Reisen mit der Bahn

  • Entspannt und preiswert mit der Bahn in den Urlaub
    Egal ob Städtereisen oder ins europäische Ausland, ob Musikalbesuch oder in den Freizeitpark mit den Kindern, mit dem Zug kommt man entspannter ans Ziel.


    So entspannen Sie beim Bahnfahren
    Wer seine Bahnfahrt genießen will, sollte schon beim Buchen genau hinschauen. Hier finden Sie Tipps, um die Reise mit dem Zug angenehmer zu machen - vom richtigen Sitzplatz über Sparpreise bis hin zum Gepäck.

    Die Sitzplatz-Reservierung

    Sie kostet extra, lohnt sich aber besonders zu Stoß- und Hauptreisezeiten. Wer will schon an jedem Bahnhof wieder aufgescheucht werden, weil er sich die Platzmiete gespart hat? Diese beträgt 4,50 Euro pro Einzelreservierung, Familien zahlen für bis zu fünf Personen neun Euro insgesamt. Wer die Reservierung vergessen hat, kann sie auch online oder per Handy noch nachholen.

    Übrigens müssen die Plätze spätestens 15 Minuten nach der Abfahrt besetzt werden - sonst verfällt die Reservierung. Also erst zum Sitz, dann ins Bordbistro.

    Die richtige Richtung

    Leider ist derzeit online nur bei der Hälfte der ICE-Linien die Fahrtrichtung angegeben - und diese bezieht sich auf Ihren Einstiegsbahnhof. Deshalb sollten Sie darauf achten, ob weitere Bahnhöfe aufgelistet sind, in denen die Fahrtrichtung wechseln kann. Sonst reisen Sie nach der ersten halben Stunde vorwärts plötzlich womöglich vier Stunden rückwärts.

    Mehr Beinfreiheit

    Wer großgewachsen ist oder generell mehr Wert auf Beinfreiheit legt, sollte sich von einem Platz im Abteil oder an einem Tisch verabschieden: An beiden muss man sich mit fremden Füßen arrangieren. Etwas weiter kann man die Beine in einer Großraumreihe ausstrecken - am weitesten auf einem Gangplatz. Allerdings sollten die Füße auch im eigenen Interesse dort nicht zur Stolperfalle werden.

    Mehr Klasse

    Erste-Klasse-Waggons bieten neben Zweier-Reihen oft Einzelsitze an. Generell kann es lohnen, bei der Buchung nicht nur zu prüfen, ob es einen Sparpreis für diese Strecke gibt, sondern ob auch Sonderangebote für die Erste Klasse darunter sind: "Weil am Wochenende weniger Geschäftsreisende unterwegs sind, kann das sogar günstiger sein als der Normalpreis in der Zweiten Klasse", sagt ein Bahnsprecher.

    Schöner reisen

    Direkt hinter dem Lokführer befindet sich bei einigen ICE-Typen eine sogenannte "Lounge" der Ersten und Zweiten Klasse. Dort sitzen die Fahrgäste etwas erhöht und genießen den Blick durch das große Glasfenster im Triebwagen. Ohne Reservierung werden Sie allerdings selten in diesen Genuss kommen.

    Reisen mit Familie

    Nicht nur bei Geschäftsreisenden, auch bei Familien sind die Viererplätze mit Tisch beliebt: Eltern und Kinder sitzen sich kommunikationsgerecht gegenüber, auf dem Tisch legen sie Proviant ab und haben Platz für Spiele.

    Familien mit Babys oder Kleinkindern reisen im Wagen mit Kleinkindbereich entspannter, dort oder auf der nahen Toilette gibt es auch eine Wickelmöglichkeit. Meist ist ein Platz vorgesehen, auf dem der Kinderwagen abgestellt werden kann. Falls nicht, bieten sich dafür Fahrrad-Waggons an oder der Bereich für Rollstühle - allerdings nur, solange dieser nicht benötigt wird. Bleibt der Kinderwagen ohne Aufsicht, sollte man ein Fahrradschloss mitnehmen und ihn absperren. Buggys sind leichter und besser klappbar. Einige Eltern nehmen das Baby lieber im Tragetuch mit und nutzen den Kurierdienst der Bahn, um den sperrigen Kinderwagen vorauszuschicken.

