bakterienkulturen: Super-Erreger könnten zur Hauptursache für vorzeitige Todesfälle werden. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)


    Verseuchtes Trinkwasser und dürftige Sanitäranlagen verursachen jährlich den Tod von rund 1,4 Millionen Menschen. Noch gefährlicher sei die Luftverschmutzung, der jährlich zwischen sechs und sieben Millionen Menschen zum Opfer fielen. In Gewässer geleitete Chemieabfälle hätten generationenübergreifende Gesundheitsfolgen. Die Zerstörung von Böden durch industrielle Landwirtschaft und Abholzung betreffe bereits heute Regionen, in denen 3,2 Milliarden Menschen leben.

    Darüber hinaus weisen die Wissenschaftler auch auf die fatalen Folgen von massivem Antibiotika-Einsatz in der Lebensmittelproduktion hin. Bis Mitte des Jahrhunderts könnten daraus resultierende Resistenzen dazu führen, dass Super-Bakterien zur Hauptursache für vorzeitige Todesfälle würden.

    Internationales Abkommen zum Umweltschutz gefordert

    In einer Handlungsanweisung an die Politik in dem Bericht heißt es: "Es ist dringendes Handeln in einem beispiellosen Ausmaß notwendig, um die Situation zu stoppen und umzukehren." Allerdings gebe es noch kein internationales Vertragswerk zum Umweltschutz vergleichbar dem Pariser Klimaabkommen.

    Mit dem Pariser Abkommen von 2015 wurde beschlossen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, möglichst sogar auf 1,5 Grad. Derzeit steuert die Erde allerdings auf eine Erwärmung von mindestens drei Grad zu. Die Folgen von Umweltzerstörung wie Abholzung der Wälder, Luftverschmutzung und industrieller Lebensmittelproduktion seien dagegen bis heute kaum absehbar, heißt es im GEO-Bericht.

    Probleme können begrenzt werden

    Ohne eine grundlegende Neuausrichtung der Weltwirtschaft auf nachhaltigere Produktionsweisen habe der Glaube an ein stetes Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) angesichts der steigenden Kosten durch Todesfälle, Arbeitsausfälle und Gesundheitsversorgung kein Sinn, warnen die Experten. Ein "gesunder Planet" bemesse sich nicht nur am "Welt-BIP", sondern unterstütze auch die "Ärmsten", die auf saubere Luft und sauberes Wasser angewiesen seien, sagt GEO-Ko-Chefin Joyeeta Gupta. Andernfalls seien "massive Schäden" an menschlichem Leben zu erwarten.



    Die Lage sei aber nicht aussichtslos, schreiben die Wissenschaftler. So seien etwa bei der Verschwendung von Lebensmitteln wirkungsvolle Gegenmaßnahmen möglich. Lebensmittelverschwendung habe einen Anteil von neun Prozent an der weltweiten Treibhausgasen-Emission. Derzeit landeten weltweit ein Drittel aller Lebensmittel im Müll, in den reicheren Ländern liege die Quote bei 56 Prozent. Diese Probleme könnten durch Müllvermeidung und Fleischverzicht relativ schnell begrenzt werden.


    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur AFP

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Tipps für die Vogelbeobachtung ---

    So unterscheiden Sie die verschiedenen Meisenarten


    Die Meise gehört zu den Singvögeln. Insgesamt gibt es rund 50 Meisenarten weltweit. Welche Meisen in Deutschland heimisch sind und an welchen Merkmalen Sie sie auseinanderhalten können.


    Meisen sind kleine Vögel mit kräftigem Schnabel und oft in unseren Gärten unterwegs. Je nach Art ist ihr Gefieder unterschiedlich gefärbt. Einige Meisen sind Standvögel, sie bleiben das ganze Jahr über in ihrem Lebensraum.

    Andere Meisen wiederum zählen zu den Teilziehern, das heißt einige Vögel überwintern in ihrem Brutgebiet, ein Teil der Population fliegt hingegen für ein wärmeres Winterquartier in den Süden.

    Meisenarten in Deutschland


    Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa) Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa) Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Ebenfalls nicht allzu schwierig zu bestimmen ist die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle. (Quelle: Felix Kästle/dpa) Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Getty Images/Bebedi) Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sehr ähnlich aus. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Der schwarze Kinnfleck ist bei der Weidenmeise etwas größer. Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus. (Quelle: Getty Images/Mats Lindberg) Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise hat einen kleineren schwarzen Kinnfleck als die Weidenmeise. Außerdem glänzt die Kopfoberseite bei der Sumpfmeise, bei der Weidenmeise ist sie hingegen matt. (Quelle: Getty Images/Gert Hilbink) Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa) Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa) Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Ebenfalls nicht allzu schwierig zu bestimmen ist die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle. (Quelle: Felix Kästle/dpa) Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Getty Images/Bebedi) Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sehr ähnlich aus. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Der schwarze Kinnfleck ist bei der Weidenmeise etwas größer. Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus. (Quelle: Getty Images/Mats Lindberg) Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise hat einen kleineren schwarzen Kinnfleck als die Weidenmeise. Außerdem glänzt die Kopfoberseite bei der Sumpfmeise, bei der Weidenmeise ist sie hingegen matt. (Quelle: Getty Images/Gert Hilbink)

