• Alpenüberquerung abseits des E5 --- Über Berggipfel und einsame Hütten zur Fuß von Deutschland nach Italien


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    Die Alpenüberquerung über den Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch es gibt auch eine weniger bekannte Alternativroute. Abseits von überfüllten Berghütten hat FOCUS-Online-Autor Ludwig Obermeier einsame Berggipfel, imposante Ausblicke und heikle Momente erlebt.

    Gute drei Stunden sind wir bereits im strömenden Regen unterwegs, als die Stimmung in unserer Gruppe auf den Nullpunkt sinkt. Auch ich bin da bereits frustriert ob des Sauwetters. Kurz bevor wir die Erlanger Hütte erreichen, das Ziel unserer vierten Tagesetappe, müssen wir noch einen 2600 Meter hoch gelegenen Bergsattel überwinden. So weit eigentlich kein Problem.

    Wenn da nicht der schmale Weg, der glitschige Untergrund und extrem steiles Gelände wären. Der Aufstieg dorthin wird so zu einem kraftraubenden und nassen Abenteuer. Peter, unser ältester Begleiter, flucht an diesem Tag fast durchgehend, ich ignoriere ihn aber einfach. Stehen bleiben und mosern hilft uns ja auch nicht weiter, denke ich im Stillen.

    Doch das Gefühl, es geschafft zu haben, lässt die Strapazen am Ende schnell vergessen. Oben auf dem 2600 Meter hohen Sattel angekommen erblicken wir bei rund sechs Grad endlich den Wettersee und die Erlanger Hütte in Tirol. Nach einem kurzen und nicht weniger heiklen Abstieg durch mehrere Schneefelder, die direkt am steilen Ufer des Sees liegen, erreichen wir schließlich an Tag vier unser Ziel. Nochmal gut gegangen.

    Es sind erlösende Momente wie dieser, die von einer Alpenüberquerung in Erinnerung bleiben - aber nicht nur. Auch atemberaubende Ausblicke, einsame Natur und unberechenbares Wetter.

    Regenschauer und Donnergrollen: Tag 1 beginnt ungemütlich

    Mit Sonne werden wir zunächst nicht verwöhnt, als wir in Oberstdorf unsere erste Tagesetappe über das Oytal und das Himmeleck in Richtung Prinz-Luitpold-Haus starten. Bereits am Vormittag erwischt uns der erste heftige Regenschauer samt Donnergrollen - glücklicherweise gerade zu dem Zeitpunkt, als die nächste Hütte nur gute 15 Minuten entfernt ist. Nach einer rund zweistündigen Zwangspause und einem Bier geht es für uns anschließend weiter Richtung Prinz-Luitpold-Haus. Immer wieder begleitet von Gämsen, Murmeltieren und der Hoffnung, dass es trocken bleibt.


    Das immergrüne Allgäu ist auch bei Regenwetter ein Hingucker.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Das immergrüne Allgäu ist auch bei Regenwetter ein Hingucker.



    Auch wenn sich das Allgäu an diesem Tag nicht von der Sonnenseite zeigt. Überwältigend schön ist der Anblick der saftig grünen Berghänge trotzdem, an denen sich die Regenwolken entlanghangeln wie Kletterer im Fels. Am Abend kommt unsere Gruppe - bestehend aus sieben Personen und einem Hund - im Prinz-Luitpold-Haus an. Das nächste große Ziel für Tag zwei, der fast 2600 Meter hohe Hochvogel, ist da schon wieder im Blick. Doch davor falle ich erst mal müde ins Bett.

    Unschöne Entdeckung auf einem majestätischen Berg

    Am zweiten Tag geht es früh los. Sehr bald erreichen wir die ersten Schneefelder und das Gelände wird immer felsiger und steiler. Die Vorfreude auf den Gipfel ist allen anzumerken.

    Und das hat seinen Grund.

    Es gibt Berge, die umweht ein ganz besonderer Mythos. Zu eben diesen gehört auch der Hochvogel, einer der markantesten Berge des Allgäus. Doch wie wir an diesem Tag bald sehen werden, droht dieser sein markantes Erscheinungsbild zu verlieren. Denn das ohnehin sehr zerklüftete Gipfelmassiv bricht auseinander. Die Urgewalten nagen so sehr am Hochvogel, dass die auf österreichischem Gebiet gelegene Südflanke des Bergs abzustürzen droht. Seit September 2014 ist deswegen der Bäumenheimer Weg für Wanderer wegen Lebensgefahr gesperrt. Zu besteigen ist der Hochvogel nur noch über die deutsche Seite und das Prinz-Luitpold-Haus oder den Fuchsensattel auf Tiroler Seite.


    Das Hochvogel-Massiv ist stark zerklüftet.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Das Hochvogel-Massiv ist stark zerklüftet.



    Der Hochvogel ist zum Patienten geworden

    Und noch etwas fällt uns an diesem Tag auf: Am Gipfel selbst sind viele orangene Kugeln im Fels verankert. Die geologischen Prozesse am Gipfel des 2592 Meter hohen Bergs werden seit geraumer Zeit von Wissenschaftlern überwacht. Der Hochvogel ist zum Patienten geworden.

    "Bewegungsmessungen der TU München im Gipfelbereich haben ergeben, dass sich der große Spalt innerhalb von wenigen Monaten um mehrere Zentimeter weitet", heißt es auf der Webseite der Alpenvereinssektion Donauwörth, die sich um die Sperrung des Bäumenheimer Weges gekümmert hat.


    Heimlicher König der Allgäuer Alpen: Gipfelglück auf dem knapp 2600 Meter hohen Hochvogel.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Heimlicher König der Allgäuer Alpen: Gipfelglück auf dem knapp 2600 Meter hohen Hochvogel.



    Mit einem nachdenklichen, aber zufriedenem Gefühl, den Berg bestiegen zu haben, machen wir uns über den sogenannten Kalten Winkel und ein bis zu 45 Grad steiles Schneefeld (kann umgangen werden) auf in den Talort Hinterhornbach. Ein bisschen Rutschpartie inklusive. Das kleine Dorf auf rund 1100 Metern Höhe ist unser Ziel für die zweite Etappe. Im Gasthof Alpenrose lassen wir es uns zum Abschluss der langen zweiten Etappe gut gehen.

    Vom Lech- geht es weiter ins Pitztal

    Die nächsten beiden Tage gehen wir entspannter an. Zunächst fahren wir per Shuttle von Hinterhornbach nach Pfaflar, der ältesten Siedlung Österreichs. Von hier wandern wir über das Hahntennjoch und den Scharnitzsattel weiter Richtung Muttenkopfhütte. Eine leichte Wanderung bei der nur kurz vor dem Scharnitzsattel etwas Kletterkünste gefragt sind - was sich zumindest für die Hündin als etwas problematisch erwies. Mit vereinten Kräften schaffte es aber auch "Jackie".


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    FOL/Ludwig Obermeier



    Am Nachmittag von Tag drei gibt es dann nochmals einen Taxitransfer. Von Imst geht es mit dem Taxi rauf zur Ludwigsburger Hütte oberhalb des Pitztals - und das bei durchweg strömendem Regen. Selbst die letzten Motivierten unter uns weinten da dem entgangenen Aufstieg keine Träne mehr nach. Der Himmel über Tirol weinte umso mehr.

    Bei ziemlich bescheidenen Wetterverhältnissen machten wir uns also an Tag vier von der Ludwigsburger auf zur Erlanger Hütte (beide Hütten waren an diesen Tagen fast leer und ein Traum). Die kürzeste Tagesetappe zwischen den beiden urigen Hütten dauerte nur rund dreieinhalb Stunden - das dafür alles garniert mit Dauerregen.


    Dauerregen in Tirol: Auf dem Weg von der Ludwigsburger zur Erlanger Hütte.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Dauerregen in Tirol: Auf dem Weg von der Ludwigsburger zur Erlanger Hütte.



    Sauwetter auf der kürzesten Etappe

    Das erwähnte Regendrama konnte seinen Lauf nehmen. Erst bewölkt und trocken, dann Nieselregen, anschließend immer mehr Regen. Als wir nach rund dreieinhalb Stunden endlich die 2550 Meter hoch gelegene Erlanger Hütte erreicht hatten, fragten sich wohl alle, was wir hier eigentlich tun. Aber so ist das mit einer Alpenüberquerung: Wer nicht nass werden möchte, sollte besser ans Mittelmeer fahren oder eben regenfeste Ausrüstung dabei haben.


    Alpenüberquerung abseits des E5

    Tag 1: Oberstdorf - Prinz-Luitpold-Haus

    Tag 2: Prinz-Luitpold-Haus - Hinterhornbach

    Tag 3: Pfaflar - Ludwigsburger Hütte (mit Transfer)

    Tag 4: Ludwigsburger Hütte - Erlanger Hütte

    Tag 5: Erlanger Hütte - Umhausen - Tiefenbachferner - Vent (mit Transfer von Umhausen nach Sölden)

    Tag 6: Vent - Bella Vista

    Tag 7: Bella Vista - Vernagt

    Tag 8: Bustransfer zurück nach Oberstdorf


    Distanz: rund 120 gelaufene Kilometer

    Unterkünfte: in allen Hütten sind Hunde erlaubt

    Am nächsten Morgen führte uns der Weg ins Tal Richtung Umhausen im Ötztal. Alpenrosen, ein Wasserfall und noch einige Wolken begleiteten uns auf dem Abstieg. Mit diesem Morgen sollte dann auch das schlechte Wetter für den Rest der Woche vorbei sein. Endlich!

    Von Umhausen machten wir uns per Bus auf nach Sölden und von dort per Linienbus auf zum Tiefenbachferner. Über Dutzende Kurven schlängelten wir uns immer mehr in Richtung Höhepunkt unserer Tour: Die Gletscher rund um Sölden beeindruckten mich schon durch das Busfenster. Wie muss es da wohl sein, sie von ganz nah zu sehen? Diese Erfahrung sollte noch kommen.

    Eine echte Perle! Der Panoramaweg vom Tiefenbachferner nach Vent

    An diesem Tag aber geht es erstmal vom Parkplatz des Tiefenbachferners über den wunderschönen und leicht zu begehenden Panorama-Höhenweg nach Vent - und das endlich bei Sonne! Der elf Kilometer lange Wanderweg bietet unglaubliche Aussichten auf steile Berghänge und die vor uns liegenden 3000er. Vent selbst ist ein kleines Dorf auf 1900 Metern Seehöhe im hinteren Ötztal, das wegen bekannter Berge wie der Wildspitze und dem Similaun unter Bergsteigern einen hervorragenden Ruf genießt.


    Kurz vor der österreichisch-italienischen Grenze reichen die Berggipfel fast bis in den Himmel.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Kurz vor der österreichisch-italienischen Grenze reichen die Berggipfel fast bis in den Himmel.



    Wir waren also bereit für das große Finale. Doch davor stand noch ein Abschied.

    Hündin "Jackie" sagte nach Tag fünf samt Herrchen "Servus". Die Alpenüberquerung hatte die alte Hundedame zwar mit Bravour gemeistert, doch ganz spurlos waren die Etappen an ihr auch nicht vorübergegangen. Generell ist die Alpenüberquerung mit Hund machbar. Es gibt genug Hütten, die Hunde aufnehmen, und schwierige und steile Routen können meist umgangen werden. Dennoch sollten Hundebesitzer bedenken, dass eine solche Wanderung auch für die Vierbeiner sehr anspruchsvoll sein kann.

    Tag sechs versprach, ein echtes Highlight zu werden. Von Vent aus machten wir uns durch das Rofental auf zu unserer höchstgelegenen Unterkunft auf der gesamten Wanderung. Das Ziel: Die Schutzhütte Bella Vista auf rund 2800 Metern Höhe. Der Weg: Traumhaft und abwechslungsreich.

    Gletscher-Erlebnis im Hinteren Eis

    Zunächst über bunte Bergwiesen und das Hochjochhospiz arbeiten wir uns immer weiter vor in eine karge Hochgebirgslandschaft. Bald fühlt es sich an, als könnte man mit dem Zeigefinger den Himmel berühren. Als wir die in Italien gelegene Bella-Vista-Hütte, eine sehr exklusive (Vier-Gänge-Abendessen, Panorama-Duschen und Sauna) und bestens geführte Hütte, erreichen, ist das Glück perfekt - und das Weißbier eine Wohltat. Wer möchte, kann - so wie unsere Gruppe - von der Schutzhütte aus noch den Gipfel Im Hinteren Eis auf 3270 Metern erklimmen. Von der Hütte sind flinke Bergsteiger in gut einer Stunde auf dem Gipfel. Von dort bietet sich eine imposante Aussicht auf den Hintereisferner, einen der größten Gletscher Tirols.


    Blick auf den Hintereisferner.

    FOL/Ludwig Obermeier
    Blick auf den Hintereisferner.



    Unser letzter Wandertag führte uns schließlich von der Bella-Vista-Hütte rund 1200 Meter hinab ins Schnalstal. Nach all den Eindrücken nahmen wir spontan aber noch den 3251 Meter hohen Grawand mit und stiegen von dort über einen Klettersteig hinab nach Vernagt. Südtirol zeigte sich zum Abschluss einer unvergesslichen Tour von seiner sonnigen Seite. Blauer Himmel umrahmte grüne Bergwiesen, rauschende Bäche und der türkisblau funkelnde Stausee im Tal.

    Wir waren angekommen. In Südtirol, im Paradies, an unserem Ziel.


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    FOL/Ludwig Obermeier



    Infos zur Alpenüberquerung

    Dauer: normalerweise acht Tage (kürzer, wenn Transfer in Anspruch genommen wird)

    Distanz: rund 120 gelaufene Kilometer

    Höhenmeter: summiert rund 19.000 Höhenmeter

    Packliste: Eine ausführliche Liste gibt es hier

    Hilfreiche Apps zum Tracken: Outdoor Active des Alpenvereins, Komoot, Runtastic

    Das Höhenprofil der Alpenüberquerung.

    Screenshot Komoot
    Das Höhenprofil der Alpenüberquerung.

    Quelle:https://www.focus.de/

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  • Wandern in Österreich

    Die besten Wanderrouten

    Manchmal will man einfach alles hinter sich lassen und sich ganz der Natur hingeben. Frische Bergluft schnuppern, durch die Wälder streifen und komplett abschalten – so ein Urlaub in der Natur ist einfach perfekt, um die Batterien wieder aufzuladen. Gerade in Österreich gibt es zahlreiche Orte, an denen man mit der Natur eins werden kann. Wandern gehört hierzulande zu den beliebtesten Aktivitäten und das zu Recht. Schließlich hat unser Land eine traumhafte Landschaft und vor allem eine imposante Bergkulisse zu bieten. In meinem heutigen Artikel verrate ich euch, wo man in Österreich am besten wandern kann – entdeckt bei einer Wandertour die schönsten Ecken der verschiedenen Bundesländer.

    Wandern in Österreich

    Tirol | Salzburg | Steiermark | Vorarlberg | Kärnten | Oberösterreich |

    Niederösterreich | Burgenland | Wien


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    Wandern in Tirol

    Wenn ihr ausgiebig wandern wollt, solltet ihr unbedingt nach Tirol. Dort erwarten euch über 24.000 Kilometer markierte Wanderwege, die pure Idylle bieten. Egal ob ihr gemütlich spazieren wollt oder nach einer sportlichen Herausforderung sucht – in Tirol ist für jeden Geschmack etwas dabei. Eine der beliebtesten Wanderregionen ist das Zillertal, wo euch zahlreiche Wanderwege und Chalets erwarten. Insgesamt gibt es hier neun Sommerbergbahnen, die euch den direkten Zugang in diese traumhafte Bergwelt ermöglichen. Natürlich findet ihr auf dem Weg auch zahlreiche Almhütten, wo ihr euch zwischendurch mit regionalen Spezialitäten stärken könnt. Ebenfalls beliebt ist der schöne Achensee, wo ihr unter anderem eine Fahrt mit der Rofanseilbahn machen könnt. Doch auch eine Wanderung zum Steinernen Tor ist sehr empfehlenswert. Für Familien eignet sich besonders die Region Serfaus-Fiss-Ladis. Hier findet ihr nicht nur schöne Wanderwege, sondern auch zahlreiche Bergbahnen, die eine atemberaubende Aussicht bieten. Mit der Sommer Card bekommt ihr auch viele Angebote und Vergünstigungen für verschiedenste Freizeitaktivitäten.


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    Wandern in Salzburg

    Auch Salzburg bietet sich für einen schönen Wanderurlaub an. Egal ob im Saalachtal, in der Region Hochkönig oder in Saalbach Hinterglemm – in Salzburg findet ihr zahlreiche Wanderwege, die mit traumhaften Landschaften locken. Eine weitere beliebte Wanderregion ist Saalfelden Leogang, wo euch zahlreiche Aktivitäten erwarten. Neben wandern könnt ihr hier noch vielen weiteren Sportarten wie Biken oder Golfen nachgehen. Für die Adrenalinjunkies unter euch gibt es auch die Möglichkeit, die Stahlseilrutsche Flying Fox XXL auszuprobieren. Sie ist eine der schnellsten und längsten Stahlseilrutschen der Welt und nur etwas für besonders Mutige. Wer es lieber ruhiger mag, kann natürlich auch die Wanderwege für sich entdecken. Einen Besuch wert ist auch der Altenmarkt Zauchensee, der mit einem ganz eigenen Charme begeistert. Begebt euch auf eine Erkundungstour durch die schöne Region und lasst die schöne Natur auf euch wirken. Salzburg bietet etwas für jeden Geschmack.


    Zell am See, Salzburger Land, Austria

    Wandern in der Steiermark

    Die Steiermark ist ein absolutes Wanderparadies und lockt mit zahlreichen Wanderrouten. Urige Almen, tosende Wasserfälle und wunderschöne Seen sind nur ein paar der Highlights, die euch hier erwarten. Zudem ist das Bundesland für saftig grüne Wiesen und imposante Gletscher bekannt – diese wunderschöne Natur solltet ihr unbedingt hautnah erleben. Egal ob ihr abenteuerliche Routen bevorzugt oder doch lieber gemütliche Weitwanderwege beschreitet – in der Steiermark wird jedem etwas geboten. Zudem gibt es hier zahlreiche Almhütten, wo ihr euch kulinarisch verwöhnen lassen könnt. Besonders beeindruckend ist die Region Ramsau am Dachstein – hier findet ihr zahlreiche Aussichtspunkte und Rundwandermöglichkeiten. Aber auch in Schladming Dachstein könnt ihr einen tollen Wanderurlaub verbringen. Ihr habt die Wahl zwischen einer Alpinen Wanderung, einer Weitwanderung, einer Wasserwanderung und einer Erlebniswanderung – egal für welche Route ihr euch entscheidet, die imposante Bergkulisse wird euch einfach umhauen.


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    Wandern in Vorarlberg

    Wenn es um Wandern geht, darf Vorarlberg natürlich nicht fehlen. Entdeckt wunderschöne Berglandschaften, gemütliche Almhütten und eine vielfältige Natur – hier kann man einfach seine Seele baumeln lassen. Zum Wandern eignen sich besonders das Große Walsertal, das Montafon und das Kleinwalsertal. Dabei habt ihr die Wahl zwischen gemütlichen Wanderrouten und actionreichen Wanderwegen – nachdem ihr frische Bergluft geschnuppert habt, könnt ihr euch anschließend in einer Almhütte niederlassen und die regionalen Spezialitäten probieren. Empfehlenswert ist auch die Region um den Arlberg, die sowohl im Sommer als auch im Winter viele Urlauber anlockt. Egal ob Skifahren oder Wandern – hier kommen Aktivurlauber voll auf ihre Kosten. Natürlich gibt es auch viele gemütliche Chalets, die einen erholsamen Aufenthalt garantieren.