    Das Gepäck

    Nicht nur Kinderwagen, auch sonstige Koffer oder Fahrräder können am Tag vor der Abreise vom Kurierdienst abgeholt oder selbst in einem Paketshop aufgegeben werden. Dies macht die Reise leichter, aber auch teurer: Mindestens 17,50 Euro zahlt man für den Zusatzservice pro Gepäckstück.

    Wer doch lieber selbst schleppt, sollte sich Gedanken über die Unterbringung machen und den Koffer nicht zu groß wählen. Schließlich muss man ihn auf die Ablage über den Köpfen wuchten. Doch auch in Bodennähe gibt es Abstellmöglichkeiten: Zwischen zwei aneinanderstoßenden Rückenlehnen ist ebenfalls Raum für Gepäck - und je nach Wagentyp sind in der Mitte oder nahe der Toiletten weitere Kofferstellplätze.

    Wer das Fahrrad mitnimmt, muss rechtzeitig reservieren. Zwar erhält man bei Verfügbarkeit dann auch meist automatisch einen Sitzplatz in der Nähe, sollte das Rad aber dennoch abschließen.

    Entspannter einsteigen

    Sich mit schwerem Gepäck durch den halben Zug zu schleppen, um zum reservierten Platz zu gelangen, ist zu vermeiden: Die Wagenstandsanzeige am Bahnsteig bietet Orientierung, wo der Waggon halten wird - und wo das Fahrrad unterzubringen ist.

    Entspannter umsteigen

    Planen Sie genug Zeit ein: Beim Online-Ticketkauf empfiehlt es sich gerade für Familien, ältere Reisende und für alle, die sich dem Stress bei Verspätungen nicht aussetzen wollen, mindestens eine halbe Stunde oder 45 Minuten Pufferzeit bis zum Anschlusszug vorzugeben. Die voreingestellte "normale Umsteigezeit" beträgt übrigens zehn Minuten. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen.

    An einigen (noch wenigen) Bahnhöfen wird zudem ein Gepäckträger-Service angeboten, das Schleppen der ersten beiden Koffer kostet jeweils 2,50 Euro. Der Träger muss bis eine Stunde vor Ankunft des Zuges verständigt werden. "Sollten Sie schon im Zug unterwegs sein, dann wird Ihr freundlicher Zugbegleiter den Transport-Service gerne für Sie buchen", verspricht die Bahn.

    Überhaupt nicht umsteigen

    Wer sich den Zugwechsel gleich sparen will, sucht nach Direktverbindungen, indem er beim Buchen "Nur Direktverbindungen" angibt. So kann man entspannt aus dem Ruhrgebiet bis nach Wien reisen, ohne den Zug verlassen zu müssen.

    Reisen in der Nacht

    Wie viel sind Ihnen Komfort, Privatsphäre und Ruhe in der Nacht wert? Im teureren Schlafwagen sind die Betten breiter und ein Waschbecken befindet sich im Abteil, das mit maximal drei Personen belegt wird. Im Liegewagen ist man zu viert oder sechst - und ohne Waschbecken. Alleinreisende Frauen können bei den Verkaufsstellen der Bahn Damenabteile reservieren, ansonsten werden die Abteile gemischt belegt. Im Sitzwagen reist man nachts am günstigsten, kann sich dafür aber nicht ausstrecken. Daher sollten Sie im Großraum wenigstens einen Platz in der Wagenmitte wählen, um vom Ein- und Aussteigen weniger mitzubekommen. Es gibt aber auch Abteile für sechs Personen - allerdings sind in manchen die Sitze nicht verstellbar. Und im Sitzen erholsam schlafen - das schaffen nur die ganz Müden. Wenn überhaupt.



    Quelle: Süddeutsche

  • Reisekosten
    Mit diesen zwölf Tipps sparen Sie jetzt bei Bahnreisen


    Sparpreis, Super-Sparpreis oder kein ICE: Wer beim Kauf von Bahntickets sparen will, kann ein paar Tricks beherzigen. Manchmal lohnt sich auch ein Blick in die Erste Klasse.

    Zum Fahrplanwechsel im Dezember hat die Bahn erneut an der Preisschraube gedreht. Mit ein paar Tipps lassen sich aber dennoch preiswert Bahntickets erwerben.



