Symbol für die Wiederauferstehung --- Osterfeuer – eine jahrhundertealte Tradition

  • Symbol für die Wiederauferstehung

    Osterfeuer – eine jahrhundertealte Tradition


    Das Osterfeuer hat eine lange Tradition und wird Jahr für Jahr in ganz Deutschland sowie in anderen Ländern, in denen das Osterfest gefeiert wird, angezündet. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem Brauch?

    Welcher Brauch und welche Tradition steckt hinter dem Osterfeuer?

    Schon seit vielen Jahrhunderten wird an Ostern von Christen und Nichtchristen das Osterfeuer angezündet und dient gleichzeitig als Auftakt für das darauf folgende Fest. Einen genau definierten Tag gibt es für das Osterfeuer nicht, meist wird es jedoch am Karfreitag, Karsamstag oder am Ostersonntag angezündet.




    Am Tag des Osterfeuers zündet in der Regel ein Pastor oder Priester der Kirchengemeinde die Osterkerze an, die dann den Gemeindemitgliedern zum Anzünden eigener Osterkerzen dient. Sowohl die Osterkerze als auch das Osterfeuer gelten als ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus.


    Aus anderen Quellen weiß man, dass das Osterfeuer auch dazu genutzt wurde, den Winter offiziell zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten. Die Asche wurde anschließend noch auf den Feldern verstreut, um diese für die kommende Saison fruchtbar zu machen.

    Was sind die heutigen Bräuche zum Osterfeuer?

    Heute wird das Osterfeuer meist nicht mehr aus religiösen oder abergläubischen Gründen gefeiert. Vielmehr dient es als Anlass, sich gemeinsam mit Freuden, der Familie oder mit den Nachbarn aus der Gemeinde zu treffen, um am Feuer gemütlich Getränke und Speisen zu genießen. Oft ist das Osterfeuer auch Anlass für eine ausgiebige Party, bei der ausgelassen bis in den frühen Morgen hinein getanzt werden darf.

    Viele Familien nutzen das Osterfeuer auch, um ihren Kindern ein ganz besonderes Event zu bieten. Zum Beispiel können Sie mit Ihren Kindern Stockbrot oder Marshmallows grillen.

    Wenn Kinder am Osterfeuer teilnehmen, sollten Sie auf ihre Sicherheit achten. Gerne kommen Kinder dem Feuer zu nahe oder gehen unachtsam mit brennenden Stöcken um. Denken Sie an genügend Sicherheitsabstand. Funken können aus der Glut springen, Kleidung oder Haare anzünden und zu Brandverletzungen an der Haut führen.

    Was darf beim Osterfeuer verbrannt werden?

    Vereine und größere Gruppen organisieren meist das Osterfeuer. Wichtig ist, dass diese Veranstaltung angemeldet ist. Denn auch die örtliche Feuerwehr muss informiert werden – sie sorgt für die Sicherheit und Sicherung der Brandstätte und dafür, dass das Feuer kontrolliert abbrennt.


    Damit das Osterfeuer lange und groß brennt, nehmen die Veranstalter vorab gerne entsprechende Spenden von Brennmaterial entgegen. Hierzu zählen unbehandeltes Holz und trockene Pflanzenreste. Lackiertes Holz, Sperrmüll und Hausmüll dürfen nicht verbrannt werden.

    Achtung

    Wichtig ist, dass Sie nur mit einer entsprechenden Genehmigung und nach Absprache mit Ihren Nachbarn ein Osterfeuer auch in Ihrem eigenen Garten entzünden dürfen.

    Auch wenn Strohballen eine ideale Sitzgelegenheit sind und optimal zur Atmosphäre des Osterfeuers passen, sollte auf sie verzichtet werden. Aus der Glut springende Funken können das trockene Stroh leicht entflammen und so ein unkontrolliertes Feuer verursachen, das zudem Panik bei den Besuchern des Osterfeuers auslösen kann.

    Verwendete Quellen:T-Online


    Der Ostermontag und seine Bedeutung


    Der Ostermontag ist ebenso wie Ostersonntag und Karfreitag für die Christenheit von großer Bedeutung. Sie bilden zusammen die Osterfeiertage und erinnern an den Leidensweg, das Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus. Als höchstes Fest der Gläubigen wird die Osterzeit auch als Dreitagefeier bezeichnet.


    Die Ereignisse am Ostermontag

    Der Ostermontag steht in seiner historischen wie auch liturgischen Bedeutung im Schatten des eigentlichen Osterfesttages, dem Ostersonntag. Dennoch ist er von großer Wichtigkeit für das Christentum. Die im Lukasevangelium erzählte Geschichte besagt, dass sich an diesem Tag nach Jesu Auferstehung zwei Jünger auf dem Weg nach dem Ort Emmaus befinden. Der Fremde, dem sie begegnen, entpuppt sich am Abend als Jesus Christus.

