La Réunion – Unentdecktes Paradies im Indischen Ozean

  • La Réunion – Unentdecktes Paradies im Indischen Ozean


    Frankreichs tropische Insel erkundet man am besten von der Inselhauptstadt Saint-Denis. Denn rund um die Stadt bieten sich von den angrenzenden bergen bereits atemberaubende Aussichten über die Natueschönheiten der Vulkaninsel. Rund 40 Prozent der Fläche von Reunion sind als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt


    Sie wird „Insel der Zusammenkunft“ genannt und befindet sich zwischen der Traumdestination Mauritius und der wilden Insel Madagaskar. Aktive Vulkane, die regelmäßig ausbrechen und euch ein atemberaubendes Spektakel bieten, Nationalparks, die vor Artenreichtum nur so strotzen und traumhafte Strände, deren Sand mal karibisch weiß, mal pechschwarz ist – all das gibt es auf La Réunion zu entdecken!


    Ihr befindet euch auf Ile De La Réunion, einer der wohl abwechslungsreichsten kleinen Inseln auf unserer schönen Erde. Trotz der Nähe zu Mauritius, der atemberaubenden Vielfalt von Kultur und Natur und seiner weltberühmten Vanillepflanze haben einige von euch bestimmt noch nie etwas von La Réunion gehört. Grund genug, euch Frankreichs tropische Insel einmal genauer vorzustellen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Das Inselparadies im Indischen Ozean gehört politisch zu Frankreich und ist somit ein Teil der Europäischen Union, für die Reise müsst ihr somit kein Visum beantragen.

    La Réunion – Entstanden aus einem Vulkan

    La Réunion ist eine ovale Insel, die flächenmäßig in etwa dem deutschen Saarland entspricht. Entstanden ist sie vor ungefähr drei Millionen Jahren bei einem Ausbruch des unterirdischen Vulkans Piton des Neiges, der auch heute noch, zusammen mit dem aktiven Piton de la Fournaise, zu den Highlights der Insel gehört. Die einzigartige Landschaft, die durch diese Vulkanausbrüche geprägt wurde, ist gleichermaßen ein Anziehungspunkt für Naturfreunde, abenteuerlustige Entdecker und Reisende, die nach idyllischen Örtchen und traumhaften Stränden suchen.

    Obwohl La Réunion bereits im 15. Jahrhundert entdeckt wurde, war die Insel bis Mitte des 17. Jahrhunderts unbewohnt. Erst dann wurde La Réunion von Seefahrern zu französischem Besitz erklärt und kolonialisiert. Die Kolonialherren brachten ihre Sklaven aus Ostafrika, Madagaskar und Indien auf die Insel, um diese dort zur Produktion von Zuckerrohr und Vanille einzusetzen. Die auf La Réunion angebaute Vanille wurde schnell als Bourbon Vanille auf der ganzen Welt bekannt und steht auch heute noch für höchste Qualität.

    Die Sklaverei wurde glücklicherweise Mitte des 19. Jahrhunderts verboten, die Leidenschaft für Zuckerrohr und dem daraus gewonnenen Rum blieb jedoch bis heute bestehen. Die heutigen Einwohner La Réunions, die Kreolen genannt werden, sind die Nachfahren jener Sklaven und Siedler aus dem 17. Jahrhundert und tragen mit ihren unterschiedlichen kulturellen Wurzeln zur Vielfältigkeit dieser Insel bei.


    La Réunion

    Der aktive Vulkan Piton de la Fournaise


    La Réunion erreichen & erkunden

    Saint-Denis ist die Hauptstadt von La Réunion. Sie liegt im Norden der Insel und verfügt über einen internationalen Flughafen, sodass eure Reise meist auch hier beginnt. Plant ihr einen Urlaub hierher, solltet ihr am besten einen Abflughafen in Frankreich anpeilen.


    La Réunion

    La Réunion ist ein Paradies für Wanderer.


    Neben den persönlichen Vorlieben gibt es auf La Réunion einige Sehenswürdigkeiten,die ihr euch aber auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Dazu gehören, abgesehen von den Vulkanen, die die Insel formten, mit Sicherheit auch die ein oder andere Rohrzuckerfabrik und ein Ausflug in den Nationalpark, in dem ihr die blühende Flora und vielfältige Fauna der Insel kennenlernen könnt. Nur den berühmten Dodo werdet ihr hier nicht mehr finden. Das Maskottchen der Insel ist nämlich leider ausgestorben.


    Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel

    Vulkan Piton de la Fournaise

    Der Vulkan Piton de la Fournaise gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt und ist somit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der kleinen Insel. Regelmäßig speit der Vulkan Lava aus, Eruptionen erschüttern dabei die Erde und senken diese meterweise ab. Glühend heiße Lavaströme fließen in Richtung des Indischen Ozeans und vergrößern dabei sogar die Insel. Der Ausbruch des Vulkans ist ein Naturschauspiel, mit dem die ansässigen Kreolen gelernt haben, zu leben. Schließlich kommen jährlich tausende Vulkantouristen auf die Insel, um dem relativ ungefährlichen Spektakel beizuwohnen. In den inaktiven Phasen des Piton de la Fournaise kann sogar der Caldera, also der Krater, besichtigt werden. Die Wanderung zum Caldera führt euch unter anderem zur sogenannten Grand Brûlé, einer Region, die von erhärteten Lavaströmen vergangener Ausbrüche zeugt. Außerdem habt ihr von einem der Aussichtspunkte einen grandiosen Blick über die Ebene Plaine des Sables, über die ihr schließlich wandert, wenn ihr weiter zum Vulkan vordringen wollt.

    Am Fuße des Vulkans werdet ihr auf eine Kirche stoßen, die weltweit Schlagzeilen gemacht hat, und Gläubige aus der ganzen Welt anzieht. Die Sainte- Rose Kirche wäre bei einem früheren Ausbruch des Vulkans fast von der glühenden Lava zerstört worden – hätte sich der Strom nicht in letzter Minute direkt vor der Kirche geteilt, sodass diese verschont blieb. Ob ihr gläubig seid oder nicht, ein Besuch der „Nôtre Dame des Laves“, wie die Kirche seither genannt wird, gehört einfach zu einem Ausflug zum Piton de la Fournaise dazu. Wenn ihr den Vulkan besteigen möchtet, solltet ihr 4-6 Stunden für den Auf- und Abstieg einplanen. Festes Schuhwerk ist bei diesem Ausflug ein Muss!

    Die Vulkanausbrüche sind übrigens nicht die einzige Naturgewalt, die die Inselbewohner regelmäßig zu spüren bekommen: Mächtige Zyklonstürme, die im Indischen Ozean entstehen, treffen La Réunion von Zeit zu Zeit und bringen Wind, Regen und hohen Seegang mit sich. Sorgen müsst ihr euch in eurem Urlaub aber nicht: Wenn ihr in den Monaten Oktober bis Dezember reist, so müsst ihr nicht befürchten, in einen dieser Stürme zu geraten. Ein Frühwarnsystem stellt außerdem sicher, dass kein Inselbewohner von einem Zyklon überrascht wird.


    Der Kratersee Grand Bassin & Cap Noir

    Eines kann man auf La Réunion in so gut wie jeder Region der Insel: Wandern. Egal, ob ihr unerfahrene Wanderer seid, und nur bei einem Spaziergang die wunderbare Landschaft genießen möchtet, oder ob ihr nach sportlichen Herausforderungen sucht – Auf den zahlreichen Wanderstrecken ist für jeden die richtige Route dabei. Drei lohnenswerte Ziele, die durch Wanderungen erreicht werden können und die ihr euch unbedingt ansehen solltet, sind Réunions einziger Kratersee Grand Bassin und die Aussichtspunkte Cap Noir und Le Maïdo. Im Zentrum der Insel befindet sich der Kratersee, der von mehreren Wasserfällen gespeist wird. Aber nicht nur der Kratersee ist ein echter Hingucker: Auf dem Weg zu den Aussichtspunkten erwarten euch atemberaubende Schluchten, spitze Felsformationen, grüne Täler und eine farbenfrohe Pflanzenwelt.

    Für diese Wanderungen solltet ihr euch allerdings in einer guten körperlichen Verfassung befinden und geeignete Kleidung tragen, denn teilweise erwarten euch steile Hänge und spitze Steine. Doch glaubt mir, die Wanderung lohnt sich, denn der Blick auf den Kratersee ist einfach gigantisch.

    Etwas leichter ist die Wanderung zum Cap Noir, einem Aussichtspunkt, dessen Panorama schon für viele Postkarten hergehalten hat. Zu Recht, denn es ist eines der schönsten Motive auf La Réunion, und ihr könnt diese grandiose Aussicht bereits nach einer zweistündigen Wanderung genießen. Der höchste Berg der Insel, der inaktive und wunderbar grüne Vulkan Piton des Neiges, wird euch auf vielen Wanderungen auf La Réunion begleiten. Das Wandern in seinen Tälern und umliegenden Bergketten ist ein echtes Highlight für jeden Naturfreund. Am besten packt ihr direkt alles für ein Picknick an einem der zahlreichen Aussichtspunkte ein, oder ihr macht Rast in einem der kleinen Dörfchen, auf die ihr während der Wanderung immer wieder stoßen werdet.




    Vulkane haben die Insel La Réunion geprägt


    La Réunion


    Wale, Chamäleons & Bourbon Vanille

    Ihr solltet die Insel nicht verlassen, ohne euch von der weltberühmten Vanilleschote und dem Zuckerrohr, der auf La Réunion angebaut wird, zu überzeugen. Zuckerrohr Plantagen werden euch fast überall auf der Insel begegnen. Größere und kleinere Zuckerrohrfabriken, in denen das holzige Gewächs zu dem berühmten braunen Zucker oder dem beliebten klebrigen Sirup weiterverarbeitet wird, können sogar besichtigt werden.

