Gesetze und Regelungen - Steuer, Telefonieren, Geldscheine: --- Was sich im Mai für Sie ändert

  • Gesetze und Regelungen

    Steuer, Telefonieren, Geldscheine: Was sich im Mai für Sie ändert


    Ab Mai treten viele neue Gesetze, Regelungen und Bestimmungen in Kraft. Warum Ihre Telefonrechnung und Ihr Bargeld künftig anders aussieht und warum Sie sich ab Mai mehr Zeit für Ihrer Steuererklärung haben: Das hat FOCUS Online für Sie zusammengefasst.

    1. Kosten fürs Telefonieren ins EU-Ausland sinken

    Zwar sind die Roaminggebühren fürs Telefonieren, SMS schreiben und das mobile Surfen im EU-Ausland bereits seit Juni 2017 Geschichte, doch für Gespräche aus den Heimatnetzen ins Ausland verlangen Mobilfunkanbieter immer noch satte Aufschläge. Das will die EU nun ändern und die Kosten deckeln.

    Die Gebühren für ein Telefonat innerhalb der EU sollen schon ab dem 15. Mai 2019 sinken: Dann dürfen Telefonate aus Deutschland ins EU-Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute, SMS höchstens sechs Cent kosten. Vorher muss der Rat der EU den neuen Regeln aber noch zustimmen – dies gilt allerdings als reine Formsache.

    Leseempfehlung: Roaming ab Mai günstiger - Kosten fürs Telefonieren ins EU-Ausland sinken

    2. WhatsApp: Diese Änderungen treffen jetzt alle Nutzer

    WhatsApp schraubt an seinen Features. Laut einem aktuellen Bericht will der Messenger-Dienst drei Änderungen einführen. So soll es künftig eine Funktion geben, die das Erstellen von Screenshots blockiert.

    Außerdem dürfen sich User über animierte Sticker freuen. Das dritte Feature betrifft die Emojis in der Android-Version. Die bisherigen Doodle-Emojis will Whatsapp künftig durch eigene Emojis austauschen.

    Mehr dazu: WhatsApp - Auf zwei Neuerungen können sich Nutzer freuen - eine dürfte ärgerlich sein

    3. Mehr Zeit für die Steuererklärung ab diesem Mai

    Bislang galt der 31. Mai als Stichtag. Wer seine Steuererklärung selber verfasst, musste Formulare und Unterlagen für das zurückliegende Jahr bis zu diesem Datum beim zuständigen Finanzamt einreichen. Doch seit 2019 haben Selbstersteller zwei Monate länger Zeit. Heißt, statt Ende Mai muss die Steuererklärung dem Fiskus erst zum 31. Juli vorliegen.

    Von dem Zeitgewinn profitieren auch Steuerzahler, die sich bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein Unterstützung holen. Für sie verlängert sich die Abgabefrist ebenfalls. Der Fiskus verlangt die Steuererklärung für 2018 statt bis Ende Dezember 2019 erst bis Ende Februar 2020.

    Verspätungen bei der Steuererklärung können teuer werden

    Jedoch kommt mit der Fristverlängerung auch eine strengere Handhabe bei Verspätungen. Gegen diejenigen, die ihre Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß abgeben, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festlegen. Für jeden "überzogenen" Monat müssen Steuerzahler mindestens 25 Euro Strafe zahlen. Trödeln Sie deshalb lieber nicht mehr allzu lange!

    Leseempfehlung: Sie haben jetzt mehr Zeit für die Steuer – aber wer nicht aufpasst, zahlt drauf

    4. Neue Regeln sollen Fahrverbote vermeiden

    Diesel-Fahrverbote beuteln die Autofahrer in deutschen Städten. Die Regierung will ihnen jetzt helfen und hat im vergangen Jahr Änderungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz beschlossen. Konkret stufen die neuen Regeln Fahrverbote im Allgemeinen als unverhältnismäßig ein, wenn die Stickoxid-Belastung in der Luft 50 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschreiten. Damit liegt der Wert um ein Viertel höher, als die von der EU festgelegte Grenze von 40 Mikrogramm.

    Darüber hinaus sollen Fahrverbote weder für Autos der neuen Norm Euro 6, noch für nachgerüstete Busse, Handwerker- und Lieferfahrzeuge sowie die Müllabfuhr und Feuerwehr gelten. Der Bundesregierung zufolge sollen die Änderungen noch im Mai in Kraft treten.

    Lesen Sie auch: Mehr Ausnahmen für Diesel-Verbote geplant - aber nicht für private PKW

    5. Betreute Menschen dürfen an Europawahlen teilnehmen

    Auch betreute Menschen dürfen bei der Europawahl am 26. Mai ihre Stimme abgeben. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am 15. April. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Eilantrag von Abgeordneten der Bundestagsfraktionen von Grünen, Linken und FDP.

    Bislang waren Menschen mit einer gerichtlich angeordneten Betreuung von der Teilnahme an den Europawahlen ausgeschlossen. Erst kürzlich hatte das Bundesverfassungsgericht den Ausschluss betreuter Menschen von der Bundestagswahl für verfassungswidrig erklärt. Die Gesetzesänderungen betreffen rund 85.000 Menschen.

    6. Elektronisches Polleninformationsnetzwerk startet im Mai

    Gute Nachrichten für Pollenallergiker und Asthmatiker in Bayern: Betroffene können sich in Zukunft leichter über den Pollenflug informieren. Zum 22. Mai startet das weltweit erste elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN), das aktuelle und genaue Echtzeitdaten zum Pollenflug standort- und pollenspezifisch bereitstellt. Abrufen können Allergiker die Messdaten online über das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

    Zwar gibt es das System zunächst nur im Freistaat, doch wenn es sich bewährt, könnten andere Bundesländer nachziehen.

