Formel 1 - 2019

  • Alle Strecken und Termine 2019


    15.03. - 17.03. Australien GP
    29.03. - 31.03. Bahrain GP
    12.04. - 14.04. China GP
    26.04. - 28.04. Aserbaidschan GP
    10.05. - 12.05. Spanien GP
    23.05. - 26.05. Monaco GP
    07.06. - 09.06. Kanada GP
    21.06. - 23.06. Frankreich GP
    28.06. - 30.06. Österreich GP
    12.07. - 14.07. Großbritannien GP
    26.07. - 28.07. Deutschland GP
    02.08. - 04.08. Ungarn GP
    30.08. - 01.09. Belgien GP
    06.09. - 08.09. Italien GP
    20.09. - 22.09. Singapur GP
    27.09. - 29.09. Russland GP
    11.10. - 13.10. Japan GP
    25.10. - 27.10. Mexiko GP
    01.11. - 03.11. USA GP
    15.11. - 17.11. Brasilien GP
    29.11. - 01.12. Abu Dhabi GP



    Quelle: motorsport-magazin

  • Australien GP: Albert Park Circuit, Melbourne - 15.03. - 17.03.2019


    Der Saisonauftakt der Formel 1 mit dem Grand Prix von Australien auf dem Albert Park Circuit hat mittlerweile Tradition. Die Rennstrecke mitten im Stadtpark gehört seit 1996 fest zum Kalender und wird nur einmal im Jahr für den Formel 1 Grand Prix genutzt. Der Kurs besteht größtenteils aus öffentlichen Straßen, weshalb der Asphalt sehr rutschig ist.


    Das Layout des Albert Park Circuit


    f1australienh4jum.gif


    Das Layout ist geprägt von Highspeed-Passagen und winkligen 90-Grad-Kurven. Die teilweise nahe an der Rennstrecke verlaufenden Mauern sowie vielen Grünstreifen und Kiesbetten machen den temporären Kurs noch anspruchsvoller. Fehler werden in Melbourne härter bestraft als auf den meisten anderen Strecken.

    Ohne asphaltierte Auslaufzonen gilt es höchste Vorsicht walten zu lassen, um das Rennen nicht vorzeitig zu beenden. Gerade am Freitag bietet die Strecke wegen der seltenen Nutzung äußerst wenig Grip und sollte es regnen, können auch die zahlreichen Straßenmarkierungen für eine Rutschpartie sorgen.

    Ein weiterer potenzieller Gefahrenherd sind die zahlreichen Bodenwellen, weshalb eine saubere Rennlinie unabdingbar ist. Timo Glock kam etwa 2008 ein wenig zu weit von der Ideallinie ab, sodass sein Toyota prompt ausgehebelt wurde und spektakulär abflog. Michael Schumacher beendete 2006 sein Rennen am Ausgang von Turn 16 unsanft in der Mauer.


    Zeitplan:

    1. Training - Fr. 02:00 - 03:30 Uhr

    2. Training - Fr. 06:00 - 07:30 Uhr

    3. Training - Sa. 04:00 - 05:00 Uhr

    Qualifying - Sa. 07:00 - 08:00 Uhr

    Rennen - So. 06:10 - 08:10 Uhr



    Quelle: motorsport-magazin

  • Hamilton im 1. Training vor Vettel


    Im 1. Freien Training zur Formel-1-Saison 2019 holt sich Lewis Hamilton die Bestzeit vor Sebastian Vettel.

    Mercedes vor Ferrari und Red Bull.


    Die erste Bestzeit der Formel-1-Saison 2019 geht an Lewis Hamilton. Der amtierende Weltmeister setzte sich im 1. Freien Training zum Australien GP haarscharf gegen Vizeweltmeister Sebastian Vettel und dessen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc durch. Hamilton umrundete den Albert Park in Melbourne in 1:23,599 Minuten - und war damit vier Zehntelsekunden schneller als der Schnellste des 1. Trainings im vergangenen Jahr.

    Die Platzierungen: Alle Top-Leute fuhren ihre schnellsten Runden auf dem C4-Reifen, der weichsten Reifenmischung, die an diesem Wochenende zum Einsatz kommt. Vettel war darauf lediglich 0,038 Sekunden langsamer als Hamilton, Leclerc sortierte sich weitere 0,036 Sekunden dahinter auf Rang drei ein.

    Max Verstappen landete im besten Red Bull auf Rang vier. Dem Niederländer fehlten zwei Zehntelsekunden auf die Bestzeit. Valtteri Bottas wurde mit knapp drei Zehntel Rückstand Fünfter.

    Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg komplettierten die Top-10. Dahinter landeten Antonio Giovinazzi, Romain Grosjean und Alex Albon. McLaren enttäuschte mit den Plätzen 14 für Carlos Sainz und 18 für Lando Norris. Dazwischen sortieten sich Lance Stroll, Sergio Perez und Daniel Ricciardo ein.

    Erwartungsgemäß schwierig verlief die Session für Williams. Robert Kubica landete mit 4,3 Sekunden Rückstand auf dem vorletzten Platz, Teamkollege George Russell mit 5,1 Sekunden Rückstand auf dem letzten Platz. Zwei Sekunden fehlten Kubica auf Platz 18.

    Die Zwischenfälle: Gut 20 Minuten vor dem Ende der Session sorgte Alexander Albon für eine Trainingsunterbrechung. Der Rookie verlor am Ausgang von Kurve zwei die Kontrolle über seinen Toro Rosso und schlug erst mit dem Heck, dann mit dem Frontflügel in die Leitplanke ein.

    Weil Albon quer auf der Strecke stand, wurde die Session unterbrochen. Nach einigen Augenblicken konnte Albon den Motor mithilfe der MGU-K aber neu starten und aus eigener Kraft mit dem lädierten Fahrzeug zurück an die Box kommen. Nach nur vier Minuten konnte der neue Renndirektor Michael Masi die Session wieder freigeben.

    Valtteri Bottas sorgte gegen Ende der Session für ein spektakuläres Wendemanöver. Beim Anbremsen auf die vorletzte Kurve kam der Mercedes-Pilot rechts auf das Gras und verlor kurz die Kontrolle. Noch während des kleinen Abflugs in die asphaltierte Auslaufzone leitete Bottas das Wendemanöver ein, drehte sich gleich mit durchdrehenden Reifen zurück in Fahrtrichtung und fuhr ohne Probleme weiter.

    Quelle: motorsport-magazin


    formel1blkgu.jpg

  • Mercedes hängt Ferrari im 2. Training ab
    Hamilton und Bottas distanzieren Red Bull und Ferrari. Vettel bester Scuderia-Pilot.


    Nach der Bestzeit im 1. Freien Training der Formel 1 in Australien erhöhte Mercedes am Freitag nochmals das Tempo. Lewis Hamilton markierte auch im zweiten Training die Bestzeit. Teamkollege Valtteri Bottas landete knapp dahinter. Das Weltmeister-Team deklassierte am Nachmittag die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari. Sebastian Vettel und Charles Leclerc mit großem Rückstand.

    Die Platzierungen: Hamiltons zweite Trainingsbestzeit des Jahres mutete auf dem Zeitenmonitor fast wie eine kleine Machtdemonstration der Silberpfeile an. Mit 1:22.600 Minuten war der Brite eine ganze Sekunde schneller als am Vormittag, fuhr seine Zeit erneut auf der weichsten Reifenmischung. Bottas landete mit einer halben Zehntelsekunde Rückstand knapp dahinter.

    War die Konkurrenz im FP1 noch bis auf eine Zehntel an Mercedes dran, klaffte am Nachmittag eine gigantische Lücke zu Platz drei. Max Verstappen fuhr im Red Bull erst in den Schlussminuten seinen Qualifying-Run, büßte auf dem Soft-Reifen jedoch acht Zehntel ein. Gasly machte fast zeitgleich den Formationsflug des Teams perfekt.

    Sebastian Vettel fuhr als schnellster Ferrari-Pilot die fünftschnellste Zeit, wobei er auf dem Soft-Reifen nur minimal langsamer als das Red-Bull-Duo war. Dahinter reihte sich Kimi Räikkönen im Alfa Romeo ein. Der Finne verlor lediglich eine Zehntel auf seinen ehemaligen Ferrari-Teamkollegen.

    Im Schlepptau des Iceman wartete das Renault-Duo mit schnellen Zeiten auf. Nico Hülkenberg war der letzte Pilot, der auf unter eine Sekunde an Hamiltons Bestzeit herankam. Daniel Ricciardo war mit unter einer Zehntel Rückstand deutlich näher am Emmericher als im FP1. Die Top-10 komplettierten Charles Leclerc und Romain Grosjean.