    Ein weiteres Produkt, welches auf La Réunion direkt aus dem angebauten Zuckerrohr hergestellt wird, ist Rum. Der Zuckerrohrschnaps mit einigen Umdrehungen wird auf der Insel vor und nach den Mahlzeiten getrunken und gehört somit fest zu der Kultur der Kreolen. Eine weitere Köstlichkeit der Insel ist die Bourbon Vanille, auf die ihr ebenfalls sehr oft stoßen werdet. Das Orchideen-Gewächs kann zum Beispiel in einem der zahlreichen Botanischen Gärten bestaunt werden. Den Jardin des Parfums et des Epices empfehle ich euch besonders, denn hier werdet ihr neben anderen tropischen Gewächsen außerdem auf Chamäleons stoßen. Die Meister der Tarnkunst verstecken sich gerne zwischen den bunten Pflanzen und lauern dort auf ihre Beute.

    Ein weiteres Highlight, in dessen Genuss ihr (hoffentlich) kommen werdet, wenn ihr La Réunion erkundet, ist die Sichtung von Walen. Die sanften Meeresriesen tauchen immer wieder an der Küste der Insel auf. Mit etwas Glück könnt ihr sogar ihren Hochzeitstanz beobachten. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, solltet ihr einen Whale Watching Ausflug buchen, auf dem ihr die majestätischen Meeressäuger mit großer Wahrscheinlichkeit sehen werdet.


    La Réunions Strände

    Auch, wenn man auf La Réunion einen aufregenden Aktivurlaub verbringen kann, so sollten die tropischen Strände nicht unerwähnt bleiben. Schließlich ist das Klima der Insel ganzjährig tropisch und lädt zum Sonnenbaden ein. Wenn ihr mit einem Mietwagen unterwegs seid, so könnt ihr die insgesamt 60 Kilometer Küste, die sich hervorragend zum Baden und Relaxen eignen, am unkompliziertesten auskundschaften und euren persönlichen Lieblingsstrand wählen.

    Besonders empfehle ich euch aber den Strand von L´Etang-Salé-les-Bains an der Südwestküste La Réunions. Was diesen Strand so besonders macht, ist nicht nur das badewannenwarme Wasser des Indischen Ozeans, welches ihr an nahezu allen Stränden finden werdet, sondern der schwarze Sand, der aus Vulkangestein besteht. Im Süden der Insel stoßt ihr wiederum auf weiße, palmengesäumte Strände, die zum Erholen und Träumen einladen. Zwei wirklich tolle Strände sind zum Beispiel der Plage Grande Anse im Süden und der Plage de l’Hermitage im Westen der Insel. Einige Strände auf La Réunion weisen eine stärkere Strömung oder auch höheren Wellengang auf. Dank der Rettungsschwimmer, die an den beliebtesten Stränden aufpassen, seid ihr aber keiner Gefahr ausgesetzt. Das Schwimmen bei gehisster roter Flagge sollte man aber selbstverständlich trotzdem lieber lassen. Wenn ihr es am Strand etwas aktiver mögt, könnt ihr auf La Réunion zahlreiche Wassersportarten wie Windsurfen oder Kiten ausüben, oder ihr taucht in die atemberaubende Unterwasserwelt der Insel ab. Für Taucher sind die Riffe La Réunions nämlich ein wahres Mekka.


    La Réunion

    Der Strand von Saint Pierre, hier könnt ihr entspannen.

    Tiere und Pflanzen auf La Réunion

    Pflanzenwelt und Vegetation auf Réunion

    Schroffe Bergketten und türkisblaue Lagunen, Höhenurwald in immerwährendem Nebel und bunte Orchideen – so vielseitig ist La Réunion.

    Geologisch betrachtet, besteht die Insel zunächst aus zwei Vulkanen. Der Piton de la Fournaise ist noch äußerst aktiv und seine Lavaströme bieten jährlich zahlreichen Touristen ein beeindruckendes Bild. Auf dem Weg zum Piton de la Fournaise durchkreuzen Besucher zunächst das mondlandschaftsähnliche Gebiet des La Plaine des Sable, das an eine Sandwüste erinnert. Allerdings bestehen die Vulkan-Flanken nicht aus verbrannter Lavaerde, denn nach jedem Ausbruch erholt sich der Boden schnell und die Fruchtbarkeit bringt erneut weißliche Flechten, Farne und Sträucher hervor. Zusätzlich begünstigt das tropische Klima den üppigen Pflanzenbewuchs auf der Insel. Die Flora verändert sich von West nach Ost ebenso wie mit den Höhenlagen.

