Umwelt ---- Infos !!!!!!! 2. Teil

  • Gefräßige Raupen ---

    Buchsbaumzünsler erkennen und bekämpfen


    Wenn am Buchsbaum nur noch ein braunes Gerippe übrig ist, hat der Buchsbaumzünsler zugeschlagen. Der Schädling ruiniert die Bäume in kurzer Zeit, wenn er nicht rechtzeitig gestoppt wird. Tipps, wie Sie den Zünsler erkennen und bekämpfen.


    Buchsbäume sind seit einigen Jahren einer Gefahr ausgesetzt, gegen die Hobbygärtner nur dann eine Chance haben, wenn sie frühzeitig reagieren: Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). Der Kleinschmetterling, der vermutlich über Warentransporte nach Europa gelangte, stammt aus Asien und kann sich in unseren Breitengraden ungehindert vermehren, weil er hier kaum natürliche Feinde hat.

    Buchsbaumzünsler bekämpfen

    Buchsbaumzünsler im Buchsbaum: Der Schädling frisst die beliebten Buchsbäume von innen her kahl. (Quelle: imago/Marius Schwarz)

    Buchsbaumzünsler im Buchsbaum: Der Schädling frisst die beliebten Buchsbäume von innen her kahl. (Quelle: imago/Marius Schwarz)


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    Zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers können Sie Pflanzenschutzmittel verwenden – allerdings erst, wenn ein Befall klar erkennbar ist. Einzelne verdorrte Blätter oder trockene Äste allein sind noch kein Hinweis. Sie sollten auch Raupen, Fraßspuren und Kotreste finden.

    Geeignet sind biologische Mittel auf Basis des Bakteriums Bacillus thuringiensis. Die Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist allerdings schwierig, da die Tiere sich zunächst im Inneren des Buchsbaums aufhalten. Ist die Pflanze groß und dicht belaubt, erreichen die Mittel sie oft nicht gut. Denn mit ihren dichten Gespinsten, also ihrem gesponnenen Gewebe, schützen sich die Raupen.



    Verteilen Sie die Pflanzenschutzmittel deshalb mit möglichst hohem Druck und in entsprechender Menge auf die Buchsbäume. Ein geeigneter Zeitpunkt dafür ist die zweite Aprilhälfte, wenn die Raupen ihren Winterkokon verlassen haben. Ein weiteres Mal kann circa Mitte Juli gespritzt werden.

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    Ziergewächs
    Bei diesen Fehlern geht der stärkste Buchsbaum ein

    Buchsbäume lassen sich gut in Form schneiden. (Quelle: imago/Science Photo Library)

    Eine Alternative ist der Einsatz von chemischen Mitteln auf Basis der Insektizide Lambda-Cyhalothrin aus der Gruppe der Pyrethroide. Das Fraß- und Kontaktgift ist jedoch schädlich für Nutztiere wie Bienen.

    Hausmittel gegen den Schädling

    Wer lieber auf Chemie verzichten und die Buchsbaumzünsler auf natürlichem Weg loswerden möchte, kann zu einem effektiven Hausmittel greifen: Die Mischung aus einem halben Liter Wasser, drei bis vier Esslöffeln Essig, ein paar Spritzern Öl und Spülmittel. Dieses Gemisch auf die Pflanze sprühen und die abfallenden Zünsler aufsammeln.

    So sehen Raupe und Falter aus

    Buchsbaumzünslerfalter: Wenn Sie einen solchen Falter in der Nähe Ihres Buchsbaums entdecken, ist Vorsicht geboten: Der Buchsbaumzünsler legt seine Eier bevorzugt in den äußeren Blättern des Buchsbaum ab. (Quelle: imago/blickwinkel) Raupe des Buchsbaumzünslers: Sie ernährt sich von den Blättern und auch der Rinde des Buchsbaums. Wenn Sie nicht rechtzeitig einschreiten, ist der komplette Baum bald kahl. (Quelle: imago/blickwinkel) Puppe des Buchsbaumzünslers: Bis zu drei Generationen bildet der Buchsbaumzünsler pro Jahr. Wenn Sie den ersten Befall bemerken, sollten Sie Raupen und Gespinste sorgfältig absammeln. (Quelle: imago/blickwinkel)

    Foto-Serie mit 5 Bildern

    Der Buchsbaumzünsler ist zwar giftig, stellt aber keine große Gefahr für Mensch und Tier dar. Deshalb ist ein Befall Ihrer Buchsbäume auch nicht meldepflichtig. Mittlerweile haben auch Vögel, wie beispielsweise Spatzen, damit begonnen, die Raupen des Buchsbaumzünslers zu fressen.

    Wie Sie Ihren Buchsbaum richtig düngen, schneiden und pflegen, lesen Sie in unseren Buchsbaum-Tipps.


    Gemeine Eibe (Quelle: imago/blickwinkel)

    Ilex crenata (Quelle: imago/blickwinkel)

    Daphne arbuscula (Quelle: imago/blickwinkel)

    Rhododendron (Quelle: imago/Margit Wild)

    Julianes Berberitze (Quelle: imago/blickwinkel)

    Thuja occidentalis Mecki (Quelle: imago/blickwinkel)



    Foto-Serie mit 8 Bildern

    Tipp: Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt

    Manchmal hilft auch schon ein Rückschnitt zum richtigen Zeitpunkt: Denn die Falter legen die Eier in den äußeren Blättern des Buchsbaums ab und die Raupen ziehen sich erst nach dem ersten Fraß ins Innere der Pflanze zurück. Ein erster Rückschnitt bietet sich meist Mitte April an. Dabei werden die Larven abgesammelt, die zwischen zwei Blättern überwintert haben und die Gespinste herausgeschnitten. Sie werden über den Restmüll entsorgt. Ein weiterer Schnitt ist Mitte September gut.

    Wenn Sie jedoch Ende Mai und Mitte August zur Schere greifen, müssen Sie vorsichtiger sein. Dann sind die Larven bereits ausgewachsen und können sich auch an abgeschnittenen Zweigen zu Faltern entwickeln. Daher sollten Sie die entfernten Triebe in eine Tüte packen und sie darin in den Restmüll geben. Oder legen Sie die Tüte zuvor noch für einige Tage in die Sonne.

    Die Raupen können Sie entweder mithilfe von Gartenhandschuhen oder alten Servierzangen absammeln oder mit einem alten Staubsauger mit Fugendüse absaugen. Auch mit einem starken Wasserstrahl lassen sich die Raupen entfernen.

    Wie Sie den Buchsbaumzünsler erkennen

    Raupe des Buchsbaumzünslers: Sie fressen Blätter und Triebe ab. (Quelle: Andreas Vietmeier/Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen/dpa-tmn)

    Raupe des Buchsbaumzünslers: Sie fressen Blätter und Triebe ab. (Quelle: Andreas Vietmeier/Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen/dpa-tmn)


    Die bis zu fünf Zentimeter langen Raupen sind gelbgrün bis dunkelgrün. Sie tragen schwarze und weiße Streifen und schwarze Flecken, der Kopf ist ebenfalls schwarz. Die Schädlinge sind allerdings nicht so leicht aufzuspüren: Die Raupen des Buchsbaumzünslers fressen meist versteckt im Buschinnern. An Blättern und Trieben bleiben aber Gespinste mit anhaftenden Kotkrümeln zurück.

    Entdecken Sie an einem Buchsbaum die Raupen des Buchsbaumzünslers, sollten Sie diese umgehend absammeln und entsorgen, denn der Schädling vermehrt sich rasch und kann schnell zur Plage werden, wenn Sie ihm keinen Einhalt gebieten. Es gibt zwei bis drei Generationen des Buchsbaumzünslers im Jahr.

    Der Zünsler legt seine Eier bevorzugt in den Blättern des Buchsbaumes ab. Das Blattwerk dient den jungen Raupen als Nahrung. Zunächst fressen die Schmetterlingslarven nur die oberste Schicht eines Blattes ab. Dadurch entstehen am Anfang nur helle Stellen. Später wird dann der Rest des Blattes vertilgt, sodass irgendwann nur noch Gerippe übrig sind. Selbst vor der grünen Rinde des Buchsbaums machen die Vielfraße nicht halt.

    So können Sie vorbeugen

    Um einen möglichen Befall und eine Plage des Zünslers zu vermeiden, können Sie Präventivmaßnahmen treffen. Die besten Methoden zur Vorbeugung sind unter anderem:

    • Regelmäßige Untersuchung der Buchsbaumblätter nach Kotkrümeln, eingefressenen oder trockenen Stellen
    • Frühzeitige Entfernung von Raupen und Gespinsten
    • Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln
    • Einsatz von Algenkalk
    • Einsatz von Lockstofffallen zur Ermittlung erster Buchsbaumschädlinge

    Wichtig ist es, die erste Generation im Frühjahr abzusammeln. Es lohnt sich auch, den Buchsbaum im Winter auf einen Befall hin zu untersuchen, denn die Raupen überwintern in Gespinsten, die zwischen den Blättern gebildet wurden. Sobald Sie ein solches Gespinst im Buchsbaum oder einer Nische in der Nähe der Pflanze entdecken, schneiden Sie es sofort heraus. Nur dann kann die Ausbreitung der Zünsler gestoppt werden.

    Verwendete Quellen: https://www.t-online.de/

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  • Ab 2021 ---

    EU-Parlament beschließt Verbot von Einweg-Plastik


    Einmalprodukte aus Kunststoff sollen bald nicht mehr erhältlich sein: Das Europaparlament hat ein EU-weites Verbot beschlossen. Welche Produkte aus den Geschäften verschwinden werden.

    Das EU-Parlament hat heute ein Verbot von Einweg-Plastikprodukten beschlossen. Viele Wegwerfartikel aus Plastik landen in der Umwelt statt im Müll und belasten vor allem die Weltmeere drastisch – denn mehr als 80 Prozent des Abfalls in den Meeren sind Plastikteile. Das soll mit dem Verbot besser werden.

    Diese Produkte sind von dem Plastikverbot betroffen

    Die Europäische Union will nur Gegenstände verbieten, für die es bereits bessere Alternativen gibt. Dazu zählen:

    • Plastikteller
    • Plastikbesteck (Messer, Gabeln, Löffel)
    • Getränkerührstäbchen
    • Strohhalme
    • Luftballonstäbchen
    • Wattestäbchen
    • Behälter und Becher aus aufgeschäumtem Polystyrol (halten Heißes warm)
    • alle Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff (zum Beispiel dünne Plastikbeutel), weil der Stoff in Mikroplastik zerfällt

    Weitere Maßnahmen der EU

    Außerdem sollen eine Reihe von Einmalprodukten mit Kunststoffgehalt einen Hinweis für eine geeignete Entsorgung erhalten, um auch Verbraucher in die Pflicht zu nehmen und auf die negativen Umweltauswirkungen hinzuweisen. Dazu gehören zum Beispiel:


    • Feuchttücher
    • Hygieneeinlagen
    • Luftballons

    Zudem sollen Produkte zurückgedrängt werden, für die es keinen guten Ersatz gibt. Darunter:


    • Plastikbehälter für Fastfood
    • Plastikbecher samt Deckel

    Verpflichtungen für Hersteller

    Ab 2024 soll es weitere Auflagen für Plastikflaschen geben: Getränkebehälter aus Kunststoff dürfen dann nur vertrieben werden, wenn die Verschlüsse und Deckel am Behälter befestigt sind.


    Die Neuregelung schreibt außerdem vor, dass bis 2029 mindestens neun von zehn Plastikflaschen getrennt gesammelt und recycelt werden müssen. Zudem wird festgelegt, dass neu verkaufte Plastikflaschen bis 2025 zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen müssen.




    Auch sollen die Hersteller von Kunststoffprodukten sich an den Kosten für die Säuberung der Umwelt beteiligen. Dazu zählen Hersteller von:


    • Getränkeflaschen und -bechern
    • Folienverpackungen für Lebensmittel wie zum Beispiel Chips- und Süßigkeitentüten
    • Tabakerzeugnissen mit Filtern, denn Zigarettenstummel enthalten ebenfalls Kunststoff

    Wann soll das Verbot umgesetzt werden?

    Änderungen sollen voraussichtlich in zwei Jahren in Kraft treten. 2021 könnte es dann in Europa ganz normal sein, dass viele Einwegprodukte nicht mehr erhältlich sind.

    Auf diese Vorschriften hatten sich Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten vorab geeinigt. Der Rat der Mitgliedsländer muss die Vorlage nun noch formal absegnen, was in Kürze geschehen dürfte. Die Mitgliedstaaten haben anschließend zwei Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften in nationales Recht umzusetzen.

    Verwendete Quellen:

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  • Modellrechnung des DLR --- Windkraftanlagen töten im Sommer täglich Milliarden Insekten


    Jährlich könnten Tausende Tonnen Insekten durch Windkraftanlagen vernichtet werden, zeigt eine Hochrechnung.




    Windkraftanlagen ragen in Nordrhein-Westfalen aus dem Morgennebel


    Arnulf Stoffel/ DPA

    Windkraftanlagen ragen in Nordrhein-Westfalen aus dem Morgennebel


    Windkraftanlagen können Insekten nicht gefährlich werden - das dachten Experten lange. Doch eine Modellrechnung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kommt nun zu dem Ergebnis: Jeden Tag von April bis Oktober werden in Deutschland Milliarden Fluginsekten von Windkraftanlagen getötet. Insgesamt summieren sich die Verluste demnach auf 1200 Tonnen pro Jahr. Von Vögeln werden allerdings jährlich sehr viel mehr Tiere gefressen.


    Die Autoren Franz Trieb vom DLR in Stuttgart, Thomas Gerz vom DLR in Oberpfaffenhofen und Matthias Geiger vom Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn machen aber auch darauf aufmerksam, dass sie nicht genau sagen können, wie sehr sich die Verluste auf die gesamte Insektenpopulation auswirken. Auch könnten sie keine Vergleiche zu anderen potenziellen Ursachen für die rückläufige Insektendichte wie den vermehrten Einsatz von Pestiziden, die Urbanisierung oder den Klimawandel ziehen.

    Die drei Experten haben für das Jahr 2017 ermittelt, dass die Rotoren der rund 31.000 Windenergieanlagen in Deutschland eine Fläche von ungefähr 158 Millionen Quadratmetern Luft bewegen. Die mittlere Auslastung der Anlagen und die Windgeschwindigkeit führen zu der Aussage, dass während der Insektenflugsaison von April bis Oktober etwa acht Millionen Kubikkilometer durch die Anlagen wehen - das ist das Zehnfache des deutschen Luftraums bis 2000 Meter Höhe.


    Ein Kubikkilometer Luft enthalte etwa neun Kilogramm Insekten, von denen die meisten eine Begegnung mit einer Windkraftanlage überlebten, erläutern die Forscher weiter. Doch fünf Prozent von ihnen, eben rund 1200 Tonnen, fallen rechnerisch den Windrädern zum Opfer. Das entspreche fünf bis sechs Milliarden Heuschrecken, Bienen, Wespen, Zikaden und Käfer an jedem Tag der warmen Saison.

    Naturschützer bezweifeln nicht die Zahlen der Studie, wohl aber die Aussagekraft: "Es wäre völlig an den Haaren herbeigezogen, eine nennenswerte Gefährdung von Insektenpopulationen durch Windräder abzuleiten", sagte Lars Lachmann vom Nabu. Allein in deutschen Wäldern würden jährlich 400.000 Tonnen Insekten von Vögeln gefressen.


    Der Bundesverband Windenergie sieht methodische Schwächen der DLR-Studie. "Windenergie erzeugt Strom, ohne CO2 und andere Emissionen auszustoßen, welche als essenzielle Gefährdung für die Insektenpopulationen anerkannt sind", sagte Geschäftsführer Wolfram Axthelm. In Deutschland seien durch die Windenergie allein im vergangenen Jahr CO2-Emissionen in Höhe von 172 Millionen Tonnen eingespart worden. "Windenergieanlagen sind im Zusammenhang der Artenentwicklung von Insekten also als Problemlöser zu verstehen, nicht als Problemursache."


