Garten, Balkon und Terasse ( Infos und Tipps ) !!!!! 2.Teil

  • So gedeiht der Dauerblüher optimal

    Lavendel im Garten pflanzen und schneiden


    vgzm.1704981-48142484 Lavendel im Garten richtig pflegen und schneiden. Lavendel (Quelle: imago images/Eastnews)

    Lavendel: In heißen Regionen wird die Heilpflanze zweimal jährlich geschnitten. (Quelle: Eastnews/imago images


    Nach den derzeit sehr warmen Temperaturen empfiehlt sich ein Rückschnitt Ihres Lavendels, noch bevor der August vorbei ist. Wichtig ist, dabei nicht zu tief ins alte Holz zu schneiden und hierdurch womöglich junge Triebe zu verletzen. Was Sie noch über die duftende Heilpflanze wissen sollten.

    So vielseitig wie der Lavendel sind wohl nur wenige Pflanzen: Motten vertreiben, Wunden heilen oder einfach nur für Entspannung sorgen – kein Problem für den Alleskönner. Für einen optimalen Austrieb und eine lange, üppige Blühphase sollten Sie Lavendel zweimal im Jahr schneiden: Der erste Schnitt ist im Frühling fällig, der zweite sollte nicht später als August passieren.

    Lavendel auch in Deutschland?

    Viele kennen den Lavendel aus Frankreich, wo er im Hochsommer die Felder in ein lilafarbenes Blütenmeer taucht. Doch auch hierzulande wird das ätherische Kraut als Gartenpflanze immer beliebter. Da er ein Dauerblüher ist, schmückt der Lavendel Beete und Balkon über lange Zeit bis weit in den Spätsommer hinein.


    Lavendel: Lavendelfeld in der Provence, Frankreich. (Quelle: imago images/Joana Kruse)

    Lavendelfeld: Lavendel wächst vor allem in der Provence, Frankreich. (Quelle: Joana Kruse/imago images)

    Lavendel im Frühling schneiden

    Lavendel blüht von Juni bis August in verschiedenen Violetttönen, Rosa und Weiß. Für einen möglichst üppigen Austrieb sollten Hobbygärtner ihren Lavendel schon im Frühling schneiden. Das rät das Blumenbüro in Essen. Ein guter Zeitraum dafür ist zwischen dem letzten Frost und dem ersten Austrieb. Am besten nehmen Sie beim Schnitt bis zu zwei Drittel der Pflanze ab. Außerdem werden verholzte und vertrocknete Teile aus dem vergangenen Jahr entfernt.

    Zweiter Schnitt nach der Blüte

    Um einen kompakten Wuchs zu fördern, sollten Sie die Triebe des Lavendels direkt nach der Blühphase ein zweites Mal schneiden.

    Dabei sollte auf keinen Fall ins alte Holz geschnitten werden, sonst besteht die Gefahr, dass er an dieser Stelle nicht mehr austreibt, raten Experten des Botanischen Gartens in Münster. Um einen neuen Austrieb zu fördern, sollte der Hobbygärtner den Lavendel nach dem Schneiden über vier Wochen einmal pro Woche mit einem Kräuterdünger versorgen. Danach das Düngen in jedem Fall einstellen, denn Lavendel bevorzugt magere Böden.

    Verpassen Sie den Rückschnitt bis zum Frühherbst, ist es besser, damit bis zum neuen Austrieb im nächsten Frühjahr zu warten. Die Pflanze muss noch genug Zeit haben, ein bis vier Zentimeter lange Triebe zu bilden. Nur damit übersteht der Lavendel gut den Winter. Nicht ausgehärtete Triebe können sonst bei Kälte leicht zurückfrieren.

    Lavendel richtig schneiden

    Ein möglichst zeitiger zweiter Schnitt hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Die Pflanze blüht dadurch möglicherweise ein zweites Mal. Dazu müssen die langen Blütenstiele am besten gestutzt werden, bevor sie Samen bilden. Das würde die Pflanze unnötig Kraft kosten, erläutert der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Abgeschnitten wird ungefähr ein Drittel. Wichtig ist, dass noch ausreichend grüne Triebe stehenbleiben, damit der Lavendel noch einmal gut austreiben kann. Schneiden Sie den den Lavendel nicht zu spät im Herbst.

    Lila Wunder: Das alles steckt in Lavendel


    Lavendel sieht nicht nur schön aus und duftet gut, sondern hat auch eine heilende Wirkung. (Quelle: imago images/Daniel Schvarcz) Es gibt über 30 verschiedene Lavendelarten. (Quelle: imago images/Niehoff) Der Duft des Lavendel wird heute oft zur Herstellung von Seife oder Badezusätzen verwendet. (Quelle: imago images/JuNiArt) Lavendel so weit das Auge reicht: In Südfrankreich in der Provence wird der Lavendelanabau zu einem farbenprächtigen Naturschauspiel. (Quelle: imago images/blickwinkel) Lavendel wird ist eine sehr anspruchslose Pflanze für den Garten und deshalb sehr pflegeleicht. (Quelle: imago images/Hanke) Auch in Form von Lavendelöl kann der Duft des Lavendels genutzt werden. (Quelle: imago images/ARCO IMAGES) Getrockneter Lavendel verströmt einen wohlriechenden Duft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Lavendelhonig ist eine seltene und teure Delikatesse. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) In den Blüten des Lavendel finden Bienen reichlich Nahrung. (Quelle: imago images/Xinhua)

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    Rosen und Lavendel passen nicht zusammen

    Obwohl Lavendel häufig als guter Rosenpartner angepriesen wird, ist diese Kombination nicht ideal. Zwar bevorzugen beide Pflanzenarten vollsonnige Plätze, Rosen brauchen jedoch einen feuchten und nahrhaften Boden. Lavendel stammt aus den Mittelmeerregionen und ist daher eher an trockene und nährstoffarme Standorte gewöhnt.

    Der Hobbygärtner hält daher am besten einen Pflanzabstand von 60 bis 80 Zentimeter ein, magert den Boden für den Lavendel mit Sand ab und versorgt die Rosen regelmäßig mit einem hochwertigen Dünger.

    Lavendel an einem sonnigen Standort pflanzen

    Lavendel können Sie ab März im Garten pflanzen. Aber er braucht einen sehr sonnigen Standort, der am besten zur Südseite zeigt. Und er sollte windgeschützt sein. Darauf weist das Blumenbüro in Düsseldorf hin. Ein guter Standort ist an einer Mauer, die Schutz bietet und gespeicherte Wärme an den Lavendel abgibt. Da das Kraut Nässe nicht so gut verträgt, mag es eine leichte Hanglage oder ein Hochbeet, wo überschüssiges Regen- oder Gießwasser gut abläuft. Der Lavendel schätzt daher auch einen durchlässigen Boden mit Sand oder Kies. Er sollte kalkhaltig und nährstoffarm sein. Am besten ist Kräuter- oder Anzuchterde. Sie trocknet nicht nur rasch ab, sondern hat gleichzeitig auch wenig Nährstoffe. Sie können in den Wachstumsphasen gezielt Nährstoffe geben und die Dosierung individuell steuern. Sand hilft, den Gartenboden zu lockern, und er sorgt dafür, dass die Erde nicht zu nährstoffreich ist.

    Lavendel nicht mit Hornspänen düngen

    Lavendel muss nicht oder nur gelegentlich gedüngt werden. Er verträgt nur eine geringe Dosierung mit einem stickstoffarmen Dünger. Die Triebe schießen sonst in die Länge und die Pflanze fällt leicht auseinander. Röschenbleck erklärt, dass Stickstoff in der Pflanze für das Längenwachstum zuständig ist. Hornspäne sind daher für die Düngung von Lavendel nicht geeignet.

    Wirklich winterharte Lavendelsorten

    Lavandula angustifolia, der auch "Echter Lavendel" genannt wird, ist die einzige wirklich winterharte Lavendelsorte. 'Hidcote Blue' oder 'Munstead' gehören hier zu den etablierten Sorten. Die Sorte 'Dwarf blue' hingegen bleibt kompakt und ist dadurch auch für kleinere Gärten gut geeignet. Die Sorte wird lediglich 30 bis 40 Zentimeter hoch und ist absolut winterhart.

    Die Lavendelarten Lavandula stoechas, latifolia und intermedia sind hingegen frostempfindlich und kommen nur in klimatisch warmen Regionen durch den Winter. Am besten pflanzen Sie sie in Töpfe, die im Winter in einen kühlen, aber hellen Raum bei fünf bis zehn Grad Celsius gebracht werden können. Draußen in den Übergangszeiten benötigt die Pflanze einen guten Schutz gegen Frost, etwa aus Zweigen.

    Echten Lavendel erkennen

    Die Sorte Lavandula Angustifolia ist meist sehr verzweigt und ein buschiger Strauch. Er kann bis zu einem Meter hoch werden. Die Äste des Echten Lavendels sind entweder aufrecht und stark verästelt oder unverzweigt, dafür aber steif. Teilweise bilden sich an den Ästen auch kleine, kurze Triebe. Echter Lavendel hat längliche Blätter, die zum Ende hin schmaler werden. Sie werden bis zu 50 Millimeter lang.

    Neue Lavendelsorten

    Bei den Sorten gab es in den vergangenen Jahren eine große Entwicklung. 'Sussex' ist eine hochwachsende Sorte mit intensivem Duft und fast zehn Zentimeter langen Blütenähren in hellem Violett. Der Strauch wächst fast 90 Zentimeter hoch. Mit 75 Zentimeter Höhe etwas kleiner bleiben die Sorten 'Elizabeth' und 'Edelweiß'. Noch kleiner sind 'Nana Alba' mit weißen Blüten, die in zwei Blaus blühende Sorte 'Peter Pan' sowie 'Thumbelina Leigh' mit rundlichem Wuchs.

    Lavendel über Stecklinge vermehren

    Die Pflanzen lassen sich recht einfach vermehren. Der beste Zeitpunkt, um Stecklinge zu bilden, ist der Frühling. Dazu schneiden Sie einfach einzelne Zweige ab und entfernt am unteren Ende die Blätter. Die Stecklinge kommen in einen Topf mit Anzuchterde. Eine Abdeckung mit einer Folie oder einer durchsichtigen Tüte sorgt für genügend Luftfeuchtigkeit. Der Topf mit den Pflanzen steht am besten an einem warmen, aber nicht zu sonnigen Ort. Im Sommer sollten sich dann genügend Wurzeln gebildet haben, um den jungen Lavendel ins Beet zu pflanzen.

    Die Alternative ist, einen langen Zweig, der am Strauch bleibt, teilweise in den Boden zu drücken. An der Stelle, wo Blätter die Erde berühren, werden diese entfernt. Bleibt der Zweig nicht im Boden, sondern biegt sich zurück, müssen Sie ihn fixieren. Auch er bildet in der Folge Wurzeln und kann dann im Herbst oder darauffolgenden Frühjahr abgetrennt werden. Dann die Jungpflanze am besten wegsetzen, um ihr mehr Platz zum Wachsen zu geben.

    Lavendelsträuße (Quelle: imago images/Eastnews)

    Lavendel: Binden Sie Lavendel zu Sträußen und lassen Sie diese anschließend trocknen. Die Sträuße dienen dann als dekorativer Mottenschutz. (Quelle: Eastnews/imago images)


    Lavendel trocknen

    Wer ein Sträußchen Lavendel trocknet, hat nicht nur eine hübsche Deko für die kälteren Tage, sondern kann sich auch noch lange am Duft freuen. Wer Lavendel trocknen möchte, sollte die Pflanzen ernten, wenn sie in voller Blüte stehen. Zu große Hitze sollten Sie beim Trocknen vermeiden – in der prallen Sonne beispielsweise gehen die wertvollen ätherischen Öle verloren. Kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort lassen sich Lavendelsträußchen am besten trocknen.

    Lavendel als Heilmittel

    Wer Lavendel nicht nur im Garten genießen möchte, kann auch seine Heilkraft für sich nutzen. Als ätherisches Öl wirkt Lavendel bei Schnitt- und Brandverletzungen, Insektenstichen sowie kleinen Entzündungen antiseptisch und schmerzlindernd. Das Lavendelöl wird dabei direkt auf die Wunde geträufelt. Hierdurch wird ein schneller und durchgreifender Effekt erzielt. Denn Lavendelöl wirkt zudem entgiftend, ist heilungsfördernd und verhindert die Narbenbildung.

    Auf den Pulsmessstellen am Handgelenk und Hals verrieben, hat das Öl eine beruhigende, entspannende und harmonisierende Wirkung. Es hilft auch beim Einschlafen, da es den Kreislauf entlastet. Auch gegen Angstzustände und leichte Depressionen soll die Blüte helfen. Vermischen Sie ein bis zwei Tröpfchen des Öls mit einem Esslöffel Mandelöl und massiert damit die Schultern, wirke es lockernd und wärmend.

    Das Öl können Sie kaufen – die eigene, recht aufwendige Gewinnung durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten und Stängeln lohnt sich fast nicht. Da ätherische Öle sehr intensiv seien, empfiehlt Irene Dalichow aber, erst einmal mit einem Tröpfchen zu testen, ob Sie Lavendelöl auch vertragen. Es müsse auf jeden Fall sachgemäß angewendet und sorgfältig nach Anleitung dosiert werden.

    Lavendel muss nach der Blüte zurückgeschnitten werden. (Quelle: imago images/Frank Müller)

    Lavendel muss nach der Blüte zurückgeschnitten werden.


    Reinigender Tee hilft gegen Krankheiten

    Getrocknete und frische Lavendelblüten können Sie als Tee, für ein Bad oder eine Inhalation aufgießen. Die Blüten werden mit heißem Wasser übergossen und für einen Tee durch ein Sieb gegossen. Der Tee unterstützt die Funktion der Gallenblase und der Leber. Zudem reinigt der Aufguss die Mundhöhle – gegen Pilze und Bakterien soll der Tee ebenfalls hilfreich sein. Auch gegen unreine Haut und starkes Schwitzen könne der Tee zum Einsatz kommen, zudem fördere er die Konzentration und stärke die Nerven. Den Aufguss inhalieren Sie bei Asthma und Husten.

    Pflegesteckbrief Lavendel
    Standort:
    Sonnig, trocken und nährstoffarm.

    Blütezeit: Von Juni bis August.

    Pflege: Nur wenig mit stickstoffarmem Dünger versorgen.

    Schneiden: Erster Schnitt im Frühling, zweiter Schnitt direkt nach der Blütezeit, nie ins alte Holz schneiden.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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  • Baum aus dem Süden

    So züchten Sie Nektarinen im eigenen Garten


    vgzm.1704981-67105582 Nektarinen pflanzen, pflegen und ernten. Nektarinen: Die Früchte liefern viel Kalium. (Quelle: Getty Images/gresei)

    Nektarinen: Die Früchte liefern viel Kalium. (Quelle: gresei/Getty Images)


    Nektarinen sind Pfirsiche ohne Flaum. Dementsprechend wachsen sie unter denselben Bedingungen, unter denen auch Pfirsiche gut gedeihen. Sie können sogar selbst aus einem Kern gezogen und in den Garten gesetzt werden. Die richtige Pflege eines Nektarinenbaums beginnt schon beim Pflanzen.

    Nektarinenbäume gehören zu den Rosengewächsen und sind daher nicht sehr pflegeleicht. Mit ein paar Tricks gelingt aber auch die Aufzucht dieser exotischen Pflanze sowie eine ertragreiche Ernte.

    Nektarinenpflanze aus einem Kern ziehen

    Einen Baum aus einem Nektarinenkern zu ziehen, ist aufwendig und nicht immer erfolgreich. Möchten Sie es versuchen, lassen Sie den Nektarinenkern trocknen, damit er nicht zu früh keimt. Der Keimling ist empfindlich und braucht viel Wärme und Licht. Das Durchtrocknen kann mehrere Monate dauern. Sobald der Kern gut getrocknet ist, können Sie wie folgt vorgehen:

    • Legen Sie einen Pflanztopf mit Watte aus.
    • Geben Sie den Kern in den Pflanztopf.
    • Halten Sie den Kern in den nächsten Wochen leicht feucht.
    • 24 Grad sind eine gute Temperatur, um den Kern zum Keimen zu bringen.
    • Nach einigen Wochen bildet sich ein Keimling.
    • Pflanzen Sie den Keimling in Anzuchterde.

    Wenn er sich zu einem robusteren Jungbaum entwickelt hat, können Sie ihn in den Garten umsetzen. Ist Ihnen das Züchten zu aufwendig oder gelingt es Ihnen nicht, den Kern zum Keimen zu bringen, können Sie im Gartenfachhandel einen Nektarinenbaum erwerben und diesen in Ihren Garten setzen.


    Achtung

    Die Pflanzen sind nicht frosthart. Sie sollten Sie daher in sehr kalten Regionen lieber in einen ausreichend großen Kübel setzen, den Sie im Winter an einen geschützten Ort stellen können. Alternativ müssen Sie den empfindlichen Baum zur kalten Jahreszeit ausreichend vor Frost schützen.

    Der geeignete Standort

    Nektarinenbäume werden zum Ende des Frühjahrs gepflanzt, wenn es keinen Frost mehr gibt. Die exotischen Pflanzen reagieren auf Kälte sensibel und können eingehen.


    Wählen Sie einen feuchten, sonnigen Standort, an dem der Baum vor Wind und Regen geschützt ist. Am besten eignet sich ein Beet vor einer sonnenbeschienenen Hauswand. Ein zu sonniger Standort an der Südwand des Hauses kann jedoch dazu führen, dass der Baum früh austreibt.


    Der Boden sollte leicht sauer und nährstoffreich sein.

    Nektarinenbaum mit Früchten: Sind die Nektarinen reif, sollten sie zügig geerntet und verzehrt werden. (Quelle: Getty Images/FamVeld)

    Nektarinenbaum mit Früchten: Sind die Nektarinen reif, sollten sie zügig geerntet und verzehrt werden. (Quelle: FamVeld/Getty Images)


    Nektarinenbaum in wenigen Schritten pflanzen

    Der junge Steinobstbaum kann ab einem bestimmten Alter einfach in den Garten gepflanzt werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:


    1. Heben Sie an der gewünschten Stelle ein Pflanzloch aus. Es sollte doppelt so tief sein, wie die Wurzeln des Baumes lang sind. Um ein ausreichend großes Loch zu haben, können Sie den Baum als Orientierung in den bereits ausgehobenen Bereich stellen.
    2. Lockern Sie die Wurzeln des Baumes ein wenig auf. Vor allem bei gekauften Exemplaren ist der Wurzelballen sehr stark zusammengepresst.
    3. Setzen Sie die Pflanze in das Loch.
    4. Der junge Baum benötigt am Anfang noch etwas Stabilisierung. Setzen Sie daher neben dem Stamm einen Baumpfahl im Abstand von 15 Zentimetern etwa 30 Zentimeter tief in die Erde.
    5. Füllen Sie alles mit ausreichend Humus auf.
    6. Treten Sie die Erde fest. Es sollte weiterhin ein kleiner Erdhaufen sichtbar sein – dieser sinkt nach einigen Tagen und durch die Bewässerung in sich zusammen und bildet sodann eine ebene Fläche mit dem umliegenden Bereich.
    7. Bewässern Sie den Baum mäßig.
    8. Bedecken Sie den Wurzelstock mit feuchtem Humus, damit die Wurzeln nicht austrocknen.
    9. Binden Sie den Stamm an dem Pfahl mit einem Sisalseil fest.

    Düngung und Rückschnitt

    Nektarinen müssen in Trockenperioden viel mit kalkarmem Wasser gegossen werden. Die Erde darf nie nass, sondern lediglich feucht sein. Staunässe schadet der Pflanze. Am besten eignet sich Regenwasser für die Bewässerung.

    Tipp

    Geben Sie etwas Mulch auf die Oberfläche. Dieser hält die Feuchtigkeit im Boden und Sie müssen seltener gießen.


    Düngen Sie den Baum nur im Sommer, während der Wachstumsphase. Geben Sie dann bis zur vollen Reife der Früchte alle zwei Wochen Kompost unter das Erdreich.


    Damit Ihr Baum viele Früchte trägt, schneiden Sie ihn ab dem dritten Jahr jährlich zurück. Am besten eignet sich das Frühjahr für das Ausdünnen.

    Wenn die Äste bereits Knospen ausgebildet haben, lassen Sie alle Äste mit Blüten zwischen den Blattknospen stehen. Aus ihnen reifen die Früchte. Alle anderen Äste können Sie bis auf die Hauptäste zurückschneiden. Einen Schnittplan finden Sie hier. Wenn Ihr Nektarinenbaum jedoch rötliche Wölbungen auf den Blättern ausbildet, müssen Sie ein Fungizid einsetzen und alle Äste entfernen.

    Wichtig

    Verzichten Sie bei Nektarinenbäumen auf Kalk. Die Pflanze reagiert darauf empfindlich.


    Erntezeit: Nur reife Früchte pflücken

    Zwischen August und September sind die meisten Früchte reif. Bevor Sie die Nektarinen pflücken, überprüfen Sie mit einem Fingerdruck, ob sie reif sind. Lässt sich die Oberfläche leicht eindrücken, können Sie die Frucht ernten.

    Nektarinen lassen sich nur wenige Tage lagern. Um Ihre Haltbarkeit für ein paar Tage zu verlängern, können Sie sie in das Obstfach Ihres Kühlschranks legen.