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    Wandern in Kärnten

    Kärnten ist mit seinen zahlreichen Seen und Bergen ein absolutes Naturparadies. Demnach kann man in dem Bundesland im Süden Österreichs auch sehr gut wandern. Der bekannteste Wanderweg ist der Alpe-Adria-Trail, der von Kärnten bis ans Meer führt. Auf der 750 Kilometer langen Route erwarten euch traumhafte Landschaften, zahlreiche Tiere und gemütliche Berghütten, die zum verweilen einladen. Natürlich darf man die wunderschönen Seen nicht vergessen, die sich perfekt für eine kleine Abkühlung eignen. Kärnten bietet einfach eine atemberaubende Natur, die euch sprachlos machen wird. Egal ob ihr Aktivurlauber seid oder einen erholsamen Urlaub verbringen wollt – hier seid ihr in jedem Fall richtig.


    Kärnten Urlaub

    Wandern in Oberösterreich

    Einzigartige Ausblicke, eine tolle Bergkulisse und eine vielfältige Tierwelt – all das werdet ihr beim Wandern in Oberösterreich entdecken. Ihr habt die Wahl zwischen Erlebnisstrecken, Naturlehrpfaden und Themenwanderungen – jede dieser Routen ist absolut einzigartig und verspricht unvergessliche Erfahrungen. Lasst den Alltag hinter euch und gönnt euch ein paar Tage in der Natur – danach werdet ihr wie ausgewechselt sein! Eine der schönsten Wanderrouten ist der Panoramaweg am Attersee. Diese ist vor allem für gemütliche Wanderer geeignet und bietet tolle Aussichten auf den Attersee. Gut wandern kann man aber auch rund um den Wolfgangsee. Am besten startet ihr in St. Wolfgang und folgt dem Ufer in Richtung St. Gilgen – der Weg führt am Seeufer entlang und ist ebenfalls einfach zu bewältigen.


    wandern berge österreich

    Wandern in Niederösterreich

    In Niederösterreich findet ihr viele Wege, die sich besonders für Wanderungen mit Kindern und Hunden eignen. Gemütlich ist hier das Stichwort – wenn ihr beispielsweise einen entspannten Sonntag verbringen wollt, könnt ihr ruhig die Wanderrouten in Niederösterreich für euch entdecken. Besonders entspannt geht es in den sanften Hügeln des Weinviertels und des Wienderwalds zu. Kletterbegeisterte kommen wiederum in den Ötschergräben oder in den Waldviertler Klammen auf ihre Kosten. Niederösterreich ist einfach perfekt für einen kurzen Wandertrip über das Wochenende.


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    Wandern im Burgenland

    Wanderfreunde kommen auch rund um den Neusiedler See im Burgenland auf ihre Kosten. Spaziert über die schönen Wiesen, genießt die Ruhe am schönen Neusiedler See und stärkt euch zwischendurch in einem Heurigen – Burgenland ist perfekt für entspannte Wanderer, die es ruhig angehen wollen. Entdeckt die zahlreichen Naturparks mit Themenwegen, wie etwa die Weinstraßenwanderung im südburgenländischen Pinkatal, den Apfelweg im Neuhauser Hügelland oder den Kirschblütenweg entlang des Leithagebirges. Empfehlenswert ist auch die Weingebirgstour in Rechnitz – Burgenland ist einfach ideal für einen gemütlichen Wanderurlaub.


    Wandern am Grossglockner

    Wandern rund um Wien

    Wenn ihr dem Großstadttrubel in Wien mal entgehen wollt, solltet ihr unbedingt eine Wanderung unternehmen. Rund um Wien gibt es viele tolle Wander Möglichkeiten, die auf euch warten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug zum Kahlenberg? Das Wandergebiet bietet pure Idylle und eine tolle Aussicht auf die Stadt. Zudem könnt ihr euch in einem der Restaurants niederlassen und die tolle Atmosphäre genießen. Ebenfalls beliebt ist der Wienerwald, der zahlreiche Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden bietet. Insgesamt habt ihr hier 415 abwechslungsreiche Wanderungen zur Auswahl – da sollte für jeden etwas Passendes dabei sein!


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    Quelle: https://www.urlaubsguru.at/

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  • Die 12 schönsten Wanderwege in Deutschland


    Wir stellen zwölf Wandertouren vor: Von Niedersachsen bis Bayern und von der Pfalz bis zum Erzgebirge – für Einsteiger und Fortgeschrittene, für Familien und Individual-Wanderer. Plus: Wichtige Tipps für Anfahrt und Planung


    Wanderweg Heidschnucken Weg

    Lila Laune: Im Spätsommer führt der Heidschnuckenweg durch eine blühende Landschaft Foto: Markus Tiemann

    Heidschnuckenweg in Niedersachsen

    Die Route: Verbindet die schönsten Stellen der Lüneburger Heide* zwischen Hamburg und der Residenzstadt Celle. Der Weg schlängelt sich durch mehr als 30 große und kleine Heideflächen mit ihren Mooren, Birken und Findlingen. Auch für ungeübte Wanderer ist er hervorragend geeignet: Der höchste Punkt ist der Wilseder Berg mit gerade einmal 169 Metern. Wer Glück hat, sieht noch lila – die Heide blüht Anfang August bis Anfang September.

    Gesamtlänge/Etappen: 223 km/14 Teilstrecken von 7 bis 27 km Länge. Teilabschnitte zu gehen, ist möglich

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Von den Bahnhöfen Hamburg-Neugraben, Hamburg-Fischbek, Soltau, Unterlüß und Celle sowie von den Heideorten Egestorf und Hermannsburg sind Zugänge zum Heidschnuckenweg ausgewiesen. Außerdem verbindet bis Mitte Oktober der Heide-Shuttle* mehrere Orte an der Strecke mit den Regional-Bahnhöfen.


    Hier finden Sie weitere Informationen zum Heidschnuckenweg*

    Harzer Hexenstieg in Niedersachsen


    Zoom-InWanderweg Harzer Hexenweg

    Vier gewinnt: Teichkaskaden bei Clausthal-Zellerfeld/Harz Foto: PR


    Die Route: Führt von Osterode im Westen nach Thale im Osten durch das nördlichste Waldgebirge Deutschlands und quert dabei den Nationalpark Harz* mit seiner wilden Bergwelt. Sprichwörtlicher Höhepunkt: die Ersteigung des sagenumwobenen Brockens (1142 m). "Sagenhaft" auch die Landschaft: Grüne Misch- und Nadelwälder, felsige Schluchten und steil aufragende Klippen, Hochmoore und mittelalterliche Fachwerkstädtchen sind zu bestaunen, dazu Zeugnisse der mehr als tausendjährigen Bergbaugeschichte wie die schmalen Gräben des "Oberharzer Wasserregals".

    Gesamtlänge/Etappen: 94 km/fünf thematische Teiletappen und zwei Alternativ-Routen (geringere Höhenunterschiede). Einstiege können selbst gewählt werden.

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Zwischen Herzberg, Osterode und Gittelde stündliche, an Wochenenden zweistündliche Bahnverbindungen, teilweise mit direkter Weiterfahrt nach Seesen und Braunschweig.

    Hier erfahren Sie mehr zum Harzer Hexenstieg*

    Märkischer Landweg in Brandenburg


    Zoom-InWanderweg Märkischer Landweg

    Natur pur: unberührte Uckermark Foto: PR


    Die Route: Garantiert relaxtes, ungestörtes Wandern ohne größere Steigungen durch gleich drei Nationale Naturlandschaften – den Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Nationalpark Unteres Odertal* mit der letzten intakten Flussaue Europas. Wildromantische Wasserläufe und weite Seen wechseln mit dichten Wäldern und sehenswerten Städtchen ab – am besten viel Zeit einplanen!

    Gesamtlänge/Etappen: 217 km/10 Tagesetappen. Start entweder in Feldberg (Etappen 1a/2a) oder Fürstenberg (Etappen 1b/2b)

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Mit dem Regionalexpress von Berlin nach Fürstenberg. Oder mit der Regionalbahn bis Tantow, von dort mit dem Bus nach Mescherin.

    Weitere Informationen gibt es beim Tourismusamt der Uckermark*

    Höhenweg Rennsteig im Thüringer Wald


    Zoom-InWanderweg Rennsteig

    Historisches Highlight am Rennsteig: die Wartburg Foto: PR


    Die Route: Einst ein Weg für eilige Boten, belohnt dieser Kammweg* durch Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald heute jährlich bis zu 100.000 (!) Wanderer mit einer Fülle an malerischen Eindrücken: waldgekrönte Höhen, tiefe Täler, blühende Bergwiesen, großartige Ausblicke auf Dörfer, Burgen und Schlösser und viele historische Attraktionen versprechen Outdoor-Genuss pur.

    Gesamtlänge/Etappen: 170 km/8 Etappen zwischen 19 und knapp 26 km Länge. Einstieg überall möglich. Mit dem Rennsteigbus* kann man Etappen verkürzen oder auslassen.

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Hier finden Sie Infos über Bus- und Bahnverbindungen sowie den Rennsteig-Shuttle*

    Erfahren Sie hier mehr über den Rennsteig*

    Tipp Icon

    Richtig wandern: So bereiten Sie sich auf Ihre Tour perfekt vor


    1. Länge und Anstieg kalkulieren.

    Gerade Anfänger sollten sich nicht übernehmen – acht bis zehn Kilometer reichen als Einstieg aus. Generell gilt: Anfänger schaffen auf ebenem Untergrund pro Stunde maximal 4 Kilometer, auf bergigem möglicherweise nur die Hälfte. Im Anstieg werden 300 Höhenmeter pro Stunde veranschlagt, im Abstieg 500m.

    2. Die richtige Ausrüstung wählen.

    Schuhe & Socken: Für leichtere Wanderungen genügt ein knöchelfreier Multifunktionsschuh. Längere Touren auf anspruchsvolleren Bergwegen erfordern stabilere Schuhe mit gutem Profil, die über den Knöchel reichen. Spezielle Wandersocken mit Synthetik- und Wollanteilen reduzieren das Blasen-Risiko.

    Kleidung: Funktionsunterwäsche, Wander-Shirt, Wanderhose und eine Fleece- oder Isolationsjacke rüsten für nahezu alle Wetterlagen.

    Teleskopstöcke können für Entlastung sorgen, wenn der Rucksack sehr schwer, das Gelände besonders anspruchsvoll ist oder man unter Gelenkproblemen leidet.

    3. Genug Proviant mitnehmen.

    Auf einer Wandertour werden 350 bis 550 kcal pro Stunde verbraucht. Deshalb sollte man vor dem Start gut frühstücken und für unterwegs kohlenhydratreiche Lebensmittel einpacken (z.B. Studentenfutter, Obst, Vollkornbrot). Die erste Snackpause sollte man nach zwei Stunden machen, danach alle ein bis zwei Stunden immer wieder etwas essen. Regelmäßiges Trinken ist wichtig, am besten alle 15 bis 30 Minuten etwa 150 bis 200 ml Wasser, Kräuter- oder Früchtetees oder Saftschorlen.

    Der Kammweg: Sachsen, Thüringen & Bayern


    Zoom-InWanderweg Kammweg

    Wandern & Wissen: Moorlehrpfad im Erzgebirge Foto: René Gaens


    Die Route: "Miriquidi", Finsterwald, wurde das Erzgebirge* früher genannt. Und tatsächlich geben auf diesem Wanderweg – einem der ältesten Europas, der heute zu den Top Trails of Germany zählt – dichte Wälder den Ton an. Von Altenberg-Geising in Sachsen geht es durch das Thüringer Vogtland bis nach Blankenstein in Bayern. Neben seltenen Tieren und Pflanzen gibt es auch viel über das Leben in der Region zu entdecken – Museen, Handwerksbetriebe der erzgebirgischen Volkskunst, Zeugnisse des Bergbaus, Schlösser, Burgen und Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Sommerrodelbahnen und zwei Schmalspurbahnen.

    Gesamtlänge/Etappen: 285 km/17 Tagesetappen zwischen 18 und 30 km Länge. Einstieg überall möglich.

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Direkt am Kammweg oder nur wenige Gehminuten entfernt liegen insgesamt 14 Bahnhöfe, die von örtlichen oder Regional-Bahnen angefahren werden. An den Wochenenden und in Teilabschnitten verkehren auch Busse. Fahrpläne sind unter "Kontakt Verkehrsbände" auf der offiziellen Kammweg-Homepage zu finden.

    Hier geht es zur Kammweg-Homepage*

    Der Hochrhöner: Bayern, Hessen & Thüringen


    Zoom-InBrunnen in der Mittelalterstadt Tann

    Mittelalterliches Flair: Tann am Hochröhner Foto: Rhön GmbH/Arnulf Müller


    Die Route: Folgt den höchsten Erhebungen der Rhön, über Kreuzberg, Heidelstein, Wasserkuppe und Ellenbogen – spektakuläre Panoramen sind also garantiert! Die Wanderer begeistert eine außergewöhnliche Flora und Fauna, eine Komposition aus Hochmooren, Basaltseen, Buchenwäldern und Grünlandflächen, in denen sich seltene Orchideenarten, Trollblumen und Bergdisteln finden. Die besondere Naturlandschaft der Rhön, den sich die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen teilen, ist seit 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat* deklariert.

    Gesamtlänge/Etappen: 140 km/ 11 Tagesetappen zwischen 10 und 22 km Länge. Einstieg überall möglich.

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Reguläre und Wander-Busse fahren Dutzende Ziele in der Rhön an, teilweise auf Bestellung. Auch Rad-Mitnahme ist möglich, z.B. per "RhönRadBus".

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Wandern in der Rhön*

    Der Goldsteig im Oberpfälzer und Bayerischen Wald


    Zoom-InWanderweg Goldsteig

    Morgenstund‘ …: Teichlandschaft am Goldsteig Foto: Thomas Kujat


    Die Route: Der längste zertifizierte Qualitätswanderweg in Deutschland, der auch der längste Ultratrail Europas sowie einer der Top Trails of Germany ist, bietet Lauf-Genuss für jedes Niveau – die Südroute ist eher für Anfänger geeignet, die Nordroute geht hinauf auf Hohenbogen, Kaitersberg, Großer Arber & Co. Die Vielfalt ist faszinierend. So erwandert man auf einer Tour das "Land der 1000 Teiche", auf einer anderen gleich acht Tausender-Gipfel – an einem Tag! Auch das Blockmeer am Lusen oder die bizarren Granitfelsen am Dreisessel liegen auf der Strecke.

    Gesamtlänge/Etappen: 660 Kilometer/ 23 Tagesetappen zwischen 14,5 und 32 km Länge, dazu zahlreiche Zu- und Rundwege. Einstieg an jeder Etappe möglich.

    Tipps für die An-/Abfahrt mit ÖPNV: Mit dem RIT-Ticket der Bahn können Ziel- und Rückreisebahnhof voneinander abweichen. Bis Ende Oktober verkehren diverse Wanderbusse sowie die Ilztalbahn zwischen Donau und Moldau.

    Hier geht es zu den Tipps & Infos zum Goldstein-Wanderweg*



    Quelle: https://www.adac.de/

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  • Die fünfzehn schönsten Wanderungen in der Schweiz

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    Wolken ziehen auf am Brienzergrat im Berner Oberland. Blick über den Grat Richtung Westen, links das Berner Oberland, rechts das Entlebuch. (Bild: Christoph Ruckstuhl / NZZ)

    Entdecken Sie die Schweiz zu Fuss. Wir zeigen die fünfzehn schönsten Wanderungen – und erklären, warum sie sich lohnen. Von kurz bis lang, von leicht bis schwer ist für jeden etwas dabei.


    1. Von Grindelwald-First auf das Faulhorn

    9,3 km | Aufstieg: 544 m | Abstieg: 789 m | Dauer: 4 Stunden | Schwierigkeit: mittel

    Wer die Wanderung aufs Faulhorn zu einer Zweitagestour ausweitet, wird mit einem ganz besonderen Sonnenaufgang belohnt. (Bild: Swiss-Image)

    Wer die Wanderung aufs Faulhorn zu einer Zweitagestour ausweitet, wird mit einem ganz besonderen Sonnenaufgang belohnt. (Bild: Swiss-Image)

    Deswegen lohnt sie sich: Wegen eines Sprungs in den Bachalpsee und eines Getränks auf der Aussichtsterrasse auf dem Faulhorn, von der aus Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen sind. Wer oben übernachtet, bekommt am nächsten Morgen den unvergesslichen Sonnenaufgang mit Blick ins Tal und auf die Gletscher des Berner Oberlandes zu sehen.

    Die Route: Mit der Gondel von Grindelwald nach First. Von dort führt ein guter Weg zum Bachalpsee, in dem man bei gutem Wetter baden kann. Weiter Richtung Burgihütte und Gassenboden und schliesslich zum Gipfel des Faulhorns. Rückweg zur Bussalp, von wo aus der Postbus ins Tal fährt. Trittsicherheit ist unbedingt nötig. Option: In der Faulhornhütte übernachten, am nächsten Tag weiter über einen etwas anspruchsvolleren Wanderweg mit spektakulärem Blick hinunter zum Brienzersee zur Schynige Platte (inklusive dieser Option sind es 15 Kilometer, 871 Meter Aufstieg, 660 Meter Abstieg).

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    2 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS-Tracks – Grafik: mjk.

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    2. Von Wildhaus auf den Säntis

    8,6 km | Aufstieg: 1500 m | Abstieg: 0 m | Dauer: 5 Stunden | mittel bis schwer

    Der Blick hinunter vom Säntis zum Seealpsee. (Bild: Imago/Blickwinkel)

    Der Blick hinunter vom Säntis zum Seealpsee. (Bild: Imago/Blickwinkel)

    Deswegen lohnt sie sich: Steinböcke beobachten und vor dem Gasthaus am Rotsteinpass den Blick über die Meglisalp hinunter ins Appenzellerland geniessen.

    Die Route: Ab Wildhaus fährt man mit der Gondelbahn nach Gamplüt. Über Gersellen, Thurwis und Langenbüel und das Berggasthaus Schafboden gelangt man weiter auf den Rotsteinpass. Jetzt geht es hinauf zum Altmannsattel und über den leichten, mit Stahlseilen gesicherten Kletterweg über den Lisengrat zum Chalbersäntis und schliesslich auf den Säntis. Der Lisengrat ist nur schwindelfreien Wanderern zu empfehlen. Von dort mit der Bahn ins Tal. Im Frühsommer liegt häufig Schnee, unbedingt vorher die Bedingungen abklären. Trittsicherheit und gute Kondition sind erforderlich.

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    2 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS-Tracks

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    Der Lisengrat bietet die Eindrücke einer Hochgebirgstour, ist aber dank Treppenstufen und Drahtseilen als Geländer auch für den einigermassen geländegängigen Wanderer gut zu machen. (Bild: Arno Balzarini / Keystone)

    Die fünf attraktivsten Gratwanderungen

    Seit dem 19. Jahrhundert haben Alpenclub und Bergwirte einige der schönsten Grate für Touristen erschlossen. Wir stellen fünf Wanderungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden vor, die von Zürich aus locker in einem Tag bewältigt werden können.
    Adi Kälin 10.8.2018, 16:24

    3. Wandern rund um den Oeschinensee

    10 km | Aufstieg: 522 m | Abstieg: 1013 m | Dauer: 3,5 Stunden | mittel

    Blick vom Wanderweg auf den tiefblauen Oeschinensee oberhalb von Kandersteg. (Bild: Imago)

    Blick vom Wanderweg auf den tiefblauen Oeschinensee oberhalb von Kandersteg. (Bild: Imago)

    Deswegen lohnt sie sich: Wegen des türkisblauen Oeschinensees – viele nennen ihn den schönsten Bergsee der Alpen. Badesachen nicht vergessen und hineinspringen.