    Daraufhin verbreiten die Jünger in Jerusalem die Kunde von der Auferstehung. Zum Gedenken an diese Geschehnisse und ihre große Bedeutung gibt es in vielen Gemeinden heute noch den Brauch des sogenannten Emmausgangs.



    Die weitreichende Bedeutung des Ostermontags

    Der Karfreitag wird als Todestag Jesus Christus' angesehen. Am Ostersonntag hat ein Engel den Grabesstein beiseitegeschoben und die Auferstehung Jesu verkündet. Obwohl die Grabstätte keinen Leichnam mehr beherbergte, waren die Jünger des Herrn zweifelnd. Erst, als ihnen am Ostermontag der auferstandene Jesus Christus erschien, waren ihre Zweifel am göttlichen Wunder beseitigt und sie verbreiteten die frohe Botschaft um die wahrhaftige Auferstehung ihres Herrn.

    Das Osterfest ist noch vor Weihnachten das höchste Fest der Christen und gilt als Beweis für die Macht des Göttlichen und ihre Unzerstörbarkeit. Bis heute wird am Ostermontag sowie an den restlichen Ostertagen die Wiederauferstehung Jesus' gefeiert, wenngleich bei vielen Menschen eher der Osterhase und seine Geschenke im Vordergrund stehen.

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Der Osterbrunnen


    Ein beliebter Osterbrauch ist das Schmücken des Osterbrunnens. Dieses feierliche Oster-Ritual kam ursprünglich aus der fränkischen Schweiz in Bayern. Welche Bedeutung steckt eigentlich dahinter?

    Das Schmücken des Dorfbrunnens war ein feierlicher Akt in Kleinstädten oder in Dörfern während der Osterzeit. Dabei wurde der Brunnen oder die Wasserquelle des Dorfes festlich geschmückt.

    Mündlichen Überlieferungen zufolge wurde der erste Osterbrunnen im Jahr 1908 in der Gemeinde Aufseß bei Nürnberg geschmückt. Das Schmücken des Osterbrunnens ist inzwischen jedoch auch in anderen Teilen Deutschlands weit verbreitet.

    Wofür steht dieses Ritual?

    Der Hauptgrund für das Schmücken der Dorfquelle lag womöglich darin, den Brunnen als wasserspendenden und lebenswichtigen Bestandteil einer Gemeinde zu ehren und seine Dankbarkeit dafür zu zeigen. Denn in früheren Zeiten sicherte ein gefüllter Brunnen das Überleben vieler Menschen und Tiere und war somit ein kostbares Gut. Etwas, das nicht immer als selbstverständlich anzusehen war.

    Wie wurde ein Osterbrunnen dekoriert?

    Beliebte Osterdekorationen dafür waren vor allem viele bunt bemalte Ostereier, die häufig in Form einer Krone angeordnet wurden. Doch auch frisch geschlagene junge Äste, Blumen und Papierbänder in allen Regenbogenfarben wurden gern als Osterschmuck verwendet.

    Vor der eigentlichen Prozedur des Schmückens war eines sehr wichtig: Die Reinigung des Brunnens. Dabei gab es bei den weiblichen und männlichen Dorfbewohnern eine Arbeitsaufteilung. In einem ersten Arbeitsschritt mussten die Knaben beim sogenannten „Brunnenfegen“ den Brunnen gründlich reinigen.

    Anschließend kamen die Mädchen mit dem Osterschmuck dazu und dekorierten fleißig die Quelle. Somit wurde der Brunnen zu einer kleinen Attraktion im Dorf. Anschließend wurde um den Brunnen herum fröhlich gesungen und ausgelassen getanzt.

    Wo gibt es heutzutage noch Osterbrunnen?

    Seit den 1980er Jahren wurde dieser Brauch auch in anderen Teilen Deutschlands immer beliebter. Auch heutzutage werden an Ostern in vielen Orten in ganz Deutschland zahlreiche Brunnen geschmückt. Seit ein paar Jahren gibt es jedoch einen starken Konkurrenzkampf zwischen den Kleinstädten, mit dem Ziel, so viele Touristen wie möglich anzulocken.

    Zu den bekanntesten zählen die Osterbrunnen in der fränkischen Stadt Bieberbach, im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg und in der oberschwäbischen Gemeinde Oberstadion. Wegen des außergewöhnlich schönen Osterschmucks der Brunnen haben es diese Städte sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.