    Nektarinenblüte: Die Blütezeit beginnt zwischen März und April. (Quelle: Getty Images/ClaraNila)

    Nektarinenblüte: Die Blütezeit beginnt zwischen März und April. (Quelle: ClaraNila/Getty Images)


    Nektarinen kaufen

    Nektarinen werden vor allem in Spanien, Italien und Frankreich angebaut. Sie haben zwischen Juli und September Saison. Früchte, die im Winter angeboten werden, stammen häufig aus Chile oder Südafrika.


    Greifen Sie beim Einkaufen am besten zu Früchten, die noch nicht ganz reif sind. Das Fruchtfleisch sollte nur minimal beim Eindrücken nachgeben. Denn je reifer die Früchte sind, desto schneller müssen sie verzehrt werden. Besonders bei den Sommertemperaturen fangen Nektarinen, ebenso wie Pfirsiche, schnell an zu faulen.

    So gesund sind Nektarinen

    Nektarinen haben – je nach Sorte – durchschnittlich 56 Kilokalorien (233 Kilojoule) pro 100 Gramm. Sie bestehen bis zu 83 Prozent aus Wasser. Darüber hinaus beinhalten die süßen Früchte viel Kalium (bis zu 212 Milligramm pro 100 Gramm) sowie Provitamin A (bis zu 73 Mikrogramm pro 100 Gramm), Vitamin E (bis zu 500 Mikrogramm pro 100 Gramm), Kalzium, und sogar Eisen. 100 Gramm der Früchte liefern bis zu 10 Milligramm Vitamin C.

    Menschen mit einem empfindlichen Magen können die Früchte meist problemlos essen, da Nektarinen wenig Fruchtsäure enthalten.

    Tipps zur Überwinterung

    Nektarinenbäume vertragen Frost nicht gut. Während der kalten Jahreszeit benötigen sie einen Frostschutz. Haben Sie Ihre Pflanze in einen Kübel gesetzt, holen Sie diesen während des Winters jedoch nicht ins Haus. Dort ist es oft zu warm, zu trocken und zu dunkel.


    Es ist wichtig, dass der Nektarinenbaum auch im Winter genügend Tageslicht erhält. Damit der Frost die Wurzeln des Baumes nicht angreift, decken Sie das Wurzelwerk mit Humus, Reisig und Moos ab. Bei extremer Kälte umhüllen Sie den Baum mit Vlies.

    Steckbrief

    Standort Sonnig, geschützt vor Wind und Frost
    Erde Leicht saurer, kalkarmer Boden, gerne auch sandig, lehmigHumusreich
    Düngen In der Wachstumsphase häufig (alle 14 Tage)Kompost als Dünger
    pH-Wert Leicht sauer
    Gießen Regelmäßig, im Sommer häufigerStaunässe meiden
    Blütezeit März, teilweise April bis Mai, rosa, zart rosa
    Überwintern Sehr frostempfindlichBesonders die Blüten vor Spätfrost schützen


    Verwendete Quellen:


    • Gartenjournal

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  • Gartengestaltung

    Wer Schmetterlinge will, muss ihre Raupen ernähren

    vgzm.1704981-86154584 Gartengestaltung: Wer Schmetterlinge will, muss ihre Raupen ernähren. Kleine Fuchs auf einer Blume: Schmetterlinge ernähren sich in erster Linie von Nektar. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

    Kleine Fuchs auf einer Blume: Schmetterlinge ernähren sich in erster Linie von Nektar. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa)


    Nicht nur um die Bienen und Vögel steht es in Deutschland schlecht. Auch andere Insekten werden zunehmend zur Rarität. Darunter auch der Schmetterling. Was können Sie tun?

    "Das ganze Ökosystem braucht Falter", betont Buchautorin Elke Schwarzer. "Falter sind als Futter von Vögeln und Fledermäusen wichtig." Und natürlich sind Schmetterlinge auch an der Bestäubung von Blühpflanzen beteiligt.

    Hobbygärtner tun also damit etwas Gutes, wenn sie den Tieren passende Pflanzen im Garten anbieten – für die Natur, aber auch noch für sich selbst. Denn die Tiere sind schließlich auch hübsch zu beobachten.

    Geeignete Schmetterlingsmagnete

    Schmetterlinge selbst lockt man mit Nektarpflanzen an – vor allem Kräuter. Wenn man die Blüte nicht aberntet, werden Minze, Salbei und Majoran den ganzen Sommer über von den Faltern besucht.


    Ein Magnet für Falter ist auch der nektarreiche Schmetterlingsflieder (Buddleja). Dabei kann er bis in den Oktober hinein immer wieder frische Blütenstände bilden. Auch zwei Raupen, die der Nachtfalter Braunwurz- und Königskerzen-Mönch, mögen den Schmetterlingsflieder, wenn es an den namensgebenden Braunwurz und Königskerzen mangelt.

    Allerdings: Bei Gärtnern hat der Schmetterlingsflieder keinen ganz tadellosen Ruf, da er sich auf Brachflächen und spärlich bewachsenen Naturarealen in den Höhen der Alpen massiv ausbreiten kann. Aber dieses Phänomen wurde nur selten auf Kulturflächen wie dem Garten beobachtet. Wer trotzdem sichergehen will, dass der Bestand nicht überhandnimmt, sollte die Blütenstände rechtzeitig vor der Samenreife entfernen, rät Melanie Chisté, Insektenexpertin des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV).

    Vorratsgefäße aus Kunststoff

    Künstliche Nektarspender werden immer häufiger im Handel angeboten. Diese Vorratsgefäße aus Kunststoff enthalten ein Reservoir für Nährlösung, an die Schmetterlinge über feine Löcher gelangen. "Es ist zu beobachten, dass die Spender angenommen werden", sagt die Insektenexpertin Chisté.

    Sie gibt aber zu bedenken, dass man nicht nur Zuckerwasser einfüllt, denn auch Salz sei für die Ernährung wichtig. "Deshalb beobachtet man, dass die Schmetterlinge beispielsweise auch Schweiß aufnehmen." Grundsätzlich rät Chisté, im Garten an verschiedenen Stellen Wasserquellen bereitzustellen. "Das fördert vor allem in trockenen Jahren auch andere Lebewesen."

    Negatives Image

    Während die Schmetterlinge vor allem wegen ihrer farbig gemusterten Flügel geschätzt werden, haftet ihren Raupen ein negatives Image an. Nicht ganz zu Unrecht: "Raupen sind Fraßschädlinge", erklärt Insektenexpertin Chisté. Dazu zählt etwa der Apfelzünsler, der Blatt und Frucht schädigt. "Auch Gespinstmotten und Eichenprozessionsspinner hinterlassen sichtbare Beeinträchtigungen der Pflanzen."

    Die erwachsenen Falter hingegen sind dann harmlos. Sie ernähren sich vorwiegend flüssig. "Dabei wird in erster Linie Nektar aufgenommen, aber auch Tränenflüssigkeit und Schweiß können als Flüssigkeitsquelle angenommen werden", erläutert Chisté.

    Doch ohne die erst mal lästigen Raupen gibt es eben auch keine Schmetterlinge. Daher sollte man die Bedürfnisse der Raupen erfüllen - und das sind meist heimische Pflanzen. Denn sie sind häufig auf bestimmte Arten spezialisiert. "Eine Hecke aus Liguster oder Weißdorn ist als Lebensraum für die Raupen ideal", sagt Buchautorin Schwarzer.

    Wichtige Nahrungsquellen

    Eine große Bedeutung haben auch Doldenblütler. "Die Raupen des Schwalbenschwanzes bevorzugen beispielsweise Dill, Fenchel und Wilde Möhre." Beim Malvendickkopf deutet der Name bereits an, dass er auf Stockrosen und Malven steht. Expertin Chisté ergänzt: "Der Faulbaum beispielsweise ist für die Raupen des Zitronenfalters neben dem Kreuzdorn die wichtigste Nahrungsquelle."

    Daneben sind es die Gartenarbeiten, die Schmetterlingen und ihren Raupen ein Zuhause rauben – oder ihnen es eben einrichten. Das Herbstlaub liegen lassen und Stauden erst im Frühjahr zurückschneiden, lauten die Tipps der Buchautorin Schwarzer.


    Sie ist auch gegen den sogenannten Hausmeisterschnitt bei Sträuchern. Damit ist gemeint, dass immer nur oben am Strauch die Spitzen abgeschnitten werden. Es sei viel besser, einzelne Triebe an der Basis zu kappen, um den Austrieb neuer vitaler Zweige zu fördern. Gleichzeitig entsteht so ein luftiges Astgerüst, das sowohl den Insekten als auch den Vögeln einen idealen Lebensraum beschert. Außerdem empfiehlt Schwarzer, kleine, wilde Ecken mit hohem Gras und Brennnessel für die Tiere stehen zu lassen.Quelle:

    https://www.t-online.de/

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  • Mosaikvirus auf der Ernte

    Bei diesem Virus hilft nur vollständige Vernichtung

    vgzm.1704981-81471416 Mosaikartig verfärbte Gurken – befallene Früchte sofort vernichten. Befallene Pflanze: Die befallenen Pflanzen wachsen nicht wie gewünscht, und die Blätter bilden ein gelb-grünes oder gelbes Muster. (Quelle: Getty Images/Alina Demidenko)

    Befallene Pflanze: Die befallenen Pflanzen wachsen nicht wie gewünscht, und die Blätter bilden ein gelb-grünes oder gelbes Muster. (Quelle: Alina Demidenko/Getty Images)

    Wenn Sie gerne Melonen essen, dann müssen Sie diese nicht im Supermarkt kaufen. Sie können die Frucht auch selber anbauen. Ebenso können Sie Gurken und Zucchini im Garten pflanzen. Bilden diese drei aber Flecken an den Blättern, die an ein Mosaik erinnern, sollten Sie unverzüglich reagieren.


    Hinweis auf eine Viruskrankheit

    Sie sollten die ebenfalls befallenen Früchte vernichten, sonst stecken sich auch noch die Nachbarn an der Viruskrankheit an, erklärt das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe. Experten sprechen hierbei vom Gurken-, Wassermelonen- oder Zucchinigelbmosaik.

    Optische Anzeichen für einen Befall

    Die befallenen Pflanzen wachsen nicht wie gewünscht, und die Blätter bilden ein gelb-grünes oder gelbes Muster. Melonenblätter sind stark missgebildet, vor allem schmaler als üblich.

    Die Früchte der Gurkenpflanzen sind hell- bis dunkelgrün gescheckt und bekommen Vertiefungen oder auch warzenartige Gebilde an der Oberfläche. Auch der Wuchs ist eingeschränkt. An der Pflanze selbst sind darüber hinaus klare Welkeerscheinungen erkennbar. Diese können jedoch teilweise auch lediglich an den Trieben auftreten.


    Zucchini bilden Beulen und verdrehen sich, Wassermelonen bekommen eine unregelmäßige Form und verfärben sich.

    Kranke Gurke: Das Gurkenmosaikvirus hat einen sehr großen Wirtspflanzenkreis und wird auch durch Blattläuse übertragen. (Quelle: Sreenshot: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)

    Kranke Gurke: Das Gurkenmosaikvirus hat einen sehr großen Wirtspflanzenkreis und wird auch durch Blattläuse übertragen. (Quelle: Sreenshot: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft)


    Unkraut als Verursacher

    In Beeten mit Gurken können Hobbygärtner dem Befall vorbeugen: Viele Unkräuter sind Wirtspflanzen für diese Virusvariante. Hier sei es wichtig, das Beet zu Beginn der Kultur regelmäßig säuberlich von Unkraut zu befreien, raten die Experten.

    Blattläuse als Verursacher

    Häufig wird das Gurkenmosaikvirus auch durch Blattläuse übertragen. Bereits wenige Minuten, nachdem die Blattlaus gesaugt hat, ist die Pflanze irreparabel infiziert. Die ersten Symptome sind dann nach 10 bis 14 Tagen erkennbar – je nach Witterungsbedingungen.

    Es ist daher umso wichtiger, einem Blattlausbefall frühzeitig vorzubeugen. So verhindern Sie einen Virus- oder Pilzbefall und die Schwächung Ihrer Nutzpflanzen. Zusätzlich sollten Sie auch rechtzeitig zur Unkrautbekämpfung durchführen.




    Ob der Virus auch durch die Samen übertragen werden kann, ist momentan noch strittig. Sie sollten daher die betroffenen und umliegenden Pflanzen vollständig entfernen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Zeitpunkt und Anleitung

    Apfelbaum schneiden: So gibt es eine reiche Ernte


    vgzm.1704981-62949884 Apfelbaum schneiden: So gibt es eine reiche Ernte. Apfelbaumschnitt. (Quelle: imago images/biky)

    Gartenarbeit: Scharfes Werkzeug erleichtert den Apfelbaumschnitt. (Quelle: biky/imago images)


    Beschneiden Sie Ihren Apfelbaum, damit er gedeihen kann. So regen Sie nicht nur das Wachstum an, sondern bewahren den Apfelbaum auch vor Krankheiten. Doch Vorsicht: Wenn Sie die falschen Äste entfernen, dann gefährden Sie die nächste Apfelernte.

    Ein Rückschnitt sorgt sowohl beim Apfelbaum als auch bei allen anderen Obstbäumen dafür, dass die Baumkrone gelichtet wird – so erhalten auch Äste die weiter im Inneren liegen ausreichend Luft und Licht. Zudem wirkt sich das Entfernen bestimmter Zweige positiv auf die Fruchtbarkeit und somit auf die Ernte aus.

    Apfelbaum schneiden: Der richtige Zeitpunkt

    Wenn Sie Ihren Apfelbaum schneiden wollen, sollten Sie dies sowohl im Frühjahr als auch im Herbst und Winter machen. Der Zeitpunkt wird dabei durch den Grund des Schnitts bestimmt. So erfolgt nach der Ernte im Herbst ein allgemeiner Rückschnitt, der unter anderem für eine üppige Blütenpracht und somit Ernte im Folgejahr sorgt. Dabei werden vor allem kranke und morsche Äste sowie Zweige entfernt Wichtig ist, dass die Temperaturen noch nicht im Minusbereich sind. Dies kann sich negativ auf die Wundheilung und allgemein den Baum auswirken.

    Baumschnitt: Alles Wissenswerte zum Thema


    Pruning (Quelle: Getty Images/MireXa) Einige Obstbäume, wie Kirschbäume, neigen zu einem starken Wachstum. Das birgt auch die Gefahr, dass Äste zu schwer werden und abbrechen. Tipp: Bedenkenlos können Sie senkrecht nach oben wachsende Äste entfernen, weil diese keine Früchte tragen werden. (Quelle: Getty Images/stokaji) Aufgrund des Vogelschutzes dürfen Sie in den Monaten März bis September keine größeren Schnittarbeiten mehr durchführen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch während der Brutzeit erlaubt, wobei Sie unbedingt auf nistende Vögel achten müssen. (Quelle: Getty Images/cglade) Eine gute Pflege der Baumkrone ist besonders wichtig, um den Baum gesund zu halten. Durch das Ausdünnen zirkuliert die Luft im Inneren der Baumkrone besser, sodass Blätter und Äste schneller trocknen. Die Gefahren, die von Krankheiten wie beispielsweise Pilzbefall ausgehen werden so minimiert. Gleichzeitig sorgt man für mehr Lichteinfall, der auch den Früchten gut bekommt. Durch die zusätzlichen Sonnenstrahlen werden sie schmackhafter. (Quelle: Getty Images/Kerrick) Scharfe Werkzeuge sind wichtig, damit es am Holz nicht zu Quetschungen kommt, die später schlecht verheilen. Für die Entfernung feiner Äste werden Einhand- oder Zweihandbaumscheren verwendet. Falls Sie Äste in großer Höhe schneiden möchten, können Sie eine Schneidgiraffe benutzen. Diese Astschere mit Teleskopgriff ist besonders geeignet, wenn keine Leiter genutzt werden kann. Große Äste werden mit einer Astsäge entfernt. (Quelle: Getty Images/Susan Vineyard) Wundschutzmittel sollen verhindern, dass Pilze in das offene Holz eindringen. Viele Experten raten heute allerdings von dieser Maßnahme ab, da der Belag von Wundverschlussmitteln rissig werden kann. Dringt Wasser in die Risse, kann es zu einem Pilzbefall kommen. Biologen empfehlen daher, auf die Selbstheilungskräfte der Bäume zu setzten. (Quelle: Getty Images/CasarsaGuru) Pruning (Quelle: Getty Images/MireXa) Einige Obstbäume, wie Kirschbäume, neigen zu einem starken Wachstum. Das birgt auch die Gefahr, dass Äste zu schwer werden und abbrechen. Tipp: Bedenkenlos können Sie senkrecht nach oben wachsende Äste entfernen, weil diese keine Früchte tragen werden. (Quelle: Getty Images/stokaji) Aufgrund des Vogelschutzes dürfen Sie in den Monaten März bis September keine größeren Schnittarbeiten mehr durchführen. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch während der Brutzeit erlaubt, wobei Sie unbedingt auf nistende Vögel achten müssen. (Quelle: Getty Images/cglade) Eine gute Pflege der Baumkrone ist besonders wichtig, um den Baum gesund zu halten. Durch das Ausdünnen zirkuliert die Luft im Inneren der Baumkrone besser, sodass Blätter und Äste schneller trocknen. Die Gefahren, die von Krankheiten wie beispielsweise Pilzbefall ausgehen werden so minimiert. Gleichzeitig sorgt man für mehr Lichteinfall, der auch den Früchten gut bekommt. Durch die zusätzlichen Sonnenstrahlen werden sie schmackhafter. (Quelle: Getty Images/Kerrick) Scharfe Werkzeuge sind wichtig, damit es am Holz nicht zu Quetschungen kommt, die später schlecht verheilen. Für die Entfernung feiner Äste werden Einhand- oder Zweihandbaumscheren verwendet. Falls Sie Äste in großer Höhe schneiden möchten, können Sie eine Schneidgiraffe benutzen. Diese Astschere mit Teleskopgriff ist besonders geeignet, wenn keine Leiter genutzt werden kann. Große Äste werden mit einer Astsäge entfernt. (Quelle: Getty Images/Susan Vineyard) Wundschutzmittel sollen verhindern, dass Pilze in das offene Holz eindringen. Viele Experten raten heute allerdings von dieser Maßnahme ab, da der Belag von Wundverschlussmitteln rissig werden kann. Dringt Wasser in die Risse, kann es zu einem Pilzbefall kommen. Biologen empfehlen daher, auf die Selbstheilungskräfte der Bäume zu setzten. (Quelle: Getty Images/CasarsaGuru)

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    Im Sommer, also ab August, werden die meisten Wassertriebe beziehungsweise Wasserschosse entfernt. Achten Sie dabei jedoch auf die gesetzlichen Vorgaben. Der Rückschnitt darf aus Naturschutzgründen nur in minimalem Ausmaß erfolgen.


    Info

    Nach dem Entfernen von Ästen treiben Obstbäume stärker aus. Erfolgt der Rückschnitt allerdings nach der Ernte beziehungsweise im Spätherbst, ist das anschließende Austreiben nicht so stark, da der Baum dann in der Saftruhe ist.


    Zum Winterende beziehungsweise im Frühjahr kann ebenfalls ein Obstbaumschnitt in den Monaten Februar und März erfolgen. Dann führen die Äste noch nicht so viel Wasser und die Knospen sind noch nicht ausgetrieben. Außerdem haben die Schnittwunden dann noch genügend Zeit, um zu verheilen. Die Temperaturen sollten jedoch nicht unter minus fünf Grad liegen, da das Holz ansonsten zu brüchig ist, empfiehlt der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege (BLGL).

    Achtung

    Die Äste dürfen beim Schnitt nicht durchnässt sein. Warten Sie auf eine längere trockene Wetterphase.

    Der richtige Schnittform

    Welchen Formschnitt Sie für Ihren Apfelbaum nutzen, hängt vor allem von dem Gesundheitszustand sowie dem Alter des Baumes ab. Kranke Bäume (Pilzbefall, Schädlingsbefall) müssen stärker beschnitten werden.

    Ist Ihr Apfelbaum jung und gesund, sind zwei Formen möglich: Hochstamm beziehungsweise Halbstamm oder Spindeln. Beim Spindeln wächst die Krone in die Breite, was zwar Platz im Garten beansprucht, das Ernten allerdings auch erleichtert. Bei dem Hochstamm wächst die Krone in die Höhe. Der Stamm beginnt dabei ab einer Höhe von etwa 160 Zentimetern. Geerntet wird dann mithilfe einer Leiter. Diese Form ist besonders auf Streuobstwiesen gängig.

    Obstbaumkrebs erkennen und bekämpfen


    Obstbaumkrebs: Erntefehler (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Obstbaumkrebs: Übertragung (Quelle: imago images/blickwinkel) obstbaumkrebs-eintrittspforten.jpg Obstbaumkrebs: Eintrittspforten (Quelle: vbogl.de) Obstbaumkrebs: Symptome (Quelle: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW) Obstbaumkrebs: Bekämpfung (Quelle: Andreas Vietmeier/Landwirtschaftskammer NRW) obstbaumkrebs-vorbeugung.jpg Obstbaumkrebs: Vorbeugung (Quelle: Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee) Obstbaumkrebs: Erntefehler (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Obstbaumkrebs: Übertragung (Quelle: imago images/blickwinkel) obstbaumkrebs-eintrittspforten.jpg Obstbaumkrebs: Eintrittspforten (Quelle: vbogl.de) Obstbaumkrebs: Symptome (Quelle: Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW) Obstbaumkrebs: Bekämpfung (Quelle: Andreas Vietmeier/Landwirtschaftskammer NRW) obstbaumkrebs-vorbeugung.jpg Obstbaumkrebs: Vorbeugung (Quelle: Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee)

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    Alternativ können Sie auf den klassischen Rundschnitt setzen. Hierbei sollten Sie dann jährlich einen Rückschnitt zur Verschlankung der Krone durchführen. Lichten Sie auch den oberen und äußeren Teil der Krone verstärkt aus.