    Die Route: Mit der Bergbahn von Kandersteg hinauf nach Oeschinen. Von hier aus nimmt man den Rundwanderweg Heuberg, der oberhalb des Sees entlangführt. Dann steigt man ab zum See und geht zum Schluss gemütlich zu Fuss zurück nach Kandersteg. Mittelschwere Wanderung, gut ausgebauter Weg, aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (tiefe Blicke!) sind erforderlich. Eine Tour für Sportliche und Seenliebhaber.

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    500 m

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    Quellen: GPSIES, Oeschinensee.ch

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    4. Entlang des «Sentierone» im Verzascatal

    20,3 km | Aufstieg: 772 m | Abstieg: 582 m | Dauer: 7 Stunden | leicht bis mittel

    Im Sommer lockt das kühle Wasser der Verzasca. (Bild: Imago/Blickwinkel)

    Im Sommer lockt das kühle Wasser der Verzasca. (Bild: Imago/Blickwinkel)

    Deswegen lohnt sie sich: Um das türkisblaue Wasser, den Verzasca-Staudamm und der Ponte dei Salti in Lavertezzo zu bewundern. Wer sich traut, wagt den 14-Meter-Sprung von der Römerbrücke ins kühle Nass der Verzasca.

    Die Route: Entweder in Mergoscia (wie auf der Karte beschrieben) westlich des Flusses oder am Verzasca-Staudamm beginnen, dann weiter nach Corippo. Von dort nach Lavertezzo zur Römerbrücke mit dem Doppelbogen laufen, von Brione an weitet sich das Tal aus. Die pittoresken Dörfer Gerra und Frasco durchquerend, gelangt man nach Sonogno. Technisch einfach, aber lange Tagesetappe, die alternativ an zwei Tagen bewältigt werden kann. Ideal für alle, die mehrere Tage im Verzascatal im Tessin verbringen.

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    10 km

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    Quelle: GPS-Tracks – Grafik: koa.

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    5. Fünfseenwanderung am Pizol

    10,7 km | Aufstieg: 618 m | Abstieg: 973 m | Dauer: 4,5 Stunden | mittel

    Der Schottensee: nur ein Höhepunkt der Fünfseenwanderung am Pizol. (Bild: Imagebroker/Imago)

    Der Schottensee: nur ein Höhepunkt der Fünfseenwanderung am Pizol. (Bild: Imagebroker/Imago)

    Deswegen lohnt sie sich: Nicht nur ein oder zwei, sondern gleich fünf kristallklare Bergseen liegen am Weg dieser abwechslungsreichen Wanderung. Noch dazu lassen sich mit viel Glück Steinböcke, Gemsen und Adler beobachten.

    Die Route: Um den Ausgangspunkt zu erreichen, nimmt man in Wangs zwischen dem Walensee und Landquart die Pizolbahn zur Pizolhütte. Als Erstes erblickt man hinter dem Bergrestaurant den Wangsersee. Der Wanderweg startet hier und führt nach Westen. Hinter der Wildseelücke erreicht man den Wildsee, bevor man zum tiefblauen Schottensee absteigt. Den Pizolgletscher und den Piz Sardona im Rücken, kommt man zum dunklen Schwarzsee. Über die Ostflanke des Gamidaur zum fünften und letzten Bergsee, dem grünen Baschalvasee. Zum Schluss erreicht man die Mittelstation, von wo aus die Bergbahnen wieder zurück nach Wangs fahren. Zum Teil anspruchsvolle Aufstiege, für Liebhaber kleiner Bergseen.

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    2 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS-Tracks – Grafik: koa.

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    6. Aletschgletscher-Weg

    13,9 km | Aufstieg: 101 m | Abstieg: 824 m | Dauer: 4,5 Stunden | mittel

    Den Grossen Aletschgletscher, den längsten Gletscher der Alpen, kann man auf dieser Wanderung in seiner ganzen Pracht bestaunen. Im Hintergrund die Berge Jungfrau, Mönch und Eiger. (Bild: Swiss-Image)

    Den Grossen Aletschgletscher, den längsten Gletscher der Alpen, kann man auf dieser Wanderung in seiner ganzen Pracht bestaunen. Im Hintergrund die Berge Jungfrau, Mönch und Eiger. (Bild: Swiss-Image)

    Deswegen lohnt sie sich: Einer der schönsten Höhenwege der Schweiz. Blick auf den spektakulären Aletschgletscher, auf Jungfrau, Aletschhorn und Bietschhorn sowie auf weitere Viertausender im Süden.

    Die Route: Diese Wanderung im Kanton Wallis beginnt an der Bergstation der Gondelbahn Bettmerhorn. Von hier aus auf dem gut markierten Weg Richtung Norden wandern, während man den Grossen Aletschgletscher nun immer vor sich hat. Steinstufen im Fels führen nun in Richtung Märjelensee. Durchs Unners Tälli oder Obers Tälli (kürzere Variante durch den 1 Kilometer langen Tälligrattunnel) Richtung Salzgäb. Nun geht es nur noch abwärts Richtung Fiescheralp und Bettmeralp, von wo man die Gondel ins Tal nimmt. Für alle, die die Aussicht auf den längsten Gletscher der Alpen geniessen wollen und lieber abwärts als aufwärts wandern. Trittsicherheit im Geröll erforderlich.

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    5 km

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    Quelle: GPS-Tracks

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    7. Im Jura zum Creux du Van

    13,2 km | Aufstieg: 725 m | Abstieg: 725 m | Dauer: 5 Stunden | leicht bis mittel

    Der 150 Meter hohe Felsenkessel in der Form eines Hufeisens ist der Höhepunkt der Wanderung im Jura. (Bild: Alessandro Della Bella / Keystone)

    Der 150 Meter hohe Felsenkessel in der Form eines Hufeisens ist der Höhepunkt der Wanderung im Jura. (Bild: Alessandro Della Bella / Keystone)

    Deswegen lohnt sie sich: Um am beeindruckenden und furchteinflössenden Abgrund der 500 Meter tiefen Schlucht Creux du Van zu stehen.

    Die Route: Die Wanderung im Jura beginnt im verschlafenen Dorf Noiraigue in der Nähe des Neuenburgersees. In 14 Kehren schlängelt sich der Weg nach oben. Nach 725 Metern Aufstieg kommt man am hufeisenförmigen Felsenkessel Creux du Van an, immer wieder gibt es spektakuläre Blicke in die Tiefe. Eine technisch leichte, jedoch lange Wanderung. Wer den Blick hinunter wagen möchte, sollte schwindelfrei sein. Schöner Rundweg.

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    1 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS-Tracks

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    8. «Via Engiadina» von Maloja nach Silvaplana

    13,1 km | Aufstieg: 551 m | Abstieg: 560 m | Dauer: 4 Stunden | leicht bis mittel

    Blick auf Silvaplanersee (vorne) und Silsersee (hinten), wie man sie vom Süden her sieht. (Bild: Swiss-Image)

    Blick auf Silvaplanersee (vorne) und Silsersee (hinten), wie man sie vom Süden her sieht. (Bild: Swiss-Image)

    Deswegen lohnt sie sich: Weil das Engadin einfach weiter und offener ist als andere Alpentäler und weil dies eine nicht so häufig gemachte Wanderung für jedermann ist. Den Tag mit einer hausgemachten Engadiner Nusstorte in Silvaplana krönen.

    Die Route: Vom nördlichen Ortsende von Maloja geht es auf den Höhenweg. Man kommt vorbei an kleinen Bächen und geht durch Arven- und Lärchenwälder, immer wieder mit Blick auf den Silsersee und die umliegenden Berggipfel. So erreicht man bald das ursprüngliche Dorf Grevasalvas. Der Weg erreicht in Sils fast den Talboden und steigt dann nochmals an. Die Wanderung endet in Silvaplana. Tipp: Sie ist auch in umgekehrter Richtung möglich.

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    5 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Grafik: bue.

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    9. Der Sentiero Cristallina

    25 km | Aufstieg: 1250 m | Abstieg: 1200 m | Dauer: 11 Stunden (an 2 Tagen) | mittel bis schwer

    Am zweiten Tag der Wanderung zur Cristallinahütte kommt man in das idyllische Val Bavona im Maggiatal mit den typischen Steinhäusern. (Bild: Swiss-Image)

    Am zweiten Tag der Wanderung zur Cristallinahütte kommt man in das idyllische Val Bavona im Maggiatal mit den typischen Steinhäusern. (Bild: Swiss-Image)

    Deswegen lohnt sie sich: Technisch einfache, aber lange Tour mit traumhaften Gletscherausblicken. Zudem warten ein Bergsee zum Baden und jede Menge idyllische Tessiner Steinhäuser im Val Bavona.

    Die Route: Ab Ossasco (oder alternativ ab Ronco oder All’Acqua) wandert man über die Alp Cristallina zur Cristallinahütte. Erwähnenswert ist hier die tolle Aussicht auf den Basodino. Übernachtung in der Cristallinahütte (unbedingt reservieren!) oder im Zelt auf der flachen Wiese kurz vor dem letzten Aufstieg zum Pass. Am zweiten Tag geht man den Weg von der Hütte aus weiter nach Süden und vorbei an mehreren Bergseen bis zum Lago di Robiei. Von hier geht es zu Fuss oder mit der Seilbahn hinunter nach San Carlo im hintersten Teil des Val Bavona im oberen Maggiatal. Weiter wandert man der Maggia entlang und an Wasserfällen sowie stillen, hübschen Dörfchen vorbei bis Cevio. Achtung: Im Juli kann es hier noch Schnee geben, unbedingt das Wetter prüfen.

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    10 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS Tracks

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    10. Wandern entlang des Brienzergrats

    10,3 km | Aufstieg: 725 m | Abstieg: 980 m | Dauer: 4,5 Stunden | mittel bis schwer

    Eine grosse Steinbockkolonie lässt sich regelmässig entlang des Grates beobachten. (Bild: Christoph Ruckstuhl / NZZ)

    Eine grosse Steinbockkolonie lässt sich regelmässig entlang des Grates beobachten. (Bild: Christoph Ruckstuhl / NZZ)

    Deswegen lohnt sie sich: Der nach zwei Seiten steil abfallende Brienzergrat gilt als einer der schönsten Alpengrate überhaupt. Eine Steinbockkolonie lässt sich gut beobachten. Vor lauter Staunen sollte man ja nicht vergessen, auf den Weg zu achten.

    Die Route: Spektakulärer Wanderklassiker im Berner Oberland. Entweder zu Fuss oder mit dem Ruftaxi von Interlaken zur Alp Lombach. Im steilen Zickzackweg geht es hinauf zum Brienzergrat, auf den Aussichtsgipfel des Augstmatthorns und weiter auf dem Grat zum Suggiture mit nicht minder spektakulärer Aussicht. Endpunkt der Wanderung ist das Bergrestaurant Harder Kulm. Die Standseilbahn bringt Wanderer zurück ins Tal. Nur für Trittsichere und absolut Schwindelfreie geeignet. Optional: Ganz hartgesottene Wanderer begehen den gesamten Brienzergrat von Interlaken bis zum Brünigpass oder umgekehrt (38 Kilometer und ca. 3500 Meter Aufstieg).

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    2 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: Wegwandern.ch

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    11. Rund um die Gastlosen

    11 km | Aufstieg: 760 m | Abstieg: 760 m | Dauer: 4 Stunden | mittel

    Blick auf die Bergkette der Gastlosen, die auch als «Saanenländer Dolomiten» bezeichnet werden. (Bild: Martin Maegli / Swiss-Image)

    Blick auf die Bergkette der Gastlosen, die auch als «Saanenländer Dolomiten» bezeichnet werden. (Bild: Martin Maegli / Swiss-Image)

    Deswegen lohnt sie sich: Blick auf die wunderschöne und imposante Bergkette der Gastlosen und auf imposante Geröllfelder vor dem Wolfsort. Nicht entgehen lassen: die Tarte au vin cuit im Bergrestaurant Soldatenhaus.

    Die Route: Von dem kleinen Dorf Jaun nimmt man die Bergbahn hinauf zum Berghaus Gastlosen bzw. Musersbergli. Von hier geht es über sanfte Alpweiden und durch Wälder zum Soldatenhaus, wo man sich nicht nur verpflegen, sondern auch die herrliche Aussicht auf das Greyerzerland und die steilen Kalkwände der Gastlosen geniessen kann. Dann geht es weiter durch die artenreiche Pflanzenwelt im Stillwasserwald. Etwas steiniger wird es beim Wolfsort, dem höchsten Punkt der Wanderung, bevor es nach der Alp Grat in den dichten, ebenso artenreichen Mattenwald hinuntergeht. Tipp: Die Rundwanderung kann problemlos in beide Richtungen gemacht werden.

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    2 km

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    Quelle: Gps Tracks

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    12. Höhenweg Saas Fee–Grächen

    16,1 km | Aufstieg: 644 m | Abstieg: 963 m | Dauer: 6 Stunden | mittel bis schwer

    Der abwechslungsreiche Höhenweg von Saas Fee nach Grächen in der Nähe von Senggboden. (Bild: Benediktv / Flickr / CC BY 2.0)

    Der abwechslungsreiche Höhenweg von Saas Fee nach Grächen in der Nähe von Senggboden. (Bild: Benediktv / Flickr / CC BY 2.0)

    Deswegen lohnt sie sich: Abwechslungsreiche Tour mit wunderschönen Blicken auf das Saastal und auf die umliegenden Gletscher.

    Die Route: Dies ist die siebte Etappe der Tour Monte Rosa. Die Pioniere nannten diesen berühmten Höhenweg «Weg in die Stille». Die Wanderung startet in Grächen. Mit der Gondelbahn fährt man zur Hannigalp, von wo man das Massiv des Weisshorns sieht. Nach 45 Minuten erreicht man den schönen Aussichtspunkt Furggen, an dem man oft Gemsen und Steinböcke beobachten kann. Der Weg führt über Felsbänder, Hangschultern und Waldpartien und auch über ein Geröllfeld. Danach gelangt man zum Senggboden, bevor man hinunter nach Saas Fee gelangt. Achtung: Der Weg ist teilweise exponiert, aber gut gesichert.

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    5 km

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    Quelle: Gps Tracks

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    13. Vom Ofenpass nach Lü

    9 km | Aufstieg: 200 m | Abstieg: 417 m | Dauer: 3 Stunden | leicht bis mittel

    Blick über die Bergwiesen von Lü zum Ofenpass. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)

    Blick über die Bergwiesen von Lü zum Ofenpass. (Bild: NZZ / Christoph Ruckstuhl)

    Deswegen lohnt sie sich: Für alle, die schon immer einmal den dunkelsten Ort der Schweiz besuchen wollten, und jene, die lieber auf einsamen Wegen als mit Touristenströmen unterwegs sind. Auf der Wanderung kommt man zudem an eindrücklichen alten Arven vorbei.

    Die Route: Die Wanderung im schönen und abgelegenen Graubündner Münstertal beginnt am Ofenpass. Durch einen Arvenwald führt der Weg zur Alp da Munt. Weiter geht es mit schönen Ausblicken ins Tal, auf die eindrücklichen Bergspitzen des Piz Dora und des Piz Daint und auf die schneebedeckte Kuppe des Ortlermassivs zum Bergsee Lai da Juata. Hier ist mit 2260 Metern der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Über die bewirtschaftete Alp Champatsch kommt man ins kleine Dorf Lü, das als der dunkelste Ort der Schweiz bekannt ist. Ein nächtlicher Besuch der Sternwarte ist zu empfehlen.

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    Quelle: https://www.nzz.ch/

    2 km

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    Quelle: GPS Tracks – Grafik: koa.

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    14. Auf dem Planetenweg von Saint-Luc nach Zinal

    15 km | Aufstieg: 361 m | Abstieg: 866 m | Dauer: 4,5 Stunden | mittel

    Diese Wanderung im Wallis bietet spektakuläre Gletscher- und Bergblicke, wie hier auf Arbenhorn, Dent Blanche und Grand Cornier. (Bild: Keystone / Arno Balzarini)

    Diese Wanderung im Wallis bietet spektakuläre Gletscher- und Bergblicke, wie hier auf Arbenhorn, Dent Blanche und Grand Cornier. (Bild: Keystone / Arno Balzarini)

    Deswegen lohnt sie sich: Technisch leichte, aber lange Wanderung. Auf dem Planetenweg erkundet man zu Fuss alle neun Planeten unseres Sonnensystems.

    Die Route: Die Wanderung beginnt im Walliser Ferienort Saint-Luc, von wo aus man bereits einen traumhaften Blick auf das Val d’Anniviers und seine Viertausender hat. Von Saint-Luc aus nimmt man die Bergbahn nach Tignousa. Auf dem Planetenweg, der unser Sonnensystem repräsentiert, gelangt man zum Hotel Weisshorn. Die Wanderung führt Richtung Barneuza-Alp, wo Sie nach einer Stunde auf 2211 Metern ankommen. Steiler Abstieg mit grossartiger Aussicht auf das Tal nach Zinal. Die eindrücklichen Viertausender hat man immer im Blick: Bishorn, Weisshorn, Zinalrothorn und ganz am Horizont das Matterhorn.

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    5 km

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    Quelle: Valais.ch

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    15. Vom Gotthard ins Bedrettotal

    21 km | Aufstieg: 759 m | Abstieg: 864 m | Dauer: 8,5 Stunden an 2 Tagen | mittel bis schwer

    Im Gotthardmassiv lagern rund sieben Prozent der europäischen Wasservorräte Europas. Im Bild zu sehen: der Lucendro-Stausee. (Bild: Alexandra Kohler)

    Im Gotthardmassiv lagern rund sieben Prozent der europäischen Wasservorräte Europas. Im Bild zu sehen: der Lucendro-Stausee. (Bild: Alexandra Kohler)

    Deswegen lohnt sie sich: Lange Tour, die abwechslungsreiche Landschaften und traumhafte Blicke bietet. Heidelbeeren am Weg sammeln und ein Bier auf der Sonnenterrasse der idyllisch im Wald gelegenen Pianseccohütte geniessen.

    Die Route: Die ein- oder zweitägige Wanderung beginnt am Gotthardhospiz. Zuerst führt der Weg in einem Bogen entlang der Lucendro-Staumauer zum gleichnamigen Stausee. Dann geht es über grosse Steinblöcke und durch Geröll steil hinauf. Bald erreicht man einen kleinen klaren See, die Quelle der Reuss, bevor man schliesslich die Passhöhe erreicht. Von hier öffnet sich der Blick auf das Bedrettotal. Der Weg zur Hütte, wo Pause gemacht oder übernachtet werden kann, ist zwar noch weit, aber es geht jetzt auf dem schönen Höhenweg oberhalb des Bedrettotals hauptsächlich bergab. In der Pianseccohütte wird man auf der schönen Terrasse mit einem kühlen Getränk und dem Abendessen belohnt. Am nächsten Tag geht es nur noch ins Tal und vom beschaulichen All’Aqua mit dem Postbus zurück zum Gotthardhospiz.

    Tipp: Der Vier-Quellen-Weg ist ein signalisierter Wanderweg von rund 85 Kilometern Länge, der zu den Quellen der vier Flüsse Rhein, Reuss, Ticino und Rhone führt. Es können einzelne Etappen oder der gesamte Weg erwandert werden.

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    5 km

    © Mapbox & OpenStreetMap

    Quelle: GPS Tracks – Grafik: koa.

