Tests für Rückkehrer --- Neue Corona-Beschlüsse: Was nun für Urlauber gilt

  • Tests für Rückkehrer Neue Corona-Beschlüsse: Was nun für Urlauber gilt

    Mitbringsel aus dem Urlaub sind nicht immer eine Freude. Vor allem nicht, wenn Reisende das Coronavirus mitbringen. Nun werden im großen Stil Tests angeboten. Sie sind freiwillig – vorerst.

    Die Rückkehr in die Heimat dürfte für viele Urlauber künftig einen Rachenabstrich mit sich bringen. Wer aus dem Ausland nach Deutschland kommt, soll die Möglichkeit erhalten, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag beschlossen.

    "Wir sind noch mitten drin in der Corona-Pandemie", sagte Bundesminister Jens Spahn (CDU). Der zunehmende Reiseverkehr erhöhe das Risiko. "Daher wird der Bund die Nationale Teststrategie so ergänzen, dass sich alle Reiserückkehrer binnen drei Tagen nach Einreise testen lassen können." Die wichtigsten Fragen zu den Beschlüssen:


    Was gilt künftig für Urlauber?

    Auf Corona soll sich künftig jeder kostenlos testen lassen können, der aus dem Ausland zurückkommt – unabhängig davon, ob er in einem Land war, das als Risikogebiet eingestuft ist. Die Möglichkeit besteht 72 Stunden nach der Einreise etwa in Arztpraxen oder Gesundheitsämtern.

    Für Reisende aus Risikogebieten – Staaten mit hohem Infektionsrisiko – soll es Teststellen an Flughäfen und Seehäfen geben. Können sie kein negatives Testergebnis vorweisen, müssen sie wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

    Sind Corona-Tests dann Pflicht?

    Formal vorerst nicht. Die Gesundheitsminister sprechen davon, nach grenzüberschreitenden Reisen "grundsätzlich die Möglichkeit" dafür zu schaffen. An Bahnhöfen, Busbahnhöfen, Häfen, Flughäfen soll mit mehrsprachigen Flugblättern für Tests geworben werden. Beschlossen haben die Minister aber, eine rechtliche Verpflichtung zu prüfen.

    Ist der Test sicher?

    Ein einzelner Test nicht. Es kann vorkommen, dass das Virus bei einem erst kürzlich Infizierten zum Testzeitpunkt noch nicht nachweisbar ist. "Eine negative Testung kann immer nur eine Momentaufnahme darstellen", heißt es im Beschluss der Minister. Fünf bis sieben Tage nach dem Einreise-Test sei ein Wiederholungstest sinnvoll. Wer nach einem negativen Test unklare Symptome habe, müsse unverzüglich Kontakt zu einem Arzt aufnehmen. "Wir appellieren an die Eigenverantwortung aller Reisenden."

    Welche Vorkehrungen sind noch geplant?

    Ob Flugzeug, Schiff, Bus oder Bahn: Reisende aus Risikogebieten sollen auf einer sogenannten Aussteigerkarte Kontaktmöglichkeiten und Mitreisende angeben. Es soll nahe den Grenzen stichprobenartige Kontrollen mit Hilfe der Bundespolizei geben. Nahe der Grenze sollen Tafeln über Quarantäne und Testmöglichkeiten informieren. "Auch soll an ausgewählten Stellen die Möglichkeit einer Testung vor Ort ermöglicht werden", heißt es ohne nähere Details.

    Ab wann gilt das?

    Einen einheitlichen Zeitplan gibt es nicht. Die Länder setzen die Beschlüsse jetzt um. Berlin etwa hat angekündigt, an seinen Flughäfen voraussichtlich ab kommender Woche Rückkehrer auf das Coronavirus zu testen.

    Welche Länder zählen zu den Risikogebieten?

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat weltweit mehr als 100 Staaten als Gebiete eingestuft, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dazu gehören etwa Ägypten, Israel, die Türkei, Südafrika und die USA. Nahezu die komplette EU und einige andere europäische Staaten wie die Schweiz fallen nicht darunter.



    Um welche Tests geht es?

    Dazu gibt es bislang keine Informationen. Gängige Tests auf eine akute Corona-Infektion sind die sogenannten PCR-Tests. Dabei nehmen Helfer in der Regel mit einem Stäbchen Abstriche aus Nase oder Rachen, die dann auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 untersucht werden.

    Wie lässt sich bei Umsteigern nachvollziehen, ob sie aus einem Risikogebiet kommen?

    Die Fluggesellschaften verfügen über die Daten der Passagiere, die Reisewege und neben wem sie gesessen haben. Grundsätzlich ließe sich damit nachvollziehen, ob ein Fluggast, der beispielsweise aus Rom kommt, dort auf dem Rückweg aus einem Risikogebiet umgestiegen ist. Die Bundesregierung will ein Verfahren entwickeln, Passagierdaten digital zu übertragen.

    Was sagen Airlines zu dem Thema?

    Sie sehen in Tests eine Chance, den von der Corona-Krise hart getroffenen Luftverkehr wieder in Schwung zu bringen. Das gilt vor allem für die lukrativen Langstreckenverbindungen zwischen den USA und Europa, die wegen der Einreisebeschränkungen in der Pandemie stark eingeschränkt sind. "Wir begrüßen, dass mit dem Beschluss dieser Teststrategie keine neuen Reisebeschränkungen innerhalb der EU aufgebaut werden", teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft mit.

    Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Corona-Tests für Reiserückkehrer Diese Urlaubsländer zählen zu den Risikogebieten


    Wegen der Corona-Pandemie fällt dieses Jahr für viele der Sommerurlaub in der Türkei, Ägypten oder Luxemburg aus. Die Länder zählen zu den Risikogebieten. Künftig soll es Tests für Reiserückkehrer geben.

    Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde zwar für einige europäische Urlaubsländer aufgehoben – dennoch gilt sie für zahlreiche andere beliebte Reiseziele weiter. Viele der Länder gelten als Risikogebiete. Trotzdem könnten Sie in einigen dieser Regionen einen Urlaub planen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Unter anderem sollen künftig Tests für Reiserückkehrer angeboten werden.