    Die rote Laterne ging wenig überraschend erneut an Williams. Mercedes-Junior George Russell reihte sich diesmal vor Comeback-Mann Robert Kubica ein. Das Duo verlor vier Sekunden auf die Spitze. Auf Lando Norris im McLaren büßte Williams mehr als anderthalb Sekunden ein.

    Die Zwischenfälle: Der knifflige Straßenkurs im Albert Park forderte auch im 2. Freien Training seinen Tribut. Vor allem die Rookies hatten ihre Mühe damit, die Boliden auf dem welligen und staubigen Asphalt auf Kurs zu halten. Den Anfang machten allerdings die Routiniers Vettel und Räikkönen, die sich in Turn eins verbremsten und durch die Wiese mussten.

    Der zweite Hotspot war traditionell Kurve zwei. Stroll ging weit und streifte das Kiesbett, Albon und Russell pflügten es einmal komplett um. Ebenfalls wieder beliebt war Turn 15. Bottas, Albon und Giovinazzi kamen beim Anbremsen außen auf die Wiese und drehten sich. Von den nah an der Strecke verlaufenden Mauern wurden alle drei verschont.

    Kurz vor Schluss leistete sich dann Ferrari-Neuling Leclerc einen Bock. Der Monegasse drehte sich im Mittelsektor und kam vor Kurve fünf entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Für ihn ging es ebenfalls ohne Einschlag weiter. Kurz zuvor hatte er im Funk über Getriebeprobleme geklagt.

    Quelle: motorsport-magazin


    2.trainingswjmn.jpg

  • Lewis Hamilton holt auch im 3. Freien Training die Bestzeit



    Lewis Hamilton holt sich auch im 3. Freien Training zum Australien GP 2019 die Bestzeit. Der Mercedes-Pilot fuhr in Melbourne mit 1:22,292 Minuten die schnellste Zeit des Wochenendes und ließ Ferrari-Pilot Sebastian Vettel knapp drei Zehntelsekunden hinter sich.

    Die Platzierungen: Wie üblich fuhren alle Piloten gegen Ende der Session Qualifikations-Simulationen und waren somit bei ähnlichen Bedingungen auf den gleichen Reifen unterwegs. Hinter Hamilton und Vettel reihte sich Charles Leclerc mit einer knappen halben Sekunde Rückstand ein.

    Überraschend stark zeigten sich die beiden Haas: Romain Grosjean holte sich mit acht Zehntel Rückstand Platz vier, Teamkollege Kevin Magnussen landete direkt dahinter auf Rang fünf. Pierre Gasly hatte im besten Red Bull schon eine Sekunde Rückstand und wurde Sechster.

    Valtteri Bottas kam nach einer kleinen Rallye-Einlage am Ausgang der vorletzten Kurve nur auf Rang Sieben. Daniil Kvyat lässt im Toro Rosso Max Verstappen im zweiten Red Bull hinter sich. Daniel Ricciardo komplettierte im Renault die Top-10, Nico Hülkenberg verpasste den Sprung auf Rang elf knapp.

    Die Zwischenfälle: Robert Kubica sorgte für Karbonschrott in der Boxeneinfahrt. Der Williams-Pilot touchierte beim Einfahren in die Boxengasse die Mauer an der Innenseite. Erst berührte er die Mauer mit dem linken Vorderrad, anschließend machte auch noch das Hinterrad Kontakt. Karbonteile blieben auf dem Asphalt liegen, konnten aber von einem mutigen Marshall entfernt werden. Kubica konnte am Ende der Session wieder auf die Strecke gehen.

    Gleich zu Beginn der Session gab es eine haarige Szene in der Boxengasse. Lando Norris und Robert Kubica kamen sich beim Rausfahren für ihre Installationsrunden nahe. Der neue Renndirektor Michael Masi leitete eine Untersuchung ein. Die Stewards entschieden: 5.000 Euro Geldstrafe für McLaren wegen Unsafe Release.

    Quelle: motorsport-magazin


    3.training9ljer.jpg

  • Lewis Hamilton dominiert Qualifying - Sebastian Vettel im Ferrari Dritter


    Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich für das erste Rennen 2019 in Australien die Pole Position gesichert. Der Mercedes-Pilot lieferte sich im Qualifying ein hartes Duell mit Teamkollege Valtteri Bottas. Ferrari und Red Bull blieben auch am Samstag weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sebastian Vettel landete mit großem Rückstand hinter dem Mercedes-Duo. Max Verstappen wurde dahinter Vierter und ließ damit Charles Leclerc hinter sich. Sein Teamkollege Pierre Gasly flog schon im Q1 raus.

    Die Haas-Piloten Grosjean und Magnussen eröffneten das entscheidende Q3 auf dem Albert Parc Circuit Hamilton und Bottas folgten dicht dahinter. Bottas entschied den ersten Schlagabtausch mit 1:20.598 Minuten klar für sich, brummte dem Teamkollegen dabei fünf Zehntel auf. Vettel reihte sich mit sechs Zehnteln Rückstand auf Platz drei ein, Leclerc und Verstappen komplettierten den Reigen der Top-Teams.

    Die finalen Runs wurden von Hamilton eröffnet. Der Champion begann im ersten Sektor gleich mit einer neuen absoluten Bestzeit und ließ zwei perfekte Streckenabschnitte folgen. Mit einer Zehntel Vorsprung entriss er Bottas die Bestzeit. Dem Finnen gelang keine Verbesserung. Vettel und Leclerc wurden im letzten Moment von Verstappen gesplittet.

    Hinter den Piloten der Top-Teams übernahm Haas im Mittelfeld das Kommando. Grosjean und Magnussen sicherten sich die Startplätze sechs und sieben. Rookie Lando Norris überraschte im McLaren als Achter. Kimi Räikkönen und Sergio Perez komplettierten die Top-10.

    Q2 in Australien: Renault-Piloten gehen K.o.

    Das war Q2: Das zweite Segment wurde von Hamilton eröffnet, dicht gefolgt von Vettel, Lerclerc und Bottas. Alle Teams setzten im Q2 auf den Soft-Reifen. Der erste Schlagabtausch ging an Bottas, der mit 1:21.241 eine Fabelzeit hinlegte. Hamilton hingegen hatte mit Verkehr zu kämpfen und verlor über eine halbe Sekunde. Leclerc reihte sich als Zweiter hinter Bottas ein, Vettel war nach den ersten Runs Vierter.

    Im Mittelfeld übernahm Räikkönen als Fünfter das Kommando. Der Finne verlor eine Sekunde auf die Bestzeit. Hinter ihm folgte Magnussen im Haas. Dessen Teamkollege kam auf seinem ersten Run nicht zurecht. Grosjean verbremste sich in der vorletzten Kurve und landete zunächst außerhalb der Top-10. Auch Giovinazzi war als 14. abgeschlagen. Er übertrieb es, als er in Turn 12 weit ging und Zeit verlor.

    Verstappen ging spät auf seinen ersten Run, schob sich mit 1:21.712 Minuten dafür aber an die zweite Position hinter Bottas. Drei Minuten vor Schluss ging das Feld für den finalen Schuss im Q2 auf die Strecke. Auf den K.o-Plätzen befanden sich Grosjean, Kvyat, Albon, Giovinazzi und Norris.

    Hamilton erwischte diesmal eine freie Runde. Das Resultat war eine neue Bestzeit. Mit 1:21.014 Minuten nahm er Bottas zwei Zehntel ab. Dem Stallgefährten gelang eine minimale Verbesserung, dahinter änderte sich nichts. Ferrari beendete die letzten Runs nicht. Vettel ging in Turn 12 weit und rodelte durchs Kiesbett. Das Auto wurde laut Information des Teams dabei aber nicht beschädigt.

    Grosjean splittete al Fünfter das Scuderia-Duo. Magnussen, Räikkönen, Norris und Perez komplettierten die Top-10. Eine große Enttäuschung war das Q2 für Renault. Hülkenberg und Ricciardo schieden auf den Plätzen elf und zwölf beide aus. Ebenfalls aussteigen mussten Albon, Giovinazzi und Kvyat.

    Q1 in Australien: Rookies überraschen, Red Bull enttäuscht

    Das war Q1: McLaren-Rookie Norris eröffnete das erste Qualifying der Saison 2019, dicht gefolgt vom Williams-Duo. Ferrari schickte kurz darauf als erstes der Top-Teams beide Autos auf die Strecke. Vettel und Leclerc gingen als einzige Piloten auf dem Medium-Reifen auf ihre ersten Runs. Kurz darauf verließen auch Hamilton und Bottas ihre Garagen. Bei Mercedes setzte man auf die Soft-Mischung.