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    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • 53 Top-Wanderungen der Schweiz

    Top-Wanderungen der SchweizInsgesamt 53 einzigartige Wanderungen und Bergwanderungen zählen aktuell zum erlauchten Kreis der "Top-Wanderungen der Schweiz".

    9 im Berner Oberland, 6 in Graubünden, 4 im Jura, 1 im Mittelland, 1 in der Nordwestschweiz, 7 in der Ostschweiz, 7 im Tessin, 7 im Wallis, 3 in der Westschweiz, 7 in der Zentralschweiz und 1 in Liechtenstein.

    Berner Oberland / Brienzersee

    Höhenwanderung vom Brienzer Rothorn über den Arnihaaggen

    Höhenwanderung vom Brienzer Rothorn über den Arnihaaggen

    Die zu den Klassikern zählende Höhenwanderung beginnt gleich bei der Bergstation und führt zuerst in steilen Kehren hinunter in den Eiseesattel. Der malerische Eisee zieht dabei die Blicke auf sich. Die Gegensteigung zum Arnihaaggen treibt dann den Nichtschwindelfreien den Adrenalinspiegel mächtig in die Höhe ... >>

    Berner Oberland / Jungfrauregion

    Höhenwanderung der Extraklasse übers Faulhorn

    Höhenwanderung der Extraklasse übers Faulhorn

    Die Höhenwanderung von der Schynigen Platte über das Faulhorn zum First zählt zu den spektakulärsten Panoramatouren im Berner Oberland. Eiger, Mönch und Jungfrau fast ständig im Blickfeld, schlängelt sich der Wanderweg vorbei an den bizarren Felsformationen der Faulhornkette ... >>

    Berner Oberland / Haslital - Grimselwelt

    Bergwanderung zur Triftbrücke

    Bergwanderung zur Triftbrücke

    Spektakuläre Brücke in alpiner Landschaft. Fahrt von Schwendi mit der Triftbahn zur Station Underi Trift. Hier startet die Wanderung mit imposantem Tiefblick in die Triftschlucht. Höhepunkt der Wanderung ist die Überquerung der Triftbrücke ... >>

    Berner Oberland / Gstaad - Saanenland

    Höhenwanderung Wispile - Lauenensee

    Höhenwanderung Wispile - Lauenensee

    Mit der Gondelbahn geht es hinauf auf die Wispile. Die wunderschöne Höhenwanderung führt bis zum Chrinepass. Es folgt ein kurzer steiler Abstieg in Richtung Lauenen und Lauenensee. Auf dem Weg zum Lauenensee eröffnen sich attraktive Aussichten aufs Wildhornmassiv ... >>

    Berner Oberland / Thunersee

    Höhenwanderung auf dem Niederhorn

    Höhenwanderung auf dem Niederhorn

    Das Sigriswiler Rothorn und das Niederhorn dominieren in beeindruckender Weise das nördliche Ufer des Thunersees. Schroffe Zackenformationen beherrschen die Szenerie. Dazwischen zwängt sich das Justistal mit seinem sichelförmigen Talabschluss. Beide Gipfel eignen sich - obwohl es vom Thunersee her betrachtet nicht wirklich danach aussieht - vorzüglich zum Wandern ... >>

    Berner Oberland / Adelboden

    Panoramawanderung hoch über Adelboden

    Panoramawanderung hoch über Adelboden

    Wer vom Sillerenbühl ins Rund der Bergkolosse blickt, kann sich eigentlich kaum vorstellen, dass diese Alp erst seit 1990 mit einer Bergbahn erschlossen wurde. Im Westen zeigt das Albristhorn seine schroffen Wände. Im Süden beherrscht das gewaltige Massiv des Wildstrubels die Szene. Da kann selbst der zerfurchte Gipfel des Ammertenhorns nichts dagegen ausrichten ... >>

    Berner Oberland / Haslital - Grimselwelt

    Wanderung zum Gelmersee

    Wanderung zum Gelmersee in der Grimselregion.

    Die atemberaubende Fahrt mit der steilsten Standseilbahn Europas lässt die Herzen schneller schlagen. Der Bergweg führt im Uhrzeigersinn um den Traumhaften Gelmersee (auch nur Rundwanderung um den See möglich) und anschliessend ins Tal via Chüenzentennlen Richtung Handegg ... >>

    Berner Oberland / Kandersteg

    Bergwanderung hoch über dem Oeschinensee

    Bergwanderung hoch über dem Oeschinensee.

    Als schönsten Bergsee der Alpen bezeichnen die Kandersteger den Oeschinensee nicht ganz unbescheiden. Wer den See in Natura gesehen hat, kann dem kaum widersprechen. Eingebettet respektive eingepfercht zwischen mächtigen Felswänden glänzt der See in sattem Türkisblau und sorgt dabei für ein Naturspektakel sondergleichen ... >>

    Berner Oberland / Naturpark Gantrisch und Simmental

    Höhenwanderung vom Gurnigel zum Stockhorn

    Höhenwanderung vom Gurnigel zum Stockhorn

    Zwischen dem Gurnigelgebiet und dem Simmental erhebt sich die impossante Gantrischkette, zu der auch der markante Felsgipfel des Stockhorns gehört. Entlang dieser Kette führt ein Höhenweg, der zu den Klassikern unter den Höhenwanderungen gehört ... >>

    Graubünden / Oberengadin

    Höhenwanderung mit Ausblicken auf Silvaplaner- und Silsersee

    Höhenwanderung mit Ausblicken auf Silvaplaner- und Silsersee

    Das Wandergebiet rund um die Oberengadiner Seenplatte gehört ganz bestimmt zu den spektakulärsten und beliebtesten der Schweiz. Doch selbst hier, wo die Natur in fast verschwenderischer Art eine malerische Landschaft hingezaubert hat, gibt es noch Touren, die alle anderen überstrahlen ... >>

    Graubünden / Unterengadin

    Bergwanderung im Schweizerischen Nationalpark

    Bergwanderung im Schweizerischen Nationalpark

    Die Bergwanderung vom Ofenpass nach Il Fuorn führt zu grossen Teilen durch die grandiosen Landschaften des Schweizer Nationalparkes. Er ist der älteste Naturpark der Alpen und hat eine Fläche von 172.4 km2. Bezaubernde Föhrenwälder prägen die Zonen, die unterhalb der Baumgrenze liegen ... >>

    Graubünden / Oberengadin

    Panoramawanderung hoch über Pontresina

    Panoramawanderung hoch über Pontresina

    Eine klassische Wanderroute der besonderen Art schlängelt sich hoch über Pontresina von der Alp Languard hinüber nach Muottas Muragl. Eine einzige Panorama-Show präsentiert sich dem Besucher. Angefangen bei den mächtigen Massiven von Piz Palü (3'901 m) und Piz Bernina (4'049 m), öffnen sich etwa in der Mitte der Wanderung die Blicke ins malerische Val Roseg ... >>

    Graubünden / Oberengadin

    Bergwanderung zur Dreifach-Wasserscheide am Pass Lunghin

    Bergwanderung zur Dreifach-Wasserscheide am Pass Lunghin

    Die Passwanderung von Maloja über den Pass Lunghin und den Pass da Sett nach Bivio zählt zu den spektakulärsten Passwanderungen in den Alpen. Eine Besonderheit der speziellen Art gibt es auf dem Pass Lunghin zu bestaunen. Genau auf der Passhöhe befindet sich nämlich die einzige dreifache Wasserscheide Europas ... >>

    Graubünden / Surselva

    Bergwanderung zur Rheinquelle am Tomasee

    Bergwanderung zur Rheinquelle am Tomasee

    Die landschaftlich reizvolle Wanderung im Grenzgebiet von Graubünden und Uri führt vom Oberalppass hinauf bis zur Rheinquelle am Tomasee. Der Rhein zählt zu den grossen und bedeutenden Flüssen Europas. Dem entsprechend sollte sich also auch seine Quelle präsentieren. Beim Vorderrhein, welcher aus dem Tomasee entspringt, ist dies zweifellos der Fall ... >>

    Graubünden / Davos-Klosters

    Höhenwanderung vom Gotschnagrat ins Parsenngebiet

    Höhenwanderung vom Gotschnagrat ins Parsenngebiet

    Die Panoramawanderung vom Gotschnagrat via Parsenn zur Station Höhenweg hält, was der Name verspricht. Beim Start auf dem Gotschnagrat liegt das gesamte Prättigau zu Füssen. Nicht selten scheint die Bezeichnung Panoramaweg für einen Wanderweg doch etwas gar an den Haaren herbei gezogen ... >>

    Jura / Neuenburger Jura

    Rundwanderung von Noiraigue zum Creux du Van

    Rundwanderung von Noiraigue zum Creux du Van

    Der spektakuläre Felszirkel des Creux du Van steht im Mittelpunkt dieses Wanderklassikers. Das hufeisenförmige Felsband ist bis zu 160 m hoch und weist einen Durchmesser von rund einem Kilometer auf. Ein Paradies für Murmeltiere, Steinböcke und Raubvögel ... >>

    Jura / Waadländer Jura

    Höhenwanderung über den Mont Tendre

    Höhenwanderung über den Mont Tendre

    Der 1679 m hohe Mont Tendre liegt mitten im waadtländer Jura und ist der höchste Gipfel im Schweizer Jura. In mehreren Stufen verläuft der Aufstieg vom Lac de Joux hinauf auf den Berg. Kurz vor dem Gipfel wird das Chalet du Mont Tendre erreicht. Von der riesigen Terrasse aus öffnet sich ein unglaubliches Panorama auf den Genfersee und auf die Alpen ... >>

    Jura / Berner Jura

    Höhenwanderung über den Geissrücken zum Chasseral

    Höhenwanderung über den Geissrücken zum Chasseral

    Grandiose Bergwanderung von Frinvillier über den Geissrücken hinauf zum 1'607 m hohen Chasseral. Zahlreiche Wanderrouten führen auf den markanten Chasseral, aber die Variante via Geissrücken gehört ganz eindeutig zu den spektakululärsten und lohnensten ... >>

    Jura / Neuenburger- und Waadländer Jura

    Wanderung durch die Schlucht der Poëta Raisse

    Wanderung durch die Schlucht der Poëta Raisse

    Die abwechslungreiche Wanderung vom Val de Travers durch die Schlucht Poëta Raisse zum Aussichtsberg Chasseron und weiter zum Ferienort Ste-Croix ist eine Tour durch die Geschichte dieser Gegend. Tiefe Schluchten mit bizarren Felsformationen, weite Juraweiden, auf denen die Kräuter für den Absinth wachsen ... >>

    Mittelland / Emmental

    Rundwanderung zur Alp Rämisgummen

    Rundwanderung zur Alp Rämisgummen

    Wanderung durch das Emmental rund um die Alp Rämusgummen. Der Rämisgummen gilt als eine der schönsten Alpen im Bernbiet. Zwischen den Oberläufen von Emme und Ilfis dehnt sie sich in 1’200 - 1’300 m ü.M. auf einer Fläche von 130 ha aus und bietet Sömmerung für 220 Stück Vieh. Sie wandern von Eggiwil aus via Hürlisegg auf den Pyffer ... >>

    Nordwestschweiz / Solothurner Jura

    Wanderung zum höchsten Gipfel im Kanton Solothurn

    Wanderung zum höchsten Gipfel im Kanton Solothurn

    Die Wanderung vom Balmberg auf den Grenchenberg gehört zu den schönsten Jurawanderungen. Grandiose Aussichten auf das Mittelland und das Aaretal sind ständige Begleiter auf der Tour über die vorderste Jurakette. An besonders schönen Tagen geht der Blick vom Pilatus entlang der gesamten Alpenkette bis hinüber zum Mont Blanc ... >>

    Ostschweiz / Heidiland

    5 Seen Wanderung am Pizol

    5 Seen Wanderung am Pizol

    Fünf kristallklare Bergseen und grandiose Ausblicke auf die Ostschweizer Alpenwelt und gleich auf vier Länder (Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland) prägen die Bergwanderung von der Pizolhütte nach Gaffia. Die 5 Seen Wanderung am Pizol gehört zu recht zu den Klassikern unter den Bergwanderungen ... >>

    Ostschweiz / Appenzellerland

    Bergwanderung zum Seealpsee, Äscher und Ebenalp

    Bergwanderung zum Seealpsee, Äscher und Ebenalp

    Die Bergwanderung von Wasserauen via Seealpsee und Äscher hinauf zur Ebenalp ist landschaftlich äusserst spektakulär. Nirgens sonst in der Schweiz vollzieht sich der Wechsel von mittelländischer Hügellandschaft in die von Felsen dominierte Alpenwelt so rasch und beeindruckend wie im Alpsteingebiet ... >>

    Ostschweiz / Appenzellerland

    Drei Seen-Wanderung im Alpsteingebirge

    Drei Seen-Wanderung im Alpsteingebirge

    Von Wasserauen wandern Sie dem Schwendebach entlang taleinwärts und steigen hoch zum Seealpsee. Am Ende des Sees führt der Weg links hinauf durch schönen Mischwald zu den Felsbändern am Unterstrich. Kurze Zeit später erreichen Sie das idyllische Sennendörflein Meglisalp ... >>

    Ostschweiz / Toggenburg

    Gipfelwanderung zum Chäserrugg und Hinterrugg

    Gipfelwanderung zum Chäserrugg und Hinterrugg

    Die anspruchsvolle Bergwanderung führt von der Station Iltios hinauf zum Chäserrugg und via Hinterrugg wieder zurück nach Iltios. Das Toggenburg wird umrahmt von den mächtigen Massiven der Churfirsten und des Säntis. Die schroffen Felsformationen stehen im Kontrast zum sanften Talgrund. Das sagenumwobene Tal gehört zu den schönsten Wandergebieten der Schweiz ... >>

    Ostschweiz / Toggenburg

    Bergwanderung von Wildhaus zum Säntis

    Bergwanderung von Wildhaus zum Säntis

    Anspruchsvolle Gipfelwanderung vom Kurort Wildhaus im Toggenburg hinauf zum Säntis. Die Tour beginnt in Wildhaus und führt über die Schönenbodenstrasse hinauf zur Bodenalp und nach Gamplüt. Der Abschnitt nach Gamplüt kann mühelos auch mit der Gondelbahn zurück gelegt werden. Bevor es weiter geht, lassen sich die steilen Flanken vom Wildhauser Schafberg bestaunen ... >>

    Ostschweiz / Heidiland

    Höhenwanderung zur Spitzmeilenhütte

    Höhenwanderung zur Spitzmeilenhütte

    Die Höhenwanderung vom Maschgenkamm zur Spitzmeilenhütte zählt zu den Klassikern der Flumserberge. Wahrzeichen der Flumserberge und Teil der Teknonikarena Sardona, welche seit 2008 ins UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen wurde, ist der 2501 m hohe Gipfel des Spitzmeilen ... >>

    Ostschweiz / Glarnerland

    Panoramawanderung hoch über Braunwald

    Panoramawanderung hoch über Braunwald

    Nun, es gibt Panorama-Wanderungen und Panorama-Wanderungen. Solche, die sich einfach mal mir nichts, dir nichts so bezeichnen lassen, und es gibt jene, wo der Name hält, was er verspricht. Die Panorama-Wanderung hoch über Braunwald zählt definitiv zu jenen, wo drin ist, was drauf steht. Da präsentiert sich zunächst einmal mehr oder weniger die gesamte Bergprominenz der Glarner Alpen ... >>

    Tessin / Gotthard-Region

    Bergwanderung zu fünf Bergseen in der Gotthardpass-Region

    Bergwanderung zu fünf Bergseen in der Gotthardpass-Region

    Die Atemberaubende Bergwanderung vom Gotthardpass vorbei an fünf wunderschönen Bergseen wieder zurück zum Gotthardpass. Der Startpunkt der Rundwanderung befindet sich beim Ospizio auf dem vermutlich legendärsten aller Alpenpässe, dem Gotthardpass ... >>

    Tessin / Region Lugano

    Traversata vom Monte Tamaro zum Monte Lema

    Traversata vom Monte Tamaro zum Monte Lema

    Die Höhenwanderung vom Monte Tamaro auf den Monte Lema gehört zu Klassikern unter den Höhentouren. Einmalige Aussichten begleiten die gesamte Tour. Der Blick reicht von der Leventina über den Lago Maggiore, den Luganersee bis weit in die umliegenden Täler hinein. In der Ferne präsentieren sich die Walliser Alpen im Westen und die Bünder Alpen im Osten ... >>

    Tessin / Region Lugano

    Klassische Wanderung über den Mt. San Salvatore nach Morcote

    Klassische Wanderung über den Mt. San Salvatore nach Morcote

    Die Wanderung von Lugano-Paradiso über den San Salvatore nach Morcote zählt zu den Höhepunkten in jedem Wandererleben. Der markante Gipfel bietet fantastische Aussichtspunkte ohne Ende. Die Flora ist von einzigartiger Vielfalt. Dem happigen Aufstieg von Paradiso zum Gipfel folgt ein herrlicher Abstieg durch Kastanienwälder nach Carona ... >>

    Tessin / Region Lugano

    Wanderung vom Valcolla auf den Monte Bar

    Wanderung vom Valcolla auf den Monte Bar

    Wandertechnisch stellt der Monte Bar nicht die geringste Herausforderung dar. Ein wenig Kondition braucht es aber schon um den Grasgipfel hoch über dem Valcolla zu erreichen. Mindestens 800 Höhenmeter liegen zwischen den Dörfern im Valcolla und dem 1'816 m hohen Gipfel. Ausgedehnte Birkenwälder prägen die Südhänge im Tal ... >>

    Tessin / Region Lago Maggiore

    Wanderung von Cardada über Monti di Lego nach Orselina

    Wanderung von Cardada über Monti di Lego nach Orselina

    Grandiose Aussichtspunkte gibt's im Tessin fast wie Sand am Meer. Dennoch schaffen es einige von ihnen in eine Liga, die doch noch eine Klasse höher liegt. Ganz bestimmt in diese Kategorie gehört auch die Aussichtsplattform auf der Cardada. Alleine die Konstruktion in Form eines hängenden Steges ist einen Besuch wert ... >>

    Tessin / Region Mendrisiotto

    Bergwanderung von Muggio auf den Monte Generoso

    Wanderung von Cardada über Monti di Lego nach Orselina

    Knackige Gipfelwanderung vom ursprünglichen Valle di Muggio hinauf zum Panoramagipfel Monte Generoso. Grandiose Ausblicke begleiten fast den gesamten Routenverlauf ... >>

    Tessin / Airolo - Val Piora

    Rundwanderung im Val Piora

    Rundwanderung im Val Piora

    Sie werden sich inmitten einer der überwältigendsten und fast unberührten Landschaften des gesamten Tessins finden. Und Sie werden entdecken, warum diese Landschaft als Paradies der alpinen Wasserspiegel bezeichnet wird. Der Seen-Weg der Val Piora weiss seine Besucher in Erstaunen zu versetzen - und das wird auch Ihnen passieren ... >>

    Wallis / Aletschregion

    Höhenwanderung über dem Aletschgletscher

    Höhenwanderung über dem Aletschgletscher

    Die Höhenwanderung von der Fiescheralp via Märjelensee zur Moosfluh führt durch eine Bergwelt, die ihresgleichen sucht. Wohl zurecht erhielt das Aletschgebiet im Jahr 2001 die Auszeichnung "UNESCO Weltnaturerbe". Im Zentrum der Schutzzone, die von der Jungfrau bis zum Bietschhorn reicht, steht natürlich der 24 km lange und bis zu 900 m dicke Aletschgletscher ... >>