    Info

    Apfelbäume bestehen aus einem Grundast – meist nur ein Ast direkt in der Mitte der Krone – und Fruchtholz. Das Fruchtholz bildet das Grundgerüst der Krone.


    Beim Rückschnitt werden alte und morsche Äste bis auf das Grundgerüst entfernt. Lange, kräftige Triebe werden zurückgeschnitten. Junge Seitentriebe, die nicht verzweigt sind, bleiben stehen.

    Achten Sie im Sommer auf den Vogelschutz

    Beachten Sie unbedingt, dass Sie von März bis September keine größeren Schnittarbeiten mehr durchführen dürfen. Der genaue Zeitraum variiert je nach Kommune. Aufgrund des Vogelschutzes ist allenfalls ein leichter Rückschnitt erlaubt, bei dem Sie unbedingt auf nistende Vögel achten müssen.

    Verjüngungsschnitt hält den Baum gesund

    Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät, sich bei der Intensität des Apfelbaumschnitts am Vorjahresertrag zu orientieren. War die Apfelernte  wenig ertragreich, setzen Sie die Säge oder Schere nicht zu sparsam an. Damit unterstützen Sie das Wachstum neuer Triebe. Nach einer guten Ernte im vergangenen Jahr können Sie behutsamer vorgehen. So fördern Sie kleinere Triebe, die sich gut für einen neuen Fruchtansatz eignen.

    Grundsätzlich gilt jedoch: Beschneiden Sie den Baum lieber etwas mehr als zu wenig, um ihn dauerhaft gesund zu halten.

    Entfernen Sie nur die richtigen Äste

    Der Großteil der Obstbäume trägt seine Blüten und somit auch seine Früchte an zweijährigem Holz. Hierzu zählen Sorten wie Zwetschge, Apfel oder Birne. Werden alle einjährigen Triebe entfernt, fällt die Ernte im Folgejahr aus. Sie erkennen die jüngeren Zweige an einer helleren Färbung.

    Apfelbäume blühen entweder jährlich oder alle zwei Jahre. Dies ist zum einen von der Sorte, zum anderen auch vom Rückschnitt abhängig. Ein zu starker Rückschnitt kann die Blüte verhindern – die Ernte fällt dann aus. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge. Im Folgejahr sollten wieder Blüten und somit auch Früchte wachsen.


    Baumschnitt für Apfelbaum (Quelle: t-online.de)

    Baumschnitt: Nicht alle Zweige und Äste dürfen bei einem Apfelbaum entfernt werden. (Quelle: t-online.de)


    Mit dem Apfelbaumschnitt soll der Energiefluss des Baumes gelenkt werden. Dieser sollte gleichmäßig sein. Ist der Rückschnitt nicht richtig, wird der Baum eher seine Energie in neue Triebe und Wasserschosse als in die Ernte stecken. Das bedeutet weniger Früchter und mehr Schnittaufwand für Sie. Ideal ist daher ein möglichst symmetrischer Schnitt. Die Äste werden dabei auf etwa der gleichen Höhe gestutzt. Dadurch erhalten Sie, laut Experten, die Gleichmäßigkeit im Saftfluss.

    Wasserschosse erkennen und abschneiden

    Zweige und Triebe, die als Wasserschosse (Wassertriebe) senkrecht nach oben wachsen, sollten Sie vollständig entfernen, indem Sie sie direkt am Ast abschneiden. Äste, die Sie lediglich zurückschneiden wollen, entfernen Sie etwas oberhalb einer nach außen wachsenden Triebknospe, empfiehlt der BLGL.

    Die meisten Wasserschosse können entfernt werden, da sie lediglich Holz sind und die Krone verdunkeln. Zudem verhindern sie einen ausgewogenen Saftfluss.

    Lichten Sie die Baumkrone aus

    Vergessen Sie auch nicht, den Innenbereich der Baumkrone zu lichten, wenn Sie Ihren Apfelbaum schneiden. So gelangt später genügend Licht zu den Äpfeln, die im Inneren des Baumes heranreifen. Sie werden fruchtiger und schmackhafter. Mehr Luft und Sauerstoff sorgen zusätzlich dafür, dass Blätter und Zweige schneller trocknen können. So verringern Sie die Gefahr von Krankheiten wie Pilzbefall.

    Von Pflanzschnitt bis Kronenaufbauschnitt

    Je nach Alter des Baums ist ein anderer Schnitt nötig: Als erstes erfolgt ein Pflanzschnitt (im Herbst kurz nach der Baumpflanzung), dann ein Erziehungsschnitt (nach fünf Jahren) gefolgt von einem Kronenaufbauschnitt oder auch Erhaltungsschnitt (sechs Jahre, nachdem der Baum gepflanzt wurde). Der Erhaltungsschnitt hält den Baum gesund und kräftig.




    Nach jedem umfangreichen Schnitt sollten Sie Ihre Arbeit mit etwas Abstand betrachten. Der Baum sollte nicht krumm und schief oder an einer Steller stärker gestutzt sein. Der Baum sollte mit dem Schnitt nicht nur Kraft bekommen, sondern auch in Form bleiben.

    Machen Sie den Vasen-Test

    Allen die Schwierigkeiten haben, die richtigen Zweige zu erkennen, empfiehlt Siegele den "Vasen-Test". Entfernen Sie einen Zweig und stellen Sie ihn in eine Vase. Einige Stellen werden nun zu blühen beginnen. Das sind auch bei den noch am Baum befindlichen Zweigen die Stellen, die abgeschnitten werden dürfen.


    Vasen-Test: Mit diesem Trick wissen Sie, welche Zweige Sie entfernen dürfen. (Quelle: dianazh/Getty Images)

    Vasen-Test: Mit diesem Trick wissen Sie, welche Zweige Sie entfernen dürfen. (Quelle: dianazh/Getty Images)


    Checkliste Apfelbaum schneiden

    • Schauen Sie vor dem Schnitt, welche Teile in der Krone zu dicht bewachsen sind. Lichten Sie diese Stellen aus und kontrollieren Sie Ihre Arbeit, indem Sie sich das Gesamtbild des Baums anschauen. Er sollte gleichmäßig zurückgeschnitten werden.
    • Entfernen Sie nach unten wachsende sowie zu stark verzweigte und morsche Äste und Zweige. Junge Äste bringen bessere Erträge als ältere und kranke.
    • Lichten Sie die Krone außen sowie oben aus.
    • Schneiden Sie Triebe, die nach außen wachsen, ab.
    • Entfernen Sie Wassertriebe.
    • Schnittwunden, die größer als ein 1-Euro-Stück sind, sollten mit mit einem Wundverschlussmittel behandelt werden. Das verhindert, dass Pilze und Viren in den Baum eindringen und ihn schwächen.

    Verwendete Quellen:


    • Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege (BLGL)

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Mähen, Düngen, Gießen

    Die besten Tipps für einen schönen Rasen


    vgzm.1704981-57701796 Rasenpflege: Rasenmähen, düngen und vertikutieren. Rasenpflege: Düngen, gießen und vertikutieren Sie Ihren Rasen zum richtigen Zeitpunkt, damit er gesund bleibt. (Quelle: Getty Images/delihayat)

    Rasenpflege: Düngen, gießen und vertikutieren Sie Ihren Rasen zum richtigen Zeitpunkt, damit er gesund bleibt. (Quelle: delihayat/Getty Images)


    Ein grüner und dichter Rasen ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Im Sommer muss die Grünfläche regelmäßig gegossen werden. Wie viel Wasser der Rasen braucht, verrät ein einfacher Test mit einem Marmeladenglas.

    Regelmäßiges Mähen gehört zu den einfachsten und zugleich effektivsten Pflegemaßnahmen für einen dauerhaft schönen Rasen. Das Umweltbundesamt (UBA) rät für die Hauptwachstumszeit zwischen März und Oktober zum wöchentlichen Rasenschnitt.

    Wann Rasen mähen, düngen, vertikutieren?

    Es lässt sich kaum verhindern, dass sich die abgestorbenen Pflanzenreste im Winter zu einer Filzschicht zwischen den Gräsern verdichtet. Dadurch wird die Wasseraufnahme erschwert, es bildet sich Moos. Zum Entfernen des Filzes braucht man zumindest auf größeren Flächen einen Vertikutierer. Die rotierenden Messer sollten allerdings möglichst nicht zu tief in den Boden eindringen, um die Graswurzeln nicht zu beschädigen. Vertikutieren ist eine Aufgabe für die Rasenpflege im Frühjahr. Dann erholt sich der Rasen nach dem Belüften am schnellsten. In dieser Reihenfolge geht man beim Vertikutieren am besten vor:

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    1. Als erster Schritt steht die Frühjahrsdüngung im Februar oder März an. Dafür eignet sich ein stickstoffhaltiger Rasendünger.
    2. Etwa eine Woche später mäht man den Rasen auf ungefähr vier Zentimeter.
    3. 10 bis 14 Tage später wird der Rasen erneut gekürzt, diesmal auf zwei Zentimeter.
    4. Danach wird der Rasen vertikutiert. Die Fläche muss dafür trocken sein. Das anfallende Pflanzenmaterial darf auf den Kompost.
    5. An kahlen Stellen wird Grassamen nachgesät.

    Wann und wie oft sollte man Rasen mähen?

    Beim Mähen können sich an der Länge der Gräser orientieren. Die ideale Schnittlänge beträgt etwa vier Zentimeter. Spätestens, wenn die Halme doppelt so lang sind, sollten Sie zum Rasenmäher greifen. Demnach ist es bei einer Grashöhe zwischen sieben und zehn Zentimetern Zeit zu mähen. Diese Fehler sollten Sie beim Rasenmähen vermeiden.

    Wenn Sie zu lange warten, riskieren braune Stellen im Rasen. Bei langen Halmen wird dann der grüne obere Teil abgeschnitten und es bleibt nur der trockene untere Bereich stehen.


    Auch ein zu kurzer Schnitt kann dem Rasen schaden. Wird das Gras auf zwei Zentimeter oder noch kürzer heruntergeschnitten, können die dabei freigelegten Wurzeln geschädigt werden. Außerdem verbrennt ein sehr kurz geschnittener Rasen bei starker Sonneneinstrahlung leicht und wird dann braun.

    Pflanzen gießen - Wie viel ist zu viel? Die größten Fehler beim Gießen

    Pflanzen gießen
    Wie viel ist zu viel? Die größten Fehler beim Gießen

    Schon kleine Fehler beim Gießen richten großen Schaden an. (Quelle: dpa)

    Der plötzliche Kahlschnitt schränkt die sensiblen Gräser in ihrem Wachstum ein oder lässt sie sogar ganz absterben. In den Kahlstellen siedelt sich dann vermehrt Unkraut an. Hornklee beispielsweise gedeiht besonders gut auf einem sehr kurz geschnittenen Grün, weil er dann besonders viel Licht erhält.

    Wenn Sie noch häufiger mähen oder einen Mulchrasenmäher verwenden, können Sie auf den Fangkorb verzichten und die gemähten Grasspitzen einfach liegen lassen. Der Grasschnitt soll die Humusbilanz verbessern und die Krümelstruktur des Bodens fördern. Dieselben Vorteile schreiben Experten den immer beliebter werdenden Mährobotern zu.

    Rasenpflege: Wie Sie Ihren Rasen bewässern, düngen und mehr

    Ein Rasenmäher mäht (Quelle: imago images) Den Rasen vertikutieren (Quelle: imago images) Der Rasen wird gedüngt (Quelle: imago images)

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    Wann und wie oft wird der Rasen gedüngt?

    Damit sich Löwenzahn, Klee und anderes Unkraut nicht im Rasen breit machen, ist regelmäßiges Düngen wichtig. Je gesünder das Gras, desto weniger Chancen haben die Unkräuter. Im Frühjahr und mindestens ein weiteres Mal im Juli oder August sollten Sie einen stickstoffreichen Rasenlangzeitdünger ausbringen. Stark beanspruchte Rasenflächen können Sie zwischendurch auch ein drittes Mal düngen.

    Mitte bis Ende Oktober sollten Sie dann nochmal einen speziellen Herbstdünger geben. Er ist besonders reich an Kalium, das für eine gute Winterhärte der Rasengräser sorgt.

    Fünf Wege zur perfekten Rasenkante


    Nicht jede Rasenkante macht viel Arbeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung mit Englischer Kante (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung mit Steinen (Quelle: imago images/Redeleit) Rasenbegrenzung aus Beton (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung aus Metallprofilen (Quelle: Terra-S/HLC) Rasenbegrenzung aus Kunststoff (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Nicht jede Rasenkante macht viel Arbeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung mit Englischer Kante (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung mit Steinen (Quelle: imago images/Redeleit) Rasenbegrenzung aus Beton (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Rasenbegrenzung aus Metallprofilen (Quelle: Terra-S/HLC) Rasenbegrenzung aus Kunststoff (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

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    Düngen (Quelle: Getty Images/groveb)

    Düngen: Tragen Sie Dünger am besten mit einer entsprechenden Hilfe aus. So wird er gleichmäßig verteilt. (Quelle: groveb/Getty Images)


    Eignet sich Eisensulfat als Dünger?

    Eisensulfat eignet sich ebenfalls für den Rasen: Es ist zugleich Dünger und Moosvernichter. Das Mittel hat allerdings auch Nachteile: Es ist nicht ganz ungefährlich.

    Bei der Anwendung von Moosvernichtern auf Eisensulfatbasis sollten Sie dringend, Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut zu vermeiden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der Dünger stark reizend. Halten Sei nach dem Auftragen auch Haustiere und Kleinkinder von der Rasenfläche fern. Das Mittel ist besonders beim Verschlucken gesundheitsschädlich. Wer reines Eisensulfat verwendet, muss zudem aufpassen, dass das Düngemittel nicht mit Steinplatten oder der Kleidung in Berührung kommt. Sonst könnten Flecken zurückbleiben.


    Nachdem Sie den Moosvernichter aufgebracht haben, dauert es etwa eine Woche, bis das Moos abgestorben ist. Die beste Wirkung erzielen Sie, indem Sie den Rasendünger nach einem Regenguss aufbringen, sobald die Gräser wieder getrocknet sind. Anschließend sollten Sie die behandelten Stellen etwa zwei Tage lang nicht wässern. Danach können Sie das abgestorbene Material mit einer Harke, einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen.


    Mit dem Nachsäen sollten Sie danach noch eine Woche warten. Der Rasen wächst sonst schlechter an.

    Wann sollte man den Rasen kalken?

    Oft ist ein zu saurer Boden die Ursache für den Moosbefall. Sollte der Boden einen pH-Wert unter sieben aufweisen, ist er zu sauer. Dann ist Kalken eine geeignete Methode, um einem Moosbefall vorzubeugen. Wie viel Kalk Sie aufbringen müssen, richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit. Bei leichten, sandigen Böden brauchen Sie weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während Sie bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden können.

    Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden. Ob ein Boden zu sauer ist, können Sie teilweise am Bewuchs erkennen. So deutet beispielsweise das Vorhandensein von Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden.

    Wie wird man Unkraut im Rasen durch Düngen los?

    Wenn sich Klee im Rasen breitmacht, ist das ein Zeichen dafür, dass dem Rasen Stickstoff fehlt. Dagegen hilft Hornmehl. Die Späne aus Rinderhorn haben einen hohen Stickstoffgehalt. Ein großer Vorteil von Hornmehl ist, dass es im Gegensatz zu anderen Düngern kein Phosphat enthält, das hauptsächlich den Unkräutern zugute käme.

    Egal ob Eisensulfat, Rasendünger, Kalk oder Hornmehl – Sie sollten sich an die jeweiligen Angaben zur Dosierung halten, um dem Rasen nicht zu viel Dünger zu geben. In einem überdüngten Rasen können sich leicht Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit, Hexenringe oder Schneeschimmel festsetzen. Wer sicher gehen will, welcher Dünger der richtige ist, führt eine Bodenanalyse durch, die den pH-Wert bestimmt. Einfache Testsets sind im Baumarkt oder Gartencenter erhältlich.

    Wie oft und wann wird der Rasen bewässert?

    An heißen Tagen brauchen die Gräser genug Wasser. In der Trockenphase wird der Rasen zwei- bis dreimal wöchentlich mindestens 30 Minuten lang gegossen. 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter sind die optimale Menge. Um besser einschätzen zu können, wann es genug ist, stellen Sie ein leeres Marmeladenglas auf den Rasen und starten den Sprinkler. Bei einem Füllstand von 1,5 Zentimetern im Glas habe der Rasen genug Wasser.

    Generell ist es besser, am frühen Morgen statt abends zu gießen. Denn kurz vor der Nacht ist der Boden noch zu warm, und das Gießwasser verdunstet anstatt das Grün zu versorgen. Außerdem sollten Sie nur bei anhaltender Trockenheit zusätzlich bewässern. Halten Sie die Fläche dauerhaft zu feucht, drohen Moos- und Algenbefall im Rasen.

    Was ist die richtige Saatgutmischung?

    Entscheidend für einen schönen Rasen ist das richtige Saatgut. Es gibt für jeden Standort die passende Rasenmischung. Soll der Rasen öfter betreten oder sogar von Kindern bespielt werden, sollten Sie sich für einen strapazierfähigen Spiel- und Sportrasen entscheiden. Kommt nur wenig Sonne auf die Rasenfläche, ist ein Schattenrasen sinnvoll.


    Meist setzen sich die angebotenen Rasenmischungen aus mehreren speziell gezüchteten Gräserarten zusammen. Zu den robusten Sorten zählen beispielsweise Lolium Perenne und Festuca Rubra. Die Zusammensetzung muss auf den Packungen angegeben sein.

    Wann wird Rasen gesät?

    Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist ein warmer, aber nicht heißer Tag im Frühjahr, an dem es möglichst windstill ist. Der Untergrund sollte locker und feucht sein. Am besten ist eine Mischung aus Mutterboden mit etwas Sand geeignet. Zunächst wird die Fläche gerade gezogen und alle Steine entfernt. Um die Unebenheiten zu beseitigen, sollten Sie zum Rechen greifen. Wer Wert auf eine ganz gerade Fläche legt, zieht sie mit einem langen Brett ab. Auf den begradigten Untergrund wird der Samen gleichmäßig verteilt. Ungeübte sollten dafür lieber einen Streuwagen verwenden, den man sich im Baumarkt- oder Garten-Center leihen kann.

    Damit sich der Samen gut mit dem Boden verbindet, empfiehlt es sich, die Aussaat anschließend mit einer Walze oder Trittbrettern festzudrücken. Danach sollten Sie die Fläche für möglichst nicht mehr betreten, bis sich die Grasdecke geschlossen hat. Bis dahin muss der junge Rasen regelmäßig gewässert werden. Sofern der Regen von oben ausbleibt, muss mindestens jeden dritten Tag gegossen werden.


    Rollrasen (Quelle: Getty Images/brebca)

    Rollrasen: Auch Fertigrasen benötigt eine umfangreiche Pflege. (Quelle: brebca/Getty Images)


    Wie wird Rollrasen verlegt?

    Wenn es ganz schnell gehen muss, bietet sich Rollrasen an. Während neu eingesäter Rasen einige Zeit braucht, um dicht zu wachsen, erstrahlt der Rollrasen sofort in dichtem Grün. Allerdings hat der Fertigrasen auch seinen Preis. Für einen Quadratmeter des Rasens muss man je nach Qualität zwar nur zwischen drei und acht Euro hinblättern. Dazu kommen jedoch noch die Verlegekosten, Transport und Nachpflege.



    Alles in allem summieren sich die Kosten meist auf weit über zehn Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommt, dass viele Fertigrasen Gifte enthalten, um unkrautfrei angeboten werden zu können.


    Verwendete Quellen:

    https://www.t-online.de/

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  • Gartentipp

    Früchte morgens, Salat besser abends ernten


    vgzm.1704981-85881068 Gartentipp: Früchte morgens, Salat besser abends ernten. Sonnengereifte Tomaten: Gemüse sollte eher morgens geerntet werden. (Quelle: imago images/Eyepix Group)

    Sonnengereifte Tomaten: Gemüse sollte eher morgens geerntet werden. (Quelle: Eyepix Group/imago images)


    Erdbeeren, Tomaten und Äpfel: Diese Früchte sollten zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag geerntet werden, damit sie besonders lecker und knackig sind.