    Quelle: tagesspiegel


    osterbrunnenlengenfelvojeg.jpg   st.laurentius....5sjvo.jpg

  • Ostereier als Brauch

    Die Welt der Ostereier bietet eine Vielzahl an verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten, Sitten und Bräuchen.


    Woher kommt das Osterei?

    Im vorchristlichen Heidentum wurde dem Osterei bereits eine große Rolle beigemessen. Weil das Hühnerei neues Leben birgt und erzeugt, galt es schon im alten Orient als Sinnbild für die Fruchtbarkeit. Heute sind Ostereier Symbole für das ranghöchste Fest der Christenheit.

    Christliche Glaubensrichtungen orientierten sich bald an der Wirkungskraft des Eis und verglichen die harte Schale mit dem Grab Christi, aus dem schließlich durch die Auferstehung neues Leben entstand. Weil das Verspeisen von Eiern während der Fastenzeit verboten war, spielte das Hühnerei auch als Lebensmittel eine große Rolle. Denn hartgekocht hielt sich das Grundnahrungsmittel lang und konnte am Ende der Fastenzeit noch genüsslich verspeist werden.


    Sorbische Ostereier

    Die heutigen sorbischen Ostereier gehen auf eine alte Verzierungstechnik der frühen Sorben aus der Lausitz hervor. Weil nach christlicher Sitte am Karfreitag die Arbeit ruhen sollte, bemalten die „Lausitzer Serben“ stattdessen Hühnereier für das bevorstehende Osterfest.

    Diese wurden dann nicht nur an Freunde verschenkt, sondern im Besonderen auch an die Patenkinder, welche sich am Ostersonntag mit einem leeren Korb auf den Weg zu ihren Taufpaten machten, um Geschenke abzuholen. Die Verzierung und Gestaltung der Eier war sehr aufwendig.

    Bei der Ätztechnik wurden gefärbte Ostereier auf einen Ameisenhügel gestellt oder in Sauerkrautsaft eingelegt, um ungleichmäßige Muster zu kreieren. Bei der Reserviertechnik oder auch Wachstechnik wird das Hühnerei mittels Wachs verziert. Beim späteren Einfärben werden die zuvor gewachsten Stellen nicht eingefärbt.

    Bei der sogenannten Bossiertechnik wird hingegen direkt koloriertes Wachs verwendet. Die Kratztechnik oder auch Ritztechnik erfordert einiges an Kunstfertigkeit. Hier wird das Ei zuvor bemalt und anschließend mit einem spitzen Gegenstand bearbeitet, sodass schöne Motive und Muster zum Vorschein kommen.


    Eier von Fabergé

    Das Fabergé-Ei gehört wohl zu den weltweit exklusivsten Ostereiern. Der russische Juwelier und Edelmetallschmied Peter Carl Fabergé schuf im Auftrag des Zaren Alexander III. höchstselbst ein Schmuckei, das durch eine einzigartige filigrane Goldschmiedekunst bestach.

    Die Tradition, seine Liebste mit einem außergewöhnlichen Ei zu beschenken, wurde durch den letzten Zaren Russlands, Nikolaus II., fortgesetzt. Schon bald wollten sämtliche Edelleute ein solch kostbares „Prunkei“ besitzen.

    Diese Prunkeier wurden nicht nur aus erlesenen Materialien wie Edelmetallen, Juwelen oder Elfenbein gefertigt, sondern beinhalteten oft auch eine ausgeklügelte Mechanik, die für den Betrachter kleine, außergewöhnliche Überraschungen bereithielt. Noch heute werden die kleinen Kostbarkeiten zu Höchstpreisen gehandelt.


    Quelle: tagesspiegel

  • Osterrad – die Ostertradition neben dem Osterfeuer


    osterradk0jbu.jpg


    Der Brauch zu Ostern, ein Osterrad anzuzünden und einen Hügel runter zu rollen, erfreut sich in vielen ländlichen Regionen Deutschlands heute immer noch großer Beliebtheit. Diese Tradition ist weit über 2.000 Jahre alt und findet direkt am Ostersonntag statt.

    Die Tradition des Osterrades
    Ein meterhohes Holzrad wird mit Stroh ausgekleidet und in Brand gesteckt. Danach wird das brennende Rad, zur Freude aller, einen Hügel runtergestoßen. Mit dem Herunterrollen ist eine Vorhersage verbunden: Kippt das Rad, soll die Ernte schlecht werden, rollt es gerade runter, kann mit guter Ernte gerechnet werden.



    Quelle: tagesspiegel

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.

    Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 90 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.