    Wallis / Aletschregion

    Bergwanderung zur Hängebrücke über die Massaschlucht

    Bergwanderung zur Hängebrücke über die Massaschlucht

    Die Wanderung von der Riederalp hinüber zur Belalp gilt seit jeher als absoluter Klassiker. Die frühere Passage über den Aletschgletscher machte aber die Tour zur Bergwanderung mit alpinem Charakter, weshalb sie dem Gros der Wanderer aus Mangel an bergtechnischen Fähigkeiten vorenthalten blieb ... >>

    Wallis / Zermatt

    5 Seen Wanderung in Zermatt

    5 Seen Wanderung in Zermatt

    Der 5-Seenweg ist der Wanderweg der Superlative in der Zermatter Bergwelt: das Matterhorn spiegelt sich in zwei dieser Bergseen. Die Aussicht auf die vielen Bergriesen ist einmalig und die Wanderroute höchst abwechslungsreich. Der Weg führt zu den Seen Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee und Leisee ... >>

    Wallis / Saastal

    Höhenwanderung im Antlitz der Walliser 4000er

    Höhenwanderung im Andlitz der Walliser 4000er

    Auf der Höhenwanderung von Gspon nach Saas Grund stehen die höchsten der hohen schweizer Berge Spalier. Angeführt wird der Reigen der Berggiganten vom 4545 m hohen Dom. Dazu gesellen sich eine ganze Reihe weiterer Viertausender. Etwas schwerer Aufmerksamkeit zu erhaschen, ist es auf dieser Tour für das Bietschhorn, liegt es doch stets im Rücken der Wanderer ... >>

    Wallis / Lötschental

    Lötschentaler Höhenweg von der Fafleralp zur Lauchernalp

    Lötschentaler Höhenweg von der Fafleralp zur Lauchernalp

    Ganz egal in welcher Richtung man den Lötschentaler Höhenweg wandert - ob von der Fafleralp auf die Lauchernalp und weiter bis nach Goppenstein oder umgekehrt - diese Höhenroute zählt ganz sicher zu den grandiosesten ihrer Art. Wilde Bergbäche sprudeln von den Gletschern der umliegenden Berge hinunter und sammeln sich in der Lonza ... >>

    Wallis / Leukerbad

    Passwanderung über den Gemmipass ins Berner Oberland

    Passwanderung über den Gemmipass ins Berner Oberland

    Die historische Passwanderung von Leukerbad über den Gemmipass ins Berner Oberland kann ohne Übertreibung als Klassiker der Klassiker bezeichnet werden. Gespannt fällt der Blick von Leukerbad hinauf zu den gigantischen Felstürmen der Gemmiregion. Wo nur soll dort ein Weg durchführen, scheint die berechtigte Frage zu sein ... >>

    Wallis / Crans-Montana

    Bergwanderung hinauf zum Plaine Morte Gletscher

    Bergwanderung hinauf zum Plaine Morte Gletscher

    Fünf Kilometer lang, zwei Kilometer breit, bis zu 235 m dick und rund 2700 m hoch gelegen. Das klingt ganz beeindruckend. Dennoch sagen die nackten Zahlen nicht wirklich viel aus über den Glacier de la Plaine Morte. Der Gletscher bildet ein gewaltiges Hochplateau und die Berge rings um die Plaine Morte überragen das Plateau nur gerade um 200 bis 600 m ... >>

    Westschweiz / Gastlosen

    Panoramawanderung rund um die Gastlosen

    Panoramawanderung rund um die Gastlosen

    Grandiose Bergwanderung einmal rund um die Gastlosen. Die Kalkformationen des bis zu 2'000 m hohen Gastlosen-Massivs stehen im Zentrum dieser durchaus anspruchsvollen Bergwanderung. Passagen im Aufstieg zum Wolfs Ort und der Abstieg von der Alp Grat kann man problemlos mit dem Schwierigkeitsgrad T2+ bezeichnen ... >>

    Westschweiz / Greyerzerland

    Gipfelwanderung zum Moléson

    Gipfelwanderung zum Moléson

    Der Moléson kann ohne Übertreibung als Wahrzeichen des Greyerzerlandes bezeichnet werden. Seine mehr oder weniger freistehende Lage an der Grenze von Voralpen und Mittelland sorgt dafür, dass der 2000 m hohe Gipfel von weit her zu sehen ist. Wirkliche Bekanntheit verdankt die Region allerdings dem Städtchen Gruyères ... >>

    Westschweiz / Schwarzsee und Greyerzerland

    Wanderung vom Schwarzsee über La Balisa nach Charmey

    Wanderung vom Schwarzsee über La Balisa nach Charmey

    Spektakuläre Höhenwege prägen die Wanderung vom Schwarzsee über die Balisa nach Charmey. Der Start der Tour befindet sich in Schwarzsee. Der gleichnamige See erfreut sich vor allem bei den Stadtfreiburgern grosser Beliebtheit. Es ist seine Lage inmitten mächtiger Bergketten, welche den Schwarzsee vorwiegend an den Wochenenden zum hochfrequentierten Ausflugsziel machen ... >>

    Zentralschweiz / Uri und Engelberg

    Passwanderung von Brüsti über den Surenenpass

    Passwanderung von Brüsti über den Surenenpass (Bild: © Gabrielle Merk)

    Einzigartige Passwanderung von Brüsti über den Surenenpass zur Fürenalp bei Engelberg. Der Start der Tour befindet sich bei der Seilbahnstation Brüsti hoch über dem Urner Reusstal. Damit erspart man sich gut 1'000 Höhenmeter, die Tour ist aber auch so noch ziemlich anspruchsvoll ... >>

    Zentralschweiz / Engelberg und Melchsee-Frutt

    4 Seen Wanderung von Engelberg zur Melchsee-Frutt

    4 Seen Wanderung von Engelberg zur Melchsee-Frutt

    Die "4 Seen Wanderung" in der Jochpassregion gehöhrt zu den schönsten Wanderungen in der Zentralschweiz, ja in der Schweiz. Die fantastische Bergwelt rund um den mächtigen Titlis, die einzigartige Flora, der spiegelglatte Trübsee, der tiefblaue Engstlensee, der türkisfarbene Tannensee, der malerische Melchsee ... >>

    Zentralschweiz / Engelberg

    Höhenwanderung auf dem Walenpfad

    Höhenwanderung auf dem Walenpfad

    Der ausgezeichnet ausgebaute Walenpfad führt hoch über dem Engelberger Tal von der Seilbahnstation Ristis hinüber zur Bannalp. Atemberaubende Panoramas und grandiose Berglandschaften begleiten den gesamten Routenverlauf. Prädikat "sehr empfehlenswert" ... >>

    Zentralschweiz / Stoos

    Panoramatour vom Klingenstock zum Fronalpstock

    Panoramatour vom Klingenstock zum Fronalpstock

    Panoramaschwangere Höhenwanderung vom Klingenstock über den Gratweg bis zum Fronalpstock. Der Gratweg ist zwar kurz, dafür äusserst intensiv und proppenvoll mit emotionalen Momenten. Ein Feuerwerk aus schönsten Panoramas sozusagen. Das Who-is-who der Zentralschweizer Alpenwelt steht dabei Spalier ... >>

    Zentralschweiz / Vierwaldstättersee

    Höhenwanderung von Rigi-Kaltbad zum Urmiberg

    Höhenwanderung von Rigi-Kaltbad zum Urmiberg

    Die Rigi - Königin der Berge - wird umgeben von zahlreichen Seen der Zentralschweiz. Ein Wanderparadies, das seinesgleichen sucht. Die Höhentour vom Kaltbad über die Scheidegg zum Urmiberg ist denn auch eine Wanderung der Superlative. Einmalige Aussichten, teilweise auf bis zu vier Seen gleichzeitig, sind garantiert ... >>

    Zentralschweiz / Uri

    Wanderung auf dem Schächentaler Höhenweg

    Wanderung auf dem Schächentaler Höhenweg

    Ohne Zweifel gehört der Schächentaler Höhenweg zu den Toptouren seiner Gilde. Freie Sicht aufs Urnerland könnte der Untertitel zu einer Beschreibung des Schächentaler Höhenwegs lauten. Der meist angenehm breite Weg führt vom Klausenpass auf der Sonnenseite des Schächentals bis nach Eggberge ... >>

    Zentralschweiz / Uri

    Rund um den Göscheneralpsee

    Höhenroute Strada degli Alpi hoch über dem Bedrettotal

    Die Jahrelang haben Forscher der ETH im Vorfeld des Dammagletschers geforscht. Jetzt können Wanderer an den Resultaten teilhaben: auf dem Klimahörpfad rund um den Göscheneralpsee. Der Weg beginnt auf dem Staudamm und führt über Alpenrosenhänge zum kargen Vorfeld des Dammagletschers, auf eine Seitenmoräne und durch Hochmoore ... >>

    Fürstentum Liechtenstein / Malbun

    Panoramawanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg

    Panoramawanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg

    Der Fürstin-Gina-Weg führt auf grandiosen Höhenwegen über den Augstenberg zur Pfälzerhütte und nach Malbun. Gewiss war Fürstin Gina von Liechtenstein - mit bürgerlichem Namen Georgina von Wilczek - zu Lebzeiten eine zierliche Person. Wer deswegen erwartet, dass es sich beim Fürstin-Gina-Weg um einen gemütlichen Spaziergang am Liechtensteinischen Rheinufer handelt, der liegt vollkommen daneben ... >>

    Quelle: https://www.wanderungen.ch/de/

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  • "Liberation Route Europe"

    Neuer Wanderweg durch Europa

    Rund 3.000 Kilometer lang soll die Wanderstrecke sein. Ab Mai 2020 führt sie von London durch mehrere Länder bis nach Berlin. Wichtige Orte der Befreiung Europas durch die Alliierten säumen den Weg.

    Zur Befreiung Europas durch die Alliierten vor 75 Jahren entsteht ein besonderer Weitwanderweg: Entlang der bestehenden "Liberation Route Europe" führt ein Wanderpfad ab dem kommenden Jahr von London über Frankreich, Belgien und die Niederlande nach Berlin.

    Die Eröffnung des Weitwanderwegs ist für Mai 2020 geplant. Darauf macht das Niederländische Büro für Tourismus aufmerksam.

    Länderübergreifende Gedenkstätte

    Entlang des Weges stehen Vektoren, die der Architekt Daniel Libeskind entworfen hat und die wichtige Orte aus der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs markieren. Sie sollen im Abstand von jeweils fünf Kilometern zueinander aufgestellt werden. Die rund 3.000 Kilometer lange Route verbindet bestehende Wege miteinander.


    In Europa finden 2019 und 2020 zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, die sich dem Kriegsende vor 75 Jahren widmen. Die Liberation Route Europe versteht sich als länderübergreifende Gedenkstätte.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Wandern für Anfänger: 10 unverzichtbare Tipps

    Wandern wird immer beliebter. Laut des Forschungsberichts des deutschen Ministerium für Umwelt und Technologie wandern 30% der Deutschen mindestens ein Mal pro Monat. Davon geht die Hälfte sogar mehrmals pro Monat wandern.

    Gründe für einen ausgedehnten Gang in der Natur gibt es mehr als genug. Doch was muss man als Wanderanfänger*in beachten?

    Wir haben 10 unverzichtbare Tipps für Neulinge in der Wanderwelt.


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    # 1 – Die richtige Route

    Die Wahl der passenden Wanderung ist essentiell. Während ein Spaziergang über die Felder hinterm Haus sicherlich kaum Planung bedarf, sieht die Sache bei mehrstündigen Aufenthalten in der Natur schon anders aus.

    Treffen Sie Ihre Entscheidung für die richtige Route anhand folgender Kriterien:

    • persönliches Fitnesslevel aller (!) Beteiligten
    • verfügbares Tageslicht
    • Wetterlage

    Beginnen Sie lieber mit kürzeren Strecken auf ausgeschilderten Wanderwegen. Picknicks, Foto-Stops und Pausen für Kinder oder untrainierte Mitwanderer dauern immer länger als gedacht. Die Angaben auf Schildern und Info-Tafeln geben meist nur die reine Laufzeit an und rechnen alle nötigen Pausen nicht mit.

    In den Winter und Herbstmonaten wird es außerdem bereits am Nachmittag dunkel, besonders wenn der Himmel bedeckt ist. Planen Sie immer einen Zeitpuffer ein.

    Checken Sie den Wetterbericht am Vortag und am morgen zuvor, dann ist er am zuverlässigsten. Packen Sie Ihren Rucksack entsprechend. Oft findet sich im Umkreis verschiedenes Mikro-Klima, so dass Sie schlechtes Wetter oft vermeiden können.

    # 2 – Realistische Selbsteinschätzung

    Steigern Sie Schwierigkeitsgrad und Länge Ihrer Wanderungen entsprechend Ihres Fitness-Levels und Ihrer Outdoor-Erfahrung. Generell können Sie sich an folgende Einschätzung halten: Anfänger legen pro Stunde maximal 4 Kilometer auf relativ ebenem Untergrund zurück.

    Auf bergigen Wanderungen mit steilem An-und Abstieg rechnen Sie vorsichtshalber mit maximal 2 Kilometern pro Stunde. Im Anstieg werden 3oo Höhenmeter pro Stunde veranschlagt und 500m im Abstieg.

    Wenn Sie also beispielsweise nach gemütlichem Frühstück und einer Stunde Anfahrt um 11 Uhr am Startpunkt ankommen, brauchen Sie für eine Route von 12 Kilometern auf gemischtem Gelände mindestens vier Stunden Gehzeit. Dazu kommen ohne Weiteres zwei Stunden Pause um die Karte zu überprüfen, Fotos zu machen, Brote zu essen etc. Rechnen Sie also nicht damit vor 18 Uhr wieder zuhause zu sein. Im Zweifelsfall wählen Sie lieber eine kürzere Route.

    # 3 – Wasser!

    Das wichtigste Gut im Wanderrucksack ist Wasser. Gerade an heißen Tagen ist es essentiell ausreichend Wasser zu trinken um Schwindelanfälle und Kreislaufkollaps zu vermeiden. So bleibt der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen, wenn dem Körper durch Schwitzen Wasser entzogen wird.

    Die nötige Wassermenge hängt von der Länge der Wanderung und der Wetterlage ab. Rechnen Sie vorsichtshalber mit 2-3 Litern pro Person. Um überflüssiges Gewicht zu vermeiden, schauen Sie auf einer Wanderkarte nach, ob es Wasserquellen wie kleine Bäche gibt. Mit einem Wasserfilter, wie zum Beispiel dem ausgezeichneten Sawyer Mini, können Sie Ihre Flasche unterwegs wieder auffüllen und sparen so Gewicht.

    # 4 – Schuhe & Füße

    Schuhe sind für Wanderer so wichtig, wie Surfbretter für Surfer. Sie sind der essentiellste Teil Ihrer Outdoorausrüstung. Wählen Sie mit Bedacht, was für Schuhe Sie für welchen Untergrund benötigen und pflegen Sie Ihre Füße. Auf schwierigem, bergigen Terrain sind Knöchel umschließende Wanderstiefel mit gutem Profil unverzichtbar. Auf langen, ebenen Asphaltstrecken sind Sie oft mit leichteren Laufschuhen gut beraten.

    In jedem Fall muss Ihr Schuhwerk gut passen. Um Reibung zu verhindern empfiehlt es sich auch, Zehen und Ferse mit Vaseline einzureiben und Wandersocken zu tragen. Ziehen Sie während der Pausen Ihre Schuhe aus, um die Füße trocknen und kühlen zu lassen. Eine Blase sollten Sie bei den ersten Anzeichen mit Blasenpflaster abkleben.

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    # 5 – Zwiebelprinzip

    Kleiden Sie sich für Wanderungen nach dem Zwiebelprinzip: mit vielen Schichten. Auf einer mehrstündigen Wanderung sind Sie verschiedenen Bedingungen ausgesetzt. Zu Anfang wärmt der Körper sich auf, dann schaut vielleicht mal die Sonne raus und auf dem Gipfel pfeift der Wind. Um das auszugleichen, sind verschiedene Lagen Kleidung das beste. Reißverschlüsse lassen sich zum belüften kurz öffnen und Westen wärmen gezielt den Oberkörper.

    Spezieller Tipp: die unterste Schicht (genannt Base-layer) ist die wichtigste. Entscheidend ist hier das Material. Vermeiden Sie Baumwolle, die kühlt den Körper aus, besser sind Wolle oder Sportmaterialien.

    # 6 – Orientierung

    Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit dem Gebiet und der Wanderroute vertraut zu machen. Wanderkarten geben über die Höhenmeter, die Art der Landschaft (z.B. Wald, Moor), Ortsnamen und sehenswerte Naturdenkmäler Auskunft. Auch mit googlemaps oder GPS kann man sich einen Überblick über die Wanderstrecke verschaffen. In Wanderführern finden Sie Informationen zur Geschichte und Flora und Fauna auf bestimmten Wanderstrecke.

    Natürlich folgen viele Wanderanfänger*innen zunächst Wegmarkierungen oder vertrauen auf die Ortskenntnis der Mitwanderer. Doch zu wissen, wo man gerade ist, kann in den verschiedensten Situationen unschätzbare Vorteile bieten. Es kann Ihnen zum Beispiel helfen, die verbleibende Strecke abzuschätzen, Unterschlüpfe und Wasserstellen zu finden, oder den Weg zurück zu finden. All dies ist besonders nützlich, wenn die Dunkelheit einbricht, oder ein Unwetter aufkommt.

    Hier finden Sie eine Anleitung zum Karten lesen.

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    # 7 – Der Wetterbericht

    Informieren Sie sich über die Wetterlage und passen Sie Ihre Pläne eventuell an. Während Wandern im Regen eine wunderschöne Erfahrung sein kann, sollten Sie es unbedingt vermeiden bei Gewitter zu wandern, vor allem in Höhenzügen. Auch Nebel hat seine Tücken. Er raubt die Sicht und lässt Wanderer vom Wege abkommen. Doch all diese Wetterphänomene gehören zur Natur und können eine besondere Erfahrung sein.

    An einem regnerischen Tag, bietet sich eine Wanderung im Wald an, wenn es dort geheimnisvoll und still ist und das Blätterdach Schutz bietet.

    # 8 – In Sichtweite bleiben

    Wenn Sie in der Gruppe unterwegs sind, sollten Sie versuchen in Sichtweite zu bleiben. Natürlich möchte jeder in seinem eigenen Tempo wandern und mal mehr oder weniger plauschen, doch in der Natur verliert man sich schneller als gedacht. Eine Abzweigung mit einer versteckten Wegmarkierung oder eine Reihe von Hügeln können Gruppen schnell auseinander bringen. Dann muss man Zeit verwenden, um sich wiederzufinden. Und falls jemand sich verletzt, sorgt die Nähe der anderen gleich für mehr Hilfe und Zuversicht, wohingegen ihre Abwesenheit das Gegenteil bewirkt.

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    # 9 – Die Natur respektieren

    Das moderne Leben lässt Menschen zu oft vergessen, dass sie Teil der Natur sind. Und dennoch ist es wichtig, ein Bewusstsein dafür zu haben, dass wir in gewissen Gegenden zu Gast sind. Wildnisgebiete sind kein Outdoor-Fitness-Studio, wo Menschen sich nach Herzenslust vor gigantischer Kulisse austoben können, sie sind der schwindende Lebensraum verschiedenster Tieren und Pflanzen.

    Um Sie zu respektieren und zu erhalten, haben Wander*innen im englischsprachigen Raum die leave no trace Prinzipien zusammengestellt. Insgesamt geht es darum, die Natur durch die Anwesenheit von Menschen nicht zu beeinflussen oder zu belasten. Sei es dadurch Müll mitzunehmen, Lärm zu vermeiden, Hunde anzuleinen, Gewässer zu schützen oder keine Pflanzen und Tiere zu berühren. Diese gesteigerte Achtsamkeit ist auch gut für den Menschen. Sie sorgt für ein intensiveres Erleben der Natur.