    Gartenkalender: Ernte und Pflanzzeit im Überblick


    Die folgenden Bilder zeigen in den grünen Ellipsen die Obst- und Gemüsesorten, die im jeweiligen Monat geerntet werden können. Die blauen Ellipsen zeigen die Pflanzzeit. (Quelle: t-online.de) Im Februar ist es Zeit die Gemüsebeete für die Aussaat vorzubereiten. Dazu empfiehlt es sich, den benötigten Kompost vorher zu sieben, um eine gleichmäßige Aussaat zu erzielen. (Quelle: t-online.de) Im März beginnt die Gartensaison: Neben der Bestellung des Frühbeets für Karotten, Spinat und Co. ist das Frühjahr auch die beste Zeit um Kräuter wie Thymian, Salbe und Rosmarin zurückzuschneiden. (Quelle: t-online.de) Jetzt beginnt die arbeitsreiche Zeit im Obst- und Gemüsegarten. Für eine ertragreiche Ernte sollten Sie nun die Gelegenheit nutzen, um Nützlinge wie Wildbienen, Florfliegen und Marienkäfer zu fördern. Stellen Sie Schilfrohre und Insekten-Nistkästen für die kleinen Helfer auf. (Quelle: t-online.de) Leider mögen nicht nur Nützlinge Ihr Obst und Gemüse. Schädlinge wie die Möhren- und Kohlfliege setzen im Frühling ihre Eier ab. Schützen Sie Ihre Beete daher lückenlos mit entsprechenden Netzen und Vliesen. (Quelle: t-online.de) Im Juni beginnt die Erntezeit für Obstsorten wie Erdbeeren und Himbeeren. Bis zum 21. Juni sollte Rhabarber geerntet sein, da die Pflanze die Blätter nun zur Regeneration braucht. (Quelle: t-online.de) Wenn es im Juli heiß wird, ist es Zeit Himbeersträucher mit einer Mulchschicht vor dem Austrocknen zu schützen. Dazu eignet sich gehäckselter Strauchschnitt oder Rasenschnitt. (Quelle: t-online.de) Im August beginnt die Erntesaison. Brombeeren ernten Sie am besten einige Tage nachdem sich die Früchte tiefschwarz verfärbt haben. Die Beeren sind dann bereits etwas weich. (Quelle: t-online.de) Mit dem September beginnt die Apfelernte. Entfernen Sie dabei auch alle kranken Früchte. Braune Stellen oder Schorf können Sie abschneiden und die Früchte für Apfelkuchen oder Kompott verwenden. Zum Einlagern eignen sich jedoch nur unversehrte Äpfel. (Quelle: t-online.de)

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    Der Zeitpunkt, wann Kräuter, essbare Blüten, Obst oder Gemüse am Tag geerntet werden, kann Auswirkungen auf ihre Qualität haben. Ein Beispiel: Die meisten Blüten, die man etwa im Salat oder als Beigabe zu Hauptspeisen nutzt, sollten am Vormittag abgeschnitten werden, wenn sich die Blüten gerade erst geöffnet haben. Dazu rät das Bundeszentrum für Ernährung. Sollen die Blüten erst später verwendet werden, lagert man sie in einer Schale mit kaltem Wasser zwischen.

    Sonnenstrahlung beeinflusst die Qualität

    Aber auch für manches Gemüse und Obst trifft es zu, dass früh am Tag geerntete Früchte qualitativ besser sind. Erdbeeren zum Beispiel werden im Tagesverlauf weicher, erklärt das Bundeszentrum. Schuld an dem Qualitätsverlust ist die zunehmende Sonneneinstrahlung und damit die Verdunstung, vor allem, wenn es heiß ist. Dann nimmt der Druck des Saftes in den Zellen ab, Obst und Gemüse werden weicher und sind letztlich schlechter haltbar.

    Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen: Salate zum Beispiel werden am besten erst ab dem Nachmittag gepflückt oder ausgestoßen. Denn sie nehmen Nitrat aus dem Boden auf, das sich unter Sonneneinstrahlung abbaut. Daher ist ein späterer Erntezeitpunkt am Tag besser.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn





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  • So schützen Sie Ihre Pflanzen

    Mehltau wird zur Gartenplage: einfaches Hausmittel hilft


    vgzm.1704981-48035610 Mehltau an Rosen und anderen Pflanzen bekämpfen. Blatt mit weißen und grauen Flecken: Falscher oder echter Mehltau? In jedem Fall muss etwas unternommen werden. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel)

    Blatt mit weißen und grauen Flecken: Falscher oder echter Mehltau? In jedem Fall muss etwas unternommen werden. (Quelle: Waldemar Boegel/imago images)


    Mehltau kann für den Hobbygärtner zu einer wahren Plage werden. Vor allem Rosen sind anfällig für den Pilzbefall. Die Stiftung Warentest verrät in ihrem Pflanzenschutz-Ratgeber*, wie Sie Mehltau erkennen und welche Tipps gegen Mehltau helfen. Als wirksames Hausmittel hat sich Milch bewährt.

    Beim Mehltau unterscheidet man zwischen "Falschem Mehltau" und "Echtem Mehltau". Beide Varianten breiten sich über Sporen aus. Sie bilden ein Geflecht aus sehr feinen Fasern, das auch Myzel genannt wird. Als weißer bis grauer Pelz macht es sich auf den Pflanzen bemerkbar. Besonders gut gedeiht Mehltau in feuchter Umgebung. Beide Arten bilden verschiedene Spezies aus, die nicht direkt von einer Pflanzengattung auf die andere übertragen werden können. Apfelmehltau kann beispielsweise nicht auf Rosen überspringen.

    Der Echte Mehltau

    Der Echte Mehltau bildet einen weißen, mehlartigen Belag auf der Oberseite der Blätter, wo er sich zu Beginn des Befalls noch leicht abwischen lässt. Im fortgeschrittenen Stadium sind meist auch die Triebspitzen, Knospen und Früchte sowie die Unterseiten der Blätter betroffen. Im Verlauf der Krankheit rollen sich die Blätter ein und die Triebe verkrüppeln zum Teil so stark, dass kein weiteres Wachstum möglich ist.

    Besonders bei trockenem und warmem Wetter in Kombination mit nächtlichem Tau verbreitet sich der Pilz rasant. Sonnige Tage im Frühjahr und Herbst sowie der Spätsommer begünstigen daher die Ausbreitung des Mehltaus. Im Spätherbst bildet der Pilz dann dunkle Winterfruchtkörper, die in herabgefallenem Laub und anderen Pflanzenresten überwintern können.


    Erdbeeren und Weintrauben reagieren anders

    Eine Ausnahme im Erscheinungsbild des Mehltaus gibt es etwa beim Befall von Erdbeerpflanzen oder Weinstöcken. Die Blätter der Erdbeere verfärben sich an den Blattunterseiten rot und bilden kaum weißen Belag auf den Oberseiten. Die Blätter rollen sich nach oben ein. Auch bei den Reben verfärben sich die Blätter ähnlich und die Trauben platzen bei fortschreitender Krankheit auf.

    Der Falsche Mehltau

    Viele Gemüsearten und krautige Pflanzen werden vom Falschen Mehltau befallen. Wenn die Pflanzen befallen sind, erkennt man das an rötlich-violetten Flecken an der Blattoberseite. Viele Arten zeigen auch gelbe bis braune Flecken, die durch die Blattadern begrenzt werden. An der Blattunterseite dagegen bildet sich ein schmutzig grauer Pilzrasen. Knospen und Triebe trocknen oft aus, bei Weinstöcken vertrocknen sogar die Früchte.

    Das Wachstum des falschen Mehltaus wird durch feuchtes und mäßig warmes bis kühles Wetter begünstigt, sowie durch einen überhöhten Stickstoffgehalt im Boden. Der Pilz bildet ständig neue Unterarten aus, gegen die immer wieder neue resistente Pflanzen gezüchtet werden. Beim Kauf solcher Pflanzen entdeckt man deshalb auf deren Deklarierung oft Angaben wie "gegen Rasse 1 - 26".

    Mit Milch gegen Mehltau

    Als einfaches Hausmittel hat sich Milch gegen Mehltau bewährt: Man mischt einen Teil Milch mit neun Teilen Wasser und sprüht die Mixtur auf die befallene Pflanze. Wichtig ist, dass es sich um Frischmilch handelt. Die Mikroorganismen aus der Milch bekämpfen den Pilz. Deshalb ist H-Milch für diesen Zweck ungeeignet. Das Lecithin in der Milch bekämpft den Pilz und das Natriumphosphat stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze. Die Prozedur sollten Sie zwei bis dreimal in der Woche wiederholen.

    Darauf müssen Sie bei der Bekämpfung achten

    Generell sind alle Pflanzenreste und befallenen Teile zu entfernen und im Restmüll zu entsorgen, da der Pilz in ihnen überwintern kann. Er überlebt auch an Gartengeräten, Holzpfählen oder Sichtschutzzäunen aus organischem Material. Deshalb ist es besonders wichtig, Geräte und Pflanzgefäße nach einem Kontakt mit erkrankten Pflanzen gründlich zu reinigen. Nutzen Sie ein Antiseptikum oder Alkohol zur Reinigung. Das gilt im Übrigen auch für Ihre Hände.

    Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln muss immer mit Bedacht vorgegangen werden. Mit den Giften dürfen nur befallene Pflanzen benetzt werden, um Nützlinge und gesunde Nachbarpflanzen nicht zu schädigen. Wenn Sie Obst- und Gemüsepflanzen behandeln, sollten Sie zu Ihrem eigenen Schutz immer die Wartezeiten beachten, die auf den Fungiziden angegeben sind. Sie beziehen sich auf den Mindestzeitraum, nach dem die Früchte und das Gemüse wieder unbedenklich verzehrt werden können.

    Vorbeugen ist die beste Medizin

    Pilzkrankheiten wie der Mehltau lassen sich durch vorbeugende Maßnahmen am besten fernhalten. Nach einem Befall ist es immer schwierig, die Krankheit zu stoppen. Zudem sehen die meist notwendigen Schnitte an Sträuchern und Bäumen unschön aus. Wenn Sie diese Bekämpfungs- und Pflegetipps gegen Mehltau beachten, bleiben Ihre Pflanzen im Garten und auf dem Balkon kräftig und gesund.

    Verwendete Quellen:

    • *Ratgeber "Pflanzenschutz - unser gesunder Garten" von Joachim Mayer in Zusammenarbeit mit Konstanze Neubauer und Dr. Sigrun Künkele. Erschienen bei der Stiftung Warentest, 304 Seiten, 22,90 EUR.

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Süße Früchte selbst anbauen

    Feigenbaum im eigenen Garten pflanzen und pflegen


    vgzm.1704981-74893898 Feigenbaum pflanzen und pflegen: einfache Anleitung. Aufgeschnittene Feigen: Die mediterranen Früchte können Sie auch in Ihrem Garten anbauen. (Quelle: imago images/Panthermedia)

    Aufgeschnittene Feigen: Die mediterranen Früchte können Sie auch in Ihrem Garten anbauen. (Quelle: Panthermedia/imago images)


    Ein sonniger Garten ist die erste Voraussetzung, wenn Sie einen eigenen Feigenbaum pflanzen möchten. In der Anleitung finden Sie wichtige Hinweise zur richtigen Pflege der Pflanze.

    1. Auswahl des Feigenbaums

    Wenn Sie einen Feigenbaum im Garten pflanzen möchten, sollten Sie sich für eine selbstbefruchtende Sorte entscheiden. So benötigen Sie keine zweite Sorte zur Befruchtung der Blüten. Achten Sie darauf, dass es sich um eine echte Feige handelt. Zierfeigenbäume sehen zwar schön aus, bilden aber keine genießbaren Früchte aus. Berücksichtigen Sie beim Kauf zudem, ob die Sorte winterhart, ertragreich und widerstandsfähig ist. Kaufen Sie eine Pflanze, die mindestens zwei Jahre alt ist. Jüngere Feigenbäume sind noch nicht ausreichend winterhart.

    Empfehlenswert sind die Sorten Brown Turkey, Jardin und Violetta. Auch die früh reifenden Sorten Black Ischia, White Marseilles oder St. Johns bieten sich laut der Gartenakademie Rheinland-Pfalz für eine Pflanzung im Garten an.

    Achtung

    Wenn der Sommer nicht heiß genug war, kommen viele Feigen nicht zur Reife.

    2. Standort auswählen

    Wählen Sie als Standort für Ihren Feigenbaum einen Platz direkt in der Sonne, der zudem wind- und regengeschützt ist. Für die mediterrane Pflanze bietet sich ein Ort in der Nähe einer Hauswand oder in einem Innenhof an. Wichtig ist, dass der Baum täglich etwa drei Stunden Sonne erhält. Möchten Sie die Pflanze im Haus ziehen, stellen Sie den Feigenbaum an ein sonniges Fenster oder in den Wintergarten.

    3. Pflanzzeit beachten

    Ihren Feigenbaum pflanzen Sie am besten im Frühjahr nach dem letzten Bodenfrost ein. Im Sommer und Herbst ist es schon zu spät, da der frisch gepflanzte Baum bis zum Winter nicht widerstandsfähig gegen Kälte wird. Die Folgen können erhöhte Anfälligkeiten gegenüber Schädlingen und Krankheiten sein.


    Echter Feigenbaum: Der Ficus eignet sich auch als Bonsai. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)Echter Feigenbaum: Der Ficus eignet sich auch als Bonsai. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)


    4. Erde auswählen

    Pflanzen Sie Ihren Feigenbaum in handelsübliche Blumenerde. Achten Sie dabei auf ein nährstoffreiches, durchlässiges Produkt. Idealerweise mischen Sie die Blumenerde zu gleichen Teilen mit Komposterde. Fügen Sie außerdem etwas Sand sowie feinen Kies hinzu, so wird die Erde wasserdurchlässiger. Das Gleiche gilt für Feigenbäume im Haus oder im Kübel.

    5. Den Baum einpflanzen

    Im Garten graben Sie zunächst ein Loch in die Erde. Achten Sie darauf, dass dieses breiter ist als der Wurzelballen der Feige. Um den Wurzelballen vor Bodenfrost zu schützen, sollte er sieben bis zehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche eingepflanzt werden. Bedecken Sie die Wurzeln zum Schluss mit Erde. Optional errichten Sie ein Spalier, an dem der Feigenbaum emporwachsen kann.

    Ziehen Sie einen Feigenbaum im Kübel, sollte dieser einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Je nach Bedarf wird der Baum etwa alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr in einen größeren Kübel umgetopft.

    6. Die Pflanze gießen

    Gießen Sie Ihren Feigenbaum, wenn die Erde noch feucht, jedoch auf keinen Fall bereits ausgetrocknet ist. Bewässern Sie den Wurzelballen sehr ausgiebig, sodass die Erde gründlich geschwemmt wird – ähnlich wie bei einem Starkregen. Vermeiden Sie aber in jedem Fall Staunässe. Verwenden Sie kalkarmes Wasser. Abgestandenes Leitungswasser, bei dem sich der Kalk an den Gefäßwänden abgesetzt hat, eignet sich dafür ebenso gut wie Regenwasser.

    7. Dünger für den Feigenbaum

    In der Wachstumsphase von April bis September benötigt Ihr Feigenbaum viele Nährstoffe – unter anderem Kalium, Phosphor, Stickstoff, Magnesium, Zink sowie Kupfer. In dieser Zeit empfiehlt es sich, einmal monatlich zu düngen. Hierfür eignen sich beispielsweise:


    • Zitrusdünger
    • mineralischer Volldünger
    • organischer Gemüsedünger
    • flüssiger Volldünger

    Natürliche Alternativen sind Kompost, der mit Hornspänen angereichert ist, Pferdemist oder Teichwasser. Insbesondere in dem Zeitraum, in der die Früchte ausgebildet werden, ist eine regelmäßige Düngung notwendig. Ohne eine ausreichende Nährstoffzufuhr verliert der Baum frühzeitig seine Früchte.

    Wenn die Temperaturen im Herbst sinken und alle Früchte geerntet sind, wird die Düngung reduziert. Während der Winterruhe darf nicht mehr gedüngt werden. Dies gilt nicht für Feigenbäume im Haus oder Wintergarten, die das ganze Jahr über einen warmen und hellen Standort haben. Diese dürfen auch im Winter in geringem Maße gedüngt werden.

    8. Den Feigenbaum schneiden

    Ein Feigenbaum kann bis zu zehn Meter hoch werden – in einem Kübel erreicht der Baum eine Höhe von etwa drei Metern. Er wächst meist strauchartig. Es ist zwar nicht notwendig, den Feigenbaum im großen Umfang zu schneiden. Allerdings ist es sinnvoll, um die Ernte zu fördern. Entfernen Sie dazu im Frühjahr bei Bedarf abgestorbene Äste. Dann können Sie den Baum vorsichtig in Form schneiden. Verzichten Sie auf radikale Schnittmaßnahmen – der Gartenakademie Rheinland-Pfalz zufolge kann sonst die Fruchtbildung unterdrückt werden.

    Tipp

    Kaufen Sie Ihren Feigenbaum am besten direkt im Fachhandel oder von einer Baumschule. So werden Sie vor Ort ausführlich darüber beraten, was beim Einpflanzen und bei der Pflege der Sorte wichtig ist.

    Erntezeit bei Feigen

    Je nach Blüte fällt auch die Erntezeit verschieden aus. Einige Früchte können bereits im Juni oder Juli geerntet werden. Die Haupterntezeit von Feigen liegt allerdings im September und Oktober.

    Erntereife Feigen verfärben sich von grün zu violett und sind bereits etwas weich. Erst dann sollte die Frucht geerntet werden.

    Zweig mit Früchten: Feigen verfärben sich, wenn sie reif sind, von grün zu violett. (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Zweig mit Früchten: Feigen verfärben sich, wenn sie reif sind, von grün zu violett. (Quelle: blickwinkel/imago images)


    Feigenbäume im Winter schützen

    Feigenbäume, die in die Erde gepflanzt wurde und an einem geschützten und sonnigen Ort stehen, überstehen den Winter häufig gut. Vor allem kurze Kälteperioden, in denen die Temperaturen nicht unter -5 Grad sinken, vertragen die Ficus-Gewächse. Wichtig ist, dass der Baum rechtzeitig im Frühjahr gepflanzt wurde, damit er seine Wurzeln gut ausbilden kann und somit stark für die kalte Jahreszeit ist. Den Stamm und das Geäst können Sie mit einem Vlies, Reisig oder Strohmatten schützen. Achten Sie auch darauf, dass noch nicht all zu kräfte Äste vor dem eisigen Wind geschützt sind. Binden Sie sie am besten sanft zusammen und umhüllen Sie sie anschließend ebenfalls mit dem Vlies. Um eine Schimmelbildung oder Ausbreitung von Pilzen und anderen Schädlingen zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig das Aussehen und den Zustand des geschützten Stammes kontrollieren. Hier darf sich keine Feuchtigkeit drunter sammeln.


    Tipp

    Dauern die Winter in Ihrer Region etwas länger, können Sie beim Pflanzen des Baumes etwas Kies unter die Erde mischen. Die Steine können Wärme länger als Erde speichern. Und das kommt den Wurzeln des Baumes zu Gute.


    Feigenbäume in Kübeln sollten vor Frost geschützt werden. Am besten eignet sich hierfür ein Vlies oder eine isolierende Folie, die vor allem um den Kübel, aber auch um den Stamm gewickelt werden. Kontrollieren Sie regelmäßig, dass sich keine Feuchtigkeit unter dem Schutzmantel bildet. Besonders, wenn der Wechsel zwischen nasskaltem und sonnigem Wetter kurz ist, kann es schnell zur Schimmelbildung kommen.



    Am besten ist es, wenn Sie den Feigenbaum im Topf zum Überwintern an einen geschützten, hellen Ort, an dem keine Frostgefahr besteht.

    Steckbrief Feigenbaum

    Standort Vollsonnig
    möglichst warm, geschützt.
    Erde Nährstoffreich, durchlässig, lehmiger Boden
    Düngen Im Frühjahr und im Spätsommer
    Kompost mit Hornmehl, flüssiger Volldünger
    pH-Wert schwach sauer
    Gießen Regelmäßig, im Sommer häufiger
    Staunässe unbedingt vermeiden
    Blütezeit Bis zu dreimal jährlich: Mai bis Oktober, rosa, weiß
    Überwintern Frosthart bis zu -12 Grad, wenn der Baum entsprechend früh im Jahr gepflanzt wurde und stark genug ist.


    Verwendete Quellen:

    https://www.t-online.de/


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  • Hilfreiche Tipps

    Dahlien richtig pflanzen und überwintern


    vgzm.1704981-63213122 Dahlien pflanzen und überwintern: Pflege-Tipps für Dahlien. Dahlien: Die dekorative Pflanze blüht noch bis in den Oktober. (Quelle: Getty Images/zencreation)

    Dahlien: Die dekorative Pflanze blüht noch bis in den Oktober. (Quelle: zencreation/Getty Images)

    Die vermeintlich altmodischen Pflanzen erleben in den letzten Jahren ein Comeback. Die Dahlie wird zwar Königin des Herbstes genannt, aber die Blume blüht bereits ab Juni in voller Pracht. Die Blüte kann man den Sommer über fördern: Mit einer Gabe Kompost und etwas liebevoller Pflege.

    Kompost fördert das Wachstum und die Blütenbildung, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Die Pflanze hat am besten nur vier bis fünf Haupttriebe. Man entfernt daher möglichst übermäßige Seitentriebe und Knospen an den Blattachseln. Und auch bei den Dahlien gilt das Gärtner-Grundgesetz: Wird Verblühtes direkt entfernt, hat die Pflanze mehr Kraft, immer wieder neue Blüten zu entwickeln. Sonst fließt die Energie in die Bildung der Samen.

    Dahlien richtig pflanzen

    Dahlien haben ihre Blütezeit vom Sommer bis in den Herbst. Die genügsame, aber dekorative Blume gibt sich auch mit wenig Platz zufrieden und braucht lediglich einen guten Standort: möglichst viel Sonne, wenig Wind, keine Staunässe. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin rät, zum Pflanzen der Dahlien ein spatentiefes Loch zu graben und eine Handvoll Hornspäne als Dünger unter die Dahlien-Knolle zu geben. Ab Mai dürfen Dahlien in den Garten, am besten wartet man ab, bis die Frostgefahr vorüber ist.

    Farbenprächtige Dahlien in allen Formen


    Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel) Dahlien (Quelle: imago images/blickwinkel)

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    Regelmäßige Pflege in der Blütezeit

    Gießmuffel können sich dann ruhig zurücklehnen: Die Knollen der Dahlien speichern ausreichend Feuchtigkeit und kommen in der Regel ohne zusätzliches Wasser aus. Während der Blüte schätzt die Dahlie es, wenn das Gießwasser nicht über ihre Blüten rinnt. Größere Dahliensorten brauchen stabile Bambusstäbe als Stütze.