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    Meisenarten in Deutschland

    In Deutschland sind folgende Meisenarten heimisch:

    • Kohlmeise
    • Blaumeise
    • Haubenmeise
    • Tannenmeise
    • Weidenmeise
    • Sumpfmeise

    Zudem gibt es Vogelarten, die nur dem Namen nach Meisen sind, die jedoch zu anderen Vogelfamilien gehören. Dazu zählen:

    • Bartmeise
    • Beutelmeise
    • Schwanzmeise
    Beliebte heimische Vogelarten


    Amsel (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Amselpärchen (Quelle: imago) Badender Buchfink (Quelle: imago) Kohlmeise und Blaumeisen (Quelle: imago) Kuckuck (links) wird von Teichrohrsänger gefüttert (Quelle: imago) Diebische Elster (Quelle: imago) Rotkehlchen (Quelle: imago) Star - Der am weitesten verbreitete Vogel der Welt (Quelle: imago) Eichelhäher legt Vorrat an (Quelle: imago)

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    Kohlmeise

    Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

    Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)


    Die Kohlmeise ist die größte Meisenart in Deutschland und einfach zu erkennen. Sie kann bis zu 15 Zentimeter groß werden, hat einen schwarzen Kopf, weiße Backen und eine gelbe Unterseite. Die Männchen haben außerdem einen kräftigen schwarzen Bruststrich.


    Mehr Informationen zur Kohlmeise finden Sie hier.


    Steckbrief

    Name: Kohlmeise auch Parus major genannt

    Familie: Meisen

    Englisch: Great Tit

    Merkmale: schwarzer Kopf, weiße Backen, gelbe Unterseite, schwarzer Bruststrich

    Größe: bis zu 15 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 20 Gramm

    Zu beobachten: ganzjährig, vermehrt ab April

    Blaumeise

    Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

    Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist durch ihr farbenfrohes Gefieder unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)


    Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite ebenfalls leicht zu erkennen.

    Blaumeisen sind Höhlenbrüter und nutzen auch gerne Nistkästen im Garten, um zu brüten. Bei der Nahrungssuche stellen sie sich sehr geschickt an und sind beim Fressen an Meisenknödeln oft auch kopfüber hängend zu beobachten.


    Steckbrief

    Name: Blaumeise auch Parus caeruleus genannt

    Familie: Meisen

    Englisch: Blue Tit

    Merkmale: blauer Kopf, weiße Backen, blaue Oberseite, gelbe Unterseite

    Größe: bis zu 12 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 10 Gramm

    Zu beobachten: ganzjährig

    Haubenmeise

    Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Ebenfalls nicht allzu schwierig zu bestimmen ist die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle. (Quelle: Felix Kästle/dpa)

    Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Mit ihrer charakteristischen Federhaube ist diese Meisenart nicht allzu schwierig zu bestimmen. (Quelle: Felix Kästle/dpa)


    Die grau-braune Haubenmeise hat charakteristische Merkmale, die sie gut von den anderen Meisenarten unterscheiden. Sie hat eine schwarz-weiß gefleckte Federhaube und eine schwarze Kehle.


    Die Haubenmeise hält sich häufig in der Nähe von Nadelbäumen auf und verteidigt ihr Revier. Im Sommer frisst sie überwiegend Insekten, im Winter ernährt sie sich von Samen und Körnern.


    Steckbrief

    Name: Haubenmeise auch Parus cristatus genannt

    Familie: Meisen

    Englisch: Crested Tit

    Merkmale: schwarz-weiß gefleckte Federhaube, schwarze Kehle

    Größe: bis zu 12 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 10 Gramm

    Zu beobachten: ganzjährig

    Tannenmeise

    Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Getty Images/Bebedi)

    Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Bebedi/Getty Images)


    Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich. Zudem ist sie an ihrem unverkennbaren weißen Nackenfleck zu erkennen.

    Sie ist die kleinste der heimischen Meisenarten und ist oft in der Nähe von Nadelbäumen anzufinden.


