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  • Fleischkauf: Das bedeuten die einzelnen Siegel

    Verschiedene Siegel bieten Orientierung beim Kauf von Frischfleisch. Doch was sagen Sie über die Haltung der Tiere aus? Hier finden Sie einen Überblick.


    Im Einzelhandel gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Siegeln auf Fleischprodukten, die Aufschluss über die Haltung der Tiere geben sollen.

    Angaben der Discounter

    Aldi, Lidl, Netto und Penny haben Angaben zur Tierhaltung auf ihren Frischfleischprodukten. Die Discounter haben alle ein vierstufiges farbiges Modell, wobei Stufe 1 rot und Stufe 4 grün ist – von den einfachsten Haltungsbedingungen bis hin zu Bio-Fleisch.

    Der Haltungskompass von Lidl: Das 4-Stufen-System ist vergleichbar mit der Kennzeichnung bei Eiern. (Quelle: Lidl)Der Haltungskompass von Lidl: Das 4-Stufen-System ist vergleichbar mit der Kennzeichnung bei Eiern. (Quelle: Lidl)


    Die Stufen geben Auskunft, wie Schweine, Rinder und Geflügel vor der Schlachtung gehalten wurden. Stufe 1 ist die "Stallhaltung" oder "konventionelle Stallhaltung", sie entspricht den gesetzlichen Bestimmungen. Bei Stufe 2, "Stallhaltung plus" oder "nachhaltige Stallhaltung", haben die Tiere mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben und zusätzlich Beschäftigungsmaterial wie Lecksteine oder Strohballen. Stufe 3 heißt "Außenklima" oder "Auslauf", die Tiere haben hier noch mehr Platz sowie Zugang zu Außenbereichen. Stufe 4 erfüllt die Vorgaben für Bio-Fleisch.

    Initiative Tierwohl

    HaltungskennzeichnungHaltungskennzeichnung "Premium" der Initiative Tierwohl (ITW): Das nun von der ITW entwickelte System besteht aus vier Stufen. (Quelle: Initiative Tierwohl/dpa)


    Die Initiative ist eine freiwillige Vereinbarung von Fleischindustrie, Bauernverband und den größten Einzelhändlern. Finanziert wird sie vom Lebensmitteleinzelhandel. Die Händler verpflichten sich, für jedes verkaufte Kilo Fleisch sechs Cent einzuzahlen. Damit werden Landwirte gefördert, die ihre Ställe umwelt- und tierfreundlicher ausbauen als gesetzlich vorgeschrieben.

    Die in der Initiative engagierten Supermarktketten haben nun kürzlich angekündigt, eine einheitliche Kennzeichnung für Tierhaltung auf den Weg zu bringen. Ab April soll es schrittweise mit dem System "Haltungsform" losgehen. Es funktioniert ähnlich wie die Siegel der Discounter und besteht aus vier Stufen – "Stallhaltung" (rot), "Stallhaltung Plus" (blau), "Außenklima" (orange) und "Premium" (grün). Beteiligen werden sich neben den Discountern Edeka, Kaufland und Rewe.

    Siegel des deutschen Tierschutzbundes

    -fuer-mehr-tierschutz-das-label-der-deutschen-tierschutzbundes-.jpg"Für mehr Tierschutz": Das Label der Deutschen Tierschutzbundes. (Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)


    Der Deutsche Tierschutzbund führte 2013 das zweistufige Label "Für mehr Tierschutz" ein. Es gibt eine moderate Einstiegsstufe, die deutlich mehr Tierschutz als der gesetzliche Mindeststandard umfasst – etwa mehr Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten, kürzere Transportzeiten und eine schonende Schlachtung. Die Premiumstufe hat noch strengere Vorgaben. Der Tierschutzbund informiert auf seiner Website, wo Verbraucher die Produkte kaufen können.

    EU-Bio-Logo und Deutsches Bio-Siegel

    Aus ökologischem Anbau: Das Bio-Siegel der Europäischen Union (links) und das deutsche staatliche Bio-Siegel (rechts) auf einer Lebensmittelverpackung. (Quelle: imago/photothek)Aus ökologischem Anbau: Das Bio-Siegel der Europäischen Union (links) und das deutsche staatliche Bio-Siegel (rechts) auf einer Lebensmittelverpackung. (Quelle: photothek/imago)


    Beide Siegel stehen für die Einhaltung der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und garantieren einheitliche Mindeststandards auch bei der Tierhaltung. Das staatliche Bio-Siegel ist ein Sechseck mit grünem Rand, es darf zusätzlich zum EU-Bio-Logo (ein Euro-Blatt auf grünem Hintergrund) verwendet werden.


    Die Tiere müssen beispielsweise genug Platz, Auslauf und Beschäftigung haben. Das Leiden während der gesamten Lebensdauer und bei der Schlachtung muss so gering wie möglich sein.

    Label der ökologischen Anbauverbände

    Verbände wie Bioland, Naturland und Demeter haben strengere Richtlinien als die staatlichen Bio-Siegel und setzen noch konsequenter auf Freilandhaltung, Platz und Zuwendung für die Tiere. In etwa sind sie mit der Premiumstufe des Tierschutzlabels vergleichbar. Bio-Tiere bekommen allerdings auch Biofutter, auch zum Einstreu und zur Tierzahl gibt es im ökologischen Landbau strenge Vorgaben.

    Neuland

    Neuland: Das Label verspricht artgerechte Haltung. (Quelle: imago/Stefan Zeitz)Neuland: Das Label verspricht artgerechte Haltung. (Quelle: Stefan Zeitz/imago)


    Unter diesem Label wird Fleisch aus "artgerechter" Haltung vermarktet. Die Produkte erfüllen dem Tierschutzbund zufolge die Anforderungen der Premiumstufe des Tierschutzlabels und liegen manchmal sogar darüber.




    Staatliches Label

    Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant die Einführung eines staatlichen Labels für Fleisch, das bestimmte Standards von der Geburt über die Aufzucht bis zur Schlachtung der Tiere erfüllt. Es soll drei Stufen umfassen und auf freiwilliger Basis eingeführt werden.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur AFP

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  • Simple Sattmacher

    Die DDR-Küche in der heutigen Zeit

    Wurstgulasch, Karlsbader Schnitte und das berühmte Jägerschnitzel: Die einstigen ostdeutschen Küchen-Klassiker haben die DDR überdauert. Manches Restaurant macht damit sogar sein Geschäft. Und daheim lassen sie sich leicht nachkochen oder raffiniert neu interpretieren.



    "Die Ketwurst ist aus", erklärt die Bedienung. Es ist 12 Uhr mittags, und überlaufen ist das Restaurant "Volkskammer" am Berliner Ostbahnhof nicht gerade. Die in einem weichen langen Brötchen steckende Brühwurst mit Ketchup – die DDR-Antwort auf den Hot Dog – aber, sie ist aus. Doch der Gast beschwert sich nicht, er schwenkt einfach um – also eine Karlsbader Schnitte, bitte!

    Es ist nicht so, dass die Küche der DDR für ihre ausgefeilte Kulinarik bekannt war. Dennoch haben manche Gerichte von damals überdauert. Die mit Schinken und Ananas belegte und danach mit Käse überbackene Toastscheibe, Toast Hawaii oder eben Karlsbader Schnitte genannt, zählt dazu. Auch Falscher Hase, Jägerschnitzel, Würzfleisch (auch Ragout fin), Wurstgulasch, Soljanka. Oder das Dessert Kalter Hund, eine Sünde aus Keksen, Kakao und Kokosfett.


    Die Gerichte lassen nostalgische Gefühle aufkommen

    Essen spricht auch Gefühle an, beschwört Erlebtes hinauf, erlaubt gedankliche Reisen in die Vergangenheit. Das ist das Geschäftsmodell der "Volkskammer", was sich schon an der Einrichtung zeigt. Ein Schild am Eingang erklärt, dass man "platziert" wird. Es wird die Preisstufe 3 ausgewiesen – in der DDR war das ein mittleres Preisniveau.

    An einer Wand hängt ein Bild des Palastes der Republik, dem längst abgerissenen Prunkbau in Berlin-Mitte. Es sind vergangene Zeiten, die hier wieder aufleben sollen. Vor allem natürlich beim Essen.

    DDR-Gerichte: "Schlicht, einfach und gut"

    Darum geht es Aurick Günther. Das Essen sei fast genau wie in der DDR, nämlich "schlicht, einfach und gut", sagt der Geschäftsführer und Koch. "Es hat geschmeckt, und man wurde satt." Tatsächlich hat man nach dem Essen keinen Hunger mehr. Die Speisen sind simpel gehalten – wer auf der Suche nach raffinierten Gerichten ist, ist hier falsch.