    Damit Dahlien besonders viele Blüten bilden, sollten sie aber zehn Tage nach dem Einpflanzen pinziert werden. Das bedeutet, dass die Triebspitze abgeschnitten wird, um die Verzweigung der Pflanze weiter unten zu fördern.

    Gelbe Dahlie: Dahlien blühen von Sommer bis in den Herbst. Vor dem ersten Frost müssen die Knollen aus dem Boden gegraben werden. (Quelle: imago images/CHROMORANGE)

    Gelbe Dahlie: Dahlien blühen von Sommer bis in den Herbst. Vor dem ersten Frost müssen die Knollen aus dem Boden gegraben werden. (Quelle: imago images/CHROMORANGE)


    Dahlien im Kübel

    Auch im Kübel können Sie diese dekorative Gartenpflanze halten. Der Vorteil ist, dass sie hier vor Schnecken geschützter sind als im Beet.

    Gartenschönheit - Dahlien pflanzen: Worauf Sie jetzt achten müssen

    Gartenschönheit
    Dahlien pflanzen: Worauf Sie jetzt achten müssen

    Dahlien blühen in den verschiedensten Farben (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Die Wurzeln der Dahlien brauchen viel Platz, weshalb Sie einen großen Topf wählen sollten. Mindestens zehn Liter sollten Sie hierfür einrechnen. Am besten eignet sich humusreiche, sandige Erde. Sie können auch etwas Langzeitdünger beim Pflanzen untermischen. Der pH-Wert sollte allerdings neutral sein.

    Dahlien mögen es mäßig trocken und nicht zu feucht. Am besten eignen sich Töpfe mit Bewässerungslöchern im Boden. So verhindern Sie Staunässe – diese vertragen Dahlien gar nicht.

    Tipp: Mit einem Zwiebelnetz am Boden verhindern Sie, dass die Erde aus dem Loch fällt.



    Pflegesteckbrief Dahlien


    Standort Sonnig, windgeschützt
    Erde Humusreich, sandig, lehmig
    Düngen Hornspäne, Langzeitdünger, aber auch organischer Dünger.
    alle vier Wochen.
    pH-Wert pH-neutral, schwach säuerlich
    Schnitt Im Herbst erfolgt ein Rückschnitt bis etwa zehn Zentimeter über dem Boden.
    Verblühte Blüten regelmäßig abschneiden.
    Gießen Mäßig, Staunässe vermeiden
    Blütezeit Sommer bis Herbst
    Überwintern Nicht winterhart, nicht frosthart
    Dahlienknollen ausgraben und trocken lagern.
    Dahlien im Kübel ins Haus holen.


    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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  • Bizarre Früchte und schöne Blüten

    Kürbis – Tipps zu Pflege und die besten Sorten im Überblick


    vgzm.1704981-59664166 Tipps zu Pflege und die besten Sorten im Überblick. Kürbisse (Quelle: Getty Images/StudioBarcelona)

    Herbstgemüse: Nicht alle schönen Kürbisse sind auch essbar. (Quelle: StudioBarcelona/Getty Images)


    Aus dem selbst angebauten Gemüse lässt sich schmackhafte Kürbissuppe herstellen und auch die Blüten sind eine schöne Herbstdekoration. Allerdings sind nicht alle Sorten zum Essen und Schnitzen geeignet. Beim Anbauen, Ernten und Aushöhlen gibt es ebenfalls einiges zu beachten.


    Nicht nur die bizarr geformten Früchte, auch die großen Kürbisblüten sind eine ideale Deko für Ihren Garten.

    Die Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) umfasst 90 Gattungen mit insgesamt 800 Arten, so Experten. Allerdings sind nur drei Gattungen von wirtschaftlich nutzbar:


    • Essbar sind die meisten Arten der Cucurbita- und Cucumis-Kürbisse.
    • Aus Flaschenkürbissen, botanisch Lagenaria, werden Musikinstrumente hergestellt.

    Kürbisse ernten

    Kürbisse können ab August oder Oktober geerntet werden. Riesenkürbisse sollten dabei möglichst bis zur vollständigen Reife im Beet bleiben und erst kurz vor dem ersten Frost geerntet werden. Anhand von drei Faktoren können Sie erkennen, ob der Hokkaido, Muskatkürbis oder Spaghetti-Kürbis reif ist:

    1. Wenn die Früchte reif sind, erscheint ihre Schale in einer satten Farbe. Unreife (grüne) Stellen sind nicht mehr sichtbar.
    2. Der Stielansatz ist trocken, teilweise bräunlich.
    3. Ein weiterer Hinweis über den Reifezustand gibt auch die Klopfprobe: Klopfen Sie mit Ihrem Fingerknöchel auf die Schale. Reife Kürbisse klingen hohl.

    Beim Ernten sollten Sie den Stielansatz nicht beschädigen, damit der Kürbis länger lagerfähig bleibt.

    Die beliebtesten Kürbissorten im Überblick


    Beim Hokkaido-Kürbis ist sogar die Schale essbar. (Quelle: imago images) Jack O'Lantern: Der Halloween-Klassiker aus Amerika (Quelle: imago images) Der Microwellenkürbis ist schnell zubereitet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Moschuskürbis ist ein beliebter Speisekürbis. (Quelle: imago images) der-butternuss-kuerbis-ist-auch-fuer-kleinere-mahlzeiten-geeignet-.jpg Der Butternuß-Kürbis ist auch für kleinere Mahlzeiten geeignet. (Quelle: imago images) Der Patisson ist dekorativ und schmackhaft (Quelle: imago images) Der Türken-Turban hat eine sehr ungewöhnliche Form. Der Spaghetti-Kürbis bildet nudelartige Fasern aus. (Quelle: imago images) Flaschenkürbisse sehen lustig aus. (Quelle: imago images)

    Foto-Serie mit 10 Bildern

    Die verschiedenen Kürbissorten

    Aufgrund der Arten- und Sortenvielfalt lassen sich Zier- und Speisekürbisse schwer auseinander halten. Häufig sind die Früchte der im Handel als Zierkürbisse deklarierten Pflanzen zwar auch essbar, sie werden jedoch eher wegen ihres dekorativen Wertes angebaut. Zierkürbisse sind eher nicht genießbar – sie sind klein und hart und eignen sich eher zur Dekoration. Außerdem unterscheiden sie sich durch eine unangenehme Eigenschaft von den Speisekürbissen: Sie schmecken bitter.

    Cucurbita moschata

    Diese Kürbissorte ist in Amerika heimisch, einige Züchtungen stammen jedoch auch aus Europa. Ihre Früchte sind gelb, grün oder orange.

    Bischofsmütze süß rot-weiß-grün rund, flach 110 Tage
    Blue Kuri


    nussig grau-blau rund 100 Tage
    Butternut Waltham


    nussig
    (Frucht ist kernlos)
    beige flaschenförmig 125 Tage
    Fictor fein, süß orange rund 105 Tage
    Green Hokkaido fein, mild grün rund 110 Tage
    Jack o‘Lantern aromatisch orange groß, rund 125 Tage
    Muscade de Provence aromatisch helloranger tellerförmig 125 Tage
    Nutter Butter nussig (Erdnuss) beige flaschenförmig 125 – 130 Tage
    Quintale aromatisch orange groß, rund 130 Tage
    Solor essbar orange groß und rund 105 Tage
    Spaghetti-Kürbis mild Gelb länglich 100 Tage
    Violina nussig, mild gelbbraun länglich 130 – 150 Tage

    Unterschiede zwischen Sommerkürbisse und Winterkürbisse

    Der Sommerkürbis wird unreif geerntet. Zu diesem Zeitpunkt ist seine Schale noch weich und ist teilweise essbar. Nach der Ernte sollte der Sommerkürbis im Kühlschrank gelagert und innerhalb von zwei Wochen weiterverarbeitet werden.

    Zu den Sommerkürbissen zählen:

    • Acorn / Eichelkürbis
    • Patisson
    • Rondini
    • Spaghetti-Kürbis
    • Zucchini

    Winterkürbisse sind gut bekömmlich und regen die Verdauung an. Zudem wirken sie entschlackend und blutreinigend. Sie werden reif, also im Herbst, geerntet und sind, im Gegensatz zu den Sommerkürbissen, lagerfähig.

    Zu den Winterkürbissen zählen:

    • Butternutt
    • Hubbardkürbis
    • Turbankürbis

    Durchfall und Erbrechen durch Kürbis

    Nicht jeder Kürbis sollte verspeist werden. Einige Sorten enthalten besonders viele Bitterstoffe. Auch wenn sie zu Suppen oder Kompott weiterverarbeitet werden, können schwere Folgen haben. Die enthaltenen giftigen Bitterstoffe Cucurbitacine lösen in großen Mengen und im schlimmsten Fall

    • Schleimhautreizungen
    • Übelkeit
    • Magenkrämpfe
    • Durchfall
    • Erbrechen

    aus.

    Probieren Sie daher vor der Zubereitung ein kleines Stück rohen Kürbis. Schmeckt dieser bitter, darf die Frucht nicht in den Kochtopf. Denn die Giftstoffe bauen sich nicht durch Erhitzen oder andere Verarbeitungsmethoden ab.

    Kürbisse brauchen wenig Pflege

    Kürbis ist das ideale Gewächs für den kindergerechten Garten. Seine großen Samen lassen sich einfach säen – nach wenigen Tagen zeigen sich erste Keimlinge. Eine Aussaat im Freien empfiehlt sich ab Mai. Am besten ist es jedoch, sie vorzuziehen. Dafür werden sie ab Ende April zunächst auf der Fensterbank vorgezogen, nach Frostende – Mitte Mai – dürfen sie ins Beet.

    Wird Ihr Garten häufig von Schnecken heimgesucht, sollten Sie mit dem Aussetzen noch warten, ehe die kleinen Pflanzen mindestens sechs bis acht gut entwickelte Blätter tragen. Dann sind sie robuster gegenüber Schneckenfraß. Die Pflanzen bilden üppige Blätter und haben intensiv gefärbte Riesenblüten.

    Kürbisse sind relativ pflegeleicht, müssen bei einer längeren Trockenperiode jedoch ausgiebig gegossen werden. Wer viel Platz füllen muss, kann leere Beete mit Kürbissen zuwachsen lassen. Sowohl Jäten und Haken erübrigen sich. In kleinen Gärten können die Pflanzen an einem Rankgerüst hochwachsen.

    Dünger brauchen sie nur in Maßen. Ideal ist reife Komposterde. Bei zu viel Stickstoff in der Erde, wird die Blattbildung gefördert – allerdings zulasten des Blütenansatzes. Zudem wird das Blattgewebe weich und anfällig für den Mehltaupilz.

    Reife Kürbisse erkennen

    Die Kürbisse sind reif, wenn der anfangs grüne und biegbare Stiel verholzt und eine hellbraune Färbung bekommt. Nach ihrer Ernte reifen sie in der Sonne nach, bis die Schale hart und fest ist. Ausgereift könnten die Früchte gut über den Winter gelagert werden.

    Besonders lange haltbar sind meistens Kürbisse mit folgenden Schalenfarben:

    • beige
    • türkisblau
    • braun

    Sie könne bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Früchte mit anderen Schalenfarben sind bei 15 bis 20 Grad meist nur zwischen zwei und fünf Monate lagerfähig. Kältere Lagerorte sollten Sie vermeiden.

    Kürbisse als Halloween-Deko

    Schon im Beet kann man die Zier- und Speisekürbisse verzieren: Einfach Muster, Namen oder Daten in die noch weiche Schale ritzen, die mitwachsen. Oder die Ufo- oder Lampenformen und vor allem die großen orangenen Bälle werden zu Halloween ausgehöhlt und mit Grimassen verziert.

    Halloween (Quelle: Getty Images/Newman Studio)

    Vorbereitung: Vor dem Schnitzen der Maske muss der Kürbis ausgehöhlt werden. (Quelle: Newman Studio/Getty Images)

    Dafür schneidet man einen sternförmigen Deckel aus dem Kürbis, höht die Frucht aus und schneidet zum Schluss eine gruselige Maske heraus. Dann kommt eine Kerze in den Kopf und der Deckel drauf. Anschließend muss es nur noch dunkel werden – und die beleuchtete Fratze begrüßt Gäste und gute Geister. Eine genaue Anleitung finden Sie hier.

    Kürbiskerne seit jeher ein wichtiger Nährstofflieferant

    Speisekürbisse stammen vom Gartenkürbis ab, die in Amerika ihren Ursprung haben. So wurden zuletzt in Mittelamerika circa 10.000 Jahre alte Samen der Kürbisse entdeckt. Die Ureinwohner schätzten die Samen, da sie diese wie Nüsse über den Winter aufbewahren konnten. Durch Selektion und weil die Volksstämme untereinander Samen tauschten, bildeten sich im Lauf der Jahrhunderte aus den bitter schmeckenden Formen die genießbaren Kürbisse heraus. Besonders beliebt und gesund sind die Samen des Hokkaido. Was die Kerne so gesund macht, erfahren Sie hier.

    Nach Europa kamen die Kürbisse durch Christoph Kolumbus. Besonders beliebt sind heute der Riesenkürbis (Cucurbita maxima), der Moschuskürbis (Cucurbita moschata) und die moderne Züchtung des Gartenkürbis (Cucurbita pepo).

    Verwendete Quellen:

    • dpa-tmn

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  • So züchten Sie leckere Pilze auf Ihrem Balkon


    vgzm.1704981-81953564 So züchten Sie leckere Pilze auf Ihrem Balkon. Pilze in Nahaufnahme: Auf einer Basis, die bereits mit dem Myzel des Champignons durchwachsen, können sich nach drei bis zehn Tagen die Fruchtkörper zur Ernte bilden. (Quelle: Judith Michaelis/dpa-tmn)

    Pilze in Nahaufnahme: Auf einer Basis, die bereits mit dem Myzel des Champignons durchwachsen, können sich nach drei bis zehn Tagen die Fruchtkörper zur Ernte bilden. (Quelle: Judith Michaelis/dpa-tmn)


    Die Pilzsaison ist eröffnet. Wer sie nicht im Wald sammeln möchte oder skeptisch bei den Angeboten im Supermarkt ist, kann sie ganz einfach selbst züchten. So geht's.

    Acht Pilzarten, die Sie auf keinen Fall essen sollten


    Fliegenpilz (Quelle: Getty Images/Luca Rossatti) Pantherpilz (Quelle: Getty Images/Kerrick) Kahler Krempling (Quelle: imago images/Harald Lange) Kartoffelbovist (Quelle: imago images/Harald Lange) Kegelhütige Knollenblätterpilz (Quelle: imago images/blickwinkel) Gallenröhrlingen (Quelle: imago images/blickwinkel, Harald Lange, t-online.de) Fliegenpilz (Quelle: Getty Images/Luca Rossatti) Pantherpilz (Quelle: Getty Images/Kerrick) Kahler Krempling (Quelle: imago images/Harald Lange) Kartoffelbovist (Quelle: imago images/Harald Lange) Kegelhütige Knollenblätterpilz (Quelle: imago images/blickwinkel) Gallenröhrlingen (Quelle: imago images/blickwinkel, Harald Lange, t-online.de)

    Foto-Serie mit 8 Bildern

    Pilze für die Küche lassen sich einfacher ziehen als Gemüse. Hobbygärtner haben zwei Möglichkeiten, diese anzubauen:

    Einfache Variante

    Am schnellsten kommen Hobbygärtner zu ihrem Pilzgericht aus eigener Aufzucht, indem sie im Internet oder Fachhandel vorkultivierte kleine Blöcke kaufen, oft auf Sägespäne- oder Holzbasis. Diese sind bereits mit dem Myzel des Pilzes durchwachsen, und schon nach drei bis zehn Tagen können sich laut Wegner oberflächlich die Fruchtkörper zur Ernte bilden. Zum Wachsen brauchen die Blöcke nur Feuchtigkeit, daher ist ein schattiger Ort das Beste.

    Nachteil dieser schnellen Anbaumethode: Nach nur zwei bis drei Wachstumsphasen im Abstand von je drei Monaten ist der Pilzblock verbraucht und muss ausgetauscht werden.

    Anspruchsvolle Variante

    Hobbygärtner, die etwas von Anfang an wachsen sehen wollen, sollten Holz selbst impfen mit Hilfe einer Pilzbrut. Für diesen Zweck finden sich im Handel Getreidekörner, die mit den wurzelähnlichen Myzelien der Pilze besiedelt sind. Diese kommen in einen größeren Block Holz, in das dafür mit der Bohrmaschine im Abstand einer Fingerstärke Löcher gebohrt werden. Das Getreide kommt in die Löcher, die dann etwa mit Holz oder Stroh verschlossen werden.

    Nun müssen Hobbygärtner Geduld haben – gut sechs bis acht Monate dauert es, bis der Holzblock von einem Myzel durchwachsen ist. Bis dahin muss dieser immer gut feucht gehalten werden.



    Vorteil dieser arbeitsaufwendigeren und langsameren Anbaumethode: Im besten Fall über Jahre lässt sich so ein geimpfter Holzblock beernten.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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  • Larvenfraß vermeiden

    Himbeerkäfer: So werden Sie den Schädling los


    vgzm.1704981-44714064 Himbeeren pflanzen, pflegen und schneiden. Reife Himbeeren hängen an einem Strauch: Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten. (Quelle: Getty Images/nitrub)

    Reife Himbeeren hängen an einem Strauch: Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten. (Quelle: nitrub/Getty Images)


    Der süße Geschmack von Himbeeren gefällt nicht nur Hobbygärtnern – auch die Larven eines Blütenfressers futtern sich durch die Früchte. Mit einer einfachen Maßnahme bekämpfen Sie den Befall wirkungsvoll.

    Himbeeren sind beliebte Gartenpflanzen, die auf verschiedenen Böden gut gedeihen. Hier erfahren Sie, welche Herausforderungen Sie an Gärtner stellen und welche Nährstoffe in der Frucht stecken.

    Der ideale Standort für Himbeeren

    Himbeeren wachsen am besten an sonnigen und windgeschützten Orten, Sie können sie aber auch im Halbschatten pflanzen. Am besten gedeiht die Himbeere in feuchter und nährstoffreicher Erde mit einem ph-Wert von 5,5 bis 6,5. Leicht sandige Böden mögen die Flachwurzler lieber als dichte, tonige Böden.


    Hinweis: Durch Düngen und eine gute Bewässerung lassen sich Himbeeren in nahezu jeden Boden pflanzen.


    Pflanzzeit für Himbeeren

    Die optimale Pflanzzeit für Himbeeren ist der Herbst. Beginnen Sie frühzeitig mit den Vorbereitungen: Vermischen Sie die Erde im Beet mit Kompost. Bei kalkhaltigen Böden ist das besonders wichtig. Nur so ist eine sichere Nährstoffversorgung der Pflanze gewährleistet.

    Die passenden Abstände für Himbeersträucher

    Für den Anbau von Himbeeren ist eine Fläche von drei mal vier Metern gut geeignet. Setzen Sie die Pflanzen hier in drei Reihen. Pro Reihe haben bis zu sieben Sträucher Platz. Genügend Abstand zwischen den Pflanzen ist wichtig, damit sie ausreichend Sonne bekommen und gut durchlüftet werden.

    Himbeersträucher mit einer Rankhilfe: Befestigen Sie die Ruten gut an einem Gestell. (Quelle: imago images/Panthermedia)

    Himbeersträucher mit einer Rankhilfe: Befestigen Sie die Ruten gut an einem Gestell. (Quelle: Panthermedia/imago images)


    Rankhilfe selbst bauen

    Wenn der Strauch wächst, dann benötigt er eine Rankhilfe. Dafür können Sie ein einfaches Gerüst aus zwei Balken bauen mit Querverbindungen aus Draht auf etwa 50, 100 und 150 Zentimetern Höhe. Befestigen Sie dann die Ranken an dem Gestell.

    Himbeeren richtig düngen

    Düngen Sie Himbeeren im März oder April maßvoll. Denn zu viel Dünger kann zu Fäulnis führen und die Früchte verderben. Ab Sommer ist das Düngen nicht mehr ratsam. Neu gewachsene Triebe erfrieren dann im Winter.

    Erntezeit von Himbeeren

    Die Erntezeit von Herbsthimbeeren reicht von August bis Oktober. Frühreifende Himbeeren liefern dagegen größere Mengen ab Juni. Das ist besonders gut für Gärtner, die viele Himbeeren auf einmal benötigen, etwa um Marmelade herzustellen.

    Herbst- und Sommerhimbeeren richtig schneiden

    Sommerhimbeeren vertragen einen Rückschnitt direkt nach der Ernte im Juni oder Juli. Entfernen Sie dafür alle Triebe, die Früchte entwickelt haben. Ranken, die erst in diesem Sommer gewachsen sind, tragen dann im kommenden Jahr die nächste Ernte saftiger Himbeeren.

    Bei Herbsthimbeeren werden die Früchte erst ab Ende August reif. Stutzen Sie die Triebe dieser Sträucher erst im Winter – und dann alle Triebe gleichermaßen. Sie treiben im Frühjahr wieder neu aus.

    Tipp: Himbeeren treiben auch außerhalb der Beete kräftig aus. Stechen Sie diese einjährigen Bodentriebe regelmäßig aus, um Wildwuchs zu verhindern.