    Vettels erste Rundenzeit war mit 1:23.891 Minuten noch keine Ansage. Stattdessen entschied Kvyat den ersten Schlagabtausch für sich, gefolgt von Giovinazzi und Räikkönen. Mercedes übernahm mit Bottas vor Hamilton im ersten Anlauf die Spitze. Die Ferrari-Piloten verbesserten ihre Rundenzeiten im zweiten Run. Vettel reihte sich hinter den Silberpfeilen ein.

    Hinter dem Deutschen waren mit Perez und Hülkenberg zunächst zwei der Hauptdarsteller aus dem Mittelfeld in der Verfolgerrolle der WM-Favoriten. Red Bull reihte sich mit Gasly und Verstappen dahinter ein. Fünf Minuten vor Schluss übernahm Hamilton mit 1:22.043 Minuten die Spitze. Bottas verbesserte seine Zeit ebenfalls, verlor aber drei Zehntel auf den Teamkollegen.

    Während Vettel mit seiner Zeit auf Medium das Q2-Ticket löste, musste Leclerc in der Schlussphase noch einmal auf Soft ran. Der Monegasse ging auf Nummer sicher und zog mit einer neuen Bestzeit nach. Mit Giovinazzi, Norris und Albon machten drei der vier Rookies die Top-10 unsicher.

    Quelle: motorsport-magazin


    quali4wjg8.jpg

  • Formel 1, Australien: Bottas siegt, Hamilton & Vettel abgehängt
    Mercedes-Pilot Valtteri Bottas dominiert das erste F1-Rennen 2019 in Melbourne.



    Valtteri Bottas hat das erste Formel-1-Rennen 2019 in Australien gewonnen. Der Mercedes-Pilot dominierte den Grand Prix auf dem Albert Park Circuit in Melbourne. Weltmeister Lewis Hamilton kam mit großem Rückstand als Zweiter ins Ziel. Max Verstappen komplettierte im Red Bull das Podium. Ferrari musste sich mit den Positionen vier und fünf für Sebastian Vettel und Charles Leclerc zufrieden geben.

    Bottas legte den Grundstein für seinen vierten Grand-Prix-Sieg mit einem Raketenstart, der ihn an Hamilton vorbei an die Spitze katapultierte. Hamilton und Vettel setzten mit frühen Boxenstopps auf die falsche Strategie und waren in der Folge chancenlos. Red Bull taktierte besser und hatte mit Verstappen in der zweiten Rennhälfte ein heißes Eisen im Feuer.
    Der Niederländer fuhr in den letzten Runden eine schnellste Rennrunde nach der anderen und machte noch einmal massiv Druck auf Hamilton. Trotz einigen Vorstößen ins DRS-Fenster reichte es für ihn aber nicht mehr, um den Mercedes-Piloten abzufangen.
    Ferrari redete schon früh kein Wort mehr um das Podium mit. Leclerc war in der Schlussphase auf frischeren Reifen klar schneller als Vettel, hielt jedoch seine fünfte Position hinter dem Teamkollegen.

    Die Punkteränge: Hinter den Top-Teams sicherte Kevin Magnussen seinem Haas-Team den Titel des Best of the Rest. Nico Hülkenberg wurde im Renault Siebter. Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen komplettierte mit Lance Stroll im Racing Point und Daniil Kvyat im Toro Rosso die Top-10.

    Schnellste Runde: Bottas verbiss sich das gesamte Rennen über in dem Gedanken, die schnellste Rennrunde zu drehen. Mit einer Rundenzeit von 1:25,380 Minuten war er im vorletzten Umlauf schlussendlich erfolgreich, nachdem er sich mit Max Verstappen ein Fernduell um den 2019 eingeführten WM-Punkt für diese Wertung geleistet hatte.


    rennenwsjqx.jpg


    rennen283jw8.jpg


    Fahrerwertung:


    fahrerwertungjpkhf.jpg


    konstruktrwjzp.jpg


    Quelle: motorsport-magazin

  • Formel 1 Bahrain GP 2019 - Sakhir (Manama)


    Das Layout des Albert Park Circuit


    bahrainvlk9o.gif


    Der Bahrain International Circuit stammt aus der Feder von Star-Architekt Hermann Tilke und seinem Ingenieursbüro. Das Layout trägt sehr deutlich die Handschrift des Deutschen und erinnert an den 1999 eingeweihten Sepang International Circuit, der quasi die Ära der Tilke-Rennstrecken begründete. Das Asphaltband mitten in der Wüste Bahrains erstreckt sich über insgesamt 5,412 Kilometer.

    Die Fahrer müssen 15 Kurven meistern, darunter sechs Links- und neun Rechtskurven. Charakteristisch ist die künstlich geschaffene Berg- und Tal-Fahrt auf der Strecke. Besonders der zweite Sektor weist einige Höhenunterschiede auf. Eine weitere Besonderheit ist der Sand, der vor allem am ersten Trainingstag für eine rutschige Oberfläche sorgt.

    Bahrain wartet mit einem abwechslungsreichen Layout von langsamen und schnellen Passagen auf. Nach der langen Start- und Zielgeraden folgt zunächst ein hartes Anbremsen auf Kurve eins, die - auch dank DRS-Zone - zum Überholen prädestiniert ist. Es folgt der kurvenreiche Mittelabschnitt, der kurz nach der Zeitnahme des ersten Sektors extrem abfällt hin zu einer Haarnadelkurve. Auch hier kann man überholen.

    Nach einem harten Anbremsen bergab in Kurve zehn, das leicht zu Fehlern verleitet, geht es in die zweite DRS-Zone. Kurve elf und zwölf sind flüssige und schnelle Kurven, hier ist Abtrieb besonders gefragt. Nach der mittelschnellen Kurve 13 folgt eine weitere Geraden, an deren Ende es in die letzte Kurve geht. Auch hier kann noch einmal überholt werden.


    Zeitplan:

    1. Training - Fr. 12:00 - 13:30 Uhr

    2. Training - Fr. 16:00 - 17:30 Uhr

    3. Training - Sa. 13:00 - 14:00 Uhr

    Qualifying - Sa. 16:00 - 17:00 Uhr

    Rennen - So. 17:10 - 19:10 Uhr



    Quelle: motorsport-magazin

  • Leclerc im 1. Training vor Vettel und Bottas


    Ferrari beginnt in Bahrain mit Wiedergutmachung für den schwachen Auftakt zur Formel-1-Saison 2019: Im 1. Freien Training sicherte sich Charles Leclerc mit 1:30,354 Minuten die Bestzeit vor Teamkollege Sebastian Vettel.

    Wie immer sind die Zeiten im 1. Training in Bahrain allerdings mit Vorsicht zu genießen: Im Gegensatz zu Qualifying und Rennen findet die Trainingssitzung bei Tageslicht statt. Bei 28 Grad im Schatten erhitzte sich der Asphalt auf 44 Grad Celsius.

    Die Platzierungen: Leclerc fuhr seine Bestzeit - wie alle anderen Piloten auch - auf den Soft-Reifen. Zweieinhalb Zehntelsekunden dahinter reihte sich Sebastian Vettel ein. Hinter dem Ferrari-Duo klaffte bereits eine große Lücke: Valtteri Bottas fehlte im besten Mercedes schon fast eine Sekunde. Teamkollege Lewis Hamilton landete mit 1,2 Sekunden Rückstand auf Rang vier.
    Dahinter sortierte sich das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Pierre Gasly ein. Carlos Sainz, Nico Hülkenberg, Daniil Kvyat und Kimi Räikkönen komplettierten die Top-10.

    Die Zwischenfälle: Nach 30 Minuten sorgte Lance Stroll für etwas Aufregung. Der Racing Point Pilot verlor am Ausgang von Kurve vier die Kontrolle über seinen Boliden, drehte sich nach innen weg und rutschte über die Fahrbahn bis zur Leitplanke auf der Innenseite. Stroll touchierte die Streckenbegrenzung mit dem Frontflügel.

    Die Mechaniker arbeiteten anschließend fleißig am Auto, mussten auch den Unterboden abnehmen. In der zweiten Hälfte des Trainings konnte Stroll aber wieder fahren. Den Reifensatz hätte er ohnehin zehn Minuten später abgeben müssen.
    Ungewöhnlich nah für eine Trainigssitzung kamen sich Kimi Räikkönen und Carlos Sainz. Der Alfa-Pilot lief auf den langsam fahrenden McLaren auf. Dabei kam es zu einem Missverständnis, das fast zur Kollision führte. "Der McLaren hat mich fast getroffen", beschwerte sich Räikkönen am Funk.

    Gegen Ende der Session kam es noch einmal zu einer haarigen Szene für Räikkönen: Auf einer schnellen Runde lief auf den langsam fahrenden Alexander Albon auf. Der Toro-Rosso-Pilot machte bereitwillig für einen McLaren-Piloten Platz, übersah aber offenbar Räikkönen, der direkt dahinter angeflogen kam. Räikkönen musste über die Kerbs ausweichen, um einen Unfall zu verhindern.