    Auf der Regenschattenseite an der Westküste findet man Savanne und Heidekraut-Steppen vor, das Hochland besteht aus nebeligem Bergregenwald, etwa der mystische Bébour-Bélouve und rund um den tosenden Wasserfall Trou de Fer. Zwischen Palmen und Akazien wachsen hier im permanenten Nebel tropfnasse Moose und Flechten auf umgestürzten Bäumen und entlang der Äste. Das durch die Nebelschwaden scheinende Sonnenlicht erzeugt zusammen mit der verzweigten Baumwelt eine besonders verwunschene Stimmung. Dieser Farbholzwald ist im Osten der Insel schon zwischen 0 und 700 Metern Höhe zu finden, im Westen erst ab 750 Metern.


    Tierwelt auf Réunion

    Bekannt ist die Insel im Indischen Ozean für Ihre farbenfrohen Korallenriffe, die leider besonders in den letzten Jahren stark gelitten haben. Das vermehrte Korallensterben ist u. a. auf die Wasserverschmutzung, Dynamitfischerei und die Nutzung von Schleppnetzen sowie die allgemeine Erwärmung der Ozeane zurückzuführen. Dazu kommt der massive Kalkabbau zu Zeiten der ersten Zuckerrohrplantagen, als Kalk zur Reinigung des Zuckerrohrsafts in großen Mengen benötigt wurde. Mittlerweile hat die Regierung eine Meeresschutzzone um einige Korallenriffe nahe Réunion eingerichtet. Das Unterwasserschutzgebiet Réserve Naturelle Marine de La Réunion erstreckt sich über 40 km entlang der Küste.

    Etwa 20 Vogelarten sind auf La Réunion heimisch, von denen besonders der weiße Tropic-Vogel und der Tec-Trec bekannt sind. Empfehlenswert ist ein Besuch der liebevoll gepflegten Anlage im botanischen Garten Jardin d’Eden in Hermitage-les-Bains, wo man häufig auf Chamäleons treffen kann. Neben den Reptilien aus Madagaskar leben auch einige Margouillats (wendige Geckos) auf Réunion. Zu den einheimischen Säugetieren zählt der Tenrek, der unserem Igel ähnelt. Für den Menschen gefährliche Tiere gibt es nicht, jedoch erschrecken die großen Seidenspinnen den unwissenden Touristen durchaus einmal mit ihren großen Körpern. Aufgrund der warmen Temperaturen leben neben Moskitos noch 5.000 andere Insektenarten wie Falter und Käfer auf der Vulkaninsel. Der Fischbestand umfasst 21 Süßwasserfischarten sowie 54 Mollusken und 9 Schalentierarten.

    Seit der Besiedelung La Réunions hat sich die Tierwelt stark verändert. So brachten die französischen Siedler Hunde, Katzen und Ratten mit. Letztere setzen dem lokalen Vogelbestand heute noch zu. Noch bevor die ersten Kaffee- oder Zuckerplantagen angelegt wurden, waren Landschildkröten und der Dodo (eine flugunfähige Vogelart) ausgerottet. Heute versuchen Umweltschützer, die Nistplätze der 5 Meeresschildkrötenarten gezielt abzuriegeln und erklären ganze Strandabschnitte zu Schutzzonen. Interessierte können sich in der bekannten Schildkrötenbeobachtungsstation Kélonia über die Aufzucht der gefährdeten Arten informieren.

    Zwischen Juni und Oktober besteht für Reisende an der Westküste La Réunions die Möglichkeit, Buckelwale zu beobachten. Die riesigen Wale kommen aus der Antarktis und suchen in dieser Zeit die milden Temperaturen des Indischen Ozeans auf, um zu kalben. In kleinen Booten können Touristen in die Nähe der schwimmenden Giganten und ihrer Jungtiere gelangen. Ganzjährig durchstreifen Delfine die fischreichen Meeresgebiete um Réunion.


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    Reiseregionen La Reunions

    Wo liegt La Réunion?

    Die Maskarenen-Insel (La Reunions früherer Name) liegt gut 760 km westlich von Madagaskar und circa 200 km östlich von der bekannteren Nachbarinsel Mauritius im Indischen Ozean und gehört zur Gruppe der Maskarenen (5 weitere unbewohnte Inseln). Die Insel wird durch eine diagonal verlaufende Vulkankette in zwei Regionen aufgeteilt. Zum einen die grüne und schwüle Ostseite (Le Vent) und zum anderen die trockene, geschützte Süd- und Westseite (Sous le Vent).