    # 10 – Notfallkontakt

    Stellen Sie auf längeren Wanderungen sicher, dass mindestens eine Person über Ihre Pläne informiert ist und Sie zu einer bestimmten Uhrzeit zurückerwartet. Auch wenn der Handy Empfang in der Natur nicht immer gut ist lohnt es sich dennoch, ein Mobiltelefon mit aufgeladenem Akku dabei zuhaben. Unter 112 oder 911 erreichen Sie auch im Ausland Hilfe.

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    Quelle: https://www.hillwalktours.de/

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  • 7 Dinge, die Wander-Anfänger wirklich brauchen


    Outdoor-Geschäfte bieten so viel Ausrüstung an, dass sich der einfache Wanderer sofort fragt: Welche dieser Produkte brauche ich wirklich? Ein kleiner Einkaufsratgeber für Neueinsteiger.


    Eigentlich, so müsste man meinen, braucht man für eine Wanderung nicht viel, dennoch sind Outdoor-Läden voll mit Produkten – und gerade Menschen, die erstmals länger wandern wollen, verlieren schnell den Überblick, was tatsächlich notwendig ist und was nicht. Schließlich möchte man nicht zu viel Ausrüstung mitschleppen, auch werden für Hightech-Materialien leicht mehrere hundert Euro fällig.

    Eine Übersicht, was Neueinsteiger wirklich anschaffen sollten:

    1. Schuhwerk: Gute Schuhe sind der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für jeden Wanderer. „Wenn der Schuh drückt, macht das Wandern keinen Spaß“, sagt Stefan Winter, Experte für Breitensport beim Deutschen Alpenverein (DAV). Ein mittelhoher Wanderschuh schützt außerdem die Knöchel, falls der Wanderer doch einmal umknickt. Eine gute Sohle mit tief eingeschnittenem Profil bietet Halt auch auf rutschigen Wegen, Wurzeln und Felsen.


    2. Rucksack: Er bietet Platz für Verpflegung, die Regenjacke, eine Karte, Handy, Erste-Hilfe-Paket und das T-Shirt zum Wechseln. Ohne Rucksack sollte niemand auf eine längere Wanderung aufbrechen. Tagesrucksäcke fassen etwa 25 bis 30 Liter. Größere Modelle sind schon eher etwas für Mehrtagestouren. Wichtig beim Kauf: Ein Rucksack sollte am Rücken atmungsaktiv sein und gut zur Körperform passen, rät Winter.


    Für viele im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt einer Berg-Wanderung: der Ausblick auf das Tal

    Für viele im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt einer Berg-Wanderung: der Ausblick auf das Tal. Foto: Getty Images


    Auch interessant: Die 16 wichtigsten Tipps für den Jakobsweg

    3. Regenjacke: Sie gehört ebenfalls fast immer ins Gepäck. Ob vom Discounter oder aus dem Fachgeschäft: Die Preisunterschiede sind groß. Wie viel man ausgeben will, hängt vom Budget ab. Wichtig ist, dass die Nähte kein Wasser durchlassen. „Wer regelmäßig wandern geht, für den lohnt es sicher, auf Qualitätsware aus dem Sportgeschäft zu setzen“, sagt Winter. Was hier den ersten Preisschock lindert: den Anschaffungspreis auf die wahrscheinliche Tragedauer verteilen. Die beträgt nämlich in der Regel viele Jahre.


    4. Wanderhose: Fast jeder hat ein Sport-Shirt im Schrank, das sich auch zum Wandern eignet. Anders bei der Wahl der Hose: Hier bietet sich der Kauf einer einfachen Wanderhose an, die nicht teuer sein muss. Gegen schlechtes Wetter wappnet den Wanderer eine Regenhose zum Überziehen. „Am besten mit Reißverschluss an der Seite, damit man sie über die Schuhe ziehen kann“, rät Winter. Ebenfalls wichtig: Die Hose sollte atmungsaktiv sein, sonst schwitzt man schnell.


    Wer häufiger wandern geht, sollte sich eine hochwertige Ausrüstung leisten

    Wer häufiger wandern geht, sollte sich eine hochwertige Ausrüstung leisten. Foto: Getty Images


    5. Kartenmaterial: Auf ein Smartphone allein sollte man sich bei Wanderungen nie verlassen, schließlich ist das Akku schnell leer – und unter Umständen hat man keinen oder nur schlechten Empfang, was bei Online-Karten zum Problem wird. Darum ist zur Orientierung eine Wanderkarte im Maßstab 1:25 000 sehr sinnvoll – ob in den Alpen oder im Mittelgebirge.


    6. Mütze und Handschuhe: Beides gehört im Hochgebirge immer ins Gepäck. Dort kann es auch im Sommer schneien. Im Schwarzwald oder im Harz wird beides in der warmen Jahreszeit nicht benötigt.


    7. Stöcke: Vor allem auf Wegen mit vielen Steigungen nehmen Stöcke beim Bergabgehen die Last von den Kniegelenken, erklärt Winter. Und wenn es geregnet hat, bieten sie auf Wegen mit vielen Wurzeln und Steinen zusätzlich Halt.


    Quelle: https://www.travelbook.de/

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  • 7 Tourentipps

    Barrierefrei Wandern

    In der Natur sein und frische Luft tanken: Das verspricht Erholung. Es gibt kaum bessere Möglichkeiten, Energien freizusetzen. Insgesamt 33 Länder haben sich letzten Sonntag am Wings for Life World Run beteiligt. Wir nehmen das zum Anlass, um euch sieben barrierefreie Touren vorzustellen, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität abgestimmt sind.


    Foto: Mauritius/Cultura

    Barrierefrei Wandern: 7 Tourentipps


    Barrierefrei Wandern: Wir stellen euch 7 Touren vor

    Österreich

    Naturlehrweg Astener Moos

    Kärnten/Ankogelgruppe Foto: JTI Austria GmbH


    Naturlehrweg Astener Moos


    Der Naturlehrweg Astener Moos

    Sämtliche Wege, Brücken und Kuhschleusen entlang des Naturlehrwegs Astener Moos wurden barrierefrei ausgeführt. In unmittelbarer Nähe liegt das Sadnighaus, das 2003 ebenfalls mit Schwerpunkt Barrierefreiheit umgebaut wurde. Ein großartiges alpines Angebot speziell für Rollstuhlfahrer – inklusive Ausblick auf die umliegende Gipfelwelt der Hohen Tauern in Kärnten.


    Das Sadnighaus (1.880 m) im Astental ist am einfachsten mit dem Auto zu erreichen. Das Tal


    Naturlehrweg Astener Moos


    Bergwelten-Tipp

    Naturlehrweg Astener Moos


    Kärnten/Ankogelgruppe Foto: Sadnighaus


    Astental


    Unterwegs im Astental

    Der lohnende Hüttenzustieg führt aus dem Astental über eine geteerte Bergstraße hinauf auf das bereits erwähnte barrierefreie Sadnighaus (1.880 m).


    Aus dem Astental aufs Sadnighaus und zur Kröllalm und ins Astner Moos

    Piller Moor

    Tirol/Lechtaler Alpen Foto: TVB Kaunertal


    Piller Moor


    Das Piller Moor



    Die barrierefreie Tour durch das Piller Moor (1.575 m) ist eine lohnende Wanderung durch eines der schönsten Hochmoore Tirols mit Ausblick auf die umliegenden Lechtaler Alpen in Tirol.


    Piller Moor


    NaturKulturWeg Waldhausen


    Oberösterreich/Mühlviertel Foto: OÖ. Tourismus Marketing/Himsl


    NaturKulturWeg


    NaturKulturWeg: Barrierefrei Wandern bei Waldhausen im Strudengau

    Vorbei an hundertjährigen Linden führt dieser barrierefreie Weg über den Nepomukteich hinauf zum Stift am Schlossberg, das bequem auf dem sogenannten Meditationsweg umrundet werden kann 


    Peilstein

    Niederösterreich/Wienerwald

    Die traumhafte Tour durch den Wienerwald verläuft über eine nur mitunter etwas holprige Forststraße von Schwarzensee bis hinauf auf das Peilsteinhaus (718 m).


    Österreich, Niederösterreich, Wienerwald

    Peilsteinhaus

    716 m

    Das Peilsteinhaus (716 m) steht auf einer Anhöhe oberhalb des kleinen Wienerwald-Dorfes ...



    peilsteinhaus-1iwjdl.jpg


    Deutschland

    Naturschutzgebiet Grabenstätter Moos

    Bayern/Chiemgauer Alpen Foto: Chiemgau Tourismus e.V.


    Grabenstätter Moos

    Unterwegs im Naturschutzgebiet Grabenstätter Moos

    Das Naturschutzgebiet Grabenstätter Moos in Bayern ist ist ein kleines Paradies für seltene Vogel- und Pflanzenarten. Hier findet man Orchideen ebenso wie Heilkräuter – und sieht mit etwas Glück sogar einen Eisvogel. Wie die meisten Touren entlang von Mooren ist auch der asphaltierte Weg im Grabenstätter Moos sehr eben gelegen und somit optimal für barrierefreies Vorankommen geeignet


    Steinbrüchlein


    Bayern/Nürnberg Foto: Renate und Roman Linhard


    Steinbrüchlein nahe Nürnberg

    Zum Steinbrüchlein nahe Nürnberg

    König Ludwig I. von Bayern ließ seinerzeit eine schiffbare Verbindung zwischen Main und Donau erbauen. Heute ist der Kanal, ein wahres Meisterwerk damaliger Ingenieurskunst, ein beliebtes Naherholungsgebiet, das mit seinen fein geschotterten Wegen auch ein optimales Ausflugsziel für Rollstuhlfahrer ist


    Andrea Szabadi-Heine

    Quelle:https://www.bergwelten.com/


    Wandern mit Rollstuhl

    Rock and Roll: Mit dem Rollstuhl in die Berge

    Interview | von Andrea Szabadi-Heine


    Die Allgäuer Profisportlerin Andrea Szabadi-Heine liebt es seit jeher, sich in der Natur auszutoben. Daran hat auch eine vor 15 Jahren erlittene Querschnittslähmung nichts geändert. Sie verrät uns, wie man mit dem Rollstuhl die Berge – und Gipfel – erobert.


    Foto: Martin Heine

    Andrea Szabadi-Heine

    Andrea Szabadi-Heine mit einem motorbetriebenen Speedbike vor dem Mont Ventoux in der Provence

    Als ich 1999 meinen Unfall hatte, mit der Folge inkomplette Querschnittslähmung, dachte ich: Zu deinen geliebten Bergen kommst du ab jetzt nicht mehr, und rauf schon gar nicht.


    Von wegen. Es gibt viele Möglichkeiten – Sommer wie Winter – mit dem Handicap Querschnittslähmung wieder in die Berge zu gelangen. Freilich muss man nach dem Grad der Lähmung unterscheiden. Ich selbst besitze Restfunktionen, das heißt ich kann meine Füße noch spüren und bewegen – doch es ist für jeden Betroffenen etwas möglich. Manche möchten vielleicht einfach nur wieder hinauf und die Aussicht genießen, andere bleiben (oder werden) nach der Verletzung ambitionierte Sportler. Ich möchte hier einige Wege aus meiner persönlichen Erfahrungswelt aufzeigen.


    Rollstuhlgerechte Bergbahnen In vielen Fällen ist es ganz einfach mit Rollstuhl auf einen Berggipfel zu gelangen. Immer mehr Bergbahnen werden rollstuhlgerecht gebaut. In meiner Gegend, in Vorarlberg, sind beispielsweise die Bezauer Bergbahnen, der Diedamskopf und der Karren zu empfehlen. Alle drei Bahnen verfügen über Rollstuhlparkplätze direkt an der Gondel sowie über Rollstuhltoiletten. Auch die Panoramarestaurants sind alle barrierefrei zu erreichen – vor allem vom Karren genießt man einen sensationellen Ausblick über den Bodensee.


    Barrierefreie Wanderungen Eine kürzlich neu eröffnete vollständige barrierefreie Wanderung ist der Naturlehrweg Astener Moos im Nationalpark Hohe Tauern. Eine weitere schöne barrierefreie Tour führt durch das Piller Moor, eines der schönsten Hochmoore Tirols. Als gutes Beispiel für eine barrierefreie Hütte ist das Sadnighaus zu nennen.


    Spezielles Skigerät Es gibt verschiedenste Skigeräte, die speziell für Rollstuhlfahrer konzipiert wurden, zum Beispiel Monoski oder „Snowballs“. Als einer der renommiertesten Hersteller solcher Sportgeräte gilt Alois Praschberger, der selbst Rollstuhlfahrer ist. Es können natürlich auch spezielle Skikurse dafür absolviert werden.


    E-Bikes und Handbikes Auch im Sommer kann auf speziell für Rollstuhlfahrer entworfene Sportgeräte zurückgegriffen werden. Die sogenannten Handbikes können in vielen Fällen an gängige Starrrahmenrollstühle montiert werden. Die Auswahl ist groß – es gibt Modelle mit Handantrieb, Elektroantrieb oder auch elektrischem Zusatzantrieb. Offroad-Fans empfehle ich das Speedbike Comp-CC von Praschberger, das einen besonders leistungsstarken Motor besitzt und eine sehr gute Geländegängigkeit aufweist.


    Grazy Horse Dieses recht sportliche Gerät kann bergauf durch einfaches Anbringen von Bandschlingen von Begleitern mitgezogen werden. Bergab geht es rasanter, doch die Scheibenbremsen verrichten einen guten Job und ermöglichen kontrollierte Fahrten. Selbst ein Forstweg mit Rollsplitt und Wurzeln ist damit gut befahrbar. Foto: Anna Meusburger


    Unterwegs mit dem Grazy Horse

    Über Stock und Stein - mit dem Grazy Horse und Begleitern ist das kein Problem

    SWISS TRAC Der Swiss Trac ist ein Zuggerät für Rollstuhlfahrer. Sein kraftvoller (aber dennoch leiser) Antrieb macht ihn zu einer wahren Bergkatze, mit der nahezu jeder Berg erklommen werden kann. Weder Wald- noch Wiesenwege noch Gehsteige sind ein Hinderniss. Einziger Nachteil: Das Gerät wiegt nicht gerade wenig.


    Segway Die Firma Aigner hat einen speziellen Segway für Rollstuhlfahrer konzipiert. Der umgebaute Segway ist mit einfachen Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen zu steuern. Ein tolles Gerät, das aber auch kostet.

    Klettersteig im Team Zugegeben – diese Option ist eine ziemliche Herausforderung. Doch wer seinen Bergausflug noch sportlicher als per Handbike oder Segway angehen möchte kann versuchen, einen Klettersteig zu bewältigen. Eine Restfunktion der Beine, wie in meinem Fall, sollte dazu vorhanden sein. Auch ein erfahrener Bergführer oder Partner sollte dabei sein.


    Ich selbst habe mich über die “Zahme Gams“ in der Seisenbergklamm bei Weißbach (Pinzgau) getraut. Den Ehrgeiz, einen Klettersteig zu probieren, trug ich schon lange im Kopf – an diesem Tag habe ich die Chance beim Schopf gepackt. Wir waren ein tolles Team aus sieben erfahrenen Kletterfreunden – meine Begleiter haben bei mir nachgesichert und mir geholfen, die Füße zu stellen. Nach zwei Stunden im Klettersteig war ich sehr müde, aber auch überglücklich.

    Quelle: https://www.bergwelten.com/

    Behinderung | Mobilität

    Natur ohne Barrieren – Wandern im Rollstuhl

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    © mahp-barrierefrei/Hans-Peter Matt

    Bereits vor rund einem Jahrzehnt wurde das Behindertengleichstellungsgesetz verabschiedet. Mittlerweile ist das Thema Barrierefreiheit in der Realität angekommen. Den größten Nachholbedarf gibt es tatsächlich in der freien Natur.

    Hans-Peter Matt leitet ein Beratungs- und Planungsbüro in Baden-Württemberg. Er ist zertifizierter Landschaftsführer, fleißiger Wanderer – und er sitzt im Rollstuhl. Vor gut 25 Jahren, da war er gerade 18 geworden, hatte Matt einen Autounfall. Seitdem ist er querschnittsgelähmt. Sein Thema: Die Umsetzung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

    Ganz im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes, dessen Umsetzung schon aufgrund oft langwieriger Planungsverfahren und hoher Kosten ein Generationenprojekt ist, geht es Matt auch im Wald um die gleichberechtigte Teilhabe. Nach der Absenkung von Bordsteinkanten und der Bereitstellung von U-Bahn-Rampen müsste auch allen ein gleichberechtigter Zugang zur Natur ermöglicht werden.

    Zitat
    © mahp-barrierefrei/Hans-Peter Matt
    © mahp-barrierefrei/Hans-Peter Matt
    Hans-Peter Matt ist Gründer des Beratungs- und Planungsbüro mahp-barrierefrei. Der Leitgedanke: “Tourismus für alle”. Regionale Schwerpunkte seiner Projekte sind zwar die Region Baden-Württemberg und der Schwarzwald. Seit einigen Jahren ist Matt mit seinem Büro aber auch europaweit tätig.

    Wichtig sind Informationen zur Route

    Doch wie barrierefrei kann Natur überhaupt sein? Normen greifen hier nur sehr bedingt. Auf einem städtischen Gehweg kann jeder in etwa einschätzen, wo seine Belastungsgrenzen liegen. Das Wandern auf Waldwegen, erst recht in unebener oder wenig kultivierter Landschaft, ist sehr viel komplizierter.

    Können die einen ihren Rollstuhl nur auf glattem Asphalt steuern, so kommen die anderen auch auf Kieswegen zurecht. Die bloße Bezeichnung “barrierefreier Wanderweg” reicht deshalb nicht aus. Für jemanden, der das erste Mal mit seinem Rollstuhl auf Tour geht, kann bereits eine Wegsteigung von sechs Grad zum Problem werden. Gut trainierte Rollstuhlfahrer können hingegen auch mit 10 bis 15 Grad Steigung umgehen, wenn sie richtig ausgerüstet sind.

    Gibt es auf der Strecke kein barrierefreies WC, muss ein Rollstuhlfahrer entweder eine andere Route nehmen oder sich gegebenenfalls einen Katheter legen. “Alles Entscheidungen”, erklärt Matt, “die ich mit den richtigen Informationen selbst treffen kann.” Wie ist die Route an den Bahnhof angebunden? Wie ist der Boden des jeweiligen Weges beschaffen? Mit welcher Steigung müssen die Menschen bei der Tour rechnen? Und gibt es auf der Strecke eine rollstuhlgerechte Toilette?

    “Wenn ich so was nicht weiß”, so Hans-Peter Matt, “ist es eine Tour ins Ungewisse”. Neben den Wegbeschreibungen geht es ihm aber auch um die Erschließung neuer Wanderwege sowie um den Umbau bereits bestehender Routen. Profi Matt berät deshalb die Natur- und Nationalparks im Schwarzwald. Er erstellt Wanderführer und unterstützt kommunale Projekte dabei, die Richtlinien zur Barrierefreiheit sinnvoll ein- oder umzusetzen.

    Eine Vielzahl rollstuhlgerechter Touren gibt es beispielsweise schon im Nationalpark Sächsische Schweiz, und auch in der Eifel sind über die Jahre schöne Wege entstanden. Von der Beschreibung der Anfahrtsmöglichkeiten bis hin zum Grad der Steigung stehen alle nötigen Informationen zur Verfügung.