    Was sind Risikogebiete und wie werden sie eingestuft?

    Das Bundesministerium für Gesundheit definiert als Corona-Risikogebiet einen Staat oder auch eine Region außerhalb Deutschlands, für die ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 gilt.


    Welches Land oder welche Region als Risikogebiet eingestuft wird, entscheiden das Bundesministerium für Gesundheit, das Innenministerium sowie das Auswärtige Amt. Dabei wird zunächst festgestellt, in welchen Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Staaten, die diesen Wert unterschreiten, trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen. Auch die aktuellen Corona-Maßnahmen des jeweiligen Landes sowie Infektionszahlen, Testkapazitäten und durchgeführte Tests spielen bei der Bewertung eine Rolle. Liegen keine verlässlichen Informationen vor, wird auch das berücksichtigt.

    Die Bundesregierung überprüft regelmäßig, inwieweit Gebiete (weiterhin) als Risikogebiete einzustufen sind. Deshalb kann es bei der Liste der Risikogebiete zu kurzfristigen Änderungen kommen.


    Was ist der Unterschied zur Reisewarnung?

    Zusätzlich zur Kennzeichnung als Risikogebiet gibt es die offizielle Reisewarnung sowie Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Die Behörde schätzt dazu die Gefahrenlage in einem Land ein und entscheidet, ob es von einer Reise abrät (Reisehinweis) oder davor warnt (Reisewarnung).


    Die Reisewarnung gilt aktuell (Stand: 23. Juli 2020) für mehr als 160 Staaten weltweit bis zum 31. August. Für einzelne Länder könnte sie vorher aufgehoben werden. Allerdings eher nicht, wenn das Land als Risikogebiet gilt. Umgekehrt gibt es aber Länder wie Australien oder die Malediven, für die zwar eine Reisewarnung gilt, die aber nicht als Risikogebiet ausgeschrieben sind. Gilt für ein Land die Reisewarnung, können Sie in der Regel eine Pauschalreise kostenfrei stornieren. Die Reisewarnung wird in diesen Fällen als außergewöhnlicher Umstand gewertet. Da meist für Länder, die als Risikogebiet ausgeschrieben sind, gleichzeitig eine Reisewarnung besteht, gilt hier in der Regel das gleiche.

    Können Sie in Risikogebiete reisen?

    Grundsätzlich kommt die Einstufung als Risikogebiet ebenso wenig wie die offizielle Reisewarnung einem Reiseverbot gleich. Sofern Flüge stattfinden, Hotels Sie aufnehmen und Sie einreisen dürfen, können Sie Ihren Urlaub trotzdem planen. Sie sollten dabei jedoch einiges beachten.

    Was gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten?

    An den deutschen Flughäfen wird es künftig Corona-Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben. Sie sollen sich dort kostenlos auf das Virus testen lassen können, wie die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte. Auch für Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten sollen Corona-Tests künftig kostenlos sein, allerdings nicht direkt bei der Einreise angeboten werden.

    Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, waren Sie bisher zudem verpflichtet, sich direkt nach der Ankunft für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu begeben. Zusätzlich müssen Sie die für Ihren Wohnort zuständige Behörde – in der Regel das lokale Gesundheitsamt – informieren.


    Ausnahmen gelten nur in einigen Bundesländern zum Beispiel dann, wenn Sie keine Symptome haben. Das kann auch der Fall sein, wenn Sie nur auf der Durchreise sind oder einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist und in Deutschland anerkannt wird. Hinzu kommen die Quarantäne-Bestimmungen im Reiseland bei einem positiven Corona-Test: Meist ist eine Rückreise nach Deutschland innerhalb der Quarantäne nicht möglich.

    Wegen der Quarantäne-Regelungen sollten besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern darauf achten, dass sie mindestens zwei Wochen vor Schulbeginn wieder zurück sind. In einigen Bundesländern gilt die Quarantäne als unentschuldigtes Fehlen. Auch Arbeitnehmer sollten beachten, dass es nach dem Infektionsschutzgesetz in vielen Bundesländern nur dann Lohnentschädigungen im Quarantäne-Fall gibt, wenn die Quarantäne nicht aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet angeordnet wurde.

    Sollten Sie im Urlaubsland an dem Coronavirus erkranken, übernimmt normalerweise Ihre Auslandsreisekrankenversicherung die Behandlungskosten. Doch wer trotz Reisewarnung und Einstufung als Risikogebiet in ein Land reist, ist in der Regel nicht durch diese Versicherung geschützt. Sie sollten sich daher zuvor gut beraten lassen und eine spezielle Krankenversicherung abschließen. Dabei müssen Sie mit deutlich höheren Kosten und eingeschränkten Leistungen rechnen.


    Welche Länder zählen zu den Risikogebieten?

    Folgende Staaten werden vom Robert Koch-Institut aktuell (Stand: 20. Juli 2020) als Gebiete, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Covid-19 besteht, ausgewiesen:

    • Afghanistan
    • Ägypten
    • Albanien
    • Algerien
    • Angola
    • Antigua und Barbuda
    • Äquatorialguinea
    • Argentinien
    • Armenien
    • Aserbaidschan
    • Äthiopien
    • Bahamas
    • Bahrain
    • Bangladesch
    • Barbados
    • Belarus
    • Belize
    • Benin
    • Bhutan
    • Bolivien
    • Bosnien und Herzegowina
    • Brasilien
    • Burkina Faso
    • Burundi
    • Cabo Verde
    • Chile
    • Costa Rica
    • Côte d'Ivoire
    • Dominica
    • Dominikanische Republik
    • Dschibuti
    • Ecuador
    • El Salvador
    • Eritrea
    • Eswatini
    • Gabun
    • Gambia
    • Ghana
    • Grenada
    • Guatemala
    • Guinea
    • Guinea Bissau
    • Guyana
    • Haiti
    • Honduras
    • Indien
    • Indonesien
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Jamaika
    • Jemen
    • Kamerun
    • Kasachstan
    • Katar
    • Kenia
    • Kirgisistan
    • Kolumbien
    • Komoren
    • Kongo DR
    • Kongo Rep
    • Korea (Volksrepublik)
    • Kosovo
    • Kuba
    • Kuwait
    • Lesotho
    • Libanon
    • Liberia
    • Libyen
    • Luxemburg
    • Madagaskar
    • Malawi
    • Malediven
    • Mali
    • Marokko
    • Mauretanien
    • Mexiko
    • Mongolei
    • Montenegro
    • Mosambik
    • Namibia
    • Nepal
    • Nicaragua
    • Niger
    • Nigeria
    • Nordmazedonien
    • Oman
    • Pakistan
    • Palästinensische Gebiete
    • Panama
    • Papua-Neuguinea
    • Paraguay
    • Peru
    • Philippinen
    • Republik Moldau
    • Ruanda
    • Russische Föderation
    • Saint Kitts und Nevis
    • Saint Lucia
    • Saint Vincent and the Grenadines
    • Sambia
    • São Tomé und Príncipe
    • Saudi Arabien
    • Senegal
    • Serbien
    • Seychellen
    • Sierra Leone
    • Simbabwe
    • Somalia
    • Sri Lanka
    • Südafrika
    • Sudan
    • Südsudan
    • Surinam
    • Syrische Arabische Republik
    • Tadschikistan
    • Tansania
    • Timor Leste (Osttimor)
    • Togo
    • Trinidad Tobago
    • Tschad
    • Türkei
    • Turkmenistan
    • Uganda
    • Ukraine
    • USA
    • Usbekistan
    • Venezuela
    • Vereinigte Arabische Emirate
    • Zentralafrikanische Republik

    Wie ist die Lage in den beliebtesten Reiseländern?

    Viele der Risikogebiete sind unabhängig vom Coronavirus keine klassischen Reiseziele. Andere zählen bei deutschen Urlaubern zu den beliebtesten Urlaubsländern überhaupt. Teilweise können Sie Ihre Reise trotz Ausschreibung als Risikogebiet und Reisewarnung wie geplant antreten, teilweise haben die Länder aber selbst ein Einreiseverbot verhängt.

    Türkei

    Das wohl wichtigste Beispiel ist die Türkei: Für den Staat gilt sowohl weiterhin eine Reisewarnung, als auch die Einstufung als Risikogebiet. Allerdings sind die Luft-, Land- und Seegrenzen wieder offen, seit Mitte Juni gibt es kein Einreiseverbot mehr für Deutsche.


    Istanbul: Die Türkei hat ihre Grenzen zwar geöffnet, es besteht allerdings weiterhin eine Reisewarnung.  (Quelle: imago images/Arabian Eye)

    Istanbul: Die Türkei hat ihre Grenzen zwar geöffnet, es besteht allerdings weiterhin eine Reisewarnung. (Quelle: Arabian Eye/imago images)


    Zusätzlich gibt es wieder regelmäßige Flüge zwischen Deutschland und der Türkei. Wenn Sie dorthin in den Urlaub reisen, müssen Sie allerdings mit Temperaturmessungen bei der Einreise und eventuellen Corona-Tests rechnen. Bei positivem Test erwarten Sie zudem Quarantänemaßnahmen.



    Ägypten


    Auch Ägypten galt vor der Corona-Pandemie als beliebtes Urlaubsziel. Jetzt ist das nordafrikanische Land allerdings stark von Covid-19 betroffen. Die Infektionszahlen steigen und das Gesundheitssystem ist stark belastet. Dennoch haben die ägyptischen Flughäfen seit Juli wieder für den Tourismus geöffnet. Wenn Sie einreisen, müssen Sie jedoch mit Kontrollen und Temperaturmessungen rechnen sowie eine Gesundheitskarte ausfüllen. Auch die Reisemöglichkeiten im Land selber sind eingeschränkt.

    Dominikanische Republik

    Sonne, Strand und Meer lockten sonst zahlreiche Urlauber in die Dominikanische Republik. Der Staat hat zwar am 1. Juli seine Grenzen wieder für Touristen geöffnet und auch den Flugverkehr wieder aufgenommen – dennoch kommen bisher nur wenige Urlauber. Hotels dürfen nur eine begrenzte Zahl an Touristen aufnehmen und an den Flughäfen finden Fiebermessungen statt.

    USA

    Die USA haben bereits seit dem 13. März 2020 ein Einreiseverbot für Deutsche verhängt. Zusätzlich gilt von deutscher Seite die Einstufung als Risikogebiet sowie die weltweite Reisewarnung. Reisen in die USA sind damit nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.

    Verwendete Quellen:

    • Auswärtiges Amt
    • Robert Koch-Institut
    • Bundesministerium für Gesundheit
    • Nachrichtenagentur dpa
    • ADAC: "Einreisebestimmungen und Corona-Risikogebiete"
    • Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
    • Verbraucherzentrale Bundesverband
    • Reiseversicherungsportal: reiseversicherung.com

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

  • Verlängerung der Reisewarnung Diese Urlaubsländer zählen zu den Risikogebieten


    Wegen der Corona-Pandemie fällt dieses Jahr für viele der Sommerurlaub in der Türkei, Ägypten oder Spanien aus. Die Länder zählen zu den Risikogebieten oder unterliegen einer Reisewarnung.

    Seit März gilt eine Reisewarnung für weite Teile der Welt – ein einmaliger Vorgang. Und dabei bleibt es noch für mehrere Wochen.

    Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert. Das wurde am 26. August in der Kabinettssitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

    Ist die Reisewarnung auch eine Reiseverbot?

    Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Die Reisewarnung erfolgt unabhängig von der Einstufung von Ländern als Risikogebiete.

    Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde zwar für viele europäische Urlaubsländer aufgehoben – dennoch gilt sie für zahlreiche andere beliebte Reiseziele weiter. Viele der Länder gelten auch als Risikogebiete. Sie können zwar trotzdem in diesen Regionen einen Urlaub planen. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Unter anderem sind Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten derzeit Pflicht..


    Was sind Risikogebiete und wie werden sie eingestuft?

    Das Bundesministerium für Gesundheit definiert als Corona-Risikogebiet einen Staat oder auch eine Region außerhalb Deutschlands, für die ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 gilt.


    Welches Land oder welche Region als Risikogebiet eingestuft wird, entscheiden das Bundesministerium für Gesundheit, das Innenministerium sowie das Auswärtige Amt. Dabei wird zunächst festgestellt, in welchen Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird überprüft, ob die Staaten, die diesen Wert unterschreiten, trotzdem ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen. Auch die aktuellen Corona-Maßnahmen des jeweiligen Landes sowie Infektionszahlen, Testkapazitäten und durchgeführte Tests spielen bei der Bewertung eine Rolle. Liegen keine verlässlichen Informationen vor, wird auch das berücksichtigt.

    Die Bundesregierung überprüft regelmäßig, inwieweit Gebiete (weiterhin) als Risikogebiete einzustufen sind. Deshalb kann es bei der Liste der Risikogebiete zu kurzfristigen Änderungen kommen.

    Was ist der Unterschied zur Reisewarnung?

    Zusätzlich zur Kennzeichnung als Risikogebiet gibt es die offizielle Reisewarnung sowie Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Die Behörde schätzt dazu die Gefahrenlage in einem Land ein und entscheidet, ob es von einer Reise abrät (Reisehinweis) oder davor warnt (Reisewarnung).


    Die Reisewarnung gilt aktuell (Stand: 26. August 2020) für mehr als 160 Staaten weltweit bis zum 14. September. Für einzelne Länder könnte sie vorher aufgehoben werden. Allerdings eher nicht, wenn das Land als Risikogebiet gilt. Umgekehrt gibt es aber Länder wie Australien oder die Malediven, für die zwar eine Reisewarnung gilt, die aber nicht als Risikogebiet ausgeschrieben sind. Gilt für ein Land die Reisewarnung, können Sie in der Regel eine Pauschalreise kostenfrei stornieren. Die Reisewarnung wird in diesen Fällen als außergewöhnlicher Umstand gewertet. Da meist für Länder, die als Risikogebiet ausgeschrieben sind, gleichzeitig eine Reisewarnung besteht, gilt hier in der Regel das gleiche.

    Können Sie in Risikogebiete reisen?

    Grundsätzlich kommt die Einstufung als Risikogebiet ebenso wenig wie die offizielle Reisewarnung einem Reiseverbot gleich. Sofern Flüge stattfinden, Hotels Sie aufnehmen und Sie einreisen dürfen, können Sie Ihren Urlaub trotzdem planen. Sie sollten dabei jedoch einiges beachten.

    Was gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten?

    An den deutschen Flughäfen gibt es Corona-Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Sie müssen sich dort kostenlos auf das Virus testen lassen können, wie die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte. Auch für Rückkehrer aus Nichtrisikogebieten sind Corona-Tests an vielen Teststellen kostenlos.

    Wenn Sie aus dem Ausland nach Deutschland einreisen und sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie verpflichtet, sich nach der Ankunft auf das Coronavirus testen zu lassen und sich bis mindestens zur Übermittlung des Testergebnisses in häusliche Quarantäne zu begeben. Zusätzlich müssen Sie die für Ihren Wohnort zuständige Behörde – in der Regel das lokale Gesundheitsamt – informieren.


    Ausnahmen gelten nur in einigen Bundesländern zum Beispiel dann, wenn Sie nur auf der Durchreise sind oder einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist und in Deutschland anerkannt wird. Hinzu kommen die Quarantäne-Bestimmungen im Reiseland bei einem positiven Corona-Test: Meist ist eine Rückreise nach Deutschland innerhalb der Quarantäne nicht möglich.

    Wegen der Quarantäne-Regelungen sollten besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern darauf achten, dass sie mindestens zwei Wochen vor Schulbeginn wieder zurück sind. In einigen Bundesländern gilt die Quarantäne als unentschuldigtes Fehlen. Auch Arbeitnehmer sollten beachten, dass es nach dem Infektionsschutzgesetz in vielen Bundesländern nur dann Lohnentschädigungen im Quarantäne-Fall gibt, wenn die Quarantäne nicht aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet angeordnet wurde.

    Sollten Sie im Urlaubsland an dem Coronavirus erkranken, übernimmt normalerweise Ihre Auslandsreisekrankenversicherung die Behandlungskosten. Doch wer trotz Reisewarnung und Einstufung als Risikogebiet in ein Land reist, ist in der Regel nicht durch diese Versicherung geschützt. Sie sollten sich daher zuvor gut beraten lassen und eine spezielle Krankenversicherung abschließen. Dabei müssen Sie mit deutlich höheren Kosten und eingeschränkten Leistungen rechnen.

    Welche Länder zählen zu den Risikogebieten?