    Oder wie es die Autorin Jutta Voigt in ihrem Buch über das Essen und Leben in der DDR an einer Stelle auf den Punkt bringt: "Der Geschmack des Ostens war bestimmt von der Utopie der Gleichheit, ... Es ging um das große Kollektiv der Esser, die satt werden sollten, nicht um den Geschmack von ein paar bourgeoisen Gourmets."

    Dafür lassen sich die Speisen leicht nachkochen, zum Beispiel Jägerschnitzel. Was nach Fleisch klingt, ist allerdings nur eine Jagdwurstscheibe. "Sie wird paniert wie ein Schnitzel", erklärt Günther, "mit Mehl, Ei und Semmelmehl". Dann mit Butterschmalz in der Pfanne braten. Die Soße werde aus Tomatenmark und Ketchup gemacht, es kommen noch geschälte Tomaten dazu, Salz, Pfeffer und Butter. Zu dem Gericht gibt es Spirelli-Nudeln. "Die werden heiß mit Butter und Petersilie abgeschmeckt", sagt Günther.

    In der DDR wurde viel Fleisch gegessen

    Kochen in der DDR war auch davon geprägt, dass es nie alles gab. Immer wieder mangelte es an bestimmten Lebensmitteln. "Es herrschte wirklich keine Not in der DDR – es herrschte an allem Mangel, und es gab nicht immer alles", sagt Stefan Wolle, wissenschaftlicher Leiter des Berliner DDR-Museums in einem Internetvideo. "Man musste anstehen und rumrennen und warten. Aber es herrschte keine Not. Es wurde zu viel gefuttert, vor allem zu fett und zu süß."

    Fleisch spielte eine große Rolle auf den Speiseplänen. 96 Kilo verputzte ein DDR-Bürger nach Angaben von Autorin Voigt 1986 im Schnitt pro Jahr. Dazu kamen 43 Kilo Zucker, knapp 16 Kilo Butter und 307 Eier. "Als Verbraucher waren wir Weltspitze", schreibt Voigt.

    Zum Vergleich: 2017 lag der Fleischverzehr in Deutschland nach Branchenzahlen bei knapp unter 60 Kilogramm, und das ist aus Sicht von Ernährungsexperten immer noch viel zu viel.

    DDR-Küche steht für Gemeinschaft und Zusammenhalt

    Sebastian Hadrys ist in Magdeburg geboren. Der Spitzenkoch hat die DDR als junger Mensch erlebt. Zur Wende, 1990, war er 14 Jahre alt. Heute führt er ein eigenes Restaurant, das "Landhaus Hadrys". Für ihn steht die DDR-Küche für Gemeinschaft, Herzlichkeit, Zusammenhalt und Ideenreichtum, jedoch auch Handwerk. "Der Begriff saisonale Küche war zu DDR-Zeiten mehr geprägt als heute. Es war Grundvoraussetzung, den Kalender für Obst und Gemüse im Kopf zu haben. Denn es wurde nichts eingeflogen und zugekauft."

    Frage an den Gourmet: Warum sind es gerade diese einfachen Speisen, die heutzutage aus der DDR so bekannt sind? "Weil es sicher auch ein Kantinenessen war", vermutet Hadrys. Es sei wie bei anderen Gerichten auch, die überregional sind und die breite Masse erreichten.


    Tipps: So peppen Sie DDR-Gerichte auf

    Auch wenn er Jägerschnitzel nach eigenen Wort grausam findet, kann Hadrys anderen berühmten Ostspeisen einiges abgewinnen und verrät ein paar Tipps, um sie aufzupeppen.

    Die Karlsbader Schnitte etwa: Da könne man den Toast in ein Ei-Milch-Gemisch einlegen und ausbraten. "So wird es schön saftig – schmoddrig, wie ein glitschiges Stück Kuchen." Danach wird es mit Schinken und Ananas belegt – darüber kommt Sauce Hollandaise und natürlich Käse. Dann wird es überbacken.

    Falscher Hase, ein mit Ei gefüllter Hackbraten ("ein schönes Gericht"), lasse sich als Bulette mit Ei-Scheibe in der Mitte oder oben drüber mit Spiegelei interpretieren, erklärt Hadrys. Wer möchte, nimmt feines Kalbsfleisch für die Bulette und macht statt der braunen und sehr kräftigen Soße lieber eine feinere auf Basis von Sahne und Zwiebeln. Dazu gibt es Pastinaken, Petersilienwurzel, Brokkoli, zwei, drei Kirschtomaten und rustikale Bratkartoffeln. "Man hat dadurch nicht den Flair vom Mischgemüse und dem langgezogenen Hackbraten, der im Osten ewig dunkel gebraten wurde."

    Deftiges Essen, das nach zu Hause schmeckt

    Wer in der "Volkskammer" Falschen Hase bestellt, bekommt genau das. Einen länglichen dunklen Braten, Mischgemüse, Kartoffeln und kräftige dunkle Soße. Das im Fleisch versteckte Ei ist so grau, dass es kaum als Ei zu erkennen ist. Der Geschmack: deftig. Danach gefragt, was er mit DDR-Essen verbindet, sagt Aurick Günther: "Das ist zu Hause." Ihm, 1969 in Thüringen geboren, als die Mauer knapp acht Jahre stand, ist das Essen aus jener Zeit in Fleisch und Blut übergegangen.

    Dann will man noch wissen, wer so die Gäste sind, die in sein Restaurant in dem unscheinbaren Plattenbau am Ostbahnhof kommen? Am Anfang seien es vor allem ältere Menschen gewesen, sagt Günther. Doch heute kämen auch jüngere Leute, es sei gemischt. Die Gäste würden ihm aber immer wieder bestätigen: "Es schmeckt genau wie früher."



    Verwendete Quellen:

    • dpa

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  • So vermeiden Sie Kohlgeruch und Blähungen

    Wen der intensive Kohlgeruch stört, der sollte das Gemüse im Schnellkochtopf zubereiten oder etwas Kümmel mitkochen. Besonders aromatisch schmeckt Wirsing, wenn Sie ihn mit Schmalz oder Speck zubereiten.


    Wer wegen der Nebenwirkungen vor dem Gemüse zurückschreckt, sollte Kohlgerichte mit etwas Kümmel oder Fenchelsamen würzen: Damit lassen sich die gefürchteten Blähungen vermeiden oder wenigstens abschwächen.

    Wirsing zubereiten und kochen

    Vor dem Zubereiten sollten Sie Wirsing gut waschen, denn zwischen den krausen Blättern sammelt sich viel Sand. Entfernen Sie die äußeren, dicken Blätter des Wirsings und schneiden Sie den Strunk heraus. Danach können Sie das Gemüse je nach Rezept in Würfel oder Streifen schneiden oder die einzelnen Blätter des Wirsings verwenden.

    Wirsing sollte nicht länger als eine gute halbe Stunde gegart werden. Sonst verliert er zu viel Vitamine. Auch als Rohkost lässt er sich verzehren. Allerdings sollten Sie für diesen Fall sogenannten Frühwirsing verwenden. Dieser hat weichere Blätter und ist daher besser verträglich. Er muss allerdings rasch verbraucht werden, weil er nicht sehr lange haltbar ist.


    Wirsing kaufen und haltbar machen

    Frischen Wirsing erkennen Sie daran, dass er beim Schütteln rasselt. Außerdem sollten die äußeren Blätter keine Verfärbungen aufweisen und frisch und knackig aussehen. Die Schnittfläche am Strunk ist am besten noch saftig. Wurde er falsch gelagert, zeigt sich das in Form von Flecken.

    Im Gemüsefach hält sich der krause Kopf etwa eine Woche lang. Alternativ können Sie die einzelnen Blätter des Kohl kurz blanchieren und dann für sechs bis zwölf Monate einfrieren. Wie alle Kohlsorten darf Wirsing nicht neben Obst lagern, damit die Blätter nicht vorschnell faulen oder vergilben.


    So gesund ist der Winterkohl

    Von Brokkoli über Rotkohl und Wirsing bis zum Romanesco: Kohlgemüse ist sehr vielfältig – und immer gesund. Wirsing wirkt im Körper beispielsweise doppelt positiv: Der Kohl stärkt Immun- und Nervensystem. Ersteres liegt an seinem hohen Vitamin-C-Gehalt – schon etwa 200 Gramm Wirsing decken den Tagesbedarf.