    Himbeerkrankheiten vorbeugen und bekämpfen

    Himbeersträucher bleiben nicht von Krankheiten verschont: Die Rote Wurzelfäule kann dazu führen, dass sich weniger neue Ruten bilden und die Pflanze nur schlecht ausschlägt. Die Ernte kann ausfallen und sogar die gesamte Pflanze absterben. Auf verdichteten Böden und bei Staunässe tritt die Krankheit häufiger auf.

    Die Rutenkrankheit kann sich auf Himbeersträuchern schnell ausbreiten. Die befallenen Triebe bilden oft keine Früchte aus. Beugen Sie der Krankheit vor, indem Sie beim Himbeerschnitt nur wenige Ruten stehen lassen und vermeiden Sie es, einzelne Triebe zu beschädigen.

    Himbeerkäfer auf einer Blüte: Ihre Larven knabbern die Früchte an. (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Himbeerkäfer auf einer Blüte: Ihre Larven knabbern die Früchte an. (Quelle: blickwinkel/imago images)


    Himbeerkäfer knabbern die leckeren Beeren an. Gärtner sollten die Tiere daher absammeln. Die Käfer fallen einfach vom Strauch, wenn Sie sie berühren oder abklopfen. Ruckeln Sie am besten am frühen Morgen leicht an der Pflanze, wenn die Tiere noch nicht so aktiv sind.


    Legen Sie unter die Ruten der Himbeere zuvor Tücher, um die heruntergefallenen Tiere später einzusammeln. Die 3,5 bis 4,5 Millimeter großen, hellbraunen bis braungrauen Himbeerkäfer nagen zunächst die Knospen und Blüten an und legen ihre Eier hinein. Ihre Larven fressen dann die Früchte an. Spättragende Sorten wie 'Autumn Bliss' und 'Himbo-Top' werden nicht befallen.


    Seien Sie vorsichtig mit chemischen Mitteln: Sie können auch Nützlinge vernichten und die Himbeerernte für den Menschen giftig machen.




    Himbeeren: Nährstoffe und Kalorien

    Himbeeren haben einen süß-säuerlichen Geschmack und enthalten viel Vitamin C und B-Vitamine. Welche weiteren Nährstoffe in Himbeeren stecken, können Sie der Tabelle entnehmen. Die Werte beziehen sich auf 100 Gramm der Frucht und stammen vom US-Landwirtschaftsministerium.

    Wasser 85,75 g
    Energiegehalt 52 kcal
    Protein 1,2 g
    Fett 0,65 g
    Kohlenhydrate 11,94 g
    Ballaststoffe 6,5 g
    Zucker 4,42 g
    Kalzium 25 mg
    Eisen 0,69 mg
    Magnesium 22 mg
    Phosphor 29 mg
    Vitamin C 26,2 mg

    Weil Himbeeren ein Naturprodukt sind und es auch verschiedene Sorten gibt, können die Werte schwanken.

    Verwendete Quellen:


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  • Gesundheitsgefahr

    Allergie-Pflanze Ambrosia: So werden Sie das Unkraut los


    vgzm.1704981-44304626 Allergie-Pflanze Ambrosia bekämpfen: So werden Sie das Unkraut los. Ambrosia: Die Pflanze ist ein ungeheuer aggressives Unkraut. Sogar der Staat greift in die Bekämpfung ein. (Quelle: imago images/Rech)

    Ambrosia: Die Pflanze ist ein ungeheuer aggressives Unkraut. Sogar der Staat greift in die Bekämpfung ein. (Quelle: Rech/imago images)


    Das Unkraut verbreitet sich überall und immer stärker in Europa. Schon wenige Pollen können eine Allergie auslösen. Von Juli bis Oktober blüht die Ambrosia in unseren Breiten. Doch woran erkennt man die Pflanze? Und wie kann man die Ambrosia bekämpfen?

    Warum verbreitet sich die Ambrosia so stark?

    Ein wesentlicher Grund für die immer stärkere Verbreitung von Ambrosia artemisiifolia ist die Tierliebe der Menschen. In der kalten Jahreszeit richten viele Menschen Futterstellen für die überwinternden Vögel ein. Rund um das Vogelhäuschen und unter Sträuchern, in die man im Winter Meisenknödel gehängt hat, wachsen im Frühsommer Sämlinge der beifußblättrigen Ambrosia. Mehrere Jahre können die Samen keimfähig im Boden schlummern, sodass man die Plätze über Jahre kontrollieren muss.

    Die etwa fünf Millimeter großen Ambrosia-Samen befinden sich im Vogelfutter. Die Fruchtstände des einjährigen Ackerunkrauts reifen zusammen mit Sonnenblumen und werden dann unbeabsichtigt mit geerntet. Eine Vermischung ist dabei kaum zu verhindern. Selbst bei Produkten im Handel, die als "frei von Ambrosia-Samen" gekennzeichnet sind, wurden bei Stichproben immer wieder Verunreinigungen gefunden. Daneben wirbeln landwirtschaftliche Maschinen die Ambrosia-Samen durch die Luft und sorgen so für die Verbreitung.

    Ambrosia - das aggressive Unkraut sicher erkennen


    das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel) das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel) Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) Ambrosia erkennen und bekämpfen (Quelle: imago images) das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel) das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) das-unkraut-ambrosia-erkennen-und-bekaempfen-.jpg Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel) Das Unkraut Ambrosia erkennen und bekämpfen. (Quelle: Zoonar) Ambrosia erkennen und bekämpfen (Quelle: imago images)

    Foto-Serie mit 6 Bildern

    Mit welchen Pflanzen wird die Ambrosia leicht verwechselt?

    Die Ambrosia hat keine auffälligen Merkmale, an denen sie leicht auszumachen wäre. Sie hat sogar Doppelgänger und wird häufig mit dem gewöhnlichen Beifuß, Wermut und der wilden Möhre verwechselt, die allesamt harmlos sind.


    Ambrosia zuverlässig erkennen

    Sind die Blätter unterseits grün und der Stängel deutlich abstehend behaart, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um eine Ambrosia handelt. Auch unsere Foto-Show hilft Ihnen dabei, Ambrosia als solche zu identifizieren.

    Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zählt als Unterschiede zwischen Ambrosia und Gemeinem Beifuß folgendes auf:

    • Die Blätter sind beim Gemeinen Beifuß heller und silbrig, bei der Ambrosia ganz grün.
    • Die Stängel sind beim Beifuß unbehaart, bei der Ambrosia behaart.
    • Die Entwicklung verläuft beim Gemeinen Beifuß schneller.
    • Blühbeginn ist beim Gemeinen Beifuß ab Juni, bei der Ambrosia ab Juli bis August.
    • Der Blütenstand ist beim Beifuß pyramidenförmig, bei Ambrosia länglich.

    Foto von Pflanze machen und bei Meldestelle einreichen

    Wer sich nicht sicher ist, ob es sich bei einer Pflanze tatsächlich um Ambrosia handelt, kann sich mit einem Digitalfoto an eine der zentralen Meldestellen wenden, die viele Bundesländer inzwischen eingerichtet haben. Dort werden Datenbanken über die Ausbreitung des Unkrauts geführt und Hobbygärtner beraten, wie sie am besten gegen die hartnäckigen Pflanzen vorgehen können.

    Auch das zum Landwirtschaftsministerium gehörende JKI hat eine Online-Meldestelle für Ambrosia-Funde eingerichtet. Durch die verbesserte Dokumentation soll der staatliche Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Unkrauts besser organisiert und effizienter gestaltet werden. Zur Meldestelle des JKI geht es hier.

    Ambrosia im Garten bekämpfen

    Um die Ambrosia im Garten zu vernichten, entfernen Sie sie komplett mit der Wurzel vor der Blüte aus dem Boden. Hat sich bereits der verzweigte Blütenstand gebildet, müssen Sie zunächst den Blütenstiel abschneiden. Nach diesem Rückschnitt sollten Sie die Wurzel ausgraben, denn die Pflanzen regenerieren sich schnell. Entsorgen Sie den pflanzlichen Abfall über den Restmüll und keinesfalls im Biomüll. Dieser wird nämlich der Kompostierung zugeführt. Hier entsorgte Ambrosiapflanzen würden nur zur weiteren Verbreitung des Unkrauts beitragen.

    Ambrosia ist einer der stärksten Auslöser für Allergien

    Wenn Sie Ambrosia aus Ihrem Garten entfernen, sollten Sie vorsichtig vorgehen. Handschuhe sind in jedem Fall empfehlenswert, um Hautausschläge zu vermeiden. Allergiker sollten am besten ganz die Finger von dem Unkraut lassen und lieber weniger empfindliche Familienmitglieder die Bekämpfung übernehmen lassen. Die gesundheitliche Belastung durch die Pollen ist erheblich.

    Ambrosia ist ein so starker Allergieauslöser wie kaum eine andere Pflanze. Schon eine geringe Konzentration von fünf bis zehn Körnern pro Kubikmeter Luft reicht aus, um allergische Reaktionen auszulösen.



    Normalerweise nimmt die allgemeine Pollenbelastung der Luft spätestens im August ab, sodass Heuschnupfenallergiker ab dann wieder frei aufatmen könnten. Der Zeitraum der Symptome verlängert sich allerdings. Denn die Ambrosia bildet von Juli bis September große Mengen an Pollen, die durch den Wind über weite Entfernungen transportiert werden. Man kann sogar von den Symptomen der Allergie geplagt werden und 200 Kilometer von der nächsten Pflanze entfernt sein.

    Symptome einer Ambrosia-Allergie

    Die Pollen können Heuschnupfen-Symptome und sogar Asthma bronchiale auslösen. Möglich sind ebenfalls allergische Hautreaktionen bei Kontakt mit der Pflanze. Durch eine Kreuzallergie können auch Beschwerden beim Essen von Sellerie oder Karotten, aber auch Bananen oder Melonen auftreten. Die Kreuzallergie kann sich auf Gewürze wie Paprika oder Petersilie ausweiten.

    Auch Beifuß ist bei Ambrosia-Allergie gefährlich

    Menschen, die gegen Ambrosia allergisch sind, reagieren häufig auch auf Beifuß-Pollen mit körperlichen Beschwerden. Beide Pflanzen sind botanisch nah verwandt.

    Verwendete Quellen:

    • dpa

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  • Bloß nicht verwechseln

    Sind Tollkirschen wirklich tödlich?


    vgzm.1704981-73053792 Tollkirsche: Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Vergiftung. Frucht der Tollkirsche: Die Beeren sind nicht nur für Menschen, sondern auch für viele Tiere giftig. (Quelle: imago images/Peter Widmann)

    Frucht der Tollkirsche: Die Beeren sind nicht nur für Menschen, sondern auch für viele Tiere giftig. (Quelle: Peter Widmann/imago images)


    Die Früchte der Tollkirsche schmecken süßlich und laden zum Naschen ein. Doch das ist keine gute Idee – die Beeren sind äußerst giftig. Das Tückische: Sie sehen einer genießbaren Frucht täuschend ähnlich.

    Wie giftig ist die Tollkirsche?

    Schwarze Tollkirschen (Atropa belladonna) enthalten große Mengen an Tropanalkaloiden, die für den Menschen giftig sind. Wer die Beeren der Pflanze verzehrt, kann innerhalb weniger Minuten unter teils heftigen Symptomen wie Atemnot und Herzrasen leiden.

    Bei Kindern können schon wenige Beeren zu einer tödlichen Vergiftung führen. Auch Erwachsene können durch den Verzehr der Tollkirschen an Atemlähmung sterben.

    Die giftigsten Pflanzen in Deutschland


    Roter Fingerhut (Quelle: imago images/Steffen Schelhorn) Blauer Eisenhut (Quelle: imago images/Redeleit) Schwarze Tollkirsche (Quelle: imago images/blickwinkel) Engelstrompete (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Stechapfel (Quelle: imago images/Steffen Schelhorn) Hortensie (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Herbstzeitlose (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Seidelbast (Quelle: Thinkstock by Getty-Images) Goldregen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Foto-Serie mit 11 Bildern

    Für viele Tiere wie Hunde, Katzen, Vögel und Pferde ist die Pflanze ebenfalls giftig oder sogar tödlich.

    Welche Pflanzenteile sind giftig?

    Nicht nur die Früchte der Tollkirsche sind gefährlich, auch anderen Pflanzenteile wie Samen, Wurzeln und Blätter haben durch ihren hohen Gehalt an Tropanalkaloiden eine giftige Wirkung.


    Was tun bei einer Vergiftung?

    Bei einer Vergiftung mit Tollkirsche ist schnelles Handeln gefordert:

    1. Spucken Sie alle Teile der Tollkirsche sofort aus.
    2. Trinken Sie Wasser.
    3. Gehen Sie zum Arzt.

    Achtung: Die Früchte der Tollkirsche schmecken süßlich, sind aber dennoch stark giftig.

    Vergiften sich Kinder mit Tollkirschen, sollten Eltern auf gar keinen Fall versuchen, ihr Kind zum Erbrechen zu bringen. Als Sofortmaßnahme reichen einige Schlucke Wasser oder Tee. Milch und Kochsalzlösung zu verabreichen ist hingegen nicht sinnvoll.

    Hat sich ein Kind vergiftet, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt oder ein Giftnotrufzentrum benachrichtigen. Wählen Sie bei schweren Symptomen wie Atemnot die Notrufnummer 112.

    Tollkirsche: Nicht nur die Früchte sind giftig – auch andere Pflanzenteile enthalten Tropanalkaloide. (Quelle: imago images/Nature Picture Library)

    Tollkirsche: Nicht nur die Früchte sind giftig – auch andere Pflanzenteile enthalten Tropanalkaloide. (Quelle: Nature Picture Library/imago images)


    Wie wirkt das Gift der Tollkirsche?

    Die Alkaloide in Tollkirschen können beim Menschen binnen 15 Minuten teils heftige Reaktionen auslösen. Diese Symptome können bei einer Vergiftung auftreten:

    • Hautrötung
    • Trockene Schleimhäute
    • Unruhe
    • Halluzinationen
    • Durst
    • Schnelle Atmung
    • Krämpfe
    • Weitung der Pupillen
    • Beschleunigter Puls

    Eine besonders schwere Vergiftung kann auch Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen und Krampfanfälle auslösen. Im schlimmsten Fall ist das Gift der Tollkirsche für den Menschen tödlich.

    So erkennen Sie die Tollkirsche

    Die Tollkirsche ist eine krautige Pflanze, die wild in Europa, Nordafrika und Vorderasien wächst. In Deutschland ist sie nördlich des Mains selten zu finden. Das Nachtschattengewächs wird bis zu 1,5 Meter hoch und bildet ovale Blätter von bis zu 15 Zentimetern Länge aus. Sowohl Blätter als auch Stängel sind flaumig behaart.

    Blüte der Tollkirsche: Das Nachtschattengewächs blüht von Juni bis August. (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Blüte der Tollkirsche: Das Nachtschattengewächs blüht von Juni bis August. (Quelle: blickwinkel/imago images)


    Die violetten Blüten sind etwa drei Zentimeter groß und glockenförmig. Die Beeren sind rund, schwarz und haben eine glänzende Oberfläche. Sie wachsen zwischen Juli und Oktober. Sie ähneln den Früchten des Kirschbaums, wodurch es immer wieder zu Verwechslungen kommt.




    Tollkirschen gedeihen vor allem an sonnigen Waldrändern und Lichtungen auf nährstoffreichen Lehm- und Kalkböden.

    Verwendete Quellen:

    • Bundesinstitut für Risikobewertung: "Risiko Pflanze – Einschätzung und Hinweise"
    • Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (NRW): "Giftpflanzen: Beschauen, nicht kauen"

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  • Grünes auf Augenhöhe

    Hängender Zimmergarten wird zum Hingucker


    Grünes auf Augenhöhe: Hängender Zimmergarten wird zum Hingucker. Die gute alte Ampel für Zimmerpflanzen ist zurück - häufig mit durchdachten Bewässerungssystemen.

    Die gute alte Ampel für Zimmerpflanzen ist zurück - häufig mit durchdachten Bewässerungssystemen. Foto: Franziska Gabbert. (Quelle: dpa)


    Berlin (dpa/tmn) - Zimmerpflanzen müssen nicht auf Fensterbrett, Kommode oder Boden stehen. Warum lässt man sie nicht stattdessen mal von der Decke hängen? Das sorgt für Akzente und rückt Farne, Kakteen und Co. in ein ganz neues Licht.

    "Das Schöne an hängenden Pflanzen ist, dass man das Grün auf Augenhöhe hat", sagt Wolfgang Bohlsen von der Zeitschrift "Mein schöner Garten". Und Zimmer lassen sich damit gliedern. "Eine größere Pflanze, die gut runterwächst, kann man als Raumteiler einsetzen."

    Für den hängenden Zimmergarten kommen viele Pflanzen in Frage. Geeignet ist natürlich alles, was herunterhängt, aber auch vieles, was breit und üppig wächst, erklärt Olaf Beier, Vorstandsmitglied im Bundesverband Einzelhandelsgärtner. "Ein Schwertfarn oder auch ein Geweihfarn sieht zum Beispiel in einer Ampel sehr schön aus."


    Von Korallenkaktus bis Grünlilie


    Ein weiterer Tipp ist der Korallenkaktus. Das sei eine ganz pflegeleichte Pflanze, die wenig Wasser brauche, so Beier. "Da hängen lange, fleischige Triebe, so dick wie Schnürsenkel, herab." Genügsam sei auch das Zebrakraut - und mit seinen silbrig-weißen Streifen auf grünem Grund zugleich ein dekorativer Blickfang. Ebenso geeignet als hängende Pflanze ist die Grünlilie.

    Soll es etwas bunter sein, rät Bohlsen etwa zu Wachsblumen oder bestimmten Kakteen: "Da gibt es Weihnachts- und Osterkakteen, je nach Blütezeit, die wachsen überhängend und bringen Blüten ins Spiel."

    Hängeampeln in Gruppen aufhängen

    Nicht nur im Wohnzimmer kommen Hängeampeln gut zur Geltung. Simone Knauss von der Zeitschrift "Schöner Wohnen" gefallen sie auch in der Küche. "Wenn man die Arbeitsflächen freihalten will, kann man sich die Kräutertöpfchen aufhängen", schlägt sie vor.

    Knauss empfiehlt generell, hängende Pflanzen in Gruppen zu arrangieren: "Nicht in jeder Ecke eine einzelne Blumenampel, sondern mehrere zusammen", erklärt sie und rät zum Experimentieren: "Man kann dabei mit verschiedenen Höhen oder Topfgrößen spielen und mit verschiedenen Pflanzen, mit Blattfärbungen und Formen."

    Untergebracht werden die Pflanzen gerne in Makramee-Blumenampeln. Diese waren in den 70ern aus keinem Wohnzimmer wegzudenken und sind jetzt wieder gefragt. "In diese geknüpften Seiltaschen kann man jede Art von Übertopf reinstellen", erläutert Beier. Sie gibt es nicht nur naturbelassen mit Holzperlen, sondern auch farbig. "Zum Beispiel aus Tauen, wie man sie aus dem Seglerbedarf kennt. Das kann man auf den Look der Wohnung abstimmen", erklärt Knauss.

    Wenn die Pflanze kopfüber hängt

    Eine ungewöhnlichere Art des Aufhängens ist der sogenannte Sky Planter. Gefäß und Pflanze hängen dabei kopfüber, beschreibt Knauss. "Gegossen wird von oben, nach unten ist der Topf abgedichtet." Eine weitere exotische Form sind Mossbälle, Kokedama genannt: Für die aus Japan stammende Technik muss man laut Beier etwas geübt sein oder bereits vorgearbeitetes Material verwenden.

    Wer Blumenampeln in der Wohnung befestigt, sollte die Deckenkonstruktion im Blick haben. "Habe ich eine Betondecke, muss ich einen Dübel nehmen", sagt Beier, "bei einer Holzdecke reicht ein Schraubhaken." Wichtig ist eine praktische Gießhöhe, auch wenn es im Handel inzwischen sogar Flaschenzüge für Hängeampeln gibt.

    Gießen und Düngen auf Vorrat

    Beier rät, in einen möglichst großen, wasserdichten Übertopf unten ein Granulat wie Blähton einzufüllen. So kann man auf Vorrat gießen, ohne dass die Pflanze im Wasser steht und Wurzelfäule droht. "Die Wurzel wächst aus dem Plastiktopf in den Blähtonbereich hinein, wo sie ein zusätzliches Wasserreservoir findet."

    Beim Düngen bietet sich wie beim Gießen ein Vorratsprinzip an: "Man sagt ja, man sollte Zimmerpflanzen alle ein bis zwei Wochen flüssig düngen", so Bohlsen. "Für Hängepflanzen bieten sich aber Düngekegel oder -stäbchen an, die die Nährstoffe nach und nach abgeben."


    Quelle: https://www.t-online.de/

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  • Richtig gießen, düngen und umtopfen

    Mit dieser Pflege leben Orchideen länger

    Die Blütenpracht von Orchideen zu erhalten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Beim Gießen, Düngen und Beschneiden kann man vieles falsch machen: Wir zeigen Ihnen, welche Fehler Sie bei der Pflege vermeiden sollten. Vor allem zu viel und zu kalt gießen darf man die Tropenschönheiten nicht.