    Kurz vor Trainingsende kam es dann tatsächlich noch zur Kollision: Antonio Giovinazzi ließ zunächst Teamkollege Räikkönen vorbei, übersah dann aber offenbar Nico Hülkenberg. Beide fuhren Rad an Rad durch Kurve sechs und sieben und berührten sich schließlich. Giovinazzis Alfa hob durch den Kontakt einige Zentimeter vom Boden ab, Hülkenberg musste durch die Auslaufzone. Beide Piloten müssen für die Aktion bei den Stewards vorsprechen.


    bahrain7ok9d.jpg


    Quelle: motorsport-magazin

  • Sebastian Vettels Ferrari-Team dominierte auch im zweiten Training in Bahrain


    Vettel setzte sich mit einer 1:28.846 Minuten an die Spitze des Zeitenklassements, direkt gefolgt von Teamkollege Charles Leclerc (+0,035 Sek.).

    Mercedes war zwar etwas näher dran als im FP1, lag jedoch noch immer klar zurück. Zumal Vettel bei seiner Bestzeit auch noch einen klaren Schnitzer in der letzten Kurve eingestreut hatte.

    Die Rundenzeiten hatten bereits nach wenigen Minuten das Niveau der Auftaktsession erreicht. Schon nach zehn Minuten unterbot Leclerc, jetzt unter Flutlicht, erstmals seine Bestzeit aus dem FP1 unter Tageslicht. Kurz darauf war Valtteri Bottas noch einmal eine Zehntel schneller.
    Sowohl der Ferrari als auch der Mercedes nutzen dafür sogar nur den Medium - im ersten Training hatten sie bereits Soft gefahren. Als die weichsten Pneus dann auch im FP2 fällig waren, ging es prompt eine ganze Sekunde schneller.

    Die Platzierungen: Die Vettel-Bestzeit war eine Sekunde schneller als die FP2-Vorgabe des Vorjahres und nur etwas weniger als eine Sekunde langsamer als sein eigener Streckenrekord. Während Leclerc komplett auf Augenhöhe auf P2 fuhr, fehlten dem Dritten, Lewis Hamilton, bereits sechs Zehntelsekunden auf die Ferrari, Valtteri Bottas klassierte sich diesmal hinter dem Weltmeister, eine weitere Zehntel zurück.
    Für Red Bull reichte es nicht einmal zur Rolle des ersten Jägers von Rot und Silber: Max Verstappen (+0,879 Sek.) musste sich neben Klagen über einen mangelnden Topspeed seines Red Bull Honda mit P5 hinter dem Werks-Renault von Nico Hülkenberg (+0,823 Sek.) abfinden. Pierre Gasly verpasste sogar die Top-10, klagte über eine nervöse Hinterachse. Diese komplettierten stattdessen Kevin Magnussen, Lando Norris, Romain Grosjean und Daniil Kvyat.

    Die Zwischenfälle: Für einen ersten kleinen Moment sorgte nach fast zehn Minuten Kimi Räikkönen. Dieses Mal war dem Finnen jedoch kein Konkurrent ins Gehege gekommen, wie in der ersten Session gleich doppelt: Räikkönen hatte es in Kurve zwei nach dem Boxenausgang auf kalten Reifen übertrieben und sich bei geringer Geschwindigkeit gedreht.

    Einige Minuten später sorgte ein Stück Debris für kurze gelbe Flaggen - ein Streckenposten beseitigte den Trümmer jedoch mit einem sehenswerten Sprint zügig. Gut 20 Minuten vor Sessionende fühlte sich Lewis Hamilton in Kurve von Daniil Kvyat bedroht. "Ich wurde fast torpedot!", kommentierte Hamilton am Funk ziemlich humorig die insgesamt recht harmlose Szene.

    Viel spektakulärer war da nur Augenblicke später Vettel, der seinen Ferrari in Kurve zwei bei vollem Speed auf einem Longrun wild drehte. Zu einem Einschlag kam es aber nicht, Vettel konnte nach kurzem Stillstand weiterfahren. Der Reifensatz jedoch dürfte hinüber gewesen sein.

    Die Technik: Ärger bei Racing Point. Am Boliden von Sergio Perez musste eifrig im Bereich der Bremsanlage vorne rechts gearbeitet werden. Metallspäne lagen auf dem Boden verteilt, Checo kletterte nach sieben Runden aus dem Cockpit und verpasste einige Minuten Trainingszeit. Ähnliches blühte Teamkollege Lance Stroll, beim Kanadier musste der Unterboden seines RP19 einige Zeit lang näher begutachtet werden.

    Sorgen auch bei Alfa Romeo. Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi kamen gemeinsam nur auf zehn Runden, ehe ihre Boliden halb auseinander genommen nur noch aufgebockt in der Garage herumstanden. Gründe nannte das Team bis dato nicht, Radio Fahrerlager meldete Verdacht auf Wasserlecks. Erst fünf Minuten vor Schluss fuhr zumindest der Italiener wieder aus der Box.

    Kurz stillgelegt war auch der Renault von Daniel Ricciardo - offenbar ein vorübergehendes Problem mit der Leistungsabgabe am R.S.19-Antrieb. Unmittelbar vor Sessionende meldete auch Lando Norris ein Problem mit dem Renault-Antrieb: Aussetzer am McLaren.


    bahrainigkr6.jpg


    Quelle: motorsport-magazin

  • Charles Leclerc holt sich im 3. Freien Training zum Bahrain GP die Bestzeit
    Sebastian Vettel auf Platz zwei, Ferrari dominiert. Mercedes abgeschlagen.


    Charles Leclerc, der Ferrari-Neuling umrundete die Strecke in 1:29,569 Minuten und war damit knapp zwei Zehntelsekunden schneller als Teamkollege Sebastian Vettel. Mercedes war in der Qualifying-Generalprobe als erster Verfolger bereits weit abgeschlagen.

    Doch wie immer in Bahrain handelt es sich beim 3. Training nur auf dem Papier um eine Qualifying-Generalprobe. Im Gegensatz zum Qualifying findet das Training noch bei Tageslicht und damit deutlich höheren Temperaturen statt. Die Ergebnisse sind deshalb nicht besonders repräsentativ.
    Im Gegensatz zu den anderen Teams hatte Ferrari einen weichen Reifensatz weniger zur Verfügung. Die Scuderia setzte schon im 2. Freien Training einen zweiten Satz ein, weil dort die Bedingungen deutlich repräsentativer für das Qualifying waren. FP2 fand unter Flutlicht statt.

    Die Platzierungen: Fast acht Zehntelsekunden fehlten Lewis Hamilton im Mercedes auf die Leclerc-Bestzeit. Wie die Ferrari-Piloten hatte auch die Konkurrenz die weichen Reifen aufgezogen. Melbourne-Sieger Valtteri Bottas landete direkt hinter Hamilton.

    Enttäuscht lief das Training für Red Bull: Max Verstappen sortierte sich nur auf Rang acht ein, verlor allerdings im letzten Sektor exorbitant. Romain Grosjean, Nico Hülkenberg und Lando Norris konnten sich zwischen Mercedes und den besten Red Bull schieben. Pierre Gasly wurde gar nur Zwölfter.

    Hinter Verstappen komplettierten Carlos Sainz und Daniil Kvyat die Top-10, die Kimi Räikkönen auf Rang elf knapp verpasste. Enttäuschend verlief das Training einmal mehr für Williams: George Russell und Robert Kubica belegten erneut abgeschlagen die letzten beiden Ränge.

    Die Zwischenfälle: Eine ruhige Session. Sorgen musste man sich zwischenzeitlich nur um den Alfa von Kimi Räikkönen machen. Der Finne funkte kryptisch an seine Ingenieure, was sich zunächst nach Motorproblemen anhörte. Schon am Freitag standen die Alfa-Boliden lange Zeit mit Kühlproblemen in der Box. Allerdings gab es schnell Entwarnung, Räikkönen drehte die meisten Runden aller Piloten.


    Quelle: motorsport-magazin


    bahrainzqke6.jpg

  • Leclerc sicherte sich im Qualifying die erste Pole Position seiner Karriere


    Charles Leclerc startet beim Formel-1-Rennen in Bahrain am Sonntag von der Pole Position- Der Ferrari-Youngster entzauberte seinen Teamkollegen Sebastian Vettel am Samstag mit einem neuen Streckenrekord auf dem Wüstenkurs. Für den Monegassen ist es die erste Pole seiner Karriere. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in Startreihe zwei. Mercedes wieder näher an Ferrari.