    Außerdem enthält Wirsing außergewöhnlich viel Vitamin B6, das gut für die Eiweißverdauung sowie den Aufbau und Schutz des Nervensystems ist. Und in dem Kohl, der auch Wirsching, Welschkraut, Börschkohl und Savoyer Kohl genannt wird, stecken die Provitamine A und E, Folsäure, Kalium, Kalzium und Eisen. Ebenfalls enthalten: wertvolle Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa





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  • Nachhaltiger reisen ------

    Das ändert sich in den Restaurants auf Kreuzfahrtschiffen


    Kreuzfahrt und Essen, das gehört zusammen wie Sonne und Strand. Die Urlauber wünschen sich an Bord üppig gefüllte Buffets. Was nicht gegessen wird, landet meist im Müll. Doch das wollen die Reedereien nun ändern – mit Hilfe der Gäste.

    Eine Kreuzfahrt ohne üppiges Speisenangebot würde kaum jemand buchen. Auf der "Aida Nova" zum Beispiel, dem neuen Flaggschiff von Aida Cruises, gibt es 17 Restaurants. Buffets sind auf See besonders beliebt, zugleich sorgen sie für ein Problem: Jeden Tag landen Dutzende Kilo Lebensmittel im Müll. Die Reedereien sind bemüht, den Abfall zu reduzieren. Das geht aber nicht ohne die Gäste.

    Nach Angaben des Kreuzfahrtverbands Clia plant ein Schiff mit 2.600 Passagieren auf einer Atlantiküberquerung mit 13.200 Portionen Müsli, 37.000 Eiern und 7.500 Portionen Marmelade. Auf einer zehntägigen Seereise mit 400 Gästen verarbeitet die Küche sieben Tonnen Obst. Und sechs Tonnen Fleisch und Geflügel werden auf einer siebentägigen Kreuzfahrt von rund 700 Gästen verspeist. Die Rationen möglichst genau zu planen, ist eine große Herausforderung.

    Costa misst Lebensmittelabfälle und reduziert das Angebot

    Doch es tut sich einiges. Die italienische Reederei Costa hat im September 2017 das britische Unternehmen Winnow engagiert, um die Lebensmittelabfälle auf der "Costa Diadema" zu messen. Ganz genau wurde erhoben, was auf den Tellern übrig blieb. Auf Basis der Daten wurde das Angebot an Speisen angepasst – und reduziert. Auf dem Kreuzfahrtschiff konnten nach Angaben der Reederei bereits mehr als 50 Prozent der Lebensmittelabfälle vermieden werden. Bis 2020 sollen die Abfälle flottenweit um diesen Wert gesenkt werden.

    Wie viele Kilo Essen jeden Tag absolut in den Müll gehen, dazu äußern sich die Reedereien ungern. Auf der "Costa Diadema" konnte der Abfall pro Person pro Tag von 218 Gramm auf 98 Gramm gesenkt werden. Das liege unter den Werten, die Landhotels üblicherweise erreichen. Was war besonders verzichtbar? Zum einen eher schmückendes Beiwerk wie Kräuter und Obst, zum anderen Beilagen wie Reis, Kartoffeln und Brot.

    "Taste don't waste"-Kampagne soll Gäste sensibilisieren

    Costa spendet zudem übrig gebliebene Lebensmittel an wohltätige Organisationen in einigen angelaufenen Städten – zum Beispiel in Palermo, Marseille und Barcelona. Die Reederei setzt außerdem auf die Sensibilisierung der Gäste. Dafür gibt es die Kampagne "Taste don't waste" (probieren, nicht wegwerfen). Die Passagiere sollen dazu angehalten werden, sich nicht so viel auf die Teller zu häufen. Das Buffet produziert besonders viele Reste.

    "Das ist sicherlich die größte Herausforderung, weil der Gast bis zum Ende ein relativ voll ausgestattetes Buffet erwartet", sagt Jörg Rudolph, Deutschland-Chef von Costa Crociere. Auf den Costa-Schiffen kommt hinzu: Die Nationalitäten essen sehr unterschiedlich. "Der Deutsche isst vielleicht fünf Kartoffeln, der Franzose nur zwei", gibt Rudolph ein fiktives Beispiel. Und letztlich isst auch die Crew, die aus verschiedensten Ländern kommt, recht verschieden.

    Mäßigung statt hemmungsloser Genuss – und das im Urlaub? Man ist sich über den Zielkonflikt bewusst. Doch die Bereitschaft der Gäste zur aktiven Teilnahme am Programm sei da, erklärt Costa.

    Auch Aida Cruises und Tui Cruises ergreifen Maßnahmen

    Aida Cruises, Marktführer in Deutschland und Schwestergesellschaft von Costa, ermittelt nach eigenen Angaben ebenfalls die Abfallmengen und bemüht sich um eine Reduzierung. Ein Trick für das Buffet: Gegen Ende der Öffnungszeit werde nicht das Angebot an Speisen verkleinert, wohl aber schrumpfen die Servierschalen. So soll das Angebot an Speisen vielfältig, aber weniger übrig bleiben. Zudem gebe es ein Nachordersystem auf den Schiffen, womit Restaurantmitarbeiter mit einem mobilen Gerät nur Speisen in der Hauptküche nachbestellen, die auch benötigt werden. Aus früheren Vergleichsdaten kann das Vorratsmanagementsystem Menüvorschläge für die Küchen machen.

    Tui Cruises ist ebenfalls nicht untätig. Mit der Organisation "United Against Waste" untersucht sie seit Herbst 2016, wie sich Abfälle an Bord möglichst vermeiden lassen. Das Pilotprojekt fand auf der "Mein Schiff 4" statt. Im beliebten Buffetrestaurant "Anckelmannsplatz" wurden nach Angaben der Reederei 20 Prozent der Lebensmittelabfälle eingespart. Der Deutsche Reiseverband zeichnete das Projekt im Dezember 2017 mit einem Nachhaltigkeitspreis aus.


    Lebensmittelabfälle lassen sich auf Kreuzfahrtschiffen nur bis zu einem gewissen Grad vermeiden. Der Kreuzfahrt-Experte Franz Neumeier weist darauf hin, dass den Bemühungen der Reedereien durch Hygienevorschriften Grenzen gesetzt sind. Dies liege zum einen an Gesetzen in den angelaufenen Ländern, zum anderen am eigenen Interesse, dass sich möglichst keine Krankheiten an Bord verbreiten, erklärt der Journalist auf seinem Blog "Cruisetricks.de".

    Urlauber können zu einer nachhaltigeren Kreuzfahrt beitragen – indem sie nicht mehr vom Buffet nehmen, als sie essen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

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  • Essen erneut einfrieren? -----

    Vermeintliche Küchenweisheiten auf dem Prüfstand


    "Was fünf Sekunden auf dem Boden lag, darf noch gegessen werden." Vermeintliche Küchenweisheiten wie diese geistern oft herum – aber was davon stimmt?

    Darf ich noch essen, was nur wenige Sekunden auf dem Boden lag? Muss ich den Backofen immer vorheizen? In der Küche stellen sich täglich knifflige Fragen, wenn es um Lebensmittelqualität und Nachhaltigkeit geht.

    Schimmlige Stellen abkratzen?

    Der Schimmel, der vom Hersteller kommt, ist unkritisch – etwa der beim Blauschimmelkäse. Anders kann es bei Schimmel aussehen, der bei der Lagerung zu Hause entstanden ist: In einem verschimmelten Brot können gefährliche Mikroorganismen sein. Den Schimmel einfach zu entfernen, ist nach Meinung von Professor Rainer Stamminger von der Universität Bonn bedenklich – denn ein unsichtbarer Teil bleibt zurück.


    "Die Schimmelpilze übertragen sich auch über die Luft, deswegen können schon größere Bereiche verunreinigt sein", sagt auch Heidi Wichmann-Schauer, Leiterin der Fachgruppe "Mikrobielle Toxine" des Bundesinstituts für Risikobewertung. Falls es sich nur um eine kleine schimmlige Stelle am Brotlaib handelt, können Verbraucher diese aber großzügig wegschneiden.

    Backofen immer vorheizen?

    Anders als auf vielen Verpackungen angegeben, müssen Backöfen für ein gutes Ergebnis laut Stamminger nicht vorgeheizt werden. Wer das Produkt direkt in den Ofen stellt und ihn anschaltet, spart Zeit und bis zu 15 Prozent Energie.


    Essen erneut einfrieren?