    Die schönsten Orchideenarten und wie man sie pflegt


    Die genügsame Phalaenopsis ist eine gute Wahl für Einsteiger. (Quelle: imago images) vanda-orchideen-moegen-viel-licht-waerme-und-luftfeuchtigkeit-.jpg Vanda-Orchideen mögen viel Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit. (Quelle: imago images) cambria-orchideen-moegen-eine-hohe-luftfeuchtigkeit-sollten-dafuer-weniger-oft-gegossen-werden-.jpg Cambria-Orchideen mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit, sollten dafür weniger oft gegossen werden. (Quelle: imago images) die-cattleya-ist-eine-der-beliebtesten-orchideen-arten-.jpg Die Cattleya ist eine der beliebtesten Orchideen-Arten. (Quelle: imago images) dendrobium-nobile-hybriden-brauchen-starke-temperaturschwankungen-.jpg Dendrobium-nobile-Hybriden brauchen starke Temperaturschwankungen. (Quelle: imago images) die-miltonia-orchidee-kann-gut-bei-zimmertemperatur-kultiviert-werden-.jpg Die Miltonia-Orchidee kann gut bei Zimmertemperatur kultiviert werden. (Quelle: imago images) Die genügsame Phalaenopsis ist eine gute Wahl für Einsteiger. (Quelle: imago images) vanda-orchideen-moegen-viel-licht-waerme-und-luftfeuchtigkeit-.jpg Vanda-Orchideen mögen viel Licht, Wärme und Luftfeuchtigkeit. (Quelle: imago images) cambria-orchideen-moegen-eine-hohe-luftfeuchtigkeit-sollten-dafuer-weniger-oft-gegossen-werden-.jpg Cambria-Orchideen mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit, sollten dafür weniger oft gegossen werden. (Quelle: imago images) die-cattleya-ist-eine-der-beliebtesten-orchideen-arten-.jpg Die Cattleya ist eine der beliebtesten Orchideen-Arten. (Quelle: imago images) dendrobium-nobile-hybriden-brauchen-starke-temperaturschwankungen-.jpg Dendrobium-nobile-Hybriden brauchen starke Temperaturschwankungen. (Quelle: imago images) die-miltonia-orchidee-kann-gut-bei-zimmertemperatur-kultiviert-werden-.jpg Die Miltonia-Orchidee kann gut bei Zimmertemperatur kultiviert werden. (Quelle: imago images)

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    Seit Orchideen in Asien und den Niederlanden günstig in Massen gezüchtet werden, gehören die eleganten Blumen zum Standardangebot beinahe jedes Supermarkts. Meist handelt es sich dabei um Pflanzen der Gattung Phalaenopsis. Diese Art ist vergleichsweise robust und damit für Anfänger einfacher zu pflegen, als andere Orchideenarten. Zudem blüht die Phalaenopsis recht üppig. Damit Sie die Blütenpracht möglichst lange genießen können, lohnt es sich, beim Kauf genauer hinzuschauen.

    Gesunde Orchideen erkennen

    Einen guten Hinweis auf eine gesunde Pflanze liefert das Wurzelwerk der Orchidee. Gesunde Wurzeln sind weißlich bis hellgrün oder dunkelgrün und fest, je nach dem, wie feucht sie gerade sind. Zeigen sich die Wurzeln hingegen braun oder schwarz und schleimig, sollten Sie besser die Finger von der Pflanze lassen. Auch sehr trockene Wurzeln verheißen nichts Gutes.


    Die schönsten Orchideen für draußen.


    Phalaenopsis (Quelle: imago images) Der Frauenschau gehört zu den bekanntesten Orchideen. (Quelle: imago images) Das Knabenkraut zeichnet sich durch das schöne Lila aus (Quelle: imago images) Von der Stendelwurz werden nur wenige für die Gartenkultur angeboten (Quelle: imago images) Pleionen haben unangefochten die schönste Blütenvielfalt (Quelle: imago images) Die Blüten der Orchis simia sehen aus wie kleine Affen. (Quelle: imago images) Phalaenopsis (Quelle: imago images) Der Frauenschau gehört zu den bekanntesten Orchideen. (Quelle: imago images) Das Knabenkraut zeichnet sich durch das schöne Lila aus (Quelle: imago images) Von der Stendelwurz werden nur wenige für die Gartenkultur angeboten (Quelle: imago images) Pleionen haben unangefochten die schönste Blütenvielfalt (Quelle: imago images) Die Blüten der Orchis simia sehen aus wie kleine Affen. (Quelle: imago images)

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    Bei den Blättern deuten braune Stellen oder kleine Löcher auf einen Schädlingsbefall hin. Gesunde Orchideen haben ein satt grünes, festes, gleichmäßiges Blattwerk.


    Häufig sehen auch bei bereits geschädigten Orchideen die Blüten noch gut aus. Sie sind daher nicht direkt in Indiz dafür, ob es sich um eine gesunde Pflanze handelt, der es auch gut geht. Greifen Sie am besten zu Orchideen, deren Blüten gleichmäßig gefärbt sind und bei denen noch nicht alle Knospen geöffnet sind.

    Insgesamt sollte die Pflanze weder mit spinnenartigen Netzen, noch mit weißen Punkten überzogen sein. Dies kann nämlich ein Hinweis auf Schädlinge sein. Kontrollieren Sie auch, ob sich an der Orchidee Wollläuse oder Blattläuse befinden.

    Dünger

    Auch wenn der Nährstoffbedarf der Pflanze relativ gering ist, sollten Sie sie ab und zu düngen. Das kommt vor allem einer üppigen Blüte zugute. Orchideensubstrat liefert kaum die benötigten Nährstoffe, zu denen unter anderem Magnesium, Kalzium und Stickstoff gehören.


    Bei den gängigen Orchideen, wie beispielsweise Cattley, Phalaenopsis oder Frauenschuh reicht die Wässerung mit Regenwasser. Verwenden Sie für Spezialsorten oder Zuchtexemplare einen Spezialdünger für Orchideen. Produkte für Zimmerpflanzen haben eine andere Zusammensetzung und enthalten nicht die Nährstoffe, die eine Orchidee benötigt.

    Unser Tipp

    Düngen Sie Ihre Orchidee nur während der Wachstumsphase. Eine Nährstoffzufuhr im Winter ist nicht nötig. Gleiches gilt für die Zeit nach dem Umtopfen.


    Pflege: Orchideen nicht zu viel gießen

    Bei der Pflege von Orchideen gilt in vielerlei Hinsicht der Grundsatz: Weniger ist mehr. Sie brauchen wenig Wasser, vergleichsweise schwache Düngung und mögen kein pralles Sonnenlicht. Allerdings ist der Bedarf von Art zu Art unterschiedlich. Zugluft mögen sie jedoch alle nicht.

    Die Phalaenopsis beispielsweise bevorzugt einen halbschattigen Standort. Direktes Sonnenlicht und Hitze bekommt ihr nicht so gut. In ihrer Heimat wächst diese Orchidee zumeist auf Bäumen und bezieht ihre Nährstoffe hauptsächlich aus der Luft und dem Regenwasser. Deshalb ist es sinnvoll, die Pflanzen auch hierzulande mit Regenwasser zu gießen. Es sollte allerdings sauber sein.

    Generell mögen Orchideen kein kalkhaltiges Wasser. Wer in einer kalkreichen Gegend wohnt und kein Regenwasser zur Hand hat, sollte daher besser gefiltertes Wasser verwenden. Generell sollte das Wasser Umgebungstemperatur haben.


    Da Orchideen zu viel Wasser nicht vertragen, sollten Sie die Pflanze nur sparsam gießen – andernfalls kann sie schnell eingehen.


    Es reicht gewöhnlich, Orchideen ein bis zweimal pro Woche zu wässern. Um Staunässe im Topf zu vermeiden, ist es gut, das überschüssige Wasser nach dem Gießen ablaufen zu lassen. Statt von oben zu gießen kann man den Topf auch ins Wasser tunken. Der Becher oder Topf muss anschließend aber unbedingt gut abtropfen.


    Orchideen pflegen: Nicht zu viel gießen

    Bei der Pflege von Orchideen gilt in vielerlei Hinsicht der Grundsatz: "Weniger ist mehr". Sie brauchen wenig Wasser, vergleichsweise schwache Düngung und mögen kein pralles Sonnenlicht. Allerdings ist der Bedarf von Art zu Art unterschiedlich. Zugluft mögen sie jedoch alle nicht.

    Die Phalaenopsis beispielsweise bevorzugt einen halbschattigen Standort. Direktes Sonnenlicht und Hitze bekommt ihr nicht so gut. In ihrer Heimat wächst diese Orchidee zumeist auf Bäumen und bezieht ihre Nährstoffe hauptsächlich aus der Luft und dem Regenwasser. Deshalb freuen sich die Pflanzen auch hierzulande, wenn man sie mit Regenwasser gießt. Es sollte allerdings sauber sein.

    Sparsam gießen - und ohne Kalk

    Generell mögen Orchideen kein kalkhaltiges Wasser. Wer in einer kalkreichen Gegend wohnt und kein Regenwasser zur Hand hat, sollte daher besser gefiltertes Wasser verwenden. Mit Gießwasser in Umgebungstemperatur kommen die Pflanzen am besten zurecht. Man darf beim Gießen sparsam sein. Zuviel Wasser ist wohl der häufigste Grund für den Orchideen-Tod in heimischen Wohnzimmern.

    Es reicht gewöhnlich, Orchideen ein bis zweimal pro Woche zu wässern. Um Staunässe im Topf zu vermeiden, ist es gut, das überschüssige Wasser nach dem Gießen ablaufen zu lassen. Statt von oben zu gießen kann man den Topf auch ins Wasser tunken. Der Becher oder Topf muss anschließend aber unbedingt gut abtropfen.

    Hausmittel hilft bei Blattläusen

    Haben sich Schild- oder Blattläuse breit gemacht, lassen diese sich mit einem Hausmittelchen bekämpfen. Einfach 90 Milliliter Spiritus, 140 Milliliter Wasser und drei Tropfen Spülmittel oder grüne Seife mischen, rät Art of Life, ein Zusammenschluss niederländischer Orchideenzüchter. Das Gemisch gut schütteln und dann auf die Läuse sprühen. Allerdings darf es die Blüten nicht erwischen, denn das kann zur Bildung von Flecken führen.


    Orchideen umtopfen in sechs einfachen Schritten


    Damit die zarte Blume immer schön blüht, muss schon mal ein größerer Topf her. Allerdings gilt es einiges zu beachten, damit sie die rabiate Prozedur unbeschadet übersteht.


    Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen?

    Topfen Sie Ihre Orchidee ein Jahr nach dem Kauf um und dann alle zwei bis drei Jahre. Die Zeit zum Umtopfen ist spätestens reif, wenn Sie die Orchidee leicht aus dem Topf herauslösen können. Dann benötigen die Wurzeln mehr Platz und frisches Substrat.

    Verwenden Sie spezielle Orchideenerde. Dieses Substrat kann aus groben Rindenstücken bestehen oder eine feinere Zusammensetzung aus Torf und Rindenmulch sein.

    Der Frühling eignet sich dazu gut, denn dann bilden Orchideen verstärkt Wurzeln aus. Aber auch im Herbst können Sie die Pflanzen umtopfen.

    Orchidee umtopfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Orchideen sind empfindliche Blumen. Gehen Sie daher beim Umtopfen besonders behutsam vor, um kleine Verletzungen am Wurzelwerk zu vermeiden, die die Pflanze schwächen könnten.

    Orchideen umtopfen: Halten Sie die Pflanze beim Austopfen zwischen Wurzelhals und Blattschopf. Dort ist sie am wenigsten empfindlich. (Quelle: Getty Images/luaeva)

    Orchideen umtopfen: Halten Sie die Pflanze beim Austopfen zwischen Wurzelhals und Blattschopf. Dort ist sie am wenigsten empfindlich. (Quelle: luaeva/Getty Images)


    So gehen Sie vor:


    1. Topfen Sie die Orchidee aus: Lösen Sie dafür die Wurzeln schonend vom Topfrand und ziehen die Pflanze heraus. Achten Sie darauf, Wurzeln nicht zu beschädigen, die durch Löcher am Topfboden gewachsen sind.

    2. Entfernen Sie behutsam altes Substrat aus den Wurzeln.

    Orchideen umtopfen: Entfernen Sie sorgsam altes Substrat aus dem Wurzelwerk. (Quelle: Getty Images/luaeva)

    Orchideen umtopfen: Entfernen Sie sorgsam altes Substrat aus dem Wurzelwerk. (Quelle: luaeva/Getty Images)


    3. Schneiden Sie vertrocknete und matschige Wurzeln heraus. Worauf Sie beim Beschneiden besonders achten müssen, erfahren Sie hier.

    4. Füllen Sie Substrat in den neuen Topf: Geben Sie so viel hinein, dass gerade genug Platz für die Wurzeln bleibt.

    Setzen Sie Orchideen am besten in einen durchsichtigen Topf. Denn ihre Wurzeln können unter Sonneneinstrahlung ebenfalls Blattgrün bilden und so die Pflanze mit Energie versorgen.

    Wichtig: Wählen Sie für Ihre Orchideen besser Töpfe, die etwas zu eng sind, als welche, die zu weit sind. Denn bei großen Töpfen kann das Substrat nicht schnell genug trocknen und die Wurzeln können faulen.

    5. Setzen Sie die Orchidee in den neuen Topf: Der Wurzelhals sollte sich etwa auf Höhe des Topfrands befinden.

    Orchideen umtopfen: Geben Sie Substrat nach, bis der Topf gefüllt ist. (Quelle: Getty Images/luaeva)

    Orchideen umtopfen: Geben Sie Substrat nach, bis der Topf gefüllt ist. (Quelle: luaeva/Getty Images)


    6. Füllen Sie frisches Substrat ein: Geben Sie das Substrat von allen Seiten gleichmäßig in den Topf. Klopfen Sie leicht auf die Unterlage, damit das Substrat in die Zwischenräume rieselt und füllen Sie nach, bis der Topf voll ist.

    Was nach dem Umtopfen zu beachten ist

    Stellen Sie die Orchidee nach dem Umtopfen an einen hellen Ort, der nicht zu warm ist. So hat die Pflanze gute Bedingungen, um neue Wurzeln auszubilden.

    Gönnen Sie ihr ein paar ruhige Tage, damit kleine Verletzungen an den Wurzeln heilen können. Verzichten Sie in der Zeit auch auf das Gießen. Wie Sie Orchideen am besten gießen, erfahren Sie hier.

    Entsorgen Sie das alte Substrat, da es sich nicht mehr als Nährboden für Orchideen eignet.

    Welche Orchideen hübsch in heimischen Gärten blühen, erfahren Sie in unserer Fotoshow.

    Blühende Orchideen umtopfen?

    Topfen Sie Orchideen nicht in der Blütezeit um. Denn Blüten auszubilden und gleichzeitig im neuen Substrat zu wurzeln, ist für die Pflanzen sehr kräftezehrend.


    Phalaenopsis-Orchidee: Wer beim Umtopfen sorgsam vorgeht, wird schon bald mit prächtigen Blüten belohnt. (Quelle: Getty Images/kobkik)

    Phalaenopsis-Orchidee: Wer beim Umtopfen sorgsam vorgeht, wird schon bald mit prächtigen Blüten belohnt. (Quelle: kobkik/Getty Images)


    Einige Arten blühen nahezu ganzjährig wie die beliebten Phalaenopsis-Orchideen. Wenn Sie die Pflanzen umtopfen möchten, dann schneiden Sie die Blütenstiele ab, damit die Orchidee ihre Kraft auf das Bilden von Wurzeln konzentrieren kann.

    Kurzübersicht: Orchideen-Pflege

    Gießen: Die meisten Arten mögen eher wenig Wasser, das zudem kalkarm sein sollte. Zweimal pro Woche genügt im Sommer, im Winter einmal. Das Wasser sollte in etwa Umgebungstemperatur haben.

    Düngen: Nur sparsam mit speziellem Dünger; alle zwei, spätestens drei Wochen genügt. Ruhezeiten der Orchideen unbedingt beachten.

    Umtopfen: In der Regel alle zwei Jahre mit Vorsicht; Orchideen sind empfindlich. Geeignete Zeiträume sind Frühling und Herbst.

    Schneiden: Abgestorbene Teile kann man abschneiden. Dafür immer ein scharfes Schnittwerkzeug verwenden.


    Quelle: https://www.t-online.de/


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  • Gut in Form

    Buchsbäume richtig pflegen und schneiden


    vgzm.1704981-56408128 Buchsbaum: Tipps zum Standort, Pflegen und Schneiden. Buchsbaum trimmen: Die Schere sollte möglichst scharf sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. (Quelle: imago images/Science Photo Library)

    Buchsbaum trimmen: Die Schere sollte möglichst scharf sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. (Quelle: Science Photo Library/imago images)


    Die pflegeleichten Pflanzen machen als Hecke und im Kübel eine gute Figur. Leider setzen ihr schnell Pilze und Ungeziefer zu. Was Sie bei der Pflege beachten müssen, erfahren Sie hier.

    Der Buchsbaum ist beliebt, weil er sich gut in Form bringen lässt und pflegeleicht ist. Allerdings haben Hobbygärtner immer wieder mit Schädlingsbefall besonders durch Pilze oder den Buchsbaumzünsler zu kämpfen. Immergrüne Nadelgehölze sind daher eine gute Alternative zu dem Laubgehölz.

    Welcher Buchs für welchen Zweck?

    Es gibt etwa 70 verschiedene Buchsbaumsorten, von denen Gärtner in Deutschland aber nur wenige anpflanzen. Für niedrige Hecken eignen sich schwach wachsende Sorten wie "Suffruticosa" oder der "Blaue Heinz". Sie sind zwar anfällig für den Pilz Cylindrocladium buxicola, gelten dafür aber als besonders frosthart.

    Universell einsetzbar ist der "Buxus sempervirens". Er dient als Hecke, Sie können ihn aber auch einzeln anpflanzen. Als Solitär ist auch "Rotundifolia" mit seinen großen runden Blättern gut geeignet.

    Buchsbaum mit Setzlingen vermehren

    Da sie sehr langsam wachsen, sind große Buchsbäume im Gartencenter vergleichsweise teuer. Wer die Kosten scheut, kann die Büsche über Stecklinge recht einfach selbst vermehren.


    1. Schneiden Sie im Herbst einen etwa zehn Zentimeter langen, nicht mehr ganz jungen Zweig ab. Die Rinde sollte an der Schnittstelle schon leicht bräunlich sein.
    2. Entfernen Sie die untersten Blätter und stecken Sie den Setzling in die Blumenerde. Bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung fängt der Setzling bald an zu wachsen. Sie können ihn dann in einen Topf setzen oder im Frühjahr nach draußen pflanzen.
    3. Wässern Sie den Buchsbaum vor dem Umpflanzen gründlich. Dann kann er am neuen Standort schon von einem Wasservorrat in seinen Wurzeln zehren.
    4. Bis der Busch vollständig angewachsen ist, braucht er täglich Wasser. Die Erde darf in dieser Zeit auf keinen Fall vollständig austrocknen.

    Buchsbaum richtig gießen: Auch im Winter wässern

    Der Buchsbaum kann selbst bei Trockenheit lange überleben – sofern er nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Trotzdem sollten Sie möglichst dafür sorgen, dass der Wurzelballen niemals komplett austrocknet.

    Das gilt auch im Winter. Die immergrünen Pflanzen verdunsten Wasser auch in der kalten Jahreszeit über ihre Blätter. Besonders bei trockener, sonniger Kälte, wenn aus dem gefrorenen Erdreich kein Nachschub kommt, drohen Trockenschäden. Dann werden die Blätter braun und ganze Triebe sterben ab.

    Halten Sie Buchsbäume in Kübeln feucht, aber nicht zu nass. Im Sommer braucht der Buchsbaum im Topf jeden Tag Wasser. Im Winter reicht es, ihn einmal in der Woche zu gießen.

    Buchsbaum düngen

    Die meisten Buchsbäume wachsen nur sehr langsam. Deshalb braucht die Pflanze vergleichsweise wenig Nährstoffe – zumindest, wenn sie im Freien steht. Dann genügen ihr Kalk, Eisen und einige Hornspäne. Dünger mit viel Stickstoff kann sogar die Gefahr einer Pilzinfektion erhöhen.


    Düngen Sie Ihre Heckenpflanze im Frühjahr, März oder April, mit etwas Langzeitdünger. Das sollte ihr für die nächsten Monate genug Nährstoffe zum Wachsen geben. Ende August oder Anfang September können Sie noch einen Kalimagnesia-Dünger ausbringen. Ob Sie düngen müssen, zeigt eine einfache Bodenanalyse.

    Als Topfpflanze hat der Buchsbaum einen höheren Nährstoffbedarf. Von Mitte April bis August können Sie wöchentlich ein wenig Dünger in das Gießwasser geben.

    Wie lange kann man den Buchsbaum schneiden?

    Ob Kugeln, Pyramiden oder gar komplizierte Tierfiguren – der Buchsbaum lässt sich problemlos in nahezu jede Form zurechtstutzen. Er eignet sich zum Schnitt deshalb so gut, weil er auch kräftige Rückschnitte verträgt und sogar im Inneren noch grüne Blätter hat.

    Auch wer keine besonderen Figuren herausarbeiten will, sollte trotzdem die Triebe vom vergangenen Jahr zurückschneiden. Dann wird das Blattwerk dichter. Vertrocknete Zweige müssen ebenfalls entfernt werden, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.

    Die besten Bedingungen für den Buchsbaumschnitt herrschen an einem trockenen aber bedeckten Tag. Ist es zu heiß, werden die Schnittstellen braun, ist es zu nass, droht Pilzbefall.


    Bringen Sie die Pflanzen im Hausgarten bis Ende August in Form. Später besteht die Gefahr, dass die nach dem Schnitt ausgebildeten Neutriebe nicht mehr rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ausreifen und erfrieren.

    Allgemein gilt: Ein Buchsbaumschnitt regt immer zu neuem Wachstum an.

    Der richtige Standort für den Buchsbaum

    Buchsbäume fühlen sich das ganze Jahr über im Schatten oder Halbschatten am wohlsten – allerdings bringt Sonne die robusten mediterranen Gewächse auch nicht um. Ist es längere Zeit warm, freut sich der Strauch über eine gelegentliche Dusche, die den Staub von den Blättern spült.

    Der Buchsbaum gedeiht gut in Blumenerde, die mit Kompost durchmischt ist. Der Boden sollte möglichst kalkhaltig und humusreich sein.

    Die richtige Schere für den Formschnitt finden

    Bei der Wahl der Heckenschere gibt es verschiedene Kriterien, die Sie abwägen können: Das Gewicht zum Beispiel macht sich bei einer längeren Hecke auf jeden Fall bemerkbar. Folgende Heckenscheren stehen zur Auswahl:

    • Elektrische Heckenscheren: Sie sind leichter und leiser als benzinbetriebene Geräte. Allerdings wird manchmal ein sehr langes Kabel benötigt.
    • Akku-Scheren: Sie sind leicht, handlich, und leise. Sie sind allerdings nicht geeignet für lange Hecken, da der Akku meist nicht einmal eine Stunde hält.
    • Benzin-Heckenscheren: Die leistungsfähigste Schere zum Schneiden von Buchsbäumen – jedoch auch schwer und laut.

    Die Schere sollte zudem möglichst scharf sein, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Wenn Sie den Buchsbaum vor dem Schnitt gießen, schneidet es sich leichter.

    Klassiker aus der Antike: Die Gartenschere eignet sich für behutsames Nachtrimmen. (Quelle: dpa/tmn/BdB)

    Klassiker aus der Antike: Die Gartenschere eignet sich für behutsames Nachtrimmen. (Quelle: BdB/dpa/tmn)


    Formschnitt für den Buchsbaum

    Wenn Sie Ihren Buchsbaum in eine geometrische Figur schneiden möchten, dann nutzen Sie dafür eine Schablone. Fertigen Sie für eine Kugel eine Pappschablone an, die die Form eines Halbkreises hat. Legen Sie sie am Buchsbaum an und schneiden Sie die überstehenden Triebe ab. Für kompliziertere Figuren finden Sie vorgefertigte Drahtschablonen im Gartencenter.

    Im Zweifelsfall gilt: Schneiden Sie lieber weniger ab, damit kein Loch entsteht. Später können Sie noch einmal nachschneiden.

    Buchsbaum Krankheiten: Pilze und Schädlinge

    Buchsbaum mit Pilzbefall: Die Infektion färbt seine Blätter braun. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

    Buchsbaum mit Pilzbefall: Die Infektion färbt seine Blätter braun. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)


    Vor allem bei anhaltend feuchter Witterung findet der Pilz Cylindrocladium buxicola optimale Bedingungen. Die Sporen werden durch Wind verbreitet und dringen in die Triebe und Blätter ein. Nach einem Rückschnitt ist der Buchsbaum besonders empfindlich. Die Folge eines Befalls sind braune Blattflecken an den Trieben. Danach sterben ganze Triebe, Äste und die Pflanzen ab.

    Erste Anzeichen für einen Befall sind nur schwer zu erkennen. Zunächst färben sich die Blätter braun. Wenn Blätter abfallen und ganze Triebe absterben, ist der Befall bereits weit fortgeschritten. Dann hilft nur noch ein kräftiger Rückschnitt.


    Wichtig: Desinfizieren Sie die Schnittwerkzeuge anschließend gründlich. Dafür eignet sich zum Beispiel 70-prozentiger Alkohol.


    Entsorgen Sie erkrankte Pflanzenteile über den Hausmüll. Entfernen Sie auch die oberste Erdschicht, da der Pilz mehrere Jahre im Boden überdauern kann. Beseitigen Sie stark erkrankte Buchsbaumpflanzen komplett.

    Mehr Informationen zu Buchsbaumkrankheiten und was Sie dagegen tun können, finden Sie hier.

    Einige Buchsbaumsorten sind nicht so anfällig für den Pilz. Der traditionelle Einfassungsbuchs ("Buxus sempervirens Suffruticosa") ist eine der empfindlichsten Sorten. Ebenso ist die Sorte "Blauer Heinz" häufig betroffen.


    Widerstandsfähiger gegen Krankheiten ist die Standardsorte Buxus sempervirens var. arborescens, sogar verhältnismäßig unempfindlich sind "Faulkner" und "Herrenhausen".

    Gefahr durch den Buchsbaumzünsler

    Buchsbaum: Der Zünsler kann in der Hecke große Schäden anrichten. (Quelle: imago images/Marius Schwarz)

    Buchsbaum: Der Zünsler kann in der Hecke große Schäden anrichten. (Quelle: Marius Schwarz/imago images)Auch von Schädlingen droht dem Buchsbaum immer wieder Gefahr. Die Pflanze verkraftet schlechte Pflege zwar recht gut, gegen den Buchsbaumzünsler ist das robuste Gewächs allerdings machtlos.


    Der aus China stammende Schädling konnte sich in den vergangenen Jahren hierzulande verstärkt ausbreiten, da er hier keine natürlichen Feinde hat.

    Buchsbaumzünsler: Er ist zwar giftig, stellt aber keine große Gefahr für Mensch und Tier dar. (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Buchsbaumzünsler: Er ist zwar giftig, stellt aber keine große Gefahr für Mensch und Tier dar. (Quelle: blickwinkel/imago images)


    Buchsbaumzünsler bekämpfen: Alle Infos gibt es hier. Innerhalb kurzer Zeit verwandeln die gefräßigen Raupen den Busch in ein kahles Gerippe. Dabei ernähren sich die Schädlinge nicht nur von den Blättern, sondern fressen bei Bedarf auch die Rinde ab.


    Sammeln Sie die Raupen des Zünslers ab, sobald erste Anzeichen für einen Befall sichtbar sind. Entfernen Sie auch die Gespinste, in denen die Raupe überwintert hat.

    Alternativen für den Buchsbaum

    Weil der Buchsbaum seit einigen Jahren vielerorts von Schädlingen und Krankheiten befallen ist, greifen immer mehr Hobbygärtner als Alternative zu immergrünen Nadelgehölzen.



    Viele Arten und Sorten haben ein ähnliches Wuchsverhalten. Außerdem lassen sie sich genauso wie der Buchsbaum durch Schnitte leicht in Form halten. Gute Gewächse als Sichtschutz sind Wacholder (Juniperus), Eibe (Taxus) oder Scheinzypresse (Chamaecyparis).

    Verwendete Quellen:


    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Deko, Dämmschicht und Co.

    Herbstlaub – Wofür Sie es sinnvoll nutzen können


    vgzm.1704981-59819468 Herbstlaub: Wofür Sie es nutzen können. Herbstlaub (Quelle: imago images/STIPP)

    Herbstlaub: Sammeln Sie die Blätter auf einen Haufen, um so Tieren für die Überwinterung Unterschlupf zu bieten. Auch als Dämmschicht für Beete ist es problemlos einsetzbar. (Quelle: STIPP/imago images)


    Wenn das Herbstlaub von den Bäumen fällt, lässt es den Garten ungepflegt aussehen, und auf Gehwegen droht Rutschgefahr. Doch die welken Blätter können auch nützlich sein. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wofür Sie das Laub verwenden können.

    Herbstlaub als Dämmschicht

    Anstatt das Herbstlaub in die Biotonne zu werfen oder zum Kompostplatz zu bringen, können Sie es in Ihrem eigenen Garten als Dämmschicht für Beete nutzen. Das Laub ist ein natürlicher Schutz für die freiliegenden Wurzeln von Büschen und Sträuchern. Während es langsam verrottet, versorgt es den Boden gleichzeitig mit Nährstoffen. Auch Stauden, Rosen und Wintergemüse sind unter einer Laubschicht vor Kälte geschützt.

    Das Laub aus Ihrem Garten können Sie also reichlich sammeln und nach und nach zum Abdecken der Beete verwenden. Bewahren Sie es so auf, dass genügend Luft herankommt, zum Beispiel in einem Drahtsilo.


    Tipp

    Ein paar untergemischte Holzstücke verbessern die Belüftung, sodass das Laub nicht vorschnell verrottet. Herbstlaub können Sie übrigens auch verwenden, um die Kübel von Pflanzen zu isolieren, die draußen überwintern sollen.


    Rasen und Teich sollten laubfrei sein

    Während Laub unter Sträuchern und auf Beeten im Herbst und Winter als praktische Dämmung dient, sollte der Rasen immer laubfrei sein. Sonst bekommen die Gräser nicht genügend Sauerstoff und färben sich braun. Auch Wege und Treppen sollten natürlich vom Laub befreit werden, damit bei Nässe niemand darauf ausrutschen kann. Ein Tipp für Teichbesitzer: Auf der Wasseroberfläche hat Laub ebenfalls nichts zu suchen. Wenn es herabsinkt und fault entstehen Gase, welche die Fische im Teich schädigen können.

    Unterschlupf für Tiere im Garten bauen

    Igel, Nager, Kröten, Insekten und einige Vogelarten freuen sich hingegen über einen übrig gebliebenen Haufen Herbstlaub. Diesen Gartentipp gibt der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Im Laub können die Tiere sich für den Winter einnisten und sind vor der Kälte geschützt. Die Tiere nützen Ihrem Garten, indem sie zum Beispiel den Boden auflockern. Ein leeres Beet eignet sich besonders gut, um ein wenig Laub anzuhäufen und so den Tieren einen Unterschlupf zu gewähren.


    Wichtig

    Den Laubhaufen sollten Sie anschließend nicht mehr umschichten, und zur Isolierung für Ihre Pflanzen lieber anderes Laub verwenden.

    Wer Fels- oder Mauerspalten in seinem Garten hat, kann sie mit Laub füllen. Das ist ein perfekter Unterschlupf für Amphibien wie Erdkröten, die von den Blättern gewärmt werden.


    Achten Sie allerdings darauf, dass die Blätter nicht zu feucht sind und zusammenkleben. In diesem Fall fängt der Laubhaufen an zu faulen und bietet so auch Tieren keinen Unterschlupf mehr.

    Tipps für einen Kompost im Garten

    Herbstlaub lässt sich im Garten kompostieren. Das entlastet nicht nur die Biotonne oder erspart die Fahrt zur städtischen Sammelstelle für Grünabfälle. Vor allem bekommt man etwas, was im nächsten Jahr den eigenen Pflanzen gut tut: Aus dem Laub wird durch die Verrottung wertvoller und kostenloser organischer Langzeitdünger für die Beete.

    Laub enthält weniger Stickstoff als viele andere Grünabfälle im Garten – und das wird letztlich zu einem vergleichsweise stickstoffärmeren Kompost. Er eignet sich sehr gut zur Langzeitdüngung von Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Skimmien, Rhododendren und Heidekrautgewächsen. Zudem ist stickstoffarmer Kompost ein Hindernis für Unkräuter wie Giersch oder Brennnessel.


    Tipp

    Bepflanzen Sie den Komposthaufen im kommenden Frühjahr mit stark zehrenden Gewächsen wie Kürbis oder Gurke, dann wird dem Kompost den Sommer über zusätzlich Stickstoff entzogen. Die Blätter sorgen außerdem für Schatten und einen gewissen Regenschutz.

    Ohne Aufbereitung können die Blätter von Obstbäumen, Eschen, Ebereschen, Weiden, Birken, Haseln und Hainbuchen auf dem Kompost landen. Sie verrotten gut. Laubarten wie Eiche, Walnuss oder Platane zersetzen sich hingegen sehr schwer. Sie benötigen längere Zeit zur Kompostierung. Am besten häckseln Sie diese, bevor Sie sie auf den Kompost geben.

    Es lohnt sich aber, diese schwer zersetzbaren Laubarten für den Kompost zu verwenden: Ihr meist niedriger pH-Wert ist Laute zufolge ebenfalls wichtig zum Mulchen und zur Verbesserung der Böden bei Moorbeetpflanzen und Rhododendren.

    Laub im Garten: Entfernen Sie heruntergefallene Blätter regelmäßig, damit es nicht zu Rasenkrankheiten kommen kann.  (Quelle: Getty Images/schulzie)

    Laub im Garten: Entfernen Sie heruntergefallene Blätter regelmäßig, damit es nicht zu Rasenkrankheiten kommen kann. (Quelle: schulzie/Getty Images)


    Kompost mischen

    Der Komposthaufen lässt sich bis zum Herbst nach und nach mit organischen Abfällen aus Garten und Küche auffüllen, im Herbst kommt dann die große Menge Laub darauf. Alternativ legen Sie jedes Jahr einen Komposthaufen im Herbst neu an, um rein dem sehr großem Blätterberg Herr zu werden.

    Ein Kompost lässt sich in einem selbst gezimmerten oder gekauften Behälter oder als loser Haufen anlegen. Letzteres wird in der Fachsprache als Miete bezeichnet. Ein idealer Platz für beides liegt im Halbschatten und ist windgeschützt, also etwa unter Bäumen, die auch etwas Regen abfangen. Dann muss der Hobbygärtner den Haufen auch nicht extra abdecken. Wichtig ist, dass es kein Brett zwischen dem Boden und den Abfällen gibt. Es müssen Bodentiere wie Asseln oder Regenwürmer in den Kompost gelangen können. Sie helfen bei der Umwandlung.

    Deko aus Herbstblättern basteln

    Herbstlaub bietet auch eine einfache Möglichkeit, hübsche Deko für den Herbst selbst zu gestalten. Sie können gesammeltes Herbstlaub hierfür auf der Heizung trocknen oder für ein paar Tage zwischen zwei Buchseiten klemmen.


    Danach lassen sich die bunten Blätter zu Tischschmuck oder kreativen Wandcollagen verarbeiten. Weitere Tipps für herbstliche Deko, auch mit Kastanien, finden Sie hier.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa-tmn
    • Botanischen Garten in Frankfurt am Main
    • Botanischen Garten in Berlin

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  • Robuste Pflanze

    Sukkulenten eignen sich für Vergessliche


    vgzm.1704981-63101522 Sukkulenten-Pflege: Tipps zum Gießen und Vermehren. Kleine Sukkulenten: Mit der richtigen Pflege werden die Pflanzen langsam größer. (Quelle: Getty Images/ae0816146146)

    Kleine Sukkulenten: Auch mit der richtigen Pflege werden die Pflanzen nur langsam größer. (Quelle: ae0816146146/Getty Images)


    Sukkulenten sind die idealen Pflanzen für alle, die gerne mal das Gießen vergessen. Denn die Gewächse speichern das Wasser in ihrem Körper. Längere Trockenphasen sind also kein Problem. Sukkulenten sind keine eigene Gattung, zu ihnen zählen viele Arten wie die Sansevieria oder die heimische Hauswurz.

    Überblick

    Sonniger Standort zum Überleben

    Zum Gedeihen benötigen die Sukkulenten unbedingt einen hellen und sonnigen Standort. Ein Südfenster oder gar ein Gewächshaus sind ideal. Zumindest für die meisten Sorten. Aloe, Binsenrutenkakteen, Gasterie oder Haworthie bevorzugen halbschattige Standorte. Bei zu viel Sonneneinstrahlung verfärben sie sich sonst bräunlich.


    Im Sommer sollten Sie Sukkulenten zwar wenig, aber doch regelmäßig mit kalkfreiem Wasser gießen. Bis zur nächsten Bewässerung sollte das obere Substrat vollständig austrocknen. Bei zu viel Nässe drohen nämlich die Wurzeln zu faulen.

    Zehn Sukkulenten als Zimmerpflanzen


    affenschaukel.jpg Affenschaukel (Quelle: imago images/ARCO IMAGES) Aloe Vera (Quelle: imago images/JuNiArt) Agave (Quelle: imago images/blickwinkel) Hauswurz (Quelle: imago images/ARCO IMAGES) Flammendes Käthchen (Quelle: imago images/ARCO IMAGES) Haworthia (Quelle: imago images/blickwinkel) Lebende Steine (Quelle: imago images/blickwinkel) Sansevieria (Quelle: imago images/blickwinkel) geldbaum.jpg Geldbaum (Quelle: imago images/blickwinkel)

    Foto-Serie mit 10 Bildern

    Im Winter wird das Gießen eingeschränkt. Dann genügt eine Portion Wasser im Monat. Grundsätzlich gilt, dass lieber zu wenig als zu viel gegossen werden sollte. Die Sukkulenten sind ja schließlich Durstkünstler. Zur kalten Jahreszeit vertragen die Pflanzen auch etwas geringere Temperaturen. Sie sollten aber nicht zu kühl stehen, da sonst Schäden drohen. Vermeiden Sie auch kalten Durchzug. Wichtig ist zu jeder Jahreszeit ein heller Standort.

    Tipp

    Damit die Sukkulenten gleichmäßig wachsen, können Sie den Topf alle paar Wochen um 20 bis 30 Grad drehen.


    Sukkulenten in sandiges Substrat pflanzen

    Hohe Temperaturen fördern die Entwicklung der meisten Sukkulenten. Im Sommer können Sie Sukkulenten auch ins Freie stellen, wo sie viel Sonne abbekommen. Nur wenige Arten mögen es etwas kühler. Bei einigen, sensibleren Arten ist allerdings ein Regenschutz nötig. Das gilt beispielsweise für Echeverien.


    Die meisten Sukkulenten brauchen ein sandiges Substrat. Dazu können Sie zwei Teile lockere Erde mit einem Teil Sand mischen oder gleich im Fachhandel zu spezieller Sukkulentenerde greifen.

    Was Kakteen und Co. im Garten brauchen

    Die Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) gehört zu den Sukkulenten im Garten. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke) Sukkulenten wie die Gold-Wolfsmilch (Euphorbia polychroma) brauchen trockene Flächen mit einem gut durchlässigen Boden, sonst faulen sie. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke) Der Lebende Stein braucht einen Überwinterungsplatz im Gebäude. (Quelle: dpa/Andrea Warnecke)

    Foto-Serie mit 5 Bildern

    Pflege: Sukkulenten regelmäßig düngen

    Vor allem schneller wachsende Sukkulenten sollten alle zwei Wochen gedüngt werden. Danach muss das Substrat für circa drei Tage gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Nährstoffe von den Wurzeln aufgenommen werden können.

    Sukkulenten über Blätter vermehren

    Vermehren lassen sich die meisten Sukkulenten relativ einfach: Sie bilden Nebensprossen beziehungsweise Ableger, sogenannte Kindel. Diese werden am besten im Frühjahr oder Sommer abgetrennt und in Aussaat- oder Anzuchterde gesetzt. Wichtig, dass die Kindel nur in saubere Töpfe gepflanzt werden. Andernfalls können über die Wunden Bakterien in die Pflanze gelangen. Im Topf bilden Sukkulenten eigene Wurzeln, wenn sie ausreichend warm und sonnig stehen. Wichtig ist, am Anfang gar nicht und nach einiger Zeit nur mäßig zu viel zu gießen. So wird die Wurzelbildung vorangetrieben und vermieden, dass die Schnittstellen anfangen zu faulen.


    Hauswurz: Sukkulenten lasse sich über Kindel vermehren. (Quelle: imago images/Panthermedia)

    Hauswurz: Sukkulenten lasse sich über Kindel vermehren. (Quelle: Panthermedia/imago images)


    Bei vielen Sukkulentenarten können Sie zum Vermehren auch einfach Blätter abtrennen. Die Schnittfläche lassen Sie etwas antrocknen, dann kommt das Blatt in die Erde, wo es ebenfalls anwurzelt.

    Achtung

    Vermeiden Sie Kontakt mit dem Milchsaft. Er ist bei einigen Pflanzen giftig.


    Sukkulenten speichern Wasser

    Der Name Sukkulente kommt von den lateinischen Wörtern "sucus" für "Saft" oder "suculentus" für "saftreich". Im Volksmund werden die Pflanzen auch Fettpflanzen genannt, denn ihre wasserspeichernden Körperteile sind mit einem dickflüssigen, fettigen Saft gefüllt.

    Kakteen zählen zu den Sukkulenten

    Sukkulenten bilden keine eigene Pflanzenfamilie – sie finden sich in vielfältigen Gattungen wie Kakteen, Mittagsblumen- und Amaryllis-Gewächse. Entscheidend für die Zuordnung ist allein die Fähigkeit, Wasser im Pflanzenkörper zu speichern. Unterschieden wird dabei zwischen Blatt-, Stamm- und Wurzelsukkulenten, je nachdem, welcher Teil des Körpers als Wasserressource dient. Typische Vertreter der Stammsukkulenten sind die Kakteen.

    Hauswurz ist eine heimische Sukkulente

    Dank ihrer wasserspeichernden Fähigkeiten sind die Pflanzen hart im Nehmen und können so auch in Klimazonen gedeihen, in denen gewöhnliche Pflanzen längst aufgegeben hätten.



    In unseren Breiten sind eher wenige Sukkulenten heimisch. Dazu zählen Hauswurz, Mauerpfeffer oder die Felsen-Fetthenne.

    Pflegesteckbrief

    Standort Hell und sonnig.
    Einige Sorten bevorzugen allerdings Halbschatten.
    Erde Sandiger Boden, Substrat
    Düngen Von Frühjahr bis Spätsommer
    Etwa alle zwei Wochen
    pH-Wert Nicht höher als sieben
    Gießen Regelmäßig im Sommer, wenig im Winter
    Staunässe meiden
    Vermehrung Über Kindel
    Blütezeit Je nach Art verschieden
    Überwintern Hell und nicht zu kühl



    Verwendete Quellen:

    • Eigene Recherche
    • Mein Schöner Garten
    • Hausgarten
    • Pflanzenfreunde
    • Gartenjournal

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

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