Der beste eBook-Reader

  • Der beste eBook-Reader

    21. März 2019

    Der beste eBook-Reader für die meisten ist der Amazon Kindle Paperwhite (2018). Amazon hat seinen Klassiker mit der neuesten Version fit für Badewanne und Pool gemacht. Gut gefällt uns auch das sehr gute Display mit Hintergrundbeleuchtung, die ausgereifte Software und die neue Unterstützung für Audible-Hörbücher. Für die allermeisten ist der neue Paperwhite damit der perfekte eBook-Reader. Aber es gibt auch interessante Alternativen abseits von Amazon.

    Update 21. März 2019

    Amazon hat dem günstigeren Modell seines Kindle-Readers ein Update verpasst. Der Amazon Kindle 2019 bietet nun ebenfalls eine Frontbeleuchtung und die Möglichkeit, Audible-Hörbücher via Bluetooth abzuspielen. Trotz der Verbesserungen ändert sich an unseren Empfehlungen allerdings nichts.

    Weitere Updates anzeigen

    Die Möglichkeit, tausende von Büchern auf einem kompakten Gerät griffbereit zu haben, ist nicht nur auf Reisen ideal, auch zuhause sind eBook-Reader praktisch. Mittlerweile sind die E-Ink-Displays ausgereift genug, dass sich die Lesbarkeit kaum noch von Papier unterscheidet.

    Wir haben insgesamt 15 eBook-Reader getestet. Unser neuer Favorit ist die neueste Version des Kindle Paperwhite von Amazon. Für alle, die sich nicht mit Amazon anfreunden können, liefern der Tolino Shine 3 oder der PocketBook Touch HD 3 zwei ebenso gute Alternativen mit jeweils eigenen Vorzügen.

    Alles, was Sie über eBook-Reader, die verschiedenen eBook-Stores, Leihmöglichkeiten und kostenlose eBooks wissen müssen, erfahren Sie im Abschnitt »Alles Wissenswerte über eBooks«.

    Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

    Testsieger

    Amazon Kindle Paperwhite (2018)

    eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite 2018 Mehr Speicher, bessere Verarbeitung, wasserfest und Audible: Der neue Paperwhite ist ein Volltreffer.

    Der neue Kindle Paperwhite von Amazon bietet gegenüber dem Vorgänger ein verbessertes Gehäuse samt Wasserschutz. Hinzu kommt ein sehr gutes Display und eine durchdachte Bedienung. Der neue Kindle Paperwhite spielt außerdem Hörbücher von Audible ab und ist bei den regelmäßigen Rabatt-Aktionen von Amazon oft für einen sehr guten Preis zu haben. Trotz der unflexiblen Bindung an die Amazon-Bibliothek gefällt er uns im Gesamtpaket am besten. Denn dank Softwares wie Calibre bekommt man auch Bücher aus anderen Quellen relativ problemlos auf den Kindle.

    Auch gut

    Tolino Shine 3

    Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HD Mit Hintergrundbeleuchtung und großem Speicher eine gute Alternative zu Amazon.

    Deutlich flexibler in Sachen eBook-Auswahl präsentieren sich die Reader der Tolino-Gemeinde. Vor allem der neue Tolino Shine 3 ist für all diejenigen eine Überlegung wert, die ihre Bücher lieber bei deutschen Buchhändlern kaufen möchten. Er punktet doch mit einer sehr guten Verarbeitung und Extras wie einem Blaulichtfilter. Allerdings ist die Software nicht ganz so ausgereift und das Gehäuse nicht wasserfest. Die Möglichkeit, alle möglichen eBooks einfach im ePub-Format auf den Reader zu kopieren, ist hingegen ein echter Vorteil gegenüber den Kindle-Readern von Amazon.

    Wenn Geld egal ist

    Amazon Kindle Oasis 2

    eBook-Reader Test: Kindle Oasis 2 Der Edel-Kindle: Wasserdicht, größeres Display, aber auch sehr teuer.

    Ein gutes, aber nicht gerade günstiges Upgrade zum Kindle Paperwhite ist der Kindle Oasis. Mit einem 7-Zoll-Display stellt er eBooks noch schöner dar, zudem machen physikalische Tasten das Blättern noch komfortabler. Das Display gehört zum besten, was der Markt zu bieten hat. Der Preisaufschlag im Vergleich zum Paperwhite fällt allerdings saftig aus – vor allem vor dem Hintergrund, dass das der deutlich günstigere Kindle Paperwhite mittlerweile ebenfalls wasserfest und Audible-tauglich ist. Aber wer nicht so sehr aufs Geld schauen muss und einen richtigen Luxus-Reader will, für den ist der Kindle Oasis genau das Richtige.