    Nach Meinung Stammingers können Lebensmittel zwar meist wieder eingefroren werden. "Bei jedem Auftau- und Einfriervorgang werden die Zellen aber weiter geschädigt, und die Mikroorganismen vermehren sich." Es kommt deshalb auf das Lebensmittel und die Weiterverarbeitung an. Fleisch, das man zu einem Tatar verarbeiten will, sollte nicht mehrfach aufgetaut worden sein. Himbeeren hingegen werden zwar mit jedem Auftauen matschiger – für Marmelade sei das allerdings unerheblich und auch unbedenklich.

    5-Sekunden-Regel?

    Lebensmittel, die nur wenige Sekunden auf dem Boden lagen, können nicht ohne Weiteres gegessen werden, wie die vermeintliche Fünf-Sekunden-Regel besagt. "Die Mikroorganismen zählen nicht bis fünf, bevor sie sie sich vom Boden auf das Lebensmittel setzen", sagt Stamminger. Die Dauer mache keinen Unterschied, sondern eher, ob der Boden zuvor gereinigt worden sei.

    Verbraucher müssen jedoch nicht alles direkt wegwerfen, was einmal auf den Boden gefallen ist. Laut BfR kommt es auch auf die Situation an. "Fällt ein Stück Mohrrübe auf meinen sauberen Küchenboden, wenn ich eine Gemüsesuppe koche, kann ich sie weiterverwenden", sagt Heidi Wichmann-Schauer. "Aber wenn ein Kleinkind das Stück direkt essen soll, sollte es nochmal abgewaschen werden." Zudem würden Bakterien von einem glatten Boden besser übertragen als von einem Teppichboden. Und: "Feuchte Lebensmittel nehmen die Bakterien vom Boden besser auf."

    Verwendete Quellen:

    • dpa

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  • Mogelverpackungen ---

    In diesen Produkten steckt mehr Luft als Inhalt

    Die Verbraucherzentrale Hamburg hat kürzlich etwas gemacht, was viele Verbraucher beim Einkaufen gerne tun würden. Sie hat Produkte durchleuchtet und geschaut, wie viel Inhalt wirklich drinsteckt. Das Ergebnis ist ernüchternd.

    Diese Produkte enthalten besonders viel Luft

    Mondamin Lieblingsgrießbrei von Unilever (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Risotto von Riso Scotti (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Finish Powerball von Reckitt Benckiser (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) High Protein Chips von Layenberger (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Maoam Crazy Roxx von Haribo (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Bake Rolls Fruit & Nuts von 7Days (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Mondamin Lieblingsgrießbrei von Unilever (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Risotto von Riso Scotti (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Finish Powerball von Reckitt Benckiser (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) High Protein Chips von Layenberger (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Maoam Crazy Roxx von Haribo (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg) Bake Rolls Fruit & Nuts von 7Days (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

    Foto-Serie mit 6 Bildern

    Die Verbraucherzentrale Hamburg hat gut verschlossene Lebensmittel- und Spülmittelverpackungen mit einem Röntgengerät durchleuchtet. Das Ergebnis: Die Packungen der Stichprobe – egal ob es sich um Grießbrei oder um Geschirrspültabs handelte – waren im Mittel nur zu 41 Prozent gefüllt. Einige Packungen enthielten sogar mehr als 80 Prozent Luft.

    Ganz überraschend war das haarsträubende Ergebnis nicht, denn die Verbrauchzentrale hatte sich für ihre Stichproben 14 Produkte herausgepickt, über die sich Konsumenten bei ihr beschwert hatten. Doch richtig selten sind solche Mogelpackungen wohl auch nicht. Fast 2.000 Beschwerden zu diesem Thema gingen 2018 bei den Verbraucherschützern ein. Das sei mehr als in den Jahren zuvor, sagt der Lebensmittelexperte der Verbraucherzentrale, Armin Valet.

    Platz 1 bis 3: Produkte mit wenig Inhalt

    • Platz 1 der Untersuchung belegt der "Mondamin Lieblingsgrießbrei Klassische Art" von Unilever. Bei einer Tütenhöhe von 18 Zentimetern sind fast 15 Zentimeter der Packung ohne Inhalt und somit 83 Prozent.
    • Das "Risotto Milanese" von Riso Scotti kommt auf Platz 2. Der zu 81 Prozent leere Standbeutel täuscht deutlich mehr Inhalt vor.
    • Auf Platz 3 landen die "Finish Powerball All In 1 Citrus Tabs" von Reckitt Benckiser. 27 Geschirrspültabs verlieren sich in einer überdimensionalen Plastikverpackung; die ermittelte Höhe des Luftanteils beträgt 74 Prozent.


    Betrug am Verbraucher: Ärger über Verpackungen nimmt zu

    Auch die Stiftung Warentest prangert regelmäßig auf ihrer Website Mogelpackungen an, die viel weniger Ware enthalten, als die Verpackung vorgaukelt. Dabei bedienen sich die Hersteller nach den Erfahrungen der Experten einer Vielzahl von Tricks: von Sichtfenstern in den Verpackungen, die knapp unter der Befüllungsgrenze enden, bis zu doppelten Böden und Tiegeln mit auffällig dicken Wandungen bei Kosmetikaverpackungen.

    Mogelpackungen fänden sich "quer durch den Supermarkt", klagt Valet – vor allem aber bei Fertigprodukten und Süßigkeiten. Für die Verbraucherschützer sind die Mogelpackungen gleich aus zwei Gründen ein Ärgernis. Weil sie den Verbraucher beim Einkauf in die Irre führen, aber auch weil dadurch unnötig viel Müll produziert wird. Die Verbraucherzentrale plädiert deshalb dafür, dass jede Packung, wenn technisch möglich, "bis zum Rand oder zur Naht befüllt werden muss".

    Sie spricht damit wohl auch vielen Konsumenten aus dem Herzen. Denn bei Verbrauchern stößt Verpackungsmüll auf zunehmenden Widerwillen. Bei einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PwC plädierten rund 95 Prozent der Befragten dafür, die Materialmenge bei Verpackungen auf ein Minimum zu reduzieren. Sie sahen dabei vor allem die Hersteller der Produkte in der Pflicht.

    "Mogelpackung des Jahres": Abstimmung läuft

    "Die Verärgerung der Verbraucher über zu viel Verpackung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen", beobachtet auch der Leipziger Professor für Verpackungstechnologie und Nachhaltigkeit, Eugen Herzau. Gleichzeitig warnt der Experte aber auch vor voreiligen Verurteilungen: "Nicht alles ist eine Mogelverpackung, was auf den ersten Blick so wirkt. Wenn Kartoffelchipsbeutel aufgebläht sind, geht es nicht darum, mehr Inhalt vorzutäuschen, sondern den Inhalt besser vor Bruchschäden zu schützen". Die Luft stelle ein Polster dar. Echte Mogelpackungen müssten aber an den Pranger gestellt werden, findet der Experte.

    Um das Problem stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, verleiht die Verbraucherzentrale Hamburg seit mehreren Jahren den Schmähpreis "Mogelpackung des Jahres". Bekanntgabe ist in diesem Jahr am 21. Januar. Dabei richten die Verbraucherschützer ihr Hauptaugenmerk auf Fälle, in denen ihrer Meinung nach durch "kreative" Packungsgestaltung versteckte Preiserhöhungen durchgesetzt wurden.

    Größere Verpackungen verkaufen sich dennoch besser

    Ob die Verbraucherschützer es allerdings kurzfristig schaffen, Mogelpackungen den Garaus zu machen, darf bezweifelt werden. Der Trick funktioniert einfach trotz aller Aufklärung zu gut. "Wir kaufen auch mit dem Auge. Die größere Verpackung suggeriert mehr Inhalt, und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir zugreifen. Das ist ganz stark in uns verankert", erklärt der Marketingexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU in Düsseldorf.




    Vielleicht werde ja die höhere Preistransparenz durch den Onlinehandel zu einer allmählichen Besserung führen, hofft der Marketingexperte. Doch schränkt er ein: "Das kann noch zehn Jahre dauern."

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa
    • Verbraucherzentrale Hamburg

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  • Wichtige Auskünfte ----

    Welche Eier können Sie noch bedenkenlos kaufen?


    Sind Bio-Eier wirklich besser als Eier aus Freilandhaltung? Und spielt der Fipronil-Skandal noch eine Rolle? Woran Sie erkennen, wo das Ei herkommt und was es mit den aufgedruckten Zahlen auf sich hat.


    Die mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eier wurden aus den Supermärkten entfernt und sind nicht mehr im Umlauf. Aktuell gebe es diesbezüglich auch keine weiteren Hinweise oder Rückrufe, wie die Verbraucherzentrale Berlin t-online.de mitteilt.