    Steckbrief

    Name: Tannenmeise auch Parus ater genannt

    Familie: Meisen

    Englisch: Coal Tit

    Merkmale: schwarzer Kopf, weiße Wangen, weißer Nackenfleck

    Größe: bis zu 11 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 10 Gramm

    Zu beobachten: ganzjährig

    Weidenmeise und Sumpfmeise

    Schwieriger wird das Bestimmen der Meisenarten bei den recht ähnlich aussehenden Sumpf- und Weidenmeisen. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Ihr Kopf ist schwarz mit einem schwarzen Kinnfleck, der bei der Weidenmeise allerdings etwas größer ist.


    Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sehr ähnlich aus. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Der schwarze Kinnfleck ist bei der Weidenmeise etwas größer. Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus. (Quelle: Getty Images/Mats Lindberg)

    Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sich sehr ähnlich. Der größere schwarze Kinnfleck, die matte Kopfoberseite und eine helle Stelle auf den Flügelfedern unterscheidet die Weidenmeise jedoch von der Sumpfmeise. (Quelle: Mats Lindberg/Getty Images)


    Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt, bei der Sumpfmeise glänzt sie. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus.


    Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise hat einen kleineren schwarzen Kinnfleck als die Weidenmeise. Außerdem glänzt die Kopfoberseite bei der Sumpfmeise, bei der Weidenmeise ist sie hingegen matt. (Quelle: Getty Images/Gert Hilbink)

    Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise zeichnet sich durch ihren kleinen schwarzen Kinnfleck und die glänzende Kopfoberseite aus. (Quelle: Gert Hilbink/Getty Images)


    Bartmeise

    Bartmeise auf Nahrungssuche im Schilf: Durch die markante Färbung wirkt die Bartmeise sehr exotisch. (Quelle: imago/Bia)

    Bartmeise auf Nahrungssuche im Schilf: Durch die markante Färbung wirkt die Bartmeise sehr exotisch. (Quelle: Bia/imago)


    Namensgebend und besonders auffällig sind die schwarzen Bartstreifen im Gesicht der männlichen Bartmeise. Ihr Gefieder ist beige bis hellbraun und der Kopf der Männchen hat eine blaugraue Färbung. Sie ist besonders an den Ufergebieten der Nord- und Ostsee zu finden.


    Steckbrief

    Name: Bartmeise auch Panurus biarmicus genannt

    Familie: Sperlingsvogel

    Englisch: Bart Tit

    Merkmal: schwarze Bartstreifen im Gesicht der Männchen

    Größe: bis zu 15 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 17 Gramm


    Beutelmeise

    Beutelmeise sitzt an einem Nest: Die Vögel bevorzugen Feuchtgebiete. (Quelle: imago/blickwinkel)

    Beutelmeise sitzt an einem Nest: Die Vögel bevorzugen Feuchtgebiete. (Quelle: blickwinkel/imago)


    Der kleine Vogel hat eine schwarze Augenmaske, einen grauen Kopf und einen rotbraunen Rücken. Die Beutelmeise verdankt ihren Namen den kunstvollen Nestern, die eine Beutelform haben.


    Steckbrief

    Name: Beutelmeise auch Remiz pendulinus genannt

    Familie: Sperlingsvogel aus der Familie der Beutelmeisen

    Englisch: Bag Tit

    Merkmal: schwarze Augenmaske

    Größe: bis zu 11 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 10 Gramm


    Schwanzmeise

    Schwanzmeise: Mit ihrem langen Schwanz kann sie sich auf Zweigen und Ästen ausbalancieren. (Quelle: imago/blickwinkel)

    Schwanzmeise: Mit ihrem langen Schwanz kann sie sich auf Zweigen und Ästen ausbalancieren. (Quelle: blickwinkel/imago)


    Ihr langer Schwanz, der meist über die Hälfte ihrer Körperlänge ausmacht, ist ein unverwechselbares Merkmal der Schwanzmeise. Sie gehört zu der Ordnung der Sperlingsvögel und ist nicht unmittelbar mit den anderen Meisenarten verwandt.

    Oberhalb der Flügel und Beine ist das Gefieder der Schwanzmeise leicht rötlich-braun gefärbt, während Nacken und Rückenmitte eine schwarze Färbung aufweisen.


    Steckbrief

    Name: Schwanzmeise auch Aegithalos caudatus genannt

    Familie: Sperlingsvogel aus der Familie der Schwanzmeisen

    Englisch: Tailed Tit

    Merkmal: langer Schwanz

    Größe: bis zu 15 Zentimeter

    Gewicht: bis zu 10 Gramm

    Zu beobachten: ganzjährig

    Nahrung der Meisen

    Die Meise ist ein Allesfresser, hauptsächlich stehen Insekten auf ihrem Speiseplan, aber auch Larven, Spinnen, Blattläuse und Pflanzensamen. Im Winter werden die kleinen Vögel häufig zu Vegetariern und ernähren sich von ölhaltigen Samen und Nüssen.