    Q1 in Bahrain: Hülkenberg überraschend K.o, Norris sensationell

    Das war Q1: Das Williams-Duo und Alexander Albon eröffneten das zweite Qualifying der Saison 2019. Der Rest des Feldes hielt sich zunächst vornehm zurück. Kubica brach seine erste fliegende Runde etwas überraschend ab. Albon und Russell waren zunächst die einzigen Piloten mit einer Rundenzeit. Erst nach fünf Minuten wurde es voller auf dem Bahrain International Circuit.

    Mercedes schickte als erstes Top-Team seine Piloten auf die Strecke. Ferrari und Red Bull folgten auf dem Fuße. Leclerc bestätigte seine starke Form aus den Trainings und entschied den ersten Schlagabtausch für sich. Vettel büßte über zwei Zehntel auf den Monegassen ein, Bottas eine ganze Sekunde. Verstappen und Hamilton fanden nicht einmal den Anschluss an den Finnen und mischten sich unter die Verfolger von Haas und McLaren.

    Mit seinem zweiten Run verringerte Hamilton den Rückstand auf die Bestzeit auf sieben Zehntel und reihte sich vor Bottas auf Platz drei ein. In den Schlussminuten machte sich fast das gesamte Feld noch einmal für einen letzten Run auf den Weg. Ferrari, Mercedes, Verstappen und Magnussen waren die einzigen Piloten, die sich mit ihren Rundezeiten auf der sicheren Seite fühlten.

    In der K.o.-Zone befanden sich Kvyat, Giovinazzi, Perez, Kubica und Russell. Das Williams-Duo blieb erwartungsgemäß auf den letzten beiden Plätzen, Russell fing mit vier Hundertstel Vorsprung seinen Teamkollegen allerdings noch ab. Kvyat und Perez lösten im letzten Moment ihr Ticket für das Q2.

    Eine katastrophale Pleite erlebte Nico Hülkenberg. Nach starken Trainings schied der Renault-Pilot als 17 schon im Q1 aus. Neben dem Emmericher und den Williams-Piloten mussten auch Stroll und Giovinazzi aussteigen. Für eine kleine Sensation sorgte Norris. Der McLaren-Rookie fuhr im letzten Schuss auf die vierte Position vor und splittete das Mercedes-Duo.

    Q2 in Bahrain: Vettel kämpft um Anschluss an Leclerc

    Das war Q2: Im zweiten Segment ließen sich die Teams nicht mehr so viel Zeit wie im Q1. Alle 15 verbliebenen Piloten waren kurz nach dem Start der Session auf der Strecke. Diesmal legte Mercedes vor. Die Bestzeit von Bottas hatte aber nicht lange Bestand. Erst unterbot ihn der Teamkollege, dann schlug wieder die Ferrari-Peitsche zu.

    Leclerc drückte Hamilton eine halbe Sekunde. Vettels erster Run war nicht von Erfolg gekrönt. Der Teamleader der Scuderia verlor durch einen Verbremser in Turn zehn im Mittelsektor eine halbe Sekunde und landete über eine Sekunde hinter Leclerc. Magnussen und Verstappen reihten sich vor ihm auf den Positionen vier und fünf ein.

    Mit nur noch zwei Minuten auf der Uhr musste Vettel durch den Fehler noch einen Versuch auf den Soft-Reifen nachlegen. Leclerc, Hamilton und Kvyat blieben als einzige in der Box. Vettels Verbesserung reichte für Platz zwei, drei Zehntel hinter Leclerc. Hinter Ferrari und Mercedes komplettierten Magnussen, Sainz, Verstappen, Grosjean, Norris und Räikkönen die Top-10.

    Enttäuschend verlief das Zeittraining abermals für Gasly. Der Franzose landete im Red Bull als 13. in der K.o-Zone und hinter seinem Vorgänger Ricciardo im Renault und Toro-Rosso-Rookie Albon. Perez und Kvyat mussten ebenfalls nach dem Q2 die Segel streichen.

    Q2 in Bahrain:

    Die Verfolger von Haas und McLaren eröffneten mit dem verbliebenen Alfa Romeo von Räikkönen das entscheidende Q3. Mercedes zog kurz darauf nach, gefolgt von Leclerc. Von Verstappen und Vettel war keine Spur zu sehen. Letzterer war nach dem Q2 aus seinem Ferrari gestiegen, der SF90 stand beim Start des letzten Segments noch aufgebockt in der Garage.

    Den Schlagabtausch der Mittelfeld-Teams entschied Magnussen für sich. Der Däne brummte seiner direkten Konkurrenz weit über eine halbe Sekunde auf. Die Haas-Bestzeit hatte jedoch nicht lange Bestand. Zunächst schob sich Bottas vor Magnussen, dann toppte Hamilton die Zeit des Finnen.

    Leclerc unterstrich seine Ambitionen indem er bei seinem ersten Run Vettels Streckenrekord aus dem Vorjahr einstellte. Mit 1:27.958 Minuten nahm er Hamilton knapp zweieinhalb Zehntel ab. Drei Minuten vor dem Ende der Session war klar, dass Vettel und Verstappen es mit einem Schuss versuchen würden. Vettel zahlte damit für den zusätzlichen Reifensatz, den er nach seinem Fehlversuch im Q2 einsetzen musste.

    Mit seinem einzigen Versuch schob sich Vettel auf Platz zwei vor, wobei er Hamilton nur hauchdünn hinter sich ließ. Den Mercedes-Piloten gelangen keine Verbesserungen mehr. Verstappens Run brachte ihm Position fünf ein. Leclerc machte auf seinem letzten Run noch einmal klar, dass es an ihm in Bahrain keinen Weg vorbei gibt.

    Der 21-Jährige sicherte sich den alleinigen Streckenrekord und die erste Pole Position seiner Formel-1-Karriere, knapp drei Zehntel vor Vettel. Hinter Ferrari und Mercedes komplettierten Verstappen, Magnussen, Sainz, Grosjean, Räikkönen und Norris die Top-10.


    Quelle: motorsport-magazin


    bahrainqualiyhjcr.jpg

  • Lewis Hamilton hat das zweite Formel-1-Rennen 2019 in Bahrain gewonnen
    Charles Leclerc verliert Rennen nach Defekt. Sebastian Vettel mit Dreher chancenlos.


    Lewis Hamilton hat beim zweiten Formel-1-Rennen der Saison 2019 in Bahrain einen überraschenden Sieg gefeiert. Der Weltmeister setzte sich in einem harten Kampf gegen Sebastian Vettel durch. Der Ferrari-Pilot drehte sich im Duell mit dem späteren Rennsieger. Den 74. Sieg seiner Karriere brachte Hamilton letztendlich ein Defekt bei Charles Leclerc. Der Monegasse musste einen sicheren Sieg kurz vor Rennende begraben und wurde nur Dritter. Bottas machte den Mercedes-Doppelsieg perfekt.

    Das Nachtrennen auf dem Bahrain International Circuit war reich an Action. Leclerc hatte in der ersten Runde zunächst seine Führung verloren und musste sich daraufhin wieder an Bottas und Vettel vorbeikämpfen. Ferrari ließ beide Piloten frei fahren, wodurch es zum ersten Schlagabtausch zwischen Vettel und Leclerc kam. Der Youngster setzte sich durch und hatte das Rennen daraufhin unter Kontrolle. Auch Bottas und Hamilton lieferten sich zu Beginn ein hartes Duell.

    Nach der heißen Anfangsphase versuchte Mercedes mit Undercuts und alternativen Reifenstrategien die Ferraris unter Druck zu setzen. Gegen Vettel waren die Silberpfeile damit erfolgreich. Im Kampf um Platz gegen Hamilton zwei drehte sich der Deutsche und fiel zurück. Leclercs Sonntag wurde im letzten Renndrittel zu einem Albtraum, als der Turbolader seines Ferrari-Motors den Dienst quittierte.

    Hamilton holte dadurch seinen ersten Saisonsieg. Bottas sorgte als Zweiter für den nächsten Mercedes-Doppelsieg nach Melbourne. Eine Safety-Car-Phase kurz vor Rennende rettete Leclerc den dritten Platz. Das Rennen wurde unter Gelb beendet, sodass er nicht mehr von Verstappen abgefangen werden konnte.

    Die Punkteränge: Hinter Verstappen komplettierten Vettel, Norris, Räikkönen, Gasly, Albon und Perez die Top-10. Renault erlebte kurz vor Rennende ein Debakel, als beide Autos zeitgleich ausfielen und so für die Neutralisierung sorgten. Hülkenberg verlor dadurch den sechsten Platz.