    Nicht ganz auszuschließen sei allerdings, dass noch verarbeitete, lange haltbare Lebensmittel auf dem Markt sind, die mit Fipronil belastete Eier enthalten können – wie zum Beispiel Nudeln. "Eine gesundheitliche Gefährdung ist hier aber unwahrscheinlich, da als Zutat eingesetzte belastete Eier, wenn überhaupt, nur einen kleinen Anteil am Produkt ausmachen", erklärt die Verbraucherzentrale.

    Mehr zum Thema

    Was ist der Erzeugercode?

    Verbraucher haben aber aus dem Skandal gelernt und legen jetzt immer häufiger Wert auf die Herkunft der Eier. Bio-Eier stehen hoch im Kurs. Ob ein Ei aus einer artgerechten Haltung stammt, erkennen Sie am sogenannten Erzeugercode.

    Seit dem 1. Januar 2004 muss jedes Ei, welches in Deutschland oder einem anderen Land der Europäischen Union in den Handel kommt, mit dem Code gekennzeichnet sein. Der Erzeugercode besteht aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben und wird direkt auf das jeweilige Ei gestempelt. Er gibt Auskunft über die Art der Legehennenhaltung und die Herkunft des Eies.


    Ei mit Erzeugercode: Die erste Ziffer steht für die Haltungsform der Hennen. Dieses Ei stammt aus Freilandhaltung. (Quelle: imago/blickwinkel)

    Ei mit Erzeugercode: Die erste Ziffer steht für die Haltungsform der Hennen. Dieses Ei stammt aus Freilandhaltung. (Quelle: blickwinkel/imago)

    Welche Zahl steht für welche Haltung?

    Für die Art der Hühnerhaltung ist die erste aufgedruckte Zahl entscheidend, denn Sie informiert darüber, in welcher Art von Betrieb die Hennen gehalten wurden.


    0 Auslauf- oder Freilandhaltung nach Bio-Richtlinien
    1 Betrieb mit Freilandhaltung
    2 Betrieb mit Bodenhaltung
    3 Betrieb mit Kleingruppen-Käfighaltung

    So unterscheiden sich die verschiedenen Haltungsformen

    Die konventionelle Käfighaltung in sogenannten Legebatterien ist in Deutschland schon seit 2010 ohne Ausnahme verboten. Das EU-weite Verbot gilt seit 2012. Trotzdem muss das nicht heißen, dass Sie nur Eier von glücklichen Hennen kaufen können.


    Haltungsform 3: Kaufen Sie zum Beispiel Eier mit der Ziffer 3, werden die Legehühner in einem Käfig gehalten. In ihnen ist nur geringfügig mehr Platz vorhanden als in Legebatterien – circa 0,08 Quadratmeter pro Tier. Es gibt Sitzstangen, Legenester und Einstreu. Diese Haltungsart wird von Tierschützern kritisiert. Ab 2026 soll die Käfighaltung in Deutschland ganz verboten werden.


    Haltungsform 2: In der Bodenhaltung, erkennbar an der Ziffer 2, verfügen die Tiere über etwas mehr Raum und einen Scharrplatz – für neun Tiere muss mindestens ein Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung stehen. Es gibt allerdings keinen Auslauf für die Hennen. Auch davon sind viele Tierschützer nicht überzeugt.


    Haltungsform 1: Wenn Sie Eier mit der Ziffer 1 kaufen, die aus Freilandhaltung stammen, haben die Hennen zusätzlich zum Stall mit Sitzstangen, Nestern und Einstreu, tagsüber Auslauf ins Freie. Mindestens vier Quadratmeter müssen hier jedem Tier zur Verfügung stehen.


    Haltungsform 0: Kaufen Sie Eier mit der Ziffer 0, können Sie sicher sein, dass die Hennen nicht im Käfig gehalten wurden. Der Stall muss Sitzstangen haben und mindestens zu einem Drittel ausgestreut sein. Im Stall teilen sich höchstens sechs Tiere einen Quadratmeter – zusätzlich stehen jedem Tier mindestens vier Quadratmeter Auslauf zur Verfügung. Im gesamten Stall dürfen maximal 3.000 Legehennen gehalten werden. "Beim Futter sind vorwiegend Getreide und Mais aus ökologischer Erzeugung die Grundlage. Antibiotika als Leistungsförderer, gentechnisch verändertes Futter sowie Fischmehl sind verboten", erklärt die Verbraucherzentrale Berlin.

    Diese Eier sollten Sie kaufen

    Eier werden gekennzeichnet, damit Sie beim Kauf – getreu dem Motto "Du bist, was du isst" – entscheiden können, welche Form der Hennenhaltung Sie unterstützen möchten – und wie viel Ihnen die Bewegungsfreiheit der Hennen wert ist.

    Da Bio-Legehennen mehr Auslauf im Freien bekommen, erhalten sie eine abwechslungsreichere Ernährung. Auf ihrem Speiseplan stehen öfter Kamille oder andere Pflanzen mit ätherischen Ölen. Dadurch haben Bio-Eier ein besseres Aroma und enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren. Das hat Geflügelwissenschaftler Prof. Dr. Michael Grashorn am Institut für Nutztierwissenschaften der Universität Hohenheim festgestellt, als er Bio-Eier und Eier aus Bodenhaltung verglichen hat. Wollen Sie sich und den Tieren also etwas Gutes tun, greifen Sie in Zukunft am besten zu Bio-Eiern mit der Ziffer "0" am Anfang.


    Erzeugercode auf dem Ei: Neben der Haltungsform, des Herkunftlandes und des Bundeslandes, wird auf einem Ei noch die Betriebsnummer und die Stallnummer angegeben. Diese dienen dazu, die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können. (Quelle: picture-alliance/dpa-infografik)Erzeugercode auf dem Ei: Neben der Haltungsform, des Herkunftlandes und des Bundeslandes, wird auf einem Ei noch die Betriebsnummer und die Stallnummer angegeben. Diese dienen dazu, die Herkunft vom Verkauf bis zum Stall zurückverfolgen zu können. (Quelle: picture-alliance/dpa-infografik)

    Was bedeuten die aufgedruckten Buchstaben?

    Die Buchstaben, die nach der ersten Ziffer aufgedruckt sind, zeigen Ihnen außerdem an, aus welchem Land das jeweilige Ei stammt. Sollten Sie Eier mit dem Aufdruck "DE" gekauft haben, können Sie sich sicher sein, dass die Eier aus Deutschland kommen.

    Weitere Herkunftsländer sind beispielsweise:

    • AT für Österreich
    • BE für Belgien
    • DK für Dänemark
    • FR für Frankreich
    • NL für Niederlande
    • PL für Polen

    Diese Ziffern geben Auskunft über das Bundesland

    Weiterhin spielt aber auch die Transportdauer und der Umweltschutz eine Rolle. Anhand der Ziffern nach den aufgedruckten Buchstaben erhalten Sie Auskunft darüber, aus welchem Bundesland die Eier kommen – und ob diese quer durch Deutschland transportiert wurden. Jedes Bundesland in Deutschland besitzt eine bestimmte Ziffer:

    • 01 = Schleswig-Holstein
    • 02 = Hamburg
    • 03 = Niedersachsen
    • 04 = Bremen
    • 05 = Nordrhein-Westfalen
    • 06 = Hessen
    • 07 = Rheinland-Pfalz
    • 08 = Baden-Württemberg
    • 09 = Bayern
    • 10 = Saarland
    • 11 = Berlin
    • 12 = Brandenburg
    • 13 = Mecklenburg-Vorpommern
    • 14 = Sachsen
    • 15 = Sachsen-Anhalt
    • 16 = Thüringen

    Erzeugercode gilt nur für Konsumeier

    Die Kennzeichnung mit dem Erzeugercode gilt bisher nur für Konsumeier, also nicht für Eier, die zum Beispiel in Back- oder Teigwaren, wie Brot, Brötchen, Kuchen und Nudeln verarbeitet sind. Hier kann es also auch möglich sein, dass diese Eier aus der Käfighaltung stammen.

    Wenn Sie zu Ostern Eier kaufen, sollten Sie das Färben lieber selbst übernehmen, da gefärbte Eier ebenfalls nicht durch eine Zahl gekennzeichnet werden müssen, und Sie somit die Herkunft nicht zurückverfolgen können.