    Inselform, Größe und Städte La Réunions

    Die ovale Insel misst im Durchmesser circa 50 bis 70 Kilometer. Sie ist somit ungefähr so groß wie das Saarland. Grundsätzlich besteht La Réunion aus Vulkanen, Bergen, Tälern und Schluchten im Landesinneren und aus Stränden und Küsten. Aufgrund des vulkanischen Ursprungs konnte sich in den drei Talkessel Cirque de Cilaos, Salazie und Mafate eine üppige Vegetation entwickeln. Der aktive Vulkan Piton de la Fournaise ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Insel. Die Küste beherbergt dagegen kleinere Orte und Städte mit (Hafen-)Kultur und kreolischer Architektur. Sehenswerte (kleine) Städte und Dörfer auf La Réunion sind:

    • Saint-Denis (Norden)
    • Saint-Gilles (Westen)
    • Saint Pierre (Süden)
    • Saint-Paul (Westen)
    • Le Port (Nordost)
    • Saint-Leu (Westen)
    • Saint-Andre (Osten)
    • Le-Brule (Norden)
    • Saint-Louis (Südwest)
    • Petite Ile (Süden)
    • Saint-Joseph (Süden)
    • Saint-Philippe (Süden)
    • Cilaos (Zentrum)
    • Hell-Bourg (Zentrum)

    Beschaffenheit der reunionesischen Landschaft

    Der erloschene Vulkan Piton des Neiges hat die Insel vor drei Millionen Jahren aus dem Indischen Ozean entstehen lassen. Er gehört zu einer Vulkankette, die auch den heute noch aktiven und besteigbaren Piton de la Fournaise beinhaltet und die Insel einmal durchschneidet. Der Piton de la Fournaise im Südosten der Insel speiht ungefährt einmal Jahr und lässt seine Lava nach Osten abziehen, was die Insel gelegentlich wachsen lässt.


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    Speisen und Getränke auf La Réunion

    Die Küche von Réunion ist an Farbenpracht und Geschmacksrichtungen kaum zu übertreffen. Die ganze Vielfalt der Völkermischung findet sich in der kreolischen Küche wieder: Die Fusionküche ist bunt und scharf. Häufig findet Piment Verwendung – auf Réunion ist das eine allgemeine Bezeichnung für scharfe Gewürze von Chili bis Pfeffer.

    „Carri“ – Das Nationalgericht

    Ein klassisches Gericht ist das „Carri“. Es besteht aus angebratenen, kleine Fleischstückchen von Huhn (poule), Schwein (porc) oder auch Fisch und Krustentieren. Die Bezeichnung rührt vom franz. carré (dt. geschnitten) her, finden sich auch kleine Tomaten- und Zwiebelbrocken sowie Knoblauch in dem traditionellen Eintopf. Hinzu kommt eine spezielle Soße aus Ingwer und Kurkuma. Kurkuma ist stark gelbfärbend und wird auch als falscher Safran bezeichnet. Dazu werden neben Reis auch „Grains“ gereicht. Als Grains werden Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen bezeichnet.

    Eine schärfere, stark gewürzte Variante des Eintopfs ohne Kurkuma wird rougail genannt. Das Gericht besteht aus sehr scharfen, zerstoßenen Chilis, Combava, unreifer Mango, Tomaten, Zwiebeln und anderem kleingeschnittenen Gemüse.


    Fleischgerichte in Réunion

    Eine beliebte Zubereitungsart für Fleisch auf Réunion ist das Ragout, als civet bezeichnet. Die Einheimischen lieben besonders das civet z’ourites (mit Tintenfisch). Der franco-kreolischen Küche entstammt das civet de canard créole: Ente in Rotweinsoße mit Thymian, Ingwer und Kurkuma. Ein Ragout mit Ziegenfleisch ist cabri massalé. Eine besondere Spezialität der Einwohner ist das boucané, geräuchtertes Schweinefleisch. Als Beilagen findet man häufig Reis, fritierte Süßkartoffeln (patate), Tarowurzeln (songe) und Jamswurzeln (igname).

    Vorspeisen und übliche Gemüsebeilagen

    Die französischen Essgewohnheiten haben die Landesküche in Réunion besonders im Bereich der Aperitife geprägt. Bonbons piment (frittierte Bohnenbällchen) sind ebenso verbreitet wie gefüllte Teigtaschen (samoussas) und dampfgegarte Fleischklößchen (bouchons). Eine kürbisähnliche Gemüsebeilage ist das chouchou, eigentlich eine Christophinenart aus Südafrika, die gern als Gratin zubereitet wird. Gedünstetes Blattgemüse, ähnlich dem Spinat, wird als brèdes bezeichnet. Aus Karotten, grünen Bohnen, Gurken sowie noch unreifen, grünen Mangos wird das bekannte achard, eine Art Krautsalat aus feingeraspeltem, gewürztem Gemüse, zubereitet.

    Tropische Früchte

    Papayas, Litschis, Kokosnüsse, Sternanis (anis étoilé), Ananas, Mangos, Guaven oder die Sternfrucht sind nur einige von zahlreichen leckeren Früchten, die Reisende sowohl frisch als auch in Form von Gelees und Konfitüren genießen können. Zu empfehlen sind die auf Réunion wachsenden Longanfrüchte (longani) sowie Goyaviers, die von Juni bis September reif


    Die Straße des Rums“

    Erzeugnisse auch Zuckerrohr wie Rum und Zucker gehören zu den bekanntesten Exportgütern Réunions.