    Schnellste Runde: Durch die Safety-Car-Phase blieb die Jagd nach dem Extrapunkt für die schnellste Rennrunde gegen Rennende diesmal aus. Trotz des lahmenden Ferraris ging der WM-Zähler an Leclerc, dessen Pace bis zum Defekt am Ende schnell genug für die Fastest Lap war.

    Quelle: motorsport-magazin


    bahrainrennenarki6.jpg

  • Formel 1 China GP 2019 - Shanghai 12.04. - 14.04.2019


    Das Layout des Shanghai International Circuit


    formel1chinahojkx.jpg


    Strecke China GP: Shanghai International Circuit

    Obwohl kein sagenumwobener Grand Prix wie Italien oder Monaco, ist der Große Preis von China eine feste Größe im Rennkalender der Formel 1. Der Shanghai International Circuit wurde etwa 30 Kilometer außerhalb vom Stadtzentrum der 15-Millionen-Metropole errichtet und debütierte 2004 als zweites Rennen neben Bahrain in der Königsklasse, als diese sich aufmachte neue Märkte zu erschließen.

    Beim Bau des Shanghai International Circuit, kurz SIC, spielte Geld keine Rolle. Das Projekt, das von Streckenarchitekt Hermann Tilke geleitet wurde, ist nicht nur in Bezug auf die Rennstrecke selbst ein Meisterstück. Weil in einem Sumpfgebiet gelegen, mussten sich die Architekten für die Rennstrecke etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Damit der Asphalt nicht vom Boden verschluckt wird, schwimmt der ganze Komplex mit seinen gigantischen Tribünen und seiner riesigen Boxenanlage samt gewaltiger Brücken auf bis zu 14 Meter hohen Styroporschichten.

    Charakteristisch für den SIC ist vor allem die Schneckenkurve, die unmittelbar auf die Start- und Zielgerade folgt. Mit über 300 Stundenkilometer bremsen die Piloten in die Kurve hinein, die sich zum Kurvenscheitelpunkt hin immer weiter verengt. In der Theorie sind mehrere Ideallinien möglich, in der Praxis kristallisiert sich jedoch über das Rennwochenende wegen des Gripniveaus eine einzige heraus. Auch das Herausbeschleunigen aus der Schneckenkurve ist extrem wichtig, schließlich führt die Beschleunigungsphase durch einen sich öffnenden Linksknick.

    Um die Hinterreifen zu schonen, ist ein sensibler Gasfuß in Verbindung mit guter Fahrbarkeit des Motors gefragt. Allein der Mittelsektor hält für die Piloten einige spezielle Herausforderungen parat. Mit knapp 300 km/h wird die Turn 6 angesteuert, wo sich die erste gute Überholmöglichkeit bietet. Danach geht es in eine Highspeed-Kurvenkombination geht, die im siebten Gang mit etwa 280 Stundenkilometern durchfahren wird.

    In Kurve acht folgt ein flüssiger Richtungswechsel, die Fahrer schalten zurück und bereiten sich auf das Anbremsen der langsamen Doppel-links-Passage vor. Anschließend folgt eine mittellange Gerade, die zum dritten Streckenabschnitt führt. Zunächst verzögern die Boliden auf unter 90 km/h, bevor die nächste entscheidende Passage ansteht. Eine extrem langgezogene Rechtskurve führt auf die 1,2 Kilometer lange Gerade.

    Hier erwartet die Piloten eine DRS-Zone, die für die nächste gute Überholmöglichkeit sorgt. Bei der Anfahrt auf Turn 14 erreichen die Boliden bis zu 340 km/h. Wer hier zu viel riskiert, kann viel verlieren. Denn die kurze und harte Bremszone aus einer derart hohen Geschwindigkeit anzusteuern, ist gerade im Zweikampf sehr heikel. Nach Kurve 14 wird kurz beschleunigt, bevor es in die Linkskurve geht, welche die Piloten zurück auf die Start- und Zielgeraden führt.

    Zeitplan:

    1. Training - Fr. 04:00 - 05:30 Uhr

    2. Training - Fr. 0800 - 09:30 Uhr

    3. Training - Sa. 05:00 - 06:00 Uhr

    Qualifying - Sa. 08:00 - 09:00 Uhr

    Rennen - So. 08:10 - 10:10 Uhr


    Quelle: motorsport-magazin

  • Sebastian Vettel holt sich im 1. Training in Shanghai die Bestzeit vor Lewis Hamilton

    Guter Auftakt für Sebastian Vettel und Ferrari in China: Im 1. Freien Training zum 1000. GP der Formel-1-Geschichte sicherte sich der Deutsche auf dem Shanghai International Circuit die Bestzeit. Vettel fuhr seine Bestzeit von 1:33,911 Minuten dabei auf dem Medium-Reifen, Lewis Hamilton auf Rang zwei hatte bereits die Soft-Pneus aufgezogen.

    Das Ergebnis: Gut zwei Zehntelsekunden fehlten Hamilton auf Vettel. In Anbetracht des Reifenunterschiedes kann man schon von einer deutlichen Bestzeit sprechen. Charles Leclerc sortierte sich ebenfalls auf Medium auf Rang drei, eine halbe Zehntelsekunde hinter Hamilton ein.

    Weil Ferrari bei der Reifenwahl mehr der mittleren C3-Reifen ankreuzte, ging die Scuderia konservativer ins 1. Freie Training und fuhr lediglich auf dem Medium-Pneu. Wie Mercedes zog auch Red Bull bei Max Verstappen die Soft-Reifen auf. Damit landete der Niederländer mit vier Zehntel Rückstand auf Rang vier.

    Valtteri Bottas musste mit einer dreiviertel Sekunde auf Rang fünf schon deutlich abreißen lassen. Pierre Gasly im zweiten Red Bull begnügte sich noch mit den Medium-Reifen und landete deshalb auf Rang sieben, weshalb für Daniel Ricciardo im Renault mit P6 mehr als Best of the Rest möglich war.

    Daniil Kvyat, Lance Stroll und Romain Grosjean komplettierten die Top-10. Dahinter reihten sich Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg ein. Am Ende des Feldes landeten einmal mehr die beiden Williams, diesmal allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Robert Kubica gewann das Duell um die Williams-Ehre und konnte Teamkollege George Russell schlagen.

    Die Zwischenfälle: Das 1. Freie Training zum China GP 2019 verlief ruhig. Lediglich Lance Stroll im Racing Point sorgte für eine kleine Showeinlage. Nach einer halben Stunde drehte sich Stroll in der Zielkurve nach innen, rutschte mit blockierenden Rädern quer über die Fahrbahn. Glück im Unglück: Der Kanadier konnte mit platten Reifen aber ohne Probleme weiterfahren.


    1.training18k75.jpg


    Quelle: motorsport-magazin

  • Valtteri Bottas holt sich die Bestzeit im zweiten Training



    Valtteri Bottas hat im zweiten Training zum China GP 2019 der Formel 1 in Shanghai dafür gesorgt, dass die von Mercedes befürchtete große Ferrari-Show zumindest an diesem Freitag ausgefallen ist.
    Nach der reifenbereinigt dominanten Bestzeit durch Sebastian Vettel am Morgen schnappte der Finne dem Ferrari-Piloten am Nachmittag, dieses Mal auf identer Mischung, haarscharf die Bestzeit weg. Red Bull mit Max Verstappen wieder in Form, Auflösungserscheinungen bei Haas und Kühlungsprobleme bei Charles Leclerc.

    Red Bull mit Max Verstappen wieder dran

    Genauso wie das Spitzenduo fuhren auch die ersten Verfolger allesamt den weichsten Reifen. Max Verstappen schaffte es damit im Red Bull nach einem schwachen Bahrain GP wieder sehr nah heran an Rot und Silber: Nur gut zwei Zehntel Rückstand für den Niederländer, die er wohl gut in gerne allein durch einen kleinen Schnitzer in der letzten Kurve verloren haben dürfte.

    Lewis Hamilton fehlten auf P4 stramme sieben Zehntel auf die Bestzeit, allerdings war dem Briten auf seiner schnellsten Runde ein Zwischenfall um Romain Grosjean in die Quere gekommen (s.u.). Nico Hülkenberg klassierte somit seinen Renault nur knapp hinter den zweiten Mercedes. Carlos Sainz wurde Sechster, noch vor Charles Leclerc im zweiten Ferrari. Der Monegasse hatte seinen Mittelsektor komplett verwachst.
    Lando Norris, Daniel Ricciardo und Pierre Gasly in den jeweils zweiten McLaren, Renault und Red Bull komplettierten die Top-10. Auf den Longruns sahen insbesondere die härteren Mischungen gut aus. Wer dort die Nase vorne hatte, verrät Motorsport-Magazin.com in Kürze in unserer gewohnten Freitagsanalyse separat.