    Freigeist

    PocketBook Touch HD 3

    Test eBook-Reader: PocketBook Touch HD 3 Tolle Bibliothek, sinnvolle Extras, wasserdicht – PocketBook liefert eine Top-Alternative zu Kindle und Tolino.

    Wer seine eBooks am liebsten aus kostenlosen Online-Quellen bezieht und sie besonders komfortabel auf dem Gerät verwalten will, sollte den PocketBook Touch HD 3 in Betracht ziehen. Kein anderer Reader organisiert eBooks so komfortabel. In Kombination mit den guten Displayeigenschaften, einer ordentlichen Performance und seiner durchdachten Bedienung liefert PocketBook eine sehr gute Alternative zu den etablierten Platzhirschen. Einzig die Bindung an einzelne Buchhändler könnte sich in der Praxis als Problem herausstellen.


    Grenzenloses Lesevergnügen


    Mehrere Tausend Bücher in der Tasche haben und bei Bedarf jederzeit neuen Lesestoff anfordern – eBook-Reader machen es möglich. Trotz Smartphones und Tablets lesen sich digitale Bücher auf einem eBook-Reader immer noch am schönsten.

    Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind eReader wesentlich leichter als Tablets und bieten einen größeren Bildschirm als Smartphones. Ihre hochauflösenden E-Ink-Displays liefern ein Schriftbild, das sich vor einem echten Buch nicht verstecken muss. Eine eingebaute Beleuchtung ist bei fast allen Modellen mittlerweile Standard so dass man auch bei wenig Licht bequem lesen kann. Und nicht zuletzt halten die Akkus moderner eBook-Reader mehrere Wochen, wohingegen ein Smartphone oder Tablet schon nach ein paar Stunden wieder ans Ladegerät muss.

    Tolino hat sich in Deutschland neben Amazons Kindle etabliert

    Amazon führte das Feld der eBook-Reader lange Zeit mit seinen Kindle-Readern an. Doch in Deutschland hat eine Allianz der Buchhandelsketten Hugendubel, Thalia und Weltbild zusammen mit der Telekom mit dem Tolino einen Konkurrenten auf den Markt gebracht, der über die Jahre immer besser wurde. Technisch gibt es inzwischen keine großen Unterschiede mehr.


    Die Frage, ob Sie sich lieber einen Kindle oder einen Tolino zulegen sollten, läuft damit letztlich darauf hinaus, bei welchem Buchhändler Sie sich wohler fühlen. Bei Tolino haben Sie die Wahl zwischen Hugendubel, Weltbild und Thalia, die jeweils ihre eigenen eBook-Stores betreiben, aber Sie können auch auf andere eBook-Stores zugreifen, wie etwa ebook.de und bücher.de. Mit dem Kindle kaufen Sie Ihre Bücher dagegen ausschließlich bei Amazon.

    Ähnlich ist es beim dritten im Bunde: Der Buchhändler und eBook-Hersteller Kobo – ein Tochterunternehmen des japanischen Konzerns Rakuten – hat mit den Kobo-Readern ebenfalls einen eigenen eBook-Reader am Start. Das dürfte allerdings zumindest in Deutschland nur noch für kurze Zeit der Fall sein: Denn Kobo hat die Markenrechte an Tolino in Deutschland übernommen.

    Die Marke Tolino soll in Deutschland aber auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben, was auch für den Buchkauf und die Nutzung der Tolino-Cloud zur Übertragung von Büchern gilt. Tatsächlich erscheinen Kobo-Modelle als Tolino-Geräte in Deutschland. Der Tolino Shine 3 ist zum Beispiel weitgehend baugleich mit dem dem Kobo Clara HD.

    So haben wir getestet

    Für unseren Test haben wir insgesamt 15 eBook-Reader von Amazon, der Tolino-Allianz und weiteren Herstellern unter die Lupe genommen.

    Im Test haben wir nicht nur den Lesekomfort bewertet, sondern auch Sonderfunktionen und die verschiedenen Möglichkeiten, eBooks möglichst komfortabel auf das Gerät zu übertragen.


    Fast alle eBook-Reader im Test bieten eine angenehme Leseerfahrung. Gab es vor einigen Jahren noch große Unterschiede bei der Qualität des Displays, der Beleuchtung oder der Software, liest es sich mittlerweile auf allen Readern von Amazon, Tolino und Co. gleichermaßen komfortabel.