    Folgende Staaten werden vom Robert Koch-Institut aktuell (Stand: 26. August 2020) als Gebiete, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Covid-19 besteht, ausgewiesen:

    • Afghanistan (seit 15. Juni)
    • Ägypten (seit 15. Juni)
    • Albanien (seit 15. Juni)
    • Algerien (seit 15. Juni)
    • Angola (seit 15. Juni)
    • Antigua und Barbuda (seit 17. Juni)
    • Äquatorialguinea (seit 15. Juni)
    • Argentinien (seit 15. Juni)
    • Armenien (seit 15. Juni)
    • Aserbaidschan (seit 15. Juni)
    • Äthiopien (seit 15. Juni)
    • Bahamas (seit 15. Juni)
    • Bahrain (seit 15. Juni)
    • Bangladesch (seit 15. Juni)
    • Barbados (seit 15. Juni)
    • Belarus (seit 15. Juni)
    • Belgien – derzeit gelten als Risikogebiete: Provinz Antwerpen (seit 5. August) und Region Brüssel (seit 21. August)
    • Belize (seit 15. Juni)
    • Benin (seit 15. Juni)
    • Bhutan (seit 15. Juni)
    • Bolivien (seit 15. Juni)
    • Bosnia und Herzegowina (seit 15. Juni)
    • Brasilien (seit 15. Juni)
    • Bulgarien – die folgenden Verwaltungsbezirke („Oblaste“) gelten derzeit als Risikogebiete (seit 7. August): Blagoevgrad und Dobritch
    • Burkina Faso (seit 15. Juni)
    • Burundi (seit 15. Juni)
    • Cabo Verde (seit 3. Juli)
    • Chile (seit 15. Juni)
    • Costa Rica (seit 15. Juni)
    • Côte d'Ivoire (seit 15. Juni)
    • Dominica (seit 17. Juni)
    • Dominikanische Republik (seit 15. Juni)
    • Dschibuti (seit 15. Juni)
    • Ecuador (seit 15. Juni)
    • El Salvador (seit 15. Juni)
    • Eritrea (seit 15. Juni)
    • Eswatini (seit 15. Juni)
    • Frankreich – folgende Überseegebiete/Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    1. Überseegebiet: Französisch-Guyana (seit 21. August)
    2. Region: Île-de-France (seit 24. August)
    3. Region: Provence-Alpes-Côte d’Azur (seit 24. August)
    • Gabun (seit 15. Juni)
    • Gambia (seit 15. Juni)
    • Ghana (seit 15. Juni)
    • Grenada (seit 17. Juni)
    • Guatemala (seit 15. Juni)
    • Guinea (seit 15. Juni)
    • Guinea Bissau (seit 15. Juni)
    • Guyana (seit 15. Juni)
    • Haiti (seit 15. Juni)
    • Honduras (seit 15. Juni)
    • Indien (seit 15. Juni)
    • Indonesien (seit 15. Juni)
    • Irak (seit 15. Juni)
    • Iran (seit 15. Juni)
    • Israel (seit 3. Juli)
    • Jamaika (seit 15. Juni)
    • Jemen (seit 15. Juni)
    • Kamerun (seit 15. Juni)
    • Kasachstan (seit 15. Juni)
    • Katar (seit 15. Juni)
    • Kenia (seit 15. Juni)
    • Kirgisistan (seit 15. Juni)
    • Kolumbien (seit 15. Juni)
    • Komoren (seit 15. Juni)
    • Kongo DR (seit 15. Juni)
    • Kongo Rep (seit 15. Juni)
    • Korea (Volksrepublik) (seit 15. Juni)
    • Kosovo (seit 15. Juni)
    • Kroatien, die folgenden Gespanschaften gelten derzeit als Risikogebiete (seit 20. August): Šibenik-Knin und Split-Dalmatien
    • Kuba (seit 15. Juni)
    • Kuwait (seit 15. Juni)
    • Lesotho (seit 15. Juni)
    • Libanon (seit 15. Juni)
    • Liberia (seit 15. Juni)
    • Libyen (seit 15. Juni)
    • Madagaskar (seit 15. Juni)
    • Malawi (seit 15. Juni)
    • Malediven (seit 17. Juli)
    • Mali (seit 15. Juni)
    • Marokko (seit 15. Juni)
    • Mauretanien (seit 15. Juni)
    • Mexiko (seit 15. Juni)
    • Mongolei (seit 15. Juni)
    • Montenegro (seit 15. Juni)
    • Mosambik (seit 15. Juni)
    • Namibia (seit 15. Juni)
    • Nepal (seit 15. Juni)
    • Nicaragua (seit 15. Juni)
    • Niger (seit 15. Juni)
    • Nigeria (seit 15. Juni)
    • Nordmazedonien (seit 15. Juni)
    • Oman (seit 15. Juni)
    • Pakistan (seit 15. Juni)
    • Palästinensische Gebiete (seit 3. Juli)
    • Panama (seit 15. Juni)
    • Papua-Neuguinea (seit 17. Juni)
    • Paraguay (seit 15. Juni)
    • Peru (seit 15. Juni)
    • Philippinen (seit 15. Juni)
    • Republik Moldau (seit 15. Juni)
    • Rumänien – die folgenden Gebiete („Kreise“) gelten derzeit als Risikogebiete:
    1. Argeș (seit 7. August)
    2. Bacău (seit 12. August)
    3. Bihor (seit 7. August)
    4. Brăila (seit 12. August)
    5. Brașov (seit 12. August)
    6. București (seit 12. August)
    7. Buzău (seit 7. August)
    8. Dâmbovița (seit 12. August)
    9. Galați (seit 12. August)
    10. Gorj (seit 12. August)
    11. Ilfov (seit 12. August)
    12. Neamt (seit 7. August)
    13. Prahova (seit 12. August)
    14. Vâlcea (seit 20. August)
    15. Vaslui (seit 12. August)
    16. Vrancea (seit 12. August)
    • Russische Föderation (seit 15. Juni)
    • Sankt Kitts und Nevis (seit 16. Juni)
    • Saint Lucia (seit 15. Juni)
    • Saint Vincent und die Grenadinen (seit 16. Juni)
    • Sambia (seit 15. Juni)
    • São Tomé und Príncipe (seit 16. Juni)
    • Saudi Arabien (seit 15. Juni)
    • Senegal (seit 15. Juni)
    • Serbien (seit 15. Juni)
    • Seychellen (seit 17. Juli)
    • Sierra Leone (seit 15. Juni)
    • Simbabwe (seit 15. Juni)
    • Somalia (seit 15. Juni)
    • Spanien: Festland Spanien und die Balearen (nicht Kanarische Inseln) (seit 14. August)
    • Sri Lanka (seit 15. Juni)
    • Südafrika (seit 15. Juni)
    • Sudan (seit 15. Juni)
    • Südsudan (seit 15. Juni)
    • Surinam (seit 15. Juni)
    • Syrische Arabische Republik (seit 15. Juni)
    • Tadschikistan (seit 15. Juni)
    • Tansania (seit 15. Juni)
    • Timor Leste (Osttimor) (seit 17. Juni)
    • Togo (seit 15. Juni)
    • Trinidad Tobago (seit 15. Juni)
    • Tschad (seit 15. Juni)
    • Türkei (seit 15. Juni)
    • Turkmenistan (seit 17. Juni)
    • Ukraine (seit 15. Juni)
    • USA (seit 3. Juli gesamte USA)
    • Usbekistan (seit 15. Juni)
    • Venezuela (seit 15. Juni)
    • Zentralafrikanische Republik (seit 15. Juni)

    Wie ist die Lage in beliebten Reiseländern?

