Serviettentechnik

  • Mit der Serviettentechnik auf Holz und Glas kannst du ausgefallene Einzelstücke kreieren, die deiner Wohnung das gewisse Etwas verleihen.


    Du benötigst:

    Gegenstand zum Verzieren, z. B. Tasse, Vase, Einmachglas oder alte Kommode
    Papierservietten mit schönen Aufdrucken
    Serviettenkleber – gekauft oder selbstgemacht
    Borstenpinsel
    Filzstift, Schere oder Schablonenmesser und Lineal
    Acrylfarbe für die Grundierung
    Sandpapier und/oder Feile
    Glitter oder ähnliches für funkelndes Finish

    1. Maß nehmen und Serviette zuschneiden:

    Wenn du einen Gegenstand mit dem Großteil einer Serviette überziehen möchtest, passe die Serviette zunächst in etwa auf die Größe des Gegenstands an. Markiere die Kanten und schneide das Papier zurecht. Tipp: Lass ein wenig Spielraum an den Rändern und schneide die Serviette nur grob zu. Den Überstand kannst du später abtrennen.


    2. Druckschicht von der Serviette ablösen:

    Ziehe vorsichtig die oberste, bedruckte Schicht von der Serviette ab. Hinweis: Du benötigst nur diesen farbigen Teil der Serviette. Den Rest kannst du entsorgen.


    3. Bei Serviettentechnik auf Glas – Grundierung auftragen:

    Dieser Schritt bietet sich bei sehr glatten Glasflächen an, damit die Servietten später besser haften. Durch das Auftragen von Acrylfarbe bekommt die Oberfläche eine bessere Griffigkeit. Außerdem kannst du den Untergrund farblich optimal an dein Serviettenmotiv oder -muster anpassen. Tipp: Wähle einen hellen Farbton für zum Beispiel weiße oder cremefarbene Servietten. Ist deine Serviette hingegen überwiegend braun, blau oder schwarz, bietet sich eine dunkle Grundierung an, um ein harmonisches Ergebnis zu erzielen.


    4. Bei Serviettentechnik auf Holz – Untergrund vorbereiten:

    Damit du die aufzuklebenden Servietten eben auf den Untergrund bringen kannst, sollte dieser möglichst plan sein. Mit einer Feile oder Sandpapier kannst du kleine Unebenheiten ausgleichen. Für optimalen Halt empfiehlt es sich, glatte und lackierte Holzflächen zunächst mit etwas Sandpapier aufzurauen. Holzstaub entfernen nicht vergessen!


    5. Serviettenkleber auftragen:

    Trage mithilfe eines Pinsels großzügig den Klebstoff auf den Gegenstand auf – Ränder nicht vergessen! – und lass die Masse kurz antrocknen. Da unbehandeltes Holz sehr viel Flüssigkeit aufnimmt, kann es sein, dass du eine zweite Schicht Kleber auftragen musst. Hinweis: Warte beim Antrocknen nicht zu lange, sonst lässt sich die Serviette nur noch mit Mühe aufbringen!


    6. Serviette aufbringen:

    Bei diesem Schritt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Setze die Serviette vorsichtig auf den Untergrund. Tipp: Achte darauf, dass du das Papier im ersten Anlauf richtig platziert. Klebt die Serviette einmal am Gegenstand, lässt sich das Material kaum noch verschieben, ohne dass es reißt.


    7. Trocknen lassen:

    Bevor es weitergeht, muss dein Kunstwerk komplett durchtrocknen.


    8. Versiegeln und Finish:

    Um die verzierte Oberfläche widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Abrieb zu machen, ist es wichtig, dass sie versiegelt wird. Hierfür wird eine zweite Schicht Kleber direkt auf die Serviette aufgetragen. Tipp: Wenn du möchtest, kannst du Glitzer oder ähnliches in die Klebstoffschicht einarbeiten. Durch eine zusätzlich aufgesprühte Schicht Klarlack auf die trockene, obere Kleberschicht erhöhst du die Lebensdauer deines Kunstwerks.


    9. Nachkorrigieren:

    Stehen nach dem Trocknen noch Teile der Serviette über den Rand? Mit einem Schablonenmesser oder einem Cutter sorgst du für präzise Kanten. Fertig.



    Es ist wichtig, dass du darauf achtest, wirklich nur die bedruckte Schicht der Serviette zu verwenden. Beim Trennen der Papierschichten ist Genauigkeit gefragt. Zuweilen zieht man zwei Schichten mit einmal ab. Beim späteren Auftragen kann sich das Motiv dadurch verschieben und findet zudem keinen guten Halt auf dem Untergrund.

    Hast du die bedruckte Schichte sauber abgetrennt, achte darauf, die Papierserviette so auf den Gegenstand zu legen, dass das Druckmotiv nach oben zeigt. Ansonsten ist der dekorative Druck nachher kaum erkennbar.

    Nicht immer gelingt das präzise Auflegen der Serviette mit dem ersten Versuch. Doch es gibt einen kleinen Trick, wie du die Position des Motivs nachkorrigieren kannst. Breite einfach Klarsichtfolie auf der Oberfläche aus und schon kannst du über deine Arbeit streichen, um dein Motiv zurechtzurücken. So lassen sich außerdem Luftblasen im Nu beseitigen, insbesondere wenn du ein Lineal oder einen Eisstiel zum Glätten zu Hilfe nimmst. Tipp: So vermeidest du übrigens auch klebrige Finger beim Arbeiten mit der Serviettentechnik.

    Um besondere Effekte zu erzielen, kannst du beim Vorbereiten deines Motivs variieren. Besonders präzise Ränder erreichst du durch das Zuschneiden mit einem Schablonenmesser. Wenn du jedoch weiche Übergänge zwischen einzelnen Papierschnipseln erzielen möchtest, solltest du die Serviette in Form reißen und die einzelnen Stücke nachher überlappend aufbringen.

    Statt Servietten kannst du übrigens auch andere Papierreste für die Découpage nutzen. Wie wäre es zum Beispiel mit individuellen Fotomotiven? Drucke dazu einfach das gewünschte Foto aus und versiegle die Oberfläche des Papiers vor dem Aufbringen auf den Gegenstand mit einer Schicht Haarspray. So vermeidest du, dass dein Motiv beim Kontakt mit dem Kleber verwischt.

    Zum Selber machen benötigst du zwei Teile Tapetenkleister und einen Teil Holzleim. Beide Klebemassen verrührst du sorgfältig miteinander und schon hast du selbstgemachten Serviettenkleber.

    Hinweis: Du kannst den DIY-Serviettenkleber für die meisten Arbeiten auf Glas, Holz und Plastik verwenden. Möchtest du jedoch Windlichter oder Kerzenständer mit Serviettentechnik verzieren, solltest du auf den Spezialkleber für die Serviettentechnik zurückgreifen, der auch auf warmen Oberflächen optimalen Halt verspricht.



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