    Alle Reader bieten inzwischen auch umfangreiche Anpassungen an die eigenen Vorlieben, zum Beispiel hinsichtlich Bedienung und Schriftbild. Amazon hat hier mittlerweile wieder die Nase vorn, doch die Tolinos sind in Sachen Flexibilität bei der Seitengestaltung ebenfalls ganz vorne mit dabei. Das ist vielleicht die beste Erkenntnis aus diesem Vergleich: Wer elektronisch lesen will, muss sich um den Lesekomfort keine Sorgen machen.


    Ebenfalls systemübergreifend möglich sind Markierungen, Notizen und Lesezeichen, die über den Touchscreen in den digitalen Büchern angelegt werden können. Auf diese Weise lassen sich Lieblingszitate oder wichtige Passagen leicht markieren und wiederfinden.

    • eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite
    • eBook-Reader Test: Tolino Shine 3
    • eBook-Reader Test: Kobo Clara Hd
    • eBook-Reader Test: Tolino Epos
    • eBook-Reader Test: Inkbook Lumos 2
    • eBook-Reader Test: Pocketbook Inkpad 3
    • eBook-Reader Test: Pocketbook Touch Hd 3
    • eBook-Reader Test: Pocketbook Touch Lux 4
    • eBook-Reader Test: Tolino Page
    • eBook-Reader im Test: Tolino Vision 4 HD
    • eBook-Reader im Test: Tolino Shine 2 HD
    • eBook-Reader im Test: Kindle Oasis
    • eBook-Reader im Test: Kindle Voyage
    • eBook-Reader im Test: Kobo Aura One

    Ob in absoluter Dunkelheit, bei spärlichem Licht oder an einem hellen Sonnentag – Reader mit Hintergrundbeleuchtung ermöglichen in allen Situationen gutes Lesen. Zwar strahlen vor allem die teureren Kindle-Modelle besonders hell, dafür überzeugen Reader wie der Tolino Vision 4 HD und Kobo Aura One mit der Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen, was vor allem im Dunkeln die Augen schont.

    Eine Hintergrund­­­beleuchtung erhöht den Lesekomfort enorm

    Von besonders günstigen eBook-Readern ohne Hintergrundbeleuchtung raten wir ab, denn das schränkt den Lesekomfort stark ein. Gute Modelle mit Beleuchtung gibt es schon für unter 100 Euro, die Mehrinvestition ist es auf jeden Fall wert.


    eBook-Reader Test: Kindle Aufmacher

    Testsieger: Kindle Paperwhite 2018

    Der neue Kindle Paperwhite der vierten Generation ist für uns der beste eBook-Reader für die meisten Menschen. Das liegt vor allem an Neuerungen, die bislang den teuren Kindles oder eben der Tolino-Konkurrenz vorbehalten waren: Der Kindle Paperwhite 2018 bietet deutlich mehr internen Speicher, eine Bluetooth-Funktion für die Wiedergabe von Audible-Hörbüchern und er ist endlich wasserfest.

    Testsieger

    Amazon Kindle Paperwhite (2018)

    eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite 2018 Mehr Speicher, bessere Verarbeitung, wasserfest und Audible: Der neue Paperwhite ist ein Volltreffer.


    Hinzu kommt, dass der Paperwhite der vierten Generation in Sachen Verarbeitung und Ausleuchtung noch einmal ein Stückchen besser geworden ist. Wenn die Bindung an Amazon kein Hindernis darstellt, bietet der Kindle Paperwhite 2018 damit das beste Gesamtpaket in Sachen eBook-Reader.

    Haptik und Bedienung

    Der neue Kindle Paperwhite orientiert sich optisch an seinen Vorgängern, hat aber einige Designaspekte seiner teureren Kollegen übernommen.

    So ist das Displayglas nun plan mit dem Gehäuse anstatt leicht versetzt. Physische Tasten zum Blättern gibt es nicht, die Bedienung erfolgt komplett per Touchscreen. Das funktioniert zwar gut, speziell beim einhändigen Lesen hätten wir uns dennoch entsprechende Schalter gewünscht.

    Gegenüber dem Paperwhite der dritten Generation ist das neue Modell etwas kleiner und mit rund 180 Gramm gute 20 Gramm leichter geworden. Der eBook-Reader von Amazon liegt beim Lesen sehr angenehm in der Hand, auch nach mehrstündigen Lesesitzungen fällt das Gewicht nicht negativ auf.


    Das Gehäuse ist nun wasserfest und erfüllt die strenge IPX8-Norm. Damit hält der Kindle ein zweistündiges Tauchbad in einem Meter tiefen Süßwasser durch. In unserem Test konnten wir problemlos in der Badewanne lesen – das ging bei Amazon bislang nur mit den deutlich teureren Oasis-Modellen. Ein gutes Upgrade für den Paperwhite.