    7. Neue 100- und 200-Scheine ab Mai im Umlauf

    Europas Verbraucher müssen sich an neue Geldscheine gewöhnen. Die aktuelle Euro-Banknoten-Generation läuft aus. Ab dem 28. Mai 2019 gibt die EZB neue 100- und 200-Euro-Scheine aus.

    Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger sind schon in überarbeiteter Version im Umlauf. Außerdem legen die EU-Banken den 500-Euro-Schein seit April vorerst nicht mehr neu auf.

    Die Scheine aus der neuen Serie besitzen mehrere neue Sicherheitsmerkmale wie etwa ein Porträt-Fenster, das bereits beim neuen Zwanziger und Fünfziger zu finden ist. Es erscheint, wenn der Schein gegen das Licht gehalten wird. Vor allem Geldfälscher sollen es dadurch schwieriger haben, „Blüten“ in Umlauf zu bringen.

    Um ihre alten 100- und 200er Scheine müssen sich Verbraucher unterdessen nicht kümmern, denn sie bleiben weiter gültig. Die Notenbanken wechseln sie nach und nach aus.

    8. Arbeitsmarkt: Maler und Lackierer freuen sich über mehr Lohn

    Auch der Mindestlohn steigt im Mai 2019 wieder – zumindest für die Berufsgruppe der Maler und Lackierer. Während ungelernte Arbeiter bisher auf 10,60 Euro pro Stunde gekommen sind, verdienen sie ab Mai mindestens 10,85 Euro.

    Zudem wird der Mindestlohn von Gesellen in den ostdeutschen Regionen angepasst. Ab Mai gibt es 12,95 Euro – und somit nur noch 35 Cent weniger als im Westen.

    9. Piloten und Flugbegleiter erhalten mehr Mitbestimmungsrechte

    Ab dem 1. Mai gilt das Betriebsverfassungsgesetz auch für Piloten und Flugbegleiter. Sie können dann auch ohne entsprechenden Tarifvertrag einen Betriebsrat gründen, und erhalten somit mehr Mitbestimmungsrechte. Bislang konnten "im Flugbetrieb beschäftigte Arbeitnehmer", also Piloten und Flugbegleiter, keinen Betriebsrat gründen, wenn es keinen Tarifvertrag Personalvertretung gab.

    10. Neue Silbermünzen für Sammler

    Seit 2012 gibt die Bundesrepublik Deutschland regelmäßig eine Reihe von Silbermünzen anlässlich der 200-Jahrfeier der „Grimms Märchen“ heraus. Zum 16. Mai kommt jetzt die achte Ausgabe der Münzen mit dem Motiv „Das tapfere Schneiderlein“ auf den Markt. In Sammlerkreisen sorgten die 20-Euro-Silbermünzen bereits für Begeisterungsstürme.

    Der erste Band der Gebrüder Grimm erschien am 20. Dezember 1812. Seit 2005 zählen die Kinder- und Hausmärchen zum Weltdokumentenerbe.

    Brückentage im Mai: Aus Ihrem Urlaub das meiste herausholen

    Im Mai stehen mit dem Tag der Arbeit (1. Mai) und Christi Himmelfahrt (30. Mai) zwei gesetzliche Feiertage an. So planen Sie Ihren Urlaub clever um die freien Tage herum:

    • Tag der Arbeit: Der 1. Mai ist dieses Jahr ein Mittwoch. Das bedeutet: Zwei Urlaubstage entweder von Montag bis Dienstag oder von Donnerstag bis Freitag ergeben insgesamt fünf freie Tage. Oder Sie nehmen vier Tage Urlaub und haben gleich neun Tage frei.
    • Christi Himmelfahrt: Jedes Jahr fällt der bundesweite Feiertag verlässlich auf einen Donnerstag. 2019 ist es der 30. Mai. Somit erhalten Beschäftigte mit nur einem Urlaubstag am Freitag dem 31. Mai, ein verlängertes Wochenende beziehungsweise vier freie Tage.

    In Kombination mit Pfingstmontag (10. Juni) bietet sich kurze Zeit später eine weitere Möglichkeit, mehr Urlaub herauszuholen. Wer sich den 31. Mai und vom 3. bis zum 7. Juni freinimmt, kommt mit nur sechs Urlaubtagen auf insgesamt zwölf freie Tage am Stück.

    Netflix und Amazon Prime: Diese Serien starten im Mai

    Jeden Monat erweitern die großen Streaminganbieter ihr Sortiment. Auch im Mai dürfen sich Serienliebhaber bei Netflix  und Amazon  Prime auf Neues freuen.

    Die Serienstarts in der Übersicht:

    Neu bei Amazon Prime

    • „Lucifer“ - Staffel 4 ab dem 9. Mai
    • „Sneaky Pete“ - Staffel 3 ab dem 10. Mai
    • „Wishenpoof“ - Staffel 2 ab dem 10. Mai
    • „Fleabag“ - Staffel 2 ab dem 17. Mai
    • „The Durrells“ - Staffel 3 ab dem 17. Mai
    • „Poldark“ - Staffel 4 ab dem 17. Mai
    • „Good Omens“ - Staffel 1 ab dem 17. Mai

    Neu bei Netflix

    • „Dead to me“ - Staffel 1 ab dem 3. Mai
    • „Tuca & Bertie“ - Staffel 1 ab dem 3. Mai
    • „Nola Darling“ - Staffel 2 ab dem 24. Mai
    • „How to Sell Drugs Online”- Staffel 1 ab dem 31. Mai
    • „When They See Us” - Staffel 1 ab dem 31. Mai

    Quelle: https://www.focus.de/


    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.

    Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 90 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.