    Der Rum ist ein Symbol für Gastfreundlichkeit, Gemeinschaft und Vergnügen. „Die Straße des Rums“, La Route du Rhum, bringt dem interessierten Besucher diese traditionelle Spirituose und seine Herstellung entlang verschiedener Standorte näher. In Saint-Pierre, Saint-Benoit und an weiteren Standorten kann man zum Beispiel Destillerien und Brennereien besuchen – Verkostung inklusive. Hier wird der hochwertige Rum direkt aus dem Zuckerrohrsaft gewonnen (vieux rhum oder rhum agricole). Der Melasse-Rum, der aus den Rückständen der Siedeprozesse entsteht, wird auf Réunion rhum de sucrerie oder rhum traditionnel genannt.

    Das Landwirtschafts- und Industriemuseum Stella Matutina in Saint-Leu liefert einen umfassenden Blick über die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der Insel. Die Sucrerie du Gol in Saint-Louis ist die größte Zuckerfabrik Europas.


    Exportschlager Vanille aus Réunion

    Bis zur fertigen Vanilleschote vergehen bis zu 18 Monate. Nach der Bestäubung der Vanilleblüte beginnt die Reifung. Es schließt sich die sechs- bis neunmonatige Veredelung an, bis die getrocknete verkaufsfähige Schote in den Handel geht. Nach der Ernte werden die bis dahin grünen Vanilleschoten kurz in ein heißes Wasserbad getaucht, um anschließend in Wolldecken gewickelt 24 Stunden zu schwitzen. Während dieses Prozesses werden die über 50 Aromen entfaltet. In den anschließenden Wochen werden die Schoten getrocknet, wobei sie sich ins Schwarze verfärben und weiteres Aroma ausbilden.

    Grundlage für ein Kilo schwarze Vanilleschotten sind circa 5 Kilo grüne Schoten. Auf dem Markt kostet eine Bourbon-Schote zwischen zwei und fünf Euro. Der Preis ist abhängig von der Schotengröße.


    Religion und Feiertage auf La Réunion



    Auch bei Glaubensfragen ist der Name „Insel der Zusammenkunft“ Programm: Toleranz und friedliches Miteinander der unterschiedlichen Religionen werden auf La Réunion großgeschrieben. Und so reihen sich in der kleinen Stadt Saint-Pierre neben dem bunten Tamilen-Tempel noch Kirche, Pagode und Moschee auf, aber auch Kultstätten afrikanischen oder madagassischen Ursprungs. Ethnische Konflikte und religiöse Intoleranz sind Tabu. Die vertretenen Religionen auf der Insel bestehen aus Tamilen und Hinduisten, Christen und Muslimen. Die Verteilung der Zugehörigen ist allerdings ungleich:

    • Christentum (römisch-katholisch): über 85 %
    • Restliche Konfessionen: Hindus und Muslime (Indischer Herkunft), Bhuddisten (Chinesischer Herkunft)


    Diese religiöse Vielfalt führt auch zu einer großen Anzahl an Fest- und Feiertagen auf der Insel. Vor allem der Sonntag ist dem stark christlich geprägtem Département sehr heilig. Ebenfalls werden die christlichen Feiertage opulent gefeiert. Religiöse und nichtreligiöse Feste von Weihnachten über das chinesische Neujahr, tamilische Tempelfeste bis hin zu Mutter- und Vatertag sind fester Bestandteil im Terminkalender aller Inselbewohner.


    Kultur La Réunions: Sprache, Bevölkerung und Architektur

    Bevölkerung La Réunions

    Die Insel La Réunion hatte bis zu ihrer Entdeckung in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts keine eigenen Einwohner. Alle heutigen Bewohner der Insel stammen ausschließlich von früheren Einwanderern ab: von weißen europäischen Siedlern, von afrikanischen und madagassischen Sklaven, indischen Arbeitern, Chinesen und indischen Moslems.

    Es gibt die sogenannten „Petits blancs“, Nachfahren reicher französischer Großgrundbesitzer, die hier siedelten. Nachfahren ehemaliger Sklaven aus Schwarzafrika sind die „Cafres“. „Malbars“ bzw. „Tamilen“ sind Inder hinduistischen Glaubens. Sie stammen von ehemaligen Plantagenarbeitern ab. „Z’arabes“ wiederum sind die Nachfahren von Indern muslimischen Glaubens, die einst als Händler auf die Insel kamen.

    Eine weitere Gruppe sind die Chinesen, die sich als Landarbeiter verdingten. Aber auch Franzosen die sich für eine bestimmte Zeit hier niederließen, auch „Z’oreils“ genannt, ergänzen wie die Einwanderer vom benachbarten Archipel der Komoren und vom ebenfalls französischen Überseedepartement Mayotte die Vielfalt der Bevölkerungsgruppe.

    So unterschiedlich ihre Herkunft und Lebensweise, so vereint sie alle doch ihre gemeinsame kreolische Identität. Auf La Réunion geboren zu sein, bedeutet kreolisch zu sprechen, kreolisch zu essen, kreolisch zu wohnen. Kurz es bedeutet, kreolisch zu sein.