    Auch vom Menschen angelegte Futterstellen werden zur kalten Jahreszeit gerne angenommen. Besonders fetthaltige Meisenknödel, an denen die Tiere sich mit ihren Krallen festhalten können, sind beliebt bei den elf bis 15 Zentimeter kleinen Vögeln.

    Meisenknödel selbst herstellen

    Um einen Meisenknödel als Futter für die Singvögeln in der kalten Jahreszeit selbst herzustellen, benötigen Sie circa 150 Gramm Fett (Rindertalg oder Kokosfett), eine Körnermischung, die zum Beispiel Sonnenblumenkerne enthält und eine Kordel als Meisenknödelhalterung.

    Schmelzen Sie das Fett in einem Kochtopf, lassen Sie es jedoch nicht aufkochen und rühren Sie es dabei gut um. Achten Sie beim Einfügen der Körnermischung auf die Dosis. Zu viel Futter führt zu einer spröden Mischung. Damit die Futterstelle länger hält, geben Sie noch ein wenig Speiseöl zu der Mischung dazu. Dies stabilisiert den Zusammenhalt.

    Nachdem der gesamte Topfinhalt abgekühlt ist, können Sie mit den Händen runde Kugeln herstellen. Hierbei kann die Kordel zur späteren Aufhängung direkt mit eingearbeitet werden. Nach einigen Stunden ist der Knödel trocken und Sie können einen passenden Zweig auswählen, um das selbstgemachten Meisenfutter aufzuhängen.

    Wann brüten Meisen?

    Die Brutzeit der Meisen beginnt im Vergleich zu anderen Vögeln recht früh, meist Anfang April – und ist daran zu erkennen, dass die Männchen mehr singen als sonst. Sie machen sich oft schon im Winter auf die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Häufig finden sich in dieser Zeit auch schon künftige Meisenpaare zusammen.

    Gebaut wird das Meisennest aber vom Weibchen. Es besteht aus Materialien wie Moos, Haaren, Wurzeln, Grashalmen und Flechten. Je nachdem, ob die Vögel später ein oder zwei Mal Eier legen, kann sich die Brutzeit bis in den Juli hinein ziehen.

    Wie oft brüten Meisen?

    Wie oft Meisen pro Saison brüten, hängt zunächst einmal von der Vogelart ab. Sumpfmeisen und Weidenmeisen haben mehr als eine Brut im Jahr. Kohlmeisen und Blaumeisen, die häufigsten heimischen Meisenarten, brüten nur sehr selten zwei Mal pro Saison. Das hängt auch vom Klima und Nahrungsangebot ab. Bei der Tannenmeise kommt eine zweite Brut dagegen öfter vor.

    Meisen sind Höhlenbrüter

    Ihr Nest baut die Meise in Aushöhlungen in Bäumen, Felsen oder Mauern. Die Kohlmeise beispielsweise bevorzugt morsche Baumhöhlen, weshalb sie in jungen Waldbeständen selten zu finden ist.


    Stehen nicht ausreichend natürliche Höhlen zur Verfügung, brüten viele Meisen in speziellen Nistkästen. Gerade in stark vom Menschen beeinflussten Lebensräumen werden diese sogenannten künstlichen "Meisenkästen" von den Höhlenbrütern gerne bezogen. Es lohnt sich daher, einen oder sogar mehrere Meisenkästen im Garten zu platzieren

    Nistkästen für Meisen selbst bauen

    Möchten Sie einen Nistkasten für Meisen bauen, eignet sich als Grundmaß eine Fläche von zwölf mal zwölf Zentimetern. Ein Dach mit einem möglichst breiten Überstand schützt die Tiere vor Fressfeinden. Der Meisenkasten sollte an allen Seiten geschlossen sein und nur an der Front ein Einflugloch haben.


    Für Kohlmeisen sollte das Loch einen Durchmesser von 32 Millimetern haben, bei allen anderen Meisenarten genügen 28 Millimeter. Die Unterkante des Lochs sollte immer mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden liegen.


    Meise vor einem Nistkasten: Das Einflugloch sollte in Richtung Südosten zeigen. (Quelle: Getty Images/ian600f)


    Meise vor einem Nistkasten: Das Einflugloch sollte in Richtung Südosten zeigen. (Quelle: Getty Images/ian600f)


    Achten Sie beim Material darauf, dass der Kasten aus unbehandeltem Holz besteht. Am besten eignen sich 20 Millimeter dicke Hölzer, etwa aus Eiche, Robinie oder Lärche. Diese sind gut haltbar. Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, denn es könnte die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Lösungsmittelfreie Farben auf Wasserbasis und Leinöl schützen die Außenwände vor Feuchtigkeit.