    Geladen wird der Kindle nach wie vor über ein micro-USB-Kabel, einen modernen USB-C-Port hat sich Amazon leider gespart. Wie praktisch alle eBook-Reader hält der Paperwhite je nach Displayhelligkeit mehrere Wochen durch, ehe er wieder an eine USB-Steckdose muss.

    Der interne Speicher fällt mit 8 bzw. 32 Gigabyte deutlich größer aus als bei seinen Vorgängern. Selbst in der kleinen Variante – hier sind rund 6,5 Gigabyte verfügbar – reicht der Speicher für tausende von eBooks. Lediglich große Mengen an Hörbüchern könnten zum Speicherproblem werden. Ein Audible-Buch von ca. 15 Stunden Länge benötigt rund 300 bis 400 Megabyte Speicherplatz. Für Audible-Fans lohnt sich die Mehrinvestition in den größeren Speicher also durchaus.

    Hörbuch-Fans sollten zu mehr Speicherkapazität greifen

    Die Navigation durch die persönliche Bibliothek oder auch den Kindle-Shop ist Amazon-typisch gut gelöst. Auch die Einstellungen für die Schriftarten oder die Beleuchtung ist intuitiv und schnell erlernt.

    Auch das Display selbst wurde im Vergleich zum 2015 erschienenen Kindle Paperwhite 3 ein wenig verbessert. Das E-Ink-Display löst nach wie vor mit 1448 × 1072 Pixeln auf und bietet damit eine Pixeldichte von sehr guten 300 ppi; das ist gewissermaßen Standard bei eBook-Readern. Die Ausleuchtung ist im direkten Vergleich noch etwas homogener, weil dieses Mal fünf anstelle von vier LEDs zum Einsatz kommen. Obwohl der neue Kindle Paperwhite bei maximaler Beleuchtung sogar minimal dunkler ist als sein Vorgänger, geht der direkte Displayvergleich damit an den Neuzugang. Übrigens lässt sich die Beleuchtung dieses Mal auch vollständig deaktivieren.

    Tolles Leseerlebnis

    Seine Kerndisziplin beherrscht der neue Kindle Paperwhite nahezu perfekt: Die Darstellung von eBooks auf dem 6-Zoll-Display ist grandios.

    Das liegt neben der sehr ausgewogenen Displayausleuchtung vor allem an den sehr guten Einstellungen. Der Paperwhite bietet neun verschiedene Schriftarten, die in allen Zoomstufen sauber lesbar sind. Amazon kommt dem eigenen Anspruch, mit dem Kindle eine Leseerfahrung wie mit echtem Papier zu liefern, erneut einen Schritt näher. Ghosting, also das Nachleuchten von Seiteninhalten nach dem Umblättern, konnten wir im Test des Paperwhite 4 nicht feststellen.

    Kindle rüstet auch bei den Schriftarten nach

    Schön: Wie die Tolinos hat auch Amazon die Schriftart OpenDyslexic in den Kindle integriert, die Menschen mit Legasthenie beim Lesen hilft. Neben 14 Schriftgrößen lässt sich die Schwere der Fonts ebenso schnell und komfortabel einstellen wie der Zeilenabstand und die Seitenränder. In seiner aktuellen Softwareversion erlaubt der Kindle zudem, die Schriften-Einstellungen als Profil zu speichern, sodass schnell zwischen den verschiedenen Darstellungsvorlieben gewechselt werden kann.

    Auch die üblichen Kindle-Features können gewohnt überzeugen. Markierungen und Anmerkungen lassen sich schnell vornehmen, unbekannte oder fremdsprachige Wörter komfortabel nachschlagen oder übersetzen. Schön ist auch die Pageflip-Funktion, die sich per Wischgeste vom unteren Bildrand einblenden lässt. Der Kindle zeigt dann einen verkleinerte Seitenansicht und eine Positionsleiste, mit der schnell durch das Buch navigiert werden kann. Die gerade gelesene Seite bleibt dabei geöffnet. Vor allem in Sachbüchern ist das praktisch, da Pageflip etwa einen schnellen Blick ins Glossar ermöglicht.

    Audible und Freetime

    Amazons Hörbuchsparte Audible hält nach dem Kindle Oasis nun auch auf dem Kindle Paperwhite Einzug. Auf dem Kindle Paperwhite 2018 können Audible-Hörbücher auf verbundenen Bluetooth-Kopfhörern oder Lautsprechern wiedergegeben werden. Wie von Amazon gewohnt, wird der Hörfortschritt dabei synchronisiert, sodass der Abgleich mit der Smartphone-App von Audible gut funktioniert.