    Hamilton & Bottas liefern Doppel-Dreher

    Die Zwischenfälle: Für einen ersten kleinen 'Moment' sorgte der Weltmeister. Lewis Hamilton drehte sich nach knapp neun Minuten nach Sessionbeginn ausgangs der Schneckenkurve. Da waren offenbar die Reifen kurz nach der Boxenausfahrt noch nicht so bereit wie der Brite.

    Nur Minuten später tat es ihm Bottas gleich, der Finne drehte sich allerdings schon im ersten Teildesselben Kurvenkomplexes. Hamilton übernahm den Staffelstab allerdings gleich wieder - mit einem heftigen Verbremser am Ende der langen Geraden gleich zu Beginn eines Longruns auf Medium.

    Grosjean-Haas verkraftet Bodenwellen nicht

    Nach einer guten halben Stunde fuhr Romain Grosjean plötzlich mit einem extrem verbogenen rechten Teil des Frontflügels herum. Der Franzose funkte, er habe das am Ende der langen Geraden bei einem sehr merkwürdigen Bremsverhalten schon selbst bemerkt. Gebrochen sein musste der Flügel allerdings schon zuvor. Replays zeigten, dass der Flügel beim Überfahren von Bodenwellen einfach nachgegeben hatte.
    Bereits in Bahrain hatten sich bei Haas Auflösungserscheinungen ohne große Fremdeinwirkung gezeigt. Zudem sah man im zweiten Training in Shanghai auch bei Kevin Magnussen Teile fliegen. Gegen Ende der Session ärgerte sich Sebastian Vettel schließlich, vom Racing Point Lance Strolls aufgehalten worden zu sein. Eine Randnotiz, hätte er dasselbe wenig später nicht auch noch mit Bottas, Gasly und Räikkönen getan.


    Motorwechsel bei Toro Rosso
    Die Technik: Durch Probleme mit der Motoreninstallation hatte Antonio Giovinazzi das erste Training so gut wie komplett verpasst. Im FP2 konnte der Alfa-Romeo-Pilot jedoch sofort zum Start ins Geschehen eingreifen.

    Das galt diesmal nicht für Daniil Kvyat. Honda hatte zwischen den Sessions die Power Unit im Toro Rosso des Russen tauschen müssen. Als Vorsichtsmaßnahme wegen der knappen Zeit. Im FP1 habe man zuvor eine Anomalie beobachtet. Pünktlich zum Start des zweiten Trainings waren die Japaner noch nicht fertig. Erst zur Mitte des Trainings mischte Kvyat wieder mit.

    Ferrari: Kühlungschecks bei Leclercs SF90

    Kaum war Kvyat dabei, fehlte plötzlich ein Ferrari. Charles Leclerc verbrachte die letzte halbe Stunde des Trainings in der Box. Emsig wirbelten die Ferrari-Ingenieure um seinen SF90. Wie die Scuderia bestätigte, waren Checks am Kühlungssystem der Grund. Es seien allerdings nur Vorsichtsmaßnahmen, um Schäden vorzubeugen. Man habe keine großen Bedenken. Kurz vor Ende der Session meldete Verstappen ein seltsames Gefühl mit der Kupplung, befürchtete einen Defekt an seinem RB15.


    2.trainingjakfc.jpg


    Quelle: motorsport-magazin

  • Bottas holt sich die Bestzeit im 3. Freien Training in Shanghai - Abbruch nach Albon-Crash


    Valtteri Bottas holte sich bei der Qualifying-Generalprobe zum China GP 2019 die Bestzeit. Der Mercedes-Pilot ließ im 3. Freien Training in 1:32,830 Minuten die Konkurrenz klar hinter sich. Nach einem heftigen Unfall von Toro-Rosso-Pilot Alex Albon musste die Session fünf Minuten vor dem Ende abgebrochen werden.

    Das Ergebnis: Als einziger Top-Pilot erwischte Bottas eine fehlerfreie Runde. Sebastian Vettel reihte sich mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Rang zwei ein, hatte aber auf seinem letzten Versuch sichtlich Probleme. Teamkollege Charles Leclerc blieb als Drittplatzierter nur wenige Tausendstel hinter Vettel.

    Ebenfalls Probleme hatte Lewis Hamilton: Der Mercedes-Pilot musste seinen ersten Versuch auf den Soft-Reifen abbrechen, nachdem er - offenbar vom Verkehr irritiert - am Ausgang der ersten Spitzkehre etwas zu weit raus kam. Im zweiten Anlauf blieb der Weltmeister fast neun Zehntelsekunden zurück, Platz vier.

    Weil die Session abgebrochen werden musste, konnten nicht alle Piloten auf ihre Qualifying-Simulationen gehen. Nico Hülkenberg reihte sich deshalb auf Rang fünf direkt vor Kimi Räikkönen ein. Mit lediglich fünf Runden blieb für Max Verstappen im Red Bull so nur Rang sieben.

    Die Zwischenfälle: Fünf Minuten vor dem Ende der Session ging ein lauter Knall durchs Media Center. Toro-Rosso-Pilot Alex Albon verlor in der Zielkurve die Kontrolle über seinen Boliden und flog heftig ab.

    Beim Versuch, den Gegenpendler am Ausgang der letzten Kurve abzufangen, landete er mit hoher Geschwindigkeit im Reifenstapel. Durch die hohe Wucht des Aufpralls wurde er zurück auf die Strecke geschleudert. Albon konnte offensichtlich unverletzt wieder aussteigen.

    Die Zielkurve bereitete vielen Piloten Probleme, weil dort der Wind von hinten blies. Romain Grosjean und Lando Norris sorgten für die weitesten Umwege durch die große Auslaufzone, konnten ihre Boliden aber heil lassen.

    Quelle: motorsport-magazin


    3.traininggek15.jpg

  • Valtteri Bottas startet beim Formel-1-Rennen in China von der Pole Position


    Am Sonntag startet in China Valtteri Bottas von der Pole Position in das 1000. Formel-1-Rennen der Geschichte. Der Mercedes-Pilot verwies Weltmeister Lewis Hamilton in einem engen Showdown auf den zweiten Platz. Für Bottas ist es die erste Pole Position im Jahr 2019 und die insgesamt siebte in seiner Karriere. Sebastian Vettel und Charles Leclerc sicherten Ferrari die zweite Startreihe. Red Bull wurde im Q3 von der Konkurrenz gefoppt.

    Q1: Williams eröffnete das dritte Qualifying der Saison mit Robert Kubica und George Russell. Der Rest hielt sich zunächst vornehm zurück. Ferrari zog als erstes Team nach, dicht gefolgt von Mercedes. Aus dem Mittelfeld machten sich die Alfa Romeo und der verbliebene Toro Rosso von Kvyat auf die Socken. Mit noch zehn Minuten auf der Uhr war das gesamte Feld auf der Strecke. Alle setzten im Q1 auf den Soft-Reifen.

    Vettel entschied den ersten Ferrari-Schlagabtausch für sich, nachdem Leclerc nach langsameren Sektorenzeiten im letzten Streckenabschnitt auch noch auf Nachzügler auflief. Hamilton ging auf seinem ersten Run in der letzten Kurve weit und verlor wichtige Zehntel. Bottas lag nach den ersten Runs mit einer halben Sekunde Vorsprung auf den Weltmeister an der Spitze. Verstappen schob sich im Red Bull vor Vettel auf Platz drei.

    Fünf Minuten vor dem Ende des ersten Segments waren zwei Piloten der Top-Teams noch in der erweiterten Gefahrenzone. Gasly und Leclerc lagen auf den Positionen zehn und elf, nur vier Zehntel vor der K.o.-Zone. Im Gefahrenbereich befanden sich Stroll, Kubica, Russell, Giovinazzi und Albon. Letzterer konnte nach seinem heftigen Abflug im FP3 nicht starten, Giovinazzi hatte technische Probleme und drehte im Q1 keine einzige fliegende Runde.

    Leclerc preschte mit dem letzten Run bis auf eine halbe Zehntel an Bottas heran, Gasly rutschte als Elfter durch. Perez, Magnussen, Räikkönen und Norris schafften auf den letzten Rängen den Einzug ins Q2. An den K.o.-Rängen änderte sich nichts mehr. Für Stroll war es das siebte Q1-Aus in Folge, Russell stellte gegen Kubica mit knappem Vorsprung zum 3:0.

    Q2: Das Feld ließ sich zum Start des zweiten Segments lange bitten. Erst nach drei Minuten gab es Betrieb auf der Strecke, dafür aber richtig. Alle 15 verbliebenen Fahrer verließen fast zeitgleich die Box. Mercedes, Ferrari und Verstappen setzten für den ersten Run auf die Medium-Mischung, um diese zu ihrem Startreifen zu machen. Die anderen Piloten fuhren wie im Q1 auf Soft.