    Tipp: Gut sind vier Löcher mit etwa fünf Millimeter Durchmesser zur Belüftung und Entfeuchtung im Boden.

    Für die Anbringung des Meisenkastens eignet sich am besten ein Platz, der zwei oder drei Meter über dem Boden liegt – etwa an einem Baum oder der Hauswand. Auf keinen Fall sollte sich der Nistkasten in einer Astgabel befinden. Hier können Katzen und andere Feinde der Meisen ans Nest gelangen. Außerdem wichtig: Damit die Sonne das Vogelhaus morgens erwärmen kann, sollte das Einflugloch in Richtung Südosten zeigen. Bringen Sie den Nistkasten am besten bis spätestens März an – hier gilt: Je früher, desto besser, da Meisen ältere Nistkästen bevorzugen.

    Brut und Aufzucht der Jungvögel

    Meisen gehen während der Brutzeit eine saisonale, monogame Bindung mit dem Partner ein. Da die meisten Vögel eine starke Ortsbindung haben, kann es sogar vorkommen, dass sich bestimmte Paare immer wieder zusammenfinden. Nach der Balz legt das Weibchen ab April zwischen fünf und 15 Eier. Während dieser etwa zweiwöchigen Brutzeit wird im Schnitt pro Tag ein Ei gelegt.


    Die Meise in ihrem Nest: Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Eltern um den Nachwuchs. (Quelle: Getty Images/Zoonar RF)

    Die Meise in ihrem Nest: Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Eltern um den Nachwuchs. (Quelle: Zoonar RF/Getty Images)


    Bei den Meisen wärmt ausschließlich das Weibchen die Eier. Das Männchen bewacht in dieser Zeit das Nest und füttert seine brütende Partnerin. Wird die Meisendame bei der Brut gestört, gibt sie typische Zischlaute zur Verteidigung von sich.

    Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs, der gefüttert und bewacht werden muss. Etwa nach drei Wochen wagen die Küken erste Flugversuche. Nach vier bis fünf Wochen verlassen die Küken endgültig das Nest. Je nachdem, ob das Elternpaar ein zweites Mal brütet, werden die Kinder noch bis zu vier Wochen weiter versorgt.



    Was tun, wenn ein Küken aus dem Nest fällt?

    Nicht selten landen junge Meisen bei ihren ersten Ausflügen auf dem Boden. Hier ist die Gefahr groß, dass sie von Katzen aufgespürt werden. Setzen Sie die Küken aber nicht zurück ins Nest. Wenn die Jungen bereits flügge sind, werden sie häufig auch am Boden von den Eltern weiter versorgt.

    Nur wenn junge Meisen verletzt sind und die Eltern – nach mehreren Stunden – weit und breit nicht zu sehen sind, können Sie die Jungvögel in eine anerkannte Auffangstation oder Vogelpflegestation bringen.

    Verwendete Quellen:

    T-Online

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  • Gesundheitsgefahr durch Ruß-Rinden-Seuche

    Killer-Pilz, grassiert bereits in NRW - und bedroht jetzt Bäume in ganz Deutschland


    In Deutschland sind plötzlich Bäume von einem Killer-Pilz befallen. Sie sind geschwächt durch die Dauer-Dürre der vergangenen Monate - und somit anfällig. Wenn der Parasit den Stamm einmal befallen hat, gibt es nur eine Lösung: die Fällung. Auch für den Menschen lauern Gefahren.

    Lichte Baumkronen, abgeplatzte Rinden, schwarze Stämme – und gefährliche Sporen: So zeigt sich die so genannte Ruß-Rinden-Krankheit, ein Pilzbefall an Ahornbäumen.

    In der Stadt Meerbusch in NRW sind bis zu 100 Bäume befallen. Die Stadt warnt jetzt vor dem Betreten des betroffenen Waldstücks, denn die Sporen können zur gesundheitlichen Gefahr für die Einwohner werden. Und es werden immer mehr Fälle bekannt.

    In Leipzig ist ein Pausenhof der Franz-Mehring-Grundschule gesperrt worden. Ein Baum an einem angrenzenden Grundstück war infizert. Der Grund der Sperrung: Der Parasit ist gefährlich für die Gesundheit der Kinder, denn er kann im schlimmsten Fall zu Erkrankungen der Atemwege führen. Jüngst sind dort in einem Stadtpark bereits 70 Berg-Ahorne gefällt worden.

    Die Liste ist lang: Bekannt sind mittlerweile 20 Fälle in Bayern (Region Franken). In Hessen (Lich) sind bereits mehrere 10.000 Bäume gerodet worden. Und der Pilz scheint zu grassieren. Meldungen gibt es nämlich auch aus Sachsen und Thüringen. Die Dunkelziffer dürfte nach Ansicht der Experten, mit denen FOCUS Online gesprochen hat, in die Tausende gehen.