    Beachtet werden sollte, dass der Kindle derzeit nur auf Hörbücher zugreifen kann, die mit dem gleichen Amazon-Konto wie die Bücher gekauft wurden. Die Nutzung eines separaten Audible-Kontos ist – zumindest zum Testzeitpunkt – nicht möglich. Von diesem Umstand abgesehen, gefällt uns die Audible-Integration gut. Schade finden wir nur, dass die Wiedergabe von Musik oder woanders gekauften Hörbüchern im MP3-Format nicht möglich ist.

    Natürlich bietet Amazon für Hörbuchratten auch eine Audible-Abo an: Für knapp 10 Euro im Monat bekommt man ein Hörbuch pro Monat, weitere sind für ebenfalls 10 Euro zu haben.

    Ein Audible-Abo steht zur Verfügung

    Ebenfalls an Bord sind die Amazon-Features X-Ray und Freetime. Ersteres liefert weitere Infos zur Handlung oder auch den Protagonisten des aktuellen Buchs. Mit Freetime können Eltern den Kindle für den Nachwuchs absichern, um beispielsweise nur bestimmte Bücher freizugeben oder die Nutzungszeit des Readers zu beschränken. Die Einrichtung geht leicht von der Hand und kann eine sinnvolle Hilfe für Eltern sein.

    Schwächen?

    So gut der neue Kindle Paperwhite auch ist, perfekt ist auch er nicht. Zum einen störte uns im Test zuweilen die träge Bedienung. Suchen im Kindle- bzw. Audible-Store funktioniert zwar grundsätzlich gut, die Navigation durch die Ergebnisse oder auch Kundenbewertungen fühlt sich aber trotz verbessertem Prozessor oft lahm an. Fairerweise trifft dieser Umstand auf praktisch alle eBook-Reader im Test zu.

    Nach wie vor kein Vergnügen ist es, PDFs auf dem Kindle zu betrachten. Unser recht bildlastiges Test-PDF von O’Reilley ließ sich auf dem Kindle Paperwhite 4 zwar im Vollbildmodus akzeptabel lesen, spätestens beim Zoom geht der Prozessor aber in die Knie. Leider gilt aber auch das ebenfalls für alle anderen Reader im Test.

    Davon abgesehen hätten wir uns über einen Blaulicht-Filter im Kindle gefreut, wie er bei Tolino mittlerweile Standard ist. Die automatische Farbanpassung des Bildschirms an das Umgebungslicht in den Tolino-Modellen gefällt uns in der Praxis sehr gut. Leider hat auch der neue Kindle keine entsprechende Funktion an Bord.

    Leider gibt es immer noch keinen Blaulicht-Filter

    Nicht direkt eine Schwäche, aber erwähnenswert: Amazon bietet den Kindle Paperwhite 4 als 20 Euro günstigere Version mit sogenannten Spezialangeboten an. In diesem Fall blendet der Kindle beim Einschalten Werbung für neue Bücher ein. Beim Lesen ist keine Werbung zu sehen. Wer sich an Einblendungen dieser Art stört, muss zum Modell ohne Spezialangebote greifen und einen Zwanni mehr auf die Ladentheke legen.

    Kindle Paperwhite im Testspiegel

    Der überarbeitete Kindle Paperwhite hat nicht nur in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen. Im sehr ausführlichen Test auf AllesEbook erhält der Kindle Paperwhite 4 die sehr gute Gesamtnote von 1,3. Tester Chalid El-Heliebi ist ähnlich wie wir vor allem vom Gesamtpaket aus Ausstattung, Bedienung und Preis angetan. Im Fazit heißt es entsprechend:

    »Der Paperwhite 4 zeichnet sich durch die beinahe tadellose Ausleuchtung und das hervorragende Ghostingverhalten, den Wasserschutz und die Hörbuchunterstützung (via Audible) aus. Wie von den Vorgängern gewohnt, bekommt man wieder die umfangreichen und intuitiven Softwarefunktionen geboten, die man bei der Konkurrenz zu einem guten Teil noch immer nicht findet.«

    Kritik gibt es, wie zu erwarten, am fehlenden Blaulichtmodus und der unvermeidlichen Bindung an Amazon:

    »So gut der Paperwhite auch ist, zwei Abstriche muss man als Interessent machen: Erstens gibt’s kein blaulichtreduziertes Nachtlicht und zweitens ist das eBook-Ökosystem weiterhin geschlossen. […] Dass man sich eng an das Kindle-Ökosystem bindet, sollte vor dem Kauf eines Amazon eReader klar sein. Später gestaltet sich der Wechsel schwierig, wenn erstmal alle eBooks und Hörbücher im Amazon-Benutzerkonto liegen.«

    Computer Bild vergibt im Test des Paperwhite 4 ein »gut«. Die Tester loben die gute Verbesserung des Amazon-Readers, die sehr gute Verarbeitung und das insgesamt sehr gute Leseerlebnis. Kritisiert wird hier ebenfalls das fehlende Smart Light, also die Anpassung an die aktuellen Lichtverhältnisse. Das Fazit fällt trotzdem positiv aus:

    »Der Kindle Paperwhite 2018 hat – wie sein Vorgänger – das Zeug zum Hit: Tadellose Verarbeitung und aktuelle Technik paaren sich mit einfacher Bedienung und sinnvollen neuen Funktionen. Amazon-Kindle-Kunden greifen getrost zu. Alle anderen überlegen sich, ob sie sich mit ihrer digitalen Bibliothek an Amazon binden wollen.«

    Einen weiteren Test des neuen Kindle Paperwhite gibt es bei Papierlos lesen. Die auf eBook-Reader spezialisierte Seite sieht im neuen Kindle einen würdigen Nachfolger des 2015er-Modells. Auch hier wird die gute Verarbeitung und die insgesamt sehr ausgewogene Leistung positiv hervorgehoben. So heißt es:

    »Obwohl der neue Paperwhite dem alten auf dem ersten Blick zum verwechseln ähnlich sieht, ist er doch in der Summe aller Teile mehr als nur ein behutsames Update. Mit seinem hochauflösenden und sehr gut ausgeleuchteten Bildschirm macht das Lesen mit dem Neuen weiterhin sehr viel Spaß.«

    Wie nicht anders zu erwarten, sorgt auch bei Papierlos lesen der fehlende Nachtlichtmodus für Kritik. Trotzdem kommt der Test zu einem eindeutigen und positiven Fazit:

    »Dennoch ist der Paperwhite der neuen Generation die beste Möglichkeit, preiswert und beleuchtet E- und Audiobooks von Amazon zu genießen.«

    Alternativen

    Wenn Sie sich nicht mit Amazon anfreunden können, sind die Reader von Tolino eine gute Alternative. Die dem Kindle Paperwhite fast ebenbürtige Variante ist der Tolino Shine 3. Wenn Sie einen luxuriöseren Reader suchen, ist der Kindle Oasis 2 unsere Empfehlung.


    Auch gut

    Tolino Shine 3

    Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HD Mit Hintergrundbeleuchtung und großem Speicher eine gute Alternative zu Amazon.

    Der Tolino Shine 3 ist das neueste Modell der Tolino-Serie und der erste Tolino unter der neuen Schirmherrschaft von Rakuten. Tolino-Fans müssen sich aber keine Sorgen machen, denn softwareseitig bleibt der Shine 3 seinen Wurzeln treu.

    Wie eingangs beschrieben, verbindet sich der Tolino mit einer der großen Buchhandelsketten, erlaubt aber auch den eBook-Kauf bei anderen Anbietern. In dieser Hinsicht ist er deutlich flexibler als der Kindle. Sowohl das Einkaufen in den Online-Shops als auch die eBook-Übertragung via Tolino-Cloud, USB oder auch die Software Calibre gehen leicht von der Hand.

    Das Display des Tolino Shine 3 liefert ein fast genauso gutes Leseerlebnis wie der Paperwhite 2018, lediglich die Ausleuchtung ist im direkten Vergleich nicht ganz so perfekt – das fällt aber nur im direkten Vergleich auf. Dafür bietet der Shine 3 wie alle aktuellen Tolinos eine Nachtlichtfunktion, die das Display nachts wärmer strahlen lässt. Das ist Geschmacksache, wir empfinden es beim Lesen in dunklen Räumen als angenehm.

    Haptisch ist der Shine 3 nicht ganz so griffig wie der neue Kindle, macht aber trotzdem eine gute Figur. Auf Wasserschutz muss man aber verzichten, der ist den teureren Tolinos vorbehalten.

    Insgesamt ist der Shine 3 die interessanteste Alternative zu Amazons Paperwhite. Wer auf freie Buchformate ohne Calibre-Konvertierung wert legt und das Angebot der deutschen Buchhändler gegenüber Amazon bevorzugt, liegt mit dem Tolino Shine 3 richtig. Auch die Nutzung der Onleihe ist auf den Tolino-Modellen im Gegensatz zu Amazon möglich.