    Schon länger ist bekannt, dass Windkraftanlagen für Vögel und Fledermäuse tödlich sein können. Doch auch hier besteht das Problem, dass sich das Ausmaß kaum erfassen lässt. Eine seit 2002 geführte Statistik des Landesamtes für Umwelt in Brandenburg listet 3900 tote Vögel auf, die dem Amt aus ganz Deutschland gemeldet wurden. Darunter sind viele häufige Arten wie Möwen, Tauben und Enten, aber auch seltene Greifvögel wie Rotmilane und Wanderfalken. Sie haben keine Chance gegen Rotorblätter, die an der Spitze mit fast 400 Kilometern pro Stunde durch die Luft schneiden können. Allein 158 Seeadler fielen dem Register zufolge in den vergangenen Jahren Windrädern zum Opfer, bei aktuell rund 800 Brutpaaren in Deutschland.


    Konflikte zwischen Naturschutz und Windkraftbetreibern

    Insgesamt ist auch der starke Schwund von Vogelpopulationen nach Ansicht der Fachwelt im Wesentlichen auf von der intensiven Landwirtschaft verursachte Probleme zurückzuführen. In Europa leben laut Monitoring-Programmen rund eine halbe Milliarde Vögel weniger als vor 40 Jahren. Da fallen geschätzte 100.000 Windrad-Opfer pro Jahr in Deutschland statistisch kaum ins Gewicht.

    Dennoch mehren sich die Konflikte zwischen Windkraftbetreibern und Artenschützern, wenn Windparks in der Nähe von Schreiadler-Horsten oder von Rastflächen seltener Küstenvögel errichtet werden sollen. Die Schutzgesetze sind besser geworden, die Flächen für Windparks aber knapper. Die Naturschutz- und Umweltverbände können sich schlecht gegen erneuerbare Energien aussprechen, aber sie fordern "eine vernünftige Risikoabschätzung im Einzelfall", so der Nabu.


    joe/dpa

    http://www.spiegel.de/

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  • Untersuchung der Weltwetter-Organisation -- Meeresspiegel steigt auf Rekordwert


    Um 3,7 Millimeter ist der Meeresspiegel 2018 angewachsen. Der von Uno-Experten ermittelte Stand ist höher als alles, was Satelliten je zuvor gemessen haben. Und die globale Erwärmung schreitet voran.




    Besonders vom Schmelzen der Gletscher betroffen: Insel der Malediven


    Marco Prosch / Getty Images

    Besonders vom Schmelzen der Gletscher betroffen: Insel der Malediven


    2018 ist der Meeresspiegel erneut angestiegen. Der globale Mittelwert lag nach Angaben der Weltwetter-Organisation (WMO) um etwa 3,7 Millimeter über dem Wert des Vorjahres. Der durchschnittliche Anstieg seit 1993 betrage nun 3,15 Millimeter pro Jahr, berichtet die WMO.


    Den Angaben zufolge hat der Meeresspiegel damit den höchsten Stand seit dem Beginn systematischer Satellitenmessungen erreicht. Insgesamt liegt er ungefähr acht Zentimeter über dem Wert von 1993. Die wichtigste Ursache ist das Schmelzen der Gletscher. Eine wichtige Rolle spielte zuletzt auch das Klimaphänomen El Niño, das die Erde in den Jahren 2015 und 2016 deutlich aufheizte.

    Die WMO weist auch darauf hin, dass die vergangenen vier Jahre die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Die globale Durchschnittstemperatur an der Oberfläche habe im Jahr 2018 rund ein Grad Celsius über dem Referenzwert für die vorindustrielle Zeit gelegen. "Zum Zögern ist keine Zeit mehr", warnte Uno-Generalsekretär António Guterres.

    "Eine der tödlichsten wetterbedingten Katastrophen"

    Der WMO-Bericht, zu dem zahlreiche Experten weltweit sowie verschiedene Uno-Institutionen beigetragen haben, befasst sich unter anderem mit extremen Wetterereignissen, zu denen auch der jüngste Zyklon "Idai" zählt. Dieser hatte am vergangenen Wochenende zu Überschwemmungen in weiten Teilen von Mosambik, Simbabwe und Malawi im südöstlichen Afrika geführt.


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    "Er könnte sich als eine der tödlichsten wetterbedingten Katastrophen auf der Südhalbkugel erweisen", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

    Der WMO-Bericht befasst sich außerdem mit folgenden Auswirkungen des Klimawandels:

    • Hitze, Luftqualität und Gesundheit: Infolge des Klimawandels nehmen Hitzewellen zu. Die Zahl der davon betroffenen Menschen stieg von 2000 bis 2016 um geschätzt 125 Millionen. Das liege vor allem daran, dass Hitzewellen im Schnitt 0,37 Tage länger dauerten als im Zeitraum zwischen 1986 und 2008.
    • Temperatur der Ozeane: 2018 gab es neue Rekordwerte für den sogenannten Wärmeinhalt der Ozeane in den oberen 700 Metern sowie in den oberen 2000 Metern der Gewässer. Laut dem Bericht gehen mehr als 90 Prozent der infolge der globalen Erwärmung vorhandenen zusätzlichen Energie in die Ozeane. Der Wärmeinhalt der Ozeane ist ein Maßstab für den Energiestau.
    • Gletscherrückgang: Laut vorläufigen Analysen des Welt-Gletscher-Beobachtungsdienstes (WGMS) hat die Gletschermasse im Wasserwirtschaftsjahr 2017/18 zum 31. Mal in Folge abgenommen. Das Wasserwirtschaftsjahr weicht in der Regel vom Kalenderjahr ab, um die Jahresbilanz der Niederschläge erfassen zu können. Berücksichtigt wird dabei etwa das Schmelzwasser des jeweils vergangenen Winters.


    jme/dpa

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  • Noch schlimmere Ausmaße befürchtet ---

    Darum sind viele Bäume zurzeit so kahl

    vgzm.1704981-85633548 Darum sind viele Bäume zurzeit so kahl. Waldbrand: Durch den ausbleibenden Regen gab es bereits mehrere Waldbrände in Deutschland. (Quelle: dpa/Jan Woitas/ZB)

    Waldbrand: Durch den ausbleibenden Regen gab es bereits mehrere Waldbrände in Deutschland. (Quelle: Jan Woitas/ZB/dpa)


    Beim Durchfahren einer Allee oder Spaziergang im Wald wird schnell deutlich: Viele Bäume leiden noch immer unter den Spätfolgen des vergangenen Dürrejahrs, haben Stress oder sterben. In diesem Jahr könnte es noch mal schlimmer werden.

    Von 2010 bis 2019: Das sind die Bäume des Jahres


    Baum des Jahres 2010: Vogel-Kirsche (Quelle: Getty Images/Ralf Geithe) baum-des-jahres-2011-elsbeere.jpg Baum des Jahres 2012: Europäische Lärche (Quelle: imago images/CHROMORANGE) Baum des Jahres 2013: Holzapfel (Quelle: imago images/blickwinkel) Baum des Jahres 2014: Traubeneiche (Quelle: imago images/Harald Lange) Baum des Jahres 2015: Feldahorn (Quelle: Getty Images/ArminStautBerlin) Baum des Jahres 2016: Winterlinde (Quelle: imago images/imagebroker) Baum des Jahres 2017: Gemeine Fichte (Quelle: imago images/CHROMORANGE) Baum des Jahres 2018: Esskastanie (Quelle: Getty Images/siur)

    Foto-Serie mit 10 Bildern

    Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer. 2018 war ein stressiges Jahr für den Wald in Deutschland. Es deutet sich an, dass es in diesem Jahr noch schlimmer wird. In Regionen mit großen Fichtenwäldern wird eine extreme Borkenkäferplage erwartet, die alle bisherigen übersteigen könnte. Während die Forstämter längst im Wettlauf gegen den Schädling sind, kommt aus Nordrhein-Westfalen eine weitere besorgniserregende Nachricht: In zumindest einem Forstamt ist die Buche krank. Und das, obwohl NRW zu den Bundesländern gehört, in denen die Buchen als besonders vital gelten.

    Buchensterbewelle über sechs Jahre möglich

    Nach den Berechnungen von Klimaforschern gibt es künftig häufiger extreme Dürren wie 2018. Die Schäden solcher Jahre zeigen sich schon jetzt: Viele neu gepflanzte Bäume haben nicht mal den Winter überlebt, sie sind vertrocknet, wie die Sprecherin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Sabine Krömer-Butz, berichtet. "Darum werden wir in Zukunft schon im März viele Pflanzungen durchführen."

    Bäume für jede Garten- und Grundstücksgröße


    Eiche (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt) Linde (Quelle: imago images/blickwinkel) Kugel-Robinie (Quelle: dpa/BGL/PdM) Apfelbaum (Quelle: dpa/Andrea Warnecke) Mini-Apfelbaum (Quelle: Lubera) Birnbaum am Spalier (Quelle: imago images/Arco Images) Hochstammchen im Vorgarten (Quelle: BGL) Baum einpflanzen (Quelle: imago images/Hanke) stuetzpfahl-fuer-den-baum.jpg 

    Foto-Serie mit 12 Bildern

    Unterdessen verschafft sich der Landesbetrieb Wald und Holz NRW landesweit einen Überblick über das Ausmaß der Buchenerkrankung – und befürchtet in Erinnerung an das extreme Trockenjahr 1992 Schlimmes. Auch damals litten die Buchen an einem Schleimfluss am Stamm. Die Folge war eine Buchensterbewelle über sechs Jahre hinweg.

    Es könnte noch schlimmer kommen

    Dazu kommt aktuell aber noch die Pfennigkohlenkruste in der Krone: "Wenn der Wassergehalt in der Rinde unter ein gewisses Level sinkt, werden diese Pilze in der Rinde angeschaltet und zersetzen den Ast", erklärt der Baumschutzexperte des Landesbetriebs, Mathias Niesar. Ganze Bäume könnten so absterben.

    "Es gibt, glaube ich, ganz wenige unserer Hauptbaumarten, die nicht irgendein Problem mit der Trockenheit und mit der Widerstandsfähigkeit gegen Schaderreger haben", sagt der Leiter des bundesweit zuständigen Thünen-Instituts für Waldökosysteme, Andreas Bolte. Gemessen an der Schadmenge von über 30 Millionen Festmetern im vergangenen Jahr -–etwa der Hälfte des jährlichen Einschlags – sei die Fichte das "Riesenproblem". Aber es könnte noch schlimmer kommen.

    2019 – Jahr des Borkenkäferschadens?

    "In der Forstwirtschaft gibt es ganz große Befürchtungen, dass 2019 ein Borkenkäferschadjahr sein kann, das wir so noch nicht gesehen haben", sagt Bolte: "Die erwachsenen Borkenkäfer befallen einen Baum. Der Baum wehrt sich dadurch, dass er versucht, den Käfer mit Harz zu ertränken", erklärt der Waldökologe. Ist es aber zu trocken oder gibt es zu viele Käfer, schaffen es selbst wenig gestresste Bäume nicht, sich zu wehren. Der Käfer legt Eier ab, aus denen sich Larven entwickeln. "Zwei Generationen sind bei geringerer Käferdichte einigermaßen verkraftbar", sagt Bolte. Im letzten Jahr gab es aber in vielen Regionen drei Generationen und außerdem haben viele Käfer den milden Winter überlebt.

    Es gebe keine bundesweite Prognose zur Schadensentwicklung durch den Borkenkäfer, stellt Bolte fest. "Aber nach den Meldungen, die man hat, gibt es bestimmte Regionen, wo man jetzt schon sagen kann, dass große Schäden auftreten." Darunter seien Harz, Fichtelgebirge, Bayerischer Wald, Hessisches Mittelgebirge, teilweise auch Rheinland-Pfalz, Schwarzwald, aber auch Sachsen und Nordrhein-Westfalen – also die Regionen mit einem hohen Fichtenwaldanteil.


    Borkenkäfer: Durch die vergangenen milden Winter konnte sich der Baumschädling massiv in Deutschland ausbreiten.  (Quelle: dpa/Oliver Berg)

    Borkenkäfer: Durch die vergangenen milden Winter konnte sich der Baumschädling massiv in Deutschland ausbreiten. (Quelle: Oliver Berg/dpa)


    Es fehlt an artenreichen Mischwäldern

    Bei über zwei Millionen Privatwaldbesitzern, denen die Hälfte des Waldes in Deutschland gehöre, sei ein Gesamtüberblick schwierig. Das Thünen-Institut für Waldökosysteme will testen, was Satelliten leisten können. Die neue Generation mit einer sehr hohen Auflösung könnte möglicherweise Schadensnester automatisiert erkennen und quantifizieren. "Wir wollen schauen, inwieweit wir diese Technik einsetzen können, um deutschlandweit kurzfristige Aussagen zu Schäden zu bekommen", sagt Bolte.

    Der Wald wird sich ändern, sind sich die Fachleute einig. Er sei in Deutschland relativ artenarm, stellt der Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Christoph Rullmann, fest. Relevant seien bisher nur 15 Baumarten. Wichtig sei die Entwicklung hin zu artenreichen Mischwäldern, in denen Bäume an Standorten gesetzt werden, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Damit werde das Risiko in Schadenssituationen verteilt.

    Hilferufe aus der Hauptstadt

    Wegen der anhaltenden Trockenheit sind Berliner Bürger jetzt aufgerufen, beim Gießen von Straßenbäumen und jungem Grün mitzuhelfen. Das Grünflächenamt allein schaffe das mit seinen personellen Möglichkeiten nicht, sagt der Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt. Eine zweite Trockenperiode nach dem Sommer 2018 könnten weder junge Pflanzen noch der Altbestand gut überstehen. Falls möglich solle ein Baum zur Zeit mindestens zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag bekommen.


    Die Trockenheit macht derzeit vor allem Pflanzen mit flachen Wurzeln zu schaffen, wie Experte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung sagt. Der Wind sorge aktuell für eine verstärkte Austrocknung oberer Bodenschichten. Entspannter sei die Lage noch bei älteren Bäumen und Sträuchern mit stark ausgeprägten Wurzeln, weil sie damit an Wasser aus tieferen Bodenschichten gelangen könnten.

    Dass nun in Einzelfällen immergrüne Gehölze wie Thujen und Eiben braun geworden und eingegangen seien, hält Ehlert für eine Folge des Dürresommers 2018. Angesichts der ebenfalls relativ trockenen Wintermonate hätten es manche dieser Bäume nicht geschafft, ausreichend Nährstoffe in die Nadeln zu schieben.



    "Wenn das so weitergeht, wird es bedenklich", sagt auch Thomas Dümmel, Meteorologe an der Freien Universität Berlin. Halte die Trockenheit auch im Mai und noch länger an, könne die Natur Probleme bekommen wie im vergangenen Jahrhundertsommer.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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  • Artensterben hat sich beschleunigt ---

    Fachleute sehen Massenaussterben von Tieren und Pflanzen

    Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung sind laut dem Entwurf eines UN-Berichts bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele von ihnen drohten "in den kommenden Jahrzehnten" zu verschwinden, heißt es in der vorläufigen Fassung des Berichts zur weltweiten Artenvielfalt.

    500.000 bis eine Million Arten stehen laut dem Entwurf eines UN-Berichts vor der Ausrottung. Den alarmierenden Report will die Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) bei einer Konferenz vorstellen, die am kommenden Montag in Paris beginnt. Er warnt vor einer "unmittelbar bevorstehenden extremen Beschleunigung" des weltweiten Artensterbens. Schon jetzt sei die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre.

    Fachleute gehen von "Massenaussterben" aus

    Viele Fachleute gehen davon aus, dass derzeit bereits ein sogenanntes "Massenaussterben" stattfindet. Davon hat es innerhalb der vergangenen 500 Millionen Jahre erst fünf gegeben.

    Schmetterlinge erkennen


    Was fliegt denn da? Schmetterlinge richtig bestimmen (Quelle: imago images/blickwinkel) Grosses Ochsenauge (Maniola jurtina, Epinephele jurtina), saugt Nektar an einer Distel (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn) Was fliegt denn da? Schmetterlinge richtig bestimmen (Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn) Was fliegt denn da? Schmetterlinge richtig bestimmen (Quelle: Helge May/NABU/dpa-tmn) Was fliegt denn da? Schmetterlinge richtig bestimmen (Quelle: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn) was-fliegt-denn-da-schmetterlinge-richtig-bestimmen.jpg    

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    Zu den Hauptgründen für das drohende Artensterben gehören dem Textentwurf zufolge Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd sowie Klimawandel und Umweltverschmutzung. Der Bericht beruht dabei teilweise auf Erkenntnissen zu gut erforschten Arten wie den Wirbeltieren, verweist aber auch auf "Ungewissheiten" bei der Zahl weniger bekannter Arten, vor allem der Insekten.