    Probleme bei der korrekten Kennzeichnung

    Reporter des SWR-Verbrauchermagazins "betrifft" haben herausgefunden, dass es große Missstände bei der korrekten Kennzeichnung der Eier gibt: Nicht jeder Biobetrieb hält laut Reporter die notwendigen Bedingungen ein. Auch stammen teilweise Eier, die als Freilandhaltung gekennzeichnet waren, aus Massenbetrieben. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Verbraucher oft getäuscht werden.


    Möchten Sie bei der Herkunft Ihres Frühstückseis wirklich sicher gehen, gehen Sie direkt zum Erzeuger und lassen Sie sich die Ställe und Legehennen zeigen.

    Ab wann Eier gekühlt werden müssen

    Neben der Haltungsform muss auf der Verpackung auch das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden – das ist spätestens der 28. Tag nach dem Legen. "Eier dürfen nur innerhalb von 21 Tagen nach dem Legen an Verbraucher abgegeben werden. Vom 18. Tag an nach dem Legen müssen die Eier im Handel bei +5 Grad bis +8 Grad gelagert werden, ein entsprechender Hinweis findet sich bei verpackten Eiern meist auch auf dem Eierkarton. Dieses auf der Verpackung freiwillig gekennzeichnete Kühldatum kann man nutzen, um das frühestmögliche Legedatum zu berechnen, indem man 18 Tage vom Kühldatum abzieht", informiert die Verbraucherzentrale.

    Was bedeuten regionale Bezüge in Unternehmens- oder Markennamen?

    Angaben zur regionalen Herkunft von Eiern, wie zum Beispiel ein Bundesland, dürfen freiwillig angegeben werden – und müssen dann natürlich auch stimmen. "Andere Bezeichnungen wie auch regionale Bezüge in Unternehmens- oder Markennamen sollten Verbraucher hinterfragen", erklärt die Verbraucherzentrale. Das können zum Beispiel Bezeichnungen wie "Harzer Hühnerparadies" sein. Vor allem auf die Haltungsform, die vielen Verbrauchern wichtig ist, könnten in solchen Fällen meist keine Rückschlüsse gezogen werden. "Verlässlich ist allein der Erzeugercode, der sich bis zum Stall zurückverfolgen lässt."

    Verwirrung stiftet oft auch ein Code, der direkt auf die Eierverpackung gedruckt ist: der sogenannte "Verpackungsstellen-Code". Das ist eine Buchstaben- und Zahlenreihe, die im Gegensatz zum Erzeugercode lediglich die Stelle angibt, an der die Eier verpackt wurden. "Lege- und Verpackungsort können durchaus unterschiedlich sein und zum Beispiel auch in verschiedenen Ländern liegen. So kann es vorkommen, dass Eier in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern", sagt die Verbraucherzentrale.

    Alternative beim Eierkauf

    Derzeit werden in Deutschland jährlich bis zu 50 Millionen männliche Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet, weil sie zum Eierlegen nicht in Frage kommen. Wer eine Alternative beim Eierkauf sucht, um das Töten der sogenannten "Eintagsküken" zu verhindern, sollte auf Eier aus einer der verschiedenen Initiativen zurückgreifen, die sich für die Aufzucht von männlichen Küken von Legehennen engagieren. Das sind unter anderem:

    • basic Bruderherz-Initiative
    • Bruderhahn Initiative Deutschland
    • Bruderküken-Initiative
    • Haehnlein
    • Herzbube
    • Initiative Bruder-Ei
    • Spitz & Bube

    Verwendete Quellen:

    • dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • So landet weniger im Müll ----

    Lebensmittel: Fünf Tipps gegen die Verschwendung

    Fünf Tipps gegen Lebensmittelverschwendung. Lebensmittelverschwendung: Bis 2030 will Deutschland die Lebensmittelverschwendung pro Kopf um die Hälfte reduzieren. Tipps, wie sich Müll in der Küche vermeiden lässt. (Quelle: Getty Images/Daisy-Daisy)

    Lebensmittelverschwendung: Bis 2030 will Deutschland die Lebensmittelverschwendung pro Kopf um die Hälfte reduzieren. Tipps, wie sich Müll in der Küche vermeiden lässt. (Quelle: Daisy-Daisy/Getty Images)

    Die Kartoffeln sind schrumpelig, das kaltgepresste Öl flockt und die Eier sind abgelaufen – doch müssen diese Lebensmittel deshalb gleich in den Müll? Keineswegs, lautet die Antwort. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Lebensmittel weiter verwenden und Lebensmittelverschwendung vermeiden können.


    Wie lange sind Lebensmittel genießbar?

    mindesthaltbarkeitsdatum.jpgeier.jpg  brot.jpg  fisch.jpg  gemuese.jpg  obst.jpg  Raw Fresh Beef T-bone Steak (Quelle: Getty Images/kajakiki)Bei Müsli oder Haferflocken kann das Mindesthaltbarkeitsdatum einige Wochen überschritten werden. Allerdings gilt bei Müsli mit Nussanteil erhöhte Schimmelgefahr. Achten Sie neben Nüssen auch auf enthaltenes Obst. In solchen Fällen gilt: Besser ab in den Müll. (Quelle: Getty Images/5second)kaese.jpg

    Foto-Serie mit 10 Bildern

    Die Zahlen klingen dramatisch. "Elf Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgen Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall", schreibt das Agrarministerium. "Jedes achte Lebensmittel, das wir in Deutschland einkaufen, landet in der Tonne. Pro Person und Jahr sind das durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel."

    Fünf Tipps, um Verschwendung vorzubeugen

    Bis 2030 will Deutschland die Lebensmittelverschwendung pro Kopf um die Hälfte reduzieren. Das Ernährungsministerium gibt über das Portal "Zu gut für die Tonne" Tipps, wie sich in der heimischen Küche Müll vermeiden lässt und auch die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Checkliste zum Thema zusammengestellt.

    1. Richtig planen

    Wer seine Vorräte überblickt, kauft weniger Überflüssiges ein. Gut ist auch, sich einen groben Wochenplan zu machen: Kommt jemand zu Besuch? Geht man auswärts essen? Bleiben vom Kochen Reste übrig?


    In den Kühlschrank gehören Eier, Käse, Milch, Joghurt, Butter oder Margarine. Und wer Spinat, Brokkoli, Fisch und Brot in der Tiefkühltruhe hat, kann auch ohne frische Einkäufe ein Essen kochen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, folgende Lebensmittel als Vorrat im Haus zu haben:

    • H-Milch
    • Nudeln
    • Reis
    • Mehl
    • Kartoffeln
    • Zwiebeln
    • passierte Tomaten
    • Öl
    • Tomatenmark
    • Gewürze
    • Senf

    2. Richtig lagern

    Ärgerlich ist es, wenn gerade erst geöffnete Lebensmittel schlecht werden und deshalb in den Müll müssen. Dagegen lässt sich aber etwas unternehmen.

    • Joghurt oder Quark zieht geöffnet Bakterien an, deshalb sollte man ihn schnell mit Frischhaltefolie abdecken.
    • Nicht verbrauchte, offene Konserven füllen Verbraucher am besten in Behälter aus Glas, Metall oder Kunststoff um.
    • Brot bleibt länger im Brotkasten oder Tontopf mit Deckel frisch. In einer sauberen Kunststofftüte hält sich Brot auch – die Kruste wird dann allerdings schnell weich. Sinnvoll ist der Initiative "Zu gut für die Tonne!" zufolge, ganze oder halbe Brotlaibe statt bereits geschnittene zu kaufen. Schnittbrot schimmelt nämlich schneller.
    • Zitronen schimmeln im Gemüsefach des Kühlschranks schneller. Prof. Dietlind Hanrieder, Expertin für Lebensmittellehre an der Hochschule Anhalt, erklärt das mit der hohen Luftfeuchte im Gemüsefach. Besser seien die Früchte in einem Drahtkorb im kühlsten Raum der Wohnung aufgehoben. Ihr Tipp: "Ein Küchentuch aus Papier dazwischen gelegt, reduziert die Gefahr." Gerade Zitronen sollten nicht auf Vorrat gekauft werden, sondern immer frisch für den aktuellen Bedarf.

    3. Einfrieren

    Brot etwa lässt sich auch gut einfrieren. Im verschlossenen Tiefkühlbeutel werden bereits geschnittene Scheiben eingefroren, die sich binnen kurzer Zeit im Toaster oder in der Mikrowelle auftauen lassen. Auch gefrorene Brötchen kann man im Ofen wieder aufbacken. Welche Lebensmittel sich noch zum Einfrieren eignen, lesen Sie hier.