    1. So früh wie möglich buchen: Wer früh plant, kann günstiger fahren. Bereits 180 Tage vor Reiseantritt ist eine Buchung möglich. Die Preise werden gemäß der erwarteten Auslastung gestaltet. Tritt die Prognose nicht ein, kann ein Zug theoretisch zwar auch günstiger werden. Doch das ist nach den Erfahrungen von Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn eher die Ausnahme. Vor allem an starken Reisetagen rät er zur frühzeitigen Buchung.


    2. Weniger gefragte Reisetage wählen: Besonders Montag, Freitag und Sonntag sind gefragte Reisetage. Auch vor und nach Feiertagen, zu Ferienbeginn und zu Ferienende sind die Kapazitäten oft gut ausgelastet. Um zu sparen, ist es ratsam, eine Zugverbindung an weniger starken Reisetagen auszuwählen.


    3. Sparpreisfinder aktivieren: Ist eine Reise geplant, lassen sich mit dem Sparpreisfinder auf bahn.de für die gewünschte Verbindungen leicht die besten Preise finden. Ist der Reisetag nicht variabel, kann mit der Auswahl einer weniger gefragten Tageszeit gespart werden, weiß Pro-Bahn-Experte Naumann.


    4. Super-Sparpreis buchen: Zum Super-Sparpreis können Tickets ab 19,90 Euro (2. Klasse) und 29,90 Euro (1. Klasse) erworben werden. Diese Fahrscheine sind im IC und ICE zuggebunden und können nicht storniert werden. Im Preis ist weder ein City-Ticket noch eine Reservierung inkludiert. Wer im Besitz einer Bahn-Card 25 oder 50 ist, erhält zusätzlich 25 Prozent Rabatt, erläutert die Deutsche Bahn. Im besten Fall könnten Tickets so zu Preisen ab 14,90 Euro oder 22,50 Euro gebucht werden.


    5. Sparpreis nutzen: Sparpreis-Fahrkarten sind zu Preisen ab 23,90 Euro (2. Klasse) und 35,90 Euro (1. Klasse) verfügbar. Inhaber einer Bahncard 25 oder 50 sparen 25 Prozent. Bei einer Fernreise über mindestens 100 Kilometer enthalten sie ein City-Ticket, das in 126 Städten gültig ist. Fahrten mit S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bussen zum Startbahnhof und vom Zielbahnhof zum Bestimmungsort sind damit im Stadtgebiet kostenlos. Sparpreis-Tickets können bis zu einem Tag vor Reiseantritt storniert werden. Nach Abzug einer Gebühr von 10 Euro erfolgt die Erstattung in Form einer Gutschrift.


    6. Kostenlos mit Kindern unterwegs: Kinder bis 14 Jahre reisen mit Eltern oder Großeltern immer kostenfrei. Wenn sie über 6 Jahre alt sind, müssen sie allerdings auf dem Fahrschein der Erwachsenen eingetragen sein.


    7. ICE abwählen: Wer für seine Reise Zeit hat und sich in der Reiseauskunft Verbindungen ohne ICE anzeigen lässt, kann günstigere Fahrten finden. Ob das attraktiv ist, hängt allerdings stark von der Strecke und der Reisedauer ab, die Reisende ohne ICE in Kauf nehmen müssen, so Pro-Bahn-Experte Naumann.


    8. Auf Regionalverkehr umsteigen: Reisende, die ihre Strecke gut kennen und Umstiege nicht scheuen, können auf schnelle Züge und Direktverbindungen verzichten und eine Teilstrecke im Regionalverkehr fahren. Naumanns Tipp: Es kann günstiger sein, beispielsweise auf der Strecke Berlin-Frankfurt/Main im Fernverkehr nur bis Kassel zu reisen und zwischen Kassel und Frankfurt den Regionalverkehr zu nutzen.


    9. Auf Reservierung verzichten: Immerhin 4,50 Euro pro Strecke kann jeder sparen, der auf eine Reservierung verzichtet. Vor allem an Startbahnhöfen, auf denen Züge neu eingesetzt werden, haben Reisende ohne Reservierung gute Chancen auf einen Sitzplatz. Wenn sie frühzeitig da sind, können sie einen Platz suchen, sobald der Zug bereitsteht.