    "Wir müssen anerkennen, dass der Klimawandel und die Zerstörung der Natur gleichgewichtig (als Auslöser des Artensterbens) sind", sagte der IPBES-Vorsitzende Robert Watson der Nachrichtenagentur AFP. Beide Faktoren hätten nicht nur Einfluss auf die Umwelt, sondern auch auf Entwicklungs- und Wirtschaftsfragen. Ausdrücklich erwähnte Watson dabei die Gewinnung von Nahrungsmitteln und Energie. Nur "tiefgreifende Veränderungen" könnten den Schaden für die Artenvielfalt noch begrenzen.



    Menscheneingriff beschädigte Hälfte aller Ökosysteme zu Land

    Der vorläufige Bericht des in Bonn ansässigen IPBES kommt zudem zu dem Schluss, dass die Hälfte aller Ökosystem zu Lande und im Wasser durch den Eingriff des Menschen schwer beeinträchtigt worden sind. Subventionen für die Agrarindustrie, Viehzucht und Fischerei führten zu Ineffizienz und überhöhtem Konsum.

    150 Experten aus 50 Ländern haben drei Jahre an dem Bericht gearbeitet, der eine Entscheidungshilfe für Politiker sein soll. Er fasst auf 44 Seiten ein 1.800-seitiges Dokument zusammen, in dem die Vereinten Nationen aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Bilanz zum Zustand der Natur auf der Erde ziehen. Allerdings können die 130 IPBES-Mitgliedstaaten noch Änderungen an dem Text vornehmen, ehe sie ihn verabschieden.


    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Forscher warnen Das sechste Massensterben hat begonnen

    In den vergangenen hundert Jahren sind bis zu 100-mal mehr Arten ausgestorben als erwartet. Forscher sprechen von einem neuen Massensterben - wie zuletzt bei den Dinosauriern. Die Folgen für den Menschen könnten dramatisch sein.



    Warnung vor Massensterben: Arten am Ende


    Wald muss Äckern weichen, fremde Spezies werden eingeschleppt, das Klima verändert sich und Gifte verschmutzen die Umwelt. Der Mensch beeinflusst auf vielfältige Weise, direkt und indirekt, die Artenvielfalt auf der Erde. Wie stark, ist allerdings umstritten: Nun haben Forscher erneut versucht, das Ausmaß des Artensterbens zu berechnen.


    Obwohl sie die Zahlen sehr zurückhaltend wählten, kommen sie zu einem erschreckenden Ergebnis: Das sechste große Massensterben sei bereits im Gange, schreiben Gerardo Ceballos von der Universität in Mexiko und Kollegen im Fachmagazin "Science Advances". Die Forscher warnen, dass ein massiver Rückgang der Vielfalt auch für den Menschen gefährlich werden könnte.

    Wie viel Artensterben ist normal?

    Ceballos und Kollegen haben die Sterberaten von Wirbeltieren - unterteilt in Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische - seit dem Jahr 1500 mit dem sogenannten Hintergrundsterben verglichen, also der Anzahl der Spezies, deren Tod ohne den Einfluss des Menschen zu erwarten wäre.

    Dass Arten aussterben ist normal. Bei Massensterben aber geht ein großer Teil der Lebewesen in extrem kurzer Zeit zugrunde. Es braucht Millionen Jahre, bis sich die gleiche Vielfalt erneut entwickelt hat. Bislang gab es fünf solcher großer Artensterben. Das letzte große fand vor 65 Millionen Jahren statt, als die Dinosaurier und mit ihnen etwa 70 Prozent aller Arten ausstarben.

    Üblicherweise liegt das normale Hintergrundsterben bei 0,1 bis 1 Spezies pro 10.000 Arten über einen Zeitraum von 100 Jahren. Um dem Vorwurf zu entgehen, diese Quote sei zu gering, rechneten die Wissenschaftler bei ihrer Analyse mit dem doppelten Wert - also zwei ausgestorbenen Arten pro 10.000 im gleichen Zeitraum.

    Diese vergleichsweise hohe Hintergundrate verglichen sie mit den tatsächlichen Sterberaten, die die Weltnaturschutzunion (IUCN) herausgibt und mit Informationen zum Artensterben aus Fossilienfunden. Demnach verschwanden bei weitem die meisten Tierarten in den vergangenen 114 Jahren, also seit der industriellen Revolution um 1900.

    Sterberate um das Hundertfache erhöht

    Zum Vergleich rechneten die Forscher einmal nur mit tatsächlich ausgestorbenen und im zweiten Fall mit als "in der Wildnis ausgestorben" oder als "wahrscheinlich ausgestorben" geltenden Arten. So kamen sie auf eine durchschnittliche Sterberate im letzten Jahrhundert, die zwischen acht bis 100 mal höher war, als natürlicherweise zu erwarten gewesen wäre.



    Sterberaten nach Jahren (für Großansicht anklicken)




    International Union for Conservation of Nature

    Sterberaten nach Jahren (für Großansicht anklicken)

    "Gäbe es nur das Hintergrundsterben, hätte es 800 bis 10.000 Jahre gedauert, bis die gleiche Anzahl Arten verschwunden wäre", fassen die Forscher zusammen. Für sie ist damit klar, dass das sechste Massensterben bereits begonnen hat.


    Gefahr für den Menschen

    "Das wird leicht auch für den Menschen zum Problem werden", sagt Paul Ehrlich von der Stanford University, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. "Wir sind völlig abhängig von anderen Organismen, etwa als Nahrungslieferanten."

    Bekanntestes Beispiel dafür sind die Honigbienen. Zwar sind die meisten Arten bislang nicht vom Aussterben bedroht, doch geht der Bestand stark zurück, was schon heute dazu führt, dass Bauern in einigen Regionen um ihre Ernte fürchten müssen. Denn ohne Bestäubung gibt es keine Früchte und damit weniger Nahrung für Menschen und Tiere.

    Ceballos und Kollegen sehen aber noch eine Chance, das Massensterben aufzuhalten. Allerdings müsse schnell gehandelt werden: Bereits bedrohte Arten müssten besser geschützt werden, schreiben die Forscher. Der Verlust von Lebensräumen müsse aufgehalten, Erkundungen zu wirtschaftlichen Zwecken und der Klimawandel eingedämmt werden.

    Quelle: Von Julia Merlot

    https://www.spiegel.de/

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  • Langzeitstudie von Forschern

    So unsinnig sind biologisch abbaubare Plastiktüten


    vgzm.1704981-85660728 So unsinnig sind biologisch abbaubare Plastiktüten. Plastiktüte im Meer: Britische Forscher haben getestet, wie schnell sich biologisch abbaubare Kunststofftüten wirklich zersetzen. (Quelle: imago images/epd)

    Plastiktüte im Meer: Britische Forscher haben getestet, wie schnell sich biologisch abbaubare Kunststofftüten wirklich zersetzen. (Quelle: epd/imago images)


    Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff sollen umweltfreundlicher sein als herkömmliche Plastiktüten. Eine Studie hat nun herausgefunden, dass diese Tüten die Natur länger belasten als gedacht.

    Biologisch abbaubare Plastiktüten können nach drei Jahren im Boden oder im Meerwasser noch so stabil sein, dass sie auch mit mehr als zwei Kilogramm Inhalt nicht reißen. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie.

    Am stärksten zerfiel biologisch abbaubarer Kunststoff – wie auch gewöhnlicher Kunststoff –, wenn er Luft und Sonne ausgesetzt war, berichten Imogen Napper und Richard Thompson von der Universität Plymouth (Großbritannien) im Fachmagazin "Environmental Science & Technology".

    EU erwägt Verbot

    "Biologisch abbaubare, oxo-abbaubare und kompostierbare Kunststoffe werden häufig als mögliche Lösung gegen die Ansammlung von Plastikmüll und Abfällen angesehen", schreiben die Forscher. Oxo-abbaubare Kunststoffe enthalten Zusätze, die das Material rascher zerfallen lassen. Weil dabei Mikroplastik entsteht, das kaum mehr weiter abgebaut wird, gibt es Bestrebungen in der EU, solche Kunststoffe zu verbieten.

    Tests über mehr als zwei Jahre

    Napper und Thompson wollten herausfinden, was tatsächlich mit den Materialien in verschiedenen Umgebungen geschieht. Sie besorgten sich im lokalen Einzelhandel Tüten verschiedener Kunststoffsorten, darunter Polyethylen (PE), aus dem die meisten Plastiktüten bestehen.

    Den Großteil der Tüten schnitten sie in 15 mal 25 Millimeter große Stücke und legten sie in Netze aus Polyethylen hoher Dichte mit einer Maschengröße von einem Millimeter. Dann hängten die Wissenschaftler die Netze im Freien auf, vergruben sie im Boden oder versenkten sie, mit einem Gewicht beschwert, in Meerwasser. Nach 9, 18 und 27 Monaten nahmen sie jeweils Proben und untersuchten sie. Außerdem wurden ganze Plastiktüten den entsprechenden Umgebungen ausgesetzt.

    Biologisch abbaubare Tüten zerfallen im Meerwasser nicht

    Alle Kunststoffstreifen einschließlich des Polyethylens waren nach spätestens 18 Monaten im Freien komplett zerfallen. "Die schnellere Fragmentierungsrate an der Luft dürfte auf höhere Anteile an ultravioletter Strahlung (UV) und Sauerstoff in Kombination mit höheren Temperaturen als in anderen Umgebungen zurückzuführen sein", schreiben die Forscher.

    Nach 18 Monaten hatte sich der kompostierbare Kunststoff zudem im Meer aufgelöst, während er im Boden auch nach 27 Monaten noch vorhanden war. Allerdings war seine Belastbarkeit durch Zugspannung zu mehr als 70 Prozent verringert. Die Tüte aus kompostierbarem Kunststoff war die einzige, die nach drei Jahren keinen Inhalt mehr tragen konnte. Tüten aus oxo-abbaubarem, biologisch abbaubarem und gewöhnlichem Plastik, die drei Jahre lang im Meer und in der Erde gewesen waren, hielten hingegen 2,25 Kilogramm Gewicht.

    Naturschutzbund rät von Bioplastiktüten ab

    "Diese Untersuchung wirft eine Reihe von Fragen auf, was die Öffentlichkeit erwarten kann, wenn etwas als biologisch abbaubar bezeichnet wird", erklärt Thompson. Er betont die Notwendigkeit von Normen für abbaubare Materialien. Das Fazit der Forscher lautet: "Für viele Anwendungen, bei denen Kunststoff-Tragetaschen verwendet werden, stellt die Haltbarkeit in Form einer Tasche, die oft verwendet werden kann und wird, eine bessere Alternative zur Abbaubarkeit dar."



    Zu diesem Schluss kommt auch der Naturschutzbund (Nabu). Selbst der Stoffbeutel sei aus Umweltgesichtspunkten nur dann besser als eine Plastiktüte, wenn er oft genutzt werde: "Es wird davon ausgegangen, dass eine Tasche aus konventioneller (nicht kontrolliert biologisch angebauter) Baumwolle über hundertmal so oft wie eine erdölbasierte Kunststofftüte genutzt werden muss, um die schlechtere Klimabilanz auszugleichen", heißt es beim Nabu. Die Umweltschützer raten von Bioplastiktüten jeglicher Zusammensetzung ab, da bisher kein ökologischer Vorteil gegenüber der klassischen Plastiktüte nachzuweisen sei.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Reaktion auf "Friday for Future" Konstanz ruft als erste Stadt Deutschlands den Klimanotstand aus


    London, Los Angeles, Vancouver und jetzt Konstanz: Immer mehr Städte wollen bei ihren Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima mit berücksichtigen. Umwelt- und Schüleraktivisten sind begeistert.




    Hafen von Konstanz am Bodensee (Archiv)


    DPA

    Hafen von Konstanz am Bodensee (Archiv)

    Konstanz am Bodensee hat als erste Stadt Deutschlands den Klimanotstand ausgerufen. Der Gemeinderat fasste auf Initiative der Schülerbewegung "Fridays for Future" dazu einen einstimmigen Beschluss, teilten ein Vertreter der Aktivisten sowie ein Sprecher der Stadt mit. Die Stadt Konstanz stellt damit alle Entscheidungen unter einen Klimavorbehalt.


    Der Ratsbeschluss umfasst mehrere Ziele, etwa die klimaneutrale Energieversorgung von Gebäuden, ein Mobilitätsmanagement für die Stadt und ein Energiemanagement für städtische Gebäude. Entsprechende Beschlussvorschläge sollen dem Rat vorgelegt werden.

    Die Anregung für den Beschluss sei von "Fridays for Future" gekommen, hieß es bei der Kommune. Ende Februar hätten Vertreter der Bewegung mit Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) gesprochen, der daraufhin die Verwaltung beauftragt habe, eine Beschlussvorlage zu erarbeiten. Die Stadt teilte weiter mit: "Um zu gewährleisten, dass die Verabschiedung der Resolution kein reiner Symbolakt bleibt, muss analysiert werden, wer welche Beiträge erbringen kann und muss."

    Der Gemeinderat der Stadt Konstanz beschloss die Resolution zur Ausrufung des Klimanotstands mit dem Auftrag, die zusätzlichen Maßnahmen auszuarbeiten.
    — Stadt Konstanz (@Stadt_Konstanz) 2. Mai 2019

    Die Ortsgruppe von "Fridays for Future" teilte mit, der Notstand sei zwar kein "Notstand" im rechtlichen Sinne. Durch die Ausrufung würde der Gemeinderat den Klimawandel aber als akute Bedrohung anerkennen "und die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen zur Aufgabe von höchster Priorität erklären".

    Nach diesem Muster hatten zuvor bereits die Städte Vancouver, Oakland, Los Angeles, London und Basel und das Parlament Großbritanniens den Klimanotstand beschlossen. Die seit Monaten andauernden Schülerdemonstrationen von "Fridays for Future" können damit in Deutschland einen wichtigen politischen Erfolg verbuchen. "Die Ausrufung des Klimanotstandes durch den Konstanzer Gemeinderat ist ein wichtiges Zeichen für ganz Deutschland", teilten die Organisatoren in der baden-württembergischen Stadt mit.

    In anderen Städten und Regionen Deutschlands gibt es ebenfalls solche Forderungen: So ruft beispielsweise das Klimabündnis Hamm zu einem Klimanotstand in Nordrhein-Westfalen auf, in Kiel gibt es ähnliche Bestrebungen.

    https://www.spiegel.de/

    kko/AFP/dpa

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  • Ernährung, Mobilität, Strom

    Was jeder für das Klima tun kann

    vgzm.1704981-85718606 Tipps für den Alltag: Was jeder für das Klima tun kann. Naturliebe: Jeder kann etwas tun, um Klima und Umwelt zu schützen. (Quelle: Getty Images/BrianAJackson)

    Naturliebe: Jeder kann etwas tun, um Klima und Umwelt zu schützen. (Quelle: BrianAJackson/Getty Images)


    Deckel drauf, Schalter aus, Trommel voll – schon mit kleinen Verhaltensänderungen können Sie dem Klima etwas Gutes tun. Womit Sie am meisten CO2 einsparen.

    An guten Vorsätzen zum Klimaschutz mangelt es den Deutschen sicher nicht. Für 2019 haben sich einer Umfrage zufolge mehr als die Hälfte der Menschen vorgenommen, mehr einheimische und saisonale Produkte zu kaufen. 42 Prozent wollen weniger Strom verbrauchen, knapp jeder Dritte möchte häufiger das Auto stehen lassen und sich aufs Rad schwingen.

    Wer die Vorsätze umsetzt, kann CO2-Emissionen einsparen und somit zum Klimaschutz beitragen. Ein Mensch in Deutschland verursacht laut CO2-Rechner des Umweltbundesamtes (Uba) im Schnitt 11,6 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-Ä) im Jahr. Die Einheit CO2-Ä bezieht die Wirkung von CO2 und anderer Treibhausgase ein.

    Was Sie tun können, um Ihre Klimabilanz zu verbessern:

    Reisen:


    Nutzen Sie lieber die Bahn anstatt das Auto oder Flugzeug. Wer aufs Fliegen verzichtet, kann vergleichsweise viel CO2-Ä einsparen. Eine Reise nach Barcelona etwa schlägt mit 0,87 Tonnen CO2-Ä zu Buche. Wer nach New York reist, verursacht 3,89 Tonnen.

    Wohnen:


    Wer die Wahl hat, sollte sich für eine Wohnung in einem gut gedämmten Mehrfamilienhaus entscheiden. Bei einer Wohnung von 50 Quadratmetern in einem Neubau mit Fernwärme und einer Altbauwohnung mit 80 Quadratmetern, die mit Gas beheizt wird, beträgt der Unterschied beim Klimagasausstoß 3,17 Tonnen pro Jahr.

    Ernähren:


    Wer vegetarisch lebt, vermeidet geschätzte 0,98 Tonnen CO2-Äquivalente (CO2-Ä) pro Jahr. Wer sich nur von regionalen und saisonalen Lebensmitteln ernährt, spart weitere 0,26 Tonnen. Und auch mit Bio-Produkten lassen sich weitere CO2-Emissionen einsparen; ebenso, wenn auf tierische Produkte wie Käse oder Butter verzichtet wird.

    Strom sparen:


    Wer 25 Prozent weniger Strom verbraucht, verbessert seine Klimabilanz um 0,30 Tonnen CO2-Ä im Jahr. Der Wechsel zu Ökostrom spart weitere 0,84 Tonnen. Strom sparen können sie zum Beispiel mit diesen Tipps:

    1. Gewöhnen Sie sich an, nicht benötigte elektrische Geräte komplett auszuschalten, den Stecker zu ziehen oder die Steckdosenleiste, an der sie angeschlossen sind, auszuschalten.
    2. Großgeräte verbrauchen vergleichsweise viel Strom. Vor allem Kühl- und Gefrierschränke sind wahre Stromfresser. Ein Austausch alter Geräte durch neuere Modelle mit höchster Effizienzklasse kann sich schon nach wenigen Jahren rentieren.
    3. Warten Sie am besten mit dem Wäschewaschen, bis Sie eine ganze Waschmaschinenladung zusammen haben. Bei jeder Wäsche sollte die Trommel so voll gemacht werden, dass zwischen Wäsche und oberem Trommelrand nur gut eine Handbreit Platz bleibt. Auch wenn es extra einen Knopf für eine nur halbvolle Ladung gibt, wird hier für die Wäsche im Verhältnis deutlich mehr Energie benötigt.
    4. Verwenden Sie beim Kochen einen Deckel für den Topf. So können Sie laut WWF bis zu 65 Prozent Strom beziehungsweise Gas einsparen. Zudem sollten sie die Töpfe jeweils auf die passende Herdplatte stellen.
    5. Nutzen Sie für das Aufbacken von Brötchen den Toaster statt dem Backofen. Er verbraucht deutlich weniger Strom.
    6. Verwenden Sie Energiesparlampen. Sie verbrauchen nur ein Fünftel der Energie einer herkömmlichen Glühbirne und halten länger.

    So setzt sich der Stromverbrauch in deutschen Haushalten zusammen. (Quelle: Statista)

    So setzt sich der Stromverbrauch in deutschen Haushalten zusammen. (Quelle: Statista)


    Weniger Auto fahren:


    Mit der U-Bahn zur Arbeit statt mit dem Auto? Bei einem Arbeitsweg von sechs Kilometern sparen Sie dadurch 0,51 Tonnen CO2-Ära im Jahr. Noch besser ist es natürlich, zu Fuß zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren – so tun Sie gleichzeitig etwas für Ihre Gesundheit.

    Plastik reduzieren:


    Durch Plastikverpackungen erzeugt ein Mensch laut Umweltbundesamt im Schnitt knapp 0,1 Tonnen CO2-Ä im Jahr. Auf Plastik sollten Sie aber nicht nur für eine bessere Klimabilanz verzichten, sondern auch, weil Kunststoffe die Weltmeere stark belasten. Mehr als 80 Prozent des Abfalls in ihnen sind Plastikteile. Für im und am Meer lebende Tiere können sie zur Gefahr werden. Da Fische sie mit Nahrung verwechseln, kann Mikroplastik letztendlich auch auf dem Teller der Menschen landen.

    1. Nehmen Sie zum Einkauf einen Stoffbeutel oder Rucksack mit und verzichten Sie auf Plastiktüten. Wenn Sie im Supermarkt Obst und Gemüse kaufen, sollten Sie dieses nicht in die dünnen Plastiktütchen stecken – verzichten Sie auf eine Umverpackung oder nutzen Sie wiederverwendbare Netze.
    2. Wollen Sie sich unterwegs einen Kaffee kaufen, lassen Sie diesen doch in einen wiederverwendbaren To-Go-Becher füllen.
    3. Zahnbürsten aus Holz können Plastikzahnbürsten ersetzen. Tauschen Sie außerdem Flüssigseife gegen Seifenstücke und flüssiges Shampoo aus der Plastikflasche gegen festes ein – auch so sparen Sie Plastik.

    Lebensmittelverschwendung vermeiden:


    Versuchen Sie so einzukaufen, dass sie möglichst wenige Lebensmittel wegschmeißen müssen und verwenden Sie Reste weiter. 1,3 Milliarden Tonnen essbare Lebensmittel werden laut der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) jedes Jahr unnötigerweise weggeworfen. Wer so gut wie nie Lebensmittel wegwirft, weil sie verdorben oder abgelaufen sind, kann bis zu 0,6 CO2-Ä einsparen.

    1. Wer seine Vorräte überblickt, kauft weniger Überflüssiges ein. Gut ist es auch, sich vor dem Einkaufen einen groben Wochenplan zu machen.
    2. Obst wird schneller schlecht, wenn es bereits abgewaschen gelagert wird. Waschen Sie es besser immer erst kurz vor der Verzehr ab.

    Kaputte Produkte reparieren und mit anderen teilen:


    Es kostet viel Energie (und Rohstoffe), Dinge herzustellen. Fast ein Drittel der CO2-Emissionen, die ein Mensch verursacht, entstehen durch den Konsum (ohne Ernährung). Wer Produkte mehrfach verwendet, sie repariert, wenn sie beschädigt sind, sie Freunden und Verwandten ausleiht oder auch gebraucht statt neu kauft, kann CO2-Emissionen deutlich verringern.

    Ein defekter und geöffneter Schallplattenspieler: In sogenannten Repair Cafés können defekte Geräte repariert werden. Werkzeug und Unterstützung gibt es vor Ort. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)

    Ein defekter und geöffneter Schallplattenspieler: In sogenannten Repair Cafés können defekte Geräte repariert werden. Werkzeug und Unterstützung gibt es vor Ort. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)


    Papier einsparen:


    Auch das kann ein Beitrag zum Umweltschutz leisten. Es hilft bereits, wenn Sie auf die Vorder- und Rückseite eines Papieres drucken oder zumindest bei kurzlebigen Produkten wie Taschentüchern und Toilettenpapier auf Recyclingpapier zurückgreifen.



    Sich politisch fürs Klima engagieren:

    Für die Verbesserung des Klimas braucht es aber auch wirksame staatliche Rahmenbedingungen. Um die zu erlangen, kann es helfen, sich selbst politisch einzusetzen. "Druck von unten halte ich für unglaublich essenziell", sagt Lisa Göldner von Greenpeace. Man dürfe sich nicht damit zufriedengeben, seine Macht als Konsument auszuüben. "Man muss auch seine Macht als Bürger nutzen." Dass endlich ein Fahrplan für den Kohleausstieg auf dem Tisch liegt, sei gelungen, weil Menschen auf die Straße gegangen seien.


    Michael Bilharz vom Umweltbundesamt sagt zu den Effekten von politischem Engagement sogar: "In der Tendenz deutlich wirksamer als Konsummaßnahmen, weil das bei Erfolg dann ja für alle gilt."


    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa
    • WWF

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  • Zum Weltumwelttag am 5. Juni

    So schädlich wirken sich unsere Klamotten auf die Umwelt aus

    vgzm.1704981-85847130 Wie sich Klamotten auf die Umwelt auswirken. Kleidung hängt an einem Ständer zum Verkauf: Jeder Deutsche shoppt pro Jahr etwa 60 neue Teile. (Quelle: dpa/Jens Kalaene/dpa-Zentralbild)

    Kleidung hängt an einem Ständer zum Verkauf: Jeder Deutsche shoppt pro Jahr etwa 60 neue Teile. (Quelle: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)


    Mal wieder nichts zum Anziehen? Viele kennen das: Obwohl der Schrank voll ist, hat man das Gefühl, dringend Shoppen zu müssen. Die damit verbundenen Umweltprobleme geraten da gerne in Vergessenheit.

    Tops, Sonnenbrillen oder Badehosen – angepriesen für je nur ein paar Euro. Billiganbieter für Mode und Sportartikel locken heute in vielen deutschen Städten mit häufig wechselnden Sortimenten. Kunden verlassen die Läden oft mit großen Tüten.


    Dabei lässt sich feststellen: Auch vermeintliche Schnäppchen haben ihren Preis. Sie gehen oftmals auf Kosten der Umwelt – und damit auch von Menschen. Das zeigen Beispiele entlang der Kette vom Hersteller bis nach Hause.

    Wo die Mode herkommt

    Einer der weltweit größten Exporteure von Bekleidung und Textilien ist Indien. Dort tragen gleich zwei Städte den Spitznamen "Manchester des Ostens" – nach der früheren Textilhauptstadt in England. Eine davon ist das westindische Ahmedabad. In der Region um die Metropole wird ein großer Teil der auf der Welt gebrauchten Baumwolle angebaut.

    Die Industrie hat eine ganze Reihe von Problemen: Weil sich genverändertes Saatgut etabliert hat und jedes Jahr neu gekauft werden muss, häufen viele Baumwollbauern hohe Schulden an, jedes Jahr töten sich Tausende von ihnen. Der Gebrauch von giftigen Pestiziden und von Dünger belastet zudem die Umwelt und die Gesundheit der Menschen.

    Auch der hohe Wasserverbrauch beim Baumwollanbau ist ein großes Problem. Für die Produktion eines Kilos Baumwolle werden in Indien nach Angaben des "Water Footprint Network" 22.500 Liter Wasser verbraucht. Damit könnten demnach mehr als 80 Prozent der Bevölkerung mit 100 Liter Wasser am Tag versorgt werden. Der hohe Verbrauch wiegt umso schwerer, wenn man bedenkt, dass nach einem Bericht des staatlichen Think Tanks Niti Aayog von 2018 fast die Hälfte der 1,3 Milliarden Inder unter Wassermangel leidet.

    Ein Lösungsansatz ist der Anbau von Biobaumwolle, der weniger wasserintensiv ist und bei dem keine synthetischen Pestizide zum Einsatz kommen. Indien ist der weltweit größte Produzent von Biobaumwolle, wenngleich sie nur einen kleinen Teil der insgesamt angebauten Baumwolle ausmacht.

    Ein Arbeiter färbt Baumwollgarn: Der Baumwollanbau in Indien bringt mehrere Probleme mit sich. (Quelle: dpa/Piyal Adhikary/EPA)

    Ein Arbeiter färbt Baumwollgarn: Der Baumwollanbau in Indien bringt mehrere Probleme mit sich. (Quelle: Piyal Adhikary/EPA/dpa)


    Wie die Mode zu uns kommt

    Textilien müssen oft über lange Wege vom Produzenten zum Händler und zum Käufer transportiert werden. "Die Preise, die für Fast Fashion ausgerufen werden, lassen kaum Spielraum, um beim Transport besonders nachhaltig agieren zu können", sagt Markus Muschkiet, Leiter des Centers Textillogistik, das zum Fraunhofer Institut für Logistik gehört.

    Doch die langen Wege seien nicht das Problem. "Auf das einzelne T-Shirt gesehen ist die Emission vernachlässigbar", so Muschkiet. Die Containerschiffe seien extrem effizient. Bei 16.000 Containern auf einem Schiff, falle ein T-Shirt umwelttechnisch nicht ins Gewicht.


    Die meisten Emissionen fallen laut Untersuchungen auf den letzten Kilometern an. Fast jedes Kleidungsstück werde innerhalb Europas mit einem Lkw transportiert, sagt Muschkiet. Der Lkw ist am schnellsten, aber auch am schädlichsten für die Umwelt. Laut Umweltbundesamt (UBA) verursacht jede Tonne Ware pro Kilometer Lkw-Transport 103 Gramm Treibhausgase. Bei der Bahn wären es 19 Gramm, bei Binnenschiffen 32 Gramm.

    Und der Weg zum Endkunden? Beim Onlinehandel gehören übermäßige Verpackung und Retouren zu den Umweltproblemen. Um Retouren zu reduzieren, bieten einige Unternehmen inzwischen virtuelle Anproben an oder Zusatzinformationen zur Passform. Dennoch geht bisher jedes zweite Kleidungspaket zurück, wie die Forschungsgruppe Retouren-Management der Universität Bamberg ermittelt hat.

    Wie wir mit Kleidung umgehen

    Trotz des Billigtrends sind die Ausgaben der deutschen Privathaushalte für Bekleidung und Schuhe in den vergangenen Jahren nicht gesunken: 2017 lagen sie laut Statistischem Bundesamt im Schnitt bei 110 Euro im Monat, 16 Euro pro Monat mehr als zehn Jahre zuvor. Greenpeace fasste 2017 in einem Report über Fast Fashion zusammen: Obwohl die Schränke voll seien mit nie getragener Kleidung, kaufe jeder Deutsche pro Jahr etwa 60 neue Teile. Die Tragezeit sei aber nur noch halb so lang wie vor 15 Jahren.

    Dabei ergeben sich selbst beim Benutzen von Klamotten manchmal noch Umweltprobleme. In Outdoor-Ausrüstung etwa werden oft sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFC, eingesetzt, weil diese wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften haben. Manche dieser Stoffe sind wasserlöslich oder flüchtig und können etwa beim Waschen einer Regenjacke in den Wasserkreislauf gelangen. In der Natur können die Substanzen laut UBA aber "kaum bis gar nicht" abgebaut werden.

    Manche der Substanzen gelten nach UBA-Angaben als krebserregend oder können die Fruchtbarkeit schädigen. Seit das Problem vor einigen Jahren bekannt wurde, hat sich in der Branche etwas getan. "Fast alle größeren Outdoor-Marken haben inzwischen PFC-freie Produkte im Sortiment. Aber es ist noch viel zu wenig", sagt Manfred Santen, Chemiker von Greenpeace.

    Auch bei einem weiteren Problem dauert die Suche nach Lösungen an: Es geht um kleinste Fasern aus Fleecepullis und anderen synthetischen Materialien, die sich beim Waschen lösen und in den Wasserkreislauf oder mit dem Klärschlamm auf Felder gelangen können. Sie reichern sich in der Umwelt an und werden auch von Tieren aufgenommen. Einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen von 2018 zufolge ist Faserabrieb beim Waschen in Deutschland auf Platz 10 der größten Mikroplastikquellen im Land.



    "Wir haben so große Mikroplastikemissionen, dass wir einen Großteil reduzieren müssen. Da ist jede Quelle relevant", sagt Leandra Hamann, die am Institut an Mikroplastikfiltern für Waschmaschinen forscht. Ziel ist es, Fasern möglichst selektiv herauszufiltern, um schnelles Verstopfen der Filter durch Haare, Steinchen oder Sand zu verhindern. Bisher müssen Verbraucher mit Bewusstsein für das Problem in der Regel selbst aktiv werden und Produkte wie Waschbeutel anschaffen, die die Fasern zumindest teils zurückhalten sollen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Wirklich umweltfreundlich?

    Ein Rohstoff ruiniert die Öko-Bilanz des E-Autos

    Elektroauto: Dass es weniger sauber ist als sein Image, zeigt eine neue Dokumentation. (Quelle: imago images/PicturePoint)


    Elektroauto: Dass es weniger sauber ist als sein Image, zeigt eine neue Dokumentation. (Quelle: PicturePoint/imago images)


    Umweltkiller E-Auto? Es stimmt natürlich, dass Batteriefahrzeuge keine Abgase erzeugen. Zur Wahrheit gehört allerdings noch eine andere Seite – die das strahlende Bild vom sauberen Antrieb ziemlich eintrübt.