    Sprache auf La Réunion

    Das Kreolisch, auch „Réunionnais“ genannt, hat den Status einer Regionalsprache und wird, nach einer Verbotszeit bis in die 60er Jahre, auch in der Schule gelehrt. Jeder Reunionese und jede Reunionesin spricht sie, egal welcher Herkunft. Als Schriftsprache wird sie nicht genutzt und wurde erst vor kurzer Zeit kodifiziert. Das gesprochene Französisch ist dem heutigen Französisch nur teilweise ähnlich.

    Grammatische und syntaktische Beziehungen weichen oft vom Festlandfranzösisch ab und man findet oft entlehnte Ausdrücke und Vokabeln aus vorgegangenen Jahrhunderten und stark vereinfachte Satzstücke. Hier ein Sprachbeispiel: „mi di a ou“, wörtlich „moi dis à toi“ : für „ich sage dir“.


    Architektur auf La Réunion

    Wer sich von Natur und Strand eine Auszeit nehmen will, findet trotz dem Naturfokus auf La Réunion einige architektonisch interessante Reiseziele, die man besichtigen kann. Zu den beeindruckendsten Gebäuden der Insel gehören mit Sicherheit die kolonialen Herrenhäuser der Kaffeeplantagenbesitzer und Zuckerrohrfabrikanten, die sich unmittelbar neben den Plantagen niederließen. Geschichtliche Zeugnisse dieser Sklavenzeit vermittelt das Musée de Villèle, in kreolischer Architektur, hoch über den Hügeln von Saint-Paul in der ehemaligen Villa der Familie Desbassayn.

    Weitere sehenswerte Gebäude liegen hoch über der Insel, wo reiche Bewohner ihre Sommerresidenzen „im Grünen“ errichten ließen: So etwa das Maison Folio im schönen Ort Hell-Bourg im Cirque de Salazie, das eine Mischung aus landestypisch-kreolisch-bunten Streifen und luxuriöser Ausführung darstellt inklusive Garten und klassischem Holzpavillon.

    Wer sich grundsätzlich für die dörfliche Architektur La Réunions interessiert, kann neben dem berühmten Dorf Hell-Bourg die Domaine du Grand Hazier in Sainte-Suzanne sowie die bunten kleinen Ortschaften „îlets“ genannt, besuchen.

    Bei den kreolischen Dörfern – Les Villages Créoles ® – handelt es sich um ein Netzwerk von 15 Dörfern und mehr als 120 Betrieben aus Hotelerie, Gastronomie und Freizeit. Les Villages Créoles ® ist gleichzeitig touristisches Konzept und Gütesiegel, das den Reichtum und die Vielfalt der Insel La Réunion gekonnt vermitteln.



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    Wochenmarkt mit Obst und Gemüse auf La Réunion

    Geschichte La Réunions

    Erste Zeugnisse der „Insel der Zusammenkunft“

    Erste Erwähnungen der Insel La Réunion stammen aus dem 10. Jahrhundert. Arabische Seefahrer gaben der bis ins 16. Jahrhundert von Menschen wohl noch unbewohnten Insel den Namen dina maghrabin – „Westinsel“. Mauritius wurde diva harab – „verlassene Insel“ oder „Wüsteninsel“ – und Rodrigues diva mashriq – „Ostinsel“ – genannt. Auf einer europäischen Seekarte tauchen diese drei Inseln erstmals im Jahre 1503 auf, die auf einer Kopie einer arabischen Karte basierte.


    Ursprung des Namens Maskareneninsel

    Im Februar 1512 entdeckte schließlich als erster Europäer der portugiesische Seefahrer Pedro Mascarenhas die später nach ihm benannte Inselgruppe „Maskarenen“, zu denen neben La Réunion auch Madagaskar und die zu diesem Staat gehörende Insel Rodrigues gehört. Der Tag seiner Landung auf La Réunion war der Namenstag der heiligen Apollonia von Alexandria. Die Insel erhielt daraufhin von ihm den Namen Santa Apolonia und ist so auf den damaligen Karten der Portugiesen verzeichnet. Um 1520 herum wurden La Réunion und die benachbarten Inseln Mauritius und Rodrigues schließlich im Gedenken an ihren Entdecker Pedro Mascarenhas, begrifflich zum Archipel der Maskarenen zusammenzufassen.



    Kolonialbesiedlung: Engländer und verbannte Franzosen

    Erst im Jahre 1613 folgten weitere Europäer. Der englische Freibeuter Blackwell beschreibt später eine gänzlich unberührte, paradiesische Insel mit unzähligen Wasserläufen und üppiger Flora und Fauna. Frankreich beanspruchte am 25. Juni 1638 erstmals formell die Maskarenen. Eine zweite formelle Inbesitznahme erfolgte 1642. Am 29. Juni des Jahres 1642 landeten die Franzosen bei Saint-Paul erstmals auf Réunion. Die ersten temporären Bewohner waren 12 Meuterer. Aus dem Handelsstützpunkt Fort Dauphin im Süden Madagaskars kommend wurden sie für drei Jahre auf Réunion verbannt.