    Wenn Geld egal ist

    Amazon Kindle Oasis 2

    eBook-Reader Test: Kindle Oasis 2 Der Edel-Kindle: Wasserdicht, größeres Display, aber auch sehr teuer.

    Wem der normale Kindle Paperwhite zu klein ist, findet im edlen Kindle Oasis 2 der zweiten Generation ein interessantes Upgrade. Hier wächst das Display von 6 auf 7 Zoll, was einen ordentlichen Zuwachs bedeutet. Vor allem bei kleinen Schriftgrößen passt deutlich mehr Text auf den Bildschirm als bei den 6-Zoll-Modellen.

    Auch optisch macht der Kindle Oasis eine Menge her. Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium und fühlt sich wertig an. Auch die Displaybeleuchtung ist überragend, auf maximaler Helligkeit wirkt der Text nicht nur kontrastreich, der Hintergrund erstrahlt dann nahezu komplett weiß – so nah am gedruckten Buch ist kein anderer Reader.

    Allerdings muss man dafür auch einen saftigen Aufpreis von rund 100 Euro bezahlen. Aber dafür bekommt man dann auch einen echten Luxus-Reader.

    Freigeist

    PocketBook Touch HD 3

    Test eBook-Reader: PocketBook Touch HD 3 Tolle Bibliothek, sinnvolle Extras, wasserdicht – PocketBook liefert eine Top-Alternative zu Kindle und Tolino.

    Der PocketBook Touch HD 3 ist eine hochinteressante Alternative für Fans kostenloser E-Books. Der Reader ist gut verarbeitet, bietet ein optimal ausgeleuchtetes Display und eine gut austarierte Blaulicht-Reduzierung namens »Smart Light«. Zudem übersteht das Flaggschiff aus dem PocketBook-Sortiment dank IPX7 ein Süßwasserbad in einem Meter Tiefe bis einer halben Stunde – das Lesen in der Badewanne ist also locker drin.

    Anders als bei Amazon und Thalia verbinden sich PocketBook-Reader fest mit einem voreingestellten Buchhändler, der bei der PocketBook-Cloud mitmacht. Ein Wechsel des Shops ist leider nur per Mail an den PocketBook-Support möglich. Auf unserem Testgerät war ein Kölner Buchhändler voreingestellt, dessen E-Book-Auswahl eher überschaubar war. Noch schlimmer: Auf der PocketBook-Cloud-Homepage finden sich Büchereien, deren Online-Präsenzen nicht erreichbar sind. Ist der Reader mit einer solchen verbunden, fällt der komfortable Online-Kauf ins Wasser. Immerhin erlaubt der integrierte Browser die Nutzung anderer Shops oder der Onleihe.

    Seine Stärken entfaltet der Touch HD 3 vor allem, wenn Bücher aus anderen Quellen hinzugefügt werden. Denn die PocketBook-Reader akzeptieren klaglos jegliche E-Books im ePub-Format, aber auch PDFs und sogar Word-Dokumente.

    Das funktioniert auch kabellos, zum Beispiel per Dropbox-Cloud: Nach der Anmeldung synchronisiert der Touch HD 3 automatisch alle kompatiblen Buchformate aus einem Dropbox-Ordner auf den internen Speicher. So kann man einfach E-Books von Seiten wie Projekt Gutenberg oder anderen kostenlosen Angeboten herunterladen und über die Dropbox auf den Reader übertragen. Außerdem können Bücher nach Registrierung ganz einfach per E-Mail an den Reader geschickt werden. So einfach macht das kein andere eBook-Reader.

    Hervorragend gefällt uns auch die Buchverwaltung von PocketBook. Die Bibliothek lässt sich nicht nur umfangreich sortieren und filtern (etwa nach Autoren oder Genres), sondern auch erstaunlich schnell durchsuchen. Wer seine Bücher gerne am PC in einer Ordnerstruktur vorsortiert, kann sie via USB-Kabel eins zu eins auf den PocketBook übertragen.

    Auch bei der Darstellung der Bücher muss sich der Touch HD 3 nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die Seiteneinrichtung und Auswahl von Schriften ist üppig, zudem überzeugen umfangreiche Möglichkeiten für Notizen, Online-Suchen und mehr.

    Wie Amazon bietet PocketBook die Möglichkeit, über Bluetooth-Kopfhörer Hörbücher abzuspielen. Mangels eigenem Dienst müssen die allerdings auf dem internen Speicher liegen. MP3-Hörbücher können als ZIP-Archiv auf den Reader geschoben und abgespielt werden. Das sorgt im Vergleich zu Einzeln-MP3s für weniger Dateichaos.