    Ruß-Rinden-Krankheit: Schimmelpilz aus Nordamerika

    Hinter der Plage steckt der Schimmelpilz "Cryptom-stroma corticale". Dabei handelt es sich um einen "Schwäche-Parasiten", der vorrangig Ahornbäume befällt, sagt Baumschutz-Referent Christian Hönig vom BUND in Berlin. Besonders betroffen seien die Arten Spitz-, Feld- und Berg-Ahorn. Der Parasit stört den Nährstoff- und Wasserhaushalt.

    Ursprünglich stammt der Schimmelpilz aus Nordamerika, über Südeuropa hat er sich im Laufe der vergangenen Jahre mehr und mehr in Deutschland angesiedelt. Schuld an der Verbreitung ist die lange Dürre- und Hitzeperiode 2018. Durch Flüssigkeitsmangel wegen Trockenheits- und Hitzestress sind die Bäume angeschlagen und können sich nicht mehr gegen solche Parasiten wehren. Aber warum trifft es gerade den Ahorn?

    "Er liebt die Feuchtigkeit und ist deshalb durch die Dürre besonders geschwächt. Aber Dürre betrifft prinzipiell alle Bäume. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Baumarten befallen werden", erklärt Hönig.

    Der erste gemeldete Fall der Krankheit in Deutschland stammt aus dem Jahr 2005. Dabei handelte es sich um Bäume eines 40 Jahre alten Bestands in der Nähe von Karlsruhe.

    So zerstört der Killer-Pilz unsere Bäume

    Der Pilz ist tödlich. Der Baum machtlos. Ist ein Baum erstmal befallen, geht er innerhalb von einem Jahr bis drei Jahren nach und nach ein. Zu Beginn wird die Krone lichter und es zeigen sich längs verlaufende Rindenrisse und Abplatzungen.


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    Foto: Stadt Meerbusch


    Unter der abgefallenen Rinde tauchen dann dicke schwarze Sporenlager auf, so dass die Stämme wie mit Ruß überzogen aussehen – daher bekam die Krankheit ihren Namen. Anschließend zerfällt der Baum und es bleibt nur noch eine Art Gerippe übrig.

    Gesundheitsgefahr auch für den Menschen

    Auch für den Menschen sind befallene Bäume eine Gefahr. Was den Parasiten so gefährlich macht, ist nicht nur das Umknicken von Bäumen und Abfallen von Ästen: Die Sporen, die die Bäume in der Luft verbreiten, schaden dem Menschen.

    Besonders für Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder einer allergischen Vorbelastung, können sie gesundheitsgefährdend sein. Gelangen die Sporen in die Atemwege, können sie eine Entzündung der Lungenbläschen hervorrufen. Die Stadt Meerbusch (NRW) ruft Spaziergänger auf, das betroffene Waldstück zu meiden.

    Die offizielle Warnung listet zudem die Symptome auf: Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost. Auch Kinder sollten beim Spielen vorsichtig sein und nicht mit Stöcken gegen Bäume schlagen.

    Sperren kann die Stadt Meerbusch den Wald nicht, denn in Deutschland besteht ein "Wald-Betretungs-Recht".

    Einzige Option: Abholzen!

    Langfristig sind diese Warnungen allerdings keine Lösung. Befallene Ahorne sind dem Tode geweiht. Sie lassen sich nicht mehr von der Plage befreien, so dass die Stadt gezwungen ist, diese abzuholzen. "Bäume, die am Rand eines Spaziergängerweges stehen, sollen nun von örtlichen Förstern gefällt werden", erklärt der Sprecher der Stadt Meerbusch, Michael Gorgs.

    Der Großteil der befallenen Ahornbäume befindet sich jedoch in einem großen Waldstück, in dem auch andere Bäume stehen. Um nicht wahllos alle zu vernichten, wird die Stadt ein Spezialunternehmen beauftragen. Diese rückt dann mit Atemmasken und Schutzanzügen an.

    Aktuelle Wetterlage entscheidend

    Ralf Petercord, der Abteilungsleiter Waldschutz von der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft warnt vor zu schnellem Abholzen: "Ich rate davon ab, die Bäume bei der aktuellen Wetterlage zu fällen. So geraten die Unmengen an Sporen leicht in die Luft und in die Atemwege. Stattdessen sollte man auf eine feuchte Witterung warten." Die Folge: Der Schwäche-Parasit hätte jetzt Zeit, angrenzende Bäume zu attackieren.

    Auch die Frage der Entsorgung sei dem Experten zufolge noch nicht gelöst. Wegen der Sporen dürften die Bäume nicht einfach zerkleinert werden, die Verwendung als Brennholz sei ebenfalls unmöglich.