    Hamilton legte mit 1:31.728 Minuten die erste Zeit vor. Die Antwort von Bottas war noch deutlicher als im Q1. Acht Zehntel brummte der Finne dem Champion auf. Vettel und Leclerc reihten sich mit einer halben Sekunde Rückstand hinter Bottas ein, Verstappen folgte knapp dahinter. Gasly landete trotz Soft-Reifen sechs Zehntel hinter Verstappen nur auf Platz sechs. Das Mittelfeld wurde von Kvyat angeführt. Magnussen, Ricciardo und Hülkenberg komplettierten die Top-10.

    Zwei Minuten vor Schluss ging es in die entscheidende Phase. Bottas, Vettel und Verstappen gingen für einen Soft-Run als Vorbereitung auf das Q3 noch einmal aus der Box. Hamilton fuhr noch einmal auf Medium. Leclerc und Gasly verzichteten auf den Probelauf für das letzte Segment. Im Kampf um die letzten Plätze in den Top-10 befanden sich Perez, Sainz, Räikkönen, Norris und Grosjean auf den K.o.-Rängen.

    Mit seinem letzten Schuss rehabilitierte sich Hamilton für das bis dahin recht schwache Wochenende, als er Bottas eine Zehntel abknüpfte und Platz eins übernahm. Hülkenberg, Magnussen, Grosjean und Ricciardo machten hinter den Top-Teams den Sprung ins Q3. Ausgeschieden waren Kvyat, Perez, Räikkönen, Sainz und Norris. McLaren präsentierte sich damit überraschend schwach.

    Q3: Mercedes schickte als erstes seine Piloten auf die Strecke, dahinter folgten die Red Bull und Ferrari. Bottas entschied den ersten Schlagabtausch hauchdünn für sich. Der Finne verwies Hamilton mit 0.007 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Ferrari fand etwas überraschend nicht den Anschluss an die Silberpfeile. Vettel büßte auf Platz drei fast eine halbe Sekunde ein.
    Leclerc und Verstappen lagen dicht dahinter, Gasly war mit 1,3 Sekunden Rückstand erneut abgeschlagen. Hülkenberg und Ricciardo lagen auf den Positionen sieben und acht. Die Franzosen waren allerdings außer Konkurrenz, denn Magnussen und Grosjean fuhren zunächst nicht.

    Mercedes führte auch die letzten Runs im Q3 an. Erneut legte Hamilton vor. Hinter den Silberpfeilen folgten die Ferrari und die Renault. Red Bull, in erster Linie mit Verstappen, wurde auf der Outlap von Vettel und den Renault überrumpelt. Haas verzockte sich mit schlechtem Timing. Beide Teams wurden dadurch vor dem Beginn ihrer letzten schnellen Runde abgewunken. Die Pole Position wurde in einem silbernen Showdown ausgemacht.

    Hamilton gelang im finalen Schuss keine Verbesserung, Bottas hingegen fand noch einige Tausendstel und fixierte die siebte Pole Position seiner Karriere. Vettel landete knapp vor Leclerc, beide Ferrari-Piloten waren mit drei Zehnteln Rückstand jedoch chancenlos im Kampf um die Pole. Dahinter landeten Verstappen und Gasly. Ricciardo schlug erstmals seit seinem Wechsel zu Renault den Teamkollegen und wurde als Siebter Best of the Rest. Hülkenberg, Magnussen und Grosjean komplettierten die Top-10.

    Quelle: motorsport-magazin



    qualiwuki2.jpg

  • Lewis Hamilton hat das dritte Formel-1-Rennen 2019 in Shanghai gewonnen


    Lewis Hamilton heißt der Sieger des 1000. Formel-1-Rennens der Geschichte. Der Mercedes-Pilot feierte in China seinen zweiten Sieg in dieser Saison und den 75. seiner Karriere. Valtteri Bottas machte als Zweiter den dritten Mercedes-Doppelsieg des Jahres perfekt. Sebastian Vettel wurde mit Hilfe einer Ferrari-Teamorder Dritter.
    Die Entscheidung über den Rennsieg fiel letztendlich schon beim Start. Hamilton hatte beim Erlöschen der Ampeln die bessere Traktion und beschleunigte Bottas noch vor der ersten Kurve aus. Der Finne folgte dem Weltmeister daraufhin im sicheren Abstand, drehte nur nach dem ersten Boxenstopp einmal kurz auf um den Führenden unter Druck zu setzen. Die Offensive verpuffte jedoch ohne jemals bedrohlich geworden zu sein.
    Nachdem Vettel am Start ebenfalls seine Position an den Teamkollegen verloren hatte, musste ihn Leclerc noch im ersten Rennviertel per Stallorder vorbeilassen. Der Monegasse wurde für das Rennen des Teamleaders geopfert und fiel durch die Strategie schlussendlich sogar hinter Verstappen zurück, der als Vierter zwischen dem Ferrari-Duo ins Ziel kam. Pierre Gasly wurde im zweiten Red Bull Sechster.

    Die Punkteränge: Best of the Rest war wie am Samstag Daniel Ricciardo. Der Renault-Pilot wurde vor Sergio Perez Siebter. Kimi Räikkönen zeigte im Alfa Romeo ein kampfbetontes Rennen und fuhr als Neunter zum dritten Mal in Folge in die Punkte. Zehnter wurde Alexander Albon, der mit seinem Toro Rosso aus der Boxengasse gestartet war.

    Schnellste Runde: Lange Zeit war Vettel auf Kurs für den Extrapunkt, doch am Ende zog Red Bull den Joker und setzte Gasly auf die schnellste Runde an. Der Franzose zog wenige Runden vor Schluss noch einmal den Soft-Reifen auf und sicherte sich einen zusätzlichen WM-Zähler.

    Quelle: motorsport-magazin


    rennen3kj4z.jpg




    ergebnissey0jc4.jpg

  • Formel 1 Aserbaidschan GP 2019 - Baku City Circuit 26.04. - 28.04.2019


    Der Baku City Circuit ist seit 2016 als Austragungsort im Formel-1-Kalender. Damit ist der Kurs weiterhin der jüngste im gesamten Kalender. Doch nicht nur das Alter ist besonders, auch der Verlauf der Strecke sowie die Lage machen das Asphaltband zu einer Herausforderung.

    Das Layout des Baku City Circuit

    Designt wurde die Streckenführung von Hermann Tilke. Die Veranstalter des damals noch unter der Bezeichnung Europa GP laufenden Rennens wollten nicht einfach nur einen Grand Prix austragen, sondern mit einem Stadtkurs in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, auch Werbung für das eigene Land betreiben. Baku selbst liegt direkt am Kaspischen Meer, die Start- und Zielgerade verläuft parallel zur Uferpromenade.

    Obwohl der Baku City Circuit ein Stadtkurs ist, zeichnet er sich durch extrem hohe Geschwindigkeiten aus. 2016 stellte Williams mit 373 km/h einen inoffiziellen Weltrekord auf. Inoffiziell deshalb, weil der Wert nicht an der offiziellen Messstelle ermittelt wurde, sondern durch eigene GPS-Daten des Teams. Kein anderer Stadtkurs weist auch nur annähernd solche Geschwindigkeiten auf.

    Das sechs Kilometer lange Asphaltband durchläuft die historische Altstadt der Metropole ebenso wie moderne Passagen. Der erste Sektor bietet fahrerisch aber keine große Abwechslung. Nach einer über zwei Kilometer langen Vollgas-Passage warten - jeweils durch eine Gerade getrennt - gleich vier 90-Grad-Kurven, die sich von der Charakteristik her extrem ähneln. Hier ist vor allem mechanischer Grip gefragt, um aus den Kurven gut heraus zu beschleunigen.

    In Kurve fünf beginnt der technisch anspruchsvolle Abschnitt der Strecke. Nach einer Schikane und einer weiteren Rechtskurve geht es in Kurve acht und neun zum engsten Teil der Strecke, ein Links-Bergauf-Stück entlang einer historischen Burganlage, durch das nur ein Auto passt. Nach einer weiteren engen Rechtskurve geht es in einen Linksknick, der in einen extrem schnellen Abschnitt führt. Zwei Vollgas-Kurven folgen zwei weitere Links-Kurven, ehe es zurück an die Uferpromenade geht, die über zwei Kilometer mit Vollgas durchfahren wird.

    Zeitplan:

    1. Training - Fr. 11:00 - 12:30 Uhr

    2. Training - Fr. 15:00 - 16:30 Uhr

    3. Training - Sa. 12:00 - 13:00 Uhr

    Qualifying - Sa. 15:00 - 16:00 Uhr

    Rennen - So. 14:10 - 16:10 Uhr


    Quelle: motorsport-magazin

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.

    Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 90 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.