    • Eingemachtes und Eingefrorenes beschriftet man besser mit Datum, damit man einen Überblick behält, was als Nächstes verbraucht werden sollte.

    4. Lebensmittel nicht gleich wegwerfen – sondern auf Genießbarkeit prüfen

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert, dass ein ungeöffnetes Lebensmittel bei richtiger Lagerung mindestens bis zum aufgedruckten Datum Qualität, Farbe, Aroma und Konsistenz beibehält. Es heißt nicht, dass Lebensmittel immer nach Ablauf dieses Datums entsorgt werden müssen. Das gilt etwa für Butter oder Bier. Die Lebensmittel sollten durch Ansehen, Riechen und Schmecken auf ihre Genießbarkeit hin überprüft werden. Aus unserer Übersicht entnehmen Sie, welche Produkte wie lange genießbar sind und wann Sie sie entsorgen sollten.

    5. Richtig zweitverwerten

    Dass beim Kochen etwas übrig bleibt, lässt sich nicht immer vermeiden. Die Reste sind aber zu schade, um sie wegzuwerfen.

    • Übrig gebliebenes Gemüse oder Eier können zusammen in einer Reispfanne landen.
    • Brot oder Brötchen vom Vortag schmecken zum Beispiel lecker in einem süßen Auflauf oder als Arme Ritter.
    • Der Rest der Spaghettisoße wandert ins Paprikagemüse.
    • Geschnittenes Obst wird zu Kompott verarbeitet oder zusammen mit Joghurt zum Shake püriert.

    Aus Gemüseschalen Chips herstellen oder Brühe kochen

    Auch Gemüseschalen müssen Sie nicht einfach wegwerfen. Aus manchen Sorten können Sie Chips machen. Das Bundeszentrum für Ernährung schlägt vor, die sauberen Schalen von Roter Bete, Pastinake oder Rettich in dünne Streifen zu schneiden und in gewürztes Olivenöl zu tauchen. Anschließend im Ofen rösten oder in der Pfanne braten.

    Alternativ können Sie Gemüsereste auch in Beuteln einfrieren. Haben Sie auf diese Weise genügend Gemüse gesammelt, geben Sie es mit Gewürzen wie Pfeffer, Lorbeerblättern oder Piment in einen großen Topf mit Wasser. Das Ganze abgedeckt bei niedriger Hitze drei bis vier Stunden köcheln lassen. Anschließend das Gemüse heraussieben und die Brühe noch eine halbe Stunde einreduzieren. Besonders geeignet für eine Gemüsebrühe sind:

    • Zwiebelschalen,
    • Sellerie,
    • Möhren,
    • Fenchel,
    • Radieschen,
    • Porree,
    • Ingwer,
    • Champignons,
    • Kohlrabi

    Rezept: Schoko-Osterhasen zweitverwerten

    Ergraute Schokolade oder umherstehende Schoko-Hasen finden mit diesem Rezept eine neue Bestimmung – als süße Brötchen:

    Dazu 200 g der Schokolade zerkleinern und in einen gut durchgekneteten Teig aus 500 g Mehl, 25 g Hefe, je 50 g Zucker und Butter, einem Ei, 150 ml Wasser, einem Teelöffel Salz und je einem Spritzer Zitronen- und Vanillearoma und 100 ml kalter Milch unterkneten. Nach einer Ruhezeit von 10 Minuten eigroße Kugeln formen und in einen 30 Grad warmen Ofen stellen. Während des 30-minütigen Gärens mehrmals mit Wasser bestreichen. Sind die Kugeln auf Brötchengröße gewachsen, aus dem Ofen nehmen und mit einem Geschirrtuch abdecken. Nochmals mit Wasser bestreichen und die Brötchen 16 Minuten bei 210 Grad backen. Anschließend mit flüssiger Butter bepinseln und mit Zucker bestreuen.

    Jüngere Generation ist verschwenderischer

    Saure Milch, verschimmelte Zucchini, gammlige Äpfel, die Reste vom Abendessen, die im Biomüll landen, dazu tonnenweise Verderbliches, das Supermärkte und Restaurants entsorgen. Einer Studie der Bundesregierung zufolge ist das Problembewusstsein ausgeprägt: 96 Prozent der Befragten glauben, dass auch Essen im Müll landet, das noch genießbar gewesen wäre. Dabei entsorgen Jüngere öfter Essbares als die älteren Generationen.



    92 Prozent der Deutschen im Alter von 21 bis 51 Jahren werfen Essen weg, knapp vier von zehn tun das sogar einmal pro Woche. Dagegen wirft ein Drittel der Menschen, die vor 1945 geboren wurden, nach eigenen Angaben Lebensmittel nie in den Müll. In der Nachkriegs-Generation bis Jahrgang 1954 sind es rund 27 Prozent. Wer mit Entbehrungen aufgewachsen ist, hat offensichtlich ein anderes Verhältnis zum Essen als Generationen, für die Überfluss normal ist.

    Weltweit landet ein Drittel der produzierten Nahrung nicht auf den Tellern – dabei haben den Vereinten Nationen zufolge 795 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Dass Lebensmittel nicht effizient verbraucht werden, ist nicht nur ein ethisches Problem. Arbeitskraft, Boden, Wasser und andere knappe Ressourcen werden verschwendet.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa






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  • Edel-Bio im Discounter ---- Hohe Standards für wenig Geld?


    Bio-Label mit höheren Standards finden immer häufiger ihren Weg in die Regale von Supermärkten und Discountern. Doch wie günstig sind diese Lebensmittel wirklich?


    Bio ist in. Mittlerweile bieten auch Discounter Edel-Bio-Produkte an, die strengere Biozertifikate haben als die EU für normale Bio-Produkte vorschreibt. Seit vergangenen November verkauft Lidl Produkte des Premium-Erzeugers Bioland. Die Supermarktkette Rewe hat schon länger Produkte des Premium-Siegels Naturland im Sortiment. Auch der Konkurrent Kaufland ist auf den Bio-Zug aufgesprungen, vertreibt seit Februar Waren des Ökolabels Demeter. Die Werbung verspricht beste Bio-Qualität aus heimischer Erzeugung zum günstigen Preis.

    Bio im Discounter ist günstiger als im Bio-Laden

    Wir wollen nachprüfen, ob das stimmt und kaufen ein: Milch, Butter, Mehl, Joghurt, Äpfel - insgesamt acht Produkte, jeweils aus dem neuen Edel-Bio Sortiment.


    Mehrere Bioprodukte liegen wild durcheinander. Möhren, Butter, Hackfleisch, Tomaten, Kartoffeln, etc.


    Die Preise von Edel-Bioprodukten unterscheiden sich je nach Geschäft deutlich.

    Bei Lidl kosten unsere Bioland-Produkte insgesamt 9,82 Euro. Bei Rewe kosten vergleichbare Produkte, hauptsächlich von Naturland, 12,32 Euro. Der Einkauf bei Kaufland ist am teuersten: Wir zahlen 15,02 Euro. Das liegt vor allem daran, dass es hier nur Markenprodukte wie Demeter gibt, die eine höhere Biozertifizierung haben. Rewe und Lidl haben auch zertifizierte Eigenmarken. Zum Vergleich kaufen wir auch im Bio-Supermarkt Alnatura ein. Preis hier: 12,74 Euro.

    Edel-Bio ist im Discounter also deutlich günstiger als im Bio-Supermarkt. "Die großen Händler, Rewe, Edeka, Lidl und Kaufland haben aufgrund ihrer Größe ganz andere Kostenstrukturen und können deshalb Produkte günstiger anbieten, selbst wenn sie den selben Einkaufspreis hätten wie der Naturkostladen. Vor allem die konventionellen Händler verkaufen sehr stark über den Preis und der kleine Naturkosthändler kann sich diese aggressiven Preise einfach nicht leisten", sagt Professor Stephan Rüschen, Handelsexperte von der Dualen Hochschule Heilbronn.

    Bio beschert dem Lebensmittel-Großhandel schon länger gute Umsätze. Ein Drittel der knapp sechs Milliarden Euro, die Verbraucher im vergangenen Jahr für Bio-Lebensmittel ausgaben, landeten in den Kassen von Aldi, Lidl und Co. Jetzt nehmen die Großen das Geschäft mit der Edel-Bioware ins Visier, das früher dem Bio-Fachhandel vorbehalten war.

    Edel-Bio strenger als EU-Bio

    Auf einer Tabelle sind die Unterschiede zwischen dem Bioland-Label und EU-Bio dargestellt. Bioland fordert zum Beispiel 100% Zutaten nach biologischer Erzeugung, die EU nur 95%.