    Auch für klassische E-Books kann man die Bluetooth-Funktion nutzen. Der PocketBook Touch HD3 erlaubt es, Texte mit verschiedenen Stimmen vorlesen zu lassen. Für deutschsprachige Hörbücher stehen dazu die Stimmvarianten »Hans« und »Marlene« zur Wahl, die wir beide als angenehm empfanden. Fans englischsprachiger Bücher können aus einem größeren Sprecherfundus wählen, inklusive lokaler Akzenten für die USA, Großbritannien oder Australien. So oder so: Die Umsetzung der Vorlesefunktion auf dem PocketBook ist durchaus gelungen und für Hörbuch-Fans eine gute Alternative.

    Die durchdachte Bedienung und die sehr gute Verwaltung großer E-Bibliotheken allein genügen, um den PocketBook zu empfehlen. Wer seine E-Books vornehmlich aus DRM-freien Quellen bezieht, für den ist der PocketBook Touch HD 3 für uns die beste Wahl.

    Außerdem getestet

    Alles Wissenswerte über eBooks

    Alle eBook-Reader erlauben den direkten Einkauf von elektronischen Büchern auf dem Gerät sowie auf via Browser am PC. Amazon und Kobo setzen dabei auf einen einzigen Shop. Die mittlerweile von Rakuten vertriebenen Tolino-Reader erlauben hingegen die Anbindung mehrerer eBook-Quellen, beispielsweise die Portale von Thalia, Hugendubel oder auch Ebook.de. Die Umsetzung ist etwas gewöhnungsbedürftig: Während der Reader selbst nur den direkten Kauf bei einem digitalen Buchladen erlaubt, können die Tolino-User über die so genante Tolino Cloud auch andere Inhalte auf den Tolino übertragen. Dazu müssen die Partnershops an die Cloud angebunden werden, was in wenigen Klicks erledigt ist.

    Kauft ein Tolino-Nutzer dann beispielsweise ein eBook bei Buch.de, obwohl auf dem Reader der Thalia-Shop eingerichtet ist, lässt sich das Buch trotzdem herunterladen und lesen. Die Möglichkeit, Bücher aus mehr als einem Dutzend Shops zu beziehen, macht unseren zum flexiblen Allrounder. Wer keine Lust hat, für externe Shops den PC zu bemühen, kann auch den internen Webbrowser des Tolinos verwenden. Dieser stellt nicht nur die meisten Seiten sauber dar, er erlaubt auch den Download von Dateien auf den Reader. So lässt sich bei Bedarf ein Buch im ePub-Format über den Browser kaufen und direkt lesen. Ein wenig Geduld ist dafür aber Voraussetzung: Webseiten sehen auf dem E-Ink-Bildschirm zwar überraschend gut aus, die Technik erfordert aber für jeden Seitenwechsel sowie für Scrolling den Neuaufbau der Seite – einen Surfkomfort wie auf Smartphones oder Tablets sollte man also nicht erwarten.

    eBooks sind keine Tablets

    Generell unterscheiden sich die Angebote der unterschiedlichen Anbieter ohnehin nur geringfügig. Im Test haben wir stichprobenartig je zehn Einträge der deutschen Bestsellerliste des Spiegels sowie der US-Bestsellerliste der New York Times in den Shops von Amazon, Tolino und Rakuten (Kobo) gesucht. Das erfreuliche Ergebnis: Sowohl die deutschen als auch die englischen eBooks waren auf allen Plattformen erhältlich. Die Preise für die internationalen Bücher unterschieden sich dabei allerdings zum Teil deutlich – hier lohnt sich der Vergleich.

    Bei deutschsprachigen eBooks gibt es derlei Preisschwankungen indes nicht. Der Grund: Für die digitalen Bücher gilt die Buchpreisbindung genauso, wie es bei ihren gedruckten Verwandten der Fall ist.

    Wer gerne neuen Lesestoff von (noch) unbekannten Autoren entdeckt, für den dürfte die geschlossene Amazon-Plattform besonders interessant sein. Im Rahmen von Amazons Direct-Publishing-Programms können Autoren auch ohne großen Verlag im Rücke eigene Bücher veröffentlichen. So finden sich unzählige Bücher im Kindle-Store, die es teilweise woanders nicht gibt – vor allem Fans von englischsprachigen Texten finden hier ein Angebot, das es bei den anderen Stores in dieser Form nicht gibt.

    Quelle:

    https://www.allesbeste.de/

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

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