    Petercord bestätigt 20 Meldungen in Bayern: "Die befallenen Ahornbäume befinden sich in 20 bis 40 Jahre alten Beständen, vor allem in den warmen Teilen Bayerns, etwa in Franken." Allgemein seien vor allem Regionen betroffen, die unter der Hitze und Trockenheit des Sommers 2018 gelitten hatten.

    "Es kann sein, dass bereits tausende Bäume befallen sind"

    Das Ausmaß der Ruß-Rinden-Seuche kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. "Ob ein Baum von der Krankheit befallen ist, kann sich auch erst nach mehreren Jahren zeigen. Es ist möglich, dass bereits tausende Bäume befallen sind. Erst nach dem Eintritt einer Trockenperiode werden die Symptome der Krankheit auch sichtbar", sagt Petercord. Anfangs nämlich zeige sich der Befall höchstens durch welke Blätter. "Zudem platzen die Rinden junger Bäume schneller auf, da diese noch recht glatt sind – bei älteren Bäumen kann das hingegen einige Jahre dauern."

    Daher können die Experten aktuell keine Aussage darüber treffen, wie viele Wälder in Deutschland betroffen sind. Doch die Dunkelziffer dürfte ihren Einschätzungen zufolge sehr hoch sein.

    Quelle:

    https://www.focus.de/

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  • Von 98 auf 456 Euro - Strom-Anbieter erhöht Grundpreis um 360 Prozent – was Sie gegen Abzocke tun können


    Die Strompreise explodieren, noch nie mussten Deutsche so viel bezahlen wie derzeit. Um zu sparen, müssen Sie einige Kniffe kennen. FOCUS Online schildert Ihnen einen besonderen Fall und sagt, wie Sie darauf reagieren können.

    Strom wird zum Luxusgut. Im bundesweiten Durchschnitt kostet eine Kilowattstunde Strom derzeit 29,42 Cent, teilte das Vergleichs- und Vermittlungsportal Verivox Anfang April in Heidelberg mit. So viel mussten Privathaushalte noch nie bezahlen.

    Etwas verwunderlich ist daher, dass Ende November 2018 immer noch knapp 28 Prozent der Bürger Strom vom Grundversorger bezogen. Wenn der Strom ohnehin immer teurer wird, sollten Haushalte eigentlich versuchen, einen günstigen Tarif zu finden. Vergleichsportale gibt es genug

    Worauf bei einem Wechsel zu achten ist

    Eines vorweg: Sollte der gewählte Anbieter insolvent gehen, springt automatisch der Grundversorger ein. Keiner muss Angst haben, dass bei ihm die Lichter ausgehen. Schwieriger wird es, wenn Vorkasse geleistet wird – eine Jahresration Strom zu kaufen kann mit etwas Rabatt gekoppelt sein, aber bei einem Pleiteanbieter sehen Sie das Geld nicht wieder. Positiv ist aber: Aus den schlechten Erfahrungen in den letzten Jahren haben fast alle Wechselwilligen gelernt.

    Wichtig ist auch das Kleingedruckte wie

    - Vertragslaufzeit (nicht zu lange)

    - Kündigungsfrist (je kürzer, desto besser)

    - Preisgarantie für einen bestimmten Zeitraum (sofern der Aufschlag dafür nicht zu hoch ist)

    - automatische Verlängerung des Vertrags für einen langen Zeitraum (daher Kündigungstermin notieren).

    Eine Sonderkündigung hilft beim Sparen

    Widmen wir uns einem konkreten Fall. Ein Immergrün-Kunde erhält vom Anbieter Mitte März folgendes Schreiben:

    Grundpreis vervielfacht sich

    Wer dieses Schreiben überfliegt, erkennt die Ausmaße vielleicht nicht sofort. Aber kurz zusammengefasst heißt es: Der Grundpreis steigt von monatlich 8,18 Euro (98,16 Euro im Jahr) auf 38 Euro im Monat (456 Euro im Jahr) – oder anders ausgedrückt: um mehr als 360 Prozent! Grundpreis bedeutet: Diese Summe von 456 Euro zahlen Sie, auch wenn Sie das ganze Jahr keinen Strom abnehmen.

    Auf telefonische Nachfrage von FOCUS Online verwies Immergrün auf das Schreiben und begründete die Erhöhung mit zusätzlichen Leistungen wie Zwischenrechnung und Umzugsservice, die nicht mehr separat in Rechnung gestellt werden. Auch in die zügigere Bearbeitung des Kundenservice sei investiert worden. Aber mal ehrlich: Wie oft ziehen Sie um und wie oft benötigen Sie eine Zwischenrechnung?

    Was kann ich als Kunde tun?