    Barrieren gehören zum Leben

    Auch Matt zieht regelmäßig los. Er hat für seine Touren ein eigenes Bewertungssystem entwickelt. Neuerdings übernachtet er mit einigen seiner Gruppen sogar im Wald. “Barrierefreie Toiletten gibt es da zwar nicht immer”, sagt er: “Aber solche Herausforderungen gehören zum Wandern halt dazu.”


    Tipp

    Reiseführer: NaTouren für alle, Dreisamtal barrierefrei, Kinzigtalradweg für alle

    Sandy Braun
    von Sandy Braun

    E-Mail an den Autor

    30. Oktober 2014

    Quelle: https://www.igp-magazin.de/

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Vitalwandern

    Wie Urlaub im Schwarzwald Ihr Immunsystem stärken kann


    vgzm.1704981-86464354 Vitalwandern: So stärken Sie Ihr Immunsystem. Wandern durch den Wald: Die Höhenklimaregion Schwarzwald bietet gesundheitlich relevante Rahmenbedingungen. (Quelle: Getty Images/Anselm Baumgart)

    Wandern durch den Wald: Die Höhenklimaregion Schwarzwald bietet gesundheitlich relevante Rahmenbedingungen. (Quelle: Anselm Baumgart/Getty Images)

    Manche Menschen sind kaum noch in der Natur, maximal im Garten. Daher kommen in Urlaubsregionen wie dem Hochschwarzwald Angebote wie das Vitalwandern oder Waldbaden so gut an. Besonders eine Sache macht den Trip unvergesslich und erweitert Ihre Sinne.

    Der Urlaub beginnt mit tiefen Atemzügen: Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Nein, das ist kein Yoga-Camp. Das ist der Beginn einer Wanderung durch den Wald.

    Die Bäume reichen hier gefühlt bis zu den Wolken, die Luft ist selbst an heißen Sommertagen angenehm erfrischend. Und genau deswegen fährt man hierher: für die Luft. Zum Atmen. Zum Auftanken und Entspannen.

    Stärkung des Immunsystems

    Die Höhenklimaregion Schwarzwald bietet gesundheitlich relevante Rahmenbedingungen, Klimatherapeut Nicolas Prinz spricht auch vom Schonklima. "Es ist tagsüber im Sommer weniger schwül und abends kühler." Der immerzu leichte Wind trägt ganzjährig Allergiefaktoren rascher weg. Und da die Bäume über ihre Blätter Feuchtigkeit abgeben, ist die Luft hier im Wald auch etwas feuchter.

    Geht man nun in so einem Klima wandern – oder, wie es wahlweise heißt, Vitalwandern, Luft- oder Waldbaden – wird der Körper auf mehrere Weisen gefördert: Zum einen bewegt er sich natürlich. Zum anderen wird er klimatischen Reizen ausgesetzt, die seine körpereigenen Reaktionsmechanismen ansprechen, erläutert Prinz. Das führe zu einer Erhöhung der Abwehrkräfte und mindere die Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen.

    Pure Erholung mitten im Wald

    Soweit zur Theorie. In der Praxis ist es dann vor allem ein Gefühl, das einen trotz aller Skepsis irgendwann beim Vitalwandern doch packt: Pure Erholung mitten im Wald, wo man mit etwas Glück nahezu alleine unterwegs ist und nur das Rauschen der Blätter oder Zirpen von Insekten hört. Und das eigene betonte Atmen, wenn Prinz mal wieder auffordert: "Jetzt stehen bleiben und tief Luft holen."

    Auch dazwischen werden alle Sinne immer wieder gefordert: Die Pfade von der gewählten Route um den Schluchsee führen mitten durch sehr alten Baumbestand. Er steht eng, es geht zwischendurch über Stock und Stein, Wurzeln und auch mal ein Moosfeld. Immer wieder findet man kniehohe Sträucher voller reifer Heidelbeeren – bereit zum Naschen.

    Der Natur wieder näher kommen

    Angebote wie das Vitalwandern gibt es inzwischen häufig, auch andernorts. Prinz wundert das nicht: "Die meisten Menschen sind in ihrem Lebensalltag so weit weg von der Natur. Wir müssen und wir wollen wieder lernen, ihr näher zu sein."

    Und da ist noch der Naturschutzgedanke, der immer mehr Menschen umtreibt: Die Erde muss mit Achtsamkeit behandelt werden. Wie wichtig das ist, wird an einem Tag im Wald klar, den man ganz bewusst und vielleicht deswegen auch mal unter Anleitung wahrnimmt.

    Barfuß wandern auf 18 Wanderwegen

    Erleben kann man das Höhenklima im Schwarzwald in den sechs sogenannten heilklimatischen Kurorten: Hinterzarten, St. Blasien, Schluchsee, Lenzkirch, Titisee und Saig. Und es gibt 18 ausgewiesene Vital-Wanderwege.

    Wem das Wandern nicht reicht, der sollte mal die Schuhe ausziehen, rät der Wanderführer Markus Dutschke. Er selbst läuft wann immer möglich barfuß durchs Leben. Wer es ihm im Wald nachtut, der merkt: Barfuß wandern tut erst einmal weh.

    Aber: Barfußwandern ist auch einfach ein großer Spaß. Und wie Dutschke versprochen hat, hat sich der Fuß schon nach ein paar Minuten daran gewöhnt. Und der Kopf auch.

    Füße nehmen den Boden wahr

    Nach und nach schaut man nicht mehr bei jedem Schritt auf den Boden, sondern nach oben, zu den endlos hohen Bäumen, hört wieder die Geräusche des Waldes. Und man nimmt den weichen Boden wahr, erspürt ausgetrocknete Stellen – und das Moos. Das herrlich weiche, frische Moos, in dem die Zehen versinken.

    An Stellen, wo besonders viel Moos zu finden ist, kommt die Wanderung schon mal ins Stocken. Die Begeisterung ist groß, die ganze Gruppe watet durch das grüne Moosfeld, gräbt ihre Zehen hinein, macht Fotos.

    Gebiet wird wieder zu einem Urwald

    Die Reise in den Hochschwarzwald ist auch in vielfacher Hinsicht eine Reise ins eigentlich Selbstverständliche, das heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist – wie eben Barfußlaufen im Wald. Und wie ein Urwald mitten in Deutschland. Im Hochschwarzwald ist ein Gebiet auf dem Weg, wieder ein Urwald zu werden – also wie die Wälder hier einst waren.

    Der sogenannte Bannwald "Schwarzahalden" besteht seit 1970 und ist seit 2017 von der Unesco anerkannt. Er liegt im Biosphärengebiet Schwarzwald und umfasst rund 428 Hektar. In Biosphärengebieten müssen Lebensräume und Artenvielfalt erhalten bleiben und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig erfolgen.

    Anfangs sieht es auch hier wieder nach einem normalen Spaziergang durch einen Wald aus, denn man folgt einem Weg. Doch dann sieht man die ersten umgefallenen Bäume, die einfach so liegen geblieben sind – inzwischen überwachsen von dichtem Moos und Farnen.

    Gutes Schuhwerk ist wichtig

    Klaus Giller, Wanderführer und Förster, zeigt entlang des Rappenfelsenwegs durch den Wald Alpen-Johannisbeeren und Bartflechten. Sie sind so selten, dass die meisten Menschen sie noch nie gesehen haben. Aber sie haben sich inzwischen hier wieder angesiedelt, nachdem die Bewirtschaftung komplett eingestellt wurde.

    Trotzdem, gutes Schuhwerk ist wichtig bei der Wanderung. Denn der Weg ist nicht sehr gut ausgebaut. Es geht auch mal über große Wurzeln, oder unter einem gefallenen Baumstamm hindurch, der noch nicht vom Weg entfernt wurde. "Das ist das Schöne an der Natur, sie entwickelt sich immer weiter – jedes Mal, wenn ich in den Wald komme, sehe ich etwas Neues", sagt Giller.

    Man entdeckt auch: Perfekt gewachsene Bäume sind in der Natur so selten wie Models in der Bevölkerung." Einen schönen Baum braucht die Natur ja auch nicht, das braucht nur der Mensch", sagt Giller dazu . In einem Bannwald dürfen sich daher altersschwache und wankende Bäume an ihren Nachbarn stützen.

    Bis zum echten Urwald braucht es noch lange

    Mit der Zeit wird der Weg schmaler und steiler. Man steigt über Äste und muss sich schon mal an ein paar Steinen beim Hochklettern abstützen. Es taucht ein Geröllfeld auf, das einst gnadenlos die Bäume mit sich gerissen hat. Da es immer wieder mal in Bewegung ist, siedeln sich kaum Pflanzen an.

    Diese Urwüchsigkeit ist das Ergebnis eines fast 50-jährigen Prozesses – für Menschen eine sehr lange Zeit. Und doch, ein echter Urwald ist dieser Bannwald noch lange nicht. Das braucht viele Jahrzehnte mehr Regenerationszeit, berichtet Giller.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Landschaft, Ausgrabungen und Co.

    Weshalb der Hadrianswall bei Wanderern so beliebt ist

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    Weshalb der Hadrianswall bei Wanderern so beliebt ist. Wanderurlaub: Erbaut wurde der Hadrianswall von Osten nach Westen. (Quelle: dpa/tmn/Andreas Heimann)

    Wanderurlaub: Erbaut wurde der Hadrianswall von Osten nach Westen. (Quelle: Andreas Heimann/dpa/tmn)


    Der Hadrianswall hat seinen Namen von dem römischen Kaiser, der die Mauer bauen ließ. Das ist viele Jahre her. Doch noch nie war der Wall so beliebt wie heute – vor allem bei Wanderern. Was die Route zu bieten hat.


    Römischer Kaiser mit sieben Buchstaben? Das dürfte englischen Schulkindern leicht fallen: Hadrian ist zumindest in Nordengland ausgesprochen populär.

    Das liegt an der Mauer, die er im zweiten Jahrhundert nach Christus bauen ließ – ein Riesenprojekt, rund 120 Kilometer lang von Bowness-on-Solway im Westen bis nach Newcastle upon Tyne im Osten. Nach Wallsend, in den Vorort der nördlichsten englischen Großstadt, kommen jedes Jahr Tausende von Menschen. Rockstar Sting ist dort geboren worden.

    Der Ort ist Schlusspunkt des Hadrian's Wall Path, eines Wanderwegs von Küste zu Küste, der alles bietet, was Menschen mögen, die Landschaften gerne zu Fuß erkunden, aber mehr sehen möchten als Felsbrocken und Trampelpfade. Und das ist am Hadrianswall garantiert.


    Der Hadrianswall war in der römischen Antike ein Befestigungssystem, von dem nur Teile erhalten ist – die Mauer war ursprünglich rund vier Meter hoch. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)


    Der Hadrianswall war in der römischen Antike ein Befestigungssystem, von dem nur Teile erhalten ist – die Mauer war ursprünglich rund vier Meter hoch. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)

    "I walked the Wall"

    Erbaut wurde der Hadrianswall von Osten nach Westen, aber fürs Wandern ist die Gegenrichtung mindestens genauso gut. Der westlichste Punkt des zum Weltkulturerbe zählenden Walls liegt noch ein Stück hinter der Kleinstadt Carlisle am Meeresarm Solway Firth, der Schottland von England trennt. Wer viel Zeit hat, startet hier.

    Aber auch Carlisle oder Haltwhistle kommen dafür infrage. Der Abschnitt von dort bis nach Corbridge gilt als der interessanteste. Wer keinen Zeitdruck hat, läuft bis Newcastle weiter und kauft sich dort nach der Tour von drei bis fünf Tagen ein T-Shirt mit dem Schriftzug: "I walked the Wall" ("Ich bin am Wall entlang gelaufen") – als Nachweis für eine Grenzerfahrung der etwas anderen Art.

    Steinmauern aus sorgsam aufeinander geschichteten Brocken gibt es im Norden Englands viele. Oft trennen sie nur die eine Schafweide von der anderen, und genauso oft stehen sie schon seit Generationen. Dry Stone Waller heißen die Männer mit geschickten Händen, die sich darum kümmern, sie auszubessern, wenn hier oder da ein Stein herausbricht – oft an Stellen, an denen Schafe regelmäßig über die Mauer springen.

    Grüne Hügel und friedvolle Schafe

    Beim Wandern entlang des Hadrianswalls in der hügeligen Landschaft ein Stück südlich der heutigen Grenze zwischen Schottland und England dominiert die Farbe Grün. Autobahnen, Fabriken, Windräder, Schornsteine mit Industrieabgasen – Fehlanzeige. Hier und da steht mal ein Bauernhaus im gleichen Grau wie die Steinmauern auf den Weiden, manchmal grasen in der Nähe schwarze Rinder. Hin und wieder gibt es eine Pferdekoppel. Ansonsten Weiden, so weit das Auge reicht.

    Die Dörfer sehen aus, als würde Insprector Barnaby im Nachbarort wohnen. Dass es Verkehrsschilder gibt, die Autofahrer auffordern "Slow" zu fahren, kommt einem auf geradezu komische Weise überflüssig vor. Die Landschaft erinnert an Renaissance-Gemälde: friedlich grasende Schafe unter blauem Himmel mit ausladenden Bäumen. In der Antike war hier das Römische Reich zu Ende.


    Schafe sind entlang des Hadrianswalls immer wieder zu sehen – wie hier östlich von Haltwhistle. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)


    Schafe sind entlang des Hadrianswalls immer wieder zu sehen – wie hier östlich von Haltwhistle. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)

    Befestigte Häuser gegen Überfälle

    Haltwhistle liegt ungefähr auf der Hälfte der Strecke des Wanderwegs von Küste zu Küste. Den Marktplatz gab es schon vor mehr als 700 Jahren. In den Jahrhunderten danach wurde die Stadt immer mal wieder von marodierenden Soldaten bedroht, englischen wie schottischen. Im 16. und 17. Jahrhundert bauten die Einwohner deshalb Bastles, befestigte Wohnhäuser, die in der umkämpften Grenzregion Schutz vor Überfällen bieten sollten. Einige davon stehen noch heute.

    Haltwhistles Ausgehviertel ist überschaubar. In dem 1652 gegründeten Pub "Black Bull" geht es auch am Abend gemächlich zu: Ein älterer Herr bestellt Weißwein, drei betagte Männer am Tisch neben dem Eingang halten sich an Mineralwasser. Nur am Nebentisch wird Black Sheep Bitter getrunken, ein dunkles Bier aus Yorkshire.

    Von Haltwhistle zum Hadrianswall

    Am Marktplatz startet der Haltwhistle Burn Footpath zum Hadrianswall. Gleich hinter dem Ort geht es durch einen Wald voller hoch aufragender Buchen, mit Butterblumen am Rand des Weges, der einem plätschernden Bach folgt, und mit Felswänden, die direkt daneben aufragen. Die Vögel zwitschern, der Farn wächst üppig.

    Die wenigen Kilometer bis zum Hadrianswall sind schnell bewältigt. Es ist weniger ein Wall als eine heute meist nur noch hüfthohe Mauer, die in der Antike durch Gräben ergänzt und nicht durchgehend aus Stein war. Hadrian ließ die Befestigung ab dem Jahr 122 bauen. Tausende von römischen Soldaten bewachten dort die Grenze zum schottischen Norden, den die Römer nicht erobern konnten.

    Wandern zwischen Kuhfladen und Butterblumen

    Zum Wandern ist der Hadrianswall ideal, die Streckenführung ist eindeutig. Immer wieder gibt es etwas zu sehen. Schon die Mauer selbst ist ein Hingucker mit ihren fleckigen, moosbewachsenen grauen Steinen. Kilometer um Kilometer zieht sie sich durch die Landschaft, Hügel rauf und wieder runter, meistens schon von Weitem gut sichtbar, vorbei an Weiden voller Kuhfladen und Flocken von Schafwolle im Gras, voller Butterblumen, blühendem Ginster, Klee oder Gänseblümchen.

    Mal führt die Strecke Dutzende von Felsstufen hoch bis zum nächsten Gipfel über endlosen Weiden, während das Muhen der Mutterkühe zu hören ist, die ihre Kälber zusammenrufen. Mal geht es eine Zeit lang auch direkt auf dem Hadrianswall entlang.

    Eine Reihe von Ausgrabungsstätten sind in unmittelbarer Nähe, gleich drei zwischen Haltwhistle und Heddon-on-the-Wall. Am spannendsten ist der Besuch von Vindolanda, ein römisches Fort etwas südlich des Hadrianswalls, das von Haltwhistle aus gut zu erreichen ist. In der Antike lebten hier bis zu 3.000 Menschen, nur der kleinere Teil davon Soldaten. Heute gibt es hier ein modernes Museum, das sich ihrer Geschichte widmet und in dem viele Originalfunde zu sehen sind, die auf dem Gelände ausgegraben wurden.


    In South Shields ist das römische Fort von Archäologen ausgegraben worden. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)


    In South Shields ist das römische Fort von Archäologen ausgegraben worden. (Quelle: dpa/Andreas Heimann)

    Wo Archäologen einen Babyschuh fanden

    Vindolanda ist ein Paradies für Archäologen. Seit einem halben Jahrhundert sind sie dort beschäftigt, und es gibt noch mehr als genug zu tun. In dem Museum sind zahlreiche Münzen zu sehen, ein Holzschwert für Kinder und ein hölzerner Toilettensitz, Geschirr, das in der Antike aus Frankreich importiert wurde, zudem Broschen, Ketten, Armreifen, ein goldener Ohrring und ein Babyschuh. Zu den Topfunden gehören Schreibtafeln, die ins Britische Museum in London gekommen sind. Offiziere tauschten damit Nachrichten aus und klagten über schlechte Straßen und schlechtes Wetter.

    Andrew Birley, dessen Großvater mit den Ausgrabungen begonnen hat, ist selbst Archäologe und arbeitet seit 1991 auf dem Grabungsfeld. "Du weißt nie, was du hier als nächstes findest", sagt er. "Allein 2016 haben wir 460 Schuhe entdeckt."

    Skelettfunde von Tieren gab es ebenfalls etliche, von Hunden und auch von einem Pferd zum Beispiel. Die Knochen eines etwa elfjährigen Kindes, das unter dem Boden einer Baracke der Soldaten begraben wurde, stammten wahrscheinlich von einem Sklaven.

    Der Fund, der Birley am meisten überrascht hat, waren Boxhandschuhe: "Damit hätte ich nie gerechnet", sagt er.

    In Housesteads gab es sogar ein Krankenhaus

    In der Nachbarschaft, ein Stück weiter östlich und direkt am Hadrianswall, liegt Housesteads Roman Fort, das 280 Jahre lang von römischen Soldaten genutzt wurde. Ein Stopp lohnt sich.

    Eine Schulklasse soll das Gelände erkunden, die Lehrer haben die Schüler mit einer Reihe von Aufgaben losgeschickt: Wo die Toiletten waren, sollen sie herausfinden, wo das Westtor und das Hauptquartier. Der Kommandant mit seiner Familie hatte ein komfortables Haus aus Stein, das sich beheizen ließ. Sogar ein kleines Krankenhaus gehörte zum Militärlager. Aber die Toiletten – wo waren die?

    In Chesters Roman Fort war eine römische Reitertruppe stationiert, drei Soldaten und drei Pferde teilten sich einen Raum. Fundamente der Gebäude lassen erahnen, wie das Fort einmal ausgesehen hat – samt einem römischen Badehaus, von dem etliche Teile noch erhalten sind.

    Auf Wiedersehen in Wallsend

    Ganz im Osten führt der Hadrian's Wall Path dann in die Großstadt: Als die Römer in Nordengland waren, gab es Newcastle noch nicht. Und je größer es wurde, umso mehr geriet das römische Kastell Segedunum in Wallsend in Vergessenheit. Inzwischen haben Archäologen es freigelegt. Ein Stück des Hadrianswalls ist rekonstruiert worden, direkt neben den Fundamenten des Originals. In dem Museum auf dem Gelände des Forts treffen sich viele Wanderer zum letzten Mal.