    10. Gruppenangebote nutzen: Bis zu fünf Reisende können im Regionalverkehr deutschlandweit günstig mit Quer-durchs-Land- und Schönes-Wochenende-Tickets fahren. Der Grundpreis liegt bei 44 Euro plus 8 Euro (Quer-durchs-Land) beziehungsweise 6 Euro (Schönes-Wochenende) für jede weitere Person. Das Schönes-Wochenende-Ticket wird allerdings im Sommer 2019 eingestellt. Zusätzlich machen Länder-Tickets günstige Reisen für mehrere Mitfahrer im Regionalverkehr möglich. Gruppen von mehr als 6 und maximal 30 Personen können im Fernverkehr vom Gruppensparpreis profitieren. Er ist ab 19,90 Euro pro Person inklusive Sitzplatzreservierung erhältlich.


    11. Bahncard-Rechner anwenden: Nicht nur für Vielfahrer kann eine Bahncard sinnvoll sein. Anhand einer möglichen Route gibt der Bahncard-Rechner online darüber Auskunft, welche der Bahncard-Varianten die günstigste ist. Mit einer Probe-Bahncard ist je nach Strecke bereits auf der ersten Fahrt eine Ersparnis möglich.


    12. Erste-Klasse-Schnäppchen sichern: Um die Auslastung der Züge zu steuern, wird mitunter auch die 1. Klasse vergleichsweise günstig angeboten. Es komme durchaus vor, dass der Super-Sparpreis für die 1. Klasse zu einem günstigeren Preis als der Sparpreis für die 2. Klasse verfügbar ist, erläutert die Deutsche Bahn. Für preissensible Kunden lohnt es sich, darauf zu achten. Nicht zuletzt, weil die Reservierung, die regulär 4,50 Euro pro Strecke kostet, in der 1. Klasse kostenlos ist.



    Verwendete Quellen: Nachrichtenagentur dpa

  • Ebenerdig einsteigen ---

    Bahn stellt neuen Zug für Strecke Berlin-Amsterdam vor


    Die Deutsche Bahn hat ein neues Zugmodell. Ab 2023 soll es auf der Strecke Berlin-Amsterdam zum Einsatz kommen. Was kann der neue Schnellzug?

    Ab Dezember 2023 soll zwischen Berlin und Amsterdam ein neuer Fernverkehrszug mit stufenlosem Einstieg und mehr Platz für Gepäck fahren. Eine Simulation des neuen Zugs mit dem vorläufigen Namen ECx hat die Deutsche Bahn in Berlin vorgestellt.

    Bis zu 100 neue Züge

    Die Fahrtzeit zwischen den Hauptstädten verkürze sich dann um etwa 30 Minuten auf 5 Stunden und 50 Minuten. Später fahre der Zug auch auf weiteren Routen, ab Sommer 2024 zum Beispiel auf den touristischen Strecken nach Westerland auf Sylt oder nach Oberstdorf in Bayern.

    Die ersten 23 beim spanischen Hersteller Talgo bestellten Fahrzeuge sollen ab Ende 2023 neben den ICE- und IC-Zügen im Fernverkehr unterwegs sein. 550 Millionen Euro gibt die Deutsche Bahn für die 23 neuen Züge aus. Insgesamt sollen bis zu 100 neue Talgo-Fahrzeuge in die Flotte aufgenommen werden und die alten EC-Züge auf Dauer ablösen.

    Barrierefreiheit

    Für die Fahrgäste dürfte vor allem die geringere Fußbodenhöhe von 76 Zentimetern spürbar sein: An allen Türen des Zuges steigen sie dann ebenerdig ein – zumindest an Bahnsteigen mit Standardhöhe. "Rollstuhlfahrer können künftig selbstständig an Bord kommen", sagt Bahnchef Richard Lutz. Außerdem gebe es in jedem Wagen WLAN sowie Regale für Großgepäck.

    Die neuen Züge sind Teil eines Investitionspakets zur Verbesserung des Fernverkehrs. Im vergangenen Jahr waren laut Bahn deutlich mehr als 145 Millionen Fahrgäste in den Fernzügen unterwegs – nach 142 Millionen im Jahr zuvor und 130 Millionen zum Start eines neuen Fernverkehrskonzepts 2015.


    Im Tagesgeschäft steht der Konzern wegen Verspätungen und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik. Auch unter Druck der Bundesregierung soll die Bahn die Probleme möglichst schnell in den Griff bekommen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.

    Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 90 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema.