Welche Bedeutung der Karfreitag wirklich hat

  • Karfreitag spielt in der christlichen Religion eine wichtige Rolle.
    Warum er so wichtig ist und welche Traditionen und Bräuche es an diesem Tag gibt.


    Es ist ein Tag des Gedenkens, des Innehaltens und der Traditionen: Karfreitag erinnert an die Kreuzigung Jesu Christi.

    Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort "kara" ab, was Trauer oder Wehklage bedeutet. Karfreitag gilt zudem als Höhepunkt der Fastenzeit.


    Wann ist Karfreitag?

    Jedes Jahr am Freitag vor Ostern ist Karfreitag. Der Tag liegt zwischen Gründonnerstag und Karsamstag.


    Ist Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag?

    In Deutschland ist der christlich geprägte Feiertag gesetzlich anerkannt. Das bedeutet, dass Karfreitag in allen 16 Bundesländern ein Feiertag ist und Geschäfte sowie Behörden geschlossen bleiben.


    Mit eingeschränkten Öffnungszeiten ist hier zu rechnen: Apotheken, Bäcker, Blumenläden, Tankstellen, Kioske, Supermärkte und Geschäfte in Bahnhöfen, Restaurants.


    Für Christen gilt Karfreitag als ein Tag der Buße, des Fastens und des Gebets – weswegen er auch als "stiller Feiertag" bezeichnet wird. In Deutschland gilt an diesem Tag deshalb das Tanzverbot. Zudem gibt es Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wie zum Beispiel Sportveranstaltungen. Viele Museen und Zoos haben an Karfreitag dagegen Öffnungszeiten wie an Sonntagen.

    Welche Bedeutung hat der Karfreitag?

    Karfreitag erinnert an die Leidenszeit und den Tod Jesu Christi. Gläubige gedenken an diesem Tag der qualvollen Kreuzigung des Sohn Gottes auf dem Hügel Golgatha im heutigen Jerusalem.

    Unter dem Vorwurf der Gotteslästerung wurde Jesus von den Hohepriestern angeklagt und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus als Unruhestifter verurteilt. Infolgedessen wurde er zur Strafe ans Kreuz genagelt – eine damals übliche Hinrichtungsmethode. Laut Bibel nahm Jesus mit seinem Tod freiwillig die Sünden der Welt auf sich und ebnete so für die Menschen den Weg zu Gott und damit zum ewigen Leben.


    Wie feiern Christen den Karfreitag?

    Die Glocken der Kirchen bleiben ab Karfreitag bis zur Osternacht stumm. Gottesdienste stehen an diesem Tag unter dem Zeichen der Trauer und stellen den Kreuzweg Christi nach. Im Mittelpunkt der Karfreitagsgottesdienste steht hierbei die feierliche Verehrung des Kreuzes. Dazu gehören neben Gebeten, die schrittweise Enthüllung und Erhebung eines Kreuzes.

    Die evangelischen Christen feiern den Karfreitag als Andacht zum Tod Jesu. Im Zentrum des Gedenkens steht, dass Jesus die Sünden der Menschen auf sich genommen hat.

    Warum wird an Karfreitag oft Fisch gegessen?

    Während der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt und in der Osternacht endet, sollten Gläubige jeweils mittwochs und freitags kein Fleisch essen. Diese Regel liegt darin begründet, dass Jesus an einem Mittwoch verraten und an einem Freitag gekreuzigt worden sein soll. An den Leidensweg soll durch den Verzicht erinnert werden. Mit dieser Tradition bereiten sich Christen auf das Osterfest vor.
    Karfreitag gilt als Höhepunkt der Fastenzeit. An diesem Tag ist für Gläubige eine einmalige Sättigung sowie zwei kleine Stärkungen erlaubt – auf Fleisch und Alkohol verzichten sie ganz. Der Verzehr von Fisch ist hingegen erlaubt. Damit gedenken Gläubige zudem Jesu, da Fische Symbole des christlichen Glaubens sind. Deshalb nehmen einige Christen nicht nur am Karfreitag vor Ostern traditionell Fisch zu sich, sondern auch an anderen Freitagen.

    Welche Bräuche zum Karfreitag gibt es in der Welt?

    Wuppertal feiert den Karfreitag farbenfroh, aber ernst. Mitglieder der katholisch italienischen Gemeinde ziehen an diesem Tag in historisch ausgerichtete Gewänder gekleidet durch die Stadt. Diese Tradition fing klein an und hat sich inzwischen zu einem Zuschauermagneten entwickelt.

    Auf den Philippinen nimmt die Tradition der Nachstellung des Kreuzganges extremere Ausmaße an. In San Pedro Cutud ziehen Männer barfuß mit Holzkreuzen durch die Straßen oder schlagen sich den Rücken mit Peitschen blutig. Manche tragen Dornenkronen. In San Juan ziehen Schauspieler in altertümlichen Soldatenkostümen auf, um die Teilnehmer zum Kreuz zu begleiten. Helfer treiben Nägel durch Handflächen und Füße der Männer, die auf kleinen Stützen ruhen. Die riesigen Kreuze werden dann aufgerichtet. Die katholische Kirche kritisiert diesen blutigen Brauch seit Jahren.

    Quelle: t-online

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