    Mehr zu sehen als in Wallsend gibt es im Stadtteil South Shields. Dort stand ebenfalls ein römisches Kastell, dessen Westtor mit seinen meterdicken Mauern wieder aufgebaut wurde, genau wie mehrere weitere Gebäude aus der römischen Antike. Dazu gehören Getreidespeicher und das Haus des Kommandanten samt Büro und Wohnzimmer.

    Beim letzten Angriff auf das Fort im Jahr 410 wurden etliche Soldaten getötet. Danach waren das Kastell und der Hadrianswall jahrhundertelang bedeutungslos. Bis die Archäologen und die Wanderer kamen – und bis die Schulkinder den Namen des Kaisers lernen mussten, der ihn bauen ließ.

    Infos: Wandern am Hadrianswall

    • Reiseziel: Der Hadrianswall liegt im hohen Norden Englands, etwas südlich der heutigen Grenze zu Schottland. In der Antike reichte er von Bowness-on-Solway im Westen bis nach Newcastle im Osten.
    • Anreise: Direktflüge nach Nordengland gibt es von Deutschland aus nicht, Flüge nach Newcastle sind zum Beispiel mit Umsteigen in Amsterdam möglich. Sowohl Carlisle als auch Haltwhistle sind mit dem Zug gut zu erreichen.
    • Übernachtung: Entlang der Strecke gibt es etwa in Haltwhistle, Corbridge, Heddon-on-the-Wall und Newcastle diverse Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Bed & Breakfasts.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Regeln, Wege, Ausstattung Das sollten Sie beim Nacktwandern beachten


    Die Sommerfrische in der Natur ganz ohne Kleidung genießen – das geht beim Nacktwandern besonders gut. Doch nicht überall ist das luftige Freizeitvergnügen erlaubt. Mancherorts kann es sogar teuer werden.

    Den Wind auf der Haut spüren und sich frei fühlen, das macht für FKK-Anhänger die Faszination des Nacktwanderns aus. Wer sich ganz ohne Kleidung auf den Pfad begeben will, sollte jedoch sich jedoch gut vorbereiten. Die wichtigsten Tipps und Informationen im Überblick.


    Die besten Nacktwanderwege

    In Deutschland gibt es zwei offizielle FKK-Wanderwege. Abseits der ausgewiesenen Pfade finden an manchen Orten geführte Nacktwanderungen statt – organisiert von Verbänden und Vereinen.


    Harzer Naturistensteig: Der älteste deutsche Nacktwanderweg befindet sich in Sachsen-Anhalt. Er wurde 2009 eröffnet und führt bei der Talsperre Wippra durch den Südharz. Zwei unterschiedliche Strecken sind ausgeschildert – ein sechs Kilometer langer und ein 13 Kilometer langer Rundweg.


    • Naturistenweg Undeloh: In der Lüneburger Heide ist das Nacktwandern auf dieser Strecke seit 2012 erlaubt. Der Weg führt in einem Rundkurs zehn Kilometer durch ein bewaldetes Naturschutzgebiet.
    • Wandergebiet Süsing: Etwas mehr als 30 Kilometer entfernt vom Nacktwanderweg in Undeloh befindet sich der FKK-Campingplatz in Glüsingen. Das weitläufige Waldgebiet rund um das Feriengelände ist zwar kein offizielles Nacktwandergebiet, seit mehr als 90 Jahren wird dort jedoch textilfrei gewandert.
    • Campingplatz am Rätzsee: In der Mecklenburgischen Seenplatte organisiert der Deutsche Verband für Freikörperkultur regelmäßig geführte Nacktwanderungen. Interessierte können sich vorab anmelden: Wann die Gruppenausflüge stattfinden, steht auf der Webseite des Campingplatzes.

    Diese Regeln gelten für das FKK-Wandern

    Unbekleidet zu wandern ist in Deutschland grundsätzlich nicht verboten. Es empfiehlt sich jedoch, einen genehmigten Nacktwanderweg zu benutzen oder eine abgelegene Gegend ohne viele Menschen aufzusuchen. Sollten sich Passanten oder andere Wanderer durch die Nacktheit belästigt fühlen, könnte eine Anzeige die Folge sein. Die "Belästigung der Allgemeinheit" ist eine Ordnungswidrigkeit, die eine Geldstrafe nach sich ziehen kann. Am besten suchen sich Anfänger Gleichgesinnte und gehen in einer Gruppe auf FKK-Wanderung.


    Hier ist Nacktwandern verboten

    In manchen Regionen Europas ist FKK auf Wanderwegen nicht erlaubt: Ein ausdrückliches Verbot gibt es im Kanton Appenzell Ausserrhoden in der Schweiz. Dort darf – nach höchstrichterlichem Urteil von 2014 – die kantonale Vorschrift über "grobe Verletzung von Sitte und Anstand in der Öffentlichkeit" auch auf Nacktwanderer angewandt werden. Das Bußgeld betrug im verhandelten Fall 100 Schweizer Franken (ca. 91 Euro).

    Das sollten Sie beachten

    Damit das Wandern ohne Kleidung nicht zum Härtetest wird, sollten Sie es bevorzugt in den Sommermonaten tun. Wichtig: Vergessen Sie nicht, Sonnencreme aufzutragen! Empfehlenswert ist es ebenfalls, Insektenspray und ein Zeckenschutzmittel mitzunehmen.


    Ein bequemer Rucksack gehört zur Grundausstattung für eine Nacktwanderung: Er sollte beim Tragen nicht an am nackten Rücken drücken oder scheuern. Probieren Sie am besten vorher zuhause aus, ob sich ihr Rucksack eignet. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, sollte leichte Kleidung zum Wandergepäck gehören. Als Unterlage für eine Pause oder für ein Bad im See empfiehlt es sich auch, ein Handtuch einzustecken.


    Besonders überzeugte FKK-Anhänger verzichten beim Nacktwandern auch auf Schuhe und Socken. Sofern Sie nicht zu den geübten Barfußläufern gehören, sollten Sie diesem Vorbild besser nicht folgen. Auf Stock und Stein gilt auch beim Wandern ohne Kleidung: Festes Schuhwerk schützt vor Verletzungen.

    Verwendete Quellen:

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Zu Fuß unterwegs - Die zehn schönsten Wanderwege in Deutschland

    vgzm.1704981-88107034 Die zehn schönsten Wanderwege in Deutschland. Ilsefälle im Nationalpark Harz: Hier endet der zwölf Kilometer lange Heinreich-Heine-Weg. (Quelle: dpa/Jens Wolf)

    Ilsefälle im Nationalpark Harz: Hier endet der zwölf Kilometer lange Heinreich-Heine-Weg. (Quelle: Jens Wolf/dpa)


    Durch die Ausbreitung von Covid-19 ist für Viele diesen Sommer eine Auslandsreise keine Option. Wie wäre es dann mit einem ausgiebigen Wanderurlaub in Deutschland auf den Spuren von Dichtern und Denkern?

    Wandern ist in diesem Reisejahr eine hübsche Möglichkeit, Deutschlands Natur und Kultur fern der Massen auf eigene Faust zu entdecken. Ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen für kurze und längere Distanzen steht zur Wahl. Einige Wege wurden in der Vergangenheit bereits von namhaften Persönlichkeiten zurückgelegt. Diese zehn Wanderungen auf den Spuren von Dichtern und Denkern könnten Ihnen gefallen.

    Beethoven-Wanderweg: Rund um Königswinter

    Vor 250 Jahren wurde Ludwig van Beethoven in Bonn geboren. Der große Komponist liebte neben der Musik auch die Umgebung seiner Heimat, in die er schon als Jugendlicher gern Ausflüge unternahm. Anlässlich des Beethoven-Jahres wurde im Siebengebirge ein neuer Rundwanderweg angelegt, der an die Aufenthalte im Kloster Heisterbach, auf dem Petersberg und auf dem Drachenfels-Plateau erinnert.

    Die zehn schönsten Wanderwege in Deutschland


    Rund um Berlin können Wanderer den Spuren Fontanes folgen – hier am Tiefen See mit Kleinem Schloss Babelsberg und Flatowturm. (Quelle: dpa/Soeren Stache) Auf dem Beethoven-Wanderweg rund um Königswinter: Drachenfelsplateau mit Tafel und Ausblick. (Quelle: dpa/tmn/ourismus Siebengebirge GmbH/) «Grimm-Dich-Pfad»: Er lockt mit zehn Märchenfiguren an Häusern, Treppen und Mauern. (Quelle: dpa/tmn/Marburg Stadt und Land Tourismus) Heinreich-Heine-Weg: Der zwölf Kilometer lange Wanderweg führt durch urwüchsige Buchenwälder. (Quelle: dpa/Jens Wolf) Das Hans-Fallada-Haus in Carwitz bei Feldberg: Hier können Wanderer ein kleines Museum besuchen. (Quelle: dpa/Bernd Wüstneck) Bronzestatue von Hildegard von Bingen vor der Kirche der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim: Der Pilgerwanderweg zu der Heiligen führt durch das Naheland. (Quelle: dpa/tmn/Arne Dedert) Wer sich auf den König-Ludwig-Weg begibt, kommt am berühmten Schloss Neuschwanstein vorbei. (Quelle: dpa/tmn/Karl-Josef Hildenbrand) Zwei Wanderer auf dem Gipfel der Benediktenwand: Der Berg liegt auf dem Maximiliansweg, der auf der Grenze zwischen Bayern und Österreich verläuft. (Quelle: dpa/tmn/Andreas Gebert) Rathaus und Amtshaus in Ilmenau – hier beginnt der Goethewanderweg. (Quelle: dpa/tmn/Hendrik Schmidt)

    Foto-Serie mit 10 Bildern

    Die rund 15 Kilometer lange Route führt teils über den Rheinsteig und ist mit knapp 600 Metern Höhendifferenz durchaus anspruchsvoll. Dafür bietet die mit einem grünen B gekennzeichnete Strecke wunderbare Ausblicke. Stelen am Wegesrand informieren über das Leben und Wirken Beethovens sowie die Naturlandschaft um 1780.

    Fontane-Wege: Durch die Mark Brandenburg

    Wer rund um Berlin wandern möchte, kommt an Theodor Fontane nicht vorbei. Der 1819 in Neuruppin geborene Schriftsteller hat die stille Poesie seiner Heimat in "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" ausführlich beschrieben. Insgesamt sechs Fontane-Wege sind ausgeschildert. So ist zum Beispiel auf dem Weg F1 eine etwa zehn Kilometer lange Wanderung vom Bahnhof Berlin-Köpenick zum Müggelsee möglich. Mit dem F5 führt ein überregionaler Wanderweg von Saarmund nach Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf.

    Erst 2019 wurde für Radfahrer im Nordwesten Brandenburgs die Route Fontane-Rad neu angelegt. Die Hauptstrecke von Oranienburg über Rheinsberg, Havelland und Ruppiner Seenland bis nach Potsdam ist knapp 300 Kilometer lang und mit Infotafeln beschildert.

    Grimmsteig: Märchenhaftes Nordhessen

    Ihre weltberühmten Kinder- und Hausmärchen sammelten Jacob und Wilhelm Grimm zwischen 1798 und 1814 in der Region um Kassel und Marburg. Etliche Beschreibungen orientieren sich an nordhessischen Landschaften. Wanderern bietet der Grimmsteig Gelegenheit, das Bergland zwischen Kassel und dem Kaufunger Wald näher kennenzulernen. Die etwa 85 Kilometer lange Rundwanderstrecke ist in fünf Tagesetappen unterteilt und führt über den Hohen Meißner, wo Frau Holle ihre Betten ausschüttelt haben soll. Trotz 500 Höhenmetern eignen sich die Etappen auch für wenig trainierte Wanderer.

    So schön ist Wandern auf der deutschen "Route 66"

    Luftiger Rundblick von der Burg Neurathen in der Bastei (Quelle: SRT Bildarchiv/Gerhard Merk) hainich-baumkronenpfad-.jpg Hainich: Baumkronenpfad (Quelle: SRT Bildarchiv/Marlis Heinz) in-den-stapfen-der-germanen-der-teufelstein-bei-bad-duerkheim-auf-dem-pfaelzer-weinsteig-.jpg In den Stapfen der Germanen der Teufelstein bei Bad Dürkheim auf dem Pfälzer Weinsteig (Quelle: SRT Bildarchiv/Gerhard Merk)

    Foto-Serie mit 4 Bildern

    In der Universitätsstadt Marburg lockt der "Grimm-Dich-Pfad" mit zehn Märchenfiguren an Häusern, Treppen und Mauern zum Aufstieg durch die historische Altstadt. Den steilen Weg zum Schloss legten die Grimm-Brüder während ihrer Studienzeit oft zurück.


    Die Köpfe vom Wolf und den sieben Geißlein an einer Mauer in der Marburger Oberstadt: Auf dem «Grimm-Dich-Pfad» kann man die Stadt auf den Spuren der Brüder Grimm entdecken.  (Quelle: dpa/Marburg Stadt und Land Tourismus)


    Die Köpfe vom Wolf und den sieben Geißlein an einer Mauer in der Marburger Oberstadt: Auf dem «Grimm-Dich-Pfad» kann man die Stadt auf den Spuren der Brüder Grimm entdecken. (Quelle: dpa/Marburg Stadt und Land Tourismus)


    Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg: Innere Einkehr im Naheland

    Einen tiefen Einblick in das Wirken der Heiligen Hildegard von Bingen erhalten Wanderer auf dem Pilgerweg von Idar-Oberstein nach Bingen am Rhein. Die knapp 140 Kilometer lange Strecke ist in zehn Etappen aufgeteilt. Unterwegs sind verschiedene Lebensstationen der Äbtissin und Heilkundlerin aus dem 12. Jahrhundert dokumentiert.

    Neben Informationen über ihr Leben im Kloster Disibodenberg verweisen meditative Tafeln auf die spirituelle Seite der Heiligen und laden zum Innehalten und Meditieren ein.

    Goethewanderweg: Dichte Wälder und schöne Täler Thüringens

    Johann Wolfgang von Goethe streifte gern zu Fuß durch die Natur. Auf dem 20 Kilometer langen Wanderweg von seinem ehemaligen Amtshaus in Ilmenau nach Stützerbach lernen Wanderer die Lieblingsplätze des Dichters kennen. Die Landschaft des Thüringer Waldes ist hier von weiten Tälern, engen Felsschluchten und satten Bergwiesen geprägt. Schöne Aussichten auf das Ilmtal verspricht der Große Hermannstein.

    Höhepunkt der Wanderung ist das Goethehäuschen auf dem Kickelhahn, wie der Ilmenauer Hausberg genannt wird. Hier schrieb Goethe 1780 "Wandrers Nachtlied", eines seiner schönsten Gedichte. Vorbei am Knöpfelstaler Teich endet die Tour im Goethemuseum von Stützerbach.

    Heinrich-Heine-Weg: Auf den Gipfel des Harzes

    Es gibt einige Fußwege, die auf den Brocken führen. Die von Heinrich Heine 1824 auf seiner Harzreise bevorzugte Route gilt als schönste Strecke, um auf den höchsten Berg des Harzes zu gelangen.

    Der zwölf Kilometer lange Wanderweg führt durch urwüchsige Buchenwälder und an bizarren Felsformationen vorbei. Er startet in Ilseburg und folgt dem Flüsschen bis zu den Ilsefällen. Während des Aufstiegs müssen rund 800 Höhenmeter überwunden werden.

    Von den Bismarck-Klippen hat man einen grandiosen Panoramablick auf die Eckertalsperre und das nördliche Harzland. Mit einer Steigung von rund 15 Prozent haben es vor allem die letzten drei Kilometer bis zum Brockenplateau in sich. Wer nicht zurückwandern möchte, kann mit der Harzer Schmalspurbahn talwärts fahren.

    Malerweg: Kunstmotive in der Sächsischen Schweiz

    Die tiefen Schluchten, spektakulären Felsformationen und weitreichenden Aussichten des Elbsandsteingebirges haben schon Mitte des 18. Jahrhunderts Künstler wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter inspiriert. Auf dem weitgehend naturbelassenen Malerweg können Wanderer die faszinierende Region kennenlernen.

    Der rund 112 Kilometer lange Rundwanderweg führt in acht Tagesetappen von Liebethal bis zur tschechischen Grenze und auf der anderen Elbseite zurück nach Pirna. Unterwegs entdecken nicht nur Kunstinteressierte die Motive der großen Maler in Natura. Schautafeln informieren über die kunsthistorische Entstehungsgeschichte.

    Malerweg: Die Landschaft der Sächsischen Schweiz begeisterte viele Künstler – ihren Spuren folgen Wanderer heutzutage auf dem Malerweg. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)


    Malerweg: Die Landschaft der Sächsischen Schweiz begeisterte viele Künstler – ihren Spuren folgen Wanderer heutzutage auf dem Malerweg. (Quelle: dpa/Ralf Hirschberger)


    Falladas Fridolinwanderung: Ruhe an Mecklenburger Seen

    Mit klaren Seen und unberührten Wäldern hat die Region um Feldberg im Süden Mecklenburgs Hans Fallada stark beeindruckt. Der Schriftsteller war so begeistert von der gut erhaltenen Endmoränenlandschaft, dass er mit seiner Familie in das alte Fischerdorf Carwitz zog. Hier schrieb er 1944 ein Kinderbuch über den frechen Dachs Fridolin, der dem Rundweg seinen Namen verdankt. Auch das Wegelogo ist ein Dachs.

    Die 10,5 Kilometer lange Wanderroute startet am ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Von dort geht es über einen See und durch eine Moorlandschaft sowie einen Jahrhunderte alten Wald zurück ins Dorf.

    König-Ludwig-Weg: Geliebter Pfaffenwinkel

    Der nach dem letzten Bayernkönig benannte Fernwanderweg führt auf rund 120 Kilometern durch das oberbayerische Alpenvorland zwischen Lech und Loisach. Aufgrund ihrer zahlreichen Kirchen und Klöster ist die von König Ludwig II. geliebte Region auch als Pfaffenwinkel bekannt. Start des Wanderweges ist eine Votivkapelle in Berg am Starnberger See, wo der Märchenkönig 1886 den Tod fand.

    In sechs Tagesetappen führt die mit einem blauen K gekennzeichnete Route bis nach Füssen, wo das Königsschloss Hohenschwangau liegt. Zu den weiteren Highlights des Weges gehören das Kloster Andechs und das Marienmünster am Ammersee, der Hohenpeißenberg, die Ammerschlucht, die Wieskirche bei Steingaden – und Schloss Neuschwanstein.

    Maximiliansweg: Grenzwanderung zwischen Bayern und Österreich

    Eine Wanderung auf dem naturbelassenen Maximiliansweg führt an der deutsch-österreichischen Grenze entlang. Bereits 1858 soll Maximilian II. König von Bayern den Fernwanderweg von Lindau am Bodensee nach Berchtesgaden mit Pferd und Wagen zurückgelegt haben.

    Heute können ausdauernde Wanderer die rund 360 Kilometer lange Strecke in 22 Etappen bewältigen. Das Pensum ist anspruchsvoll. Denn in den Allgäuer, Ammergauer und Chiemgauer Alpen sind einige Gratwanderungen und Gipfelüberquerungen zu meistern. Erfahrung, Trittsicherheit, Ausdauer und die passende Ausrüstung sind dafür Voraussetzung. Neben Hochgrat und Zugspitze werden auch Bayerns Märchenschlösser passiert – grandiose Aussichten garantiert.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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