    Endgültige Niederlassung der Franzosen: Die Vanille-Insel

    Drei Jahre später kehrten einige der Verbannten nur widerwillig der Insel den Rücken zu. Die Beschreibungen dieser Männer lenkten jedoch das Augenmerk des französischen Gouverneurs von Madagaskar, Étienne de Flacourt, auf die Insel. Er nahm die Insel zum dritten Mal in Besitz und gab ihr den Namen Île Bourbon, benannt nach dem französischen Königshaus der Bourbonen. Im November besetzten die Franzosen schließlich die Insel und schufen mit dieser Kolonie gleichzeitig zur ersten französische Niederlassung im Indischen Ozean.


    Inbesitznahme der heimischen Tierwelt

    Der französische König vergab bald darauf eine Konzession zur Verwaltung der Insel an die Indien-Kompanie. Diese Konzession der sogenannte Compagnie des Indes galt von 1665 bis 1764. Zuerst wurden mit der Ausbeutung der Tiere begonnen. Schildkröten, Vögel und Wild standen ganz oben auf der Fangliste.


    Militärischer Stützpunkt und Kaffeanbau

    Ab dem Jahre 1700 stieg die Bedeutung der immer noch Île Bourbon genannten Insel rapide an. Ab 1718 wurde der zukünftig wirtschaftlich bedeutende Kaffee angebaut. Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 war Réunion zudem wichtiger Stützpunkt für Versorgung und Nachschub im Kampf gegen die Briten in Indien.


    Rückkauf der Insel, Gewürze als Exportschlager und Vervielfachung der Einwohnerzahl

    1764 kaufte der König die Maskarenen und damit auch Réunion zurück. Die Indien-Kompanie war gescheitert. Die Insel erfährt unter ihrem König jedoch einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Export von Kaffee und Gewürzen, die hier fortan angebaut werden. Um 1788 leben auf der Insel bereits rund 47.195 freie Einwohner. 1704 waren es gerade einmal 734 Menschen.


    Die Französische Revolution und Diktatur auf La Réunion

    Am 8. April 1794 wurde die Insel im Zuge der Französischen Revolution in La Réunion umbenannt. Der Name bezieht sich auf die Vereinigung von Revolutionären aus Marseille am 10. August 1792 mit der Nationalgarde in Paris und den nachfolgenden Sturm auf die Tuilerien. Die Zeit der Französischen Revolution ist für La Réunion eine schwere Zeit.

    Eine neue Verwaltung in Form einer Kolonialversammlung und Lebensmittelengpässe werden überstanden genauso wie die Abkapselung in eine Autonomie, in Folge derer im Jahre 1799 eine Diktatur errichtet wird.


    Französische Herrschaft, Sklaverei und Zuckerrohr

    Nach Napoleons Machtergreifung kommt die Insel 1801 wieder unter französische Kontrolle. Die zwischenzeitlich minimal eingeschränkte Sklaverei wird wieder vollständig zugelassen. 1806 benennt man sie zu Ehren Napoleons in Île Bonaparteum. Die Landwirtschaft wird aufgrund klimatischer Wetterfolgen neu ausgerichtet. Zuckerrohr wird zur bis heute dominierenden Kulturpflanze. Kaffee und Gewürznelken spielen nur noch eine zweite Rolle.


    Eroberung durch die Briten

    Im Jahre 1808 blockieren die Briten die Insel und unternehmen mehrere Landungen zur Eroberung der Insel. Erst 1810 sind die Briten erfolgreich. Réunion erhält wieder den alten Namen Île Bourbon. Die Besatzung der Briten ist kurz. Bereits 1815 erfolgt im Rahmen des „Vertrag von Paris“ die Rückgabe an Frankreich. Mit der Entdeckung der künstlichen Befruchtung von Vanillepfanzen eröffnet sich 1840 der Landwirtschaft mit der „Bourbon-Vanille“ ein ganz neues bedeutendes Produktionsfeld.


    Rückeroberung an Franzosen, Wahlen und Einheit mit Frankreich

    Mit dem Ausrufen der Republik am 9. Juni 1948 erhält die Insel ihren Namen Île de la Réunion zurück, als Symbol der Einheit der französischen Nation. Im selben Jahr wird die Abschaffung der Sklaverei proklamiert und die Sklaven sukzessive in die Gesellschaft integriert. Wirtschaftlich entwickelt man sich gut. Auch politisch tut sich einiges. So finden 1849 die ersten Wahlen mit allgemeinem Wahlrecht statt.


    Ende der Kolonialzeit und französische Überseeregion

    1946 wird Réunion französisches Überseedepartement. Damit wird auch die Kolonialzeit beendet. Wirtschaftlicher Fortschritt, Modernisierung und soziale Entwicklung sind positive Folgen infolge dieser Ereignisse. 1982 wird die Insel des weiteren eine französische Überseeregion.

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

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