    Viele der Risikogebiete sind unabhängig vom Coronavirus keine klassischen Reiseziele. Andere zählen bei deutschen Urlaubern zu den beliebtesten Urlaubsländern überhaupt. Teilweise können Sie Ihre Reise trotz Ausschreibung als Risikogebiet und Reisewarnung wie geplant antreten, teilweise haben die Länder aber selbst ein Einreiseverbot verhängt.

    Türkei

    Das wohl wichtigste Beispiel ist die Türkei: Für den Staat gilt sowohl weiterhin eine Reisewarnung, als auch die Einstufung als Risikogebiet. Mittlerweile hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung allerdings zumindest teilweise aufgehoben: Die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

    Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 14. September gilt. Mit diesem Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

    Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe. "Dieses beinhaltet unter anderem eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland."

    Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.

    Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei. Die Luft-, Land- und Seegrenzen sind schon einige Wochen wieder offen, seit Mitte Juni gibt es kein Einreiseverbot mehr für Deutsche.

    Zusätzlich gibt es wieder regelmäßige Flüge zwischen Deutschland und der Türkei. Wenn Sie dorthin in den Urlaub reisen, müssen Sie allerdings mit Temperaturmessungen bei der Einreise und eventuellen Corona-Tests rechnen. Bei positivem Test erwarten Sie zudem Quarantänemaßnahmen. Das RKI hält zunächst an der Einstufung als Risikogebiet fest.




    Ägypten

    Auch Ägypten galt vor der Corona-Pandemie als beliebtes Urlaubsziel. Jetzt ist das nordafrikanische Land allerdings stark von Covid-19 betroffen. Die Infektionszahlen steigen und das Gesundheitssystem ist stark belastet. Dennoch haben die ägyptischen Flughäfen seit Juli wieder für den Tourismus geöffnet. Wenn Sie einreisen, müssen Sie jedoch mit Kontrollen und Temperaturmessungen rechnen sowie eine Gesundheitskarte ausfüllen. Auch die Reisemöglichkeiten im Land selber sind eingeschränkt.




    Spanien: Neue Reisewarnung wegen steigender Fallzahlen

    Urlauber aus der EU und den Schengenstaaten dürfen seit dem 21. Juni unbegrenzt nach Spanien einreisen. Nachdem die Infektionszahlen in Spanien jedoch wieder stark angestiegen sind, hat die Bundesregierung Spanien mit Ausnahme der Kanaren Mitte August zum Risikogebiet erklärt und auch für die beliebte Ferieninsel Mallorca eine Reisewarnung ausgesprochen.



    Reiseveranstalter sagten daraufhin Pauschalreisen nach Mallorca und andere Regionen ab und boten Urlaubern einen vorzeitigen Rückflug an. Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt generell schon seit einigen Wochen, dass sie sich beim Gesundheitsamt melden müssen. Zudem gibt es eine Testpflicht bei der Heimkehr. Länder wie Großbritannien oder Norwegen ordneten sogar Zwangsquarantäne für Rückkehrer aus dem wichtigsten europäischen Urlaubsland an.

    USA: Einreiseverbot und Risikogebiet

    Die USA haben bereits seit dem 13. März 2020 ein Einreiseverbot für Deutsche verhängt. Zusätzlich gilt von deutscher Seite die Einstufung als Risikogebiet sowie die weltweite Reisewarnung. Reisen in die USA sind damit nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.

    Verwendete Quellen:

    • Auswärtiges Amt
    • Robert Koch-Institut
    • Bundesministerium für Gesundheit
    • Nachrichtenagentur dpa
    • ADAC: "Einreisebestimmungen und Corona-Risikogebiete"
    • Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland
    • Verbraucherzentrale Bundesverband
    • Reiseversicherungsportal: reiseversicherung.com

    In diese Länder dürfen Deutsche nicht einreisen


    Viele europäische Länder haben ihre Grenzen wieder geöffnet – doch was ist, wenn Sie nach Australien, in die USA oder Südamerika reisen möchten? Viele Länder haben weiterhin eine Einreisesperre für deutsche Touristen.

    Unabhängig von der Reisewarnung der Bundesregierung und der Einstufung vieler Länder als Corona-Risikogebiet gibt es noch eine weitere Komponente, die den Urlaub im Ausland unmöglich machen könnte: Viele Länder haben ihre Grenzen geschlossen, den Flugverkehr eingestellt oder ein Einreiseverbot verhängt. Was bedeutet das für Reisende und welche Länder sind betroffen?

    Was bedeutet ein Einreiseverbot?

    Bis mindestens 31. August gilt noch eine offizielle Reisewarnung für die meisten Länder außerhalb der Europäischen Union, hinzu kommt die Einstufung als Risikogebiet. Auf der anderen Seite hat jedes Land selbst die Möglichkeit, die Einreise individuell zu beschränken. Das kann bedeuten, dass Sie nur einreisen dürfen, wenn Sie sich in Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test vorweisen können. Es kann aber auch bedeuten, dass Sie gar nicht oder nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

    Auch das Auswärtige Amt rät: "Einige Länder haben Einreisesperren oder Sonderkontrollen für bestimmte Personengruppen oder Flüge aus bestimmten Regionen erlassen. Hiervon sind teilweise auch Reisende aus Deutschland betroffen. Reisende sollten sich daher vor Reiseantritt bei der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Reiselandes in Deutschland informieren."