    Das Bioland-Label ist strenger als EU-Bio.

    Edel-Bio-Produkte erfüllen ökologisch deutlich strengere Richtlinien als die Mindeststandards, die die EU-Verordnung verlangt. Das Label Bioland schreibt bei verarbeiteten Produkten vor, dass 100 Prozent der Zutaten von verarbeiteten Produkten biologischer Herkunft sein müssen, beim EU Siegel sind es nur 95 Prozent. Bei Edel-Bio sind Tiertransporte nur bis maximal vier Stunden gestattet, während das EU Siegel das Doppelte erlaubt. Bei Bioland dürfen maximal 280 Masthühner pro Hektar gehalten werden, beim EU Siegel sind es 580 Tiere je Hektar. Bei der EU-Verordnung ist es erlaubt, Tier- und Knochenmehl als Düngemittel zu verwenden, bei Bioland ist es tabu.

    Handelsexperten warnen, dass die hochwertigen Produkte durch die Partnerschaften mit Lidl und Co. drohen, zur Ramschware zu werden. Zudem könnten Erzeuger durch den neuen Wettbewerb stark unter Druck geraten. "Wenn die Konventionellen vor allen Dingen über den Preis verkaufen, dann wird bei den Bio-Produkten, und auch bei den Marken wie Demeter und Bioland, ein Preiswettbewerb entstehen", sagt Professor Stephan Rüschen, Handelsexperte der Dualen Hochschule Heilbronn. Zunächst würde dieser Wettbewerb auf der Verkaufspreisseite gegenüber dem Kunden stattfinden. "Wenn dort das Preisniveau runter geht, ist der Reflex im Handel, dass ich auf die Einkaufsseite gehe und versuche, meine Einkaufspreise auch senken zu können". Dadurch entstehe dann Druck auf die Erzeuger.

    Bio Risiko für Landwirte und Discounter

    Katharina Mayer ist seit Jahrzehnten Bio-Landwirtin.


    Katharina Mayer ist seit Jahrzehnten Bio-Landwirtin.

    Die Landwirte müssten sich den Bedingungen des Marktes stellen, um nicht den Anschluss zu verlieren, findet Bio-Landwirtin Katharina Mayer. "Es ist natürlich so, dass ein ganz großer Teil der Menschen im Discounter einkaufen. Wir können uns nicht in dieser Blase befinden, wo wir sagen, das ist unsere kleine private Biowelt, die gehört nur uns, sondern es ist ein gutes Ziel und ein guter Ansatz, dass man raus geht und sagt: wir bringen die Waren in den Discounter und schaffen Zugänge zu anderen Zielgruppen. Das finde ich sehr, sehr gut."

    Bio-Landbau habe größere Risiken als konventionelle Landwirtschaft. Das Risiko ist auf Erzeuger- als auch auf Handelsseite höher.

    Sinken die Erzeugerpreise, sinkt die Qualität

    Obst und Gemüse im Supermarkt


    "Wenn die Erzeugerpreise nach unten gehen würden, könnten wir die hohe Bioland-Qualität nicht gewährleisten, dann würde das nicht funktionieren. Ich erwarte aber, dass das nicht passiert. So haben wir das auch vereinbart", sagt Jan Plagge von Bioland, der den Deal mit den Discountern mit eingefädelt hat. Vereinbart ist, dass Lidl neben langfristigen Verträgen den Bauern auch stabile Preise zugesichert hat. Darauf basiere das neue Fair Play. Sollte es anders kommen, könnten die Erzeugerpreise und damit auch die Qualität unter Druck geraten.

    Fazit

    Die Verbraucher werden von besserer Qualität zum günstigeren Preis erst einmal profizieren. Allerdings könnte die Qualität des Edel-Bios langfristig leiden.


    Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder.

    Quelle:

    Filmautor: Thorsten Link | Online: Thomas Oberfranz

    © SWR Marktcheck

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  • Viele Kalorien ---

    Wie gesund sind Macadamianüsse?


    Die Macadamia gilt als die Königin der Nüsse. Ihre Überlegenheit stellt die Nuss leider nicht nur in puncto Nährwerte, sondern auch hinsichtlich ihrer Kalorien unter Beweis. Ob die Macadamia gesund ist, erfahren Sie hier.

    "Kindal Kindal" werden sie von den Ureinwohnern genannt. Macadamianüsse stammen ursprünglich aus dem australischen Regenwald, wo sie seit Jahrhunderten als nahrhafte Nüsse geschätzt werden. Es war ein weiter Weg von den Bäumen des Regenwaldes in die Supermärkte der Welt.

    Macadamia: Reich an Nährwerten

    Ein Blick auf die Nährwerte der Macadamia macht deutlich, dass die Macadamianuss viel zu bieten hat. Einhundert Gramm der Nüsse enthalten

    • 7,5 Gramm Eiweiß,
    • vier Gramm Kohlenhydrate und
    • 16 Gramm Ballaststoffe.

    Der Haken der Nuss liegt jedoch in den 73 Gramm Fett – damit ist die Macadamia auch reich an Kalorien.

    Bei den enthaltenen Fetten handelt es sich um gesunde ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel im Blut senken und so Herzerkrankungen vorbeugen können. Zusätzlich enthalten die Nüsse


    • Magnesium,
    • Phosphor,
    • Kalzium und
    • B-Vitamine.

    Sie sind für gesunde Knochen und starke Nerven wichtig. Die Macadamia ist also gesund, solange sie nicht übermäßig verzehrt wird.

    Macadamianüsse überzeugen mit einem intensiven nussigen Geschmack, sind dazu leicht süßlich und haben ein buttriges, feines Aroma.

    Mehr Kalorien als andere Nüsse

    Beim übermäßigen Genuss können sich die vielen Kalorien in den Macadamia negativ auswirken: Wenn Sie etwa einhundert Gramm der leckeren Nüsse essen, nehmen Sie mehr Kalorien zu sich als durch den Verzehr von ein bis zwei Schokoriegeln.

    Außerdem werden die Nüsse häufig als Knabberei gesalzen angeboten. Die Nährwerte werden so durch eine große Menge Salz ergänzt, was zu erhöhtem Blutdruck führen kann. Weil zu viel Salz generell nicht gesund ist, sollten Sie lieber zu ungesalzenen Produkten greifen.

    Wenn die Portion aus ungefähr zehn ungesalzene Nüssen besteht, profitiert man von den gesundheitsfördernden Nährwerten und die Anzahl an Kalorien hält sich bei dieser Menge auch im Rahmen – so sind Macadamianüsse in der Tat gesund.

    So knackt man die Schale der Macadamia

    Ungeschälte Macadamianüsse sind nur schwer zu knacken. Denn die kleine Nuss mit ihrem buttrigen, süßlichen Aroma ist von einer harten Schale umgeben. Die Nüsse rutschen schnell aus Handnussknackern heraus, dabei kann man sich leicht die Finger quetschen. Nussknacker mit einem Gewinde, bei denen die Nuss in einer Art Tasche liegt, sind besser. Dann dreht man den Metallstift Stück für Stück herunter, bis die Schale bricht.

    Wer so einen speziellen Nussknacker nicht im Haushalt hat, kann es auch mit einem Hammer versuchen. Dazu die Nuss mit einem Handnussknacker auf der Arbeitsplatte festhalten und vorsichtig mit einem Hammer darauf schlagen. Etwas einfacher geht es, wenn die Nüsse tiefgefroren sind. Dann springen die Schalen schneller. Aber: Auch bei dieser Variante muss man vorsichtig sein, da man leicht abrutschen kann.


    Verwendung der Macadamianüsse

    Die samtige, feine Konsistenz der Kerne prädestiniert sie für süße Cremes, Eis und Füllungen. Auch als Gebäck, etwa in Keksen oder Kuchen eignen sie sich hervorragend.

    Wie die meisten Nüsse passt der australische Exportschlager auch gut zu Käse und Salaten – oder Sie genießen die Macadamia einfach als Snack für zwischendurch.

    Macadamiaöl in Kosmetika

    Das Öl der Nüsse des Macadamiabaums wird nicht nur als Speiseöl, sondern auch in der Kosmetik eingesetzt. Es enthält einen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Palmitoleinsäure. Es ist ein Bestandteil der hauteigenen Lipide in der Oberhaut, wie der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt erklärt. Außerdem enthält das Öl wertvolle Inhaltsstoffe wie die Vitamine A, B, E und Mineralien. Das Öl wirkt hautglättend, weichmachend und regenerierend.

    Quelle:T-Online

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