    Elektroauto gegen Verbrenner: Zumindest bei gleicher Reichweite verliere der scheinbar saubere Antrieb das Umwelt-Rennen, sagen Experten wie die Forscher des Wuppertaler Instituts für Klimaforschung. Zwar fahren die Stromer tatsächlich sauber – ihre Produktion aber ist es nicht. Dieses Problem beleuchtet eine ARD-Doku ("Kann das Elektro-Auto die Umwelt retten?", 3. Juni um 22.45 Uhr).

    "Weißes Gold" bedroht Ökosystem

    Beispiel Lithium: Das "weiße Gold" ist ein Hauptbestandteil der Batterien. Und deshalb heiß begehrt. Sein Preis hat sich in den vergangenen 15 Jahren versiebenfacht. Allerdings gibt es weltweit nur wenige Lithium-Bestände. Das Metall zu gewinnen, ist aufwendig – und hat weitreichende Folgen für die Bevölkerung der Förderregionen.

    Etwa für die Bauern der Anden in Südamerika. In den unwirtlichsten Gegenden des Gebirges regnet es teils nur einmal im Jahr. Und doch genügte das Wasser bisher zum Überleben.

    Nun wird hier aber Lithium gewonnen. Und dafür sind gigantische Wassermengen nötig. Aus 450 Metern Tiefe wird das Wasser emporgepumpt, um daraus das Metall zu gewinnen – indem man genau dieses Wasser in riesigen Becken verdunsten lässt.

    Es dauerte zehntausende Jahre, bis sich dieses Wasser angesammelt habe, so die ARD-Reportage, und binnen weniger Jahre werde es vergeudet. Dabei sei es die Basis des Ökosystems der Region.


    Lithium-Gewinnung in Südamerika: In riesigen Becken wird das aus der Tiefe geförderte Wasser aufgefangen – um unter der Sonne zu verdunsten. (Quelle: imago images/Danita Delimont)

    Lithium-Gewinnung in Südamerika: In riesigen Becken wird das aus der Tiefe geförderte Wasser aufgefangen – um unter der Sonne zu verdunsten. (Quelle: Danita Delimont/imago images)

    Dadurch versiegen die Quellen der Bauern, sie können ihre Böden und ihr Vieh nicht mehr mit Wasser versorgen. Und es geht noch weiter: Beim Verdunsten des Wassers kommen Chemikalien zum Einsatz, die der Wind als giftigen Staub abträgt. Er lässt die wenigen Tiere der Bauern erkranken und ihre Pflanzen verdörren.

    Zwei Millionen Liter Wasser für eine Tonne Lithium

    Das Ausmaß für die Bauern beschreiben zwei Zahlen: "Für eine Tonne Lithium verdunsten zwei Millionen Liter Wasser," sagt Sarah Lincoln von der Organisation "Brot für die Welt" – in einer schon heute extrem trockenen Region.

    Besserung ist für sie nicht in Sicht: Der weltweite Lithium-Bedarf werde sich bis 2030 verzehnfachen, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

    Die Hersteller der Elektroautos kennen diese Probleme natürlich. Teilweise versuche man, ihnen zu begegnen. BMW etwa setze nur Rohstoffe ein, die den eigenen Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen, so ein Unternehmenssprecher in der ARD-Doku.



    Allerdings: Woher das Lithium stammt, das BMW verwendet, und wie es gewonnen wird – BMW weiß es nicht, heißt es in der Reportage.

    Das E-Auto als Saubermann: Dieses Versprechen können die Hersteller offenbar noch längst nicht einhalten.

    Verwendete Quellen:

    • ARD

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  • Fiese Blutsauger

    Was wirklich vor Mücken schützt

    vgzm.1704981-85869482 Juckreiz: Was wirklich vor Mücken schützt. Mücke sticht Mensch: Verschiedene Öle und Sprays können diese von der Haut fernhalten (Quelle: imago images/Andreas Gora)

    Stechmücken beim Menschen: Verschiedene Öle und Sprays können diese von der Haut fernhalten (Quelle: Andreas Gora/imago images)


    Mücken fühlen sich bei warmen Temperaturen besonders wohl. Ob mit Licht oder im Dunkeln: Sie finden ihr Opfer. Wir zeigen Ihnen, welche Mittel die Plagegeister wirklich fernhalten.

    In Deutschland leben über 50 Arten von Mücken. Allerdings stechen nur die Weibchen. Und nicht alle Arten sind dazu fähig. Die Weibchen brauchen Proteine und Nährstoffe von den Menschen, damit sie Eier legen können. Zapfen sie Blut an unserer Haut, entsteht ein juckender Fleck. Meistens ist dieser harmlos und verschwindet innerhalb weniger Tage. Es gibt jedoch auch Mücken, wie die Gelbfiebermücke, die Krankheiten übertragen.


    Geruch lockt Mücken an

    Die fiesen Blutsauger nehmen vor allen den Körpergeruch der Menschen wahr. Sie riechen Kohlendioxid, das ausgeatmet wird, aber auch Stoffe, die durch die Haut freigesetzt werden. Das Tropeninstitut empfiehlt, sich täglich zu waschen, vor allen die Füße. Außerdem sollten Sie jeden Tag Ihre Socken wechseln.



    Ätherische Öle sollen Blutsauger fern halten

    Sie können Öle vom Teebaum, Zitronellengras oder Lavendel in die Nähe von Ihnen stellen. Dieser Geruch soll die Plagegeister abschrecken. Besonders beliebt sind auch Kerzen, die aus Citronella-Öl bestehen. In einem Feldversuch der U.S. National Library of Medicine wurden Probanden, die eine Kerze aus Citronella-Öl an hatten, zu 42 Prozent weniger gestochen, als Versuchskandidaten ohne Kerze.



    Moskitomittel für die Haut

    Gerade in Ländern, in denen Moskitos gefährliche Krankheiten übertragen, rät die Weltgesundheitsorganisation zu einem Spray für die Haut. Dieses enthält den hochdosierten Wirkstoff DEET und wird länderspezifisch angepasst. Aber Achtung: Schwangere und Kinder unter drei Jahren sollten lieber Mittel mit dem weniger dosierten Inhalt Icaridin verwenden.



    Kleidung mit Insektenschutz

    Mücken meiden helle Farben. Ein Trick, der ersten Schutz vor Stichen bietet: Tragen Sie lange, helle Hosen und Oberteile. Jedoch entstehen trotzdem ca. 40 Prozent der Stiche direkt durch die Kleidung hindurch. Deshalb sollten Sie Kleidung und Sprays miteinander kombinieren. Und wenn Sie sichergehen möchten: Es gibt sowohl stichfeste als auch imprägnierte Hosen und Pullover. Sie sind engmaschig gewebt oder wurden mit einem speziellen Wirkstoff behandelt. Sie können Ihre Hosen und Shirts auch mit einem Anti-Moskito-Mittel selbst bearbeiten. Das spezielle Mittel gibt es in der Apotheke. Mittel für die Haut sind dafür nicht geeignet.


    Moskitonetze schützen vor den Plagegeistern

    Da es nachts im Sommer viel zu warm ist, möchten Sie bestimmt nicht in langer Kleidung schlafen. Um trotzdem vor den fiesen Blutsaugern geschützt zu sein, können Sie ein Moskitonetz anbringen. Der Abstand zwischen dem Netz und den darunter liegenden Personen sollte möglichst groß gewählt sein, damit sie das Netz nicht berühren. Auch das Netz können Sie mit einem Anti-Moskito-Mittel behandeln.





    Welche Mittel gegen Mücken wirkungslos sind

    Geräte, die Töne via Ultraschall von sich geben, wurden schon vor Jahren als nutzlos enttarnt. Dazu zählen Apps fürs Smartphone und Mückenstecker. Stecker, die Biozid verdampfen, sollen zwar etwas wirksamer sein, allerdings ist das Insektengift für Menschen nicht ganz ungefährlich. Es kann Kopfschmerzen und Schwindel auslösen. Auch Knoblauch essen und Rauch schrecken die nervigen Tierchen nicht ab.


    Verwendete Quellen:

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  • Kosmetik, Kaffee, Kleidung

    In diesen Produkten steckt häufig Kinderarbeit

    Kinderarbeit ist in vielen Ländern Alltag. 152 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten gehen. In der Produktion welcher Produkte sie mitarbeiten und welche Dienstleistungen sie oft übernehmen müssen.

    Kinderarbeit raube Kindern ihre Kindheit und zerstöre ihre Zukunftschancen, kritisiert das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Trotzdem müssten immer noch 152 Millionen Kinder – fast jedes zehnte Kind weltweit – arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Fast die Hälfte von ihnen leidet demnach unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen.

    Die meisten arbeitenden Kinder leben in Afrika und Asien

    In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der arbeitenden Kinder nach Angaben von Unicef zwar stark gesunken, von 246 Millionen im Jahr 2000 auf 152 Millionen 2016. Zuletzt sei der Rückgang aber langsamer geworden. Wenn der Fortschritt lediglich im aktuellen Tempo weitergeht, werden den Angaben zufolge auch im Jahr 2025 noch 121 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen sein.

    Die meisten von Kinderarbeit betroffenen Jungen und Mädchen leben nach Angaben von Unicef in Afrika (72 Millionen), gefolgt von Asien (62 Millionen). Die Kinderarbeit schädigt ihre körperliche und seelische Entwicklung, hält die Kinder vom Schulbesuch ab und lässt ihnen kaum Zeit zum Spielen. Als Ursachen für Kinderarbeit nennt die Hilfsorganisation Terre des Hommes Armut, Diskriminierung, schlechte oder keine Schulen, große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften und untätige Behörden.

    In diesen Produkten kann Kinderarbeit stecken

    In folgenden Produkten kann laut Terre des Hommes und der Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" Kinderarbeit stecken:

    • Autos
    • Bleistifte
    • Blumen
    • Computer, Laptops
    • Diamanten, Edelsteine
    • Elektronik
    • Feuerwerkskörper
    • Gewürze
    • Glas
    • Grabsteine
    • Haselnüsse
    • Lederbälle
    • Heimtextilien
    • Kaffee
    • Kakao
    • Kleidung
    • Kosmetik
    • Korbwaren
    • Lederwaren
    • Natursteine
    • Saft (Smoothies)
    • Schnittblumen
    • Schuhe
    • Schokolade
    • Smartphones
    • Spielzeug
    • Streichhölzer
    • Tabak
    • Tee
    • handgeknüpfte Teppiche

    Nicht in allen Fällen fertigen Kinder die Produkte. Zum Teil arbeiten sie auch bei der Rohstoffgewinnung für ein Produkt mit oder bei seiner Verarbeitung. Nur etwa fünf Prozent der Kinderarbeiter arbeiten für den Export, also für die oben genannten Produkte. Die meisten (etwa 70 Prozent) arbeiten in der Landwirtschaft (für die heimischen Märkte). "Vieles findet im familiären Kontext statt, Kinder helfen in Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien etwa bei der Ernte mit", sagt Christina Margenfeld, Projektkoordinatorin des Hilfswerks Brot für die Welt.

    Zudem übernehmen Kinder oft Dienstleistungen, zum Beispiel im Tourismus und in der Gastronomie. Sie putzen, kochen, spülen, verkaufen Produkte auf der Straße, putzen Schuhe, waschen Autos, sammeln Müll, tragen Gepäck, kellnern, laden auf Märkten aus und tragen Lasten.


    Unicef definiert Kinderarbeit als jede Tätigkeit, für die Minderjährige zu jung sind oder die gefährlich beziehungsweise ausbeuterisch ist. Auch Arbeiten, die körperliche oder seelische Schäden hervorrufen, sowie Tätigkeiten, die Kinder vom Schulbesuch abhalten, gelten laut Unicef als Kinderarbeit.

    Wie finden Verbraucher Produkte, die frei von Kinderarbeit sind?

    "In ganz vielen Produkten – von Schokolade bis Kleidung – steckt Kinderarbeit", sagt Christina Margenfeld. Für Verbraucher sei es aber oft unmöglich, zu erkennen, in welchen genau. Die Lieferketten könnten meist nicht komplett nachvollzogen werden. Die Hilfsorganisationen raten dazu, Produkte zu kaufen, die fair gehandelt wurden. Verschiedene Siegel des sogenannten fairen Handels und Bio-Kennzeichnungen setzen voraus, dass die Händler ausbeuterische Kinderarbeit ausschließen.

    Fairtrade- und Sozialsiegel sind etwa:

    • Fairtrade
    • Gepa
    • El Puente
    • Kleinbauernsiegel SPP
    • Naturland Fair
    • Fair for Life
    • Rainforest Alliance
    • dwp
    • Rapunzel Hand in Hand
    • Transfair
    • GoodWeave
    • Xertifix
    • FairStone

    Für Produkte, die aus mehreren Komponenten bestehen, wie etwa Autos oder Laptops gibt es allerdings keine Siegel. Für den Konsumenten bleibe dann nur die Möglichkeit, sich an Produkte zu halten, die von Unternehmen stammen, die sich klar gegen Kinderarbeit aufstellen, so Margenfeld. "Kinderarbeit ist ein Skandal. Dass wir durch den Kauf von Produkten ungefragt und ungewollt daran mitwirken, ebenso", sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt.


    Brot für die Welt fordert Unternehmen auf, sicherzustellen, dass Kinderarbeit in ihren Produkten nicht vorkommt. Hierzu hat das Hilfswerk zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch einen Online-Appell gestartet. Die Unterzeichner sollen den Bundestag auffordern, ein Gesetz zu beschließen, das Unternehmen in Deutschland wirksam dazu verpflichtet, für die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette zu sorgen. Der Appell ist Teil der globalen Kampagne "100 Million".




    Lebensbedingungen der Kinder müssen sich ändern

    Auch der Vorstandssprecher von terre des hommes, Albert Recknagel, fordert global verbindliche Regelungen für die Wirtschaft, "damit den Familien existenzsichernde Löhne gezahlt und faire Arbeitsbedingungen zugestanden werden".

    Recknagel fordert zudem die Bundesregierung auf, das Ausmaß ausbeuterischer Kinderarbeit in Deutschland zu untersuchen. Bisher seien Einzelfälle bekannt, es gebe aber keinen Überblick.

    "Es reicht nicht, Kinderarbeit zu verurteilen und zu verbieten", fügt der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider, hinzu. Um Kinder wirksam vor Ausbeutung zu schützen, müssten sich auch ihre Lebensbedingungen ändern. Nötig seien mehr Investitionen in Bildung, Gesundheits- und Sozialsysteme, aber auch faire Arbeitsbedingungen für Eltern.



    Verwendete Quellen:


    • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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  • Zehn interessante Fakten

    Wespen können Gesichter unterscheiden

    Es gibt Insekten, die genau wissen, wem sie gegenüberstehen. Wissenschaftler haben erneut bestätigt, dass viele von ihnen, wie beispielsweise Wespen und Honigbienen, Gesichter identifizieren können – wie wir Menschen.

    Es ist nicht neu, dass sich Insekten mit Hilfe von Duftstoffen und Pheromonen orientieren und sich gegenseitig erkennen. Interessant ist für die Wissenschaft allerdings, wie die Gesichtserkennung bei der Honigbiene (Apis mellifera) und bei der Europäischen Wespe (Vespula vulgaris) funktioniert. Schließlich ist ihr Gehirn im Vergleich zum menschlichen sehr klein, schafft es aber dennoch, komplexe Aufgaben wie die Identifikation von Gesichtern zu lösen.


    Das europäische Forscherteam um die Neurowissenschaftler Aurore Avargués-Weber und Daniele d’Amaro fand heraus, dass im Gehirn der Honigbienen und Europäischen Wespen die gleichen Prozesse bei der Identifikation von Lebewesen ablaufen wie beim Menschen: Einzelne Gesichtsmerkmale, wie die Nase, die Augen und der Mund, werden zu einem Bild zusammengefügt. Für die Wiedererkennung wird demnach kein großes Gehirn benötigt – auch Gehirne, die so groß wie eine Stecknadel sind, schaffen es, diese komplexen Aufgaben zu meistern. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es durch das geringere Volumen den Tieren nicht möglich ist, sich eine große Anzahl von Gesichtsmerkmalen zu merken. Stattdessen reiche die Kapazität zum kurzzeitigen Unterscheiden von Gesichtern aus.

    Es gibt allerdings noch weitere interessante Fakten über Wespen, die nicht jedem bekannt sind.



    Wespen ernähren sich von Nektar

    Der Speiseplan von Wespen ist sehr abweschlsungsreich. Hauptsächlich stehen Nektar, Obst und andere Insekten auf dem Speiseplan. Aber auch Zucker nehmen sie gerne zu sich. Die Honigwespe setzt bei ihrer Ernährung ausschließlich auf Pollen und Nektar, ähnlich wie die Biene. Nur die Papierwespe ernährt sich hauptsächlich von Aas und toten Insekten.

    Nicht nur Essen zieht Wespen an

    Wespen nehmen nicht nur den Geruch von süßen und deftigen Speisen wahr. Auch die Exkremente der Blattläuse ziehen Wespen an. Möchten Sie keine Wespen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon haben, sollten Sie nicht nur Ihr Essen und Ihre Getränke abdecken, sondern auch einen möglichen Blattlausbefall an Ihren Pflanzen bekämpfen.

    Zusätzlich werden Wespen auch von gärendem Obst angezogen. Denken Sie also auch daran, faulige Früchte an Bäumen oder auf dem Boden zu entfernen.

    Ohne Feigenwespen gäbe es keine Feigen

    Die einzigen Bestäuber von Feigenpflanzen sind Feigenwespen. Ohne Feigenwespen gäbe es keine Feigen. Bei dem Bestäuben müssen die Wespen allerdings durch derart enge Öffnungen fliegen, dass sie ihre Flügel, ihre Antennen und teilweise auch ihre Beine verlieren und in der Feigenblüte sterben.


    Zwar befindet sich das tote Insekt dann noch in der Feige, durch zahlreiche Enzyme wird es allerdings so stark zersetzt, dass in der Frucht keine Wespenteile mehr zu finden sind.

    Wespen sind die besseren Drogenfahnder

    US-amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Wespen Rauschgift und Sprengstoff aufspüren können. Sie können dazu trainiert werden, die Gerüche von Drogen und Sprengstoff zu erkennen und davon unruhig zu werden. Diese Hektik der Insekten erkennt ein Computer und löst einen entsprechenden Alarm aus.

    Das Problem dabei ist allerdings, dass die Insekten höchstens 22 Tage leben und somit ständig neue Insekten gezüchtet und trainiert werden müssen.

    Wespen stechen und beißen

    Wespen stechen nicht nur. Es gibt auch Arten, die beißen. Laut dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) gibt es nur eine geringe Anzahl von Wespenarten, die bei Bedrohung zustechen. Und auch männliche Wespen sind nicht in der Lage, wirklich zuzustechen. Sie führen lediglich die gleiche Bewegung mit ihrem Hinterteil aus, führen jedoch keinen Stachel in die Haut. Männliche Wespen imitieren durch die Bewegung einen Angriff.

    Wespen tragen ihre Rivalen davon

    Ameisen sind für Wespen Konkurrenten bei der Nahrungssuche. Bedienen sich Ameisen an dem Essen der Wespen, werden diese von den fliegenden Insekten an einen anderen Ort getragen. Ein Kampf um die Nahrungsquelle ist laut Wissenschaftlern für die Wespen gefährlich, da die Ameisen ein Gift spritzen.

    Wespe und Ameise (Quelle: Getty Images/Алексей Филатов)

    Wespen: Ameisen sind Futterkonkurrenten von Wespen. Aber anstatt mit ihnen zu kämpfen, tragen Wespen ihre Rivalen einfach an einen anderen Ort. (Quelle: Алексей Филатов/Getty Images)


    Wespen sind nützlich

    Wespen sind natürliche Schädlingsbekämpfer. Sie ernähren sich unter anderem von Faltern und Blattläusen und helfen auch beim Bestäuben von Blüten. Darüber hinaus sind sie Nahrungsquelle vieler Vogelarten.

    Wespen töten kann bis zu 50.000 Euro Strafe kosten

    In Deutschland stehen die beiden Wespenarten Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) unter Naturschutz. Es ist daher verboten, Wespen "mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten," so § 39 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG).

    Auch tote Wespen können stechen

    Der Stechreflex einer Wespe dauert über ihren Tod hinaus an. Auch das Gift, welches die starken Hautreaktionen und den Schmerz auslösen, sind noch im Stachel enthalten. Es ist daher wichtig, tote Wespen nicht anzufassen. Entfernen Sie die Tiere mit einer Pinzette.

    Größte Wespe ist sechs Zentimeter groß

    Die größte bisher bekannte Wespe wurde in Indonesien gefangen. Sie misst bis zu sechs Zentimeter, ist schwarz und gehört zur Gattung Dalara. Die Männchen haben einen sehr großen Kiefer, den sie vor allem zur Verteidigung einsetzen.

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    Verwendete Quellen:

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  • Diese Schutzmaßnahmen gelten

    Was bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen?



    vgzm.1704981-86024866 Was bedeuten die Waldbrandgefahrenstufen?. Ein brennender Wald: Ist der Boden im Wald besonders trocken und sandig, ist das Risiko eines Waldbrandes sehr hoch. (Quelle: Getty Images/WildandFree)

    Ein brennender Wald: Ist der Boden im Wald besonders trocken und sandig, ist das Risiko eines Waldbrandes sehr hoch. (Quelle: WildandFree/Getty Images)

    Bei anhaltender, hoher Trockenheit steigt die Gefahr von Waldbränden. Das Risiko wird in verschiedene Stufen unterteilt – die jeweils auch Verbote für Waldspaziergänger mit sich bringen. Was sollten Sie wann beachten?

    Durch Waldbrände werden jährlich allein in Deutschland bis zu 500 Hektar Wald vernichtet. Dabei entsteht nicht nur ein großer wirtschaftlicher Schaden – auch die Natur braucht lange, um sich von dieser Katastrophe zu erholen. Umso wichtiger sind entsprechende Schutzmaßnahmen, die je nach Höhe des Risikos die Gefahr eines Waldbrandes minimieren sollen. Mit den Waldbrandgefahrenstufen kann das Risiko eines Feuers besser eingeordnet werden.


    Waldbrandgefahrenstufen geben Schutzmaßnahmen vor

    Lediglich drei bis fünf Prozent der Waldbrände haben einen natürlichen Ursprung. Die Hauptursachen sind Fahrlässigkeit – wie Zigaretten oder Funkenflug des Lagerfeuers – und Vorsätzlichkeit. Umso wichtiger ist es, Fehlverhalten vorzubeugen. Verbote und Gebote sollen das Risiko eines Waldbrandes durch den Menschen minimieren. Insgesamt gibt es fünf Stufen: Sie gehen von "1 sehr geringe Gefahr" bis "5 sehr hohe Gefahr". Jede Gefahrenstufe schreibt Schutzmaßnahmen vor, die das Risiko eines Waldbrandes minimieren und im besten Fall verhindern sollen.

    Welche Maßnahmen in welchem Umfang genau bei den einzelnen Waldbrandgefahrenstufen durchgeführt werden, regelt die Waldbrandschutzverordnung der jeweiligen Bundesländer. Sie kann daher von Region zu Region verschieden sein und richtet sich auch nach den regionalen Besonderheiten – Bodenverhältnisse, Zusammensetzung des Waldes, Klima. Die folgende Auflistung bietet daher nur eine grobe Übersicht.

    Waldbrandgefahrenstufen in der Übersicht

    Waldbrandgefahrenstufe 1

    Die Gefahr eines Waldbrandes ist sehr gering. Er kann ohne Einschränkungen betreten werden.


    Eine mögliche, vorangegangene Waldbrandwarnung ist aufgehoben.


    Waldbrandgefahrenstufe 2

    Die Gefahr eines Waldbrandes ist gering. Auch das Betreten des Waldes ist derzeit noch nicht eingeschränkt. Dennoch ist erhöhte Vorsicht und Umsicht geboten. Spaziergänger und Waldbesucher sollten Zündquellen vermeiden.

    Pfade und Böden mit sehr trockener Vegetation sollten nur betreten werden, wenn es wirklich nötig ist. Vor allem Fahrzeuge sollten auf diesen Stellen nicht abgestellt werden. Durch die heißen Bestandteile am Fahrzeug könnte unter Umständen ein Brand ausgelöst werden. Auf Waldparkplätzen darf weiterhin geparkt werden. Trockene Pfade dürfen nur im Notfall befahren werden.

    Für das Arbeiten im Wald müssen erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Das gilt vor allem für das Verbrennen von Schlagreisig und die Verwendung von leicht brennbaren Chemikalien.


    Waldbrandgefahrenstufe 3

    Die Gefahr eines Waldbrandes ist erhöht und die Situation ist kritisch. Aus diesem Grund dürfen zuständige Behörden gefährdete Gebiete sperren.

    Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt. Das Befahren kann jedoch unter Umständen komplett untersagt werden.

    Aufgrund der trockenen Bodenverhältnisse ist das Grillen im und am Wald sowie auch an den jeweiligen öffentlichen Feuerstellen und Grillplätzen verboten. Auch Anwohner, deren Grundstücke an den Wald grenzen oder in der Nähe des Waldes sind, dürfen auf ihrem Grundstück kein Feuer mehr zünden.

    Arbeiten im Wald sind bei dieser Waldbrandgefahrenstufe verboten.


    Waldbrandgefahrenstufe 4

    Die Gefahr eines Waldbrandes ist sehr hoch. Zuständige Behörden müssen für einen aktiven Brandschutz des Waldes sorgen und zusammen mit der Forstbehörde zusätzliche Brandschutzmaßnahmen durchführen.

    Für Spaziergänger, Waldbesucher und Anwohner bedeutet die Wandbrandgefahrenstufe starke Einschränkungen.

    Öffentliche Straßen, die durch oder entlang des Waldes verlaufen, dürfen nicht verlassen werden. Das Gleiche gilt für öffentliche Wege.

    Waldparkplätze, Stellplätze in Waldnähe sowie touristische Einrichtungen werden durch die Forstbehörde gesperrt. Zusätzlich führen sowohl die zuständigen Behörden als auch die Forstbehörden weitere Brandschutzmaßnahmen durch.


    Waldbrandgefahrenstufe 5

    Die Gefahr eines Waldbrandes ist so hoch, dass ein aktiver Brandschutz durchgeführt werden muss. Zudem besteht äußerste Vorsicht und weitere, zusätzliche Einschränkungen.

    Der Wald wird gesperrt. Das Betreten und Befahren des betroffenen Waldgebietes kann zeitweilig oder komplett verboten werden. Lediglich entsprechende Schutzbeauftrage, wie beispielsweise die Forstbehörde oder Rettungsdienste, dürfen sich für Kontrollgänge im Wald aufhalten.

    Wer legt die Gefahrenstufen fest?

    Wie hoch die jeweilige Waldbrandgefahrenstufe ist, wird anhand von Informationen des Deutschen Wetterdienstes ermittelt. Neben dem Klima ist für die Einstufung der Waldbrandgefahrenstufe auch die Art des Waldes ausschlaggebend. Nadelholzreinbestände, beispielsweise Kiefernwälder, sind trockener und somit anfälliger für Brände als Wälder mit Laub- oder Mischholzbeständen.

    Gibt es einen Zeitraum, der besonders zu beachten ist?

    Das Risiko eines Waldbrandes ist zwischen dem 1. März und dem 30. September am größten. Während dieser Waldbrandsaison werden die aktuellen Waldbrandgefahrenstufen von den Behörden sowie dem Deutschen Wetterdienst und der ansässigen Feuerwehr bekannt gegeben.

    Wie Sie Brände abseits der Gefahrenstufen verhindern können

    Auch wenn keine Waldbrandgefahr besteht, sollten Sie im Wald nicht rauchen. In den meisten Bundesländern besteht zudem den Sommer über ein Rauchverbot. Lassen Sie keine glimmenden Gegenstände im Wald zurück – das gilt auch für die Entsorgung in den vorhandenen Mülltonnen. Achten Sie stets darauf, dass die Glut vollständig erloschen ist, bevor Sie Grillreste oder Zigaretten entsorgen.

    Achtung

    Melden Sie jeden Brand schnellstmöglich der Feuerwehr – 112!


    Lassen Sie keine Glasflaschen oder anderen Müll im Wald oder auf Wiesen liegen. Durch die intensive Sonneneinstrahlung können sie wie eine Brennlupe wirken. Trockenes Laub, Gräser und Gehölz kann sich so leicht entzünden.


    Wie entstehen Waldbrände?

    Zwischen drei und fünf Prozent der Waldbrände sind natürlichen Ursprungs. Häufige Ursachen sind demnach Brandstiftung oder Fahrlässigkeit, wie beispielsweise das Achtlose wegwerfen von Zigarettenstummeln, die unsachgemäße Entsorgung von Grillglut oder glimmenden Gegenständen sowie das Liegenlassen von Müll.


    Aber auch sich selbst entzündende Munitionsreste oder heiß gelaufene Teile von falsch – auf trockenen Flächen – abgestellten Fahrzeugen können einen Waldbrand auslösen.

    Verwendete Quellen:

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  • Blitzschutz und Überspannungsschutz

    Warum der Blitzableiter allein nicht ausreicht


    vgzm.1704981-57689760 Blitzschutz: Haus und Wohnung vor Blitzen bei Gewitter schützen. Ein Blitz schlägt in einen Schornstein ein: Vorgeschrieben ist ein Blitzschutz bei Wohngebäuden nur dann, wenn das Haus höher als 20 Meter ist. (Quelle: Getty Images/tbradford)

    Ein Blitz schlägt in einen Schornstein ein: Vorgeschrieben ist ein Blitzschutz bei Wohngebäuden nur dann, wenn das Haus höher als 20 Meter ist. (Quelle: tbradford/Getty Images)


    Ein Blitzableiter ist nicht für jeden Pflicht, auf alle Fälle aber sinnvoll. Nicht zuletzt im Versicherungsfall kann es entscheidend sein, ob ein Blitzschutz installiert wurde. Doch ein Blitzableiter allein genügt nicht.

    Für einen wirkungsvollen Schutz Ihres Hauses benötigen Sie einen äußeren und einen inneren Blitzschutz. Der äußere Blitzschutz fängt den Blitz ein und leitet ihn in das Erdreich. Der innere Blitzschutz verhindert, dass es zu gefährlichen Spannungsunterschieden im Gebäude kommt – das könnte andernfalls zu Beschädigungen an elektrischen Geräten oder sogar zu Bränden führen.

    Die äußere Blitzschutzanlage – der Blitzableiter

    Die äußere Blitzschutzanlage wird im Volksmund häufig auch vereinfacht als Blitzableiter bezeichnet. Es ist ein rund zehn Millimeter dicker Draht aus Edelstahl oder feuerverzinktem Stahl (Din 18014), der die Fassade entlang vom Dach bis ins Erdreich führt und die Spannung eines direkt am Haus einschlagenden Blitzes dorthin ableitet.


    Weil Blitzableiter für die meisten Wohngebäude nicht vorgeschrieben sind, ist ein äußerer Blitzschutz an Mietshäusern längst nicht die Regel. Immerhin betragen die Kosten für eine nachträgliche Installation mindestens 2.500 Euro und können je nach Gebäudegröße auch deutlich darüber liegen.

    Ob ein äußerer Blitzschutz am Gebäude vorhanden ist, können Mieter leicht selbst überprüfen. Ein Draht auf dem Dach am First oder eine Stange am Kamin, von der ein Draht an der Gebäudeaußenwand nach unten geht, kann Teil einer Blitzschutzanlage sein. Wichtig ist, dass der Blitzschutz auch alle Dachinstallationen wie Satellitenschüssel oder die Photovoltaikanlage umfasst.

    Wann Blitzableiter vorgeschrieben sind

    Vorgeschrieben ist ein Blitzschutz bei Wohngebäuden nur dann, wenn das Haus höher als 20 Meter ist. Für Besitzer eines Ein- oder Zweifamilienhauses gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Installation. Allerdings machen die meisten Versicherer die Erstattung von Gewitterschäden davon abhängig, ob zum Zeitpunkt des Schadens eine Blitzschutzanlage am Haus installiert und in einwandfreiem Zustand war.

    Ist der Blitz in ein Haus eingeschlagen, kommt der Gebäudeversicherer für Schäden am Gebäude auf, wie die Verbraucherzentrale NRW mitteilt. Schäden durch Überspannung werden nur ersetzt, wenn der Blitz direkt in das versicherte Grundstück oder Gebäude eingeschlagen ist. Sonstige Schäden durch Überspannung, Überstrom oder Kurzschluss sind nur dann über die Gebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt, wenn eine zusätzliche Klausel, die sogenannte Überspannungsklausel, vereinbart wurde.