    Was gilt für Einreisen nach Deutschland?

    Auch umgekehrt gibt es für viele Länder Einreisebeschränkungen für Deutschland. Seit Juli ist für Reisende aus Australien, Georgien, Kanada, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruquay eine Einreise nach Deutschland wieder ohne Einschränkungen möglich. Andere Reisende, die aus Drittstaaten außerhalb des Schengen-Raums nach Deutschland einreisen möchten, müssen hierfür wichtige Gründe vorweisen können.

    Welche Länder sind wie betroffen?

    Je nach Infektionsgeschehen passen viele Länder regelmäßig ihre Einreisebestimmungen an – aktuell (Stand: 20. August 2020) gibt es allerdings noch eine ganze Reihe wichtiger Reiseländer, die ihre Grenzen geschlossen oder die Einreise verboten haben. Ein Überblick über die beliebtesten Urlaubsländer:

    Argentinien

    Grundsätzlich können Sie zwar nach Argentinien reisen, allerdings ist der reguläre Flugverkehr von und nach Europa aktuell ausgesetzt. Hinzu kommt, dass Deutsche und andere Reisende in Argentinien zunächst in eine 14-tägige Quarantäne müssten.

    Australien

    Auch wenn Australien abgesehen vom Bundesstaat Victoria nicht als Risikogebiet eingestuft wurde, gilt weiterhin eine offizielle Reisewarnung. Hinzu kommt, dass ausländische Reisende ohne gültigen Aufenthaltstitel in Australien generell nicht einreisen dürfen. Wer einen Aufenthaltstitel hat, muss trotzdem noch in eine 14-tägige Selbstisolation.

    Bolivien

    Die Grenzen sind geschlossen und der internationale Flugverkehr ist eingestellt. Im Land gibt es zudem regionale Ausgangssperren und Reisen innerhalb von Bolivien sind nur sehr eingeschränkt möglich. Es gelten sowohl die Bestimmungen zur Reisewarnung als auch die Einstufung als Risikogebiet.

    Chile

    Auch Chile hat seine Luft-, See- und Landgrenzen seit dem 18. März für die Einreise von Ausländern geschlossen. Kreuzfahrtschiffe dürfen bis Ende September nicht anlegen. Zusätzlich gilt sowohl die Einstufung als Risikogebiet, als auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

    China

    Auch wenn das Robert Koch-Institut China nicht mehr als Risikogebiet gelistet hat, gilt weiterhin eine offizielle Reisewarnung für das Land. Seit dem 28. März galt für China zudem eine Einreisesperre für alle Ausländer – seit dem 11. August ist die Einreise von Deutschen mit einer chinesischen Aufenthaltsgenehmigung wieder erlaubt.

    Touristen auf der Chinesischen Mauer: China hat ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt. (Quelle: imago images/Xinhua)

    Touristen auf der Chinesischen Mauer: China hat ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt. (Quelle: Xinhua/imago images)

    Hongkong

    Seit dem 25. März dürfen Menschen ohne Aufenthaltsberechtigung nicht nach Hongkong einreisen. Wer mit einer Aufenthaltsberechtigung einreist, muss sich zunächst in zweiwöchige Quarantäne begeben. Die Durchreise über den internationalen Flughafen ist wieder möglich, sofern einige Bedingungen erfüllt sind. Beispielsweise muss der Anschlussflug innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Auch wenn die offizielle Reisewarnung für Hongkong weiterhin gilt, ist es nicht als Risikogebiet ausgeschrieben.

    Indien

    In Indien gilt noch bis mindestens Ende August eine Ausgangssperre, zudem wurden alle kommerziellen internationalen Flugverbindungen von und nach Indien ausgesetzt. Eine Ein- und Ausreise ist damit derzeit unmöglich. Der nationale Bahn- und Flugverkehr wurde eingeschränkt wieder aufgenommen. Zudem besteht weiterhin eine offizielle Reisewarnung und auch die Ausschreibung als Risikogebiet.

    Indonesien

    Bereits seit dem 2. April gibt es in Indonesien eine Einreisesperre für alle Ausländer. Das Verbot umfasst auch die Durchreise. Zusätzlich gilt Indonesien als Risikogebiet und es gibt eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

    Israel

    Auch Israel hat ein generelles Einreiseverbot für ausländische Reisende erlassen. Ausnahmen gelten nur für Reisende, die nachweisen können, dass sie einen Lebensmittelpunkt in Israel haben. Zusätzlich gilt die offizielle Reisewarnung sowie die Einstufung als Risikogebiet für Israel.

    Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen.  (Quelle: imago images/Schöning)

    Ausgrabungsstätte Caesarea, Israel (Foto von 2019): Touristen aus Deutschland können hier momentan keinen Urlaub machen. (Quelle: Schöning/imago images)


    Japan

    Seit dem 26. März gilt ein Einreiseverbot für nicht-japanische Staatsangehörige aus Deutschland und vielen anderen Staaten. Seit dem 21. März ist zudem die Visafreiheit ausgesetzt. Die Durchreise ist möglich, sofern der Flughafen nicht verlassen wird. Obwohl es eine offizielle Reisewarnung gibt, wird Japan nicht mehr als Corona-Risikogebiet ausgeschrieben.

    Kanada

    Grundsätzlich wird derzeit nur kanadischen Staatsangehörigen die Einreise nach Kanada gewährt. Ausnahmen gibt es für Personen mit permanentem Aufenthaltsstatus und Durchreisende. Kreuzfahrtschiffe dürfen bis Ende Oktober nicht anlegen. Für Kanada gilt zwar noch die offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, das Land ist aber nicht als Corona-Risikogebiet ausgezeichnet.