    Sie müssen solch eine drastische Erhöhung nicht hinnehmen, sondern haben ein Sonderkündigungsrecht. Hierbei müssen Sie aber eine Besonderheit beachten: Wenn Sie ein Vergleichsportal nutzen und dort ankreuzen, dass der neue (und günstigere) Anbieter für Sie den alten Vertrag (hier im Beispiel bei Immergrün) kündigen soll – wird es schwierig. Denn in diesem Fall heißt es: Kündigung ist möglich, aber diese wird erst zum Ende der regulären Vertragslaufzeit wirksam. Dann kommen Sie eventuell erst in knapp einem Jahr vom alten Anbieter los. Bei einer Sonderkündigung achten Sie unbedingt darauf, dass Sie den alten Vertrag zum angegebenen Zeitpunkt (hier: „Frist bis 30.04.2019“) selber kündigen.

    Das Vorgehen ist daher wie folgt: Sie kündigen beim alten Anbieter zum Stichtag der Sonderkündigung und suchen sich einen neuen Anbieter. Dort geben Sie dann an, dass Sie bereits zu diesem Stichtag den alten Vertrag beendet haben. Noch ein Hinweis: Sie müssen mit dem Neuvertrag nicht abwarten, bis Sie die Kündigungsbestätigung erhalten haben.


    Quelle: https://www.focus.de/

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  • Klimawandel ist schuld

    Mücken bringen Tropenkrankheiten nach Deutschland


    vgzm.1704981-85579072 Klimawandel lockt Mücken und Zecken nach Deutschland. Eine weibliche Asiatische Tigermücke: Mücken und Zecken erschließen neue Lebensräume in Europa. (Quelle: dpa/James Gathany/CDC/Centers for Disease Control and Prevention)

    Eine weibliche Asiatische Tigermücke: Mücken und Zecken erschließen neue Lebensräume in Europa. (Quelle: James Gathany/CDC/Centers for Disease Control and Prevention/dpa)


    Der Klimawandel ermöglicht das Vordringen tropischer Mücken nach Norden – auch nach Deutschland. Damit steigt die Gefahr für Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder West-Nil-Viren. Experten erörtern Strategien zum Schutz.

    Krankheiten, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, könnten in den kommenden Jahrzehnten in Europa häufiger auftreten. Das Verbreitungsgebiet der Überträger etwa von Dengue-Fieber, Leishmaniose oder Chikungunya vergrößere sich rapide, mahnen Forscher. Über neue Erkenntnisse berichten sie auf dem Europäischen Kongress für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) noch bis Dienstag in Amsterdam.

    Tropische Infektionen in Europa

    Als Gründe für die Entwicklung nennen Forscher in einer Mitteilung zum Kongress unter anderem den Klimawandel und die zunehmende Globalisierung. Diese Veränderungen ermöglichten es Mücken und Zecken, neue Lebensräume in Europa zu erschließen.


    Stechmuecken Moskitos Culicidae Stechmuecke saugt Blut auf menschlicher Haut Seitenansicht Fin (Quelle: imago)

    Ursachen, Folgen, Tipps: Das Ratgeber-Video für Insektenstiche. (Quelle: t-online.de)


    In den letzten zehn Jahren habe es etwa in Frankreich und Kroatien Dengue-Ausbrüche gegeben, in Griechenland sei Malaria aufgetreten, in Italien und Frankreich Chikungunya und in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas das West-Nil-Fieber. Allein von dieser Erkrankung wurden 2018 in den EU-Mitgliedstaaten mehr als 1.500 Fälle registriert.

    Zecke ist auf einem Blatt: Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, könnten bald häufiger auftreten. (Quelle: dpa/Patrick Pleul/ZB)

    Zecke ist auf einem Blatt: Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, könnten bald häufiger auftreten. (Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa)


    Längere Hitzeperioden verlängerten das Zeitfenster für die Ausbreitung solcher Erkrankungen und begünstigten größere Ausbrüche, betont Giovanni Rezza vom Istituto Superiore di Sanitá in Rom. "Wir müssen uns darauf vorbereiten, mit solchen tropischen Infektionen umzugehen."

    Sandmücke könnte sich in Deutschland deutlich ausweiten

    So könnten etwa Sandmücken bis Ende der 2060er Jahre ihr Verbreitungsgebiet in Frankreich und Deutschland deutlich ausweiten, berichten Experten weiter. Die Mücken können die Erreger der Leishmaniose übertragen und wurden in Deutschland bereits vereinzelt gefunden.



    "Angesichts der anhaltenden Verbreitung von invasiven Mücken und anderen Überträgern in ganz Europa müssen wir Ausbrüche antizipieren und frühzeitig eingreifen", erklärt Jan Semenza vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Die Gesundheitsbehörden müssten die Überwachung verbessern und Frühwarnsysteme einrichten.


    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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