    Sinnvoll ist ein äußerer Blitzschutz allemal. Die Kosten, um ein Haus und mit ihm all seine Bewohner und die technischen Geräte im Gebäudeinnern wirksam gegen Schäden durch Blitzeinschlag zu schützen, machen meist unter einem Prozent des Hauswerts aus.

    Die innere Blitzschutzanlage funktioniert dreistufig

    Der innere Blitzschutz soll die elektrischen Geräte im Haus vor Überspannungsschäden schützen. Auch gefährliche Kabelbrände in Folge einer Überspannung im Leitungsnetz sollen so ausgeschlossen werden. Blitzeinschläge erzeugen ein extrem starkes elektrisches und magnetisches Feld. Statt der üblichen 230 Volt Spannung können dann für kurze Zeit mehrere tausend Volt auf der Leitung liegen. Selbst Blitze, die in zwei Kilometern Entfernung einschlagen, können noch Überspannungsschäden verursachen.

    Bei Einschlägen in der Umgebung ist der äußere Blitzschutz wirkungslos. Die Spannung des Blitzes springt beim Einschlag auf eine Strom- oder Telefonleitung über und gelangt so ins Gebäude. Die Spannungsspitzen treten nur kurz auf, doch das reicht bereits aus, um empfindliche Elektronik wie Fernseher oder PC zu zerstören.

    Dagegen hilft ein fachmännisch installierter, dreistufiger Überspannungsschutz im Hausinnern. Dieser innere Blitzschutz besteht aus Sicherungen, die am Hausverteiler, den Unterverteilern und an den einzelnen Steckdosen installiert sind. Der Fachmann spricht dabei von Grobschutz, Mittelschutz und Feinschutz. Die Kosten einer solchen inneren Blitzschutzanlage liegen bei einem gewöhnlichen Einfamilienhaus etwa zwischen 800 und 1.000 Euro.

    Blitzschutz beim Hausbau einplanen

    Um die hohen Kosten zu vermeiden, sollten Bauherren bereits bei der Planung des Hauses daran denken, dieses gegen Blitze und Überspannung zu schützen. Pflicht im Neubau ist der Fundamenterder. Dieser leitet die Spannung ins Erdreich ab, wenn im Haus oder der Nachbarschaft ein Blitz einschlägt, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB).

    Eine Besonderheit gilt aber bei einem Gebäude mit wasserundurchlässigem Keller oder einem nicht unterkellerten Haus: Hier muss der Fundamenterder nicht in der Stahlbetonkonstruktion, sondern unter der Gebäudesohle im Erdreich verlegt werden.


    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Warum Wespen jetzt besonders aggressiv sind


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    Vier nützliche Fakten über Wespen.(Screenshot: t-online.de)

    Effektiv: Dieser einfache Trick hält Wespen fern. (Quelle: t-online.de)


    Die gute Nachricht: Wespen werden nicht mehr lange nerven. Die schlechte Nachricht: Das lässt die schwarz-gelben Insekten aufdrehen. Doch Gewalt ist hier keine Lösung. Wie Sie Wespen am besten vertreiben, zeigen unsere Tipps

    Wespen sind für dieses Jahr am Ende ihres Lebens angelangt. Das Volk stirbt ab Spätsommer – nur ihre frisch geschlüpften Königinnen überwintern. Daher sind die herumfliegenden Tiere aktuell auch besonders lästig.

    Warum Wespen jetzt besonders aggressiv sind

    Während sie bis jetzt nur Eiweiß zur Aufzucht ihrer Larven benötigt haben, gehen sie nun gezielt und besonders hartnäckig auf die Suche nach Zucker, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Sie landen dann also erst recht an unseren Tischen und Speisen sowie Getränken.

    Wespen-Wissen - Quiz: Kennen Sie diese Fakten über Wespen?


    Viele Menschen haben Angst vor Wespen. Die Insekten sind aber sehr nützlich. Wissen Sie wofür? Machen Sie das Quiz und finden heraus, ob Sie ein Wespen-Experte sind.

    Wespe kämpft gegen Ameise (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Алексей Филатов)

    Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, die Wespen nicht mit Speisen und süßen Getränken im Freien sowie stark parfümierten Körperpflegeprodukten anzulocken.

    So werden Sie lästige Wespen los

    Wenn sich Wespen bereits um den Tisch tummeln, sollten Sie ruhig bleiben. Um-sich-Schlagen sei äußerst kontraproduktiv, erklärt BUND-Experte Magnus Wessel. Auch das vermeintlich harmlose Wegpusten sei keine gute Lösung, denn das ausgeatmete Kohlenstoffdioxid macht die Wespen aggressiver. Das Problem: Auch Angst zu zeigen, ist ungut. Denn die Tiere nehmen diese Gefühlsregung wahr, und Angstschweiß versetzt sie sogar in Alarmbereitschaft.

    Die Lösung ist für den Naturschützer: Beobachten Sie die Tiere, wenn Sie essen – sodass Sie sie nicht aus Versehen in den Mund bekommen. Und machen Sie einfach entspannt weiter. Wenn es gar nicht mehr geht, können Sie einen Wassernebel mit der Sprühflasche verbreiten, rät Wessel. Das schreckt die wasserscheuen Tiere ab.


    Trick: Mit Trauben oder Kaffeepulver gegen Wespen

    Oftmals haben sich auch Ablenkfütterungen abseits des Tisches bewährt. Die Insekten lieben beispielsweise Weintrauben. Werden einige der Früchte angeschnitten und in einiger Entfernung vom Esstisch platziert, lassen sich die unerwünschten Besucher dort und nicht auf Ihrem Esstisch nieder. Bieten Sie den Tieren immer wieder Nahrung an, fliegen sie mit der Zeit von selbst dorthin.

    Als weniger aufwändig und trotzdem sehr wirkungsvoll hat sich ein Kaffeepulvertrick erwiesen. Geben Sie etwas Kaffeepulver in eine feuerfeste Schale – beispielsweise einen Aschenbecher – und zünden es an. Das Pulver schwelt eine Zeit lang vor sich hin. Der dabei entstehende Rauch riecht nicht unangenehm und hält die Wespen fern. Diese einfache Methode hat sich im Test der Redaktion bereits mehrfach bewährt.

    Wespenfallen mit Lockstoffen aus dem Fachhandel sind nur anzuwenden, wenn es unbedingt sein muss. Auch selbst gebaute Wespenfallen aus Gläsern und PET-Flaschen sind nicht empfehlenswert. Denn: In solchen Installationen erleiden die nützlichen Tiere einen qualvollen Tod.

    Hornissen- und Wespennester erkennen und zuordnen


    Wespennest: Nicht alle Wesen stören (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Deutsche Wespe erkennen (Quelle: imago images/blickwinkel) wespennest-der-deutschen-wespe.jpg Wespennest der Deutschen Wespe (Quelle: imago images/blickwinkel) Gemeine Wespe erkennen (Quelle: imago images/alimdi) Wespennest der Gemeinen Wespe (Quelle: imago images/Arco Images) Sächsische Wespe erkennen (Quelle: imago images/blickwinkel) Wespennest der Sächsischen Wespe (Quelle: imago images/blickwinkel) Mittlere Wespe erkennen (Quelle: imago images/blickwinkel) wespennest-der-mittleren-wespe.jpg Wespennest der Mittleren Wespe (Quelle: imago images/Arco Images)

    Foto-Serie mit 11 Bildern

    Wespen vertreiben durch Dressur: Die schwarz-gelben Insekten sind durchaus lernfähig. (Quelle: imago images)

    Wespen vertreiben durch Dressur: Die schwarz-gelben Insekten sind durchaus lernfähig.

    Wespennest im Garten: Was tun?

    Mit einem Wespennest im Garten ist nicht zu spaßen. Wenn Sie sich von den Tieren bedroht fühlen, lassen Sie das Nest von einem Fachmann entfernen. Befindet es sich an einer Stelle im Garten, wo Sie sich in der Regel nicht aufhalten, lassen Sie es am besten zum Wohl der Tiere hängen.


    Im Winter sterben die Insekten und die Königin kehrt im darauffolgenden Jahr nicht in das gleiche Nest zurück. Sind die Tiere verschwunden, können Sie das verlassene Nest einfach auf den Kompost oder in den Biomüll geben. Was Sie beim Entfernen eines Wespennests beachten sollten, lesen Sie hier.

    So nützlich sind Wespen

    In Deutschland kommen vor allem zwei Arten vor: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Um nicht angegriffen zu werden, sollten Sie die Tiere nicht reizen. Wespen sind sehr nützlich. Sie fressen allerlei Insekten, darunter Falter und Blattläuse. Sie helfen bei der Bestäubung der Blüten und dienen Vögeln als Nahrung.

    Wer im Garten oder auf dem Balkon nicht von Wespen behelligt werden will, sollte auf bunte Kleidung verzichten. Grelle Farben können Wespen anziehen. Weiße Kleidung ist für die Tiere optisch uninteressant. Auch Parfüms und Cremes mit intensiver Duftnote können Wespen anziehen. Dagegen wirkt der Geruch von Teebaumöl abschreckend. Einige Tropfen auf Kleidung oder Haut lassen Wespen das Weite suchen.

    Hausmittel: Was bei einem Stich zu tun ist

    Als Hausmittel für die erste Hilfe nach einem Wespenstich haben sich Zwiebel-, Zitronen- oder Gurkenscheiben als schmerzlindernd erwiesen. Reiben Sie die betroffene Stelle damit ein und kühlen Sie die Schwellung anschließend. Dafür eignet sich ein Kühlakku oder Eiswürfel, die in einen Waschlappen gegeben werden.


    Auch der eigene Speichel hat als Sofortmaßnahme schmerzlindernde Wirkung. Der Stachel der Wespe bleibt übrigens, anders als bei einem Bienenstich, nicht in der Haut zurück.

    Für Allergiker kann ein Stich lebensgefährlich werden

    Wenn Sie feststellen, dass eine gestochene Person an Atemnot leidet, die Einstichstelle übermäßig anschwillt oder ein Ausschlag auftritt, sollten Sie sofort den Notarzt rufen. Diese Anzeichen deuten auf eine allergische Reaktion hin, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen kann.



    Damit es erst gar nicht zu einer solch heftigen Abwehrreaktion kommt, kann man die erkannte Wespenallergie durch eine Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) deutlich abschwächen. Dazu wird dem Patienten das Insektengift über einen langen Zeitraum immer wieder in geringer Dosierung unter die Haut gespritzt, bis seine Reaktionen deutlich nachgelassen haben.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Was die Achtbeiner in die Wohnung zieht


    vgzm.1704981-78285952 Warum Spinnen gerne ins Haus kommen. Große Spinne an der Wand: Spinnen ziehen sich gern in dunkle Ecken zurück und sind überwiegend nachts aktiv. (Quelle: Getty Images/Apisorn)

    Große Spinne an der Wand: Spinnen ziehen sich gern in dunkle Ecken zurück und sind überwiegend nachts aktiv. (Quelle: Apisorn/Getty Images)

    Auch wenn sie nützlich sind: Spinnen lösen bei vielen Menschen Ekelgefühle aus, besonders wenn sie dick und haarig sind. Vor allem im Haus sind die Achtbeiner nicht gerne gesehen, verhindern lässt sich ihr Eindringen aber nicht. Wie man sie am besten wieder loswird.


    In Deutschland leben rund 1.000 Spinnenarten. Ein Drittel davon leben in Häusern. Ursprünglich lebten sie in Steinmauern, unter Baumwurzeln oder in Steinbrüchen. Nach und nach haben sie sich an den menschlichen Lebensraum angepasst. Andere Arten sind aus dem Mittelmeerraum eingewandert. Diese können bei den klimatischen Bedingungen draußen gar nicht überleben. Daher kommen sie ausschließlich in Häusern vor.

    Große Winkelspinne ist haarig, aber ungefährlich

    Oft bemerken Menschen die haarigen Mitbewohner gar nicht. Denn Spinnen ziehen sich gern in dunkle Ecken zurück und sind überwiegend nachts aktiv. Fast alle heimischen Arten sind vollkommen ungefährlich, so auch die dunkle, dicke und haarige Große Winkelspinne. Manche Exemplare haben einen 16 Millimeter großen Körper, das entspricht einer Cent-Münze. Die Beine haben zusätzlich eine Spannweite von bis zu zehn Zentimetern. Wie ihre etwas kleinere Verwandte, die Hauswinkelspinne, fühlt sich der große Achtbeiner in feuchten Wohnungen, Schuppen und Kellern wohl. Sie haben sich an den Lebensraum Haus angepasst, erklärt der Deutsche Tierschutzbund.

    Fürchten muss sich vor ihr niemand: Auch wenn die Große Winkelspinne beißen kann, durchdringen ihre Mundwerkzeuge die menschliche Haut nicht. Normalerweise beißt sie keine Menschen sondern frisst Mücken, kleine Fliegen oder Asseln – und kann damit sogar nützlich sein.

    Spinnen nicht aufsaugen

    Wer keine Angst vor Spinnen hat, kann die Tiere getrost dort lassen, wo sie sind. Wenn sie stören, sollte man sie besser nach draußen setzen, statt sie zu töten, meint der Deutsche Tierschutzbund. Das funktioniert am besten mit der altbewährten Bechermethode: Man stülpt ein Glas über die Spinne, schiebt ein Stück Karton unter den Glasrand und trägt das Tier hinaus. Für alle, die der Spinne nicht so nah kommen wollen, gibt es sogenannte Spinnenfänger. Das sind Fanggeräte mit langem Stiel, mit denen sie sich auf Abstand halten lassen. Der Staubsauger ist hingegen keine gute Idee: Das Aufsaugen ist besonders qualvoll für die Tiere.

    Spinne im Glas: Mit einem Glas lassen sich Spinnen am einfachsten fangen und dann nach draußen bringen. (Quelle: dpa)

    Spinne im Glas: Mit einem Glas lassen sich Spinnen am einfachsten fangen und dann nach draußen bringen. (Quelle: dpa)

    Spinnen weit entfernt aussetzen

    Wer sichergehen will, dass der ausquartierte Mitbewohner nicht zurückkommt, sollte ihn etwas entfernt aussetzen, beispielsweise in einem Holzstapel. Die Entfernung sollte aber schon mindestens 60 bis 70 Meter betragen, denn wenn sie sich an einem Ort wohlgefühlt haben, kommen sie meist schnell zurück, so der Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

    Zitterspinne ist kein Weberknecht

    Auch die Zitterspinne ist oft in Wohnungen anzutreffen. Der filigrane Achtbeiner wird oft mit dem Weberknecht verwechselt. Anders als dieser verfügt die Zitterspinne über einen zweigeteilten Körper. Zudem lebt der Weberknecht eher draußen, während sich die Zitterspinne vor allem in Wohnungen und Kellern aufhält. Mit ihrem kleinen Rumpf und den langen, dünnen Beinen wirkt sie weniger furchteinflößend als die Winkelspinne.

    Dafür ärgern sich ordnungsliebende Menschen über ihre großflächigen Netze an Zimmerdecken und in Ecken. Sie haben wenig mit den kunstvollen Gebilden, beispielsweise der Kreuzspinne, gemein. Wer die im Netz sitzende Spinne leicht antippt, erfährt auch, woher sie ihren Namen hat: Sobald sie sich gestört fühlt, schwingt die Zitterspinne heftig hin und her. Durch diese Zitterbewegung versucht sie, Fressfeinde abzulenken.

    Speispinnen bauen kein Netz

    Neben den Winkelspinnen und den Zitterspinnen begegnet man in Wohnungen beispielsweise der Fettspinne. Sie ist mit ungefähr fünf Millimetern deutlich kleiner als die Winkelspinne und an ihrem runden, stark glänzenden Hinterleib erkennbar. Die Speispinne dagegen ist kontrastreich gemustert und treibt sich manchmal in Badezimmern herum. Die Besonderheit von Speispinnen ist, dass sie keine Netze bauen, sondern ihre Beute fangen, indem sie diese anspucken.


    Im Haus bleibt die Anzahl von Spinnen begrenzt

    Die Angst, es könnten sich zu viele Spinnen im Haus tummeln, ist übrigens unbegründet. Spinnen sind Kannibalen, die ihre Anzahl dadurch selbst regulieren. Ökologisch gesehen sind Spinnen Teil eines Nahrungsnetzes: Während sie kleinere Insekten fressen, dienen sie wiederum Vögeln und Fledermäusen als Futter.



    Auch aus dieser Perspektive ist die Umsiedelung in den Garten sinnvoll. Es darf jedoch bezweifelt werden, dass Spinnen dies genauso sehen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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  • Sinnvoll oder überflüssig?

    "Grüner Knopf": Das verspricht das neue Siegel


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    Eine Frau schaut sich Kleidungsstücke an: Die Produzenten von Kleidungsstücken verpflichten sich mit dem "Grünen Knopf" zur Einhaltung von insgesamt 46 Standards. (Quelle: Milkos/Getty Images)

    Der "Grüne Knopf" soll in Zukunft Kleidungsstücke markieren, die unter Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards hergestellt wurden.

    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will das neue staatliche Textilsiegel "Grüner Knopf" an diesem Montag an die ersten Bekleidungshersteller vergeben, die das Label dann an ihre Produkte nähen können. Was steckt hinter dem Label? Wir klären die wichtigsten Fragen.

    Warum soll es ein solches Siegel überhaupt geben?

    Im April 2013 war in Bangladesch das achtgeschossige Fabrikgebäude Rana Plaza eingestürzt, in dem viele internationale Konzerne ihre Textilien nähen ließen. 1.135 Menschen kamen damals ums Leben. Dieses Unglück hat den Blick dafür geschärft, dass in der Textilwirtschaft weltweit bis zu 150 Millionen Menschen unter oftmals erbärmlichen Bedingungen arbeiten.

    Wer bekommt den "Grünen Knopf"?

    Die Produzenten von Kleidungsstücken – aber auch von Matratzen, Bettwäsche oder Rucksäcken – verpflichten sich zur Einhaltung von 26 Sozial- und Umweltstandards. So müssen bei der Herstellung der Produkte Mindestlöhne gezahlt werden und ausreichende Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet sein. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind ebenso ausgeschlossen wie der Einsatz gefährlicher Chemikalien. Außerdem muss ein Unternehmen als Ganzes seine Sorgfaltspflichten anhand von 20 Kriterien nachweisen. In der Startphase werden allerdings nur die Produktionsschritte Nähen und Zuschneiden sowie Färben und Bleichen in den Blick genommen. Das Spinnen und Weben sowie die Produktion von Rohstoffen wie Baumwolle sollen erst in den nächsten Jahren hinzu kommen.

    Gibt es nicht bereits zahlreiche ähnliche Siegel und Labels?

    Als Reaktion auf das Rana-Plaza-Unglück war 2014 in Deutschland das Textilbündnis gegründet worden, in dem sich Modefirmen wie Esprit und Handelsketten wie H&M zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und mehr Umweltschutz bekennen. Dem Bündnis haben sich allerdings nur 50 Prozent der Branche angeschlossen. Darüber hinaus gibt es bereits heute zahlreiche Siegel wie "Fairtrade" oder das EU-"Ecolabel", die jedoch nur einzelne soziale oder ökologische Aspekte abdecken. Müller spricht beim "Grünen Knopf" deshalb von einem übergreifenden "Meta-Siegel".

    Wie steht die Textilbranche zum "Grünen Knopf"?

    Der offizielle Branchenverband textil+mode lehnt das Label ab. Zum einen produziere die deutsche Modeindustrie bereits nach höchsten Umwelt- und Sozialstandards. Zum anderen sei ein nationales Siegel in einer globalen Industrie in sich widersprüchlich – zumal es schon jetzt diverse anerkannte Qualitätssiegel gebe. Trotzdem hatten sich nach Ministeriumsangaben bis Ende August bereits mehr als 50 Firmen der Vorprüfung für den "Grünen Knopf" unterzogen – vom Ein-Frau-Betrieb bis zum multinationalen Unternehmen.




    Wie sehen Entwicklungsorganisationen das Vorhaben?

    Grundsätzlich wohlwollend, auch wenn ihnen Müllers Pläne noch nicht weit genug gehen. Thilo Hoppe von "Brot für die Welt" etwa würde gesetzliche Regelungen vorziehen, räumt allerdings ein, dass dies in der Bundesregierung sehr umstritten ist. Als staatliches Meta-Siegel hat der "Grüne Knopf" seiner Einschätzung nach eine "neue Qualität" und könnte deshalb besonders im Beschaffungswesen von Bund, Ländern und Gemeinden eine wichtige Rolle spielen. Kritisch sieht er allerdings, dass einige Stufen der Lieferkette – wie Anbau und Ernte der Baumwolle – vorerst außen vor bleiben. Die Kriterien müssten weiterentwickelt werden, "bis sie alle Stufen der Lieferkette umfassen und auch existenzsichernde Löhne beinhalten".



    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa


    Textil-Siegel "Grüner Knopf"

    Künast: "Das ist doch keine Auszeichnung wert"


    Renate Künast und der

    (Quelle: t-online.de/BMZ)


    Renate Künast und der "Grüne Knopf": Die Grünen-Politikerin kritisiert unter anderem, dass das neue Siegel nicht den gesamten Produktionsprozess umfasse.

    Faire Textilien, die auch die Umwelt nicht belasten: Ein neues Siegel soll Konsumenten beim sozialen und nachhaltigen Kleiderkauf unterstützen. Doch es gibt heftige Kritik zum "Grünen Knopf".

    Am 9. September startet das neue Siegel "Grüner Knopf". Das neue staatliche Siegel soll Textilien kennzeichnen, die sowohl ökologisch als auch sozial hergestellt worden sind.

    Siegel deckt zunächst nur zwei Produktionsschritte ab

    Das neue staatliche Siegel geht jedoch nicht allen weit genug. "Eine Auszeichnung durch einen 'Grünen Knopf' ist doch Trickserei", sagt Renate Künast in einer exklusiven Stellungnahme zu t-online.de. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete und frühere Verbraucherschutz-Ministerin kritisiert, dass die Prüfstellen noch nicht den gesamten Herstellungsprozess im Blick haben.


    In einem ersten Schritt deckt der "Grüne Knopf" nur zwei Produktionsschritte ab: "Zuschneiden und Nähen" und den sogenannten "Nassprozess", bei dem Textilien gebleicht und gefärbt werden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) argumentiert, dass in diesen beiden ersten Arbeitsschritten die sozialen und ökologischen Herausforderungen besonders hoch seien. "Von wirklich nachhaltig sind sie [die Textilien] weit entfernt", kritisiert Künast. Dafür müsse es festgesetzte Standards vom Feld bis zum Laden geben.

    Künast fordert Verbesserungen des Siegels

    Das BMZ kündigte bereits an, dass der "Grüne Knopf" sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln soll. Die Zertifizierung werde dann auf die Produktionsschritte "Weben und Spinnen" und "Baumwollanbau/Faserproduktion" ausgeweitet.

    Künast kritisiert jedoch auch die Bewertungskriterien hinter dem Siegel. "Nur gesetzliche Mindestlöhne müssen eingehalten werden, die jedoch reichen in den betroffenen Ländern oftmals gar nicht zum Leben", sagt die Grünen-Politikerin. Sie fordert, existenzsichernde Löhne und eine Einhaltung von Gesundheits- und Umweltstandards wie in den Importländern. Denn, so Künast: "Mit Verlaub, den Mindeststandard einzuhalten, ist doch keine Auszeichnung wert."

    Was den "Grünen Knopf" von bisherigen Qualitätssiegeln unterscheidet

    "Wir können den Verbrauchern guten Gewissens sagen: Kleidung mit dem 'Grünen Knopf' erfüllt höchste Ansprüche." Das sagt Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) über das neue Siegel, an dem seine Behörde mitgearbeitet hat.


    Oeko-Tex Made in Green, Blauer Engel, Fair Wear Foundation Leader Status: Es gibt bereits viele Siegel, die faire oder nachhaltige Kleidung kennzeichnen sollen. Was ist da der Vorteil des neuen Siegels? "Der 'Grüne Knopf' kommt – als staatliches Siegel, mit festgelegten, anspruchsvollen ökologischen und sozialen Standards. Das bedeutet weniger giftige Abwässer und gesundheitsschädliche Chemie, mehr Arbeitsschutz in den Zulieferfabriken.", sagt Müller.

    Neues Siegel soll Unternehmen und Produkte prüfen

    Der "Grüne Knopf" soll nicht nur Textilien, sondern auch die Unternehmen dahinter prüfen. Jedes einzelne Produkt, das zertifiziert werden soll, muss deshalb 26 soziale und ökologische Mindeststandards erfüllen. Arbeiter müssen etwa Mindestlöhne erhalten haben und die Textilien ohne Zwangs- und Kinderarbeit produziert werden.

    Doch auch das herstellende Unternehmen muss 20 Kriterien erfüllen, die auf den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte basieren. So muss das Unternehmen bereit sein, Risiken in der eigenen Lieferkette zu erkennen und zu beseitigen.



    Wer hinter dem "Grünen Knopf" steckt

    Ab 9. September kommen die zertifizierten Produkte nach und nach in den Handel. Dabei kann das Siegel direkt auf dem Produkt, auf einem Etikett oder auf der Verpackung angebracht werden.

    Hinter den Plänen für das Siegel stehen insgesamt drei Stellen:

    • Das BMZ legt die Kriterien fest, an die sich Unternehmen halten müssen.
    • Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) ist verantwortlich für die unabhängigen und verlässlichen Prüfungen – auch im Ausland.
    • Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat eine Geschäftsstelle für den "Grünen Knopf" eingerichtet.

    Das BMZ hat angekündigt, den "Grünen Knopf" kontinuierlich weiterentwickeln zu wollen, mithilfe eines Beirats aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

    Verwendete Quellen:

    • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
    • Deutsche Akkreditierungsstelle
    • Renate Künast

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • "Weltweite Tabakepidemie" Forscher fordern Verbot von Filterzigaretten


    vgzm.1704981-86692764 Experten fordern: Forscher fordern Verbot von Filterzigaretten. Weggeworfene Filterzigaretten: Die Filter bestehen zum Großteil aus dem nur schwer abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat. (Quelle: imago images/Dean Pictures)

    Weggeworfene Filterzigaretten: Die Filter bestehen zum Großteil aus dem nur schwer abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat. (Quelle: Dean Pictures/imago images)


    Etwa zehn Milliarden Zigarettenstummel werden weltweit weggeworfen – jeden Tag. Vor allem die Filter stellen ein immenses Problem dar. Als Maßnahme im Kampf gegen Plastikmüll sollten sie verboten werden, fordern Experten. Gesundheitliche Vorteile brächten sie ohnehin nicht.


    Sie finden sich auf Gehwegen, an Stränden, in Gleisbetten und um Wartehäuschen: Zigarettenstummel sind weltweit das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. Das ist nicht nur problematisch wegen der in den Stummeln enthaltenen Giftstoffe. Die Filter bestehen zudem zum Großteil aus dem nur schwer abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat.


    Milliarden achtlos weggeschnippter Kippen tragen so täglich zum wachsenden Plastikmüllproblem bei. Wissenschaftler aus London und San Diego fordern deswegen im "British Medical Journal", den Verkauf von Filterzigaretten komplett zu verbieten. Sie argumentieren, dass die Filter ohnehin eine Mogelpackung seien: eingesetzt, um Tabak zu sparen und die Menschen glauben zu lassen, sie würden das Rauchen weniger schädlich machen.

    Filterzigaretten: Sicherheitsargument war ein Märchen

    Tatsächlich war die Erfindung der Filterzigarette in den 1950er Jahren eine Reaktion der Tabakindustrie auf Studien, die belegten, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht. Zigaretten mit Filter, so das damalige Werbeversprechen, würden einen Teil des Teers absorbieren und so ein "gesünderes" Rauchen erlauben.


    "Wir wissen nun, dass dieses Sicherheitsargument ein Märchen war – eines von vielen, welche die Tabakindustrie erfunden hat, um Zigaretten zu verkaufen", schreiben Thomas Novotny von der San Diego State University und seine Kollegen von der London School of Hygiene & Tropical Medicine in ihrem Leitartikel dazu. Die Filter führen demnach sogar dazu, dass Raucher kräftiger an einer Zigarette ziehen, so dass Karzinogene tiefer ins Lungengewebe inhaliert werden.

    Zehn Milliarden Stummel werden jeden Tag weggeworfen

    Wer glaubt, dass E-Zigaretten eine umweltverträglichere Alternative sein könnten, irrt: Sie produzieren nicht nur Elektroschrott, sondern durch die erforderlichen Kartuschen und Liquid-Flaschen auch Kunststoffmüll. Die WHO schreibt dazu: "Wegwerf-Kartuschen aus Plastik könnten die Zigarettenstummel der Zukunft werden." Genauere Studien über die Entsorgung und zusätzlich entstandene Müllmengen durch E-Zigaretten stehen indes noch aus.

    Zigarettenstummel in einem Aschenbecher: Sie sind weltweit das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. (Quelle: Monika Skolimowska/zb/dpa)


    Laut einer Studie der Justus-Liebig-Universität Gießen aus dem Jahr 2016 werden von den jährlich 5,6 Billionen gerauchten Zigaretten 4,5 Billionen unsachgemäß entsorgt. 2017 berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass bis zu zwei Drittel aller Zigarettenstummel auf dem Boden landen. Bei 15 Milliarden verkauften Glimmstängeln mache das zehn Milliarden Stummel – jeden Tag.

    Diese bestehen zum Großteil aus Celluloseacetat, einem Kunststoff, der nur sehr langsam biologisch abgebaut wird. So kann es bis zu zehn Jahre dauern, bis sich ein Zigarettenfilter vollständig zersetzt hat. Während Fast-Food-Ketten mittlerweile verstärkt in die Verantwortung genommen würden, weniger Plastikmüll zu produzieren, sei es der Tabaklobby gelungen, "die öffentliche Empörung zu vermeiden", so Novotny und Kollegen. Es müsse ihrer Meinung nach daher nun darum gehen, die Diskussion um die Gefahren des Rauchens mit der über die globale Umweltzerstörung zusammenzubringen.

    Hier führen die Autoren das Verbot von Einwegplastik an, das die EU ab 2021 für bestimmte Kunststoffgegenstände, darunter Plastikbesteck, Strohhalme und Wattestäbchen, beschlossen hat. "Der Ausschluss von Filtern aus der Kunststoffrichtlinie scheint eine verpasste Chance zu sein", kritisieren die Wissenschaftler. Stattdessen heiße es in der Richtlinie nur allgemein, dass die Industrie bei der "Deckung der Kosten für Abfallmanagement und -entsorgung, Datenerfassung sowie Sensibilisierungsmaßnahmen" helfen solle.

    Wir "verpassen die Gelegenheit, die globale Tabakepidemie zu beenden"

    Die Gesundheitsforscher schließen ihren Beitrag damit, dass die Tabakepidemie weltweit weiterhin eine führende Ursache für Tod und Krankheit sei. "Und sie wird es wie die Bedrohung durch die globale Erwärmung so lange bleiben, bis die Nationen innovative Interventionen umsetzen." Hier seien mutige Maßnahmen nötig, so das Plädoyer der Autoren, wie eben ein rigoroses Verbot von Filterzigaretten.

    "Viele Menschen haben angezweifelt, dass rauchfreie Bars, Pubs oder Flugzeuge einmal möglich wären", betonen sie. Ebenso undenkbar seien die heute vorgeschriebenen drastischen Warnhinweise auf Zigarettenschachteln einst gewesen. Novotny und Kollegen mahnen: "Wenn es uns nicht gelingt, die Billionen Zigarettenstummel, die jährlich zur weltweiten Abfallbelastung beitragen, zu reduzieren, untergraben wir unsere Bemühungen, den weltweiten Plastikmüll einzudämmen, und verpassen die Gelegenheit, die globale Tabakepidemie zu beenden."


    Wer glaubt, dass E-Zigaretten eine umweltverträglichere Alternative sein könnten, irrt: Sie produzieren nicht nur Elektroschrott, sondern durch die erforderlichen Kartuschen und Liquid-Flaschen auch Kunststoffmüll. Die WHO schreibt dazu: "Wegwerf-Kartuschen aus Plastik könnten die Zigarettenstummel der Zukunft werden." Genauere Studien über die Entsorgung und zusätzlich entstandene Müllmengen durch E-Zigaretten stehen indes noch aus.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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