    Kolumbien

    Der reguläre Internationale Flugverkehr nach Kolumbien bleibt voraussichtlich noch bis Ende Oktober 2020 ausgesetzt. Es finden nur vereinzelt humanitäre Sonderflüge statt. Auch der nationale Personenflugverkehr ist zunächst noch bis 31. August ausgesetzt. Auch die Einreisesperre nach Kolumbien wurde bis zum 31. August verlängert. Zusätzlich gelten die Reisewarnung und die Ausschreibung als Risikogebiet.

    Kuba

    Die kubanischen Landesgrenzen sind teilweise geschlossen. Seit dem 24. März dürfen Touristen grundsätzlich nicht mehr nach Kuba einreisen, jedoch bestehen seit 1. Juli 2020 Ausnahmen. Die Ausreise ist weiterhin möglich. Reisende, die sich noch im Land befinden, sind in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Sie werden in einigen wenigen Hotels konzentriert und dürfen diese nur noch verlassen, um zum Flughafen zu gelangen. Die meisten Hotels sind geschlossen und auch Autovermietung, Ausflüge oder Überlandreisen finden nicht mehr statt. Reisen zwischen Havanna und den Provinzen sind in beide Richtungen verboten.


    Es gibt nur wenige Ausnahmen: Touristische Reisen auf Cayo Coco, Cayo Guillermo, Cayo Largo del Sur, Cayo Santa Maria und Cayo Cruz sind seit dem 1. Juli wieder möglich. Reisende müssen per Direktflug auf die jeweilige Insel anreisen und bei der Einreise einen Corona-Schnelltest machen. Sie können sich danach nur auf Ihrer Insel frei bewegen und dürfen die Hauptinsel nicht besuchen.

    Marokko

    Marokko hat alle Flug- und Fährverbindungen ins Ausland gestoppt. Die Grenzübergänge in Ceuta und Melilla sind geschlossen. Die Ein- und Ausreise ist damit nur unter besonderen Bedingungen möglich. Marokko gilt als Risikogebiet und fällt unter die offizielle Reisewarnung.

    Namibia

    Für Namibia gilt bis auf weiteres ein Einreiseverbot für Ausländer. Die Einreise ist nur unter besonderen Umständen und mit vorheriger Genehmigung möglich. Für Namibier selbst gilt hingegen auch ein Ausreiseverbot. Von deutscher Seite gilt die Bezeichnung als Risikogebiet sowie eine offizielle Reisewarnung.

    Neuseeland

    Einreisen nach Neuseeland sind bis auf weiteres verboten. Ausnahmen gibt es nur für neuseeländische Staatsangehörige und "(permanent) residents". Durchreisen sind unter Auflagen möglich, sofern der Aufenthalt nicht länger als 24 Stunden dauert. Es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, Neuseeland zählt aber nicht zu den Corona-Risikogebieten.

    Philippinen

    Bis auf weiteres gibt es ein landesweites Einreiseverbot in die Philippinen. Bereits erteilte Visa wurden für ungültig erklärt und derzeit werden keine neuen ausgestellt. Es gibt wenige Ausnahmen, beispielsweise für Diplomaten oder enge Familienangehörige von philippinischen Staatsangehörigen. Für die Philippinen gilt eine offizielle Reisewarnung sowie die Einstufung als Risikogebiet.

    Saudi-Arabien

    Für Reisende aus dem Ausland gilt eine Einreisesperre, auch der Flugverkehr von und nach Saudi-Arabien wurde eingestellt. Es gibt eine offizielle Reisewarnung, zudem gilt Saudi-Arabien als Corona-Risikogebiet.

    Singapur

    Alle Besuchsreisen nach Singapur sind verboten. Auch die Durchreise ist nur auf ausgewählten Strecken von Singapore Airlines, Scoot und Silk Air möglich. Für Singapur gilt weiterhin die offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, das Land wird aber nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft.

    Sri Lanka

    Seit dem 19. März ist der internationale Flughafen in Colombo bis auf weiteres für internationale Flüge geschlossen. Seit dem 15. März ist zudem die Einreise aus Deutschland und vielen anderen Ländern verboten. Es gelten sowohl die Reisewarnung als auch die Einstufung als Risikogebiet.

    Fischer in Sri Lanka: Seit Mitte März ist der internationale Flughafen geschlossen.  (Quelle: imago images/robertharding)

    Fischer in Sri Lanka: Seit Mitte März ist der internationale Flughafen geschlossen. (Quelle: robertharding/imago images)


    Südafrika

    Seit dem 27. März gilt in Südafrika eine landesweite Ausgangssperre, alle Landesgrenzen sind geschlossen und es gibt derzeit keine Ein- oder Ausreisen nach Südafrika. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Südafrika, das RKI hat das Land zudem als Risikogebiet eingestuft.

    Thailand

    Die Einreise zu touristischen Zwecken ist aktuell nicht möglich – es gibt nur wenige Ausnahmen beispielsweise für Geschäftsreisende und Touristen aus China, Hongkong, Japan, Singapur und Südkorea. Auch Durchreisen sind nur in Ausnahmefällen möglich. Es gilt die offizielle Reisewarnung, Thailand ist jedoch nicht als Risikogebiet eingestuft.

    USA

    Für die USA gilt ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in Deutschland oder einem Schengen-Staat aufgehalten haben. Es gibt nur wenige Ausnahmen für US-Staatsbürger und ihre engen Angehörigen. Aktuell stellen die USA praktisch keine Visa mehr aus. Neben der offiziellen Reisewarnung werden die USA auch als Risikogebiet eingestuft.

    Vietnam

    Ähnlich wie für die USA gilt eine Einreisesperre für Reisende aus Deutschland und allen anderen Schengen-Staaten. Das Verbot gilt auch für Durchreisen und für Deutsche mit vietnamesischer Abstammung. Zusätzlich gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, nicht aber die Einstufung als Risikogebiet.

    Verwendete Quellen:

    • Nachrichtenagentur dpa
    • Auswärtiges Amt

    Die Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aber aus Respekt :)<3:!:

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